violetluna schrieb:Drum muss man das in der Patientenverfügung festlegen, bevor man Demenz bekommt.
Ich habe das z.B. gemacht.
Für z.B. meine gläubige, nicht sehr gebildete Großmutter, geboren 1904, kam das nicht in Frage.
violetluna schrieb:Dafür gibt es in manchen Ländern aktive Sterbehilfe.
Nachbarn (für mich "weitere Großeltern") entschieden sich für eine Reise in die Schweiz. Sich die Option offenzuhalten kommunizierten sie schon Jahre vorher.
violetluna schrieb:Ich verstehe jedenfalls die Angst vor Technik bei vielen älteren Menschen nicht. Es kann ja nichts passieren, wenn man es einfach mal ausprobiert.
Bzgl. "Es kann ja nichts passieren":
Meine Vermutung ist (mit Schwiegereltern die mäßige Computer-/Smartphone-/Tablet-Nutzer sind und uns häufig bzgl. Hilfe anrufen, und mit Eltern die bis auf ein Notfallhandy keine modernere Technik verwenden (vorhanden sind: Fernseher, Radio, Telefon, jenes Notfallhandy)):
Die Angst "sich etwas zu verstellen" (Zitat) und dann teure Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.
Auch teils die Unsicherheit, bei Onlinebestellungen und anderen bezahlten Diensten, Waren (inkl. Computerprogramme) seriöse vs. unseriöse Anbieter zu unterscheiden.
O.g. Personen fühlen sich bei einem Gerät "bei dem man was anfassen kann" (Zitat) sicherer, z.B. VHS-Recorder vs. einem Computer mit VHS-Player-Programm der letztens ein Update brauchte. O.g. Personen fühlen sich bei einem Bestellkatalog oder bei telefonischer Bestellung in einem Geschäft sicher, sind sich aber bei Onlinebestellung (sofern denn ein Gerät mit Internetzugang genutzt wird) unsicher). Einige der o.g. Personen nannten, sich unsicher zu fühlen dass ihnen nichts aufgeschwatzt wird - mit "Telefonminuten" können sie etwas anfangen, bei "Gigabyte Datenvolumen" sind sie sich unsicher, wie viel man denn nun brauche, wenn die typische Nutzung darin besteht, mal das Smartphone als Navi einzusetzen und ggf. mal der Freundin ein Foto des Haustiers zu schicken. Eine dieser Personen hatte dann auch einen Handyvertrag, der - sagte diese Person nach Erklären dann selbst - definitiv weder zur Nutzung noch zur finanziellen Situation passte, also deutlich zu groß und teuer bemessen.
(Alle oben genannten Personen sind zwischen 65 und 80 Jahre alt, geistig gut in Schuss, belesen und anderweitig durchaus vielseitig interessiert.)
nairobi schrieb:Das sehe ich genauso. Und wenn man sich mit technischen Dingen beschäftigt und diese nicht komplett ablehnt könnte das auch helfen, möglichst lange geistig fit zu bleiben.
Das sehe ich auch so. Und man kann die Geräte ja ausschalten und weglegen. Kein Handy/ Smartphone der Welt verpflichtet einen, es andauernd neben sich liegen zu haben, sich die Augen und Finger wund zu gamen oder sich wachhalten zu lassen. Lässt sich alles zu verschiedenen Zwecken einsetzen, für verschiedene Interessen, sodass eigentlich z.B. bei Internetbenutzung für jeden interessierten Erwachsenen etwas Brauchbares dabei sein sollte. (Ob das jetzt ein Smartphone sein muss, sofern man nicht tatsächlich selbiges mobil durchführen muss, sei dahingestellt. Für sehr vieles ist mir auch der PC lieber, schonmal aufgrund der Ergonomie: größerer Bildschirm, breite fühlbare mechanische Tastatur, Benutzung geht nicht so auf Schultern und Nacken.)