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Wahrnehmung der Gesellschaft

166 Beiträge, Schlüsselwörter: SS
Nicolaus
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Wahrnehmung der Gesellschaft

20.01.2015 um 23:21
@LynnCare

Ich habe auch Depressionen, ja. Ich weiß aber nicht ob diese nun durch meine pessimistische Einstellung bedingt sind oder ob die pessimistische Einstellung durch die Depressionen bedingt sind, ob das eine mit dem anderen überhaupt etwas zutun hat, keine Ahnung. Ich würde meinen Pessimismus ja gerne gegen einen ebenso gnadenlosen Optimismus eintauschen. Aber wie soll denn das gehen? Ich bin halt so. Ich kann mich von meinem Wesen und meiner Art her ja nicht mal eben komplett ändern und ein anderer Mensch werden?

Der Winter hat ja auch zwei Seiten. Ich mag auch lieber die wärmere Jahreszeit. Wobei als Kind fand ich den Winter sogar schön. Aber da musste ich auch nicht die Scheiben Morgens am Auto kratzen, Schnee scheppen und den Bürgersteig streuen :)


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LynnCare
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20.01.2015 um 23:29
@Nicolaus
Nicolaus schrieb:Der Winter hat ja auch zwei Seiten.
Gerade wenn Du Dir bewusst beide Seiten anschaust, also auch die positive, obwohl Du pessimistisch und depressiv gestimmt bist, änderst Du doch schon aktiv etwas, indem Du Dir die positiven Aspekte vorhältst, was dann Deine Stimmung etwas heben soll, um eben die negativen Folgen in Deinem Alltag besser auszubremsen. Nicht?


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Nicolaus
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Wahrnehmung der Gesellschaft

20.01.2015 um 23:32
@LynnCare

Ja natürlich. Nur, das morgendliche Scheiben kratzen, Schnee schaufeln, Gehweg streuen usw... bleibt ja trotzdem :)


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LynnCare
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Wahrnehmung der Gesellschaft

20.01.2015 um 23:41
@Nicolaus
Nicolaus schrieb:Ja natürlich. Nur, das morgendliche Scheiben kratzen, Schnee schaufeln, Gehweg streuen usw... bleibt ja trotzdem
Wie kannst Du dich denn dazu überwinden, gerade wenn Du Depressionen hast? Ich hab von Depressiven gelesen, die deshalb kaum den Alltag schaffen. Die bleiben dann einfach liegen und fühlen sich zu nichts mehr in der Lage aufgrund ihrer Depression. Also braucht es offenbar auch einen großen Anteil an Optimismus, um sich trotzdem zu motivieren. Oder fluchst Du die ganze Zeit in Dich hinein, wenn Du diese Arbeit angehst?


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Nicolaus
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Wahrnehmung der Gesellschaft

20.01.2015 um 23:45
@LynnCare

Wie ich das schaffe, frag ich mich ja auch. Irgendwie gehts schon. Vielleicht ist es wirklich so, ich fluche es die ganze Zeit in mich rein. Ja das wirds wohl sein. :)

Manchmal auch aus mir heraus, wenn´s mir zu viel wird. Hab auch schonmal eine Schneeschaufel wütend durch die Gegend geworfen, da ist dann der Stiel abgebrochen, als es mir zuviel wurde :)

Danach wurde ich dann allerdings optimistischer und musste über mich selber lachen!


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LynnCare
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21.01.2015 um 00:08
@Nicolaus
Ja, eine solche Situation ist ein gutes Beispiel. Wenn Du aber irgendeinen Grund finden würdest, es nicht tun zu müssen, würdest Du Dich selbst wohl kaum in eine solche unfreiwillige Arbeitssituation bringen, die Dir keinen Spaß macht, sondern Dich nur stresst, auch mit Zeitdruck. Würde jemand diese Arbeit gern tun, wäre es wiederum ganz anders. Also wäre es sicher vorteilhaft, sich diese unangenehme Arbeit irgendwie angenehm zu denken, z. B. es als täglichen Sport zu sehen, weil man sich dabei bewegen muss. Oder dann der Arbeitsvorgang selbst, Funktionslust.


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Nicolaus
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21.01.2015 um 00:13
@LynnCare

Es gibt eben Dinge, denen ich nichts sonderlich positives abgewinnen kann. Und dazu gehören diese lästigen Arbeiten die mit dem Schnee im Winter verbunden sind und anderes. Schön dabei ist die morgendliche Stille, die frische Luft dabei. Und wenn´s noch dunkel ist und der Himmel klar, die Sterne zu gucken :)


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LynnCare
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Wahrnehmung der Gesellschaft

21.01.2015 um 00:20
@Nicolaus
Diese lästigen Arbeiten nimmst Du jedoch auf Dich, weil Du irgendwohin musst. Ist denn das Ziel positiv und motivierend oder ist es Angst, eine Verpflichtung nicht einzuhalten, wenn Du diese tägliche Herausforderung nicht schaffst? Und hast Du es auch schon nicht geschafft? Man könnte ja auch Alternativen suchen, z. B. den Bus nehmen.

Was ich damit meine: Es muss konkrete Gründe geben, dass Du etwas, was Dir widersteht, doch als die einzig richtige Herangehensweise wählst und keine andere.


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LynnCare
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21.01.2015 um 00:30
Nicolaus schrieb:Schön dabei ist die morgendliche Stille, die frische Luft dabei. Und wenn´s noch dunkel ist und der Himmel klar, die Sterne zu gucken
Mir geht es da ähnlich mit meinem Balkon, wo ich öfter frische Luft schnappe und den Sternenhimmel beobachte. Aber lange halte ich es in der Kälte nicht aus derzeit. Aber dieser Aspekt trägt mich schon auch durch den Alltag, ich genieße das sehr. Es stimmt mich optimistisch, auch wenn ich angeschlagen bin. Trotzdem verhilft es mir noch nicht zu einem Höhenflug, wo mir alles leicht fällt. Doch weiß ich, dass man sich die Motivation und auch den Optimismus erarbeiten kann durch solche Gedankengänge wie jetzt. Es steht und fällt mit der subjektiven Sichtweise, die dann eben beeinflusst werden kann.


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Nicolaus
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21.01.2015 um 00:37
@LynnCare
LynnCare schrieb:Ist denn das Ziel positiv und motivierend oder ist es Angst, eine Verpflichtung nicht einzuhalten, wenn Du diese tägliche Herausforderung nicht schaffst? Und hast Du es auch schon nicht geschafft?
Im Moment habe ich keine Ziele mehr.
Ich hab alles schon durchlebt. Sowohl das Ziel, irgendwo hin zu kommen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen, als auch gar keinen Sinn mehr darin zu sehen und es nur aus purer Angst zu tun, diese Verpflichtungen nicht einhalten zu können, die Angst, diesen Herausforderungen einfach nicht mehr gewachsen zu sein und auch, dass ich es tatsächlich nicht mehr geschafft habe oder sogar absichtlich plötzlich einfach alles hin geschmissen habe. Alles schon durchgemacht.

Es gibt für alles Gründe, sonst würde man es ja auch nicht tun. :)


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LynnCare
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21.01.2015 um 00:51
@Nicolaus
Nicolaus schrieb:Es gibt für alles Gründe, sonst würde man es ja auch nicht tun.
Heute war so eine Situation, wo ich einer Freundin gut zusprach, damit sie den negativen Aspekt ihrer Arbeit angehen konnte. Wir telefonierten. Sie konnte das dann auch hinkriegen, aber bei mir gab es dadurch einiges, was auch hätte erledigt werden müssen, was ich jedoch versäumte. Als sie später wieder durchklingelte, während ich noch kurz vor Schluss der allgemeinen Arbeitszeiten amtlich herumtelefonierte, musste ich ihren Anruf notgedrungen ignorieren. Danach war ich froh, meine Aufgaben gerade noch rechtzeitig geschafft zu haben. Ich ärgere mich eher über mich selbst, wenn ich mit dem Stress nicht klarkomme. Ich suche "den Fehler" immer bei mir und in meiner Wahrnehmung (der Gesellschaft) und will das korrigieren wie ein Computerprogramm, das man umschreiben kann.

Versuchst Du auch, Dich aus dem Tief herauszuholen und Dich zu bewegen? Auch neue Ziele suchen und Dich darauf hin zu motivieren?


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Nicolaus
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21.01.2015 um 00:57
@LynnCare
LynnCare schrieb:Ich suche "den Fehler" immer bei mir und in meiner Wahrnehmung (der Gesellschaft) und will das korrigieren
Find ich gut, diese Einstellung!
Sollten alle haben, dann wär das Leben um einiges leichter.
LynnCare schrieb:Versuchst Du auch, Dich aus dem Tief herauszuholen und Dich zu bewegen? Auch neue Ziele suchen und Dich darauf hin zu motivieren?
Ja natürlich. Allerdings ist das derzeit nicht sonderlich von Erfolg gekrönt. Und jeder Misserfolg zieht mich dann schon wieder runter. Ein Teufelskreis :)


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21.01.2015 um 01:03
Mein subjektiver Eindruck ist, dass die Gesellschaft immer ruppiger, rücksichtsloser und frustrierter wird. Wie oft ich allein in der letzten Woche grundlos angepöbelt wurde. Die Erzählungen aus meinem Bekanntenkreis bestätigen das.


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Nicolaus
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Wahrnehmung der Gesellschaft

21.01.2015 um 01:07
@deja-vu.

Das kann ich nur bestätigen. Ist das wirklich so, oder kommt einem das nur so vor?

Egal was man macht, es hat immer jemand was dran auszusetzen. Dabei will man gar nichts, einfach nur seine Sachen erledigen und seines Weges gehen... und dann erlebt man sein blaues Wunder :)


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LynnCare
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21.01.2015 um 01:11
@deja-vu.
Ja, ich nehme die Gesellschaft auch öfter als rücksichtslos wahr, gerade politisch, dann auch die Medien, wenn sie ihre Opfer suchen. Wünschenswert wäre es, wenn sich feinere Umgangsformen etablieren könnten, nicht dieses Pauschale und Schlaglichtartige wie jetzt.

@Nicolaus
Ich bin eigentlich sehr optimistisch und habe viele Pläne, konnte diese auch anpassen an mein Leben. Sie sind für mich realisierbar. Aber trotzdem habe ich noch so viel nachzuarbeiten, dass ich mich dadurch ausgebremst fühle. Schon letztes Jahr warf ich einige Aufgaben ab, um frei zu werden für meine beruflichen Pläne, doch hab ich diesbezüglich noch einiges Weitere zu bewältigen, das liegt mir wie ein riesiger Klumpen im Wege zu meinen Zielen. Dass mich die Ziele nicht ausreichend "ziehen", liegt daran, dass es wirklich mühselig ist, diesen Riesling aus dem Weg zu buddeln. Das schlägt dann schon auch auf die Stimmung, obwohl ich Optimist bin.


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Nicolaus
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21.01.2015 um 01:16
@LynnCare

Ich hab meine Ziele einfach nicht erreicht, das ist das eigentlich frustrierende daran. Es war alles, ach ich weiß auch nicht, zu viele richtig blöde Zufälle, die ich mir gar nicht mehr erklären kann, zu viele Menschen die einem bewusst ganz dicke Steine in den Weg räumten, es war trotz wollen und aller Anstrengung einfach nicht mehr möglich, es war als wenn das Schicksal mir sagen wollte: Es sollte nicht sein!


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LynnCare
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21.01.2015 um 01:28
@Nicolaus
Bei mir ist es auch so, dass ich manche Ziele einfach nicht erreichen konnte, wobei ich bei mir schon ganz genau weiß, warum es nicht gelang. Ich könnte jetzt Menschen aufführen, die mich sozusagen von diesem "rechten Weg" wegbrachten, aber mir ist bewusst, dass es auch meine Entscheidung war, mich derart von anderen bestimmen zu lassen. Jetzt im Nachhinein musste ich meine Ziele deutlich umschreiben, d. h. ich kann sie nicht 1:1 umsetzen, sondern nur in neue Ziele einbauen, die dem ähnlich sind, also Alternativen. Aber ich merke immer mehr, dass diese Alternativen mir sowieso mehr entsprechen, denn sonst wäre es mir schon früher gelungen, die Richtung auf diese Ziele einzuhalten und mich nicht ablenken zu lassen. Das hat alles auch mit der eigenen Struktur zu tun, Schwächen, aber auch Stärken, die nun einmal auch etwas abweichen können von den geplanten Zielen. Deshalb braucht es eine Anpassung an die eigene Persönlichkeit. Ich glaube nicht, dass es diese Möglichkeit nicht gibt. Man kann immer wieder seine Ziele so ändern, dass es auf alternativem Weg doch noch eine Möglichkeit gibt, diesen Aspekt auszuleben. Doch muss man dafür evtl. auf die dahinterliegenden Strukturen zurückgehen. Wer z. B. gerne wissenschaftlich denkt und arbeitet, hat sehr viele Möglichkeiten, diese Art der Arbeitsweise in an sich sehr unterschiedlichen Tätigkeiten umzusetzen.

Vielleicht waren es nicht andere Menschen, auch nicht das Schicksal, sondern das eigene Selbst, das sich zu wenig passend fühlte für das formulierte Ziel. Es hat es evtl. einfach nicht umsetzen wollen, unbewusst.


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Nicolaus
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21.01.2015 um 01:36
@LynnCare

Ja natürlich, irgendwelche Alternativen werden sich bei mir hoffentlich noch finden lassen. Es hat auch etwas mit der eigenen Struktur zutun. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Alte Strukturen einfach gegen neue einzutauschen ist recht schwierig. In jungen Jahren war ich da auch noch wesentlich flexibler.
Vielleicht waren es nicht andere Menschen, auch nicht das Schicksal, sondern das eigene Selbst, das sich zu wenig passend fühlte für das formulierte Ziel. Es hat evtl. einfach nicht umsetzen wollen, unbewusst.
Da spricht wieder der "Gutmensch" in Dir, der die Fehler bei sich selber sucht :)
Ich denke, es sind meist mehrere Faktoren oder Gründe, die zu einem Scheitern führten. Die Schuld immer und in allem nur bei sich selber zu suchen würde einen am Ende zu einem Totalversager machen und das wäre wieder genauso frustrierend. Ich weiß halt, dass es an ganz komischen widrigen Umständen lag und an richtig bösen Menschen, die mir absichtlich dicke Steinbrocken in den Weg legten, damit ich mein Ziel nicht erreiche. Dagegen war ich einfach Machtlos. Naja, ist auch egal. Ich finde die Diskussion mit Dir hier sehr interessant und auch durchaus erbaulich für mich. Aber so langsam werde ich müde. Wir können ja ein andermal weiterdiskutieren. Gute Nacht!


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LynnCare
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21.01.2015 um 15:51
@Nicolaus
Ich würde da gar nicht von Schuldzuweisung an sich oder andere sprechen, denn für mich geht es vor allem darum, aus dem eigenen Anteil zu lernen und dort etwas zu ändern. Leider ist es nicht so einfach, sein Umfeld zu ändern. Das hab ich schon versucht, die wollen nicht! :D


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Wahrnehmung der Gesellschaft

21.01.2015 um 16:03
Wer sein Leben von anderen bestimmen lässt, der geht sich selbst verloren. Hat allerdings den Vorteil der Schuldzuweisung an andere. Da lobe ich mir ein selbstbestimmtes Leben - dafür trage ich dann auch gern die Schuld, wenn es mal schief geht.


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