Dschungel-Autor Beisenherz räumt Fehler im Umgang mit Gil Ofarim ein
„Tatsächlich unglücklich“
13.02.2026, 16:19 Uhr
Jetzt räumte Comedy-Autor Micky Beisenherz handwerkliche Fehler ein.
„Er hat diesen Raum aufgemacht, in dem der Zweifel entsteht“
Beisenherz räumt im Rückblick ein, dass Ofarims Raunen ihn „für eine kurze Phase des Camps“ selbst ins Grübeln gebracht habe, ob beim Prozess alles mit rechten Dingen zugegangen sei. „Er hat diesen Raum aufgemacht, in dem der Zweifel entsteht, dass man sagt: Ja, möglicherweise war da doch irgendetwas“, sagt Beisenherz im Podcast. Im Nachhinein könne man aber „felsenfest sagen: Es stimmt halt einfach nicht.“
Und es wurde nicht korrigiert. Der Elefant wurde einfach so im Raum stehengelassen.
Der Fall Gil Ofarims sei vonseiten der Ermittler aufwendig wie ein Mordprozess recherchiert worden. Hähnig spricht im Podcast ausführlich über das 28-sekündige Gespräch zwischen Ofarim und dem Leipziger Hotel-Mitarbeiter, über die Videoüberwachung, Zeugen und die Davidstern-Kette. Die Faktenlage sei „total eindeutig“, es gebe „keinen Beleg für irgendeine Manipulation“.
Dass Ofarims Mitcamper dessen Darstellungen im australischen Urwald nicht stichhaltig widerlegen konnten, könne man ihnen kaum vorwerfen, findet die Journalistin: „Die Verantwortung hätte hier schon bei einem großen Medienunternehmen wie RTL gelegen.“ Dem Sender wirft sie vor, die nötigen Einordnungen nicht geleistet zu haben: „Was ist die Faktenlage? Was sagt womöglich dieses Opfer von Gil Ofarim? Und stimmt das mit der 'Verschwiegenheitsverpflichtung' überhaupt?“
Aufwendig wie ein Mordprozess! Was da für Ressourcen verschwendet wurden, aus so dermaßen ekelhaft egoistischen Motiven heraus und dann mit so einem schäbigen Vorwurf. Unglaublich! Dann ist man nicht mal in der Lage, eine echte Entschuldigung in dem Moment zu liefern und überhaupt, wo lag das scheiß Problem, einfach eine Entschuldigung auszusprechen? Egal, wie oft er das hätte machen müssen oder bisher gemacht hat. Stattdessen werden je nach Gesprächspartner einfach weiter Andeutungen gemacht, es wäre doch etwas dran, aber der Standardzuschauer zu doof, die Komlexität der Sache zu begreifen. Man muss nicht sehr intelligent sein, um das Verhalten als äußerst schäbig einzustufen. Armselig, nicht zu dem Fehler damals zu stehen und einfach noch einen draufzusetzen.
Eine scharfe Kritik, die Micky Beisenherz nachvollziehen kann: „War tatsächlich unglücklich. Das hätte besser laufen können“, räumt er ein.
Ach, war es das oder hat man einfach weitergemacht? Hat man dann Mitcamper dafür noch oberleherhaft an den Pranger gestellt, belehrt und ihre Werte ins Lächerliche gezogen? Ein Gegenbild erzeugt. Und dann erklärt er einfach, er will da nicht mehr drüber reden. Ach nee, erneut einfach feist lügen und beschuldigen, andeuten und wenn es eng wird, einfach nicht mehr drüber reden wollen. Abartig! Und das findet hier sogar Beifall.
:palm: Dann aber sei im Dschungelcamp „das Machtgefälle gekippt“, wie Beisenherz beobachtet hat: „Im Camp selber kam er plötzlich wie das Opfer rüber, weil er immer vier, fünf Leute gegen ihn hatte, die ihn immer ins Achtung gestellt haben“. So sei der Eindruck entstanden, er werde unfair behandelt.
Darum hat Micky Beisenherz eine Podcast-Folge gelöscht
Beisenherz verglich die Situation mit einer Talkshow, in der sich ein AfD-Politker einer Mehrheit an Gegenstimmen ausgesetzt sieht: „Da sitzen drei, vier, die in der Sache vielleicht richtig liegen, aber alleine aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit entsteht plötzlich Mitleid, und über das Mitleid entsteht Sympathie für einen Kandidaten, und dann ist das Ding in der Bob-Bahn, und dann hast du's auch nur noch bedingt unter Kontrolle.“
Ach, langsam klingelt was?
Beisenherz räumt ein, es wäre gleichwohl richtig gewesen, „die Falschaussagen einzuordnen, weil sie natürlich das Bild von ihm ein bisschen korrigiert hätten“.
Aus diesen Gründen müsse man sich die Frage stellen, ob es richtig war, einen Kandidaten mit einer solchen Prozess-Vergangenheit überhaupt einzuladen.
Ja genau! Das wäre die Aufgabe des Senders gewesen und die der Moderatoren. Die ja eigentlich nicht aufs Maul gefallen sind. Und sich vielleicht vorher mal überlegen, was das in Konsequenz eigentlich aussagt. Einmal für den Hotelmitarbeiter, das Hotel an sich, die vielen Juden, die Opfer von echtem Antisemitismus werden und welche Jacke sich der Sender da angezogen hat.
Quelle:
https://www.ksta.de/panorama/promis/dschungel-autor-beisenherz-raeumt-fehler-im-umgang-mit-gil-ofarim-ein-tatsaechlich-ungluecklich-1220808Wie sagt Gilogen Opferim so schön? "Hätte, hätte, Fahrradkette"