Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Ein Leben ohne Handy

345 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Handy, Kommunikation, Verfügbarkeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ein Leben ohne Handy

02.04.2026 um 08:51
Zitat von soomasooma schrieb:Viele Telefonzellen hatten auch eine sog. Rückrufnummer und konnten angerufen werden.
Stimmt, aber Telefonzellen mit Rückrufnummer wurden meiner Erinnerung nach erst ca. in den Achtzigerjahren eingeführt (als die Apparate Wähltastaturen bekamen). In meiner Kindheit gab es das nicht. Damals hatten die Telefonapparate in den Zellen noch eine Wählscheibe.


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

02.04.2026 um 11:27
... ist auf alle fälle möglich - auch ohne grosse überwindung.
Zitat von martenotmartenot schrieb:aber Telefonzellen
habe ich eigentlich auch nur höchst selten benutzt.


melden

Ein Leben ohne Handy

02.04.2026 um 13:31
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Ich sträube mich, seit es damals raus kam, mit Händen und Füßen gegen Whatsapp.
Sicher, es ist ein Messenger wie viele. Die einen kommen ohne nicht mehr klar, die andern mögen ihn verteufeln (wie ich).
Ich nutze halt andere Wege und lebe auch noch ;)
Hier ist das leider sehr verbreitet. Wir haben jetzt auf einem alten, als Backup aufgehobenen Zweithandy einen gemeinsamen Account... Wofür genutzt?
- Geschäfte die weiter weg sind kontaktieren ob etwas vorrätig ist (keine Webseite, anrufen kann man nicht; und die Verfügbarkeit von Waren ist nicht wie in Deutschland)
- teils leider Kontaktmöglichkeit für Behörden, Post
Erste Nutzung: Verschollene Lieferung ausfindig machen. Eine verschollene Möbellieferung im Wert von ca. 1000 Euro war es uns dann doch wert, auf dem Althandy Whatsapp zu installieren. Hätte lieber Anruf, e-Mail, Webformular... genutzt.

Nicht genutzt für: Private Kommunikation. Auch nicht für Kommunikation mit Kollegen nötig.


melden

Ein Leben ohne Handy

02.04.2026 um 19:38
Habe gerade auf der Heimfahrt einen sehr interessanten Beitrag auf rbb info radio hören dürfen, in dem es um die Folgen des Handy-Wahns bei Kindern ging.

https://www.inforadio.de/rubriken/vis-a-vis/2026/02/digitaler-autismus-smartphone-kinder-katrin-kloepper.html

Die Psychologin vertritt dort die Leitlinie Bildschirmfrei bis 3 mit wirklich guten Argumenten und ziemlich krassen Beispielen für eine immer weiter um sich greifende Fehlentwicklung.

Kann ich nur jedem empfehlen, insbesondere Eltern von noch jungen Kindern ... dauert nur ca. 11 Minuten.


melden

Ein Leben ohne Handy

02.04.2026 um 19:49
@Peter0167
Sinnvoll finde ich die Initiative auch :) Mit den allermeisten Inhalten dürfte auch ein Kind unter 3 Jahren nichts bis wenig anfangen können (anfangen können = daraus lernen, davon profitieren), außer ggf. mal mit den Eltern zusammen (!) ein Foto anschauen, anrufen.
Gerade bei Mahlzeiten (da gehört m.E. hin: essen lernen, Essen genießen, sich unterhalten) und als "Hintergrundbedudelung" (stört immer rein, man kann den Inhalten auch nicht konzentriert folgen) hat es m.E. auch später nichts zu suchen.

(Bloß... muss man da von "digitalem Autismus" sprechen? Hat m.E. wenig damit zu tun, sondern mit einer Art von Vernachlässigung.)


melden

Ein Leben ohne Handy

02.04.2026 um 20:00
@Raspelbeere

So wie ich es verstanden habe, sind die Inhalte vollkommen Banane, es geht vielmehr darum, dass diese Technik unkontrolliert von Kleinstkindern zum Teil bis zu 18 Stunden am Tag genutzt wird, mit dramatischen Folgen.

Die Psychologin spricht davon, dass die Entwicklung der Kinder nicht nur gehemmt wird, sie findet gar nicht erst statt. Kinder die bereits zu sprechen angefangen hatten, hören damit wieder auf. Sie reagieren nicht mehr auf ihre Umgebung, erkennen andere Menschen nicht mehr, ....

Den Begriff des digitalen Autismus findet sie übrigens auch nicht gut, der stammt wohl von der Redaktion. :D


2x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

03.04.2026 um 00:37
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:So wie ich es verstanden habe, sind die Inhalte vollkommen Banane, es geht vielmehr darum, dass diese Technik unkontrolliert von Kleinstkindern zum Teil bis zu 18 Stunden am Tag genutzt wird, mit dramatischen Folgen.
Was ich meinte betreffend Inhalten:
- Ein so kleines Kind kann ggf. sinnvolle Inhalte noch gar nicht nutzen. Kein Dreijähriger kann z.B. recherchieren oder einen Sprachkurs nutzen, eine Wanderung planen, sich einen Bauplan für etwas heraussuchen und ihn umsetzen. Ein kleines Kind lernt erstmal: Sprache (von einem echten Gegenüber), Feinmotorik mit Alltagsgegenständen, Laufen, Grobmotorik/Sportlichkeit, soziale Fähigkeiten.
Ein älteres Kind kann das mit der Zeit (einen Computer zu etwas nutzen, das das Lernen anregt), wenn man es zu gegebener Zeit (!) da heranführt. (Würde z.B. schon sagen, dass für ein älteres (!) Kind ein paar Stunden sich mit Konstruktionsplänen für ein Modellflugzeug zu beschäftigen sinnvoller ist als die gleiche Zeit "Doomscrolling" - und dann folgt ja auch eine Aktivität, die außerhalb des Bildschirms stattfindet, etwa das Flugzeug bauen, einsetzen. Wie beim guten alten "Löwenzahn" (Peter Lustig).)

- Kleinste Nutzungen in sozialen Kontexten in Begleitung der Eltern werden meist auch bzgl. solcher Studien nicht als negativ gewertet, z.B.: mal beim Telefonieren mit der Oma ein bisschen was erzählen dürfen. Mal mit der Oma plaudern dürfen ist wahrscheinlich positiver, als die weiter weg lebende Oma die ersten drei Jahre nicht kennen zu dürfen. Auf eine Frage hin ein Bild zu zeigen und es gemeinsam anzuschauen und zu erklären dürfte, gerade wenn mal und gemeinsam, auch nicht schlechter sein als das Bild auf Papier zu zeigen oder gar nichts zu zeigen. (Für den Alltag würde ich schon das Papier empfehlen: Umblättern lernen, beim Malen Frustrationstoleranz lernen dass man eben nicht jeden Fehler spurlos wegradieren kann.)

Das, was du ansprichst, kritisiere ich genauso. Bei so vielen Stunden pro Tag, bei Kleinstkindern (die sicherlich nicht obiges machen) - was da an spielerischem, sozialem Lernen, an Kommunikation verloren geht... Handy in die Hand drücken, und dann läuft da etwas in rasender Geschwindigkeit, dazu laut und blechern, Eltern gehen null aufs Kind ein: finde ich übel. Man könnte bei z.B. einer Wartezeit besser etwas Ruhiges das besser die Augen und Motorik schult in die Hand drücken, wie diese kleinen Spielsachen für den Kinderwagen.
Daher: Nein, ich würde kleinen Kindern keine Handys anbieten. Schluss wäre bei mir da bei maximal sowas wie Telefonat mit der Oma oder auf eine Frage hin ein Bild zeigen wenn ich das in keinem Buch finden kann (und das zusammen anschauen). Und selbst für das ist man nicht mehr ganz so klein wie besagte Kleinstkinder. Und es ist nicht unkontrolliert, sondern kurz, im Beisein eines Erwachsenen und von diesem geleitet (siehe oben von dir aus dem Artikel: unkontrolliert).
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Den Begriff des digitalen Autismus findet sie übrigens auch nicht gut, der stammt wohl von der Redaktion. :D
Woher der kam, ist mir sehr wohl aufgefallen, das hatte ich schon richtig zugeordnet.

Nachtrag: Ich kann mir auch arg gut vorstellen, dass Eltern die überhaupt dazu neigen, ihrem Kind das Handy und dann noch so lange wie oben beschrieben zu geben selbst andauernd am Handy hängen.


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

03.04.2026 um 00:55
(War somit von mir nicht so gemeint, dass es auch gute Sachen für Kleinstkinder an PC, Tablet und Handy gäbe - sondern vielmehr, dass es ausgewählte Dinge gibt die m.E. für wesentlich ältere Kinder hin und wieder sinnvoll sein können, für so ein junges Kind aber einfach noch nicht nutzbar sind. Gilt übrigens auch beim guten alten Fernsehen: Ein Dokumentarfilm mag für ein Kind im Schulalter mal ganz gut sein - aber für ein Klein(st)kind bringt selbst dieser nichts. Kleine Kinder lernen auch von einem Sprecher, der nicht mit ihnen interagiert und nicht sichtbar ist, kaum etwas - Stichwort "Hörbuch als Vorleseersatz".)


melden

Ein Leben ohne Handy

04.04.2026 um 19:41
Digital Detox wäre radikal aber sicher gesünder als die extreme Internetsucht der Meisten Menschen. Der Wegfall vom Smartphone oder Boomer Handy würde den Kontakt wohl behindern besonders wenn man nicht gerade um die Ecke wohnt. Nur die Menschheit hat auch ohne technische Drogen überlebt.


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

04.04.2026 um 19:49
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Den Begriff des digitalen Autismus findet sie übrigens auch nicht gut, der stammt wohl von der Redaktion. :D
Er beschreibt aber das Problem ganz treffend, vom Wortsinn her.
neurologische Entwicklungsstörung, die sich durch Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, eingeschränkte Kommunikation sowie stereotype Verhaltensmuster äußert.
Quelle: Übersicht mit KI "Autismus"

Lediglich das "angeboren" in der Erklärung passt nicht, weil es erworben wird.


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

04.04.2026 um 22:43
Zitat von InterestedInterested schrieb:Lediglich das "angeboren" in der Erklärung passt nicht, weil es erworben wird.
Ein m.E. wichiger Aspekt (diese Antwort stammt von einer Autistin, d.h.: eine KI zum Erklären was Autismus ist brauche ich nicht, befasse mich damit schon ein bisschen länger...). Auch in den Details der Auswirkungen m.E. unterschiedlich:

Bestimmte bei Autismus häufige "stereotype Verhaltensmuster" werden sich so in ihrer Art durch intensive Handy-/Bildschirmmediennutzung eher nicht ergeben. Bei "Asperger-Syndrom" (btw.: mir ist bekannt, dass dieses im neuesten ICD nicht mehr separat genannt wird) ist z.B. ein früher und akkurater Spracherwerb häufig anzutreffen, welcher durch intensive Nutzung von Bildschirmmedien im Klein(st)kindalter sicherlich nicht hervorgerufen wird (eher das Gegenteil dürfte der Fall sein).
Auch die Art der Schwierigkeiten in sozialen Interaktionen dürfte sich unterscheiden. Nur "Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion" sagt wenig aus - einfachstes Beispiel: Wer introvertiert ist, keine gute Mimik aufweist und vieles wörtlich nimmt wird Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion haben, wer aggressiv ist (z.B. weil das Handy weggenommen wird, oder weil nie eine ruhige Interaktion erlernt wurde)auch, nur in ihrer Art ganz unterschiedlich.
Bei Autismus gehäuft vorkommende Reizempfindlichkeit (sensory overload), welche die KI leider völlig ignoriert, wir meines Wissens durch Mediennutzung auch nicht hervorgerufen.
Zitat von ScatterbrainScatterbrain schrieb:Digital Detox wäre radikal aber sicher gesünder als die extreme Internetsucht der Meisten Menschen. Der Wegfall vom Smartphone oder Boomer Handy würde den Kontakt wohl behindern besonders wenn man nicht gerade um die Ecke wohnt. Nur die Menschheit hat auch ohne technische Drogen überlebt.
Man kann auch z.B. durch Anrufe in Kontakt bleiben, durch e-Mails (am PC geschrieben), dazwischengestreut gerne mal ein Brief, ein Päckchen. Funktioniert, wenn einem an dem Kontakt wirklich etwas liegt und es kein flüchtiger ist. Halte so z.B. Kontakt zu Verwandten und Freunden auf einem anderen Kontinent (!).


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

05.04.2026 um 09:28
Es geht dabei um den Wortsinn @Raspelbeere

Es geht nicht darum, es mit echtem Autismus zu vergleichen. Es ist eine Umschreibung, um es zu verdeutlichen, welche Verhaltensmuster auftreten, die dem Autismus zugeschrieben werden. Damit man eine Vorstellung davon bekommt.

Du kannst gar nicht wissen oder das so beantworten.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Bestimmte bei Autismus häufige "stereotype Verhaltensmuster" werden sich so in ihrer Art durch intensive Handy-/Bildschirmmediennutzung eher nicht ergeben.



melden

Ein Leben ohne Handy

06.04.2026 um 14:27
Zitat von cejarcejar schrieb am 28.03.2026:Paulanergarten, sorry
Wieso Sorry? War der Osterhase faul?


melden

Ein Leben ohne Handy

06.04.2026 um 22:26
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 08.03.2026:Könnt ihr euch ein Leben ohne Handy vorstellen?
Nein. Da würde mir definitiv etwas fehlen. Ich kommuniziere viel mit dem Handy.
Es ist praktisch, weil so schnell, binnen weniger Minuten, Absprachen, Verabredungen, Rückfragen usw. erfolgen können.
Es gibt Apps, die für mich sinnvoll und hilfreich sind.
Manche Tickets und Codes hat man in elektronischer Form dabei.
Ich höre auch Hörbücher und Hörspiele.
Ich nutze die Fotofunktion.
Und auch die Schritte werden gezählt.
Navigation über Google Maps.

Es gibt sehr viel Nützliches.


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

06.04.2026 um 22:54
Zitat von nairobinairobi schrieb:Es gibt sehr viel Nützliches.
Same here.
Hab 3 Wochen wie in den 90ern gelebt, und es ging mir hart auf die Eier. Insbesondere wegen Absprachen, ohne Option auf Brieftauben.


melden

Ein Leben ohne Handy

07.04.2026 um 23:16
Eins vorweg: ich hab nicht alle 13 Seiten dieses Threads gelesen, also nicht wundern, wenn etwas schon beantwortet/geschrieben wurde.
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 08.03.2026:WhatsApp (was ich nicht unbedingt zu den Social Media zähle) würde wegfallen,
Warum? Es gibt doch eine Desktop-Anwendung für Computer. Wenn du das Konto noch aktiviert ist und zumindest die Rufnummer noch existiert und du deinen Computer schon damit verknüpft hast, könntest du danach die Nachrichten am Computer lesen oder schreiben.

https://www.whatsapp.com/download/desktop?lang=de

Gibt's übrigens auch für Messenger, Telegram und Signal.
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 08.03.2026:Könnt ihr euch ein Leben ohne Handy vorstellen?
Nein, dann könnte ich nämlich nicht mehr berufstätig sein oder mich für irgendeinen Job bewerben. Überall muss man eine Telefonnummer angeben. Ich hab aber kein Festnetz im Haus und möchte mir jetzt auch nicht unbedingt eine Leitung legen lassen, denn das Aufgraben müsste ich entweder selbst machen oder teuer bezahlen. Auf beides hab ich keine Lust. Das Smartphone hat den Vorteil, dass man es über Funknetz benutzen kann.

Ich könnte auch keine Bankgeschäfte mehr tätigen, denn meine Bank hat nur mehr ganz wenige Filialen und keine davon ist in meiner Nähe. Online-Banking funktioniert aber nur mittels Smartphone, dort muss ich das Login und jede Transaktion bestätigen, selbst wenn ich das Online-Banking mit dem Computer erledige. Früher bekam man eine TAN via SMS, aber das gibt es leider nicht mehr.
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb am 08.03.2026:Würde es der realen Gesellschaft nicht etwas zurück bringen?
Ich denke nicht. Es war alles viel mühsamer ohne Smartphone.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb am 08.03.2026:ich könnte kein Online-Banking machen ohne Smartphone-App..
Ich auch nicht.
Zitat von MoabiterinMoabiterin schrieb am 08.03.2026:Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass du die Pre -Handy-Ära, wie ich, auch noch kennst. Also ich sehe das ganz anders. Damals hat man sich tatsächlich sehr viel öfter gesehen und ist sich real begegnet.
Nur, wenn man in der Nähe gewohnt hat. Das war ja nicht bei allen so. Man konnte dann nur telefonieren oder sich Briefe schreiben.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb am 08.03.2026:Also so wie es derzeit zugeht mit dem Arbeitsmarkt und dass viele nicht mehr in ihrer Heimat bleiben können weil sie dem Job nachziehen müssen, sehe ich das nicht so, dass man sich öfters sehen kann wenn man kein Handy hätte..
Eben! Das ist aber schon lange so. Ich bin auch mit 21 von zu Hause ausgezogen und hab weiter entfernt eine Ausbildung begonnen.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb am 08.03.2026:meine Schwester z.b. lebt 350km weit weg von mir. für gewöhnlich kommen sie nur 3 bis 4 mal im Jahr hier her zu meinen Eltern..
Bei mir ist es so, dass ich weggezogen bin und meine Mutter etwa 1x/Monat besuche. Mich kam und kommt niemand besuchen, seit ich mit 21 ausgezogen bin. Zur Hochzeit kam die Familie, das war es aber auch schon. Entsprechend wenig Kontakt gibt es inzwischen. Irgendwann interessiert es mich nämlich auch nicht mehr, wenn immer alles von mir kommen muss. 🤷‍♀️
Zitat von ConocidaConocida schrieb am 30.03.2026:Was macht ihr eigentlich, wenn mal alle Funkmasten ausfallen?
Warum sollten alle Funkmasten auf einmal ausfallen? Wenn dir sowas wie ein längerer Stromausfall vorschwebt oder ein genereller Ausfall des Mobilfunks: nun, dann haben wir größere Probleme als dass wir keine Nachrichten mehr verschicken können. 🤷‍♀️ Dann Funktion nämlich gar nix mehr.
Zitat von martenotmartenot schrieb am 31.03.2026:Das Problem ist eher, dass die moderne technisierte Gesellschaft inzwischen viele Alltagsdinge auf Smartphonetechnologie umgestellt hat (was natürlich früher nicht der Fall war). In der Hinsicht ist man inzwischen mehr oder weniger drauf angewiesen, obwohl man früher ein Leben ohne Smartphone gewöhnt war.
So ist es.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb am 31.03.2026:Und dann gibbet ja auch noch für Menschen wie meinen Vater, der weder Online-Banking noch die stationären Terminals für Überweisungen nutzt, nach wie vor die klassischen Überweisungsformulare in Papierform und zum Einwerfen. Oder gibt es diese Möglichkeit je nach Ausland schon gar nicht mehr?
Das gibt's in Österreich schon nicht mehr, soweit ich weiß. Meine Mutter hat die immer genutzt. Die Sache ist aber, diese Formulare musste ja dann ein:e Bankmitarbeiter:in händisch in den Computer eingeben. Nun gibt es aber keine Mitarbeiter:innen mehr, die wurden ja wegrationalisiert. Es gibt Selbstbedienungsfoyers ohne Mitarbeiter:innen für den Zahlungsverkehr. Angestellte machen nur mehr Finanzberatungen gegen Terminvereinbarung. Und dafür benötigt man: Tadaa - entweder Internet oder ein Telefon.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb am 31.03.2026:Ich habe noch nie uber genutzt.
Ich auch nicht. Ich würde mich niemals trauen, zu einem wildfremden Menschen ins Privatauto zu steigen. Im Taxi sind das Angestellte eines Taxiunternehmens, da fühle ich mich sicherer.
Ein Geschworenengericht in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona hat den Fahrdienstleister Uber gestern (Ortszeit) wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen Fahrer zu einer Zahlung von 8,5 Millionen Dollar (7,20 Mio. Euro) verurteilt. Bei dem Fall handelte es sich um das erste von mehr als 3.000 ähnlichen Verfahren gegen Uber, die vor einem US-Bundesgericht zusammengefasst wurden.
Quelle: https://orf.at/stories/3419355/


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

08.04.2026 um 08:03
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Das gibt's in Österreich schon nicht mehr, soweit ich weiß. Meine Mutter hat die immer genutzt. Die Sache ist aber, diese Formulare musste ja dann ein:e Bankmitarbeiter:in händisch in den Computer eingeben. Nun gibt es aber keine Mitarbeiter:innen mehr, die wurden ja wegrationalisiert.
In der Hinsicht bin ich wirklich froh, dass meine Bank noch etliche Filialen im Stadtgebiet hat, wo man auch physisch hingehen und Ansprechpartner antreffen kann. Das habe ich auch schon genutzt, und das Gute ist, dass mich der Filialleiter kennt, und ich ihn kontaktieren kann, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Auch bei der Bank meiner Mutter ist es ähnlich. Ich bin da schon einige Male hinspaziert, wenn es etwas zu klären gab.


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

08.04.2026 um 10:04
Zitat von martenotmartenot schrieb:In der Hinsicht bin ich wirklich froh, dass meine Bank noch etliche Filialen im Stadtgebiet hat, wo man auch physisch hingehen und Ansprechpartner antreffen kann.
Es gibt auch in Österreich noch solche Filialen, aber meist in der nächsten größeren Stadt und nicht in jeder kleinen Ortschaft, so wie das früher einmal war. Man muss also weiter fahren und schauen, wie man dort hinkommt.

Meine Mutter ist 81 und hat Makuladegeneration. Sie mag nicht mehr mit dem Auto fahren. Bis vor kurzem ist meine Tante mir ihr gefahren, sie lebt gleich nebenan. Nun ist meine Tante aber selbst schwer erkrankt und kann es nicht mehr. Das heißt, meine Mutter muss eben mit dem Taxi fahren. Ich wohne zu weit weg und fahre selbst nicht, da ich schlecht sehe. Mein Mann kann auch nicht schnell mal ein paar Tage freinehmen, um zu ihr zu fahren.

Es wäre wirklich gut, wenn meine Mutter Online-Banking nutzen würde. Sie hat ein Smartphone und kommt damit wunderbar zurecht, seit einigen Monaten hat sie auch ein großes Tablet, weil sie Texte so besser lesen kann als in gedruckter Form. Aber sie weigert sich. 🤷‍♀️
Zitat von martenotmartenot schrieb:Das habe ich auch schon genutzt, und das Gute ist, dass mich der Filialleiter kennt, und ich ihn kontaktieren kann, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Auch bei der Bank meiner Mutter ist es ähnlich. Ich bin da schon einige Male hinspaziert, wenn es etwas zu klären gab.
Im Grunde macht es meine Mutter genauso. Eigentlich müsste die zum Selbstbedienungsterminal gehen, aber sie ist schon sehr lange Kundin in dieser Bank. Sie hat den Mitarbeitern erklärt, dass sie das nicht kann, weil sie schlecht sieht und die sind zum Glück sehr kundenfreundlich und erledigen die Eingaben dann für sie am Terminal.

Bei mir ist es so, dass ich ein Gratiskonto haben wollte, da ich nie einen Bankmitarbeiter brauche. Bei diesen Banken gibt es oft überhaupt keine Filialen. Bei meiner schon, aber eben nicht überall. Ich habe noch nie eine Filiale benötigt, da ich schon seit Beginn von (damals noch ) Telebanking in den 1990ern alles selbst mache. Das waren noch die Anfangszeiten des privaten Internets mit Einwahlmodem. Ich höre das Wählgeräusch immer noch in meinem Kopf. 🤣

Ich selbst bin also schon ein Digital Native im weiteren Sinne, da ich sie Angebote schon nutze, seit sie verfügbar sind. Ich habe mich nie geweigert und auch nie Angst davor gehabt. Passiert ja auch nichts, so lange man den Hausverstand benutzt.

Ich sag meiner Mutter auch immer, es gibt keinen eingebauten Selbstzerstörungsknopf. Egal, was sie drückt, sie kann nichts kaputt machen. Weder Smartphone noch Tablet werden explodieren, nur weil sie versehentlich etwas anklickt.

Auch beim Online-Banking muss sie jede Transaktion nochmals bestätigen und eine TAN eingeben. Es kann also nicht passieren, dass sie versehentlich ihr Guthaben verschenkt oder an jemanden überweist.

Meine Mutter ist viel, aber vertrauensselig oder leichtgläubig gehört nicht dazu 🤣. Im Gegenteil, sie wundert sich immer, wie Leute auf solche Betrüger hereinfallen können. Sie lässt auch keine Fremden ins Haus.

Deshalb habe ich auch keine Sorge bei ihr, dass sie um ihr Geld betrogen wird.


1x zitiertmelden

Ein Leben ohne Handy

08.04.2026 um 10:09
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Bei mir ist es so, dass ich ein Gratiskonto haben wollte, da ich nie einen Bankmitarbeiter brauche.
Bei mir ist es umgekehrt. Ich zahle freiwillig einen gewissen Beitrag, um im Zweifelsfall die Möglichkeit zu haben, persönliche Ansprechpartner antreffen zu können. Dieser Service ist mir viel Wert, und ich bin auch schon froh gewesen, ihn in Anspruch nehmen zu können.


melden

Ein Leben ohne Handy

08.04.2026 um 16:18
Also Online Banking ist in Deutschland sehr wohl noch mit Computer möglich. Es gibt TAN Generatoren die QR Code in schwarz-weiss, sowie in Farbe lesen können. Die weit aus billiger sind als ein Smartphone, mal so angemerkt. Bei uns in der Region gibt es noch Papierüberweisungen, sowie die Terminals wo man das mit Hand eingibt, zum Glück.

Ja und die Frage von irgendjemanden, ja mir schwebt ein Blackout vor. Ihr seid dann ziemlich aufgeschmissen. In der Tat.
Ich war zu Besuch in einem Coaching Kurs, da kam die Frage auf: Was macht ihr, wenn der Strom plötzlich ausfällt? Da war totenstille im Raum, von hinten irgendwo kam die leise Stimme: Verhungern! Ja in der Tat, das würdet ihr wohl.

Es ist ja mittlerweile so, das man seinen Führerschein auf E-Auto macht und wenn man vielleicht doch mal einen Verbrenner mit Schaltung fahren möchte, muss man dafür noch extra bezahlen, früher war es umgekehrt.

Ich hoffe für Euch, dass wir dieses Szenario nie kennen lernen werden.


3x zitiertmelden