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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

192 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gesellschaft, Ich, Andere ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 07:23
Zitat von DoorsDoors schrieb:Warum liest sich für mich dieser Eröffnungsbeitrag eigentlich so, als hätte "Bernd" Höcke eine neue Version der Sims programmiert? Vive le cliché!
Wie hier alle auf den TE für seine eigene Meinung einhacken. Ich für meinen Teil kann alles aus dem Eingangspost von @lone1 nachvollziehen, und empfinde auch genau so. Auch das muss und sollte man akzeptieren.

Die aktuelle Gesellschaft, einerseits links-grün naiv verblendet und andererseits über Leichen gehend, macht mir Angst. Auch in meinem Wohnort Berlins wurde schon eine Frau die Bahnhofstreppe hinabgestoßen, weil Weißbrot. Dann werden Rettungsgassen versperrt, Einsatzkräfte gedemütigt, geschlagen und behindert, sowie auf vermeintlich grüne Energie gesetzt, welche Vögel zerhäkselt (Windkrafträder) und zu noch mehr Umweltbelastungen führt (Elektroautobatterien)... und und und. Mir kommt diese Gesellschaft, in welcher es keine Einheit mehr gibt, so vor wie der sinnbildliche Berliner Flughafen. Es wird ewig daran herum gebaut, kostet täglich Mio, ist unter'm Strich aber ne riesen Katastrophe.

Die Folge: immer mehr Menschen, die psychisch und körperlich erkranken und bisweilen an dieser Gesellschaft kaputt gehen.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 09:01
Das ist alles so gewollt, es ist erwiesen, dass der Mensch sich gerne in kleineren bis mittelgroßen Gemeinschaften unter seinesgleichen aufhält, was glaubt ihr denn woher dieser "Hass" selbst zwischen Bundesländern des gleichen Staates kommt? Ihr Deutschen habt noch immer was gegen "Die Ossis" und die Ossis neiden den Wessies ihre bessere Lebensqualität. Die Bayern kann kaum Jemand leiden, da tuts dann immer ein wenig weh, wenn man immer wieder die Bayern im Fußball, dem deutschen Volkssport regieren sehen muss. Hier in Österreich macht das eine Bundesland über das andere Witze, und zwar die gleichen wie das andere, man tauscht nur die Bundesländer aus und alle lachen.

Der Mensch ist in kleineren Gemeinschaften vereint und die Personen in diesen ähneln sich aufgrund Anpassungen bewusst wie unterbewusst. Großstädte bringen die größte Gefahr der Vereinsamung und vielleicht auch Radikalisierung("ich bin auf mich allein gestellt, Auge um Auge") mit sich. Allein unter Millionen Menschen so zu sagen. Natürlich kann man auch hier und eigentlich speziell hier aufgrund der Menschenmasse Gleichgesinnte finden aber das fällt introvertierteren Menschen sehr schwer, denn diese brauchen deutlich länger Vertrauen zu entwickeln.

Um etwas umzuschwenken: Ich denke es ist ein offenes Geheimnis, dass das Ziel der vielen Zuwanderer das Schwächen des sowieso schon angeknacksten Gemeinschaftsgefühles ist, es ist verdammt schwer sich jemandem anzunähern, der nicht einmal die selbe Sprache spricht und dann kommen noch Vorurteile ins Spiel. Die Flüchtlinge flüchten vor einem Leben in Armut, in Länder des Wohlstands, in der Hoffnung hier ihr Glück zu finden und ein Stück vom Kuchen abzubekommen, setzen ihr Leben und ihr Erspartes aufs Spiel um in dieses gelobte Land zu kommen.

Was sie aber langfristig finden werden ist Unglück, unsere Gesellschaft hat sich immer mehr vom wesentlichen entfernt und auch das prangert der TE hier an, wir waren mal eine Gemeinschaft, lebten in kleineren Dörfern, der Mensch kannte sein Gegenüber, das brachte Sicherheit, Geborgenheit, Vertrautheit. Heute kennt keiner den Nächsten, die Leute vergraben ihre Aufmerksamkeit in Smartphones und streifen als Smombies durch die Städte, wenn sie nicht gerade auf Escootern sich selbst und die Allgemeinheit gefährden.

Der Mensch ist eine Perversion seiner selbst geworden und hat keinen Halt mehr im Leben, wahre Freunde werden an den Likes fürs Mittagessen herausgefiltert und am Ende steht man doch alleine da, wenn einmal Not am Mann ist, denn am Ende ist jeder nur noch ein Einzelkämpfer.

Diese Mentalität spiegelt sich auch im Kapitalismus wieder, der Mensch zählt schon lange nicht mehr, er ist Mittel zum Zweck und wird bestenfalls als Ressource betrachtet, eine die Müll verkauft, produziert oder kauft, in der Hoffnung ein Stück vom Glück zu erhalten, doch der Seelenfrieden kann nicht erkauft werden, egal was einem die Werbung suggeriert...


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 09:23
Zitat von FinalistFinalist schrieb:Diese Mentalität spiegelt sich auch im Kapitalismus wieder, der Mensch zählt schon lange nicht mehr, er ist Mittel zum Zweck und wird bestenfalls als Ressource betrachtet, eine die Müll verkauft, produziert oder kauft, in der Hoffnung ein Stück vom Glück zu erhalten, doch der Seelenfrieden kann nicht erkauft werden, egal was einem die Werbung suggeriert...
So wahr! Danke.

Ich denke, eines der vielen Probleme der heutigen Gesellschaft besteht darin, sich permanent Bestätigung von Außen holen zu müssen.
Man definiert sich über die angesagteste Mode, Produkte, die "Influencer" anpreisen und darüber, wie viele Likes das Profilbild oder das Bild vom neusten Low Carb Essen bringen. Würde das alles von heute auf morgen wegfallen, sehe es in einigen Menschen ganz schön düster aus.
Aber wir leben nun mal in einer Welt, in der es mehr Geld bringt bei Youtube in die Kamera zu blubbern als tatsächlich etwas für das soziale Miteinander zu tun.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 09:38
Leider habe ich jetzt schon zu lange nicht mehr auf die zwischenzeitlich eingegangenen Beiträge geantwortet. An der Stelle aber Danke dafür. Besonders an @goldwolke für den Beitrag auf Seite 1.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Kurz: Unsere Freibier Politik (Sozialstaat) hat enorme Vorteile für uns alle. Auch wenn der Sozialstaat eine Menge kostet, so sind die Kosten das allemal wert.
Warst du denn schon mal in den USA? Zu glauben, dass es dort kein sozialstaatliches System und nur Oben und Unten gibt, zeugt nicht gerade davon. Der Sozialstaat in Deutschland degradiert Erwachsene zu kleinen Kindern und raubt ihnen ihre Mündigkeit und Eigenverantwortung. Dahinter verbirgt sich ganz sicher kein positives Menschenbild. Die Umverteilungspolitik dahinter ist auch ganz sicher nicht gerecht, weil Leistung besteuert und Leistungsempfang belohnt wird. Mein Motto hier ist einfach: Was ich für die Armen tun kann, ist nicht zu ihnen zu gehören. Ansonsten würde ich gerne mal gefragt werden, ehe man mir die Hälfte meines Einkommens wegnimmt. Es ist ja im Gegenzug nicht einmal mehr so, dass der Staat meine Sicherheit garantieren kann, weil er sich um alles Mögliche kümmert und dabei die Erfüllung von grundsätzlichen Aufgaben zu kurz kommt. Ich kann gut und gerne auf diesen Paternalismus verzichten.

Dafür hätte ich gerne ein liberales Waffenrecht um all die Abhängigen fern zu halten, wenn in der nächsten Krise der Sozialstaat kollabiert und die auf Plünderungen gehen. :)


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 09:43
Zitat von goldwolkegoldwolke schrieb:Ich denke, eines der vielen Probleme der heutigen Gesellschaft besteht darin, sich permanent Bestätigung von Außen holen zu müssen
Betrifft das nicht eher die jungen Leute?

Aber es ist was wahres dran, die antisozialen Medien haben uns nicht näher gebracht sondern immer weiter auseinander. Kinder verabreden sich nicht mehr zum Spielplatz sondern um online zu daddeln. Dem gänzlich entgegen zu wirken ist kaum möglich, außer man möchte einen Außenseiter groß ziehen. Man erreicht geistig zwar viel mehr Menschen auf allen möglichen Teilen der Erde, isolieren uns zeitgleich körperlich immer mehr.


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18.08.2019 um 10:05
Zitat von lone1lone1 schrieb:Der Sozialstaat in Deutschland degradiert Erwachsene zu kleinen Kindern und raubt ihnen ihre Mündigkeit und Eigenverantwortung
In dem Punkt möchte ich dir widersprechen. Ich finde den Grundgedanken eines Sozialstaates sehr gut, denn ein Schicksalsschlag kann jeden treffen und Menschen die fallen können aufgefangen werden. Es wird ja leider schon immer mehr abgebaut aber im Falle des Falles ist das Auffangnetz noch stabil genug. Das ist immerhin ein kleines Stück Gefühl von Gemeinschaft, auch wenn es Personen gibt die genau das ausnutzen - die gibt es immer. Es macht keinen Unterschied ob es automatisch abgezogen wird oder man sich selbst versichern muss, das Geld bleibt in beiden Fällen nicht im Topf und wartet auf dich, noch dazu können dir Privatversicherungen den Vertrag kündigen wenn du zu negativ wirst oder die Prämie wesentlich erhöhen.

Und wie mein Opa immer zu sagen pflegte: "es ist immernoch besser in der Position zu sein, Geld herborgen zu können als in der Position sich Geld leihen zu müssen."


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18.08.2019 um 10:34
@Eya

Ja, ich denke auch, dass die Kinder, die mit diesen Medien aufwachsen, mehr Schwierigkeiten haben werden. Ich habe noch eine Kindheit ohne Internet erleben dürfen. Meine Generation kann sich über andere Dinge definieren, ich habe mich vor ein paar Jahren von allem abgewendet, was mit den heutigen Medien zutun hat. Wenn die heutigen Kinder aber mit genau diesen Antisozialen Medien, wie du sie nennst, aufwachsen, ist es für mich schwer zu glauben, dass sie im Erwachsenenalter einen komplett anderen Weg einschlagen. Und genau das macht mir Angst, immer mehr Isolation, immer weniger soziales Miteinander.
Da kann man nur hoffen, dass man seinen Kindern ein gutes Mittelmaß mit auf den Weg geben kann, eben weil sie nicht als Außenseiter am Rand stehen sollen.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 10:47
Zitat von goldwolkegoldwolke schrieb:Und genau das macht mir Angst, immer mehr Isolation, immer weniger soziales Miteinander.
Ich denke das betrifft die Großstädte mehr als die ländlichen Gebiete. Ich war kürzlich wandern und habe als Pflasterkind mal die Natur am Land genossen und war erstaunt dass die Leute dort grüßen, alle und das einfach so auf Wanderwegen. Zugegeben es hat mir gefallen. In der Stadt grüßt mittlerweile kaum noch jemand, selbst unter Nachbarn nicht. Es funktioniert jedoch prima, wenn man aus einer Situation heraus Menschen anspricht und diese "Distanz" unterbricht. Vielleicht haben die Pflasterkinder (ich schließe mich mit ein) einfach vergessen offen mit Menschen umzugehen, weil sie die Anonymität zu sehr verinnerlicht haben.


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18.08.2019 um 11:29
@lone1
Ohne mal die ganzen anderen Antworten hier zu lesen - wozu auch? Ich verstehe dich nur zu gut, lone1.

Ich bin ebenfalls in einem sehr kleinen Dorf, bzw. einem Weiler aufgewachsen. Diese Kindheit war geradezu märchenhaft. Die große, weite Welt lernte ich erst viel später kennen.

Auch jetzt lebe ich noch in einer Kleinstadt und glücklicherweise ist das Land nur wenige Minuten entfernt.

Aber inzwischen bin ich gut auf der Welt herumgekommen und habe auch diverse deutsche Städte kennengelernt. In keiner davon möchte ich nicht mal tot über den Zaun hängen!

Gerade den Punkt mit dem Elend in den Städten, den du beschreibst, unterschreibe ich dir. Und noch viel mehr den Punkt mit den arroganten, bessergestellten Städtern, die sich für was besseres und weltoffeneres halten.

Neulich mal in Frankfurt gewesen; tja, ganz nett. Beeindruckende Hochhäuser. Und sonst? Leute, die an Hauswände Pissen und Junkies. Dazu gefühlt mehr Ausländer als Deutsche.

Und jetzt das obligatorische rechtfertigen: Habe nun für mehrere Jahre in der Betreuung von Flüchtlingen und Migranten gearbeitet. Ist schon abartig: In meinem Job 18-jährige Afrikaner betreuen und in Frankfurt gleichaltrige Jungs sehen, wie sie den ganzen Tag in der Seitengasse stehen, laut sind und mit Drogen dealen (das habe ich Landei erst kapiert, als mir meine Frau das erklärt hat, WARUM die da den ganzen Tag stehen).

Aber zurück zum Hauptthema: Gestern auf dem Land spazieren gegangen. Eine Kuh hat auf der Wiese gekalbt. Also gehe ich zum Bauernhaus und teile dies mit. Da wurde mir wieder sehr stark bewußt, wie schön es sein kann, wenn man aufeinander aufpasst, wenn jeder jeden kennt (ich weiß, DAS Argument wird von versnobten Städtern gerne als NEGATIVBEISPIEL genannt).

Aber SO haben wir letztlich für Jahrtausende gelebt. Man KANNTE sich. Man PASSTE aufeinander AUF.

Ich wohne nun in so einem hässlichen Mehrparteienblock. Wenn da so ein Assi-Nachbar sich zu Tode saufen sollte, könnte dies im Zweifelsfall erst Wochen später bemerkt werden. Das ist doch traurig.

UND KOMMT MIR NICHT damit, dass ICH ja kontaktfreudiger sein könnte oder sollte! Ich habe es mehrmals versucht - aber manche Zeitgenossen WOLLEN nicht mal einen oberflächlichen Kontakt.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 12:55
Ich bin innerhalb der Stadt vor kurzem umgezogen, in einen Stadtteil, der auf der einen Seite eher ländlich erscheint, mit Feldwegen und Wiesen und auf der anderen Seite Hochhäuser, aber eine sehr gute Anbindung in die Stadt. In unserem Haus grüßen sich alle, es kennen sich alle und uns wurde schon mehrmals Hilfe angeboten. Das find ich total toll, sehr selten in einer Großstadt.
Am Anfang wohnte ich in einem Stadtteil, der viele Sozialwohnungen hatte, dementsprechend viele Arbeitslose und Alkoholiker. Zu Ausbildungszeiten war ich aber froh, dass ich eine so günstige Wohnung hatte.
Ich habe nicht nur ein Mal die Polizei gerufen... Nun bin ich froh, dass ich da raus bin und mir eine schöne Wohnung im Grünen leisten kann.

@Eya

Auf jeden Fall. Ich war vor ein paar Wochen in meiner Heimat. Ländlicher geht es nicht. Ich habe viele Radtouren gemacht und wenn mir jemand entgegen kam, hat dieser meist auch freundlich gegrüßt. Manchmal kam man bei Pausen auch ins Gespräch. Durch die Anonymität in der Großstadt kommt einem das manchmal doch befremdlich vor ;) aber es ist toll- ich brauche diesen Kontrast.
Zitat von starkiller69starkiller69 schrieb:Aber SO haben wir letztlich für Jahrtausende gelebt. Man KANNTE sich. Man PASSTE aufeinander AUF.
Auch als Kinder haben wir früher aufeinander aufgepasst. Es wurde niemand einfach so zurück gelassen. Im Dorf kann jeder zu jedem kommen und um einen Gefallen bitten, jedenfalls ist das in meinem Heimatort der Fall. (Natürlich gibt's auch Ausnahmen, aber die Leute haben sich dann selbst ins Aus geschossen..).
Genau so möchte ich wieder leben, inmitten einer Gesellschaft, in der der Einzelne wichtig ist und man seine Nachbarn kennt.
(Ich wäre aber eher dafür, ein großes Grundstück mitten in der Natur- ohne Nachbarn zu haben, die Großstadtzeit prägt halt zu sehr.. ;) )
Zitat von starkiller69starkiller69 schrieb:Ich wohne nun in so einem hässlichen Mehrparteienblock. Wenn da so ein Assi-Nachbar sich zu Tode saufen sollte, könnte dies im Zweifelsfall erst Wochen später bemerkt werden. Das ist doch traurig.
Hast du die Möglichkeit da wieder rauszukommen?


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 13:57
Zitat von SawCleaverSawCleaver schrieb:Die Folge: immer mehr Menschen, die psychisch und körperlich erkranken und bisweilen an dieser Gesellschaft kaputt gehen.
Das ist die Folge der doppelten Vergesellschaftung von kapitalistischen Widersprüchen und nicht die Folge von Autobatterien und Windrädern.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 13:59
Aus einem älteren Thread exhumiert, aber immer noch gültig:

Ach ja, gestern haben sie alle AFD-Wähler abgeholt und in Lager gesperrt. Das hat die Lügenpresse natürlich mal wieder verschwiegen.

Klar, Deutschland ist keine Demokratie, sondern eine Dikatur, neben der sich Nordkorea ja geradezu als basisdemokratisch ausnimmt.

Denn in diesem Lande wütet der Meinungsterror der linken Reichen - oder der reichen Linken.

Da machen sie Stimmung gegen ihresgleichen, nämlich gegen Banker, Manager und multinationale Konzerne, wollen höhere Steuern für sich und ihre Brut (Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, höhere Einkommenssteuer) und fordern demnächst noch ihre eigene Enteignung. Schon Lenin hat gesagt, dass der Kapitalist noch den Strick verkauft, an dem er aufgehängt wird. So ist er, der linke Reiche bzw. reiche Linke. Wie man hört, sollen die Gebr. Albrecht (Gott habe sie zu 50% selig) eigentlich mindestens 40 Jahre lang die DKP finanziert haben. Und waren es nicht die Bertelsmänner, die die RAF bezahlten? Frau Schickedanz soll ja die DDR bis zum beiderseitigen Ruin ausgehalten haben. Jeder deutsche Kapitalist ist nämlich tief im Innersten seines Herzens Bolschewist.

Und in der Tat sind heute natürlich die Linken obenauf: Man denke nur an gigantische Hartz-IV-Erhöhungen (500 ct/Monat), endlich bezahlbare Gesundheit für alle und natürlich die sofortige Einstellung von Projekten wie Stuttgart21 oder des Berliner Flughafens, um das Geld in Bildungsprojekte zu stecken. Ja, so sieht es momentan aus in der Volksrepublik Deutschland unter der Führung der Arbeiterklasse und Genossin Stalina Merkel.

Purer Bolschewismus!

Und dann noch der böse politisch korrekte Maulkorb. Ganz harmloses faschistisches und rassistisches Gedankengut wird von der bösen gutmenschelnden Gedankenpolizei verfolgt und geächtet. Der ängstliche Faschist traut sich nicht mal mehr auf die Strasse und flüstert nur noch hinter vorgehaltener Hand im Darkroom "Holocaustlüge", aus Angst, sofort standrechtlich erschossen zu werden. Niemand traut sich mehr, etwas gegen Nigger, Fidschis, Kanacken, Zigeuner, Jidden, Krüppel oder Schwule zu sagen oder deren Ausrottung betreiben zu wollen. Nirgends. Schrecklich, diese Demokratie! Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

Ich bin immer wieder erstaunt, dass ausgerechnet diejenigen, die, wären sie erst einmal an der Macht, zuallererst Gedanken- und Meinungsfreiheit abschaffen würden, sich zu deren eifrigsten und lautesten Verfechtern aufschwingen.

Und dann erst diese nordkoreanisch anmutende Ökodiktatur besserverdienender Weltverbesserer in Birkenstocksandalen an und mit selbstgehäkelten Jutetampons zwischen den Beinen:

Alle anderen als 3-Liter-Autos sind bereits verboten, ihre Herstellung und ihre Nutzung wird unter hohe Gefängnisstrafen gestellt. Der Liter Benzin kostet 10 Euro, wovon ausschliesslich Radwege finanziert werden. Jeder Deutsche ist verpflichtet, Teebeutel sortenrein zu trennen in Alt-Tee, Alt-Beutel, Alt-Schnur, Alt-Etikett und Alt-Heftklammer, andernfalls droht Strafarbeit im Kompostierwerk. Elektrogeräte sind ebenso verboten wie Ölheizungen, seit Angela Stalina Merkel und die Fundamentalökologen der CDU/CSU im Verbund mit den Radikalsozialisten der FDP bzw. der SPD/ML dieses Land terrorisieren wie einstens Pol Pot Kambodscha.

Interessant, was manche Menschen für eine Wahrnehmung haben. Ich fange an, den Theorien von Paralleluniversen Glauben zu schenken.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:01
Zitat von FinalistFinalist schrieb:Das ist alles so gewollt, es ist erwiesen, dass der Mensch sich gerne in kleineren bis mittelgroßen Gemeinschaften unter seinesgleichen aufhält, was glaubt ihr denn woher dieser "Hass" selbst zwischen Bundesländern des gleichen Staates kommt?
Ich bin da sehr bei dir.
Nur einen 'Plan' sehe ich dahinter nicht.

Beispiele für das Abgrenzen und Gegeneinander gibt es viele.
Ganz krass Hells Angels vs. Bandidos.

Damit ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, muss es auch zwingend ! ein Feindbild geben.
Sei es in der Religion oder beim Fussball. Wir drinnen, ihr draussen.
Ich glaube, das ist dem Menschen so in die evolutionäre Wiege gelegt und führte dann immer zur Eskalation.
Nur werden diese Gruppen immer kleiner und vielfältiger. Darin sehe ich die Gefahr. Dann ist jeder jedem Spinnefeind.
Zitat von FinalistFinalist schrieb:Um etwas umzuschwenken: Ich denke es ist ein offenes Geheimnis, dass das Ziel der vielen Zuwanderer das Schwächen des sowieso schon angeknacksten Gemeinschaftsgefühles ist,
Da bin ich nicht bei dir.
Ich glaube nicht, dass dahinter ein böser Plan steckt.
Dazu ist die Welt zu Chaotisch.
Zu viele ziehen an zu vielen Fäden.

Was uns immer weiter abgeht, ist dass wir uns dieser Entwicklung kaum mehr Bewusst sind und nur Unbewusst eine schleichende Entfremdung eintritt.
Es stimmt aber schon lange nichts mehr.
Das wird dann aber von den Opinion-Leadern als Quatsch dargestellt.
Und mit ein bissel mehr Konsum und TV-Trash kommt ein Pflaster drauf.

Kapitalismus ist für Kapitalisten gut.
Das sind
Aggressive, Egomanische Führungsmenschen, keine nachdenklichen Träumer.
Leider braucht eine gesunde Gemeinschaft beide Menschentypen, um ein Eskalieren zu verhindern.
Und es eskaliert schon heftig zur Zeit.

Jeder König war gut beraten, wenn er einen weisen Berater hatte.

Ja, wir leben in einer Egomanischen Zeit. Es zählen nur Gewinner, der zweite Platz zählt nicht.
Gut für Egomanen, bis sie das Blatt überreizen. Dann gehen Epochen zuende und Weltreiche kaputt.
Ökologisch wie Ökonomisch und Sozial.

Aber schön, dass es hier viele unterschiedliche Sichtweisen gibt, so läuft man nicht Gefahr, in seiner Filterblase der Aufmerksamkeit zu verharren.


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18.08.2019 um 14:04
Zitat von FinalistFinalist schrieb:wir waren mal eine Gemeinschaft, lebten in kleineren Dörfern, der Mensch kannte sein Gegenüber, das brachte Sicherheit, Geborgenheit, Vertrautheit.
Wann waren "wir" denn diese obskure Volksgemeinschaft? Bitte um genaue Jahreszahl.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:09
Zitat von paranomalparanomal schrieb:Das ist die Folge der doppelten Vergesellschaftung von kapitalistischen Widersprüchen und nicht die Folge von Autobatterien und Windrädern.
Das ist die Folge einer kaputten Gesellschaft, in welcher nichts mehr funktioniert. Nicht einmal der Umwelt - und Tierschutz. Natürlich macht das krank.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:09
Zitat von DoorsDoors schrieb:Und dann erst diese nordkoreanisch anmutende Ökodiktatur besserverdienender Weltverbesserer in Birkenstocksandalen an und mit selbstgehäkelten Jutetampons zwischen den Beinen:
Ich musste jetzt so herzlich lachen :D

Nun ja, jeder Mensch nimmt seine Umgebung anders wahr und kann sich nicht mit allem identifizieren.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:14
Stets und ständig suchten Menschen nach Sündenböcken. Das waren ebenso stets und ständig die Schwächeren. Gegen die Mächtigen sich aufzulehnen bedeutet ein höheres Risiko. Dazu ist man dann doch zu feige. So jagt man lieber im Rudel einen Afrikaner durch Magdeburg oder Gelsenkirchen, als allein nach Berlin-Neukölln oder Hamburg-Wilhelmsburg zu gehen und "Ausländer raus!" zu rufen. Man zündet lieber die Wohnung von schlafenden Geflüchteten an, als eine von bewaffneten Personen- und Objektschützern gesicherte Villa zu attackieren. Da nehmen sich Neonazi und Autonomer nichts. Man geht den bequemeren Weg - und obendrein: Action bringt satisfaction. Kleinteilige politische Arbeit? Puh, langweilig.

In vergangenen Jahrhunderten eignete sich "der Jude" ideal als Sündenbock, denn der war ausgegrenzt und machtlos - und obendrein hatte man Gottes Segen, wenn man es den "Christusmördern" mal so richtig zeigte. Mit fortschreitender Internationalisierung gab es neue Feindbilder: Den Arbeitsmigranten, ob um 1900 aus Polen oder um 1970 aus der Türkei. Immer auch die religiös oder politisch Falsch- oder Ungläubigen: Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Kommunisten, kurz: Abweichler von der Generallinie der Partei oder der Volksgemeinschaft. Das sahen die hohen Herren gerne. So war das Volk beschäftigt und kam nicht auf die Idee, ihre Herrschaft in Frage zu stellen.

Heute ist es eben der Geflüchtete. Er ist schuld am Klimawandel, an der Belastung der Stadtluft durch Stickoxide, an der Massentierhaltung, am Pflegenotstand, an der Wohnungsnot, an der Arbeitslosigkeit, an der Kriminalität, an Mini-Renten oder Hungerlöhnen, an Kinder- und Altersarmut, an maroder Infrastruktur oder Facebook'schem Datenklau. Natürlich auch am Wetter und daran, dass der HSV absteigt. Vorher war im Westen der Ossi und im Osten der Wessi schuld.

Da kann der eine wie der andere sich noch so angepasst oder unauffällig benehmen. "Tut nichts! der Jude wird verbrannt.", wie es bei Lessing prophetisch hiess.

Was mich immer nervt, ist dieses verallgemeinernde und vorurteilsbeladene: DIE sind eben alle so.
Das kommt natürlich nicht nur bei Eingeborenen vor. Ich musste früher auch schon mal bei Besuchen im ost- wie westeuropäischen Ausland erklären, dass ich ohne Panzer gekommen sei und auch nicht vorhätte, irgendwen zur Zwangsarbeit zu verschleppen oder zu vergasen.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:18
@goldwolke

Tolle Worte und wertvolle Gedanken. Sehe es sehr ähnlich 😊👍🏼👍🏼👍🏼


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18.08.2019 um 14:28
Zitat von DoorsDoors schrieb:Wann waren "wir" denn diese obskure Volksgemeinschaft? Bitte um genaue Jahreszah
Mit Volksgemeinschaft diffamierst du einfach nur eine Aussage und verführst zu falschen Assoziationen.

Kein gute Stil.

Aber ich traue mich mal aufs Glatteis:

Es gab Gemeinschaften, wo zwar auch nicht alles Banane war, die aber im ganzen funktionierten, -bis, und da ist der Knackpunkt, einige anfingen zu spinnen, und sich über andere und über die Umwelt stellten.
Die es übertrieben und vergeigt haben.


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lone1 Diskussionsleiter
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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:36
@Doors, erkläre mir mal bitte, was dein altlinkes, sozialromantisches und neunmalkluges Gesülze mit dem Thema zutun hat. Es gibt hier viele wichtige, interessante und hilfreiche Beiträge, aber du bist einfach nur ein Witz.


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