Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

632 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bahn, BUS, Bahnhof ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 19:11
@abberline


Muss das korriegieren, denn in dem Artikel geht es nicht um Niedersachsen, werde aber speziell für Niedersachen gleich auch noch was raussuchen.
Die Deutsche Bahn hat ein Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an 25 Bahnhöfen gestartet. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität spürbar zu verbessern und das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu stärken. Das Programm ist Teil der im September 2025 von Bundesverkehrsminister Schnieder vorgestellten „Agenda für zufriedene Bahnkunden“.

Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Das ist eine gute Initiative. Saubere, sichere und gut wahrnehmbare Bahnhöfe sind eine zentrale Voraussetzung dafür, den Schienenverkehr für alle Menschen attraktiv zu gestalten. Bahnhöfe sind die Visitenkarte der Bahn.“

Mit dem Hauptbahnhof Hannover ist einer der größten und meistfrequentierten Bahnhöfe Niedersachsens Teil des Sofortprogramms. Täglich nutzen tausende Reisende diesen Knotenpunkt, die von den Maßnahmen profitieren werden.

Tonne: „Gleichzeitig zeigt sich, dass der Handlungsbedarf über die 25 Bahnhöfe hinaus deutlich größer ist. An vielen weiteren Stationen mangelt es nach wie vor an einem angemessenen Erscheinungsbild und an einem ausreichenden Sicherheitsempfinden. Ziel muss es sein, dass jeder Bahnhof und jede Station zum Bahnfahren einlädt und nicht als Zumutung empfunden wird.“

Positiv zu bewerten ist in diesem Zusammenhang auch die Ausweitung des sogenannten „DB-Frühjahrsputzes“ von bislang 700 auf künftig 1.400 Bahnhöfe. Dies ist aus Landessicht ein erster wichtiger Schritt, auch wenn bislang keine detaillierte Liste der einbezogenen Stationen vorliegt. Tonne: „Das Sofortprogramm für Sicherheit setzt dort an, wo die Fahrgäste unmittelbar mit dem Schienenverkehr in Berührung kommen: an den Bahnhöfen. Ich freue mich, dass es der neuen Bahnchefin gelungen ist, dieses Programm so schnell aufzustellen und umzusetzen. Ich erwarte, dass dies nur der Anfang von vielen Maßnahmen der DB ist.“
Quelle: https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/db-stellt-sofortprogramm-fur-sicherheit-und-sauberkeit-an-bahnhofen-vor-248147.html


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 19:17
Ich kann mich noch erinnern, vor 15 Jahren etwa bin ich oft mit ein paar Trainspottern unterwegs gewesen. Um diesem Hobby zu frönen, hängt man zum Teil ziemlich lange an Bahnhöfen rum. Oft wurde man damals von der DB Sicherheit oder Bundespolizei angesprochen, die ständig patrouillierten. "Sie sind uns aufgefallen".
Hat mich ziemlich genervt, weil ich dachte, dass sie sich mal lieber um Menschen kümmern sollten, die wirklich Stress machen.

Wer weiß, ob man heute noch auffallen würde. Die Atmosphäre an Bahnhöfen hat sich verändert. Gerade am neuen Hbf in Berlin (anfangs von vielen kritisiert, weil dort angeblich nichts los wäre und alls so "steril" sei) konnte man in den knapp 20 Jahren seines Bestehens praktisch dabei zuschauen, wie immer mehr unangenehme Klientel sich dort breit gemacht hat, und der gesamte Bereich immer mehr verwahrloste.

Bin heute nur noch selten an solchen Orten unterwegs, und schon gar nicht zum "Verweilen" (wenngleich das immer das Konzept der Werbegemeinschaft war). Bahnhöfe sind Un-Orte geworden, wie so viele Bereiche im öffentlichen Raum.


2x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 19:19
@Rhapsody3004
Beeindruckend...1,7 Mio für Sicherheitspersonal in einem ganzen Bundesland....sind das überhaupt 30 Mitarbeiter?...wenn man mit Schicht, Wochenende, Urlaub, Krankheit rechnen...wieviele sind da im Einsatz täglich ? 15?
Außerdem warum soll Steuergeld in die Sicherheit einfließen?


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

15.02.2026 um 20:45
Zitat von philaephilae schrieb:Gerade am neuen Hbf in Berlin (anfangs von vielen kritisiert, weil dort angeblich nichts los wäre und alls so "steril" sei) konnte man in den knapp 20 Jahren seines Bestehens praktisch dabei zuschauen, wie immer mehr unangenehme Klientel sich dort breit gemacht hat, und der gesamte Bereich immer mehr verwahrloste.
Und den find ich noch eher harmlos. Hannover ist da schon eine andere Hausnummer in Sachen Asi. In Frankfurt sieht man den Klientel Unterschied schön zwischen Hbf und Bhf Flughafen.
Zitat von philaephilae schrieb:Bahnhöfe sind Un-Orte geworden, wie so viele Bereiche im öffentlichen Raum.
Leider ja, einladend ist da meist nix, eher zum schauen, dass man wegkommt.


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

16.02.2026 um 09:31
Zitat von philaephilae schrieb:Gerade am neuen Hbf in Berlin (anfangs von vielen kritisiert, weil dort angeblich nichts los wäre und alls so "steril" sei) konnte man in den knapp 20 Jahren seines Bestehens praktisch dabei zuschauen, wie immer mehr unangenehme Klientel sich dort breit gemacht hat, und der gesamte Bereich immer mehr verwahrloste.
Vielleicht bin ich naiv, aber ich finde gerade den Berliner Hbf. nach wie vor eher vergleichsweise angenehm und "harmlos". Und was den Frankfurter Hbf. betrifft, finde ich es im eigentlichen Gleisbereich normalerweise auch nicht so gravierend. Viel schlimmer finde ich den Bereich unmittelbar außerhalb des Bahnhofs, weswegen ich den Frankfurter Hbf. überwiegend und am liebsten gleich in Richtung S- oder U-Bahn verlasse.

Dass Bahnhöfe mancherorts zu "Unorten" wurden, liegt meines Erachtens zum Teil auch an den Umständen, die die Bahn selbst zu verantworten hat. Viele große und weniger große Bahnhöfe wurden vernachlässigt, die Gebäude nicht gepflegt, Ladenpassagen stehen leer oder wurden mit Ramschläden belegt, es gibt finstere ungastliche Unterführungen, und so weiter. Ich finde, es würde wahrscheinlich schon was bringen, wenn die Bahnhöfe eher wie wertgeschätzte Aufenthaltsorte gestaltet werden würden (das führt meines Erachtens auch dazu, dass "zwielichtige Personen" sich andere Orte suchen und stattdessen sich lieber die Reisenden länger aufhalten).


4x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

16.02.2026 um 13:57
Zitat von martenotmartenot schrieb:Dass Bahnhöfe mancherorts zu "Unorten" wurden, liegt meines Erachtens zum Teil auch an den Umständen, die die Bahn selbst zu verantworten hat.
Naja, Bhfe wurden zumindest in der BRD, ich schätze so ab der Mitte der 70er zu "Unorten". Das könnte mit der steigenden Obdachlosigkeit zutun haben, in meinem Heimatkaff ist mir das Mitte der 80er aufgefallen als mein Schwager die Bhf-Kneipe übernommen hatte. Dort "hingen" immer 15-20 Obdachlose auf dem Vorplatz und abends im Bhf rum. Eigentlich auch logisch, zum Betteln einer der besten Ort. Dazu waren große Bhf auch Anziehungspunkte für Prostitution und somit iwann im Zuge steigender Drogensucht auch für Beschaffungskriminalität, vergl. "Bahnhofsstriche" oder auch "Christiane F.". Womit du Recht hast ist, das die Bahn nicht viel dagegen getan hat. Man hatte zwar eine eigene Bahnpolizei, die Bhf waren sogar eine Art "exterterritoriales Gebiet". Ein Konzept außerhalb "Platzverweis und morgen gehts wieder los" scheint man nicht gehabt zu haben.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Viele große und weniger große Bahnhöfe wurden vernachlässigt, die Gebäude nicht gepflegt, Ladenpassagen stehen leer oder wurden mit Ramschläden belegt, es gibt finstere ungastliche Unterführungen, und so weiter.
In den Zeiten der entstehenden Probleme war die Bahn ein reiner Staatskonzern, was mit dem Geld passiert ist weiß ich nicht. Jedocht hat sich schon in den 80ern der Trend entwickel, an allen Ecken und Enden zu sparen. Der Bhf meiner Heimat hatte ~114 Gleise, 2 Betriebswerke, Verbindungen aus/in alle Regionen, Güterbhf (Stichwort Langer Heinrich, fuhr 40 Meter hinter unserem Haus her). Iwann hat man alles auf ~6 Gleise eingedampft, die Läden wurden (auch schon vorher) Spielhallen welche auch nicht unbedingt die seriösesten Menschen angezogen haben. Bhf waren, (teilweise) im Gegensatz zu heute eben Bhf. Keine großen Läden, es ging um Reisen, für Wartende eine gastronomische Grundversorgung, Zeitungen für die Zugfahrt. Man hatte nicht erkannt das man auch Kunden aus der Stadt rekrutieren könnte. Somit hatte man auf vielen Bhf eben Leerstand, iwann wurde die Bahnpolizei zusammengestrichen, dann gingen die Aufgaben an den BGS (heute Bundespolizei), mit nicht wirklich mehr Personal! Und dann hat man sich gewundert, warum Bhf und das Umfeld als "Schmuddelecken" galten.

Bevor es ganz OT wird, soweit mal ein Versuch eines Erklärungsansatzes, warum Bhf und deren Gelände (die teilweise riesig waren) das wurden, was sie heute sind.


1x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

16.02.2026 um 14:00
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Das könnte mit der steigenden Obdachlosigkeit zutun haben
Ich würde meinen, dass es auch mit dem fehlenden Interesse der Bahn an den Bahnhöfen als wichtigen Teil der Verkehrs-Infrastruktur zu tun hat. Man hat die meisten Bahnhöfe geradezu absichtlich verrotten lassen, und ich vermute, dass diese Geringschätzung und Verwahrlosung der Bausubstanz mit dazu beigetragen hat, dass so viele Bahnhöfe momentan so ungastlich sind.

Wenn ich z.B. an die Schweiz denke, da gibt es oft noch wirklich gute und schöne Bahnhofsrestaurants, in denen man gut und gemütlich sitzen und essen kann.


1x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

16.02.2026 um 14:34
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich würde meinen, dass es auch mit dem fehlenden Interesse der Bahn an den Bahnhöfen als wichtigen Teil der Verkehrs-Infrastruktur zu tun hat. Man hat die meisten Bahnhöfe geradezu absichtlich verrotten lassen, und ich vermute, dass diese Geringschätzung und Verwahrlosung der Bausubstanz mit dazu beigetragen hat, dass so viele Bahnhöfe momentan so ungastlich sind.
Natürlich hatte man erst kein Interesse und später eben kein Geld mehr. Das passiert wenn man etwas nicht kontinuierlich pflegt. Und natürlich ist das ein Grund, warum man heute soviel Geld in die Hand nehmen muß und dennoch nicht viel mehr als "Schönheitsreparaturen" hinbekommt. Denn man hat dazu auch das Schienennetz ausgedünnt, nicht instand gehalten, etc.

DE lebt gerade bei der Verkehrsinfrastruktur sein Jahrzehnten aus dem Bestand.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Wenn ich z.B. an die Schweiz denke, da gibt es oft noch wirklich gute und schöne Bahnhofsrestaurants, in denen man gut und gemütlich sitzen und essen kann.
Das wiederum ist die Folge von "Bahnhöfe sind Schmuddelecken mit zwielichtigen Menschen" und der fehlenden Vision in den 80ern. Dagegen kenne ich stillgelegte und verkaufte Bhf, die genau so genutzt werden.

Aber wie gesagt ist das Thema "verfallene Bhf und deren Infrastruktur" nur ein Aspekt zum eigentlichen Thema hier. Bhfe als eine Art "Hotspot" für Kriminalität ist schon lange ein Thema, auch Gewalt. Allerdings hat sich die Gewalt auch "weiterentwickelt", iSd "Gewaltart". Das ist aber kein spezifisches Problem, das zieht sich mMn durch alle Orte. Wir haben zwar seit Jahren sinkende Statistiken aber die Arten der Gewalttaten scheinen "spektakulärer" geworden zu sein.

Woran es liegt, das Hemmschwellen augenscheinlich sinken? Das die Gesellschaft scheinbar gleichgültiger wird, iSv sich vor Ort einmischen? Ich hätte da eine ferne Ahnung aber nichts, was ich ohne große Recherche belegen (oder eben auch nicht) könnte. Bhf und deren Verfall sind aber keine Ursache, sie sind "nur" Orte, die die passenden Gelegenheiten bieten (salop ausgedrückt)


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 11:27
Zitat von martenotmartenot schrieb:Vielleicht bin ich naiv, aber ich finde gerade den Berliner Hbf. nach wie vor eher vergleichsweise angenehm und "harmlos".
Da magst du recht haben. Ich finde aber schon den Vergleich zwischen der Anfangszeit und Heute erschreckend.


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 11:44
Zitat von martenotmartenot schrieb:Vielleicht bin ich naiv, aber ich finde gerade den Berliner Hbf. nach wie vor eher vergleichsweise angenehm und "harmlos". Und was den Frankfurter Hbf. betrifft, finde ich es im eigentlichen Gleisbereich normalerweise auch nicht so gravierend. Viel schlimmer finde ich den Bereich unmittelbar außerhalb des Bahnhofs, weswegen ich den Frankfurter Hbf. überwiegend und am liebsten gleich in Richtung S- oder U-Bahn verlasse.
Es sei Ihnen gegönnt, wenn Sie in Berlin am Hauptbahnhof nicht mit
der Kriminalität in Berührung kommen.
Die Statistik ist wohl einen andere.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/gewalt-an-bahnhofen-steigt-am-hauptbahnhof-in-berlin-passieren-deutschlandweit-die-meisten-delikte-13296130.html

Wobei das direkte Umfeld in Frankfurt am Main und Dortmund sicherlich gefährlicher ist.
In Berlin findet man ein solches Umfeld am Kottbusser Tor.


2x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 11:52
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Es sei Ihnen gegönnt, wenn Sie in Berlin am Hauptbahnhof nicht mit
der Kriminalität in Berührung kommen.
Ja, ich bin da nur Fahrgast und nutze den Bahnhof in erster Linie, um Züge und Bahnen zu erreichen oder zu verlassen. Gelegentlich habe ich auch schon in der Apotheke was eingekauft.


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 11:57
Von Regensburg Hbf war ich letztes Jahr auch entsetzt. :shrug:


1x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 12:02
Zitat von soomasooma schrieb:Von Regensburg Hbf war ich letztes Jahr auch entsetzt. :shrug:
Diesen Bahnhof finde ich insgesamt nicht besonders charmant (sondern zu klein, unübersichtlich, veraltet, hat keine Aufenthaltsqualität).


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 16:37
Zum Thema verfallene Bahnhöfe:
Bahnreform ist Ursache für den flächendeckenden Verkauf
Der Grund dafür liegt Jahrzehnte zurück. Mit der Bahnreform in den 1990er-Jahren änderte sich der Blick auf die Gebäude. Die Deutsche Bundesbahn sollte an die Börse gehen, Wirtschaftlichkeit rückte in den Vordergrund. Empfangsgebäude galten nicht mehr als Teil der Eisenbahninfrastruktur, für die der Bund zuständig ist. Stattdessen sollte die Bahn selbst sie über Mieteinnahmen finanzieren. Viele Gebäude verkaufte der Konzern, um an Geld zu kommen und Kosten zu sparen.
Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/deutsche-bahn-verkauft-bahnhoefe-folgen-fuer-fahrgaeste-auf-dem-land-49850513

[
Zitat von martenotmartenot schrieb:Vielleicht bin ich naiv, aber ich finde gerade den Berliner Hbf. nach wie vor eher vergleichsweise angenehm und
Geht mir auch so, den Hbf in Berlin find ich recht harmlos, da gibt es ganz andere Kaliber
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Berlin findet man ein solches Umfeld am Kottbusser Tor.
Das ist aber ganz woanders. Da sind die Dealer recht aggro, das stimmt. Aber Kreuzberg, Wedding, Reinickendorf oder Neukölln sind nicht so richtig mit Mitte vergleichbar (auch wenn es da komische Ecken gibt - Alex und so), falls Du mal Stadtteilhopping machst.
Hellersdorf, Charlottenburg oder Kaulsdorf sind auch harmlos. Aber Hbf ist echt (für so einen grossen Bhf) verhältnismäßig friedlich und angenehm


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 16:45
@abberline

Jepp, die Bundespolizei hat dort am Hauptbahnhof ja auch eine eigene Wache, nur für den Bahnhof.

Das ist am Bahnhof Südkreuz auch so.

Brennpunkte halt mit viel Durchgangsverkehr.


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 21:19
Mitlerweile gibt es neue Ideen wie man der zunehmenden Gewalt gegen Bahnpersonal etwas entgegensätzen kann. Gewaltprävention durch konsequentes wegrationalisieren der potenziellen Opfer/Angriffsflächen! Kann man ja auch analog auf andere Bereiche übertragen, Weihnachtsmärkte, pardon, Wintermärkte, Freibäder usw.

Warum ist da vorher keiner drauf gekommen?
In der Debatte um mehr Sicherheit für Zugbegleiter machen sich Politiker und Polizeivertreter für weniger Ausweiskontrollen in Zügen stark.
Man habe festgestellt, dass Identitätskontrollen Auslöser für erhebliche Aggressivität seien, sagte Bundesverkehrsminister Schnieder dem „Handelsblatt“ zur Begründung.
https://www.deutschlandfunk.de/weniger-ausweiskontrollen-sollen-gewalt-verringern-102.html


3x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 21:39
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Mitlerweile gibt es neue Ideen wie man der zunehmenden Gewalt gegen Bahnpersonal etwas entgegensätzen kann. Gewaltprävention durch konsequentes wegrationalisieren der potenziellen Opfer/Angriffsflächen! Kann man ja auch analog auf andere Bereiche übertragen, Weihnachtsmärkte, pardon, Wintermärkte, Freibäder usw.

Warum ist da vorher keiner drauf gekommen?
Klar, keine Kontrollen & keine Sicherheitskräfte, am Besten noch gar keine Fahrgäste, das macht Sinn.

Dann kann jeder machen was er will. Es lebe die Anarchie!

Was für ein Blödsinn!


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 21:59
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Mitlerweile gibt es neue Ideen wie man der zunehmenden Gewalt gegen Bahnpersonal etwas entgegensätzen kann. Gewaltprävention durch konsequentes wegrationalisieren der potenziellen Opfer/Angriffsflächen!
Was ich schlimm finde, ist, dass sich umstehende Personen durch weniger Kontrolle häufiger in einer Position sehen, in der sie schlichtweg alleine gelassen werden. Meiner Erfahrung nach - ich pendele täglich mit der Straßenbahn und fahre auch regelmäßig Zug - verhalten sich Menschen, die dann bei einer Kontrolle ausflippen vorher nämlich keineswegs normal. Die sind auch vorher schon auffällig, bis aggressiv, haben aber eben (noch) kein Ziel, auf das sie ihre Aggressivität richten können.

Leider besteht aber nicht immer die Möglichkeit, Abstand zu solchem Klientel zu schaffen. Im schlimmsten Fall klebt man förmlich an solchen Leuten dran, wenn Bus oder Bahn mal wieder besonders voll sind. Und dann "darf" man sich quasi tot stellen, damit man die Aufmerksamkeit dieser Menschen nicht auf sich zieht. Ohne Gewähr, dass das dann auch klappt.

In Straßenbahnen steige ich dann aus. Lieber warte ich 10-20 Minuten auf die nächste Bahn, bin aber in Sicherheit. Im Zug, gerade wenn man mit Zugbindung fährt, Anschlüsse erreichen muss und/oder (halbwegs - wir reden hier immerhin von der DB) pünktlich am Ziel sein will, klappt das aber leider nicht.


2x zitiertmelden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

17.02.2026 um 22:10
Ich nutze morgens oft eine kleine Bedarfshaltestelle in einem Industriegebiet, an der man nicht zufällig vorbeikommt, man fragt sich manchmal, warum es sie überhaupt gibt, sie liegt außerhalb und bietet Busanbindungen in die umliegenden Dörfer. Es ist, trotz nettem Fahrradständer, leider nicht möglich, sie mit dem Fahrrad zu erreichen, wenn man das intakt wiederhaben will. Meine Tochter hat das einen Sommer lang gemacht für ein Praktikum und ihr wurden dreimal die Reifen aufgeschnitten - und wir hatten das Rad schon wohlweislich bei einer Wohnungsauflösung gekauft, man sah ihm an, dass es alt war und es hätte auch einer sehr armen Person gehören können.

Die Haltestelle ist voller Graffiti, das sehr häufig wechselt. Neuerdings liegt ein aufgeplatzter Müllsack mit verschimmelten Kartoffeln an einem Ende, was faszinierend ist, weil ja jemand den Müllsack mindestens einen Kilometer angeschleppt haben muss, um ihn da hin zu werfen. Der Halteknopf (ist ein Bedarfshalt) funktioniert seit Jahren nciht mehr, da er dreimal hintereinander "weggeschmort" wurde, die Beschädigung bekommt man mit einem Feuerzeug gar nicht hin. Letzte Woche wurde nun eine Scheibe des Wartehäuschens zerdeppert. Da es "leider" Sicherheitsglas war, wurde auch noch der Schaukasten mit dem Fahrplan eingetreten, da gab es dann wenigstens richtige Scherben.

Mitunter sitzen in dem Wartehäuschen (rauchen ist ohnehin dort üblich) auch Leute, die da einfach sitzen. Der Zug kommt, fährt (und wir haben Stundentakt) und sie bleiben einfach da, wo man sich fragt: Warum? Und: Wie kamen die da her? Und wie gesagt ... wir leben auf dem Land. Inzwischen ist es so, dass mich Mr Mary morgens hinfährt, es sei denn, ich fahre mit dem (übervollen) Schülerzug, und mit mir wartet, bis der Zug kommt. Spätabends steige ich da gar nicht mehr aus, sondern ein Dorf früher, er holt mich ohnehin ab.


melden

Gewalt in Bus, Bahn und Bahnhöfen, Haltestellen

18.02.2026 um 05:17
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Mitlerweile gibt es neue Ideen wie man der zunehmenden Gewalt gegen Bahnpersonal etwas entgegensätzen kann.
Ich habe sowieso nicht ganz verstanden warum man bei der Bahn Ticketkontrolle seinen Ausweis zeigen muss.
Bei der BahnCard, altersgebundene Tickets schon...aber bei normalen Tickets? Ich habe es auf dem Handy oder in Hand, so fahre ich.
Das nervt übrigens auch bei innereuropäischen Flüge...wo ist der Unterschied ob ich mit Bahn, Auto, Flugzeug komme?


1x zitiertmelden