>Wenn man keine Regeln akzeptieren kann, sich ungerne unterordnet, sich
nichts gefallen läßt, ist man dann einfach stur, oder herrscht da eine Anarchie im Kopf, ein Verhaltensmuster, was nicht abgelegt werden kann?
Wenn ja, wodurch wird dies bedingt?<
Ein Beispiel:
Wer sich nicht gerne unterordnet, ist ein ganz normaler Mensch, der gerne sein eigener Chef ist.
Wenn man keine Regeln akzeptieren kann, ist man ein ganz normaler Mensch, der mit den bestehenden Regeln nicht einverstanden und der Meinung ist, daß es an der Zeit wäre, alte Regeln durch neue zu ersetzen,
ist er aber nicht einnmal dazu bereit, irgendwelche Regeln anzunehmen, so sind ihm wohl auch die Naturgesetze zuwider,
schlussendlich wird er sich selber nicht akzeptieren können.
Einfach stur ist niemand, Gründe gibt es für alles. Sturheit ist auch nicht unbedingt mit Infantilität gleichzusetzen, bedenkt man doch, daß man diesen Begriff sehr leicht mit dem der Beharrlichkeit ersetzen kann.
Ein Verhaltensmuster, was nicht abgelegt werden kann: Eingefahrene Verhaltensmuster, sie sind wie schlechte Gewohnheiten, man kann sie also loswerden lassen.
Die Führerlosigkeit des Kopfes, des Geistes, wie kann man sich diese dann vorstellen?
Daß man sich fallen läßt, und nur das tut, was man will, nach eigenen Regeln?
Ist es eine gar ungesunde Einstellung?
Könnten die Folgen einer solchen Einstellung zu einem solchen Krankheitsbild führen, wie
@gsb23 es hier schon gepostet hat:
>bspw. in "Gehirn & Geist Nr. 3/2005, S. 22-26" im Beitrag "Senya Müller: Schlangen in Nadelstreifen". Dort wird der Soziopath als ein Mensch mit "Dissozialer Persönlichkeitsstörung" beschrieben. Dieses Krankheitsbild ist nach der "Internationalen Klassifikation psychischer Störungen ICD-10, Kap. V(F)" wie folgt charakterisiert:
1. Unbeteiligtsein gegenüber den Gefühlen - insbesondere dem Leid - anderer.
2. Deutliche und andauernde Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen.
3. Unvermögen zur Aufrechterhaltung längerfristiger Beziehungen, aber keine Schwierigkeiten, vielfältig neue Beziehungen einzugehen.
4. Sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten.
5. Unfähigkeit zum Erleben von Schuldbewusstsein oder zum Lernen aus Erfahrung, besonders aus Bestrafung.
6. Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für eigenes fehlerbehaftetes Verhalten anzubieten.<
Alleine drei dieser Eigenschaften reichen aus für die >Diagnose der "Dissozialen Persönlichkeitsstörung" nach ICD-10 .<
No More Excuses.