Gendern zur Pflicht machen?
um 09:56Im Grunde schon. Das ist letztlich eine Zeitfrage. Wie sehr kann man es einer benachteiligten Gruppe zumuten, weiterhin benachteiligt zu sein, bis sich langsam gesellschaftliche Entwicklungen durchsetzen. Aus einer privilegierten Sicht heraus kann man leicht die Position vertreten, dass solche Veränderungen eben langsam erfolgen und die Tendenz ja grundsätzlich in die richtige Richtung geht. Gehört man aber zur benachteiligten Gruppe ist das schon schwerer verständlich, warum man das noch Jahrzehnte hinzunehmen hat.gagitsch schrieb:Ich halte nichts von Quoten, ich halte etwas von Qualität und Ausbildung und Erfahrung.
Natürlich erzeugen Quoten individuelle Ungerechtigkeiten. Fehlende Quoten aber eben auch. Letztlich ist es auch hier wieder der Griff zum insgesamt geringeren Übel.
Im Grunde verlaufen soziale Entwicklungen immer in gewisser Wellenform. Ein bisschen voran und ein bisschen zurück. Die Frage ist letztlich, ob wir vor einer echten Umkehr des Trends stehen oder nicht. Das entscheidet sich letztlich auch an der Wahlurne. Da hilft nur wählen gehen und letztlich auch nur, nicht aus Protest oder Trotz etwas zu wählen, das markig klingt, aber den grundlegenden Interessen extrem zuwider läuft. Vor allem aber, wählen zu gehen. Eigentlich müssten wir eine Wahlbeteiligung von annähernd 100% haben.gagitsch schrieb:Rückwärtsgerichtete Entwicklungen machen mir aber auch Sorgen.



