rhapsody3004 schrieb:Mit Sicherheit. Real in der Verschwörungsblase von Rechten, die Straf- und Zivilrechtliche Reformen sowie auch eine grundsätzliche Klarnamenpflicht sicherlich am meisten fürchten werden.
Das halte ich für verkürzt und das sage ich ganz ohne VTler zu sein oder Collien Fernandes dafür zu blamen, dass ihr Fall jetzt dieser Debatte um mehr Restriktion im Netz Aufwind gibt. Collien Fernandes stellt gerade aus eigener Betroffenheit heraus Forderungen, was auch verständlich ist, das heißt aber nicht, dass sie die Tragweite durchdacht hat.
Gefährdet wären vor allem Angehörige von Minderheiten und zahlreiche kritische Stimmen, sie würden sich aus öffentlichen Diskursen zurückziehen, weil sie sich sonst zwangsläufig selbst gefährden würden. Und mit ihrem Rückzug würde der für Demokratie und Rechtsstaat unverzichtbare Meinungspluralismus zunehmend erodieren.
Außerdem wird auf X, Facebook und anderen Plattformen ständig Hass und Hetze von Menschen verbreitet, die völlig unverdrossen und siegessicher mit Gesichtsbild und Klarnamen bzw. unter völliger Preisgabe ihrer Identität auftreten. Die Hälfte der Online-Hass-Betroffenen kennt die Identität ihrer Angreifer ohnehin:
https://www.pewresearch.org/internet/2014/10/22/online-harassment/Echte Verbrecher haben genug kriminelle Energie, um Wege zu finden, die Klarnamenpflicht zu umgehen, mit gefälschten Ausweisen etc.
Von daher ist nicht nur fraglich, ob ein derartig intensiver Eingriff in die Grundrechte erforderlich ist, sondern auch ob er auch geeignet ist.
Es gibt gute Gründe, warum Datenschützer davor warnen.