violetluna schrieb:Ja, ich kenne die Begründungen und habe sie oft genug gehört. Sie sind aber in den meisten Fällen unbegründet.
Was kann man schon großartig verstellen? Da kann man bei einem Fernseher mehr anrichten, indem man versehentlich die Sender löscht oder die Reihenfolge verändert. Und selbst das kann rückgängig gemacht werden. Teure Hilfe braucht es gar nicht, nur den Besuch der Kinder oder Enkelkinder, die machen das schon 😉.
Natürlich sind sie eigentlich unbegründet (sage ich aus der Perspektive, technikaffin zu sein, schon seit Teenagerjahren für die Familie "der Techniktyp" zu sein und mich für eine Ausbildung als Fachinformatiker entschieden zu haben als diese noch ganz neu und für Frauen sowas sowieso unüblich war (in der Familie hat niemand sowas gemacht, ich wollte aber), und seitdem immer in IT-bezogenen Berufen gearbeitet zu haben, auch diverse Technikhobbies vorhanden, repariere alles mögliche inkl. Elektronik). Und der Perspektive bin ich mir bewusst.
Als ich bei den Eltern auszog, mit 19, zog der Computer mit aus. Sprich: Es war jahrelang ein Computer im Haushalt, mit Internetanschluss, aber meine Eltern interessierten sich nicht dafür. Zeit zum Erklären hätte ich mir gerne genommen. Ein Computer oder allgemein gesagt internetfähiges Gerät wurde sich dann auch nicht angeschafft, nachdem mein Computer mit mir weg war.
Die Schwiegereltern haben sich selbst einen Computer gekauft, nutzen auch eine Digitalkamera, und eines der zwei Handys ist ein Smartphone. Sie sind nicht besonders technikaffin, finden die Geräte aber rund um andere Interessen praktisch, etwa: Dass man so einfacher recherchieren kann von welcher Pflanzenkrankheit die Gartenpflanze befallen ist, dass man uns so einfacher etwas aus der Ferne zeigen kann, dass man selbst Ersatzteile oder anderes das man nicht in einem Geschäft findet bestellen kann, dass das Smartphone als Navi etwas praktischer ist und man so auch gleich einen Fotoapparat integriert dabei hat wenn man ihn unterwegs benötigen sollte.
Besuch: Das ist allerdings bei uns mittlerweile schwierig, wir leben auf einem anderen Kontinent als die Eltern und Schwiegereltern. (Dennoch helfen wir gerne weiter. Das allermeiste kann man so lösen.)
violetluna schrieb:Das kann ich verstehen, aber das kann einem auch bei Vertretern passieren, die zum Haus kommen.
Dass man ein Smartphone hat und nutzt, schließt ja sowieso auch nicht zwingend Onlinebestellungen ein.
Der Meinung bin ich ja auch. (Auch ich mache via Smartphone keine Onlinebestellungen, weil ich nichts unterwegs bestelle. Ich bestelle zu Hause vom PC aus - einfacher lesbar, ergonomischer (auch als junger Mensch).)
Wie gesagt: ich bin absolut deiner Meinung, und bin selbst auch technikaffin (arbeite in einem Beruf der Physik und Informatik kombiniert, organisiere Hackathons, habe oft schon in RepairCafés und bei Computer- und Handykursen für Einsteiger, inkl. Senioren und Schüler aus armen Familien, mitgeholfen). Bin gut informiert, resolut und mir schwatzt auch keiner etwas auf. Nur weil man ein Smartphone besitzt, muss man noch lange nicht damit Onlinebestellungen tätigen, und auch "social media" ist nicht verpflichtend.
Obige Aussagen von mir sind jene, denen ich begegne.
PrivateEye schrieb:Ich war auch öfters längere Zeit auswärts ohne Auto. Hab mir da jeweils immer fix einen Stadtplan bzw. Fahrplan Bus/Tram besorgt, der war auch nicht verkehrt. Und meist auch kostenlos. :Y:
Früher waren diese noch verfügbar. Heutzutage kaum mehr, und schon gar nicht wenn es spontan sein soll. Manchmal findet man diese noch bei einer Tourist Info, die aber ggf. nicht zur eigenen Anreisezeit geöffnet hat.
Geschäftsreisen sind bei mir eher sowas wie:
"Kannst du mit einem Kollegen tauschen? Nächste Woche, Boston?" (okay, war da noch nie)
Natürlich auch geplanter.
Leider oft mit Zielen, die so auf keinem Stadtplan sind. Daher nutze ich dann lieber eine App, mit dieser finde ich auch auf Stadtplänen nicht eingezeichnete "North Campus, Physics Builing A, West entrance" oder dase in der e-Mail durchgegebene "Café Orange" fürs gemeinsame Abendessen.
Backup wie zuvor geschrieben: Ein Stückchen von OpenStreetmap ausgedruckt.
Fahrpläne in gedruckter Form gibt es in vielen Ländern in vielen Städten nicht mehr. Auch an Haltestellen hängen diese oft nicht mehr.
Gucky87 schrieb:Ein Bekannter von mir auch. Es kam natürlich in Papierform, es hätte aber auch als PDF gereicht, erfuhr er dann.
Würde Deutschland selbst eine solche verschlüsselte Plattform nutzen (etwa wäre dann ein QR-Code auf dem Führungszeugnis), würde es reichen, direkt einen Scan des Führungszeugnis, oder gleich ein digital ausgestelltes, bei der Immigrationsbehörde hochzuladen.
Da dem nicht so ist, muss ich es konkret so einzureichen:
- In Deutschland ausgestellt, mit einer Apostille (ist so etwas ähnliches wie eine Beglaubigung) versehen.
- Muss, da auf Papier, im Original hier bei einem Notar vorgelegt werden. Der Notar scannt es und lädt es auf eine verschlüsselte Plattform hoch. Der Notar heftet ein unterschriebenes Formular mit dem QR-Code der zum Dokument in der Plattform führt an.
- Ich lade einen Scan von beidem (QR-Code und Dokument) hier bei der Immigrationsbehörde hoch.
Gucky87 schrieb:Ein Freund von mir hat in der Coronazeit eine Thailänderin geheiratet. Damit sie nach hier kommen durfte, brauchten die beiden hier wie dort jede Menge Papiere. Viele waren zeitlich sehr knapp befristet (6 Wochen, danach mmuss es neu erstallt und bezahlt werden, etc.)
Komischerweise sagte er mit, das die Leute in Thailand nicht ganz so "paper only" seien als wir hier odt sind. Vieles brauchten die nur in digitaler Form. Es geht also, wenn man will.
Ja, das ist hier auch so (Dokumente aus Deutschland oft nur 6 Woche gültig).
Und natürlich geht das, wenn man (das Land, der Staat) will - siehe mein Beispiel, wie schnell und einfach hier ein inländisches Führungszeugnis beantragt werden kann.
Gucky87 schrieb:Also bei meiner Bank bekomme ich im viertal Jahr lediglich einen per Post oder am Automaten für umme. Vom PC/Handy aus kann ich den alle 5 Minuten kostenlos anfordern.
Selbstverständlich, das ist bei mir nicht anders. Meine Antwort bezog sich darauf: Kontoauszüge brauche und will ich nicht auf Papier - diese fordere ich einfach vom PC aus übers Onlinebanking an wenn nötig (und so kommt auch eine monatliche Übersicht).
Gucky87 schrieb:Das geht mir allerdings genau so. Ich habe mich neulich z.B. für ein Programm registiert, das als "Cardware" bezeichnet war. Der Programmierer wollte lediglich ´ne Postkarte haben. Sowas mache ich doich dann gerne. Ich hoffe nur, ihm gefiel die Karte ein wenig, weil dafür nehme ich dann nicht nur ne 8015 Postkarte.
Sowas finde ich schön
:)