violetluna schrieb:Ich kenne die Frage: "Kannst du bitte .... im Internet für mich nachsehen?" Ich sage dann immer, dass ich das kann, aber die Person selbst ebenfalls und biete an, es mit ihr gemeinsam zu machen. Ich mache es niemandem so einfach und schaue einfach schnell selbst nach, weil das halt einfach flotter geht. Ist ja nicht so, als ob sie nicht gerade ein Smartphone mit Datenflatrate in der Hand hätten. 🤷♀️
Ds halte ich genauso - außer die Person hat gar keinen Internetzugang. (Ansonsten: Hilfe zur Selbsthilfe
:))
violetluna schrieb:Das wird ja nicht so gesagt in den Wartungen, also wieso hapert es da offensichtlich am korrekten Verstehen von Informationen? Bei Menschen 80+ kann man ja schon von Demenz ausgehen und vielleicht können sie Informationen daher nicht mehr richtig verarbeiten, aber es gibt ja auch jüngere Menschen, bei denen das so ist. Hört niemand mehr richtig zu, sondern nur selektiv? Ist sinnerfassendes Lesen im Aussterben begriffen?
Wenn meine Mutter etwas so Undifferenziertes von sich geben würde, würde ich widersprechen und das mit ihr diskutieren. Das tun wir sowieso regelmäßig, ich bin mehr oder weniger diskutierend aufgewachsen 😉
Ich kann dir auch versichern (nein, ich sehe das nicht als Angriff!), dass z.B. meine Mutter (wir jetzt 80) sicherlich nicht dement ist. Sehr resolute, rüstige Rentnerin, die sich nix aufschwatzen lässt, diskutiert, viel liest (sicherlich sinnerfassend
;)) - aber mit einem Computer wollte sie sich, exemplarisch, auch mit 60 nicht beschäftigen. Das fing an mit "Technik liegt mir nicht".
Btw.: Der überwiegende Anteil der Menschen, bei denen ich das Verhalten beobachte ("Angst mir was zu verstellen", sich nicht zutrauen seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden), benutzte beruflich nie Computer oder vergleichbare Geräte, auch wenn diese Personen teils erst 5 - 20 Jahre in Rente sind. Für manche mag das unverständlich wirken - und ich sitze mein ganzes Berufsleben lang schon am Computer - nur wenn man hier an Anlernberufe denkt, Aushilfsberufe, ggf. größere berufliche Unterbrechungen (Kinder haben, Hausfrau sein) und dann ggf. einen, wie früher v.a. bei Frauen üblich, kleinen Nebenjob.
"Sich reinfuxen" kann man sich natürlich grundsätzlich dennoch. Beispiel: In einem Verein, in dem ich in Deutschland Mitglied war und noch "aus der Ferne" Mitglied bin lernte kürzlich ein 96 Jahre alter Senior Python-Programmierung - und einen PC, später dann ein Smartphone hatte er schon bald nachdem diese verfügbar waren, hat sich später auch Arduino-Bausätze zugelegt. (Früherer Beruf: Ingenieur.)