Reineke schrieb:Ich weiß, was Du meinst, nur irgendwann will man sich ja auch mal beim Partner ganz fallen lassen können, Vertrauen aufbauen, sensible und intime Dinge preisgeben etc. - wie soll das denn bitte funktionieren, wenn ich ständig damit rechnen muss, dass der/die Andere mich morgen wie eine heiße Kartoffel fallen lässt, weil er/sie auf Tinder noch was besseres gefunden hat!? Ich rede nicht davon, schon beim ersten Date das Zusammenziehen, Heiraten und Kinderkriegen durchzusprechen, aber irgendwann in der Kennenlernphase ist nun mal ein Punkt erreicht, wo man verbindlich werden und sich komplett auf die andere Person einlassen muss.
Hier sind viele verschiedene Punkte zusammen verwurstet, meiner Meinung nach.
Zum einen das Thema, wer auf Tinder/Hinge/Bumble oder sonstwo ist, löscht ggf nicht gleich das eigene Profil, nach einem Treffen, ggf. auch nach zwei drei, positiven Treffen. Wie geht man damit um? Man kann das ja schlecht vom anderen verlangen, finde ich. Einer muss quasi den Move machen und das eigene Profil löschen, oder beide sprechen sich irgendwann dazu ab. Bis dahin ist alles in der Schwebe und das ist ein kalkuliertes Risiko, oder Spassfaktor, je nachdem wie man es sieht. Ich fände es echt schlimm, wenn jemand mich dazu drängen wuerde, mein Profil zu löschen, in einer frühen Kennenlernphase.
Wann ist der Punkt erreicht? Wieso wird jede unmatched, die sich nicht sofort auf Dich stuerzst, bzw. stürzen kann? Eine Woche finde ich sehr wenig Zeit, wenn man ansonsten viel zu tun hat. Klar ist es schoener, sich direkt zu treffen, aber etwas Ausdauer und Geduld schaut auch gut aus.
Reineke schrieb:Stichwort Bindungsangst.
Sowas wird doch erst etwas klar, wenn man sich mal etwas besser kennengelernt hat, oder? Wenn man sich gegenseitig sympathisch findet und dann vielleicht die ersten Gedanken aufkommen, wie geht es weiter? Möchte einer, oder beide exklusiv sein? Glaube nicht, dass man das noch vor einem Treffen sowas als Ferndiagnose Leuten andichten kann..?