RayWonders
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Ramadan am Arbeitsplatz
um 18:19das weiß man ja für gewöhnlich nicht und das Fasten was bei uns mehr verbreitet ist, ist eher das Intervallfasten wo man nicht so lange nichts isst/trinkt (wenn man beim fasten denn überhaupt auch Trinken mit einschließt)?Photographer73 schrieb:Macht man sich diese Sorgen eigentlich auch bei Nicht-Muslimen? Wenn ein AN generell immer mal wieder fastet und dazu noch zu denjenigen gehört, die sehr wenig am Tag trinken?
hab mal nachgeschlagen und was gefunden dazu. tatsächlich scheint es laut einer Studie wenig nachweisbar, dass man kognitiv abbaut (allerdings wurde die Studie gemacht mit Auslassen 1 Mahlzeit und nicht mit Muslimen die den ganzen Tag z.b. nichts trinken).Tussinelda schrieb:ganz ohne Fasten
in dem Artikel steht dann unter anderem auch das noch:
Erst bei genauerer Analyse zeigen sich Nuancen: Wenn hungrige Testpersonen Aufgaben bearbeiten mussten, die mit Essen zu tun hatten, schnitten sie tendenziell schlechter ab. Bilder von appetitlichen Speisen oder Begriffe aus der Lebensmittelwelt scheinen ihre Gedanken stärker zu vereinnahmen als bei Personen, die zuvor gegessen hatten. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Hunger die Aufmerksamkeit vor allem dann bindet, wenn das Gehirn mit Essensreizen konfrontiert wird. Bei neutralen Aufgaben ohne Bezug zu Nahrung bestand dagegen kein Unterschied zur Leistung nach einer Mahlzeit. Anders formuliert: Hunger macht uns nicht dümmer – er macht uns lediglich empfänglicher für den Gedanken ans Essen.[...]
Die Metaanalyse zeigt zudem, dass nicht alle Menschen gleich empfindlich auf kurze Fastenphasen reagieren. Jüngere Teilnehmende verzeichneten etwas größere Leistungseinbußen als ältere Erwachsene, was darauf hindeuten könnte, dass mit dem Alter eine bessere Fähigkeit entsteht, Hunger zu regulieren. Auch der Zeitpunkt der Tests spielte eine Rolle: Am späten Nachmittag schnitten Teilnehmende etwas schlechter ab als am Vormittag. Erst nach mehr als 24 Stunden ohne Nahrung war ein leichter Rückgang der geistigen Leistung messbar – ein Fastenzeitraum, der im Alltag jedoch selten erreicht wird.
Warum erleben viele Menschen Hunger dennoch als lähmend? Hier kommt der psychologische Faktor ins Spiel. Ein Grund dafür liegt nicht im Körper, sondern im Kopf. Die Metaanalyse liefert Hinweise darauf, dass die Erwartungshaltung eine wichtige Rolle spielt. In einem der ausgewerteten Experimente wurden Teilnehmende vor einem kognitiven Test darauf vorbereitet, dass man mit leerem Magen langsamer denke. Diese Information allein führte dazu, dass ihre Leistung sank – selbst bei Personen, die gar nicht gefastet hatten. Die Forschenden deuten dieses Ergebnis als Hinweis auf einen Placebo- beziehungsweise Noceboeffekt. Wer überzeugt ist, hungrig unkonzentriert zu sein, verhält sich entsprechend. Ein Teil des „Hangry“-Mythos ist damit eher erlernt und kulturell geprägt als biologisch vorgegeben.Quelle: https://www.morgenpost.de/ratgeber-wissen/article410383752/fasten-leidet-die-konzentration-studie-ueberrascht-mit-ergebnissen.html







