Arrakai schrieb:Nach der Entfernung des Arms hätte der Mensch dann eh ein neues Problem: Er hätte nur noch einen Arm. Die Frage ist, ob er sich damit dann besser fühlen würde. Ggf. kriegt er sogar neue Depressionen, weil er im Alltag ungekannte Einschränkungen hat? Manchmal unterschätzt man das und spürt die Auswirkungen erst, wenn es soweit ist.
Eine Amputation kann ja Phantomschmerzen nach sich ziehen, diese können ggf sogar den Eindruck vermitteln, der Arm wäre noch da, also wäre ggf psychologisch betrachtet ,die Amputation sinnlos.
sacredheart schrieb:Die Argumente der transaffirmativen Lobby argumentieren aber doch genau so: 'Im falschen Körper geboren' führt zur Depression und anderen psychiatrischen Erkrankungen, und die sogenannte Transition wäre dann die ursächliche Therapie.
Affirmativ kann man ja immer sein, irgendwie, zu fast allem.
sacredheart schrieb:'Im falschen Körper geboren'
Ist man das, ist die Frage. Ich meine Nein. Fühlt man das, das würde ich sagen, fühlen die Betroffenen. Ist das Gefühl dann eine Störung oder normal? Das müssen Experten sagen.
sacredheart schrieb:dass Transition insofern glücklich macht
Ich vermute es macht weniger "traurig".
Dasdeeeeniz schrieb:Psychische Erkrankungen haben nicht zwangsläufig nur eine Ursache und eine Transition lässt diese auch nicht automatisch verschwinden.
Hier muss man halt immer aufpassen, das Transsein, bzw sich trans fühlen nicht als Krankheit bezeichnen werden soll. Ist es nicht so, dass die Transpersonen eher sagen, sie werden erst krank weil man Ihr Transsein nicht oft akzeptiert und dadurch krankhafte Depressionen die Folge sind?
sacredheart schrieb:Woher sollen Jugendliche wissen, ob sie damit wirklich glücklich werden?
Das kann eben keiner, weder der Betroffene, noch der Arzt, noch der Psychologe. Arbeiten wie zB eine Transition, halt ich für eine gewagte Wette mit der eigenen Zufriedenheit in der Zukunft.