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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

213 Beiträge, Schlüsselwörter: Gesellschaft, Sexualität, Asexualität

Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 13:37
Ich habe mich gestern dazu entschlossen, meinen engen Freunden zu beichten, dass ich asexuell bin. Der Großteil meines Freundeskreises ist bisexuell und ich habe damit kein Problem. Meine engsten Freunde haben mich aber ausgelacht und als "unnormal" bezeichnet. Ich frage mich, ob das wirklich stimmt, dass ich nicht "normal" sei, nur weil ich nicht so bin, wie die Gesellschaft mich gerne hätte?


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 13:58
Weil alles was nicht der Mehrheit entspricht, gleich als "unnormal" angesehen wird, besonders bei der Sexualität.
Da einfach zu wenig aufgeklärt wurde. Es ist mit der Homosexualität der gleiche "Kampf", es wird Heute noch zum Teil als "unnormal" angesehen.
Asexualität ist noch zu wenig bekannt, es wird langsam auch in unseren Gesellschaft etabliert werden.
Zitat von queenofwolvesqueenofwolves schrieb:. Ich frage mich, ob das wirklich stimmt, dass ich nicht "normal" sei, nur weil ich nicht so bin, wie die Gesellschaft mich gerne hätte?
Nein stimmt nicht, lass Dich nicht verunsichern, lass Dich nicht verbiegen, nur weil es die Gesellschaft es so will. Lebe Dein Leben und lebe Deine Sexualität. Kläre sie auf, ich glaube die Wissen es nicht besser, und durch ihre Unwissenheit und Unsicherheit haben sie gelacht.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:01
@queenofwolves
Die wenigsten Menschen sind asexuell, daher wird das so empfunden.
Ist doch eigentlich einfach. Ich finde da kann man selbst darauf kommen.

Außerdem ist es kontraproduktiv. Es geht ja darum seine Gene weiterzugeben.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:03
@Dr.AllmyLogo
Danke für den Rat :).
Ich hoffe wirklich, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr zwischen den verschiedenen Arten von Sexualität gibt, also dass alles akzeptiert wird.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:04
@queenofwolves
Du solltest immer im Auge behalten, dass deine Freunde wahrscheinlich Humor haben koennten.

Es hat halt etwas herrlich ironisches, wenn eine Gruppe, der sonst mit einer gewissen Wortwahl begegnet wird, ploetzlich die selbe Rhetorik benutzen kann. Bei meinen Homo-Freunden (von denen ich weiss, dass die genauso einen dreckigen Humor haben wie ich selbst) denke ich da jedenfalls keine Sekunde lang an Abwertung - es ist halt einfach nur Spass. Klar lassen sie es sich an einem Abend, an dem nur ein Hetero in der Gruppe sitzt, nicht nehmen, Woerter wie "abnormal" auszupacken. Ich fand das bislang eigentlich immer recht lustig, wenn die mir das in solchen Situationen an den Kopf werfen.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:05
Zitat von DurchfallDurchfall schrieb:
Es geht ja darum seine Gene weiterzugeben
Wenn es darum gehen würde gebe es keine Asexuallität.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:13
@Durchfall
auch Asexuelle Menschen können ihre Gene weitergeben, sie sind ja nicht zeugungs- oder empfängnisunfähig


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:16
Mir ist die sexuelle Ausrichtung eines Menschen total schnurz.
Wenn z.B. jemand meint, eine innige Beziehung zu Kakteen führen zu müssen, dann soll es so sein.

Warum muss man das vor seinen Freunden überhaupt "beichten"? Das sollte denen doch genauso egal sein.

Ich find, das geht eigentlich niemanden etwas an.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:16
Es gibt die Masse, die nur das als "normal" ansieht, was ihr entspricht.

Wichtig ist nicht, was die Masse denkt bzw. "denken" ist das falsche Wort, weil die Masse nicht denkt, sondern nur glaubt, es zu tun.
Die Masse kannst du nicht ändern. Von der Masse kannst du auch nicht erwarten, dass sie dich versteht. Einzelne aber können es schon tun.

Es ist dein Leben und egal, ob hetero-, homo-, bi, - a- oder sonstsexuell, lebe dein Leben, denn irgendwann wirst du dich fragen, ob du es getan hast oder nicht und es ist nicht schön, vielleicht erst im Sterbebett zu erkennen, dass du dein Leben nicht gelebt hast und dass es aber zu spät ist, um mit dem Leben neu anzufangen, während der Monitor neben dir piepst und dir Sauerstoff in die Lunge gepumpt wird.

Jetzt aber liegst du wahrscheinlich noch nicht im Sterbebett. Befasse dich nicht allzu sehr mit der Masse. Sie ist, wie sie eben ist. Damit gilt es leben zu lernen.

Tu, was du tun kannst, bevor du im Sterbebett liegst. Egal ob a-, bi- usw..

Es kann vielleicht für dich selbst auch von Nutzen sein, dich mit der Asexualität auseinander zu setzen. Oder auch nicht.
Manche Menschen wechseln auch gerne. Ich kenne einige, die erst heterosexuell orientiert waren, dann wurden einige von ihnen bisexuell, andere mal hetero-, dann wieder homosexuell, einige sind überwiegend homosexuell mit gelegentlichen heterosexuellen "Ausflügen" usw.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:19
@Tussinelda
ja aber ist aber im schnitt wohl nicht so wahrscheinlich, dass sie das tun.

Es sei denn die sind sich dessen bewusst und bekommen gezielt Kinder weil sie die evolutionäre Sackgasse erkannt haben


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:26
Die Frage ist halt vielmehr, ob Asexualität nicht zB. durch eine Hormonstörung oder negative, frühkindliche Erfahrungen hervorgerufen wird, welche die Areale im Hirn, die für z.B. sexuelle Erregung zuständig sind, stören / blockieren.

Da ist die Wissenschaft aber leider noch nicht so weit.
Selbst wenn es "therapierbar" wäre, ist halt die Frage, ob das sein muss.

Unnormal oder unnatürlich finde ich es nicht und wie gesagt: es sollte niemanden interessieren, außer den "Betroffenen" selbst.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:30
Weil die Mehrheit den Maßstab dessen setzt, was als normal oder unnormal betrachtet wird.

Kann man richtig oder falsch finden, aber so funktioniert es nunmal.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:31
@Kältezeit
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Warum muss man das vor seinen Freunden überhaupt "beichten"? Das sollte denen doch genauso egal sein.
Najaaa, wenn es einem Menschen wichtig ist, moechte man sich mitteilen. Wer kaeme dafuer besser in Frage als die eigenen Freunde? Zudem moechte man von seinen Freunden wohl auch vollstaendig akzeptiert werden und nicht nur aufgrund eines unvollstaendigen Bildes, das sie womoeglich von einem haben.
Ich weiss zwar nicht, wie es ist, kann mir aber gut vorstellen, dass es bedrueckend sein kann, das Gefuehl zu haben, man wuerde sein "wahres Ich" vor seinen engsten Freunden verstecken.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:33
@VirtualOutrage
Ich definiere mein "wahres ICH" jedenfalls nicht ausschließlich über meine Sexualität.


Aber wenn jemand, es spiele eine Rolle, dann ist das eben so.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 14:50
Die Gesellschaft hat seine eigene Richtlinien, und wer "aus der Reihe tanzt" ist ganz schnell unnormal.
Auch im Jahr 2016.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 15:00
Meine Sexualität geht auch meine "engsten Freunde" nichts an... und auch nicht meine Verwandtschaft.
Ich hab denen nie auf die Nase gebunden auf was oder wen ich stehe.
Wenn sie es irgendwie mitbekamen, okay. Oder wenn das Thema aufkam, ja. Aber gezielt darüber geredet (ohne allgemeinem Auslöser) hab ich mit ihnen nie.

Einen allgemeinen Nenner findet man da sowieso nur in der gegenseitigen Akzeptanz.
Das ist so wie mit dem Gespräch unter Freunden, was denn nun auf die perfekte Pizza gehört.

@queenofwolves
Einzig "unnormal" empfinde ich es wenn man so etwas in die Schublade "unnormal" steckt.
Okay, von der Wortbedeutung her stimmt es ja eigentlich.... Es weicht von der Norm ab, die Norm ist eben das der Mensch sich für Sexualität interessiert und diese (wie auch immer) ausführt.
Entsprechend hätte ich mich da, wäre ich in der Situation gewesen, wohl eher über eine offen getragene ablehnende Haltung dieser Freunde aufgeregt. Denn eigentlich kanns denen doch egal sein ob man Interesse daran hat oder nicht.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 15:23
Zitat von queenofwolvesqueenofwolves schrieb:Ich frage mich, ob das wirklich stimmt, dass ich nicht "normal" sei, nur weil ich nicht so bin, wie die Gesellschaft mich gerne hätte?
Es ist nicht wichtig zu sein, wie einem die Gesellschaft gerne hätte, sondern wie man selbst ist. Asexuel zu sein ist völlig in Ordnung.


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 15:55
@queenofwolves

Also diese nicht asexuellen Leute denken doch ständig ans *****, finde ich persönlich unnormaler. :D

Deine Freunde scheinen auch solche zu sein...


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 16:17
Zitat von Dr.AllmyLogoDr.AllmyLogo schrieb:Lebe Dein Leben und lebe Deine Sexualität.
Lebe Dein Leben und lebe Deine Sexualität NICHT - müsste es korrekt heißen. :troll:

Zum einen frag ich mich, was die Gesellschaft denn angeblich verlangt und zum anderen, warum Du @queenofwolves

dieses Mitteilungsbedürfnis hattest?! Empfindest Du es vielleicht selbst als nicht normal?


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Warum wird Asexualität als "unnormal" angesehen?

18.09.2016 um 16:23
Es ist zwar richtig, jede sexuelle Ausrichtung zu akzeptieren, aber mMn. muss man einem Asexuellen nicht aus lauter Political Correctness vorheucheln, dass er / sie in dieser Hinsicht "normal" ist.

Menschen mit grünen Augen sind auch "unnormal", in dem Kontext: Selten.
Asexualität halte ich aber nicht für eine Ausprägung der Natur oder genetisch bedingt, sondern für eine erworbene bzw. mit der Entwicklung zusammenhängende Erscheinung.

Asexuelle haben ja ggfs. auch sexuelle Bedürfnisse, praktizieren zB Masturbation, nur haben sie kein Verlangen nach Sex mit anderen Menschen, empfinden diese nicht als sexy, nicht als sexuell attraktiv und anziehend, schlecht für die Werbeindustrie… :D

Für mich bleibt Asexualität also grundsätzlich "unnormal", jedoch ohne diese Menschen deshalb durch Nichtakzeptanz und Auslachen denunzieren zu wollen.


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