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Ein Leben ohne Handy

290 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Handy, Kommunikation, Verfügbarkeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ein Leben ohne Handy

gestern um 12:17
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Zum Glück kann meine mit ihrem Smartphone umgehen
Das schafft meine Mutter nicht mehr. Sie kann meistens nicht einmal mehr normale Telefonnummern wählen (mich ruft sie meistens mit Hilfe einer Pflegekraft an). Mit einem Smartphone wäre sie hoffnungslos überfordert.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 15:43
Erst vor kurzem ist eine sehr guter Bekannter (Vater eines Freundes) von mir verstorben (mit 95). Er konnte zum Schluß gar nix mehr selber, selbst Schlucken war ein Problem sagte mir seine Frau.
Mir kommt dann in den Sinn: Wofür das ganze? Ich lerne und lerne um dann alles wieder zu versessen?

Gucky.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 17:36
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Mir kommt dann in den Sinn: Wofür das ganze? Ich lerne und lerne um dann alles wieder zu versessen?
In der Zwischenzeit kann man es aber nutzen. Da muss man sich ja nicht verrückt machen, was vielleicht irgendwann mal eintreten könnte.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Ich nutzte das Smartphone als Beispiel gerne mit als Navi,
Das mache ich auch schon mal, allerdings selten. Mein Auto hat kein eingebautes Navi.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 21:07
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Mir kommt dann in den Sinn: Wofür das ganze? Ich lerne und lerne um dann alles wieder zu versessen?
Altwerden ist nicht immer schön. Wer das nicht möchte, muss rechtzeitig Vorsorge treffen. Jeder Mensch darf sein Leben auch beenden, wenn er das möchte.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 22:03
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Erst vor kurzem ist eine sehr guter Bekannter (Vater eines Freundes) von mir verstorben (mit 95). Er konnte zum Schluß gar nix mehr selber, selbst Schlucken war ein Problem sagte mir seine Frau.
Mir kommt dann in den Sinn: Wofür das ganze? Ich lerne und lerne um dann alles wieder zu versessen?

Gucky.
Bei Demenz kommt das vor - bei einer meiner Großmütter war das nicht anders (verstorben im Alter von 94 Jahren, ich war da im jungen Erwachsenenalter).
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Mir kommt dann in den Sinn: Wofür das ganze? Ich lerne und lerne um dann alles wieder zu versessen?
Für die hoffentlich vielen Jahre bis dahin. Wenig zu lernen, egal in welchem Bereich, käme für mich daher nicht in Frage. Geistig aktiv zu sein, Neues zu entdecken, mich in Themen "reinzufuchsen" schenkt mir persönlich Lebensfreude. Es mag nicht jedem ganz ausgeprägt so gehen, mal nervt auch "die liebe Technik", aber ein paar Interessen dürften doch die meisten Menschen haben.
Geistig aktiv zu sein scheint übrigens eine gewisse Schutzwirkung gegen Demenz zu haben bzw. diese hinauszuzögern. Auch wenn nicht: Erhöht jedenfalls für mich die Lebensqualität bis dahin.
Zitat von nairobinairobi schrieb:In der Zwischenzeit kann man es aber nutzen. Da muss man sich ja nicht verrückt machen, was vielleicht irgendwann mal eintreten könnte.
Genau.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Das mache ich auch schon mal, allerdings selten. Mein Auto hat kein eingebautes Navi.
Nutze ich so regelmäßig auf (Geschäfts-)Reisen, um erstens zu den Terminen der Reise zuverlässig erscheinen zu können, und um zweitens auch, sofern etwas Freizeit vorhanden ist, diese effizient für Unternehmungen nutzen zu können. Hauptnutzung: Zu Fuß, per ÖPNV. Hat auch schonmal geholfen um zu verhindern durch Taxifahrer falsch abgeliefert zu werden.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Jeder Mensch darf sein Leben auch beenden, wenn er das möchte.
Gerade bei Demenz leider heikel:
Schwinden die Fähigkeiten erst mäßig, ist oft noch viel Lebenswille da - und später versagen ja die geistigen Fähigkeiten bis hinunter zu den grundlegendsten.
(Ganz zu schweigen davon: Bei der Generation die jetzt im hohen Alter ist und bei der vorherigen ein riesiges Tabuthema, wennauch das natürlich nicht auf jeden zutrifft.)


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 22:13
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb am 08.04.2026:Ich mehne an, Du hast keinen Briefkasten mehr vor dem oder im Haus?
Sicher, auch ich bekomme dank Digitalisierung weniger Poat, als vor einigen Jahren. Manche Dinge lasse ich mir jedoch gerne als Brief zusenden. Nenne es von mir aus altmodisch.
Manches geht in Deutschland gar nicht anders denn in Papierform.

Kürzlich benötigte ich ein Polizeiliches Führungszeugnis aus Deutschland. Aus dem Ausland zu beantragen via notarisiertem Formular in Papierform, zugeschickt wird es in Papierform. Zumindest in Teilen wird es wohl noch handgetippt anstatt aus einer Datenbank generiert, da ich einmal einen Zahlendreher in meinem Geburtsdatum vorfand und es garantiert keinen Namenszwilling mit identischem Geburtsort gibt (ärgerlich, das Dokument so, ungültig, zu erhalten). Selbiges für andere Dokumente, u.a. zum Personenstand: in Papierform.

(Anders ein äquivalentes Dokument hier in Chile: Mit Onlineaccount für Behördengänge (nötig für vieles, u.a. Steuererklärung) auf der Webseite des Bürgeramts einloggen, kostenlos in unter 5 Minuten ein pdf per e-Mail erhalten, elektronisch verifizierbar per QR-Code.)

Bzgl. gerne zuschicken lassen: Bei Dokumenten die weniger heikel sind (Nebenkostenabrechnung, Rechnung für bestellte Ware, Kontoauszug ... zähle ich dazu: da käme auf Papier auch nur ein Ausdruck selbiger) nehme ich längst die elektronische Zustellung. Bei den heiklen, siehe oben, kann man meist gar nicht auswählen.

Gerne verschicke ich private Post im Briefumschlag, wie z.B. die Geburtstagskarte. Doch persönlicher, gebastelt, Kleinigkeit mit dazu... Auch mal eine Ansichtskarte aus dem Urlaub.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 22:25
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Nichtsdestotrotz habe ich immer noch einen aktuellen Atlas im Handschuhfach. Für den Fall der Fälle. Ist zwar selten, aber schon passiert. Kein Empfang, Netzausfall, aktuelle Straßen noch nicht in GoogleMaps integriert etc.
Nachtrag:
Aus selbigem Grund habe ich auf Reisen stets ein Stückchen ausgedruckten Stadtplan dabei, der mir die Umgebungskarte von Hotel und dem Ort an den ich soll (z.B. Werksgelände, Unicampus) zeigt, zudem die vollständige Adresse von beidem. Das war schon nützlich: Handy kaputt während einer Dienstreise, nein es ist nicht heruntergefallen sondern das Display zeigte plötzlich nur noch "Schnee".
Ebenso mit aufgeschrieben, sofern mir die Landessprache nicht geläufig ist: Wie "Ich brauche Hilfe", "Polizei", "Taxi" ... in Landessprache heißt. Übersetzungs-Apps sind nett, für die ganz dringenden Fälle hätte ich aber gerne noch etwas anderes.

(Atlas im Handschuhfach trifft auf mich als Nicht-Autofahrer nicht zu. Als ich noch ein Auto hatte, war dem aber so und ja, den würde ich nachwievor mitführen.)

Btw.: Bzgl. mangelndem Empfang hilft es, vorsorglich die Karten in der Navigationsapp herunterzuladen. Für das Land in dem ich mich aufhalte: sowieso heruntergeladen. Auf Reisen: Ebenso. Mache ich schon gepant und nicht nur vorsorglich für andere Länder auch so, auch da ich kein Roaming für zig Länder habe und brauche, die ich ggf. nur mal für eine halbe bis ganze Woche aufsuche.

Für Onlinebanking für mein deutsches Bankkonto nutze ich auch noch einen TAN-Generator und das bleibt so so lange wie möglich. Habe kürzlich erst einen neuen bekommen.
Zitat von ConocidaConocida schrieb am 08.04.2026:Ich war zu Besuch in einem Coaching Kurs, da kam die Frage auf: Was macht ihr, wenn der Strom plötzlich ausfällt? Da war totenstille im Raum, von hinten irgendwo kam die leise Stimme: Verhungern! Ja in der Tat, das würdet ihr wohl.
Stromausfall haben wir hier häufiger (üblicherweise nur stundenweise; mein Arbeitsplatz war aber kürzlich mehrere Tage ohne Strom.)
Was dann mit mir passieren würde:
Erstmal nicht viel. Dann wird kalt gegessen oder auf dem Balkon gegrillt. Dann geht's eben mal nicht ins Internet. Kontakte zu Freunden, Familie wären anderweitig möglich. Für Beschäftigung sorgen u.a. Bücher. Solarpanels sind vorhanden. Dass die Wasserversorgung betroffen sein kann ist mir bewusst; Wasservorrat ist hier sowieso normal.
Dann: Für anderes kann ich, wie die meisten, nur mäßig vorsorgen. Z.B. falls bei einem medizinischen Notfall keine Hilfe mehr kommt.
Also: Keine Panik, falls Tiktok & Co. (oder tatsächlich genutztes wie Allmy) nicht mehr gehen ;)


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 22:46
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Gerade bei Demenz leider heikel
Drum muss man das in der Patientenverfügung festlegen, bevor man Demenz bekommt.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Schwinden die Fähigkeiten erst mäßig, ist oft noch viel Lebenswille da - und später versagen ja die geistigen Fähigkeiten bis hinunter zu den grundlegendsten.
Dafür gibt es in manchen Ländern aktive Sterbehilfe. Aber natürlich ist das bei Demenz sehr schwierig. Theoretisch könnte man seine Meinung seit Erstellung der Patientenverfügung wieder geändert haben und man kann ja einen sehr fortgeschritten demenzkranken Menschen das nicht mehr fragen. Im Zweifelsfall wird man das nicht tun. Ich war Bevollmächtigte meiner demenzkranken Schwiegermutter und hätte beim leisesten Zweifel die Erlaubnis dazu nicht erteilt.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:(Ganz zu schweigen davon: Bei der Generation die jetzt im hohen Alter ist und bei der vorherigen ein riesiges Tabuthema, wennauch das natürlich nicht auf jeden zutrifft.)
Natürlich, aber dann ist das auch für mich ein klares Nein.

Ich verstehe jedenfalls die Angst vor Technik bei vielen älteren Menschen nicht. Es kann ja nichts passieren, wenn man es einfach mal ausprobiert.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 23:03
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:ein paar Interessen dürften doch die meisten Menschen haben.
Geistig aktiv zu sein scheint übrigens eine gewisse Schutzwirkung gegen Demenz zu haben bzw. diese hinauszuzögern. Auch wenn nicht: Erhöht jedenfalls für mich die Lebensqualität bis dahin.
Das sehe ich genauso. Und wenn man sich mit technischen Dingen beschäftigt und diese nicht komplett ablehnt könnte das auch helfen, möglichst lange geistig fit zu bleiben.


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Ein Leben ohne Handy

gestern um 23:11
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Drum muss man das in der Patientenverfügung festlegen, bevor man Demenz bekommt.
Ich habe das z.B. gemacht.
Für z.B. meine gläubige, nicht sehr gebildete Großmutter, geboren 1904, kam das nicht in Frage.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Dafür gibt es in manchen Ländern aktive Sterbehilfe.
Nachbarn (für mich "weitere Großeltern") entschieden sich für eine Reise in die Schweiz. Sich die Option offenzuhalten kommunizierten sie schon Jahre vorher.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ich verstehe jedenfalls die Angst vor Technik bei vielen älteren Menschen nicht. Es kann ja nichts passieren, wenn man es einfach mal ausprobiert.
Bzgl. "Es kann ja nichts passieren":
Meine Vermutung ist (mit Schwiegereltern die mäßige Computer-/Smartphone-/Tablet-Nutzer sind und uns häufig bzgl. Hilfe anrufen, und mit Eltern die bis auf ein Notfallhandy keine modernere Technik verwenden (vorhanden sind: Fernseher, Radio, Telefon, jenes Notfallhandy)):
Die Angst "sich etwas zu verstellen" (Zitat) und dann teure Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.
Auch teils die Unsicherheit, bei Onlinebestellungen und anderen bezahlten Diensten, Waren (inkl. Computerprogramme) seriöse vs. unseriöse Anbieter zu unterscheiden.
O.g. Personen fühlen sich bei einem Gerät "bei dem man was anfassen kann" (Zitat) sicherer, z.B. VHS-Recorder vs. einem Computer mit VHS-Player-Programm der letztens ein Update brauchte. O.g. Personen fühlen sich bei einem Bestellkatalog oder bei telefonischer Bestellung in einem Geschäft sicher, sind sich aber bei Onlinebestellung (sofern denn ein Gerät mit Internetzugang genutzt wird) unsicher). Einige der o.g. Personen nannten, sich unsicher zu fühlen dass ihnen nichts aufgeschwatzt wird - mit "Telefonminuten" können sie etwas anfangen, bei "Gigabyte Datenvolumen" sind sie sich unsicher, wie viel man denn nun brauche, wenn die typische Nutzung darin besteht, mal das Smartphone als Navi einzusetzen und ggf. mal der Freundin ein Foto des Haustiers zu schicken. Eine dieser Personen hatte dann auch einen Handyvertrag, der - sagte diese Person nach Erklären dann selbst - definitiv weder zur Nutzung noch zur finanziellen Situation passte, also deutlich zu groß und teuer bemessen.

(Alle oben genannten Personen sind zwischen 65 und 80 Jahre alt, geistig gut in Schuss, belesen und anderweitig durchaus vielseitig interessiert.)
Zitat von nairobinairobi schrieb:Das sehe ich genauso. Und wenn man sich mit technischen Dingen beschäftigt und diese nicht komplett ablehnt könnte das auch helfen, möglichst lange geistig fit zu bleiben.
Das sehe ich auch so. Und man kann die Geräte ja ausschalten und weglegen. Kein Handy/ Smartphone der Welt verpflichtet einen, es andauernd neben sich liegen zu haben, sich die Augen und Finger wund zu gamen oder sich wachhalten zu lassen. Lässt sich alles zu verschiedenen Zwecken einsetzen, für verschiedene Interessen, sodass eigentlich z.B. bei Internetbenutzung für jeden interessierten Erwachsenen etwas Brauchbares dabei sein sollte. (Ob das jetzt ein Smartphone sein muss, sofern man nicht tatsächlich selbiges mobil durchführen muss, sei dahingestellt. Für sehr vieles ist mir auch der PC lieber, schonmal aufgrund der Ergonomie: größerer Bildschirm, breite fühlbare mechanische Tastatur, Benutzung geht nicht so auf Schultern und Nacken.)


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