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Gendern zur Pflicht machen?

15.785 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Weiblich, Transgender ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gendern zur Pflicht machen?

21.05.2026 um 09:56
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich halte nichts von Quoten, ich halte etwas von Qualität und Ausbildung und Erfahrung.
Im Grunde schon. Das ist letztlich eine Zeitfrage. Wie sehr kann man es einer benachteiligten Gruppe zumuten, weiterhin benachteiligt zu sein, bis sich langsam gesellschaftliche Entwicklungen durchsetzen. Aus einer privilegierten Sicht heraus kann man leicht die Position vertreten, dass solche Veränderungen eben langsam erfolgen und die Tendenz ja grundsätzlich in die richtige Richtung geht. Gehört man aber zur benachteiligten Gruppe ist das schon schwerer verständlich, warum man das noch Jahrzehnte hinzunehmen hat.

Natürlich erzeugen Quoten individuelle Ungerechtigkeiten. Fehlende Quoten aber eben auch. Letztlich ist es auch hier wieder der Griff zum insgesamt geringeren Übel.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Rückwärtsgerichtete Entwicklungen machen mir aber auch Sorgen.
Im Grunde verlaufen soziale Entwicklungen immer in gewisser Wellenform. Ein bisschen voran und ein bisschen zurück. Die Frage ist letztlich, ob wir vor einer echten Umkehr des Trends stehen oder nicht. Das entscheidet sich letztlich auch an der Wahlurne. Da hilft nur wählen gehen und letztlich auch nur, nicht aus Protest oder Trotz etwas zu wählen, das markig klingt, aber den grundlegenden Interessen extrem zuwider läuft. Vor allem aber, wählen zu gehen. Eigentlich müssten wir eine Wahlbeteiligung von annähernd 100% haben.


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Gendern zur Pflicht machen?

21.05.2026 um 10:26
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Im Grunde schon. Das ist letztlich eine Zeitfrage. Wie sehr kann man es einer benachteiligten Gruppe zumuten, weiterhin benachteiligt zu sein, bis sich langsam gesellschaftliche Entwicklungen durchsetzen. Aus einer privilegierten Sicht heraus kann man leicht die Position vertreten, dass solche Veränderungen eben langsam erfolgen und die Tendenz ja grundsätzlich in die richtige Richtung geht. Gehört man aber zur benachteiligten Gruppe ist das schon schwerer verständlich, warum man das noch Jahrzehnte hinzunehmen hat.

Natürlich erzeugen Quoten individuelle Ungerechtigkeiten. Fehlende Quoten aber eben auch. Letztlich ist es auch hier wieder der Griff zum insgesamt geringeren Übel.
Quoten führen aber auch zu Stellenbesetzungen in Politik, Wirtschaft und teils auch allg der Gesellschaft die eben nicht die beste Leistung und Erfahrung versprechen.

Bsp Es gäbe ein Qoute, egal ob für Männer oder Frauen oder Rollstuhlfahrer. Jetzt ist eine Stelle zu besetzen und die wird eben nicht anhand der besten Bewerbung sondern vorrangig zur Quotenerfüllen bewertet und vergeben. Leistungsfähigkeit unf Ausbildung sowie Erfahrungen werden verdrängt.

Dies ist grundsätzlich ein großes Problem in Leistungsgesellschaften und in einer Länderübergreifenden Wettbewerbssituation.

Zum Schluss setzt sich eben Leistung und Qualität durch in nicht Quoten, Moral oder neumodische Erscheinungen durch die Minderheiten bevorzugen sollen/würden.

Wo jetzt fehlende Quoten Ungerechtigkeiten erzeugen, wirklich erzeugen, da fehlt mir die Phantasie.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Im Grunde verlaufen soziale Entwicklungen immer in gewisser Wellenform. Ein bisschen voran und ein bisschen zurück. Die Frage ist letztlich, ob wir vor einer echten Umkehr des Trends stehen oder nicht. Das entscheidet sich letztlich auch an der Wahlurne. Da hilft nur wählen gehen und letztlich auch nur, nicht aus Protest oder Trotz etwas zu wählen, das markig klingt, aber den grundlegenden Interessen extrem zuwider läuft. Vor allem aber, wählen zu gehen. Eigentlich müssten wir eine Wahlbeteiligung von annähernd 100% haben.
Ersteres sehe ich auch so. Und was Wahlen angeht, die Mehrheiten wollen eben einfache und markige Worte. GGF kommt deswegen auch das Gendern so befremdlich vor in vielen Fällen, um den Bogen zum Topic zu spannen.


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21.05.2026 um 10:32
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Quoten führen aber auch zu Stellenbesetzungen in Politik, Wirtschaft und teils auch allg der Gesellschaft die eben nicht die beste Leistung und Erfahrung versprechen.

Bsp Es gäbe ein Qoute, egal ob für Männer oder Frauen oder Rollstuhlfahrer. Jetzt ist eine Stelle zu besetzen und die wird eben nicht anhand der besten Bewerbung sondern vorrangig zur Quotenerfüllen bewertet und vergeben. Leistungsfähigkeit unf Ausbildung sowie Erfahrungen werden verdrängt.
so wird das aber eben nicht gehandhabt. Ganz davon abgesehen, dass eh nicht prinzipiell nach Leistung besetzt wird. Ich wiederhole mich hier andauernd.
Kann man in den Frauenquotethread wechseln?


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21.05.2026 um 10:39
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Quoten führen aber auch zu Stellenbesetzungen in Politik, Wirtschaft und teils auch allg der Gesellschaft die eben nicht die beste Leistung und Erfahrung versprechen.
Es ist bei einer Stellenbesetzung in den meisten Fällen gar nicht relevant, ob jemand (in einer vernünftigen Range) etwas besser oder schlechter ist. Hier spielen dann viel eher die Umstände eine Rolle, wie sehr eine Person sozial passt. Und es ist ja nicht so, dass jemand super geeignet ist und man nimmt aber jemanden, der komplett daneben ist. In der Realität ist die Auswahl ja auf Personen beschränkt, die mehr oder weniger in einer Liga spielen.

In der Realität ist auch eine Stellenbesetzung mit einer Quote viel "weicher". Da stellt man sich zu sehr Extreme vor, die es rein faktisch kaum gibt.

Ein Arbeitgeber hat eben einen Mehraufwand mit "atypischer" Stellenbesetzung. Rein faktisch wird eine Frau im Schnitt weniger kontinuierlich verfügbar sein, wenn eine Familienplanung ein Thema sein könnte. Da "stuppst" eine externe Motivation dann eher mal über eine solche Hürde hinweg.

Man kann sich natürlich die Frage stellen, warum ausgerechnet Arbeitgeber die "Kosten" für einen sozial wichtigen Umstand tragen sollen. Aber das wäre ein anderes Thema.


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Gendern zur Pflicht machen?

21.05.2026 um 11:17
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:so wird das aber eben nicht gehandhabt. Ganz davon abgesehen, dass eh nicht prinzipiell nach Leistung besetzt wird.
sagt wer? Es kann ja nicht behauptet werden, die Unternehmen verzichten auf Quoten um unqualifizierte alte weiße Männer die Posten zuzuschachern.

Das sind, wenn man überwiegend behaupten will, ja fast schon VTs
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Es ist bei einer Stellenbesetzung in den meisten Fällen gar nicht relevant, ob jemand (in einer vernünftigen Range) etwas besser oder schlechter ist.
Bei den wichtigen und wertvollen Positionen würden die Quoten aber mehr Impact haben und da geht es dann ggf im Einzelfall nciht um etwas besser oder schlechter.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Hier spielen dann viel eher die Umstände eine Rolle, wie sehr eine Person sozial passt. Und es ist ja nicht so, dass jemand super geeignet ist und man nimmt aber jemanden, der komplett daneben ist. In der Realität ist die Auswahl ja auf Personen beschränkt, die mehr oder weniger in einer Liga spielen.
Das würde aber durch Quoten kontrakariert. Besser passen egal wie zählt dann eben nicht, daher bin ich für Qualität, wie du sagst was past besser, und nicht wir müssen eben jetzt eine Mann oder ein Frau oder einen Genderfluiden Menschen einstellen, weil unser Leitbild das so letztes Jahr bestimmt hat.... Kann man so machen, tschüß Erfolg im Einzelfall. kann man so machen, ggf hat man damit Glück und derjenige welche wächst schnell in die Rolle rein.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:In der Realität ist auch eine Stellenbesetzung mit einer Quote viel "weicher". Da stellt man sich zu sehr Extreme vor, die es rein faktisch kaum gibt.
Ich habe 3 Fälle erlebt bei meiner ehem. Arbeitsstelle dort war nix weich, das was rein geschlechtlich ausgewählt. Eine Diskriminierung hätte man schon sagen können. Aber das wird sehr unterschiedlich je Unternehmen und Situation verlaufen, dass würde ich auch sagen.


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Gendern zur Pflicht machen?

21.05.2026 um 11:38
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:sagt wer? Es kann ja nicht behauptet werden, die Unternehmen verzichten auf Quoten um unqualifizierte alte weiße Männer die Posten zuzuschachern.

Das sind, wenn man überwiegend behaupten will, ja fast schon VTs
ahja, das sind VTs aber das unqualifizierte Frauen wegen Quote eingestellt werden, ist keine? Oder kannst Du das irgendwie belegen? Ich hatte das im Frauenquotenthread mal aufgezeigt, da gab es einen Artikel, der mal ein paar Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten und deren Qualifikation (samt Namen usw. Ausbildung, Karriere) für den jeweiligen Posten aufzeigte. Da konnte man sich auch nur wundern. Aber gehört eben in den anderen thread


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21.05.2026 um 11:52
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ahja, das sind VTs aber das unqualifizierte Frauen wegen Quote eingestellt werden, ist keine?
Habe ich gesagt, das Frauen unqualifiziert sind? Wenn ja kannst du das bitte zitieren?

Ich sagte deutlich das Quoten dazu führen, dass Qualitätsanspruch, Leistungsfähigkeit und Erfahrung hinter der Quotenbestimmung zurückfallen und damit ein Unternehmen ggf nicht voranbringen. Ich sprach da nicht mal ausschließlich von Frauen wie hier zu sehen...
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Bsp Es gäbe ein Qoute, egal ob für Männer oder Frauen oder Rollstuhlfahrer.
und
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Zum Schluss setzt sich eben Leistung und Qualität durch in nicht Quoten, Moral oder neumodische Erscheinungen durch die Minderheiten bevorzugen sollen/würden.
und
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:daher bin ich für Qualität, wie du sagst was past besser, und nicht wir müssen eben jetzt eine Mann oder ein Frau oder einen Genderfluiden Menschen einstellen, weil unser Leitbild das so letztes Jahr bestimmt hat
Warum du jetzt das nur auf Frauen beziehst obliegt sicher nur deiner subjektiven Einstellung, vermutlich.

Wir können gern hier mit dem Quotenthema auch aufhören, ich wollte darauf nur noch mal antworten, weil mir hier wieder einseitige Frauenbe- oder abwertung suggeriert wird...


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21.05.2026 um 12:32
@gagitsch

Es ging nicht darum, dass Du Frauen ab- oder bewertest. Lesekomptenz sag ich nur wieder einmal.


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21.05.2026 um 12:55
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es ging nicht darum, dass Du Frauen ab- oder bewertest. Lesekomptenz sag ich nur wieder einmal.
Dinee Lesekompetenz scheint sich ja ebenso nur auf gewisse Textbestandteile zu beschränken. sonst würdest du Texte nicht immer nur auf gewisse Anteile reduzieren.

Ich habe dir das sogar beispielhaft mit Zitaten versucht darzulegen, wo da der Unterschied zwischen deiner Aussage und meinen vorherigen Texten lag.

Aber wir stellen fest, dass nur du die entsprechend nötige Lesekompetenz hast oder sogar festzulegen vermagst.

Lass doch einfach gut sein, wenn du meine Texte nicht in Gänze diskutieren willst.


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21.05.2026 um 13:56
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ahja, das sind VTs aber das unqualifizierte Frauen wegen Quote eingestellt werden, ist keine? Oder kannst Du das irgendwie belegen?
Das ist eben die logische Konsequenz, wenn man auf Zwang eine gewisse Anzahl an Frauen einstellen muss. Sonst hagelt es Strafen oder das Image "leidet".


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21.05.2026 um 17:16
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Natürlich erzeugen Quoten individuelle Ungerechtigkeiten. Fehlende Quoten aber eben auch. Letztlich ist es auch hier wieder der Griff zum insgesamt geringeren Übel.
Was immer "gerecht" ist. Quoten benachteiligen Männer, dass ist ganz klar. Dem gegenüber steht eine Wirklichkeit, in der Frauen prinzipiell benachteiligt werden. Ich komme noch dazu mit einem Beispiel [siehe Spoiler].
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich sagte deutlich das Quoten dazu führen, dass Qualitätsanspruch, Leistungsfähigkeit und Erfahrung hinter der Quotenbestimmung zurückfallen und damit ein Unternehmen ggf nicht voranbringen.
Das ist eine Fehlvorstellung. Denn was ist "Leistung"? Die beste Note? Der beste IQ-Test? Der "beste" Lebenslauf"? Das überzeugendste Auftreten im Vorstellungsgepräche? Die Rolex an der Hand, ein Maßanzug, extrem selbstsicheres Gehabe? Ein reicher Vater? Usw.

Leistung ist relativ. Und subjektiv.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Ganz davon abgesehen, dass eh nicht prinzipiell nach Leistung besetzt wird.
Ja. Jeder der in der Arbeitswelt mit Personalentscheidungen zu tun hat, weiß das.

SpoilerEin Beispiel aus eigenem Erleben: Eine Stelle war in meinem Team frei. Es bewarben sich extern Männer und Frauen. Die Frauen waren von den Noten und Zusatzqualifikationen besser, auch im Vorstellungsgespräch. Wir nahmen eine Frau. Sie war noch nicht mal eingearbeitet und wurde schwanger. Mutterschutz, Elternzeit. Und meine Stelle wieder zu besetzen.
Wieder eine Bewerberrunde, wieder waren die Frauen besser. Wieder wäre es eine junge Frau gewesen. Auch sie wurde wieder schwanger.
Beim dritten Mal sagte ich: Es kommt mir keine Frau mehr ins Haus! Bei mir bricht alles zusammen und ich kann mich auf die nicht verlassen. Das war nicht sehr ehrenhaft, ich weiß. Das sagte ich auch nicht der Gleichstellungsbeauftragten. Es wurde ein Mann - der sich dann als nicht besonders guter Mitarbeiter erwies.

Weiteres Erleben: Menschen mit Spitzennoten oder einem überbordenden Lebenslauf sowie Null Nervosität im Vorstellungsgespräch sind zumeist keine guten Mitarbeiter...


Das zeigt, dass Frauen natürlich noch immer in der Arbeitswelt massiv benachteiligt sind. Zumal sie nicht nur Kinder bekommen, sondern mehr Teilzeit machen, sich mehr um die Familie kümmern, irgendwelche Rechte in Anspruch nehmen, wenn das Kind krank ist, nicht zum Betriebsstammtisch kommen und sich auch nicht in der Gewerkschaft engagieren.

Zumal jeder Job eine Mindestqualifikation erfordert, und Frauen sind da oft besser, straighter, fleißiger, anpassungsfähiger. Die Rollstuhlfahrerin kann einen Job als Verwaltungsangestellte ausfüllen, nicht aber einen Job als Streifenpolizistin. Soll eine Quote zur Anwendung kommen, muss die Rollstuhlfahrerin alle Qualifikationen haben, die eine Verwaltungsangestellte braucht. Hat sie in der Abschlussprüfung eine 2, der Mann aber eine 1, dann darf sie vorgezogen werden.


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22.05.2026 um 08:42
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das ist eine Fehlvorstellung. Denn was ist "Leistung"? Die beste Note? Der beste IQ-Test? Der "beste" Lebenslauf"? Das überzeugendste Auftreten im Vorstellungsgepräche? Die Rolex an der Hand, ein Maßanzug, extrem selbstsicheres Gehabe? Ein reicher Vater? Usw.

Leistung ist relativ. Und subjektiv.
Da können wir uns gerne drüber unterhalten wie jeder den Begriff wirklich sieht und dies dann schön aufdröseln.

Ich habe jedenfalls erlebt wie 2 mal in meiner Erfahrung 2 Frauen mit weniger Berufserfahrung(ca 1/3), weniger Schulung bei 3-4 Fachthemen und wesentlich weniger Führungs-/Personalerfahrung einem aus meiner Sicht besseren männlichen Kandidaten vorgezogen wurden, weil man eine Quote hatte.

ebenso habe ich aber auch erlebt, das man eine Rollstuhlfahrer für eine Position eingestellt hatte, den man überhaupt erst umschulen und einstellen musste, weil dieser eine Rollstuhl nutzen musste und der anderen Kandidaten nicht, auch hier weiß ich, das eine Behindertenquoten im Unternehmen ausschlaggeben war.

Von daher hat sich meine subjektive Meinung eben auch durch erfahrene Beispiel ausgeprägt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das zeigt, dass Frauen natürlich noch immer in der Arbeitswelt massiv benachteiligt sind. Zumal sie nicht nur Kinder bekommen, sondern mehr Teilzeit machen, sich mehr um die Familie kümmern, irgendwelche Rechte in Anspruch nehmen, wenn das Kind krank ist, nicht zum Betriebsstammtisch kommen und sich auch nicht in der Gewerkschaft engagieren.
Das zeigt auch, das dies ein Stück weit subjektives Klischee denken ist. Bis auf, das eben von Natur her Frauen die Kinder bekommen ist alles andere darüber hinaus Klischeedenken. Sorry, ich schätze deine Beiträge, sogar sehr, aber hier ist dir das ergangen, was du mir selbst vorwirfst, subjektive Einschätzung.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Zumal jeder Job eine Mindestqualifikation erfordert, und Frauen sind da oft besser, straighter, fleißiger, anpassungsfähiger.
Dem stimme ich zu. besser ggf nicht voll, aber die anderen Punkte stimmen. Frauen sind allgemein viel besser sich auf etwas einzustellen, auch wenn es sich verändernde Bedingungen gibt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Soll eine Quote zur Anwendung kommen, muss die Rollstuhlfahrerin alle Qualifikationen haben, die eine Verwaltungsangestellte braucht. Hat sie in der Abschlussprüfung eine 2, der Mann aber eine 1, dann darf sie vorgezogen werden.
Warum ist das dann keine Diskriminierung würde mich interessieren. Wenn dem so ist, das auf Grund von einer Quote Einige Bevorteilt werden und somit andere Benachteiligt, werden die Benachteiligten durch die Quote diskriminiert.


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22.05.2026 um 09:18
@gagitsch
Es gibt eine Schwerbehindertenquote, bei mehr als 20 Arbeitsplätzen müssen 5% der Stellen mit Schwerbehinderten (Gleichgestellten) besetzt werden. Will man das nicht, zahlt man eine Ausgleichsabgabe. Es geht da um Teilhabe von Schwerbehinderten, eine gute Sache, wie ich finde.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich habe jedenfalls erlebt wie 2 mal in meiner Erfahrung 2 Frauen mit weniger Berufserfahrung(ca 1/3), weniger Schulung bei 3-4 Fachthemen und wesentlich weniger Führungs-/Personalerfahrung einem aus meiner Sicht besseren männlichen Kandidaten vorgezogen wurden, weil man eine Quote hatte.
hat man sich selbst zur Quote verpflichtet? Hast Du eingestellt? Wenn nicht, woher weißt Du, wer besser gewesen ist? Und wer würde absichtlich jemanden einstellen, der weniger qualifiziert für den Job ist? Das ergibt null Sinn.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Warum ist das dann keine Diskriminierung würde mich interessieren. Wenn dem so ist, das auf Grund von einer Quote Einige Bevorteilt werden und somit andere Benachteiligt, werden die Benachteiligten durch die Quote diskriminiert.
nein. Denn die, die Du "benachteiligt" nennst, sind von vorne herein begünstigt. Es wird ein Nachteil ausgeglichen durch eine Quote.


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22.05.2026 um 10:13
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das zeigt auch, das dies ein Stück weit subjektives Klischee denken ist. Bis auf, das eben von Natur her Frauen die Kinder bekommen ist alles andere darüber hinaus Klischeedenken. Sorry, ich schätze deine Beiträge, sogar sehr, aber hier ist dir das ergangen, was du mir selbst vorwirfst, subjektive Einschätzung.
"Subjektiv" und "Klischee" sind zwei verschiedene Dinge. Meine subjektiven Erfahrungen korrespondieren mit den empirischen Wissenschaften. Die "Männerrechtler", die eine strukturelle und individuelle Benachteiligung negieren, bleiben dagegen intellektuell und akademisch beim "Dressierten Mann" hängen.

Zudem:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Und wer würde absichtlich jemanden einstellen, der weniger qualifiziert für den Job ist?
Richtiger Einwand. Deshalb wird immer wieder beklagt, dass die Unternehmen keine Schwerbehinderten einstellen und lieber die Ausgleichsabgabe zahlen. Frauen muss kein Unternehmen einstellen, sie dürfen nur nicht wegen des Geschlechts diskriminieren. Sollten also die Männer in Qualifikation und Leistung besser als die Frauen sein, ist es keine Diskriminierung, den Mann einzustellen oder zu befördern.

Und im öffentlichen Dienst müssen Frauen auch nur dann bevorzugt werden, wenn sie so genauso qualifiziert wie ein männlicher Mitbewerber sind. Die Qualifizierungs- und Leistungsmerkmale müssen in der Ausschreibung genannt werden, so dass bei einer Klage geprüft werden kann, welcher der Bewerber besser qualifiziert war oder bei Gleichstand bevorzugt werden.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:arum ist das dann keine Diskriminierung würde mich interessieren. Wenn dem so ist, das auf Grund von einer Quote Einige Bevorteilt werden und somit andere Benachteiligt, werden die Benachteiligten durch die Quote diskriminiert.
Weil es eine gerechtfertigte Ungleichbehandlung bzw. die Herstellung gleicher Chancen ist. Hatten wir vor ein paar Seiten schon: Benachteiligung ungleich Diskriminierung. Und die Rechtfertigung:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es wird ein Nachteil ausgeglichen durch eine Quote.
Und die eine Grundlage dafür ist Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG: Die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung und die Beseitigung bestehender Nachteile.

Wobei das BVerfG auch schon auf Grundlage des GG von 1949 ("Männer und Freuen sind gleichberechtigt.") Frauenförderung mit der faktischen Benachteiligung von Frauen im Wirtschafts- und Sozialleben als verfassungsrechtlich gerechtfertigt angesehen hat.


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22.05.2026 um 13:47
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:ebenso habe ich aber auch erlebt
Bist Du in die Personalentscheidung involviert? Ich frage das ernsthaft, weil ich weiß, dass sehr schnell Gerüchte zu Tatsachen werden. Man hört dies und das im Flurfunk und vermutet und denkt sich seinen Teil. Aber das gibt oft nicht die tatsächlichen Entscheidungsgründe der Personalabteilung oder Geschäftsleitung wider.
Die Unternehmen, die ich kenne, stellen im Zweifel jemanden ein, der passt und zahlen einen Ausgleich. Weil das viel billiger ist. Und ich kenne auch den Flurfunk nach dem Motto "der kann ja nix, der wurde nur wegen der Behinderung eingestellt".

Gerade auch Umschulungen sind nicht selten, denn manchmal passt eine Person einfach und das ist oft wertvoller, als tatsächliche Fähigkeiten, sofern diese problemlos erworben werden können.


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26.05.2026 um 11:17
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 22.05.2026:Es gibt eine Schwerbehindertenquote, bei mehr als 20 Arbeitsplätzen müssen 5% der Stellen mit Schwerbehinderten (Gleichgestellten) besetzt werden. Will man das nicht, zahlt man eine Ausgleichsabgabe. Es geht da um Teilhabe von Schwerbehinderten, eine gute Sache, wie ich finde.
Ich kenne die Regelung und finde dies Inklusion auch nicht verkehrt. Ob diese dann schon bei 20 Angestellten gelten muss und dies dann so gut ist, ist wohl von Unternehmen zu Unternehmen Ansichtssache, finanziell wie moralisch.

Und mit meiner Quotenkritik meine ich ja nicht ausschließlich oder überwiegend behinderte AN.

Aber auch bei einer Behindertenquote kann man praktische Probleme feststellen.

Mal ein fiktives Beispiel:
Eine Firma hat 50 Leute angestellt, 30 Im Innendienst, Hat Bürofläche in Stadt X im 2. und 3. und 4.OG. Es gibt kein Aufzug.

Nun muss die Firma sich eben genau überlegen ob eine taube, eine rollstuhlfahrende oder anderweitig mit Behindertenausweis ausgestattete Person anstellt oder eben Geld an den Staat bezahlt, oder gar umzieht?

Jetzt ist die große Fragen und die ist rein unternehmerisch, warum soll der Staat Geld bekommen und das zusätzlich? Es werden ja bereits Steuern und Lohnnebenkosten abgeführt?! Warum tritt diese Benachteiligung gegenüber kleiner Unternehmen mit unter 20 AN denn überhaupt ein?

Ebenso wäre die Frage ob ein Umzug in ein Gebäude mit ggf Aufzug oder in EG sinnvoll wäre, für ggf eine Person oder um die Qoutenabgabe zu drücken?

Was ich nicht versteh, wie man sich so arg für Gleichberechtigung einsetzen kann und dann aber Qouten oder Strafzahlung fordert. Quoten sind ungleichberechtigend.

Ich denke, das Quoten grundsätzlich wegmüssen und wir weg von Strafen und Ausgleich hin zu Belohnung kommen müssten. Als Förderung wenn jemand inkludiert wird. Den Weg halte ich für sinnvoll.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 22.05.2026:hat man sich selbst zur Quote verpflichtet? Hast Du eingestellt? Wenn nicht, woher weißt Du, wer besser gewesen ist? Und wer würde absichtlich jemanden einstellen, der weniger qualifiziert für den Job ist? Das ergibt null Sinn.
1. Man hat sich nicht selbst verpflichtet, sondern wurde als Verband automatisch durch die Landesregierung verpflichtet.
2. Der Verband hat eingestellt. Da ich kein Verband bin, habe ich nicht eingestellt.
3. Die Leitungsebene der Bereiche hat gewisse Abstimmungs- und Mitsprache- sowie Abwegungsentscheidungen gemeinsam zu treffen gehabt, von daher kannte ich die Kandidaten und die Anforderungen
4. Quote ist keine Absicht sondern Zwang mMn
5. Ich erkenne den Sinn einer Quote auch nur bedingt, von daher wäre wir uns einig ;), aber du meinst ja etwas anderes....
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 22.05.2026:nein. Denn die, die Du "benachteiligt" nennst, sind von vorne herein begünstigt. Es wird ein Nachteil ausgeglichen durch eine Quote.
Als jemand der gut ausgebildet ist und Erfahrung hat ist begünstigt, wenn er sich gegen eine Mitbewerber der nicht so viel Erfahrung und Ausbildung erlangt hat, nicht durchsetzen darf?

Der Erwerb von Erfahrung und Fähigkeiten sollte keine gefühlte Begünstigung darstellen sondern eine Voraussetzung sein. Ich kann 0 nachvollziehen wie man das anders sehen kann. sorry
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 22.05.2026:Richtiger Einwand. Deshalb wird immer wieder beklagt, dass die Unternehmen keine Schwerbehinderten einstellen und lieber die Ausgleichsabgabe zahlen. Frauen muss kein Unternehmen einstellen, sie dürfen nur nicht wegen des Geschlechts diskriminieren. Sollten also die Männer in Qualifikation und Leistung besser als die Frauen sein, ist es keine Diskriminierung, den Mann einzustellen oder zu befördern.

Und im öffentlichen Dienst müssen Frauen auch nur dann bevorzugt werden, wenn sie so genauso qualifiziert wie ein männlicher Mitbewerber sind. Die Qualifizierungs- und Leistungsmerkmale müssen in der Ausschreibung genannt werden, so dass bei einer Klage geprüft werden kann, welcher der Bewerber besser qualifiziert war oder bei Gleichstand bevorzugt werden.
Der Einwand ist richtig aber rein theoretisch. Ich habe ja selbst in der Praxis erlebt wie sich Theorie und Praxis unterschieden. Zudem wird der Einwand ja selbst negiert durch die Aussage gute AN mit guter Ausbildung seien eh schon "begünstigt". naja.
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 22.05.2026:Und die eine Grundlage dafür ist Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG: Die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung und die Beseitigung bestehender Nachteile.
Da du immer aufs GG abzielst, ist für mich die Frage, ob nicht andere Hebel die besseren wären. Eine Quote bleibt für mich eine kleines, ggf notwendiges, aber nicht tolles Übel. Eine Quote produziert eben Bevor- und Benachteiligung gleichermaßen, auf Grund der Quotenparameter.
Ganz Egal ob wir über eine Männer-/Frauenquote reden oder ggf andere Quoten. Es wird eben nicht darauf abgezielt wie und warum, sondern nur das die Anteil(die Quote) eben erreicht wird. Hier bleibe ich bei meiner Idee gf nicht über Ausgleich und Strafen, sondern über Belohnungstrukturen nachzudenken....
Zitat von azazeelazazeel schrieb am 22.05.2026:Bist Du in die Personalentscheidung involviert? Ich frage das ernsthaft, weil ich weiß, dass sehr schnell Gerüchte zu Tatsachen werden. Man hört dies und das im Flurfunk und vermutet und denkt sich seinen Teil. Aber das gibt oft nicht die tatsächlichen Entscheidungsgründe der Personalabteilung oder Geschäftsleitung wider.
Die Unternehmen, die ich kenne, stellen im Zweifel jemanden ein, der passt und zahlen einen Ausgleich. Weil das viel billiger ist. Und ich kenne auch den Flurfunk nach dem Motto "der kann ja nix, der wurde nur wegen der Behinderung eingestellt".

Gerade auch Umschulungen sind nicht selten, denn manchmal passt eine Person einfach und das ist oft wertvoller, als tatsächliche Fähigkeiten, sofern diese problemlos erworben werden können.
In den beiden Fälle habe ich nicht allein und schlussendlich gesagt, ja oder nein zu den Bewerbern, da ich keine Personal-, oder Verbandsleitung war.
Aber ich war informiert und der Einschätzung involviert. Also kurz Bewertung/Einschätzung ja, Entscheidung nein.

Das Problem was ich damals erkannt habe, war das um die Quote zu halten, man sich für die 2 Frauen entschieden hat und diese dann immer noch teuer schulen musste, mehrfach und verschiedenen Bereichen..... Das Ist unternehmerischer Irrsinn, aber bei Ämtern und Verbänden scheint ja Geld, was man nicht selbst erwirtschaften muss, lockerer zu sitzen.....


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26.05.2026 um 12:10
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Eine Firma hat 50 Leute angestellt, 30 Im Innendienst, Hat Bürofläche in Stadt X im 2. und 3. und 4.OG. Es gibt kein Aufzug.

Nun muss die Firma sich eben genau überlegen ob eine taube, eine rollstuhlfahrende oder anderweitig mit Behindertenausweis ausgestattete Person anstellt oder eben Geld an den Staat bezahlt, oder gar umzieht?
die Firma weiß schon vorher von der Regelung......außerdem gibt es sehr viele verschiedene Arten von Beeinträchtigungen......und Bürofläche im 2., 3. und 4.Stock und kein Aufzug? Naja, wenn Du meinst.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Jetzt ist die große Fragen und die ist rein unternehmerisch, warum soll der Staat Geld bekommen und das zusätzlich? Es werden ja bereits Steuern und Lohnnebenkosten abgeführt?! Warum tritt diese Benachteiligung gegenüber kleiner Unternehmen mit unter 20 AN denn überhaupt ein?
weil es für kleinere Unternehmen ungleich schwieriger ist und der Staat es diesen deswegen erspart
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich denke, das Quoten grundsätzlich wegmüssen und wir weg von Strafen und Ausgleich hin zu Belohnung kommen müssten. Als Förderung wenn jemand inkludiert wird. Den Weg halte ich für sinnvoll.
pfffff, gibt es doch.......trotzdem erfüllen viele die Quote nicht
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:1. Man hat sich nicht selbst verpflichtet, sondern wurde als Verband automatisch durch die Landesregierung verpflichtet.
dazu hätte ich gerne einen Beleg
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:3. Die Leitungsebene der Bereiche hat gewisse Abstimmungs- und Mitsprache- sowie Abwegungsentscheidungen gemeinsam zu treffen gehabt, von daher kannte ich die Kandidaten und die Anforderungen
und dann wurde die weniger qualifizierte Person eingestellt? Also Deiner Meinung nach.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:4. Quote ist keine Absicht sondern Zwang mMn
es ging darum, dass wohl kaum jemand absichtlich eine weniger qualfizierte Person einstellt, nicht darum, ob die Quote Zwang ist oder nicht.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Als jemand der gut ausgebildet ist und Erfahrung hat ist begünstigt, wenn er sich gegen eine Mitbewerber der nicht so viel Erfahrung und Ausbildung erlangt hat, nicht durchsetzen darf?
nein. Es ist jemand begünstigt, wenn er nicht von vorne herein die Hürden zu überwinden hat, die andere überwinden müssen. Ergibt sich eigentlich aus dem ganzen Kontext, den @Origines und ich versuchen Dir zu vermitteln
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Der Erwerb von Erfahrung und Fähigkeiten sollte keine gefühlte Begünstigung darstellen sondern eine Voraussetzung sein. Ich kann 0 nachvollziehen wie man das anders sehen kann. sorry
weil Du gar nicht verstanden hast, um welche Hürden es geht
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Der Einwand ist richtig aber rein theoretisch. Ich habe ja selbst in der Praxis erlebt wie sich Theorie und Praxis unterschieden. Zudem wird der Einwand ja selbst negiert durch die Aussage gute AN mit guter Ausbildung seien eh schon "begünstigt". naja.
nein, es wird nix negiert. Der Einwand ist auch nicht theoretisch.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ganz Egal ob wir über eine Männer-/Frauenquote reden oder ggf andere Quoten. Es wird eben nicht darauf abgezielt wie und warum, sondern nur das die Anteil(die Quote) eben erreicht wird.
nein, denn a) gibt es die Ausgleichsabgaben und b) ist eine Quote, dort wo sie tatsächlich vorgeschrieben wäre eh nur bei 30%. 70% werden also ganz unabhängig von der Quote eingestellt.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das Problem was ich damals erkannt habe, war das um die Quote zu halten, man sich für die 2 Frauen entschieden hat und diese dann immer noch teuer schulen musste, mehrfach und verschiedenen Bereichen..... Das Ist unternehmerischer Irrsinn, aber bei Ämtern und Verbänden scheint ja Geld, was man nicht selbst erwirtschaften muss, lockerer zu sitzen.....
das kann ich mir so gar nicht vorstellen......ist für mich eine Anekdote, da ist es schwer damit und dagegen zu argumentieren


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26.05.2026 um 14:40
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:die Firma weiß schon vorher von der Regelung......außerdem gibt es sehr viele verschiedene Arten von Beeinträchtigungen......und Bürofläche im 2., 3. und 4.Stock und kein Aufzug? Naja, wenn Du meinst.
Es ging ja um die Folgen und Folgewirkung und nicht wer was vorher weiß?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:weil es für kleinere Unternehmen ungleich schwieriger ist und der Staat es diesen deswegen erspart
Also ich meine das der aufwand für die zu inkludierende Person immer derselbe ist, egal ob da Unternehmen 5, 15 oder 400 Mitarbeiter hat.

Der ZB Rollstuhlfahrer kann ja bei einem kleinen Unternehmen ja doch nicht auf auf einmal doch irgendwie halb laufen.....
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:.trotzdem erfüllen viele die Quote nicht
Aber warum? Sind das alles schlechte Menschen die die Unternehmen führen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:dazu hätte ich gerne einen Beleg
Google doch mal die Verbandsatzungen, da hast du Belege.... für Verbände und Zweckverbände sind diese in der mir bekannten Regel alle öffentlich. Gleiches gilt für Satzungen der Kommunen und Gemeinden bezüglich auf Dinge wie Personal.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:und dann wurde die weniger qualifizierte Person eingestellt? Also Deiner Meinung nach.
Die weibliche Person mit weniger Erfahrung und weniger Erweiterungsschulung wurde dem männlichen Bewerber vorgezogen. 2mal erlebt. Die angenommenen Kollegen konnten somit fachlich nicht voll arbeiten zu Beginn und haben Zeit und Geld gekostet, bis man auf ein Niveau kam, dass dem anderen Bewerber entsprachen. Sowas dauert dann mal schnell 0,5-1 Jahr um das Niveau anzupassen, rein fachlich.

Das ist unternehmerisch Harakiri.

Rein vom Auftreten waren alle gut, meine Anmerkung für gewisse Aufgaben Kenntnisse zu benötigen, wurden aber abgeschmettert, da man unbedingt die Frauen wollte.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es ging darum, dass wohl kaum jemand absichtlich eine weniger qualfizierte Person einstellt, nicht darum, ob die Quote Zwang ist oder nicht.
Durch die Quoten erfolgt aber dies, wenn man sich an diese halten will, wenn man diese noch nicht erreicht hat. Ein Unternehmen was jede selbst- oder fremdauferlegte Quote bereits erfüllt ist ja wieder voll frei in den Entscheidungen, aber wenn nicht, dann kommt durch die Quote ein Zwang.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es ist jemand begünstigt, wenn er nicht von vorne herein die Hürden zu überwinden hat, die andere überwinden müssen. Ergibt sich eigentlich aus dem ganzen Kontext, den @Origines und ich versuchen Dir zu vermitteln
Wenn sich mehrere Leute bewerben und die die weniger darbieten können aber die Quote erfüllen, werden diese "Quotenerfüller" begünstigt. Derjenige der dann nicht in die Quote passt und das nachsehen hat wird benachteiligt. Eine Frauenquote kann somit ein Stück weit als Sexismus gewertet werden, finde ich. Aber du @Tussinelda wirst da sicher kein Sexismus drin sehen, weil es ja bei einer Frauenquote nicht gegen Frauen geht!? Vermutlich.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:welche Hürden
Ja welche konkreten Hürden? Bitte Argumentiere das mal von allen Seiten, damit ich dir nicht sofort die Gegenargumente entgegen. Es würde mich nicht nur die Sicht der Frauenseite interessieren.

Nach meiner Recherche sind die "Hürden" alles nur veraltete Sichtweisen und Schemen, so wie ich @Origines mit dem Wort Klischee erklären wollte, die längst nicht mehr so gelebt werden in jungen und normalen Unternehmen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, es wird nix negiert. Der Einwand ist auch nicht theoretisch.
Also deine Einwände passen immer und meine Erfahrungen fallen weg? Ach herrlich, und dann liest man, es wird nix negiert...naja. Ich könnt ja mal jetzt auch nach einem Beleg von dir fragen...es ist ja nicht theoretisch.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, denn a) gibt es die Ausgleichsabgaben und b) ist eine Quote, dort wo sie tatsächlich vorgeschrieben wäre eh nur bei 30%. 70% werden also ganz unabhängig von der Quote eingestellt.
Also habe ich ja recht. Es geht weiter nicht um das wie und warum, sondern nur um das DAS. Das es ggf Ersatzabgaben als eine Art Strafe gibt, ändert an meiner Feststellung nichts. Deine Aussage ändert übrigens auch nichts an meiner Feststellung.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das kann ich mir so gar nicht vorstellen......ist für mich eine Anekdote, da ist es schwer damit und dagegen zu argumentieren
Na dann, warum dann so viel Mühe vorher zu antworten. Ich meine es ja nach deiner Auffassung nur humorig..... Ich merke mir das mal, und ggf erkenne ich mal eine Anekdote.... :)


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Gendern zur Pflicht machen?

26.05.2026 um 15:48
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Nach meiner Recherche sind die "Hürden" alles nur veraltete Sichtweisen und Schemen, so wie ich @Origines mit dem Wort Klischee erklären wollte, die längst nicht mehr so gelebt werden in jungen und normalen Unternehmen.
Sind "junge Unternehmen" "normale Unternehmen"? Meines Wissens sind all die globalen Firmen des Silicon Valleys von Männern geleitet. Das dürfte auch für die IT-Branche in Deutschland gelten.

Unternehmen wollen und müssen Geld verdienen. Arbeitskraft muss sich rentieren. Wenn Unternehmen Geschlechterquoten haben, sind es freiwillige Quoten.

Wenn Unternehmensverantwortliche bewusst oder unbewusst meinen, Frauen würden sich weniger rentieren als Männer, entscheiden sie entsprechend bei Neueinstellungen und Karrieren. Frauen werden schwanger, haben Erziehungszeiten, machen mehr Teilzeit und weniger Überstunden, sind also aus betriebswirtschaftlicher Sicht teurer und das höhere Risiko. Wenn sie genommen werden, dann eigentlich aus drei Gründen: 1. Sie sind besser als männliche Bewerber (allen Unkenrufen zum trotz). 2. Der Arbeitsmarkt gibt nicht mehr her. 3. Sie wirken sich positiv auf das Betriebsklima aus und dienen den besonderen Zwecken des Unternehmens.


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Gendern zur Pflicht machen?

26.05.2026 um 16:51
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Sind "junge Unternehmen" "normale Unternehmen"? Meines Wissens sind all die globalen Firmen des Silicon Valleys von Männern geleitet. Das dürfte auch für die IT-Branche in Deutschland gelten.
lt meiner Kenntnis sind 29 % der Leitungspositionen von Frauen besetzt. Das ist nicht viel, aber auch nicht wenig.

Ich würde es als Entwicklung bezeichnen. Eine gesunde Entwicklung ist mMn aber besser als eine Quotenerzwungenes Einstellungssystem.

Vor allem auch für die Frauen ist es doch wichtig, das durch Leistungsfähigkeit überzeugt wird und nicht durch eine Quote die egal ob in Wirtschaft oder Politik die Frauen auf die Stellen "hieft".

Und wenn di IT und Silikon Valley als Beispiel betrachtest, dann betrachte doch bitte auch die Anzahl der weibliche Hacker, Programmierer und Entwickler. Hier ist es eben auch nicht nur ein Grund der Entwicklung eines Berufes, sondern auch des Interesses. Ich behaupte mal, dass der Frauenanteil in dieser Branche nicht recht weit ausgeprägt ist. Im Bereich creativ konstructing, zB in der Gamingbranche sieht das freilich anders aus, hier sind Frauen wieder stärker vertreten.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Unternehmen wollen und müssen Geld verdienen. Arbeitskraft muss sich rentieren. Wenn Unternehmen Geschlechterquoten haben, sind es freiwillige Quoten.
Und wenn diese das nicht freiwillig tun, werden diese als altmodisch und patriarchisch gebrantmarkt, oder in welche Richtung geht das Argument?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wenn Unternehmensverantwortliche bewusst oder unbewusst meinen, Frauen würden sich weniger rentieren als Männer, entscheiden sie entsprechend bei Neueinstellungen und Karrieren.
Aber das hat doch gar keiner behauptet.. Ich habe behauptet, das eine Quote dazu führen kann, aber nur wenn anhand der jeweiligen Quote dann eingestellt wird und Leistungsfähigkeit nicht mehr an der ersten Stelle steht. Eine Rentabilität kann man zwar ausrechnen aber davon habe ich in der Praxis mal unabhängig von Controlling Kennzahlen noch nicht gehört. Die ZB Frauenquote dient ja auch keiner Rentabilitätssteigerung oder einem Rentabilitätsvergleich, sondern nun der Gleichbehandlung anhand des Geschlechtes.

Da wäre die Frage was ist vollumfängliche Gleichbehandlung? Was ist vollumfängliche Gleichberechtigung. Für mich zählt dazu auch eine objektive Leistungseinschätzung und eine ggf daraus folgende Absage für die Berufseinstellung.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Frauen werden schwanger, haben Erziehungszeiten, machen mehr Teilzeit und weniger Überstunden, sind also aus betriebswirtschaftlicher Sicht teurer und das höhere Risiko.
Komisch. Warum dann den Unternehmen Frauen per Quote aufdrücken? Das war jetzt sarkastisch. Ich halte es für greifbar und verständlich, wenn ich sage, die Nachteile im Job von Kindererziehung werden durch Vorteile im Job durch Teambuildung und idR sozialen Verhaltensvorteilen aufgewogen.

Somit ist dann vom Chef und der Personalleitung wieder über ein Gesamtpaket zu entscheiden, ein anderes als bei einem Mann aber beide Geschlechte haben vor- und Nachteile. Das Argument Kindererziehung mache eine Quote nötig ist unhaltbar, finde ich.

Ich bleibe noch dabei, das eine Quote in welcher Form auch immer ein Zwang ist, der keine Vorteile bringt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:1. Sie sind besser als männliche Bewerber (allen Unkenrufen zum trotz). 2. Der Arbeitsmarkt gibt nicht mehr her. 3. Sie wirken sich positiv auf das Betriebsklima aus und dienen den besonderen Zwecken des Unternehmens.
Steile These, würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass:
1. es eine versteckte praktizierte Männerquote gäbe, die bei gleichen Verhältnisse Männer bevorzugt?
2. man Frauen als Jobresterampe betitelt?
3. diese womöglich optisch gut das Klima aufpeppen, denn mit Männerhumor werden diese nicht punkten, der Humor ist zu unterschiedlich?

Das finde ich wirklich steil, und hoffe du hast bewusst auch so überspitzt.

Meine Meinung dazu ist:
1. In den obersten Politischen und Unternehmensführungen mag dies sicher noch geben mit dem Zusatz, dass es bei Konzernen und Politik eben wirklich auch stark auf Erfahrung und Beziehungen ankommt. Hier sind die Frauen tatsächlich im Hintertreffen, weil diese über Generationen "ausgelassen" wurden und daher Beziehungen und Erfahrungen sich nur marginal und weniger flächendeckend aufbauen konnte. Dennoch bin ich mittlerweile überzeugt, das eine top ausgebildete Frau selbe Chancen hat, denn auch das Selbstverständnis ist auf den höchsten Ebenen zu Recht stark angestiegen. In den Mittleren Ebenen sehe ich das gar nicht wie du, hier ist bei gleicher Leistungsfähigkeit jetzt bereits selbe Chancengleichheit. Durch eine Quote ggf sogar ein Ungleichgewicht eingetreten.
2. Der Markt für gute Leute ist seit 10 Jahre angespannt und in den letzte 3-4 Jahren sogar schwierig, hier ist eine Quote oder Bevorteilung/Benachteiligung einfach nicht mehr drin und nötig. Wer jetzt noch per Quote aussondiert handelt fast schon fahrlässig, denn die Konkurrenz ist viel größer im Wettbewerb als noch vor ein paar Jahren. Ein Chef der jetzt nicht auf sein Unternehmen achtet, müsste ersetzt werden, ggf auch durch einen anderen Mann ;) oder eine Frau oder wen auch immer.
3. Ich halte es für überaus wahrscheinlich, das di Teamfähigkeit und das einlassen und zusammenarbeiten im Team längst Usus ist und nicht einer steilen "Hostess"-These bedarf :)


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