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Was denkt ihr über Transgender?

6.158 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Frauen, Frau, Mann ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Was denkt ihr über Transgender?

13.05.2026 um 11:09
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Wie würdest du sonst die fronten sehen?
Und ich würde die Fronten ehrlich gesagt nicht als „Wissenschaft vs. Gefühle“ beschreiben, sondern eher als unterschiedliche Gewichtung verschiedener Aspekte:

Die eine Seite legt mehr Fokus auf Biologie, körperliche Unterschiede... Die andere stärker auf Identität, Selbstbestimmung und soziale Anerkennung. Und dazwischen versucht das Rechtssystem irgendwie abzuwägen.


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13.05.2026 um 11:14
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich fragte ob es akzeptabel ist!
Und ich habe gefragt, warum es inaktzeptabel sein soll.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Weil HD Brust nicht als weiblich gelesen wird und somit deutlich einem Mann zuzuordnen ist. Eigentlich ganz einfach. Wenn HD Körpchen D hätte und eine weiblich geformte Brust hätte, wäre dies auch befremdlich oder mindestens ablenkend.
Aber er muss sie nicht bedecken, weil.... er ein mann ist..... :shrug:
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Deswegen ist das Urteil nicht falsch nach meiner Sicht, aber es ist in der Begründung zur Abwägung nicht vollständig. GGf hätten die Richter aber eben auch anders begründen müssen wenn mit Frauen verglichen worden wäre, was zu Argumentationskonflikten geführt hätte, also lässt man den Vergleich zu Frauen einfach weg. Clever gemacht, aber ob das dann in Gänze moralisch so iO ist....?
Das ist überhaupt nicht "clever gemacht", sondern logisch, da es ums oben ohne geht und da kommt man unweigerlich zum mann, der das ohne einschränkungen darf und das ganze als völlig normal angesehen wird. Egal, wie ablenkend das ist, was man da zusehen bekommt.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Also meine Eier kann ich raushängen lassen solange über meinem Penis ein Kniestrumpf hängt? Du stellst das aber auch sehr einfach dar/vor.
Der hodensack gehört ebenfalls zu den primären geschlechtsmerkmalen.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Darum geht es ja, sich an das Hausrecht desjenigen zu halten, wo ich grad bin. Das ist für mich eine Form des Respektes.
Wie sieht denn nun das hausrecht bzw die hausordnung des klinikums aus? Steht da explizit drin, dass sekundäre geschlechtsmerkmale bedeckt sein müssen? Wenn nicht, inwiefern wurde dann gegen die hausordnung verstoßen?


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13.05.2026 um 11:16
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Schwierig. Bei dieser thematik besteht der streit im grunde ja darin das die eine seite auf die biologie/wissenschaft beruft wärend die andere sich auf identität/gefühle beruft...
aber Biologie/Wissenschaft sieht das auch nicht so strikt, wie z.B. Du.
Außerdem geht es um Identität. Wie willste die denn bitte biologisch/wissenschaftlich bestimmen wollen? und was hat man davon, Menschen ihre Identität abzusprechen, weil man mit "Biologie" argumentiert?
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Dysphorie oder leidensdruck sind bei der transgender debatte nicht mehr relevant.
das stimmt so pauschal natürlich nicht

es geht bei der Debatte um Selbstbestimmung, Biologie, Ethik und Recht, Diskriminierung, Akzeptanz, Identität, Abbau von Vorurteilen, gesellschaftlicher Teilhabe.......aber grundlegend ist, wie Geschlecht definiert wird


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13.05.2026 um 13:04
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aber Biologie/Wissenschaft sieht das auch nicht so strikt, wie z.B. Du.
Was das geschlecht angeht durchaus.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Außerdem geht es um Identität. Wie willste die denn bitte biologisch/wissenschaftlich bestimmen wollen?
Gar nicht. Die identität von personen sollte auf andere ohnehin keinen einfluss haben.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und was hat man davon, Menschen ihre Identität abzusprechen, weil man mit "Biologie" argumentiert?
Wen sie objektiven fakten widerspricht dann ist es debatierbar.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das stimmt so pauschal natürlich nicht
War darauf bezogen das für den rechtlichen wechsel kein gutachten mehr nötig ist.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:..aber grundlegend ist, wie Geschlecht definiert wird
Und sinn macht es da nur nach der biologie zu gehen.


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19.05.2026 um 16:01
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 13.05.2026:Hast Du irgendeinen Beleg dafür, dass Trans*personen immer gleich zu Gericht gehen?
Das bezieht sich nicht nur auf Transpersonen, sondern allgemein. Es ist ja beruflich und Privat schon ganz gut einzuschätzen, das sich da in den letzten 15 Jahren der Streitwille vor allem der Ausfechtungswille bis vors Gericht gesteigert hat.


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19.05.2026 um 16:09
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Es ist ja beruflich und Privat schon ganz gut einzuschätzen, das sich da in den letzten 15 Jahren der Streitwille vor allem der Ausfechtungswille bis vors Gericht gesteigert hat.
Kannst du das irgendwie belegen oder ist die Einschätzung eher gefühlsmäßig? Ich finde eher das Gegenteil:
21 Prozent weniger Verfahren verzeichneten deutsche Landgericht von 2005 bis 2019. Bei den Amtsgerichten waren es sogar 36 Prozent, das sind über ein Drittel weniger Klagen – und der Trend lässt sich auch für die die Jahre 2020 bis 2022 schon jetzt absehen.
Quelle: https://www.lto.de/recht/justiz/j/bmj-studie-erforschung-der-ursachen-des-rueckgangs-der-eingangszahlen-bei-den-zivilgerichten-verfahren-deutschland


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19.05.2026 um 16:34
Es wurde in den letzten Beiträgen viel über Klagen diskutiert.
Welche Klagen sind damit gemeint?


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19.05.2026 um 18:07
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das bezieht sich nicht nur auf Transpersonen, sondern allgemein.
deswegen schreibst Du das auch immer und immer wieder ausgerechnet hier im thread? Alles klar :D


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19.05.2026 um 18:22
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Kannst du das irgendwie belegen oder ist die Einschätzung eher gefühlsmäßig? Ich finde eher das Gegenteil:
Es ist ohne das ich nach Zahlen gegooglelt habe ein Gefühl und meine Erfahrung.

warum Erfahrung? Bezugnehmend auf meinem Beruf klagen die leute einfach mehr als noch vor Jahren. Ich mache meinen Beruf seit 23 Jahren und es war die erste Zeit ein absolute Seltenheit, dass wir eine Klage begleitet, als Zeuge oder Inhalt dieser waren.

Anhand meiner Daten im System kann ich das sogar bis nach 2012 zurück verfolgen, das die Fälle zugenommen haben.

Es mag sicher mit dem Thema WEG und Mietrecht zusammenhängen, aber dort ist der Trend eindeutig.

Und auch, aber das eher aus Gefühl kommt man mehr und mehr mit Leuten in Kontakt, die klagen oder klagen wollen.

Der Ton wird irgendwie rauer.....


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19.05.2026 um 18:23
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:deswegen schreibst Du das auch immer und immer wieder ausgerechnet hier im thread? Alles klar :D
Du willst doch Gleichberechtigung, warum sollte ich dann Transpersonen ausklammern?! Da wirkt etwas doppelmoralisch.


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19.05.2026 um 18:51
@gagitsch
Nee, nix Doppelmoral, Deine Aussage wirkt nur etwAs unglaubwürdig


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20.05.2026 um 08:24
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:unglaubwürdig
inwieweit? Du kennst doch meine Erfahrungen nicht, oder bist du in der selben Branche unterwegs seit der selben Zeit für den Vergleich?

Und meine privaten Erfahrungen die nicht in Zahlen belegt sind, sind zwar subjektiv, aber deswegen ja nicht falsch. Du musst ja nicht die selben Eindrücke erlangen, das verlangt keiner.


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20.05.2026 um 09:45
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Und meine privaten Erfahrungen die nicht in Zahlen belegt sind, sind zwar subjektiv, aber deswegen ja nicht falsch. Du musst ja nicht die selben Eindrücke erlangen, das verlangt keiner.
Oft genug erlebt, gerade beim Transgender, wenn die eigenen
Erfahrungen nichts Weltbild/Religion passen, wird die
Glaubwürdigkeit ohne Begründung abgesprochen.
Willkommen im Club.


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18.08.2026 um 14:03
Zitat von gastricgastric schrieb am 13.05.2026:Wenn männern das entblößen des oberkörpers in diesem kurs erlaubt ist, führt ein verbot für andere personen allein aufgrund ihrer anatomie oder geschlechtlichen identität zu einer diskriminierung.
Die weibliche Brust gilt im Ggs zur männlichen Brust aber nun mal als sekundäres Geschlechtsmerkmal und wird im Ggs zur männlichen Brust gesellschaftlich stark sexualisiert - siehe zum zB Werbung oder in welchem Ausmass Frauen sich einer Brust-OP unterziehen, um schoener/attraktiver zu werden.

Und es ist bei uns nun mal so, dass Frauen ganz, ganz , ganz überwiegend ihre Brueste im Schwimmbad bedecken, während Maenner dies in aller Regel nicht.
Im Rahmen einer Reha-Behandlung wollte ich auch nicht mit nackten, weiblichen Bruesten konfrontiert werden....

Anderes Thema:
Chris Broenimann befürwortet eine dtl. Staerkung der Psychotherapie, bevor körperliche Eingriffe vorgenommen werden:
Aus meiner heutigen Sicht als Detransitioner steht fest: Wir müssen die psychotherapeutische Begleitung wieder aus der Defensive holen und sie radikal ins Zentrum stellen. Nicht, um Menschen zu schikanieren, sondern um einen echten Schutzraum zu schaffen. Es geht darum, genau hinzusehen: Ist die Genderdysphorie die eigentliche Ursache, oder ist sie das überlagernde Symptom einer tiefer liegenden anderen psychischen Ursache?
Wenn wir jungen Menschen in ihrer verletzlichsten Phase die Transition als erste, schnelle Option anbieten – eine Dynamik, die heute um ein Vielfaches aggressiver ist als in den 90er-Jahren –, verfehlen wir unsere Pflicht zur Fürsorge. Mir geht es darum, Fehlbehandlungen – wie ich sie letztlich an mir selbst korrigieren muss – zu minimieren. Es geht darum, die Kostbarkeit und Wertigkeit eines unversehrten, gesunden Körpers wieder von Grund auf zu schätzen.

Medizinische Intervention darf keine Schnellstraße sein. Sie muss die Ultima Ratio bleiben – die allerletzte Option, wenn alle anderen Wege der seelischen Aufarbeitung erschöpft sind. Wir haben die Pflicht, diejenigen zu schützen, die diesen Weg aus falschen Gründen einschlagen und am Ende vor den Trümmern ihrer körperlichen Unversehrtheit stehen
Quelle:
https://www.emma.de/artikel/broenimann-ich-gelte-als-verraeter


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18.08.2026 um 14:30
@Justsaying
Am stärksten betroffen waren jene, die tatsächlich operiert oder hormonell behandelt wurden. Bei jungen Männern mit feminisierenden Eingriffen stieg die psychiatrische Erkrankungsrate von 9,8 auf 60,7 Prozent — eine Versechsfachung; bei jungen Frauen mit Eingriffen zur Vermännlichung von 21,6 auf 54,5 Prozent.

Zu den Erkrankungen gehören unter anderem psychische Störungen wie Depressionen, Angststörungen und Schizophrenie (ICD-10-Hauptkategorien).
Quelle: https://www.imabe.org/bioethikaktuell/einzelansicht/studie-psychische-gesundheit-von-jugendlichen-verschlechtert-sich-nach-transgender-behandlungen
Finnland und Schweden gehörten zu den ersten Ländern, die die Evidenz zur Gender-affirmativen Behandlung von Minderjährigen systematisch überprüften und ihre Empfehlungen deutlich vorsichtiger fassten. England folgte 2024 mit dem wegweisenden Cass-Review. (Bioethik aktuell, 24.04.2024) Im deutschsprachigen Raum hingegen halten die geltenden Leitlinien weiterhin am transaffirmativen Ansatz fest, obwohl namhafte Kinder- und Jugendpsychiater aus Deutschland und der Schweiz diese scharf kritisieren.
Quelle: https://www.imabe.org/bioethikaktuell/einzelansicht/studie-psychische-gesundheit-von-jugendlichen-verschlechtert-sich-nach-transgender-behandlungen

Diese Studie aus Finnland ist sicherlich recht gut angelegt und hinterfragt genau diese Mechanismen. Deutschland ist da noch auf einem Weg, der aus meiner Sicht nicht evidenzbasiert ist.


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18.08.2026 um 15:40
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Diese Studie aus Finnland ist sicherlich recht gut angelegt und hinterfragt genau diese Mechanismen. Deutschland ist da noch auf einem Weg, der aus meiner Sicht nicht evidenzbasiert ist.
Die Studie finde ich durchaus interessant und die Zahlen würde ich auch nicht einfach wegwischen. Ich wäre nur bei der Interpretation etwas vorsichtig.

Sie zeigt eine sehr hohe psychiatrische Belastung bei den Jugendlichen, die eine Genderklinik aufsuchen, und dass diese nach einer medizinischen Transition keineswegs automatisch verschwindet. Das ist für mich durchaus ein relevantes Ergebnis.

Die Frage ist aber, was genau man daraus über die Behandlung ableiten kann. Die Gruppe der medizinisch behandelten Jugendlichen ist ja nicht einfach mit einer gleichartigen Gruppe zu vergleichen, die keine Behandlung bekommen hat. Es gibt bereits vor der Behandlung erhebliche Unterschiede in der psychiatrischen Belastung und vermutlich auch bei anderen Faktoren. Genau deshalb ist die Frage interessant, wie sich eine vergleichbare Gruppe mit ähnlicher Ausgangslage ohne medizinische Transition entwickelt hätte.

Nach Berücksichtigung von Geburtsjahr, Zeitpunkt des Erstkontakts und insbesondere der psychiatrischen Vorbehandlung glichen sich die Unterschiede zwischen den Gruppen mit und ohne medizinische Geschlechtsangleichung laut den Autoren aus.

Auch die frühere finnische Studie von 2023 kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Nach Berücksichtigung der psychiatrischen Vorbehandlung hatten diejenigen mit und ohne medizinische Transition ein vergleichbares Risiko für spätere psychiatrische Behandlung.

Deshalb würde ich aus der aktuellen Studie nicht mehr herauslesen als das, was sie tatsächlich zeigt: Die psychischen Probleme dieser Gruppe sind erheblich und verschwinden nach einer Transition keineswegs automatisch. Das stellt durchaus die einfache Aussage infrage, eine medizinische Transition löse diese Probleme. Aber umgekehrt kann man aus diesen Daten eben auch nicht einfach ableiten, dass die Behandlung selbst die Ursache für die weitere psychiatrische Belastung ist.

Und genau deshalb finde ich die Studie interessant – aber die Schlussfolgerung „Deutschland ist nicht evidenzbasiert“ ist für mich nochmal eine ganz andere Aussage, die man nicht aus dieser einen Studie ableiten kann.


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18.08.2026 um 15:49
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Sie zeigt eine sehr hohe psychiatrische Belastung bei den Jugendlichen, die eine Genderklinik aufsuchen, und dass diese nach einer medizinischen Transition keineswegs automatisch verschwindet.
@Dasdeeeeniz

Nicht nur nicht verschwindet, sondern sich sogar dramatisch erhöht. Ein Teil wird aber möglicherweise eine Akutreaktion auf recht invasive Eingriffe selbst sein. In dieser Altersgruppe sind die Meisten ja nicht sonderlich OP erfahren.

Jedenfalls scheint es nicht so zu sein, dass man psychische Probleme chirurgisch lösen kann.


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18.08.2026 um 16:12
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Nicht nur nicht verschwindet, sondern sich sogar dramatisch erhöht.
„Nicht nur nicht verschwindet, sondern sich dramatisch erhöht“ stimmt für die Rohdaten der GR+-Untergruppen. Aber daraus folgt eben nicht, dass die medizinische Behandlung für diesen Anstieg verantwortlich ist. Genau deshalb wurde die statistische Bereinigung gemacht – und danach verschwand der Unterschied zwischen behandelt und nicht behandelt.


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18.08.2026 um 16:17
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Deutschland ist da noch auf einem Weg, der aus meiner Sicht nicht evidenzbasiert ist.
Da sagst Du was - an der Art der Behandlung hat sich so viel geändert, ich glaube, da gibt es noch viel zu lernen - also zu beobachten und zu bewerten.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Jedenfalls scheint es nicht so zu sein, dass man psychische Probleme chirurgisch lösen kann.
Bestimmt nicht immer.
Da waere es wünschenswert, wenn man Kriterien entwickeln könnte, die eine Abschätzung 'macht Sinn/macht keinen Sinn' erlauben, bevor medizinisch interveniert wird.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ein Teil wird aber möglicherweise eine Akutreaktion auf recht invasive Eingriffe selbst sein. In dieser Altersgruppe sind die Meisten ja nicht sonderlich OP erfahren.
Nicht nur auf OPs. Auch Hormonbehandlungen können ja massiv auf die Psyche schlagen - und dazu verändert sich auch der Körper.
Schon normale hormonelle Veränderungen wie Pubertät, Wechseljahre können dies tun.
Manche Frauen reagieren mit psychischen Problemen auf die Einnahme von Hormonen, obwohl es Hormone sind, die ihr Körper prinzipiell kennt.


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18.08.2026 um 17:11
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Nach Berücksichtigung von Geburtsjahr, Zeitpunkt des Erstkontakts und insbesondere der psychiatrischen Vorbehandlung glichen sich die Unterschiede zwischen den Gruppen mit und ohne medizinische Geschlechtsangleichung laut den Autoren aus.
Wo hast Du dies herausgelesen?
Aus dem Link, den @sacredheart gepostet hat, kann ich das nicht ableiten.

Und was ist die Schlussfolgerung - eine medizinische Geschlechtsangleichung bringt weder Schaden noch Nutzen hinsichtlich der psychischen Gesundheit?


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