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Die Gesellschaft ist krank - Beziehungen.

676 Beiträge, Schlüsselwörter: Beziehungen

Die Gesellschaft ist krank - Beziehungen.

21.03.2014 um 14:45
Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen

Die Zahl der psychisch Kranken nimmt in Deutschland stetig zu. Häufige Jobwechsel, die ständige Erreichbarkeit und ein nicht zu leistendes Maß an Flexibilität führen bei immer mehr Menschen zu Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout.

Bereits im Juni bezeichnete die Techniker Krankenkasse (TK) im Rahmen der Vorstellung ihres Gesundheitsreports 2011 den weiteren Anstieg der Fehlzeiten am Arbeitsplatz aufgrund seelischer Störungen als besorgniserregend. So habe die Zahl der ärztlichen Diagnosen wie bereits in den Jahren zuvor auch im letzten Jahr zugenommen. Von 2010 bis 2011 seien etwa 6,3 Prozent mehr Fehltage von Arbeitnehmern zu verzeichnen gewesen. Seit 2006 habe der Anteil der psychisch bedingten Fehlzeiten sogar um 61 Prozent zugenommen.

Auch die Bundeskammer der Psychotherapeuten hatte bereits zuvor auf eine Zunahme der Krankschreibungen aufgrund psychischer Leiden hingewiesen. Wie die Kammer mitteilte, litten immer mehr Menschen am Burnout-Syndrom. Vielfach kämen die Menschen mit der zunehmenden Arbeitsbelastung, Überstunden, unsicheren Arbeitsverhältnisse und Mobbing nicht mehr zurecht.

Auch Kinder und Jugendliche von psychischen Erkrankungen betroffen

Inzwischen sind auch immer mehr Kinder und Jugendliche von psychischen Erkrankungen betroffen. Häufig werden die hohe schulischer Belastung aber auch Freizeitstress als Ursachen angegeben. Zuletzt hatte der Bundesjugendring auf die unverhältnismäßige schulische Beanspruchung bei zu geringerem Freizeitausgleich der Kinder hingewiesen und deshalb die „35-Stunden-Woche“ für Kinder gefordert.



Zusätzlich zu den 38 Prozent der Einwohner, die an psychischen Störungen leiden, sind weitere Millionen Menschen in der EU von neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose betroffen.

Insgesamt ist die gesellschaftliche Belastung durch psychische Störungen – gemessen durch den Indikator „disability-adjusted life years (DALYs)” der Weltgesundheitsorganisation – bei weitem größer als die durch irgendeine andere Krankheitsgruppe (Krebs, Herzerkrankungen etc). Die Studie legt erstmals spezifisch für die EU entsprechende Zahlen vor und zeigt, dass psychische Störungen für 26,6 Prozent der gesellschaftlichen Gesamtbelastung durch Krankheiten in der EU verantwortlich sind.

Die vier am stärksten belastenden Erkrankungen sind dabei: Depression, Demenzen, Alkoholabhängigkeit und Schlaganfall.

Na dann...


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21.03.2014 um 15:39
Wollte es schon schreiben , aber man traut sich ja nicht.....dieser stark veränderter Umgang mit dem Alkohol in der Gesellschaft zeigt einen Spiegel auf Depressionen, die diese Perspektivlosigkeit mit sich bringt , den ganzen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und macht natürlich auch nicht Halt vor den Beziehungen ....


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21.03.2014 um 19:04
Hm, ist ja leider wissenschaftlich erwiesen, dass Alkohol und andere Drogen Depressionen verursachen. Irgendwo auch logisch, durch den Genuss von Alkohol wird man euphorisch und wenn die Wirkung dann nachlässt, fällt man in ein "Loch". Was man seinem Körper so antut, dass vergisst er nicht und dann muss man die Rechnung bezahlen. Und leider wird auch das Miteinander durch die Drogen verändert.
Man muss versuchen, die Balance zu halten, in allem.


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22.03.2014 um 22:21
Suchtbefriedigung löst im Gehirn ein euphorieähnliches Gefühl aus, was leicht mit Glücklichsein verwechselt wird.
Das dem Ganzen etwas völlig anderes zugrundeliegt scheinen die Menschen gar nicht mehr begreifen zu können. Auch nicht, wenn sie nach der Suchtbefriedigung bis zur nächsten völlig niedergeschlagen und depressiv sind. UND EBEN ZU KEINER NORMALEN BEZIEHUNG FÄHIG!


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23.03.2014 um 06:00
Ich habe vor kurzem etwas geschrieben, was zwar mehr Lyrik ist, will es auch aber trotzdem nicht vor enthalten.

Inspiriert durch einen sehr schönen Post in diesem Thread. (sorry für den Diebstahl, oder Danke für die Idee, nimm es wie du willst :-) )


@ghostrider2222
@Chapa
@bellady
@liaewen
@bmo
@Casa_blanca
@CthulhusPrison
@Fenris





Früher sind die Erwachsenen abends bei Laternenlicht zusammen gesessen und es war für uns Kinder das
schönste einfach nur zu zuhören. Oder wir haben Verstecken gespielt, Fußball, sind auf Bäume geklettert oder haben Steine gesammelt. Am liebsten wären wir den ganzen Tag draußen geblieben um so trauriger waren wir als wir rein gerufen wurden.
Wie oft wurden wir damals ermahnt bloß nicht unsere Sachen dreckig zu machen. Wir taten zwar so als würden wir zuhören, aber es war uns egal. Kaum waren wir draußen suchten wir uns auch schon die nächste Dreckpfütze die wir zu einem Swimmingpool um dekradierten um gefühlte hundert mal mit
unseren Gummistiefeln rein zu treten. Früher oder später hat dann irgendwer von uns Kindern geweint, wegen.. Ach wegen irgendwas.
So wichtig war das nicht. Nach einem kurzen Moment war ohnehin die Welt wieder in Ordnung und der Bösewicht war plötzlich wieder der beste Freund.Oder der andere drohte einem damit
petzen zu gehen und alles Mama und Papa zu verraten. Das erstaunliche
daran war auch noch, das man sich tatsächlich beinahe ins Hemd
pisste und versuchte den anderen diplomatisch zu überreden es doch
nicht zu tun. Wenn aber alles nichts half rannte man so schnell man konnte ins Haus mit den Worten: „Das stimmt alles nicht was die sagt.“ Aber das half dann meistens auch nichts mehr,
vor allem wen man Verwandte hat die noch extra laut heulen können sobald jemand zusieht.


Was dachte ich mir damals nur dabei endlich erwachsen werden zu wollen?
Endlich erwachsen werden um all die tollen Sachen machen zu dürfen die eben nur Erwachsene dürfen. Mir
endlich so viele Süßigkeiten kaufen zu können wie ich wollte. Ja, als Kind wollte man so viel und hatte keine Ahnung was man schon hatte. Heute kann ich mir so viele Süßigkeiten kaufen wie ich will.
Es macht nur keinen Spaß mehr. Ich kann niemandem davon erzählen, der davon sonderlich beeindruckt wäre und wenn ich heute in einer Regenpfütze rum tanze, würden die Nachbarn wahrscheinlich den
Notdienst rufen. Und wenn ich heute ein Mädchen zum weinen bringe dann reicht kein Zusammenschiss mehr damit die Welt wieder in Ordnung ist und das Mädchen schadenfroh ihre Zunge in meine Richtung
streckt. Heimlich natürlich, damit es außer mir niemand sieht, da einem ansonsten ja die Zunge abfällt. Wahrscheinlich ist das auch passiert. Mit jedem von uns. Oder wie viele Gespräche führe ich heute noch die irgendwie von Wert sind? Wie oft bin ich still wenn ich etwas sagen sollte. Wie oft wird nur über oberflächliches gesprochen oder der neueste Tratsch und Klatsch verbreitet. Der Tratsch und Klatsch der mich damals im Laternenlicht noch so beruhigt hat und ein Gefühl der Gemütlichkeit in mir ausgelöst hat welches mir heute völlig fremd ist. Damals musste ich nur zuhören, während ich mein kleines Rennauto über den Teppichboden hin und her manövrierte. Heute werde ich gefragt, heute will man meine Meinung
hören. Heute muss ich nach denken was ich sage - und sage dann meistens irgendwas.

Es ist schon erschreckend wie einfach damals alles war. Man hatte Menschen um sich die für einen da waren. Darüber musste man nicht nach denken, das war einfach so. Oder wie oft hat man gezielt drauf los geheult und Mitleids erregend seine Herz zereißende Geschichte erzählt wie gemein nicht alle anderen
sind, wie schlecht es einem geht oder was auch immer. Hauptsache man hat danach den Fernseher einschalten dürfen mit dem Versprechen das man am nächsten Tag nur zu zweit einkaufen geht. Natürlich hat man sich dann auch etwas spezielles aussuchen dürfen, was sonst keiner bekommen hat. Aber darum ging es auch nicht wirklich. Es ging nur darum in diesem Moment etwas besonderes zu sein und das Gefühl zu haben das man jemandem ungeheuer wichtig ist – das man geliebt wird.


Macht man das heute bekommt man
wahrscheinlich die Empfehlung für einen guten Psychotherapeuten. Und
wahrscheinlich braucht man ihn auch dringend. Immerhin gibt es in der
„Erwachsenen“ Welt keine Menschen mehr die einfach nur da sind.


Meine Großmutter sagte einmal: „Das wichtigste im Leben ist es glücklich zu sein.“ Ich war immer
glücklich wenn ich zu ihr kam. Ich wusste das es bei ihr diese ganz besonderen Karamell Bonbons gab die sie immer in ihrer Tasche hatte wenn wir Kinder zu Besuch kamen. Manchmal reichte der Vorrat nicht
für alle, aber das machte nichts. Der Wohnzimmerschrank war immerhin nicht das beste Versteck. Das wusste sie wahrscheinlich auch. Was ich damals nicht wusste war, wie recht sie hatte.
Und ich wusste auch nicht das ich wahrscheinlich nie so glücklich war wie zu diesen Zeiten.

Vielleicht war ich aber auch nur so glücklich weil ich es nicht wusste. Ich war es ja einfach.
Heute denke ich darüber nach wie man es werden kann. Heute denken alle Menschen darüber nach. Manche denken sogar gemeinsam mit ihrem Psychotherapeuten darüber nach und bezahlen eine Menge Geld dafür. Dabei wäre es doch so einfach.
Wir müssten alle nur unsere Gummistiefel anziehen, unser bestes Versace Hemd und mit vollem
Schwung in die nächste Regenpfütze springen ohne uns einen Scheiß um irgendwas zu kümmern, wenigstens für den Moment. Aber das wäre
zu einfach. Und überhaupt, was würden die Nachbarn denken?


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Spukfritz
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23.03.2014 um 06:16
@ghostrider2222
ghostrider2222 schrieb:Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen

Die Zahl der psychisch Kranken nimmt in Deutschland stetig zu. Häufige Jobwechsel, die ständige Erreichbarkeit und ein nicht zu leistendes Maß an Flexibilität führen bei immer mehr Menschen zu Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout.
Ich kann dir nur zustimmen!!

Habe vor kurzem erst eine Statistik gelesen, weiß aber leider die genauen Zahlen nicht mehr aber hier einen Artikel vom Jahr 2010 rausgesucht. Das finde ich doch sprengt jede dimension. Denn ich schätze mal das sich die Zahlen bis heute nicht gerade verbessert haben.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5841916/Immer-mehr-Jugendliche-werden-psychisch-krank.html

Ich frage mich auch schon des lange wo soll das alles hinführen. Ich selbst bin erst 22, aber wie sich die Zeiten von den 90ern bis heute radikal verändert haben, ist wirklich erschreckend.

An dieser Aussage ist wirklich etwas wahres dran. Meine Urgroßmutter meinte immer, Sie ist froh, dass sie schon so alt ist, aber sie hat Mitleid mit den nächsten Generationen! Obwohl sie selbst den 2.Weltkrieg miterlebt hat, meinte sie immer, gegen dass was unsere Generationen erleben werden, hatte sie ein schöneres Leben.


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Spukfritz
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23.03.2014 um 06:18
Man kann es ja ansehen. Die älteren Semester, sind Stolz darauf das Sie heute mit 60, 70, 80 oder 90 noch verheiratet sind. Und heute ist man Stolz darauf dass man so schnell wie möglich so viele Frauen/Männer in kurzer zeit hat.


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23.03.2014 um 06:19
@Spukfritz


Was ich irgendwie so schlimm an dem ganzen finde ist, dass es ja so vielen Menschen so geht.

Ich meine, es wäre ja was anderes wenn man Nadel im Heuhaufen suchen müsste, weil man halt irgendwie einer der wenigen Menschen ist die keinen Anschluss finden, keinen richtigen Partner undsw.


Aber es geht doch so vielen Menschen so.
Als würde man in der Wüste nach Sand suchen aber niemand findet ihn.


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Spukfritz
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23.03.2014 um 06:27
@jero4802

Das ganze ''Gedicht'' was du hier geschrieben hast, kann ich einfach alles nur bejahen.

Ich kann mich noch gut erinnern wenn man früher mit dem Rad oder bei Spielen sich eine Narbe zugezogen hat. Da war man als kleines Kind noch auf jede noch so kleine Narbe stolz. Und wenn man gefragt wurde, ob es weh tat man jeden das gegenteil erzählte, obwohl man in wahrheit sich auf die Zähne beißen musste.

Und ich sehe es heute bei meinen Cousinen und bei meinem Cousine. Hier zählt nur noch Kleidung, PC-Spiele, usw...

In meiner Schulzeit protzte man nicht mit Geld oder dergleichen sondern mit der häufigkeit der Gipsverbände vom Sport. :)


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Spukfritz
ehemaliges Mitglied

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23.03.2014 um 06:35
@jero4802

Ja das ist das TV ja auch gerade ein ''gutes Vorbild''. Wenn einem überall gezeigt wird, was zählt bei einem Mann zum Beispiel.

Auto, Geld, Job usw.
Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich.

Aristoteles


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Spukfritz
ehemaliges Mitglied

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23.03.2014 um 06:47
Ich denke, am besten ist es wenn man so oft wie möglich, sich zeit lässt, sich ganz auf das hier und jetzt konzentriert und einmal sich die Frage der Fragen stellt.

WAS WILL ICH WIRKLICH


Ich denke dann, würde sich so einiges ändern auf diese Welt. Denn ich glaube jeder Mensch auf dieser Erde möchte

Friede, Freude, Glück, Spaß usw...


Aber ich weiß dass solche Sprüche immer leichter gesagt sind als getan, denn dann gibt es wieder welche, die einem alles zerstören das man sich aufgebaut hat. Und dass ist das was mich an dieser Gesellschaft so aufregt.

Neid, Gier, Hass.

Aber leider gibt es kein Patentrezept um die Welt besser zu machen.


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23.03.2014 um 06:53
@Spukfritz
Spukfritz schrieb:WAS WILL ICH WIRKLICH
Ein toller Spruch in einem Selbsthilfebuch, aber leider nicht wirklich zielführend.

Was ist mit Menschen die zu dem Schluss kommen das sie unbedingt eine intakte Beziehung haben wollen, eine richtige Familie undsw.
Und jetzt würde der Teufelskreis beginnen.
Jemand der das unbedingt will versucht es dann krampfhaft, fliegt dabei oft aufs Maul und wird noch leichter Opfer ausgenutzt zu werden oder wird unattraktiv weil er zu Aufopfrungsbereit ist.

Etwas unbedingt wollen funktioniert im Sport, oft noch im Beruf.

Im zwischenmenschlichen und Liebestechnischen wird das sehr schwer, ja wird sogar zum Hindernis.


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Spukfritz
ehemaliges Mitglied

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23.03.2014 um 07:06
@jero4802
jero4802 schrieb:Jemand der das unbedingt will versucht es dann krampfhaft, fliegt dabei oft aufs Maul und wird noch leichter Opfer ausgenutzt zu werden oder wird unattraktiv weil er zu Aufopfrungsbereit ist.
Da hast du auch wieder recht.

Oder leider, so wie es in unserer Gesellschaft die Norm ist. Das derjenige es so sehr will, dass er dadurch selbst zum Täter wird.

Das ist dann auch nicht der idealfall.

Das ist bei diesem Thema der Haken. Man sieht es ja heute nicht selten, dass bei Scheidungen mit Kindern, sich aus egoistischen gründen sich so um das Sorgerecht gestritten wird, als ob das Kind eine Sache oder ein Ding wären und dabei auf das Wohl des Kindes keine rücksicht genommen wird.

Leider wird das Wörtchen LIEBE ja heute sehr oft missbraucht, indem man sagt, du liebst mich du musst für mich da sein usw. Ich hoffe du weißt was ich sagen will.

Und das ist das Problem unserer Gesellschaft. Das kleine liebe EGO.


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23.03.2014 um 10:01
@Spukfritz

Aber warum wird es zum Hindernis oder wird man ausgenutzt ??

Gutes Beispiel , der Ablauf der Scheidungen und Streit um das Sorgerecht : Man muss das ganze umgekehrt sehen.
Jeder normale Mensch denkt doch so und es gibt auch einige, die das von sich selber sagen können:

Wenn ich nicht partnerschaftsfähig bin und nicht mit Kindern im entsprechenden Rahmen,
umgehen kann, dann lasse ich die Finger davon .......diese können dann aber auch für sich selbst sorgen .......es gibt also einen Unterschied im Alleinsein ........nicht allein sein wollen oder nicht allein sein können......
Die Wirklichkeit sieht anders aus.....denn gerade diejenigen, die diese Defizite haben , sind gezwungen , eine Familie zu gründen oder Partnerschaft einzugehen , um finanziell überleben zu können......!!
Es gibt hier einen Thread < Charakter verstellen > das man sich zu Nutze macht , das auch über eine ganze Zeit gelingen kann , doch irgendwann eben nicht mehr , weil es zuanstrengend wird ,
dass man dann zunächst mal als eine "normale" Veränderung wahrnimmt , das es dann doch nicht nur war und es kommt zur Trennung , in der Kinder wie Möbelstücke gehandelt werden, weil sie zu ihrer Überlebensstrategie gedient hatten und nicht als Kind.....dann heißt es www.Weil du mir gehörst .de !!!.......weil einer, er oder sie ,seinen Charakter verstellt hatte und das zu verwischen, gelingt immer besser, seit Frauen auch arbeiten.

Sogesehen war es früher auch ein gewisser Sicherheitsfaktor, wenn man nicht so schnell heiraten konnte und erst einmal vorsorgen musste..... dementsprechend können Kinder auch kein Vertrauen mehr in den Familien entwickeln, sondern eine Instabilität , die sich in allen Bereichen zeigen kann,
und dann zu dem lieben kleinen EGO führt .......??


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23.03.2014 um 12:02
@ghostrider2222
ghostrider2222 schrieb:Insgesamt ist die gesellschaftliche Belastung durch psychische Störungen – gemessen durch den Indikator „disability-adjusted life years (DALYs)” der Weltgesundheitsorganisation – bei weitem größer als die durch irgendeine andere Krankheitsgruppe
Die sogenannnten "psychischen Störungen" werden von Psychologen und Psychiatern festgelegt. Sie sichern damit ihre eigenen Pfründe. Je mehr als Störung definiert wird, um so mehr Arbeit (und Geld) gibt es für diese Berufsgruppen

Andererseits ist es für Arbeitnehmer auch nicht schlecht, mit der Diagnose "Burn-out" sich längerfristig bezahlten Krankenstand zu sichern.

Belastung in der Arbeitswelt gab es auch schon früher, teils sogar mehr als heute. Die Arbeitszeiten waren früher länger, die Arbeitsbelastung teilweise auch. Auch Mobbing ist nichts Neues, es hat halt einen Namen bekommen.

Vor 30 Jahren wäre keiner wegen zu hoher Arbeitsbelastung aus psychischen Gründen von einem Arzt in den Krankenstand geschickt worden, geschweige denn in Frühpension.

Woran liegt es also, dass sich heutzutage alle so "überbelastet" fühlen?


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23.03.2014 um 16:04
Spukfritz schrieb:Obwohl sie selbst den 2.Weltkrieg miterlebt hat, meinte sie immer, gegen dass was unsere Generationen erleben werden, hatte sie ein schöneres Leben.
Ja, was ist schon der Holocaust im Vergleich zu einer Depression. Und litten die Bewohner von Dresden 1945 nicht auch irgendwie unter Burnout?

Ja, verglichen mit dem heutigen Leben im vorstädtischen Reihenhaus war das Leben im Schützengraben ein angenehmes.


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23.03.2014 um 16:06
Namaste :)
Unabhängig davon, ob es nun heute besser oder schlimmer geworden ist, glaube ich, dass ein Vergleich mit "damals" nicht weiterbringt, sondern nur ein Blick nach vorne.
Sorry, grad ist die 2. Katze wieder hier eingetrudelt und wie die sich vertragen, weiß ich nicht und schreibe später weiter.
Solange nur mal eben ein Link, wie ich meine, dass man etwas verändern kann. Warum ich das meine erkläre ich später.
LG
http://www.youtube.com/watch?v=rgOHEp-gvCk


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23.03.2014 um 16:09
Das Thema haben wir hier auf Allmy schon oft in den verschiedensten Variationen durchgekaut. Ich habe nachstehend mal meinen gesammelten Senf aus älteren Threads kopiert. Einiges mag sich wiederholen - aber ich habe dem nichts hinzuzufügen.


1.) Dass nun "der Fortschritt", der böse, schuld sei an psychischen Leiden, wäre ein These.
Waren die Menschen früher geistig gesünder? Die Geschichte der Medizin kennt aus früheren Zeiten andere psychische Probleme, die heute nahezu ausgestorben oder aber auch erschreckend modern erscheinen, von der dämonischen Bessesenheit, religiösen Wahnvorstellungen, Essstörungen und Hysterie bis hin zu so seltsamen Dingen wie Klaviersucht,. Depressionen, Angstneurosen und Suchtverhalten sind aus vergangenen Jahrhunderten, fast Jahrtausenden, immer wieder in Dokumenten erwähnt worden, sind also nicht neu und durch den Zeitgeist bedingt.

Neu ist vielleicht nur, dass Angehörige der Mittelschicht in westlichen Dienstleistungsnationen mehr Zeit haben und weniger materielle existentielle Sorgen. Sie können ihre individuellen Wehwehchen individell analysieren, wenn nicht anders, dann mit Hilfe meterweiser Ratgeber-Regale in der Buchhandlung, vulgärpsychologischer Abhandlungen in der "Bäckerblume" oder Foren wie diesen.

Wo ein Bedarf zu sein scheint, wächst auch das "rettende" Angebot derer, die damit Geld verdienen wollen, was im entwickelten Kapitalismus natürlich auch ganz legitim ist.
Ging man früher zum Schamanen oder zur Weisen Frau, so geht man heute eben zum Psychotherapeuten, zur Selbsthilfegruppe oder eben wieder zum Schamanen, um sich mit allerlei modischen Therapieformen (Nonverbale Gesprächstherapie) wieder ins seelische Gleichgewicht rücken zu lassen.

Früher ging man halt zum Pfarrer und betete 'ne Runde oder wurde von ihm auf den Scheiterhaufen gestellt.

Dann war alles wieder gut.

Heute zahlt die Krankenversicherung.




2.) Was die psychischen Erkrankungen angeht, so muss ich allerdings aus Sicht eines Menschen, der sich beruflich Jahrzehnte lang mit der publizistischen Vermarktung wissenschaftlicher Erkenntnisse beschäftigt hat, hinzufügen:

Wer gesund ist, ist nur nicht gründlich genug untersucht!
Psychotherapie ist ein boomender Markt, neben kosmetischer Chirurgie der einzige Bereich, in dem sich noch grosses Umsatzpotenzial bietet.

Psychische Gesundheit bzw. Krankheit unterliegt diagnostischen Möglichkeiten und vor allem den Gesetzen des Marktes, ist somit auch durchaus "Modewellen" unterworfen.

Spricht heute etwa noch jemand von dämonischer Besessenheit, Veitstanz, Hysterie, Klaviersucht, Wandertrieb, multipler Persönlichkeit. Wohl kaum. Der Psychomarkt hat eben seine eigenen Gesetze.

Dafür hat, wer früher niedergeschlagen war, ein Burnout-Syndrom, möglicherweise Depressionen oder ist gar Borderliner.

Wer schlampig ist, wird flugs zum Messie, und wenn ein Kind sich bewegt, hat es mindestens ADHS. Bewegt es sich nicht, läuft es später Amok.

Und für das alles hat der Onkel Doktor ein paar Pillen, die die boomende Pharma-Branche ihm mit Schmiergeld in die Tasche steckt, und an jeder Strassenecke lauert ein sonst arbeitsloser Psychologe und flüstert: "Pssst, Du wolle Therapie mache?"

Nun gut. Die Leute wollen auch leben. Schliesslich können sie nicht alle Pizza ausfahren.




3.) Auch für die Psyche gilt:

Wer sich gesund fühlt, ist nur nicht gründlich genug untersucht worden.

In erster Linie ist der Psycho-Markt, wie jeder andere Teilbereich der Gesundheitsversorgung auch, ein Markt, der den Gesetzen eben dieses Marktes gehorcht: Neue Märkte erschliessen, Bedarfsweckung, PR, Profitmaximierung - um nur einige der Aspekte zu erwähnen.

Da gilt es dann, neue Störungen zu "entdecken", sie im Rahmen von Auftragsforschung zu beschreiben, sie in Kriterien zu fassen, der Fachwelt in wissenschaftlichen Zeitschriften und dem künftigen Kunden in BILD & Co. nahezubringen, um anschliessend Handlungsbedarf bei Politik und Kassen anzumahnen. Stimmt die Bezahlung, dann wird munter darauf los diagnostiziert, publiziert und therapiert. Irgendwann ist dann das Marktsegment abgegrast und dann heisst es: Auf zu neuen Ufern - und der Kreislauf geht von vorne los.

Erinnert jemand das Krankheitsbild "Hysterie", "Klaviersucht" oder "Wandertrieb"? Was wurde eigentlich aus der guten alten "vegetativen Dystonie", dem "Gammler-Syndrom" oder den "multiplen Persönlichkeiten"? Wurden die umgeschult auf Borderliner, Messies, ADS und/oder ADHS? Machen die jetzt in Burnout oder, ganz neu, Posttraumatischem Stress-Syndrom?
Ist ja auch völlig Banane, was in der Birne nicht richtig tickt. Hauptsache, es bringt GELD!




4.) Je besser ich diagnostizieren kann (positiv gesehen) oder je mehr Medikamente und Therapien ich vermarkten will (negativ gesehen), desto mehr psychische Erkrankungen will ich finden und finde ich auch.

Üblicherweise geht man davon aus, dass etwa jeder 10.Mensch behandlungsbedürftig psychisch krank ist. Daran hat sich im Laufe von etwa 100 Jahren Psychiatriegeschichte nichts geändert, sieht man mal von den politisch odergesellschaftlich bedingten "Modediagnosen" ab.

Es hängt ja auch in diesem Falle immer davon ab, was man davon machen kann, welches Kapital sich daraus schlagen lässt.

Bevor es Ritalin auf dem Markt gab, war die Diagnose AHDS eine eher seltene. Bevor es jede Menge Geld für Beratungsstellen gab, waren Kindesmissbrauch, Gewalt in der Ehe ,Suchterkrankungen zwar vorhanden, aber kein Thema.

War früher jemand depressiv, so hieß es "reiß' dich zusammen und geh' arbeiten", bis man feststellte, dass der Kranke nur deshalb nicht aufstand, weil er sich schon mit 'ner Handvoll Pillen ins Jenseits gekickt hatte. War früherjemand suchtkrank, dann galt er als willensschwach und asozial und fertig, maximal Arbeitslager statt Therapiekette. Dies soll nicht heissen, dass ich diese früheren "Behandlungsweisen" gut heisse. Mitnichten. Es ist halt nur immer so, dass in dem Moment,in dem ein Thema, und sei es noch so marginal, von den Medien aus wirtschaftlichen Interessen hochgepusht und von der Bevölkerung aus voyeuristischer Lust hochgehalten wird, dieses als "irre wichtiges Riesenproblem" angesehen wird, bis es dann wieder in der Versenkung verschwindet, weil eine neue Psycho-Sau durchs Dorf getrieben wird.

Wer spricht denn heute noch von weiblicher Hysterie durch zu wenig Sex, von dämonischer Besessenheit, von Klaviersucht, multiplen Persönlichkeiten, Schützengrabenkoller, Poriomanie etc. Alles zu ihren jeweiligen "Hochzeiten" Top-Themen in der Psychiatrie.




5.) Was glaubt Ihr denn, warum die Zahl der Ritalin-Verordnungen in den letzten 5 Jahren so sprunghaft zugenommen hat? Meint jemand, das liegt allein daran, dass immer mehr Kinder so genannten "körperlichen Nachteile" haben?

In der Tat unterliegen medizinische Diagnosen bestimmten "Modetrends", das weiss jeder, der sich mal mit Medizingeschichte befasst hat.

Wo sind sie hin, die einstmals "wissenschaftlich gesicherten Krankheitsbilder" der dämonischen Besessenheit, der Opfer des Bösen Blicks,der weiblichen Hysterie, gegen die Klitorismassage half, die grassierende Klaviersucht, die Imoptenz durch Blue-Jeans, die Phosphat-Kinder, die multiple Persönlichkeit...?

Auch und gerade in der Wissenschaft gibt es diese Modetrends - was keinesfalls heisst, dass es bestimmte Krankheitsbilder nicht gibt. Aber in dieser kurzfristig auftretenden Häufung des genretypischen "immer mehr, immer schneller, immer jünger, immer schlimmer"?

Sonst glaubt doch hier jeder an alle möglichen und unmöglichen Weltverschwörungen - wie wäre es denn mal mit einer der Pharma-Branche?




6.) Nicht alles ist Sucht, was von den Medien dazu erklärt oder von den Betroffenen dazu ernannt wird.

Im Augenblick erleben wir beispielsweise das Gespenst der "Internet-Sucht", auch eher so eine Medienerfindung. Es gibt keine seriösen Untersuchungen, keine harten Zahlen, wie auch für andere sogenannte "Süchte", wie Handy-, Solariums-, Fitness-, Sex-, oder Gummibärchensucht. Das unterscheidet diese von so realen Suchterkrankungen wie Alkoholabhängigkeit oder Medikamentenabhängigkeit.

Anfang des 20. Jahrhunderts sprachen "seriöse Wissenschaftler" von der Fahrradsucht, davor von der Klaviersucht, der Romansucht etc.

In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts kamen Kinosucht, Tanzsucht, später dann Comicsucht, Groschenheftsucht, TV-Sucht, Videosucht, Computersucht, Joggingsucht etc. pp.hinzu.
Alle immer schlimmer, immer bedrohlicher und immer therapiebedürftiger. Natürlich betraf es immer "die anderen", Frauen, Kinder, Jugendliche, und es wurde ein immenser Bedarf an Therapien, Vorschriften und Strafen suggeriert.

So, das sollte erst mal als persönliches Kurzstatement reichen. :D


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24.03.2014 um 08:59
@jero4802
Ach ja, die guten alten Zeiten. Als Kind war die Welt für mich noch in Ordnung. Alles war was besonderes. Wie habe ich es geliebt zu Weihnachten auf dem Schoß meiner Oma zu sitzen und ihren Weihnachtsgeschichten zu lauschen. Heute bin ich nur noch froh darüber wenn ich nicht all zu lange mit ihr reden muss weil es ziemlich anstrengend ist ihr zuzuhören. Oder mein erstes Praktikum mit nem Kumpel bei Weltbild. Wie lachen wir heute darüber als wir im Privatbereich den Boden wischen sollten und der Eimer umgekippt ist und wir wie verrückt versucht haben in aller Eile das Wasser aufzuhalten damit es nicht in den Verkaufsraum fließt. Heute muss man wegen jeden Scheiß um sein Job fürchten, alles ist Routine und Standard, nichts besonderes mehr. Ich find es schade das man früher die Zeit nicht zu schätzen wusste und es ist genauso schade das man selbst heute kleine Dinge nicht zu schätzen weiß weil es nichts besonderes mehr ist.


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24.03.2014 um 10:21
@ghostrider2222
ghostrider2222 schrieb:Solange nur mal eben ein Link, wie ich meine, dass man etwas verändern kann. Warum ich das meine erkläre ich später.
Also genau von so etwas halte ich selbst überhaupt nichts. Nur Geldmacherei mit den Hoffnungen der Menschen.
Hier wird vermittelt das man sich nur etwas wünschen muss und schon geht es in Erfüllung.
Dieses ganze "Du musst positiv denken" begünstigt nur weiter Depressionen und ein Gefühl der Einsamkeit.
Es wird vermittelt das man nicht traurig oder einfach mal niedergeschlagen sein darf und das man ja selbst daran schuld sei, weil man ja "anders" denken könnte und das ja bei jedem selbst liegt was man denkt.
So wird den verzweifelten nur noch mehr Selbstwertgefühl genommen, weil sie glauben das sie nicht mal dazu fähig sind.

Fühle ich mich einsam- bin ich selber schuld und fühle mich noch mehr als Versager.
Keine Beziehung - selbst schuld.
schlecht gelaunt - selbst schuld, könnte ja in den Spiegel grinsen und so tun als sei alles ok.

Diese ganzen Selbsthilfebücher, Selbstoptimierungs, Selbstverwirklichungs Sachen, sind Gift für den Geist unserer Gesellschaft.

Leute glauben damit einen Ausweg zu finden, merken aber nicht das sie damit ja gerade wieder der Leistungsgesellschaft hinter her laufen.

@CthulhusPrison


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