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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

192 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gesellschaft, Ich, Andere ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:42
@ironboy24

Danke, aber auch mir fällt es schwer, so zu leben. Aber ich bin auf dem Weg dorthin :)


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:43
Zitat von lone1lone1 schrieb:@Doors, erkläre mir mal bitte, was dein altlinkes, sozialromantisches und neunmalkluges Gesülze mit dem Thema zutun hat. Es gibt hier viele wichtige, interessante und hilfreiche Beiträge, aber du bist einfach nur ein Witz.
@lone1
Mit linken Leuten zu kommunizieren, hat den gleichen Effekt wie einem Fisch zu erklären versuchen wie ein Motorboot funktioniert. ;) Deswegen sollte man nicht weiter auf solche Leute eingehen. Sie haben in unserer Gesellschaft schon genug kaputt gemacht, und sehen es nicht einmal.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:57
Zitat von SawCleaverSawCleaver schrieb:Deswegen sollte man nicht weiter auf solche Leute eingehen. Sie haben in unserer Gesellschaft schon genug kaputt gemacht, und sehen es nicht einmal.
Was genau habe ich in dieser Gesellschaft kaputt gemacht? Den Sozialstaat abgebaut? Die Rechte der Arbeitnehmer reduziert? Die Umwelt ruiniert? Homosexuelle diskriminiert? Rentenkassen beraubt? Ich bin verantwortlich für Altersarmut, Umweltschäden und Ausbeutung? Dafür hätte ich dann doch ganz gern ein paar Belege. Gern auch per Motorboot.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 14:59
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Es gab Gemeinschaften, wo zwar auch nicht alles Banane war, die aber im ganzen funktionierten, -bis, und da ist der Knackpunkt, einige anfingen zu spinnen, und sich über andere und über die Umwelt stellten.
Die es übertrieben und vergeigt haben.
Welche Gemeinschaft soll das gewesen sein? Die DDR? Die Kommune 1? Das Kaiserreich?


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 15:14
Zitat von goldwolkegoldwolke schrieb:Danke, aber auch mir fällt es schwer, so zu leben. Aber ich bin auf dem Weg dorthin :)
Ich habe auch noch einen 'weiten' Weg vor mir aber Stück für Stück kämpfe ich mich da raus :)
Wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Erfolg!


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 15:21
@Doors

Die Naturvölker.

Obwohl, Kommune 1 wäre auch sexy... :troll: ja, ein Klischee.

Verflucht sei der, der das Rad erfand !

Oder wie Roger Waters schrieb:

Give any one species too much rope
And they'll fuck it up.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 15:27
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Die Naturvölker.
Obwohl da auch idealisierende Klischees eine Rolle spielen, wie ich bereits am 29.09.2011 aus einem Artikel zitierte:

"Vor allem in Europas Medien wurde es Mode, aus scheinheiliger „politischer Korrektheit“ völkerkundliche Fakten aus der Dritten Welt gezielt zu unterdrücken. Sydney Possuelo hat indessen keinerlei Probleme damit, außergewöhnliche Stammestraditionen, darunter die Kindstötung, zu erläutern. So halten Indiomütter verschiedener Stämme weiterhin an dem Brauch fest, mit Mißbildungen wie Blindheit oder Bewegungsschäden zur Welt gekommene Babys sofort zu töten. Nach indianischer Logik wären diese Kinder unter den harten Bedingungen der Wildnis nicht überlebensfähig. In einer Entbindungsstation der Amazonasstadt Manaus hatten Hebammen, ohne Kenntnis des Brauchs, einer Yanomami-Mutter die Defekte an den Geschlechtsorganen ihres gerade geborenen Sohnes erklärt und sie daraufhin alleine gelassen. Die Frau tötete das Kind auf der Stelle. Sie kann dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden, da laut Gesetz nicht akkulturierte Indios als strafunmündig angesehen werden. Gemäß einem Experten der staatlichen Indianerschutzbehörde FUNAI dulden die über zehntausend Yanomami-Indios keine Kinder mit Geburtsfehlern:“Wenn ein Baby mit einem physischen Problem zur Welt kommt, das später verhindert, alle Lebensfunktionen zu übernehmen, wird es sofort eliminiert.“

Das Indianerkulturzentrum in Sao Paulo erläutert, daß bei den noch traditionell lebenden Stämmen zudem bei Zwillingsgeburten stets eines der beiden Babys getötet wird. Die Mütter sähen es als unmöglich an, sich im komplizierten Urwaldalltag um zwei Kinder gleichzeitig zu kümmern und daneben auch noch die Wildnis zu durchstreifen, alle nötigen Arbeiten zu tun. Jedes erwachsene Individuum müsse dazu fähig sein, ohne fremde Hilfe zu überleben. Indianergruppen, die im Einflußbereich kirchlicher Missionsstationen leben, haben den Angaben zufolge den Brauch der Kindstötung abgelegt, ließen sich davon überzeugen, daß es sich dabei um eine Sünde handele. Auch ist bekannt, daß Nonnenjene Kinder aufziehen, die andernfalls getötet worden wären. Im Alto Xingu gehört bei den Stämmen der Iaualapitis,Camaiuras, Cuicuras und Meinacos noch diese Art der Kindstötung zum Alltag, betonen Anthropologen. Die Mütter, heißt es, verscharren Kinder mit Behinderungen, aber auch solche, die Resultat von Ehebruch, Inzest oder sexueller Gewalt sind, sofort nach der Geburt. Zudem gibt es Stämme, die beide Zwillinge töten. Nach indianischem Glauben sei eines der Kinder gut, das andere böse. Da man nicht wisse, welches das gute sei, opfere man eben beide.

Sydney Possuelo ist der Meinung, daß solcher „Infanticidio“ keineswegs als Straftat angesehen werden dürfe:“Es handelt sich hier um seit vielen Generationen überlieferte Traditionen.“ Possuelo erinnert an die Niederschriften des Brasilienreisenden Pero Vaz de Caminha, der die Schönheit der indianischen Körper herausstellte. „Die Europäer, mit einer ganzen Serie von Krankheiten befallen, trafen auf dunkelhäutige Indianer, mit schöner, glatter Haut. Physische Defekte waren mit der Zeit durch den Infantizid eliminiert worden, wie durch eine Auswahl der besten Gene. Derartiges schockiert unsere Gesellschaft – aber wir provozieren doch viel heiklere Dinge, die nicht den geringsten Nutzen bringen. In einer indianischen Gemeinde ist jeder einzelne verantwortlich für alles, was er ißt und benutzt. Ein Behinderter kann nicht richtig jagen. Im Falle der Zwillinge tötet man manchmal das Erstgeborene. Man muß einfach sehen, daß sich eine Indiomutter vom Morgen bis in die Nacht um ihr Kind kümmert. Sie wird erst dann ein weiteres Kind bekommen, wenn das andere nicht mehr gestillt werden muß. In jedem Kontext handelt man auf bestimmte Weise, aber ich denke, wenn die Tradition bestimmt, daß ein Baby nicht lebenbleiben soll, würde ich das respektieren, selbst wenn es wehtut. Andernfalls würde ich die Indianerrechte verletzen. Ich weiß von Leuten, die eingegriffen haben, aber ich würde das nicht tun.“"

Quelle und Gesamttext: ila-web.de/brasilientexte
Leider wegen Umbau der Webseite momentan nicht abrufbar


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 15:43
@Doors

Mit der Kindstötung auf Inhumane Lebensführung zu weisen, greift etwas kurz.Vor allem aus heutiger Sicht.
Und Indianer haben sogar geraucht!
Trotzdem lasse ich mich mal provizieren, lieber Doors:

Ich würde heute auch lieber mit 60 natürlich sterbend (die Zeit ist reif) von meiner Sippe in die Wüste geschickt werden, als als Apparatezombie noch irgendwem Geld zu bringen.
Irgendwie Würdevoller.

Hat auch alles mit Verhältnismässigkeit und Gier zu tun.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 16:01
Zitat von SawCleaverSawCleaver schrieb:Das ist die Folge einer kaputten Gesellschaft, in welcher nichts mehr funktioniert. Nicht einmal der Umwelt - und Tierschutz. Natürlich macht das krank.
Die Frage ist ja worin die Pathologie der Gesellschaft besteht. Da ist die materielle Reproduktion als alles strukturierender Mechanismus nicht vernachlässigbar.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 16:10
Zitat von DoorsDoors schrieb:Was genau habe ich in dieser Gesellschaft kaputt gemacht?
Du alleine? Wahrscheinlich so gut wie nichts. Hier sind andere Kräfte als links oder rechts im Spiel, klar "refugees are welcome" "wir schaffen das" ging völlig nach hinten los. Aber man kann den Grund verstehen, Merkel weiß, dass Deutschland langfristig ein großes Geburtenratenproblem hat und sehr bald ein Überalterungsproblem, eure Pensionen leiden ja jetzt schon darunter und es wird immer heftiger, Altersarmut wird den Großteil der Rentner treffen, eure Riesterrente war der Totalflop schlechthin an der sich die Versicherungen bereichert haben und nach 10 Jahren, 20 Jahren Einzahlung schaut weniger raus als man hätte, wenn man das Geld in die Matratze eingenäht hätte... 🤣

Aber darum geht's auch gar nicht, ich schweife mal wieder ab. Das große Ziel, die Agenda der Fädenzieher ist eine Weltregierung, mit einer Weltwärung und, dass jeder Bewohner dieses Planeten nicht mehr als eine Nummer ist, leicht kontrollierbar und jederzeit dank Abschaffung von Bargeld über digitale Währung kontrollierbar. Wie kannst du die Bevölkerung am besten kontrollieren? Indem du sie aufspaltest und gegeneinander ausspielst, genau das geschieht aktuell in ganz Europa mit der Flüchtlingsthematik. Menschen leben gerne unter sich, die Koreaner unter den Koreanern, die Türken unter den Türken, die Amerikaner unter den Amerikanern, die Deutschen unter den Deutschen und die Japaner unter den Japanern.

Diese Multikulti Vermischung die in Deutschland und anderen Teilen der Welt stattfindet, zerstört den Zusammenhalt und sät Missgunst in den Herzen der Bürger. Die Menschheit hat versagt, statt in Krisenregionen zu intervenieren, Syrien zu unterstützen, nehmen wir lieber alle Leute auf und versuchen sie einzubürgern, was natürlich schief geht. Jetzt kommen auch noch unzählige so genannte Klimaflüchtlinge aus Afrika rüber, denen schlepper das Blaue vom Himmel versprechen und auf der Reise zu uns entweder sterben oder von Missgunst empfangen werden. Statt Afrika zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Leute dort auf eigenen Beinen stehen können und sich selbst was aufbauen können, lässt man weiter korrupte Leute an der Macht bleiben, die ihre Bevölkerung ausnehmen und sich selbst bereichern, statt das Land das ihnen gegeben wurde zu nutzen...

Ich verstehe es wenn Syrer unter ihresgleichen bleiben, sich weigern deutsch zu lernen, das gleiche mit den Afrikanern, die Deutschen wollen auch unter sich bleiben auch wenn es nicht schick ist, diese Wahrheit zu sagen in PC Zeiten. Das alles spielt den Leuten an der Macht aber sowieso in die Hände, den ein zerrüttetes Land ist eines, das man leicht kontrollieren kann.


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18.08.2019 um 17:07
Zitat von paranomalparanomal schrieb:Die Frage ist ja worin die Pathologie der Gesellschaft besteht. Da ist die materielle Reproduktion als alles strukturierender Mechanismus nicht vernachlässigbar.
Und dennoch hochgradig verwerflich, weil Geld und Macht korrumpieren... und mit ihnen die Gesellschaft als solche.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 17:50
@ironboy24

Das wünsche ich dir auch! :)


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18.08.2019 um 17:58
Zitat von SawCleaverSawCleaver schrieb:Und dennoch hochgradig verwerflich, weil Geld und Macht korrumpieren... und mit ihnen die Gesellschaft als solche.
Willkommen im Kapitalismus. Die Wahrheit ist, dass die oberen 0,5% die Welt regieren und die Menschheit versklaven, Geld wird in unmengen produziert daher kommt auch die Inflationsrate, wir können uns glücklich schätzen diese, wenn auch erst im Nachhinein, in jährlichen Gehaltsanpassungen verfolgten zu bekommen. In Amerika sieht das anders aus, da müssen die Arbeitssklaven 2-3 Jobs annehmen und arbeiten bis zu 15h jeden Tag um über die Runden zu kommen, bei stetig steigenden Mietpreisen.

In London stehen ganze Siedlungen leer, habe da ne nette Doku gesehen, dennoch gibt's Wohnungsmangel. Der Grund: die Superreichen spekulieren mit ihrem erschlichenen Geld(oftmals aus Luft erzeugt als Billigstkredite dank anhaltender Niedrigzinsphase) vermehrt auf Immobilien die aber dadurch so sehr im Preis steigen, dass sich kein Anwohner das leisten kann und werden nur von investor zu investor geschoben. In Deutschland sieht man ein ähnliches Bild, Berlin hat ja auch drastischen Wohnungsmangel aber die Regierung tut nichts dagegen, gebaut werden Luxuswohnungen für die Oberschicht, die Mittelschicht verarmt und wird zur Unterschicht.

Die Frage ist wie lange das noch so weitergehen kann, die Leute am Existenzminimum werden immer mehr. Wer wird schneller sein? Die New World Order mit Ultimativer Kontrolle oder der Angry Mob an Menschen der nach Blut für die Ungerechtigkeit dürstet? What a time to be alive.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 18:02
Also langsam wird's mir hier echt ein bisschen unheimlich. Nicht nur regressiv-linkes Geschwätz, sondern jetzt auch noch NWO-Verschwörungsmist und verkürzte Kapitalismuskritik. Könnte mal wieder einen konstruktiven Beitrag vertragen, wie es sie vor einer Seite noch gab.


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18.08.2019 um 18:04
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Ich würde heute auch lieber mit 60 natürlich sterbend (die Zeit ist reif) von meiner Sippe in die Wüste geschickt werden, als als Apparatezombie noch irgendwem Geld zu bringen.
Bei der durchschnittlichen Lebenserwartung in heutigen post-industrieellen Nationen muss niemand mehr mit 60 "natürlich sterben" - wenngleich lt. ehemaligem Ärztekammerpräsidenten Karsten Vilmar das sozialverträgliche Frühableben im Sinne einer Entlastung der Rentenkasse begrüssenswert wäre.

Ich kenne ziemlich viele Menschen, die schon weit jenseits der Achtzig sind und nicht als "Apparatezombies" leben müssen. Andererseits kenne ich auch viele, die schon in jüngeren Jahren nicht ohne die böse "Apparatemedizin" überlebt hätten. Natürlich zahlen wir als Solidargemeinschaft der Versicherten dafür, solches "lebensunwerte Leben" (Zitat früherer Mediziner) mit "durchzuschleppen". Aber das halte ich eher für einen humanen Fortschritt, als chronisch Kranke einfach verrecken zu lassen, nur, weil es natürlich oder gar gottgewollt wäre.

Da sind wir dann schnell bei einer ganz grundlegenden Frage der Menschlichkeit und der Solidarität. Natürlich können wir uns auch da zurück entwickeln, wenn's denn gewollt ist. Nur der Starke überlebt - der Schwache soll krepieren. Aber dann bitte nicht über die böse Ellenbogengesellschaft klagen.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 18:07
Zitat von FinalistFinalist schrieb:Das große Ziel, die Agenda der Fädenzieher ist eine Weltregierung, mit einer Weltwärung und, dass jeder Bewohner dieses Planeten nicht mehr als eine Nummer ist, leicht kontrollierbar und jederzeit dank Abschaffung von Bargeld über digitale Währung kontrollierbar. Wie kannst du die Bevölkerung am besten kontrollieren? Indem du sie aufspaltest und gegeneinander ausspielst, genau das geschieht aktuell in ganz Europa mit der Flüchtlingsthematik. Menschen leben gerne unter sich, die Koreaner unter den Koreanern, die Türken unter den Türken, die Amerikaner unter den Amerikanern, die Deutschen unter den Deutschen und die Japaner unter den Japanern.
Und wer steckt natürlich mal wieder hinter allem?
Zitat von FinalistFinalist schrieb:Menschen leben gerne unter sich, die Koreaner unter den Koreanern, die Türken unter den Türken, die Amerikaner unter den Amerikanern, die Deutschen unter den Deutschen und die Japaner unter den Japanern.
Dagegen spricht schon allein die Migrationsgeschichte der Menschheit in den letzten Jahrhunderten.


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 18:13
Zitat von FinalistFinalist schrieb:In Deutschland sieht man ein ähnliches Bild, Berlin hat ja auch drastischen Wohnungsmangel aber die Regierung tut nichts dagegen, gebaut werden Luxuswohnungen für die Oberschicht, die Mittelschicht verarmt und wird zur Unterschicht.
Kann ich leider nur bestätigen. Ich lebe in Berlin.


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18.08.2019 um 18:18
Zum Thema "Mangel an bezahlbarem Wohnraum" gibt es hier bereits eine spannende Debatte:

Bezahlbarer Wohnraum


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 18:22
Zitat von DoorsDoors schrieb:Dagegen spricht schon allein die Migrationsgeschichte der Menschheit in den letzten Jahrhunderten.
Gegen geregelte Migration über Jahrhunderte hinweg ist nichts einzuwenden, einen "reinrassigen Deutschen" wirst du schwer finden, das macht aber auch absolut nichts, weil hier der Faktor Zeit viel mitgeholfen hat, die Wogen zu glätten. Doch was in Europa seit der Flüchtlingskrise abgeht ist alles außer geregelt , hier wird eben die unsere Gesellschaft mit Menschen bombardiert die andere Sprachen sprechen, und andere Werte und Ansichten haben.

Das ist jetzt gar nicht die Schuld der Flüchtlinge, die können nichts für ihre Herkunft und ihre Wurzeln, wir würden zB. genauso ein Problem für China darstellen wenn wir in Millionen dorthin, ohne Sprachkenntnisse oder Wissen über deren Kultur migrieren wollten, wobei gut... China hat bereits Mittel und Wege gefunden seine Bevölkerung hörig zu machen...


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Misstrauen gegenüber der Gesellschaft

18.08.2019 um 18:30
Zitat von FinalistFinalist schrieb:hier wird eben die unsere Gesellschaft mit Menschen bombardiert die andere Sprachen sprechen, und andere Werte und Ansichten haben.
Hier wird die Gesellschaft bombardiert? Ich dachte, das sei eher in Syrien oder Afghanistan der Fall.

Aus meinem persönlichen Threadarchiv exhumiert:

Ich bin in den sechziger Jahren in einem damals schon auf eine lange "multiethnische Tradition" zurück blickenden Stadtteil (Hamburg-St.Pauli) gross geworden. Da war es vollkommen normal, dass Nachbarn aus aller Herren Länder stammten. Kaum einer hatte Probleme damit. Man hatte Gemeinsamkeiten. Man war Malocher, man war arbeitslos, man war arm, man wohnte in beschissenen Verhältnissen, man war gelegenheitskriminell, man ging anschaffen. Da war es vollkommen egal, ob jemand schwarz, gelb oder blass war, de Vries, Müller, Smith, Hinterhuber, Li, Kim, Stanislawski, Ulutürk oder Wagadongo mit Nachnamen hiess. Bis 1945 hatte dieser Stadtteil sogar noch eine komplette "Chinatown", ganz, wie es sich für eine Welt- und Hafenstadt gehört.

Natürlich war Deutschland immer auch ein Durchzugs- und Einwanderungsland mit nationalen Minderheiten in bestimmten Regionen, wie Nord- und Ostfriesen an den westlichen Küsten, wendischen Sorben in der Lausitz und im Spreewald, Dänen an der Nordgrenze.

Darüber hinaus hat Deutschland immer wieder grosse Immigrationswellen erlebt.
Stichwort Völkerwanderung.

Jüdische Gemeinden lassen sich seit 321 urkundlich nachweisen. Im Mittelalter zog es Handwerker und Händler aus den Niederlanden, Frankreich, Polen etc. in die Grenzen des heutigen Deutschlands. "Gekommen um zu bleiben" - ebenso zog es natürlich auch Deutsche hinaus in die Welt. Bereits die Hanse sorgte für eine rege Durchmischung der Handel treibenden Völker. Später kamen Kolonisten aus den Niederlanden, um beispielsweise die Überschwemmungsgebiete der Elbe (Vier- und Marschlande) zu besiedeln, im 16. Jahrhundert war jeder 4. Hamburger ein niederländischer Migrant.

Im 17. Jahrhundert waren gut 1/4 der Einwohner des Grossraums Berlin französischer Herkunft. In Hamburg waren Portugiesen und Engländer stark vertreten, wie sich heute noch an Namen alter Familien erkennen lässt. Ebenso rege war der Zuzug von Schweden, schliesslich waren Teile der Ostseeküste einst schwedisch, oder von Dänen, die bis an die Elbe herrschten - und blieben.

Im 19. Jahrhundert kam es zu einem starken Zustrom von Arbeitsmigranten, meist aus Polen oder der Ukraine, nach Deutschland. In manchen Städten im Ruhrgebiet gab es um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert mehr Polen als Deutsche. Nationalisten befürchteten eine "Verpolung" der deutsche Rüstungsschmiede im Ruhrpott.

Nach der russischen Revolution 1917 liessen sich viele zarentreue Flüchtlinge aus Russland und dem Baltikum in Deutschland nieder. Zuvor hatten schon Menschen aus den deutschen Kolonien sich in Deutschland niedergelassen.

Der Zweite Weltkrieg mischte die Völker Europas noch einmal nachhaltig durch, zahlreiche "displaced persons" aus allen Teilen Europas blieben freiwillig oder unfreiwillig in Deutschland hängen, ebenso wie ehemalige Besatzungssoldaten.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Arbeitsmigranten aus den Ländern rund ums Mittelmeer dazu, politische Flüchtlinge aus Diktaturen wie Griechenland, dem Iran oder Chile oder Asylbewerber aus allen Staaten der Erde, nicht zu vergessen die Communities ausländischer Geschäftsleute, wie der Japaner in Düsseldorf oder der iranischen Teppichhändler in Hamburg.

Heute gilt Berlin als grösste "polnische", "russische" oder "türkische" Stadt ausserhalb der jeweiligen genannten Länder. Etwa 20.000 junge Israelis leben in Berlin - mehr als irgendwo sonst ausserhalb Israels. Hamburg ist die grösste "afghanische" Stadt und die grösste "ghanaische", so weit ich weiss. Ein "Portugiesenviertel" am Hafen gibt's übrigens auch noch, sowie einige skandinavische Kirchengemeinden.

Wahrscheinlich habe ich noch allerlei Völkerscharen vergessen.

So viel zum Thema "Vielvölkerstaat", der Deutschland schon immer war!


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