@JebaBei manchen Gerichten ist das schon praktisch, z.B. Suppen, diese einzufrieren. Das machen wir auch mal, gerade wenn absehbar bald so eine Auftau-Mahlzeit sinnvoll ist.
Bei Zweipersonenhaushalt in einer 60-qm-Mietwohnung (ohne Keller) mit schmaler Küche, kein Garten, essen kein Fleisch, keine fleischfressenden Haustiere (wir haben Haustiere, aber die brauchen nur Fischfutter, frisches Gemüse sowie Lebend-Insekten; Haustiere sind eine Bartagame, Zierfische, Zierinsekten und dann noch die Futterinsekten für die Bartagame) sieht das anders aus.
Wir hatten zur Auswahl Gefrier-Kühlschrank-Kombigeräte mit jeweils verschieden großen Anteilen Kühl- vs. Gefrierteil (halbe-halbe, 1/3 Kühl vs. 2/3 Gefrier, genau umgekehrt etc.); bei uns macht ein größerer Anteil Kühlschrank mehr Sinn fürs Gemüse vom Markt, und ein kleinerer Gefrierschrankanteil. Wir hatten früher auch mal nur ein Gefrierfach überm Kühlschrank (wenn das in der Wohnung so drin war und sich eine extra Anschaffung nicht lohnte), das war und schon zu knapp, da passt z.B. kein ganzes Bauernbrot oder ein kleingeschnittener halber Kürbis rein.
Schnell mal einkaufen gehen wir auch nicht: nur ein Einkauf alle zwei Wochen, und mit dem Bus (und Einkaufstrolleys - für jeden von uns einen - damit gut was reinpasst) statt zu Fuß. Ein Großteil ist frisches Gemüse, und das wird dann der Haltbarkeit entsprechend über zwei Wochen aufgegessen. (Andere Vorräte sind da, v.a. getrocknete Hülsenfrüchte, Reis/Getreide, Mehl, Gewürze und dann alles bei dem Gläser und Dosen Sinn machen, z.B. Oliven.)
Schnell mal einkaufen, wie es viele "Städter" zu tun scheinen, wäre uns gar nichts: Kostet so viel Zeit extra, könnte ich echt nicht haben. Definitiv nicht abends nochmal zum Einkaufen fürs Abendessen los - wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, hätte ich gerne für uns was in 20, 30 Minuten auf dem Teller, und einfach nur noch meine Ruhe. Die Situation mit fast täglich einkaufen hatten wir z.T. schon kurz nach Umzügen und es war einfach belastend, auslaugend.
Bin da deutlich mehr der Typ "Vorräte, selber machen", auch z.B. Brot, Baguette, Brötchen backen. Auch der Typ "Großpackung", z.B. 25-kg-Sack Mehl, 2 kg Nüsse, 10 kg-Sack Kichererbsen...
Dieses Wochenende ist wieder Einkauf dran, mit einer "Riesenfuhre" Obst, Gemüse, Teekräuter etc. vom Markt. (Markt ist hier üblicher; leben in Südamerika. Es ist ein Supermarkt zu Fuß erreichbar; wir kaufen da kaum Obst und Gemüse, da sie dort wesentlich teurer sind. Das Obst liegt da wie in Deutschland schön einsortiert im Kühlregal im Fach, das kostet halt... Vom noch eher rustikalen Markt ist hier wesentlich günstiger und m.E. die Qualität auch besser. Wir kaufen im Supermarkt um die Ecke allenfalls Produkte wie Spülmittel, Packung Salz etc.)
Wir sind in Deutschland auf dem Land aufgewachsen (und unsere Eltern leben nachwievor auf dem Land, haben teils fleischfressende Haustiere, essen auch Fleisch) und handhaben das so wie ihr. Großes altes Haus jeweils vorhanden, mit Selbstversorgergarten. Da ist auch ein Auto dringend nötig, Einkauf in der 10 km entfernten Stadt, oder Fleisch abholen (Wild, Enten, Gänse, Stallhasen die sie früher hatten aber nun im hohen Alter nicht mehr) auch in einem Umkreis von 10, 20 km.