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Menschen, die nicht grüßen

537 Beiträge, Schlüsselwörter: Anstand, Höflichkeit, Grüßen

Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 08:52
@Baumtraum
Guten morgen!

@Missesfee
Stichwort Job: da Grüßt man doch auch die Kollegen mit denen man nicht direkt zu tun hat.
Du nicht?



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 09:05
@Cherokeerose
was hat es damit zu tun ob ich jeden Hinz und Kunz auf der Straßen grüße ? Es ging ja darum das jemand der nicht jeden grüßt, Probleme bei der Job suche haben soll. Das bestreite ich. Denn ich empfinde grüßen als etwas Situationsbedingtes.

Tatsächlich ist es bei uns im Haus nicht üblich das sich alle Mitarbeiter grüßen. Bei allen die ich nur selten mal sehe belasse ich es auf dem Flur bei einem kurzen Nicken. Etwas anderes ist es wenn ich direkt zu jemandem gehe. da ist es selbstverständlich Hallo zu sagen wenn man einen Raum betritt.



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22.10.2019 um 10:29
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
das ist nicht dein ernst oder? Es gibt keine Regel ( außer vielleicht auf dem Dorf) jeden Hinz und Kunz Grüßen zu müssen, mit dem man nie was zu tun hat.
Das ist mein völliger Ernst. Menschen, die keine Umgangsformen haben und keine Regeln einhalten wollen, ecken überall an. Grüßen ist nur ein Teil davon. Stell dir vor, du kommst zu einem Vorstellungsgespräch und grüßt da niemanden. Den Job kannst du dir dann aufzeichnen.



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22.10.2019 um 10:32
Zitat von Baumtraum
Baumtraum
schrieb:
guten Morgen an alle ,kenne niemanden macht aber nix :)
Moin!
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
Es ging ja darum das jemand der nicht jeden grüßt, Probleme bei der Job suche haben soll. Das bestreite ich. Denn ich empfinde grüßen als etwas Situationsbedingtes
Nein, darum ging es nicht, lies noch mal genau. Es ging konkret um Eltern, deren Kinder sich nicht an Regeln halten wollen und dass die Eltern das auch noch unterstützen.



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 11:50
@violetluna
Grüßen ist halt nur in bestimmten Situationen erforderlich, man muss das schon unterscheiden können wann es zu Umgangsformen gehört und wann es überflüssig ist.

Ich bin Stadtmensch und mir kommt das darauf bestehen, das immer und überall gegrüßt werden muss schon zwanghaft vor. Es ist nicht böse gemeint nur, Umgangsformen? Zu den Umgangsformen gehört es nicht völlig unbekannte zu Grüßen, wenn es nicht in einem Rahmen stattfindet wo es dazu gehört.

Ich glaube die unterschiedlich Sichtweise ist wirklich so ein Stadt/ Land Ding. Als ich noch in Berlin gelebt habe ging es mir so, das ich Stammkunden aus dem Blumenladen in dem ich gearbeitet habe, auf der Straße gegrüßt habe. Die haben mich angeschaut wie ein Alien und wussten damit nichts anzufangen. Ohne den Laden wussten die einfach nicht wo sie mich hinstecken sollten. Wenn man merkt das man nicht erkannt wird sollte man in so einer Situation eher nicht grüßen, darauf habe ich danach immer geachtet.
Zitat von violetluna
violetluna
schrieb:
Es ging konkret um Eltern, deren Kinder sich nicht an Regeln halten wollen und dass die Eltern das auch noch unterstützen.
ok das habe ich als ich alles überflogen habe anders gelesen. Für mich las es sich so, als ob grüßen für eine generelle Regel gehalten wird und das empfinde ich als absurd.



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22.10.2019 um 12:00
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
Ich bin Stadtmensch und mir kommt das darauf bestehen, das immer und überall gegrüßt werden muss schon zwanghaft vor.
Ich komme auch aus einer Großstadt und es gibt natürlich auch Orte wo ich nicht Grüße zB an der Bushalte.
Ich weiß nicht recht wie ich es nennen soll aber es gibt bestimmte Situationen in denen einfach gegrüßt wird weil es sich so gehört.
Einstieg im Bus ( Busfahrer), Kita, Schule, Arbeit, Vereine, bestimmte Geschäfte usw.

Egal wo ich gearbeitet habe man hat sich IMMER gegrüßt auch wenn man nichts miteinander zu tun hatte



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22.10.2019 um 12:01
@Missesfee
Für mich hat das nichts mit Stadt oder Land zu tun. Ich habe lange in Wien gelebt, arbeite auch immer noch da und es gehört einfach dazu, dass ich grüße, wenn ich zum Beispiel ein Geschäft betrete oder wenn ich zur Arbeit gehe und mir am Gang jemand begegnet.

Man kann in der Stadt nicht jeden Menschen auf der Straße grüßen, das ist schon klar.

Wir sind auch über das Grüßen auf diese Situation gekommen mir den Kindern und deren Eltern. In dem geschilderten Fall geht das wohl noch über das Nichtgrüßen hinaus, so wie ich das verstanden habe. Ich erlebe das auch oft, dass einige Kinder gar keine Umgangsformen mehr haben und sich an Regeln gar nicht halten wollen. Klassischer Fall: zwei Kinder prügeln sich in der Schule, die Lehrer gehen dazwischen, die Kinder bekommen eine Strafe und die Eltern dieser Kinder beschweren sich beim Direktor darüber, dass ihre Kinder die Fehlverhalten bestraft werden. Geht's noch?



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 12:02
Zitat von violetluna
violetluna
schrieb:
Das ist mein völliger Ernst. Menschen, die keine Umgangsformen haben und keine Regeln einhalten wollen, ecken überall an. Grüßen ist nur ein Teil davon. Stell dir vor, du kommst zu einem Vorstellungsgespräch und grüßt da niemanden. Den Job kannst du dir dann aufzeichnen.
Du weisst aber schon dass es ein großer Unterschied ist irgendwelche fremden Leute auf der Straße zu grüßen oder Leute in einem Vorstellungsgespräch. Nur weil man auf der Straße niemanden grüßen will vergisst man nicht sofort alle Umgangsformen. Du übertreibst da etwas. Ich kenne genug Leute die einen Job haben und nie grüßen und mich selbst, der nie Probleme bei irgendwelchen Vorstellungsgesprächen hatte, aber trotzdem nicht gerne Leute auf der Straße grüßt.



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22.10.2019 um 12:05
@violetluna
Da sind wir uns einig was das Grüßen und die Erziehung angeht.

Mein Sohn musste sich letztens bei der Erzieherin entschuldigen, da er erst diskutierte und dann die Zunge rausstreckte.
Fand ich ok so, da unterstütze ich die Erzieher auch



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22.10.2019 um 12:06
@Jörmungandr
Darum ging es mir auch nicht, sondern vielmehr um jene Leute, die schreiben, dass sie generell niemanden grüßen, also auch in der Arbeit oder in der Schule nicht. Gab ja auch einige, die das hier geschrieben haben.

Ich schrieb ja bereits mehrfach, dass man in einer Großstadt nicht alle Menschen auf der Straße grüßen kann.



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22.10.2019 um 12:08
@Cherokeerose
Ja, da sind wir uns einig. Ich finde es gut, dass dein Sohn gesehen hat, dass es für Fehlverhalten Konsequenzen gibt.



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22.10.2019 um 12:17
Zitat von Cherokeerose
Cherokeerose
schrieb:
Ich weiß nicht recht wie ich es nennen soll aber es gibt bestimmte Situationen in denen einfach gegrüßt wird weil es sich so gehört.
Einstieg im Bus ( Busfahrer), Kita, Schule, Arbeit, Vereine, bestimmte Geschäfte usw.
Beim Bus kommt es für mich auch darauf an wo es ist.
In Berlin zum Beispiel grüße ich eigentlich keine Busfahrer, weil ich mit Ticket einsteige, zum Teil auch hinten. Außnahme ist die erste Station, wenn ich dort schon zusteige, oder dann auch die Endstation, wenn kaum jemand im Bus ist, beim Aussteigen Tschüss sagen.
Anders ist es dann hier in der Kleinstadt und bei Linien aufs Land. Da grüße ich die Fahrer meißstens auch, weil man vorne einsteigen muss und ich auch eine Fahrkarte brauche.
Zitat von violetluna
violetluna
schrieb:
Für mich hat das nichts mit Stadt oder Land zu tun. Ich habe lange in Wien gelebt, arbeite auch immer noch da und es gehört einfach dazu, dass ich grüße, wenn ich zum Beispiel ein Geschäft betrete
Kommt eben auch immer auf das Geschäft an und wie die Situation gerade ist. Bei einem kleinen Geschäft wie dem Bäcker, Fleischer oder einem Kiosk grüße ich auch. Im Kaufland wäre es aber unangebracht. Dann kommt es auch darauf an ob die Verkäufer gerade in einem Verkaufsgespräch sind, da möchte ich nicht stören, oder wenn der Laden sehr voll ist, möchte ich nicht laut durch das Geschäft rufen.

Grüßen ist ja schön und gut, sollte aber der Situation angemessen sein. In einer Kleinstadt in Bayern(~21.000 Einwohner) grüßte mich auch mal ein älteres Ehepaar. Da kam ich mir vor wie im falschen Film. Kommst aus einer Plattenbausiedlung, wo sich teils nichtmal die Nachbarn aus einem Aufgang grüßen und dann schallt dir in Bayern ein "Grüß Gott" entgegen. Das fand ich dann doch unangebracht. :D



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22.10.2019 um 12:27
@Bone02943
Ich würde das nicht unangebracht, sondern schön finden. Ich mag nämlich diese Anonymität in den Plattenbauten gar nicht. Keine Ahnung, warum da die Menschen nicht miteinander reden. Es liegt ja an ihnen selbst, ob sie ihre Nachbarn kennen oder nicht.

Ich finde es immer erschreckend, wenn da in so einem Gebäude ein toter Mensch wochenlang vor sich hin verwest und keinem fällt das auf. Wenn wer was merkt, dann nur wegen des Geruchs. Ich finde das traurig.



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22.10.2019 um 12:29
Zitat von violetluna
violetluna
schrieb:
es gehört einfach dazu, dass ich grüße, wenn ich zum Beispiel ein Geschäft betrete oder wenn ich zur Arbeit gehe und mir am Gang jemand begegnet.
Gut da sind wir uns da ja dann einig, auch wenn ich mich bei unbekannten Kollegen im Gang auf ein Nicken beschränke und selten was zurück kommt. Im Supermarkt sagt man halt erst Hallo und schönen Tag wenn man an der Kasse steht .

Mir geht es halt so, das ich der Meinung bin das man wissen muss wann und wo es angebracht ist zu grüßen und wann nicht.

das beschreibt auch @Bone02943 sehr gut. Wenn ich zuhause in den Bus eingestiegen bin dann herrschte da so ein Gedränge, da war es überflüssig weil das alles aufhält. Hier grüße ich schon, weil ich erst einen Fahrschein kaufen muss und damit den Busfahrer nötige die Vordertür zu öffnen. Die machen den Bus nämlich sonst nur hinten auf.



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 12:32
@violetluna

Klar hat es auch Nachteile. Aber wenn ich am Hochhaus auf das Klingelschild schaue, dann würde ich trotzdem nicht alle kennen, selbst wenn ich jeden grüße. Also es bleibt nicht aus, dass in großen Wohngebäuden auch Menschen völlig anonym leben und sterben.

Unangebracht fand ich halt den Ort wo es passiert ist. Ich wohnte dort ja auch nicht in einer dörflich geprägten Straße. Es waren auch Mehrfamilienhäuser, bisschen anders als Plattenbauten, aber ähnlich, auf bayrisch halt. Und wenn ich in so einem Stadtteil zum einkaufen gehe, dann brauch ich keine fremden Leute die mich grüßen.
Mag ja eine schöne Geste sein, nett gemeint, ich grüße dann auch zurück so ist es ja nicht. Aber ich würde so etwas nicht brauchen, zumal ich selbst auch keine fremden Menschen grüße. Zumindest nicht auf offener Straße.



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 12:33
Zitat von Glaziola
Glaziola
schrieb:
Weil ich eben sehr introvertiert bin. Meine Macken merkt man mir an. Ich kann mit denen nix anfangen, deren Gesprächsthemen sind mir sehr fremd und ich kann mich weder da hinein versetzen noch nachempfinden was die Leute dazu bewegt sich damit zu befassen.
In Gesprächen erwartet man Beteiligung und wenn man keine Meinung dazu hat wirkt es komisch.
So entwickelt es sich dann. Auch die Personen um die es geht oder eben Themenbereiche sagen mir recht wenig.
Als Asperger-Autist verstehe ich das, gut sogar, der Rhythmus von Leuten erschließt sich mir nicht, aber ich für mich denke, dass Bücher adäquater Menschenersatz sind. Und Haustiere. Und Pflanzen. Und Hobbys. Es gibt eigentlich immer was Neues zu wissen. Ansonsten versuche ich einfach, dieses Wirrwarr zu verstehen. Einseitig, denn umgekehrt findet das fast nie statt.
Zitat von Glaziola
Glaziola
schrieb:
Bin allein erziehend und habe mehr als 1 Kind und bin somit in deren Augen ein Kindergeldschmarotzer der die Kinder nur des Geldes wegen hat.
Also, so was hab ich eigentlich noch nie von anderen gehört, bloß, weil man alleinerziehend ist. Da höre ich eher so was wie: starke Frau, schwierige Umstände.
Zitat von Glaziola
Glaziola
schrieb:
Ja, ja und nein. Man geht aber davon aus dass ich nichts mache 🤷🏻‍♀️ Vorurteile eben.
Ach, das kann oft ärgerlich sein. Ich kenne tatsächlich Leute, die Harz IV beziehen und auch weder bildungstechnisch noch von der Arbeit her jemals Ambitionen gehabt hätten. Es hat mich oft sehr geschmerzt zu sehen, wie ihre zu Beginn neugierigen, lebhaften Kinder irgendwann die Hilflosigkeit und Opferrolle ihrer Eltern erlernt haben, um dann ähnlich zu versacken. Aber nur, weil es solche eben auch gibt, heißt das ja nicht, dass man es auf alle extrapolieren kann. Wenn du z. B. unter Depressionen o. anderem leidest, wie du ja durch Arztbesuche angedeutet hast, ist das doch ein völlig neues Blatt. Ich glaube, wenn es Leute so schnell nötig haben, dich abzukanzeln, geht es ihnen bloß darum, sich gegenseitig die eigene Identität zu bestätigen. Manche Leute haben das unglaublich nötig, sich zu sagen, sie hätten die und diese Identität (womöglich halten sie es sogar für Eigenantrieb). Dann gehen sie besonders aggressiv gegen andere vor, die das Weltbild stören könnten, denn dann müssten sie vor sich selbst eingestehen, dass ihr Turm wackelt und fast zusammenfällt, sie stabilisieren ihn durch aggressive Akte gegen das, was nicht so schwarz-weiß sein will, wie sie es brauchen. So was erlebt man auch ganz oft bei Leuten, die religiösen oder starken Glaubens sind, das ist dann ihre Identität. Gnade dir ihr Gott, du tastest das an.
Das Käseblatt auszutragen, ist zwar ausbeuterisch schlecht bezahlt, aber eine sehr tolle Bewegung. Extrem früh morgens, aber das kann auch schön sein, mit den Vögeln, den wenigen Menschen usw., oder?
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
Hier auf dem Dorf ist das leider anders und es ist strange. Ich muss Leute grüßen die für mich keinen Blick und kein Wort über haben, weil ich zugezogen bin. Wenn ich aber nicht grüße bin ich überheblich. Das hat nichts mit Höflichkeit zu tun
Was den ersten Eindruck ausgemacht hat, lässt sich für Menschen immens schwer überwinden, weil es ein Zustand und kein Messwert ist, du wirst immer der/die Zugezogene sein, akzeptiere es einfach und bau' auf dem Level neu auf. Gerade in so überschaubaren Mengen, wo sonst eher eigene Dynamik stattfindet. Üblicherweise merken es sich Menschen sehr, wie du die letzten Male auf sie zugekommen bist, falls du deine Situation ändern willst, aber nicht bei dir selbst anfangen magst, klappt es hier m. M. n.
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
Das man zufällig aneinander vorbei läuft ist einfach kein ausreichender Grund zu grüßen.
Ehrlich gesagt machen das sogar viele Tiere, sie schnuppern dann aneinander usw. Nur die, die sich nicht wirklich mögen oder Streit vermeiden wollen, schauen so auffällig weg oder gehen direkt ins Drohen über. Ich finde es nicht verwerflich, unser Stammhirn zu beruhigen, indem wir uns kurz gegenseitig zunicken oder lächeln oder was immer. Ich kann nicht behaupten, das immer gern zu machen, verstehe aber den Sinn und befinde für mich, dass es ein Opfer ist, zu dem ich fähig sein will, immerhin kommt es mir ja auch zugute. Im Leben geht es oft darum, den Weg zu finden, der einen am wenigsten belastet, aber dass er keine Mühe kostet, hat nie einer behauptet. Und wenn ich einen schlechten Tag habe, finde ich persönlich es eigentlich sehr nett, wenn mir jemand unverbindlich zulächelt. Ich sehe darin einen Akt der Menschlichkeit, eine Bestätigung von: ,,du gehörst auch dazu" = Beruhigung fürs Stammhirn.
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
Ich bin Stadtmensch und mir kommt das darauf bestehen, das immer und überall gegrüßt werden muss schon zwanghaft vor.
Ein Dorf ist doch was völlig anderes. Da vergleichst du ja unüberschaubare Massen an Menschen mit bestenfalls 1.000 Leuten. An städtischen Hochschulen ist das in etwa oder eher nicht mal die Zahl der Studenten. Das verlangt völlig andere Regeln. Hier geht es oft auch um gemeinsame Verantwortung. In meinem Heimatdorf ist einem mal das Haus abgebrannt und er hatte Probleme mit der Versicherung. Dann haben sehr viele aus dem Dorf (und der angrenzenden Stadt) gespendet, damit er schon mal anfangen kann, ein neues Haus zu bauen. Das haben alle Spender als ihre Verantwortung gesehen.
Für mich persönlich fühlt es sich so an, als würde es sich für dich wie ein ,,Unterdrücken" anfühlen, den Dorfregeln nachzugeben, obwohl es dir da auch keiner einfach macht, als Neue/r aufgenommen zu werden usw. So ein kindliches Fußaufstapfen mit ,,aber die anderen sind auch nicht lieb zu mir, wieso soll ich dann lieber sein, als die!" Tut mir leid, falls ich dich damit verärgern sollte.



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 12:55
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
So ein kindliches Fußaufstapfen mit ,,aber die anderen sind auch nicht lieb zu mir, wieso soll ich dann lieber sein, als die!
Nein ich bin einfach anders sozialisiert. Wie Du sagst mitten in der Großstadt gelten andere Regeln. Mir kommt das hier halt oft überzogen und unsinnig vor. Es ist das staunen, das man sich so an unwichtigen Kleinigkeiten hochziehen kann. Mich interessiert es einfach nicht ob 5 Häuser weiter der Garten nicht akkurat gepflegt ist ( die haben halt anderes zu tun na und?) Mich Interessiert auch nicht wenn der vom andren Ende der Strasse keine Lust hat mich zu Grüßen warum sollte er auch wir kennen uns nicht. Wenn sich ein Gespräch ergibt Unterhalte ich mich mit Nachbarn und wenn nicht dann nicht. Ich finde es total Ok so :D
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
Tut mir leid, falls ich dich damit verärgern sollte.
Nein Alles gut



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 13:07
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
Ich finde es total Ok so :D
Kannst du ihnen das nicht auch so ähnlich frei, fröhlich und ungezwungen vermitteln?
Ob der Garten nicht ausreichend gepflegt ist, wäre mir ehrlich gesagt auch egal. Es sind generell diese inhaltslosen Konversationen, die ich für irgendwie den benötigten Atem bedingt wert halte, aber in der Stadt gibt es die eigentlich auch oft. Auch häufig über Oberflächlichkeiten, die der Rede nur bedingt wert wären. Die meisten Menschen haben's nötig. Kein Wunder, dass Bücher Mitmenschen so gut ersetzen können, Sinnlosigkeiten werden für gewöhnlich nicht veröffentlicht. Außer mancher Leute Biographie usw. :D Aber die muss man dann nicht lesen, wohingegen Menschen einfach weiter reden.
Zitat von Missesfee
Missesfee
schrieb:
Nein Alles gut
Ah, okay, gut zu wissen =)



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 14:26
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
Ansonsten versuche ich einfach, dieses Wirrwarr zu verstehen.
Ich glaube das kann man nicht. Viele Verhaltensweisen lassen sich für einen Menschen der "anders" ist gar nicht nachvollziehen. Ich suche meist die Logik hinter den Dingen. Oder ich versuche es nachzuempfinden was sie dazu bewegt, das Ergebis ist oft gleich: ein dickes Fragezeichen.
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
Einseitig, denn umgekehrt findet das fast nie statt.
Dann ist es ihnen die Mühe nicht wert denn du hast recht:
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
haben, dich abzukanzeln, geht es ihnen bloß darum, sich gegenseitig die eigene Identität zu bestätigen. Manche Leute haben das unglaublich nötig, sich zu sagen, sie hätten die und diese Identität (womöglich halten sie es sogar für Eigenantrieb). Dann gehen sie besonders aggressiv gegen andere vor, die das Weltbild stören könnten, denn dann müssten sie vor sich selbst eingestehen, dass ihr Turm wackelt und fast zusammenfällt, sie stabilisieren ihn durch aggressive Akte gegen das, was nicht so schwarz-weiß sein will, wie sie es brauchen. So was erlebt man auch ganz oft bei Leuten, die religiösen oder starken Glaubens sind, das ist dann ihre Identität. Gnade dir ihr Gott, du tastest das an.
Die leben vom Selbstbeschiss und zehren anscheinend davon anders klein und wertlos zu reden. Auch sowas was ich nicht verstehen oder nachvollziehen kann.
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
Das Käseblatt auszutragen, ist zwar ausbeuterisch schlecht bezahlt, aber eine sehr tolle Bewegung. Extrem früh morgens, aber das kann auch schön sein, mit den Vögeln, den wenigen Menschen usw., oder?

Nein nicht früh morgens, sondern 2 mal in der Woche. Ansonsten arbeite ich eben im Café.
Ich hab den Zeitungsjob angenommen damit meine Großen sich ihr Taschengeld aufbessern können, der Große hat einen eigenen Vertrag und macht seine kleine Tour auch alleine und der kleinere darf noch nicht selbstständig austragen, von daher laufen wir zusammen und teilen das Geld.
Sie lernen so, dass man für größere Wünsche und Sparziele was tun muss. Mich hat es damals sehr geprägt und einen positiven Effekt gehabt.
Leider beziehe ich ergänzend H4 aber durch die Zeitungsjobs usw versuche ich eben ein H4 2.0 bei meinen Kindern zu verhindern. Stolz bin ich nicht auf meine Situation, aber ich versuche das beste draus zu machen und dass meine Kids später auf ihren Beinen stehen können, ohne Stütze vom Staat.
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
Als Asperger-Autist verstehe ich das, gut sogar, der Rhythmus von Leuten erschließt sich mir nicht, aber ich für mich denke, dass Bücher adäquater Menschenersatz sind. Und Haustiere. Und Pflanzen. Und Hobbys.
Hobby :D Natur, ⚜, und alles was sich noch so entdecken lässt, alles ist mir lieber als diese Veranstaltungen usw. Man lernt alleine mit sich glücklich zu sein wenn man sich selber (und wenn es nur in kleinen Schritten ist) verstehen lernt. Das Leben entdeckt man neu, doch dies Wirrwarr bleibt unverändert unverständlich, bzw fällt es mir heute noch stärker auf, wie unlogisch solche Verhaltensweisen sind...
Zitat von PVC-Frei
PVC-Frei
schrieb:
Wenn du z. B. unter Depressionen o. anderem leidest, wie du ja durch Arztbesuche angedeutet hast, ist das doch ein völlig neues Blatt.
Bin noch im Diagnostikverfahren was das Gesamtpaket angeht. ADHS bringt oft seine Freunde mit, wie soziale Phobien, Folgen aus der unbehandelten "Störung" sowie gesellschaftliche Defizite usw. Bin eigentlich über jeden positiven Schritt froh und dankbar, Menschen die es ehrlich mit einem gut meinen gibt es ja zum Glück :lv:
Heute Morgen hab ich mich mit der Mama von dem Freund meines Sohnes unterhalten, ungezwungen aber herzlich, und solche Momente tun dann echt gut :)
Man spürt deutliche Unterschiede.



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Menschen, die nicht grüßen

22.10.2019 um 18:37
Zitat von Glaziola
Glaziola
schrieb:
Ich glaube das kann man nicht. Viele Verhaltensweisen lassen sich für einen Menschen der "anders" ist gar nicht nachvollziehen. Ich suche meist die Logik hinter den Dingen. Oder ich versuche es nachzuempfinden was sie dazu bewegt, das Ergebis ist oft gleich: ein dickes Fragezeichen.
Weiß nicht, es gibt ja schon sehr viel psychologische Literatur, die einem hilft, das Miteinander besser zu verstehen, zumindest im Nachhinein. Liest du manchmal welche?
Zitat von Glaziola
Glaziola
schrieb:
PVC-Frei schrieb:
Einseitig, denn umgekehrt findet das fast nie statt.
Dann ist es ihnen die Mühe nicht wert denn du hast recht:
Ich weiß nicht, ob es die Mühe ist, die es ihnen nicht wert wäre oder anderes, ich glaube, das Verständnis fehlt in vielen Fällen - also, tatsächlich auch die Fähigkeit zu verstehen, dass es anders sein kann und trotzdem damit auf seine Art eben ,,normal". Mittlerweile sage ich sogar manchmal im Vorfeld, Asperger zu sein und trotzdem kommen Leute dann sehr gereizt im Umgang mit mir daher, weil sie Dinge missverstehen, ihre Interpretation aber nicht in Frage stellen. Wenn ich es merke und in der Verfassung dafür bin, spreche ich das sogar direkt an und oft sind die Leute hinterher dann recht nett. Das Ding ist, wenn 99 Leute normal sind und du als einer dann daherkommst und anders bist, ist das eben total unerwartet und das in alles Sinn interpretierende Gehirn fängt dann erst mal mit anderen Gründen an, weshalb du so bist. Oft sind das dann sehr negative Gründe und falls das Gegenüber nicht darüber hinausdenken kann, was zugegeben schmerzhaft viele sind, liegt es eben an einem selbst - falls man das kann oder möchte - kurz was zu sagen. Und ja, auch ich bin manchmal deshalb bodenlos frustriert, deprimiert, resigniert usw. Aber na ja, das Konzept der Fairness gehört in Märchen, so ist es eben. Mit Glück kann man sich ein eigenes Umfeld aufbauen, eignen Sinn finden, Hobbys pflegen, Ärger loslassen.
Zitat von Glaziola
Glaziola
schrieb:
Die leben vom Selbstbeschiss und zehren anscheinend davon anders klein und wertlos zu reden. Auch sowas was ich nicht verstehen oder nachvollziehen kann.
https://www.spektrum.de/news/lebensmuede-menschen-sprechen-in-absolutismen/1568192
Hmm, jeder geht auf seine Art mit seinen seelischen Wunden um, reflektieren und auch sich selbst zu hinterfragen benötigt glaube ich ein gewisses Maß an Größe und aktivem Intellekt. Ich bin auch oft unglücklich mit diesen vorhersehbaren, teils sogar durchschaubaren, aber nicht wirklich änderbaren Verhaltensmustern, aber ich sag mir dann ,,Du willst sie ja nicht heiraten, lebe und lasse leben." Aber ich verstehe eigentlich gut, weshalb manche Leute Amok laufen (damit meine ich auch, dass manche sich einfach gern super doll bemitleiden, also viel Schuld auch bei ihnen selbst liegen kann usw.). Na ja. Fürs Erste denke ich, Höflichkeit und Anstand sollten es erst mal sein, am Ende des Tages muss man ansonsten erst mal vor sich selbst bestehen. Aber das Wichtigste ist für mich, ob man sich nun grüßt oder nicht, dass man erst mal freundlich und mit gewissem Grundrespekt miteinander umgeht und andere nicht grundlos auszugrenzen versucht, man selbst will ja auch nicht so behandelt werden.



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