aliM. schrieb:Umso bemerkenswerter, dass es tatsächlich mehr Menschen gibt, die gegen das Ausleben eines Fetisches eines Vollhonks auf die Strasse gehen.
Ich empfinde diese Wortwahl als extrem verharmlosend.
Schön, dass da jemand in Deinen Augen etwas "auslebt", also sein Leben so gestaltet, wie es seinen Bedürfnissen entspricht. "Etwas ausleben" klingt so danach, etwas gesellschaftlich tabuisiertes nicht länger unter der Decke zu halten, sich zu trauen, sich so zu zeigen wie man ist und wie die eigenen Bedürfnisse es erfordern. Das impliziert für mich zum einen ein offenes Umgehen mit den gesellschaftlich tabuisierten Bedürfnissen und gleichzeitig, dass derjenige gar keine Wahl darüber hat, weil er halt so ist, wie er ist.
Tatsächlich hat sich hier doch jemand genommen, worauf er Bock hatte, völlig rücksichtslos gegenüber den Bedürfnissen und Gefühlen anderer Menschen, sogar des Menschen, der ihm eigentlich am nähesten steht, der ihm vertraut, sich ihm anvertraut. Hat andere bewusst belogen, um seine feige seine eigene Geilheit zu maximieren und sich dabei einen runterzuholen.
Ein Vollhonk ist für mich eine dumme Person, die aus Dummheit, fehlender Lebenserfahrung und Unwissenheit irgendwelche dummen Handlungen begeht. Hier hat aber jemand genau gewusst, was er anrichtet. Hat bewusst und raffiniert verschleiert, dass er dahinter steckt. Hier hat jemand aus Feigheit und Egoismus andere verletzt, nicht weil er zum dumm war zu wissen, dass man sowas nicht machen sollte.