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Vitamin D einnehmen

408 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gesundheit, Vitamine, Vitamin D ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vitamin D einnehmen

gestern um 10:47
Zitat von krungtkrungt schrieb:Tja! Und wo ist hier die Bezugnahme auf das Körpergewicht und die Messung des D3-Spiegels im Blut.
Es sind halt meiner Meinung "haftungsfrei" Minimalempfehlungen!
Du sprichst genau einen Punkt an, auf den ich jetzt auch hinauswollte. Haben wir überhaupt schon richtig den Sachverhalt geklärt? Eine Tagesdosis zu empfehlen, ist offensichtlich unzulänglich. Ich habe mir nochmal ein paar Dinge zurechtgelegt, die vielleicht manchmal durcheinandergeraten (das mit dem ng/ml vs. nmol/l ist auch so eine Sache, wo man höllisch aufpassen muss. Meine eingeblendeten Werte waren ng/ml um das noch mal klar festzuhalten). Das ist gerade die Sache mit Referenzwert vs. Zielwert. Ersterer gibt an, wie viel ein durchschnittlicher Mensch täglich zu sich nehmen sollte, um einen Mangel zu vermeiden. Das stammt von offiziellen Institutionen wie der DGE oder der EFSA und basiert auf Studien, die untersuchen, welche Zufuhrmenge notwendig ist, um bei möglichst vielen Menschen einen Serumwert zu erreichen, der als ausreichend vora ellem ür die Knochengesundheit gilt – meist etwas ab ca. 20 ng/ml (50 nmol/l).

Die zugrundeliegenden Daten stammen aus großen Bevölkerungsstudien, etwa der DEGS-Studie des Robert Koch-Instituts, und berücksichtigen dann eben keine individuellen Unterschiede wie Körpergewicht, genetische Faktoren, Lebensstil oder tatsächliche Sonnenexposition. Die DGE legt ihre Empfehlung ausdrücklich unter der Annahme fest, dass keine körpereigene Vitamin-D-Produktion stattfindet – etwa bei fehlender UVB-Strahlung im Winter oder bei eingeschränkter Aufenthaltsdauer im Freien. Diese methodische Entscheidung soll also eine sichere Mindestversorgung gewährleisten, führt aber dazu, dass die Referenzwerte nicht auf die tatsächlichen Lebensgewohnheiten abgestimmt sind.
„Der Referenzwert für eine angemessene Vitamin-D-Zufuhr gilt nur bei fehlender Eigenproduktion und beträgt 20 Mikrogramm pro Tag. […] Bei häufiger Sonnenbestrahlung kann die gewünschte Vitamin-D-Versorgung ohne die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats erreicht werden.“
Quelle: DGE – Vitamin D Referenzwerte A
Quelle: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/

Dem gegenüber steht der sogenannte Zielwert. Dabei handelt es sich nicht um eine tägliche Zufuhrmenge, sondern um einen konkreten Blutwert – meist gemessen als 25-Hydroxyvitamin D im Serum, was ich gerade am eigenen Beispiel gezeigthabe. Der Zielwert orientiert sich an dem, was für eine optimale Funktion des Körpers sinnvoll erscheint, etwa für das Immunsystem, die Stimmungslage oder die Prävention chronischer Erkrankungen etc. pp. Da gibt es halt Aussagen von Experten, die Werte ab etwa 50 ng/ml für wünschenswert haltebn, manche gehen auch höher. Das kommt aus der Forschung und ist noch nicht das, was wohl mit "VitaminD-Gurus" gemeint ist; die Grenze zur Alternativ"medizin" ist da irgwndwo fließend.

Während Referenzwerte also eine Mindestversorgung sicherstellen sollen, geht es beim Zielwert um eine individuell angepasste, funktional sinnvolle Versorgung, wie auch immer man meint, die in welchen Serumwerten wiederzufinden. Wer seinen Vitamin-D-Spiegel kennt, kann die tägliche Zufuhr möglicherweise gezielt steuern – abhängig vom aktuellen Status und dem angestrebten Ziel. Meine Aussage wsar immer: "Nix genaues weiß man nicht". Was genau diesen Punkt betrifft. Dass man weiß, wie man zu wlechem Zielwert kommt, habe ich ja nie angezweifelt. Aber das ist auch noch komplex.


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Vitamin D einnehmen

gestern um 10:58
Ja gut und individuell eingestellter (und gemessener) D3 Blutwert und 30 Cooperpunkte pro Woche. Dann wäre jeder auf einem guten "Weg".


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Vitamin D einnehmen

gestern um 21:05
Canada empfiehlt fuer Erwachsene ebenfalls eine Einnahme von 400 IE ueber Lebensmittel (in Canada stehen wie Finnland mit Vit D angereicherte Lebensmittel zur Verfuegung) bzw. ueber Nahrungsergaenzungsmittel:
Für Menschen zwischen 2 und 50 Jahren wird eine tägliche Vitamin-D-Nahrungsergänzung empfohlen. Dies bedeutet, Vitamin-D-haltige Lebensmittel in die tägliche Ernährung aufzunehmen oder täglich ein Vitamin-D-haltiges Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Werden Vitamin D-haltige Lebensmittel nicht täglich verzehrt, ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit 400 IE (10 µg) Vitamin D sinnvoll.

Erwachsenen ab 51 Jahren sollte empfohlen werden, täglich 400 IE (10 µg) Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Dies wird empfohlen, um den Vitamin-D-Status (Blutspiegel) in einer Lebensphase zu unterstützen, in der die Wahrscheinlichkeit eines Knochenschwunds zunimmt.
Erwachsene ab 51 Jahren können im Rahmen einer gesunden Ernährungsweise weiterhin dazu angehalten werden, Vitamin D-haltige Lebensmittel zu sich zu nehmen.
Quelle:
https://food-guide.canada.ca/en/applying-guidelines/advice-vitamin-mineral-supplementation/

Canada - wie auch die USA - haben eine Recommended Dietary Allowances (RDAs) von 600 IE pro Tag festgelegt.

RDA bedeutet (in google chrome Uebersetzung):
Empfohlene Tagesdosis (RDA)
Die empfohlene Tagesdosis (RDA) ist die durchschnittliche tägliche Nahrungsaufnahme, die ausreicht, um den Nährstoffbedarf fast aller Personen (97 bis 98 Prozent) in einer bestimmten Lebensphase und Geschlechtsgruppe zu decken.
Quelle:
Quelle: https://www.canada.ca/en/health-canada/services/food-nutrition/healthy-eating/dietary-reference-intakes/tables/reference-values-vitamins.html

Die RDA ('Tagesdosis') so zu verstehen, dass damit der taegliche Bedarf gedeckt wird - aber nicht um einen bestehenden Mangel auszugleichen.
Siehe dazu die Def. in Wikipedia:
Die genannten Mengen sind auch nicht dafür vorgesehen, zur Neige gegangene Körpervorräte wieder aufzufüllen
Quelle:
Wikipedia: Recommended Daily Allowance


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Vitamin D einnehmen

gestern um 22:11
Zitat von krungtkrungt schrieb:Tja! Und wo ist hier die Bezugnahme auf das Körpergewicht und die Messung des D3-Spiegels im Blut.
Es sind halt meiner Meinung "haftungsfrei" Minimalempfehlungen!
Nein - es sind definitiv keine Minimalempfehlungen.

Denn die Empfehlungen gehen zurueck auf die RDA.
Und die RDA wird angegeben fuer eine best Personengruppe (hier: 600 IE fuer gesunde Erwachsene bis 70 Jahre). D.h. fuer 97.5 % dieser Personengruppe trifft zu, dass ihr taeglicher Bedarf an Vitamin D mit einer Einnahme von 600 IE abgedeckt (erfuellt bzw. uebererfuellt ist). Fuer 2,5 % trifft zu, dass sie mehr als 600 IE einnehmen muessten, um ihren taeglichen Bedarf zu decken.

Und diese RDA berechnet sich aus dem EAR, der wie folgt definiert ist
Die EAR ist die durchschnittliche tägliche Nährstoffaufnahme, die den Nährstoffbedarf der Hälfte aller gesunden Personen einer Lebensphase oder Geschlechtsgruppe deckt.
und der auf tatsaechlichen Daten beruht.
Und ja, es ist ein Schaetzwert - um diese Daten zu erheben, kann man ja nicht alle Personen dieser Personengruppe erheben.
Die Schätzung der empfohlenen Tagesdosis (RDA) ergibt einen Wert, der über dem Bedarf von etwa 97,5 Prozent der Bevölkerung liegt. Die RDA übersteigt somit den Bedarf fast aller Personen dieser Altersgruppe.
Quelle:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK56072/
Zitat von NemonNemon schrieb:Dem gegenüber steht der sogenannte Zielwert. Dabei handelt es sich nicht um eine tägliche Zufuhrmenge, sondern um einen konkreten Blutwert – meist gemessen als 25-Hydroxyvitamin D im Serum, was ich gerade am eigenen Beispiel gezeigthabe.
Jein.
Dein konkreter Blutwert, also der tatsaechlich gemessene Wert, sollte im gewuenschten Referenzbereich (Zielwert') liegen.


Und die Referenzbereiche definiert das RKI wie folgt:
Zur Beurteilung von 25(OH)D-Serumwerten können verschiedene Referenzwerte herangezogen werden. Das Robert Koch-Institut verwendet die international häufig genutzte Klassifikation des US-amerikanischen Institute of Medicine (IOM, heute National Academy of Medicine), die sich auf die Knochengesundheit bezieht und 25(OH)D-Serumwerte wie folgt einteilt:[Quote/]


Und hier die Tabelle (leider hat Copy+Paste das Format zerschossen):
25(OH)D
in nmol/L. Interpretation
<30 Mangelhafte Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Rachitis, Osteomalazie und Osteoporose.
30-<50 Suboptimale Versorgung mit möglichen Folgen für die Knochengesundheit.
50 -<75 Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit.
75-<125 Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit ohne weiteren Zusatznutzen für die Gesundheit.
≥125 Mögliche Überversorgung, die für den Körper negative gesundheitliche Folgen haben kann, zum Beispiel Hyperkalzämien, die zu Herzrhythmusstörungen oder Nierensteinen führen können.
Quelle:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html#entry_16871798

@Nemon:
Du hast mit der Vit D Supplementierung ja den gewueschten Referenzbereich/Zielwert erreicht - daher wuerde es doch ab jetzt ausreichen, nur noch den Tagesbedarf zuzufuehren (eine erhoehte Vit D Zufuhr zum Ausgleich bestehender Defizite brauchst Du ja nicht mehr).
Sprich, den Empfehlungen von z.B. Canada, UK, Polen oder Finnland folgen (Deutschland nennt ja leider keine konkrete Dosis).



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Vitamin D einnehmen

gestern um 23:09
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Und hier die Tabelle (leider hat Copy+Paste das Format zerschossen):
25(OH)D
in nmol/L. Interpretation
<30 Mangelhafte Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Rachitis, Osteomalazie und Osteoporose.
30-<50 Suboptimale Versorgung mit möglichen Folgen für die Knochengesundheit.
50 -<75 Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit.
75-<125 Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit ohne weiteren Zusatznutzen für die Gesundheit.
≥125 Mögliche Überversorgung, die für den Körper negative gesundheitliche Folgen haben kann, zum Beispiel Hyperkalzämien, die zu Herzrhythmusstörungen oder Nierensteinen führen können.
Na also! Und diese Werte müssen halt erreicht werden und im Blut gemessen werde. Ganz einfach. Kein Hexenwerk und keine Wissenschaft. Jetzt noch 30 Cooperpunkte pro Woche und die Chance auf ein langes gesundes Leben ist stark erhöht.


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Vitamin D einnehmen

gestern um 23:37
Zitat von krungtkrungt schrieb:Ganz einfach. Kein Hexenwerk und keine Wissenschaft
Fuer mehr als die Haelfte aller Erwachsenen im Alter von 18 - 79 Jahren in Dtl. wohl doch nicht so einfach. Denn
56,0 %
erreichen nur
Serumwerten unter 50 nmol/l ....(d.h. mangelhafte und suboptimale) Werte .... Mit dieser Kategorie kann eine Aussage darüber getroffen werden, wie viele Personen das präventive Potenzial für die Knochengesundheit nicht ausschöpfen:
Quelle:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html#entry_16871798

Es ist schon ein Armutszeugnis, dass mehr als die Haelfte der Erwachsenen (und fuer Kinder und Jugendliche) die Aussage gilt, dass sie das praeventive Potential fuer ihre Knochengesundheit nicht ausschopefen.

Irgendwie fehlt es an Beratung und Aufklaerung - durch Aerzte, Apotheker, Ernaehrungsberater - wenn auch immer.
Und an konkreteren Empfehlungen auch an die 'gesunden Erwachsenen' hinsichtlich Supplementierung - andere Laender sind da dtl. besser als die Deutsche Gesellschaft fuer Ernaehrung, die sich im wesentlichen darauf beschraenkt, eine laengere Sonnenexposition in den Sommermonaten zu empfehlen.....


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Vitamin D einnehmen

um 00:38
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Fuer mehr als die Haelfte aller Erwachsenen im Alter von 18 - 79 Jahren in Dtl. wohl doch nicht so einfach.
Es gibt doch massenweise Vitamin D3 Tabletten. Nicht mal teuer. Wo ist das Problem? Man muß halt messen! das wollen die meisten icht bezahlen. Da liegt meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer. Aber ansonsten? Kein Problem.


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Vitamin D einnehmen

um 00:46
Zitat von krungtkrungt schrieb:Man muß halt messen!
In den meisten Faellen kann man ja schon mit dem supplementieren anfangen (auch ohne zu messen), denn in den allermeisten Faellen (gut 50%) sind die Werte eh zu niedrig.....ich finde die 400 IE, die von einigen Laendern empfohlen werden, sehr sinnvoll.
Es ist nicht zu viel, als dass man in kritische Werte kommen koennte und definitiv besser als nichts.


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