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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

632 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bahn, BUS, Bahnhof ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

11.02.2026 um 18:15
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Selbst bei manchen Dokus im ÖRR frage ich mich, ob die aufklären sollen oder das Milieu als solches einfach nur bewerben. Vorallem bei Dokus über Clan-Kriminalität, Islamismus oder Rechtsextremismus.
Ui ui, da hast Dir aber eine Quelle ausgesucht.
Sie wollen über diese Themen berichten damit sie beim Beitrag keinen weiteren Stress bekommen, andererseits können sie es nicht verurteilen weil es dann gleich einen Anruf aus der Politik gibt...mit Anweisungen.


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

11.02.2026 um 20:05
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:andererseits können sie es nicht verurteilen weil es dann gleich einen Anruf aus der Politik gibt...mit Anweisungen.
Quod esset demonstrandum








Werde mir die Doku mal in Ruhe ansehen.

Liest sich aber schon mal nicht danach, als wolle man in dieser Doku Fakten schönreden oder gar unterdrücken:
Sie gehen mit Baseballschlägern, Macheten und Schlagstöcken aufeinander los – immer wieder enden Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Clans im Ruhrgebiet in Massenschlägereien.

Die sogenannte Clankriminalität hat in NRW ein Rekord-Niveau erreicht.
Quelle: https://www.ardmediathek.de/video/doku-und-reportage/drogen-gewalt-und-waffen-nrw-im-griff-der-clans/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNjFkOTAwMDItMWExNS00ZGMyLTkzODgtNjk0NDIwNjdkOTdl


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

11.02.2026 um 20:21
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:andererseits können sie es nicht verurteilen
Da sie ja auch zur Unabhängigkeit und Objektivität verpflichtet sind. Das Grundgesetz bindet sie sogar daran.

Was übrigens auch politische Einflussnahme untersagt.


Wobei natürlich auch ein begrenzter Teil von Politikvertretern mit im Rundfunkrat sitzt.



Und man darf auch nicht sachliche, nüchterne Berichterstattung mit Schönreden oder gar Fakten wegzulassen verwechseln.

Durch sachliche unaufgeregte Berichterstattung des ÖRR, kann nämlich im Vergleich zu gerne auch mal aufbauschenden Privatmedien (die übrigens auch der einen oder anderen Partei nahestehen) der Eindruck entstehen, dass der ÖRR zu Verharmlosung oder auch zu Fakten wegzulassen neigen könnte.


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11.02.2026 um 20:30
Zitat von Rhapsody3004Rhapsody3004 schrieb:Durch sachliche unaufgeregte Berichterstattung des ÖRR, kann nämlich im Vergleich zu gerne auch mal aufbauschenden Privatmedien (die übrigens auch der einen oder anderen Partei nahestehen) der Eindruck entstehen, dass der ÖRR zu Verharmlosung oder auch zu Fakten wegzulassen neigen könnte.
Mir fällt gerade nichts ein, was man an einer Gewalttat im ÖPNV verharmlosen oder bewusst weglassen sollte. Was meinst du?


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

11.02.2026 um 20:33
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ui ui, da hast Dir aber eine Quelle ausgesucht.
Sie wollen über diese Themen berichten damit sie beim Beitrag keinen weiteren Stress bekommen, andererseits können sie es nicht verurteilen weil es dann gleich einen Anruf aus der Politik gibt...mit Anweisungen.
Quelle? Oder ist das auch wieder nur ein "Stilmittel"?
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Mir fällt gerade nichts ein, was man an einer Gewalttat im ÖPNV verharmlosen oder bewusst weglassen sollte. Was meinst du?
Nennt man "neutrale Bericherstattung", sich an Fakten halten und diese ohne Emotionen berichten!


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

11.02.2026 um 20:39
@Rhapsody3004

Mir geht es um Dokus wo jemand lachend in die Kamera spricht Sozialhilfe zu bekommen, während er in einem Auto aus dem oberen Preissegment sitzt und Designerklamotten trägt. Wo über Rechtsextremisten berichtet wird, die quasi ohne Einordnung ihren Hass frei in die Kamera erzählen, geschmückt mit Videoschnippseln, wo für die Stimmung der Doku scheinbar passend rechtsextremes Liedgut auswählt wurde, um die Doku iwie musikalisch zu untermalen. Wo Islamisten frei darüber reden was in ihren kranken Köpfen abgeht und auch dort islamistische Propagandavideos eingeblendet werden.
Oder wenn Clankriminelle dabei belgeitet werden wie sie als "private Geldeintreiber" fungieren, obwohl sie doch eigentlich Sozialhilfe kassieren.

Es ist richtig und wichtig, dass darüber berichtet wird. Ich finde nur das "wie" teilweise fraglich. Zumindest wenn es um den ÖRR geht. Denn manchmal bekomme ich bei solchen Dokus den Eindruck, dass die Kriminellen die da beleuchtet werden, echt gut dastehen, ihnen quasi nichts passiert und das ein leben sein könnte, was ja scheinbar nicht schlecht läuft.


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

11.02.2026 um 20:41
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Quelle? Oder ist das auch wieder nur ein "Stilmittel"?
So habe ich das in Erinnerung, man kann sich als Politiker "einbringen" und "unabhängigen" Journalisten erklären wie sie was zu gewichten haben:
Die Grünen-Politikerin Jessica Kordouni steht im Verdacht, Einfluss auf die ARD-Tagesthemen genommen zu haben. Der NDR-Rundfunkrat nimmt sich des Falles an.
...
Wie die „Welt“ berichtet, mündete die Kritik in eine Anfrage Kordounis an den NDR-Programmausschuss. In ihrem Beitrag auf Mastodon schreibt sie:

„Ich habe eben Fragen dazu für den morgigen NDR-Programmauschuss eingereicht. Vor allem auch, warum es ein deutliches Ungleichgewicht zwischen antifaschistischen Demonstrationen und den Bauernprotesten gibt.“
...
Am nächsten Tag schrieb Kordouni auf Mastodon:

„Die #Tagesthemen haben gestern mit einem langen Beitrag zu den antifaschistischen Protesten, dem #AFDVerbot und der Petition gegen Höcke eröffnet. Gestern hatten wir ein sehr konstruktives Gespräch im Ausschuss mit dem Chef der #Tagesschau. Die Fehleinschätzung über die Bedeutung der Demos wurde bereits Montag aufgearbeitet. Es darf nicht sein, dass friedliche Demokrat:innen erst etwas anstellen müssen, um mehr Platz in den Medien zu erhalten.“
Quelle: https://www.focus.de/kultur/kino-tv/verdacht-der-einflussnahme-das-steckt-hinter-einem-streit-einer-gruenen-mit-den-tagesthemen_id_259608492.html
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Nennt man "neutrale Bericherstattung", sich an Fakten halten und diese ohne Emotionen berichten!
Ja was nun? Neutral? Ich darf vorstellen, der ARD Vorsitzende zur nicht vorhandenen Neutralität:
Hager sagte, zum Thema Neutralität ließe sich viel sagen, das Wort komme in der Beschreibung des Auftrags der Sender aber gar nicht vor. "Dort stehen die Worte Objektivität und Überparteilichkeit", sagte er. Das müsse Klöckner als früheres Rundfunkratsmitglied des SWR eigentlich wissen, sagte Hager.
Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-02/hager-kloeckner-ard-kritik-oeffentlich-rechtliche-gxe

Deswegen, ui, ui, Vorsicht beim ÖRR als Quelle.


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

11.02.2026 um 21:58
Dann hätte Hager mal den kompletten §26 lesen sollen, denn Absatz 2 Satz 1 besagt (Hervorhebung durch mich)
(2) 1Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind bei der Erfüllung ihres Auftrags der verfassungsmäßigen Ordnung und in besonderem Maße der Einhaltung journalistischer Standards, insbesondere zur Gewährleistung einer unabhängigen, sachlichen, wahrheitsgemäßen und umfassenden Information und Berichterstattung wie auch zur Achtung von Persönlichkeitsrechten verpflichtet. 2Ferner sollen sie die einem öffentlich-rechtlichen Profil entsprechenden Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit achten und in ihren Angeboten eine möglichst breite Themen- und Meinungsvielfalt ausgewogen darstellen.
Quelle Medienstaatsvertrag

Also

unabhängig
sachlich
wahrheitsgemäß
umfassend

sind alles Kriterien von Neutralität. Das der ÖRR teils eine Zumutung ist kann man im entsprechenden Thread hier lesen.


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11.02.2026 um 23:36
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Mir fällt gerade nichts ein, was man an einer Gewalttat im ÖPNV verharmlosen oder bewusst weglassen sollte. Was meinst du?
Mir auch nicht.


Ich kenne auch keine Dokus des ÖRR, in denen auch nur so ein Eindruck (subjektiv also) entstehen könnte, möchte dem User diese Eindrücke aber auch nicht absprechen:
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Selbst bei manchen Dokus im ÖRR frage ich mich, ob die aufklären sollen oder das Milieu als solches einfach nur bewerben. Vorallem bei Dokus über Clan-Kriminalität, Islamismus oder Rechtsextremismus. Da werden Videoschnipsel eingeblendet, teilweise Musik, als würde regelrecht Werbung betrieben werden.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Mir geht es um Dokus wo jemand lachend in die Kamera spricht Sozialhilfe zu bekommen, während er in einem Auto aus dem oberen Preissegment sitzt und Designerklamotten trägt
Liest sich mehr nach RTL oder RTL2.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wo über Rechtsextremisten berichtet wird, die quasi ohne Einordnung ihren Hass frei in die Kamera erzählen, geschmückt mit Videoschnippseln, wo für die Stimmung der Doku scheinbar passend rechtsextremes Liedgut auswählt wurde, um die Doku iwie musikalisch zu untermalen. Wo Islamisten frei darüber reden was in ihren kranken Köpfen abgeht und auch dort islamistische Propagandavideos eingeblendet werden.
Oder wenn Clankriminelle dabei belgeitet werden wie sie als "private Geldeintreiber" fungieren, obwohl sie doch eigentlich Sozialhilfe kassieren.
Dass sie frei ihren Hass, also unzensiert, in die Kamera erzählen sollen, erachte ich sogar als vorteilhaft, zeigt es doch unverblümt ihre Gesinnung und ihren Hass und rüttelt hoffentlich auf und sieht dann Rechtsextreme als diese, die sie tatsächlich sind: Gefährlich und voller Hass und Gift für eine liberale Lebensweise, Staat und Gesellschaft.

Bei den Islamisten genauso.

Und sollten bei einigen Dokus wirklich Propagandavideos eingeblendet worden sein, dann sicherlich nicht aus Sicht und Intention des ÖRR, selber damit Propaganda für die Islamisten betreiben zu wollen oder anders gesagt um als Sprachrohr von Islamisten zu fungieren, sondern sicherlich, weil zum Teil einer wahrheitsgemäßen Berichterstattung zählend, da es ja solche Videos wirklich gibt und um damit die Masche oder Methodiken von Islamisten aufzuzeigen, wie sie durch solche Propagandavideos beeinflussen, manipulieren und letztendlich damit auch als Rattenfänger ködern wollen.
Welche Gefahr also von ihnen und ihrer Propaganda ausgeht und ausgehen kann.


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15.02.2026 um 07:46
Es wurden erneut Menschen mit einem Messer in einem Bus in Wuppertal Elberfeld zum Teil schwer verletzt. Das kann es doch langsam echt nicht mehr sein. Das Tragen eines Messers, scheint bei einigen selbstverständlich zu sein um es mal eben zu zücken und andere niederzustechen.

[quote
Wuppertal · Nach einer Messerattacke in einem Bus des Schienenersatzverkehrs (SEV) ist ein Tatverdächtiger am Samstagabend (14. Februar 2026) von der Wuppertaler Polizei in Elberfeld verhaftet worden. Mehrere Personen sind verletzt.
Quelle: ][/quote]https://www.wuppertaler-rundschau.de/stadtteile/elberfeld-west/verletzte-nach-messerattacke-im-schienenersatzverkehr_aid-143879235


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 08:08
@socialme
Dazu der Gründer der Arche in einem lesenswerten Interview:
Siggelkow: Wir haben eine erhöhte Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen und Kindern. Das hat die neue Kriminalstatistik gezeigt. Vor allem, dass junge Leute keine Perspektiven mehr sehen – und es viele Flüchtlinge aus Herkunftsländern gibt, die mit Messern herumlaufen, weil dies als Statussymbol gilt. Andere wiederum schützen sich. Deswegen haben wir immer mehr Messerattacken in Deutschland: 79 am Tag. Wir müssen aufpassen, dass junge Leute nicht zu schnell übergriffig werden.
...
Einerseits hat der Lehrer kaum ein Ansehen, andererseits hat die Polizei kaum ein Ansehen. Und vielleicht müssen wir in diesem Sicherheitsbereich mehr justieren. Das heißt jetzt nicht, dass jeder Migrant oder jeder geflüchtete Mensch ein Schwerverbrecher ist. Aber es sind einfach zu viele Einzelfälle.

Wir erleben das in unserer eigenen Einrichtung. Häufig gehen Mädchen mit Messern abends nach Hause, um sich selbst zu schützen. Wir erleben auch, dass die Gewaltbereitschaft immer schneller steigt. Früher sagte man: ‚Ich hau‘ dir aufs Maul‘. Heute zieht man das Messer und sticht zu. Das kann nicht sein.
Quelle:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article256328444/arche-gruender-schlaegt-alarm-es-muss-regeln-geben-und-die-setzen-wir-nicht-ein-indem-wir-sagen-okay-wir-haben-multikulti.html

Dazu kommen halt so Dinge wie Gewalt als Mutprobe, weil im Knast sowieso kein Platz frei ist uswusw
Gilt auch für deutsche Täter, da wird's ja auch eher schlimmer als früher. Und es sind nicht nur junge Leute, die älteren drehen ja gefühlt auch in grösserer Zahl derbe ab


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15.02.2026 um 08:39
@abberline
genau, früher waren Lehrer, Polizisten Respektpersonen gewesen. Dieser Respekt ist irgendwie völlig verloren gegangen. Wundert ja letztlich nicht, wenn es sogar Politikerinnen gibt, die Aufschriften tragen, Polizisten seien Bastards.


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15.02.2026 um 08:59
Zitat von socialmesocialme schrieb:Wundert ja letztlich nicht, wenn es sogar Politikerinnen gibt, die Aufschriften tragen, Polizisten seien Bastards.
Der Slime Song ist aus den frühen 80ern, das häng ich nicht so hoch, der Spruch ging früher bei uns auch in der Schule rum - und im "Killed By Death" Video von Motörhead ( ca 1984) kam die Polizei auch so semi gut weg. Wobei ich eher nicht glaube, dass junge Politiker die Songs noch kennen.
Daran liegt 's nicht - bisschen jugendliche Rebellion ist eine Sache - nur ist heute eine ungesunde Mischung entstanden. Kein Respekt trifft Mutprobe trifft kurze Zündschnur trifft "passiert nicht viel" trifft kein Platz im Knast trifft "kann man nicht rauswerfen" trifft soziale Spannungen trifft keine Perspektive trifft Abstumpfung trifft noch einigrs mehr


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15.02.2026 um 09:06
@abberline
naja Politiker haben eine Vorbildsfunktion, was ich privat mache ist eine Sache, aber solche öffentlichen Statements finde ich es unangemessen. Wir relativieren eben immer mehr Dinge, ich finde es fürchterlich und letztlich führt das alles zu dem was jetzt ist. Es war früher eben nicht immer alles schlecht gewesen... genauso wenig muss man heute alles schönreden.


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15.02.2026 um 11:20
Zitat von socialmesocialme schrieb:Es wurden erneut Menschen mit einem Messer in einem Bus in Wuppertal Elberfeld zum Teil schwer verletzt. Das kann es doch langsam echt nicht mehr sein. Das Tragen eines Messers, scheint bei einigen selbstverständlich zu sein um es mal eben zu zücken und andere niederzustechen.
Ich denke, dass liegt oft auch daran, wenn die Menschen so sozialisiert oder eben auch gar nicht sozialisiert wurden, dass man sich auf den Staat als Durchsetzung von Recht und Ordnung verlassen kann. Es gibt Länder da kommt eben keiner wenn du die Polizei rufst weil du angegriffen wurdest, deswegen bewaffnen sich die Menschen vermutlich selbst.


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 11:34
Zitat von socialmesocialme schrieb: genau, früher waren Lehrer, Polizisten Respektpersonen gewesen. Dieser Respekt ist irgendwie völlig verloren gegangen. Wundert ja letztlich nicht, wenn es sogar Politikerinnen gibt, die Aufschriften tragen, Polizisten seien Bastards.
Ich arbeite an einer Brennpunktschule, bei uns gibt es sehr viele Schülerinnen und Schüler, die Gewalterfahrungen haben.

Es fängt an mit instabilen Beziehungen im Elternhaus, häufige Umzüge, Verrohung der Sprache und einer "abgeschafften Kindheit". Die Schüler reden "zum Spaß" schon so miteinander: "Hey, Hurensohn, was geht?". Konflikte werden selten rein verbal ausgetragen, oft reichen dazu auch die sprachlichen Mittel nicht, man muss ständig dazwischengehen und schlichten. Wir wohnen ländlich (trotzdem ist das Einzugsgebiet unserer Schule von der Problematik her eher städtisch), der Ort beispielsweise ist von Wald umgeben. Wir haben in der 5. Klasse begonnen, in Biologie Waldtage einzuführen und dabei stellt sich häufig heraus, dass in eine Klasse von 30 Kindern fünf schon einmal im Wald waren, obwohl er in Sichtweite der Schule liegt. D.h. die gesamte Umgebung ist sehr reizarm, viele SuS langweilen sich den gesamten Tag in der Schule, da sie der Stoff nicht interessiert, gehen dann nach Hause und verbringen den restlichen Tag vor der Playstation etc., wo sie Spiele spielen, wo es häufig um Gewalt geht und die sie als interessant empfinden. Im öffentlichen Nahverkehr, in der erzwungenen Nähe, kommt es dann auch häufig zu Konflikten, bzw. viele Erwachsene meiden die typischen Schülerlinien aus dem Grund.


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 11:35
@abberline

Wie viele Messerstecher, die andere schwer verletzten oder gar getötet haben, laufen denn frei rum weil in Haftanstalten kein Platz mehr sei?


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15.02.2026 um 11:44
@Bone02943
Ich bezog mich auf den Gründer der Arche und es gibt ja auch noch ne Nummer unter jemanden umbringen. Bedrohen, leicht mit Messer verletzen etc ist ja wohl schlimm genug. Verharmlosen hilft jedenfalls nicht dem Schutz vor aggressiven Tätern
WELT: Ist aber nicht auch vielleicht ein Problem, dass es keine ausreichenden Strafen gibt. Wir sehen das bei vielen Straftätern, bei denen herauskommt, dass sie bereits eine Strafakte mit 20 Einträgen hatten. Passiert ist gar nichts, außer ein paar Worten. Also warum schafft man es nicht, da auch wirklich hart durchzugreifen?

Siggelkow: Also ich würde mal vorsichtig sagen: ‚Im Kittchen ist kein Zimmer frei.‘ Es gibt viel zu viele Delikte heute. Es gibt zu viele junge Leute, die etwas anstellen. Es ist ja auch schon eine Mutprobe, heute etwas zu machen, weil man in der Regel weiß, die Polizei macht zwar eine Anzeige, aber es dauert sehr lange, bis es bei der Staatsanwaltschaft landet. Und häufig ist der Polizei auch die Hände gebunden.
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article256328444/arche-gruender-schlaegt-alarm-es-muss-regeln-geben-und-die-setzen-wir-nicht-ein-indem-wir-sagen-okay-wir-haben-multikulti.html
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:denke, dass liegt oft auch daran, wenn die Menschen so sozialisiert oder eben auch gar nicht sozialisiert wurden, dass man sich auf den Staat als Durchsetzung von Recht und Ordnung verlassen kann.
Das denk ich auch.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:D.h. die gesamte Umgebung ist sehr reizarm, viele SuS langweilen sich den gesamten Tag in der Schule, da sie der Stoff nicht interessiert, gehen dann nach Hause und verbringen den restlichen Tag vor der Playstation etc., wo sie Spiele spielen, wo es häufig um Gewalt geht und die sie als interessant empfinden. Im öffentlichen Nahverkehr, in der erzwungenen Nähe, kommt es dann auch häufig zu Konflikten, bzw. viele Erwachsene meiden die typischen Schülerlinien aus dem Grund.
Auch hier Zustimmung. Nur wie bekommt man die Kids von der Abstumpfung weg? Oder der Playstation, Handy etc im Übermaß und wieder zu Interesse an anderen Dingen?


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 11:51
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:D.h. die gesamte Umgebung ist sehr reizarm, viele SuS langweilen sich den gesamten Tag in der Schule, da sie der Stoff nicht interessiert, gehen dann nach Hause und verbringen den restlichen Tag vor der Playstation etc., wo sie Spiele spielen, wo es häufig um Gewalt geht und die sie als interessant empfinden. Im öffentlichen Nahverkehr, in der erzwungenen Nähe, kommt es dann auch häufig zu Konflikten, bzw. viele Erwachsene meiden die typischen Schülerlinien aus dem Grund.
Danke für den persönlichen Bericht, ich finde aber, je nachdem was du unter "reizarme Umgebung meinst" die Schlussfolgerung seltsam. Es klingt nun so als wenn ländliche Räume indirekt Konflikte fördern weil allen langweilig ist und sie sich dann nur Zuhause mit Games isolieren.
Aber ja das mit den "Schülerlinien" kann ich nachvollziehen, selbst wenn es keine direkte Gewalt gibt, so ist es doch sehr nervig, wenn der ganze Bus voll mir brabbelnden Schülern ist die sich möglicher weise gegenseitig aus Spass schubsen, laut kreischend lachen, Musik auf Laufsprecher hören usw. Das fördert eine Grundstimmung auch schnell andere Fahrgäste aggressiv machen kann, die vllt. Morgens einfach nur in Ruhe zur Arbeit fahren wollen.


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Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 11:56
Zitat von abberlineabberline schrieb:Auch hier Zustimmung. Nur wie bekommt man die Kids von der Abstumpfung weg? Oder der Playstation, Handy etc im Übermaß und wieder zu Interesse an anderen Dingen?
Mein Chef sagt immer, dass man die prägenden Jahre vermutlich schon verpasst hat, wenn sie bei uns in der Sekundarstufe ankommen. Das Jugendamt schaut immer, dass die Kinder möglichst viel Zeit im Kindergarten verbringen (Ganztagesgruppe), allerdings gibt es wohl häufig den Fall, dass die Eltern es oft gar nicht schaffen, sie rechtzeitig zu bringen und sie dann lieber den gesamten Tag im Haus (vermutlich vor dem Fernseher oder Tablet) abhängen.

Der Kindergarten wie auch wir sind wirklich damit beschäftigt, eigentlich elementare Dinge beizubringen, so doof es klingt, die Hauswirtschaftslehrerin kämpft z.B., dass die SuS dann irgendwann lernen, wie man halbwegs vernünftig mit Besteck isst.
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Danke für den persönlichen Bericht, ich finde aber, je nachdem was du unter "reizarme Umgebung meinst" die Schlussfolgerung seltsam. Es klingt nun so als wenn ländliche Räume indirekt Konflikte fördern weil allen langweilig ist und sie sich dann nur Zuhause mit Games isolieren.
Das hast du in der Stadt natürlich auch. Du hast generell Schüler, die aus ihrem Kietz überhaupt nicht rauskommen, sie kennen wirklich nur ihr eigenes Stadtviertel (oft sozialer Brennpunkt), die Innenstadt und die Schule. Da gibt es keine vernünftige partizipierende Freizeitgestaltung, z.B. Mitgliedschaft im Verein. Schulstoff interessiert sie nicht und sie haben ganz wenig Anknüpfungspunkte. Ich musste erst wieder in Bio auf den Schulhof, weil in Klasse 5 nur drei Sus wussten, dass es einen Unterschied zwischen Laub- und Nadelbäumen gibt und mal zwei Bäume anschauen - sie nehmen die Umwelt gar nicht differenziert wahr. Ähnlich sieht es mit nicht erlerntem Sozialverhalten aus. Da haust du dem anderen halt "eins rein", um einen Konflikt zu beenden, weil du es anders gar nicht gelernt hast. Klar gibt es bei uns dann Anti-Aggressionstraining und soziales Lernen, damit kommst du aber gegen die Grundverhaltensweisen nicht immer an.


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