seli schrieb:In Deutschland gibt es fast 500000 Jäger, mir wäre da unbehaglich irgendwo spazieren zu gehen wo eine Meute von Leuten, die womöglich ein Tier erst für Bilder angelockt und dann durch SMS die Jagd darauf eröffnet haben.
Dein Schreiben ist nicht fundiert, du scheinst nicht die geringste Ahnung über das Jagdrecht in Deutschland zu haben, auch nicht, wie Jagd organisiert ist.
Kleine Nachhilfestunde
-das Jagdrecht liegt auf der Fläche, Jagdbezirke werden entweder von den Jagdgenossenschaften oder von den Flächenbesitzern verwaltet, das sind Eigenjagden.
-Eigenjagden können ab, ist von Bundesland zu Bundesland etwas unterschiedlich, 75 ha jagdlich zusammenhängender Fläche vom Landkreis, als untere Jagdbehörde, geschaffen werden.
-das Jagdrecht wird oftmals an Jagdpächter verpachtet, die dann die Jagd ausüben dürfen, aber nur in dem Revier
-Kontrollinstanz sind die Landkreise
-es gibt Abschusspläne, die von den Landkreisen überwacht werden
-Waffenumgang und Lagerung wird regelmäßig vor Ort von der unteren Jagdbehörde ohne Anmeldung vor Ort durchgeführt, wer die Kontroleure nicht in sein Haus lässt, kann am nächsten Tag gleich seinen Jagschein abgeben
-man darf die Jagd nur Betreiben, wenn man einen zeitlich begrenzten Jagdschein gelöst hat, damit kontroliert die Behörde das Vorhandensein einer Jagdhaftpflichtversicherung
-an Gesellschaftsjagden darf man nur mit einem aktuellem Schießnachweis teilnehmen
-jeder Jagdscheinbesitzer, der eine Waffe hat, wird regelmäßig alle 3 Jahre überprüft, Nachfrage des Landkreises beim Zoll, Bundespolizei, Verfassungsschutz, Polizei, dem zentralen staatsanwaltschaftlichen Zentralregisters und dem Bundeszentralregister
-Verfehlungenin anderen Lebensbereich können zusätzlich mit dem Entzug des Jagdscheins snktioniert werden
diese Liste ist nicht abschließend
Jagdvergehen können sehr schnell als Wilderei ausgelegt werden, ein Vorwurf, der harte Strafen nach sich ziehen kann.
So darf man nicht so einfach in einem fremden Revier ein Tier, dass bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde, von seinem Leid erlösen, auch wenn man zufällig seine Waffe dabei hat....
Meine Persönliche Erfahrung als Vorsitzender einer Jagdgenossnschaft und Jagdscheininhaber ist, dass ich keine andere Gruppe in der Gesellschaft kenne, die Gesetze so gut befolgt, bedingt durch die hohe Strafandrohung als auch durch die soziale Ächtung bei Fehlverhalten in Jägerkreisen.
seli schrieb:Du wirst doch Jagdunfälle nicht abstreiten wollen
Natürlich gibt es Jagdunfälle, aber es gibt auch bei der Polizei und der Bundeswehr Unfälle mit Waffen, leider lässt sich so etwas nie ganz vermeiden, Menschen machen Fehler, aber eben nicht aus einer Rambomanier heraus.
Was ich sagen will, ich finde deine Einstellungen und Unterstellungen ziemlich substanzlos, erst schlauch machen, dann eine Meinung hinausposaunen.
Der GW2672m wurde zum begehrten Film- und Fotomotiv.
So was ist bei uns im Dorf nicht mehr notwendig, das kursieren alle paar Wochen aktuelle Bilder von Wolfssichtungen in Dorfnähe.