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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

1.937 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Missbrauch, Vertrauen, Häusliche Gewalt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

05.06.2026 um 19:38
Zitat von watnuwatnu schrieb:Vorab stand also fest, dass nicht über den Gesprächsinhalt berichtet werden darf. Im Gegensatz dazu wurde mit der ZEIT wochenlang um Zitate gerungen.
ja, waren eben zwei verschiedene Ausgangspositionen. Durchaus auch üblich bei Hintergrundgesprächen

@CharliesEngel
aha, toll. Da die Info mir nix bringt, wäre es interessant zu wissen, was sie Dir bringt?


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

05.06.2026 um 19:50
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:@CharliesEngel
aha, toll. Da die Info mir nix bringt, wäre es interessant zu wissen, was sie Dir bringt?
ZEIT online wird die zweite "headline" nicht nur wegen uns zweien gratis veröffentlicht haben.

Noch unentschieden, sahen die Journalistinnen den Mensch CU oder den Schauspieler CU?


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

06.06.2026 um 16:20
Zitat von KTGKTG schrieb:Wahrscheinlich wird das mit CU abgestimmt sein, macht es aber nicht besser von Seiten Schertz-Bergmann das vorgeschlagen oder geschrieben zu haben.
Außer, es gehört zur bekannten Inszenierung (Litigation-PR).

Der Journalist (und "Experte zu den Themen Recherche und Recht für Journalisten"*) schrieb vor 2 Monaten über die presserechtlichen Informationsschreiben der Kanzlei (Abschnitt in blauer Schrift):
(…) Wo Recht draufsteht, muss eben keines drin sein. (…) Man kann mit ihnen vom Kern einer kritischen Berichterstattung über einen Mandanten ablenken, indem man Nebenschauplätze eröffnet (…)
Darüber steht u. a.:
Kann es sein, dass Schertz-Bergmann überhaupt nicht gut sind?

Was sie können, ist, (überwiegend kleinere) Medien einzuschüchtern - das lassen sie sich von ihren Mandanten gut bezahlen. Ich hatte den Gedanken schon Anfang der 2000er Jahre, als die Kanzlei aus formalen Gründen mit einem Gegendarstellungsanspruch scheiterte. Seither wundere ich mich: Da wird die Rechtslage falsch dargestellt (z.B. bei verdeckten Recherchen), mal bin ich es, der darauf hinweist, dass zwei Anwälte der gleichen Kanzlei denselben Medienbeitrag für zwei unterschiedliche Mandanten bearbeiten.

Im aktuellen Fall Ulmen frage ich mich, ob die etwas für ihren Mandanten erreichen (können). Trotz eines Hintergrundgesprächs schaffte es die Kanzlei nicht. den Spiegel von vermeintlich falschen, einfachen und unwesentlichen, Tatsachenbehauptungen abzuhalten.
Quelle: https://de.linkedin.com/posts/marcuslindemann_kann-es-sein-dass-schertz-bergmann-%C3%BCberhaupt-activity-7444754649217388545-frR7 , Hervorhebung durch mich
*Über Marcus Lindemann: https://www.ard-zdf-medienakademie.de/mak/trainer/AAAAGTC/marcus-lindemann.html
- -
Zitat von KTGKTG schrieb:So gut abgestimmt wie mit den spanischen Anwälten bzgl. der angeblich fehlenden Unterschrift beim Notar?
Das nennt CF als eines der Beispiele der sog. Täter-Strategie (Litigation-PR), mit der Hass geschürt wird. Auch würden nur wenige Medien bei der Gegenseite nachfragen, worauf diese kleinlaut zugeben müsse, "Oh ja, kann sein, dann stimmt´s halt nicht, was wir behauptet haben." CFs Erfahrung, dass die Korrektur nicht so weit streut wie die Falschbehauptungen, konnte man m. E. mitverfolgen. Kaum wieder einzufangende Reaktionen, die z. B. auf o. g. Falschbehauptung erfolgten: "Wieso macht sie das denn nicht?! Anscheinend hat sie keine Beweise! (…)"
Quelle: Min. 4:00 bis 6:12 im schon verlinkten RTL-Interview (Youtube) mit Frauke Ludowik.
- -

Als hätte die gerichtliche Überprüfung des SPIEGEL-Artikels nie stattgefunden, wird von den RA weiterhin behauptet:
Aus ihrer Sicht wäre diese geeignet gewesen, "ihn zu Wort kommen zu lassen, Dinge klarzustellen und falschen oder verzerrten Darstellungen in der Berichterstattung des 'Spiegel' entgegenzutreten".
Quelle: https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_101283470/collien-fernandes-reagiert-auf-zeit-absage-von-christian-ulmen.html

Damit wird der Fantasie der Rezipienten überlassen, was CU angeblich vorbringen könnte. Ich gehe davon aus, dass die CU-Seite alles vor dem LG Hamburg vorgetragen hat, was zur o. g. "Klarstellung" dienen könnte und dazu, die angeblichen Verzerrungen in der Berichterstattung zu verbieten. Es kann nicht viel gewesen sein, sonst hätte das LG anders entschieden.
Und
Auf Anfrage von t-online reagierte Collien Fernandes jetzt auf das zurückgezogene Interview: "Es ist natürlich ungünstig, wenn getätigten Falschaussagen Belege gegenübergestellt werden, die diese Lügen enttarnen. Dann zieht man vielleicht doch lieber all seine Aussagen zurück." Sie ergänzte: "Ich denke, langsam sollte man, wenn man noch so etwas wie Restwürde, ein Gewissen oder Anstand besitzt, auch öffentlich zu dem stehen, was man getan und ohnehin schon zugegeben hat. Alles andere ist komplett würdelos. Hierfür hätte man so ein Interview nutzen können, stattdessen schlug man weiterhin den Weg der Lüge und des Verdrängens ein, hoffte wohl, dass man damit nicht auffliegt."
Quelle: https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_101283470/collien-fernandes-reagiert-auf-zeit-absage-von-christian-ulmen.html


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

06.06.2026 um 20:05
Zitat von watnuwatnu schrieb:
Zitat von KTGKTG schrieb:Wahrscheinlich wird das mit CU abgestimmt sein, macht es aber nicht besser von Seiten Schertz-Bergmann das vorgeschlagen oder geschrieben zu haben.
Außer, es gehört zur bekannten Inszenierung (Litigation-PR).
Ist da nicht die Argumentation "Die Zeit hat die umfangreiche Stellungnahme unseres Mandanten ins schlechte Licht stellen wollen. Das können wir so nicht stehenlassen. Wir haben gemeinsam entschieden, das Interview bei der Zeit zurückzuziehen, und kündigen an, dass CU zu gegebener Zeit in einem neutralen und fairen Format/Medium umfangreich seine Sicht der Dinge erläutern wird." der bessere Weg? (Aber da bin ich kein Experte. Trotzdem glaube ich, dass Schertz-Bergmann es auch nicht so richtig sind.)
Zitat von watnuwatnu schrieb:Kaum wieder einzufangende Reaktionen, die z. B. auf o. g. Falschbehauptung erfolgten: "Wieso macht sie das denn nicht?! Anscheinend hat sie keine Beweise! (…)"
Stimmt. Das [mit dem Notar] Wurde ja auch hier von Usern negativ thematisiert, die dann, nachdem sich das ganze als Fehler erwiesen hat, natürlich nichts mehr dazugeschrieben haben. Doch ganz an Absicht glaube ich nicht... D

Der von mir (mitunter) geschätzte Jens Weinreich hat auch drunter kommentiert:
Wer käme auf die Idee, dem Scherzkeks und seinem Kompagnon Klasse zu attestieren? Da ist nur eine große Gusche. Und drohen, klar, das können die Nasen.(Disclaimer: deren Bilanz gegen mich persönlich und Medien, für die ich tätig war und die sie angegriffen haben, ist desaströs)
https://de.linkedin.com/posts/marcuslindemann_kann-es-sein-dass-schertz-bergmann-%C3%BCberhaupt-activity-7444754649217388545-frR7

Da gibt es auf seiner Seite einiges zu diversen Streitigkeiten mit der Kanzlei.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Das nennt CF als eines der Beispiele der sog. Täter-Strategie (Litigation-PR), mit der Hass geschürt wird. Auch würden nur wenige Medien bei der Gegenseite nachfragen, worauf diese kleinlaut zugeben müsse, "Oh ja, kann sein, dann stimmt´s halt nicht, was wir behauptet haben."
Man sollte aber bei der Litigation aufpassen, welche "Geschütze" die andere Seite auffahren kann und wie die Sachlage ist. CF ist nun mal eine höhere Liga als Shelby Lynn. Da sollte man schon aufpassen, ob die PR so groß wirkt oder ob man nicht wie Klein Doofi darsteht.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

07.06.2026 um 12:52
Zitat von KTGKTG schrieb:Das [mit dem Notar] Wurde ja auch hier von Usern negativ thematisiert, die dann, nachdem sich das ganze als Fehler erwiesen hat, natürlich nichts mehr dazugeschrieben haben. Doch ganz an Absicht glaube ich nicht.
Auch wenn es keine Absicht war, sollte die Falschbehauptung auch auf dem Presseportal korrigiert werden. Das ist bis heute nicht geschehen. Da dort verschiedene Sprachen einstellbar sind, wird auf dieses Portal evtl. auch aus div. Ländern zugegriffen.
https://www.presseportal.ch/de/nr/100017748

Da Aussetzung des Verfahrens bedeutet, dass alles auf Eis liegt, war ich schon vor der Fehler-Aufdeckung durch den FOCUS irritiert, dass in der PM der Kanzlei zwei Aussetzungsgründe angegeben wurden:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 28.03.2026:U. a. in der Pressemitteilung der Ulmen-Anwälte steht, dass noch geklärt werden muss, ob "die spanischen Behörden" zuständig sind. Welchen Sinn hätte es, vor der Entscheidung einen Termin vor einem spanischen Notar wahrzunehmen? Die grundsätzliche Frage der Zuständigkeit dürfte doch auch unabhängig davon zu klären sein?
Ich bin aber davon ausgegangen, dass die Medienrechtler sorgfältig geprüft hatten, was sie veröffentlichten. Das kann man erwarten.

Inzwischen ist klar, dass die Notar-Pflicht nie bestand und das Verfahren wegen der Klärung der örtlichen Zuständigkeit ausgesetzt war (Spanien o. Deutschland).
- -
Allgemein:
Ich hätte überhaupt nicht erwartet, dass Medienanwälte eine aggressive, rufschädigende Strategie gegen ein Opfer anwenden, wenn der eigene Mandant die Kernvorwürfe eingeräumt hat.
- -
Zitat von KTGKTG schrieb:Ist da nicht die Argumentation "Die Zeit hat die umfangreiche Stellungnahme unseres Mandanten ins schlechte Licht stellen wollen.
Wenn ich es richtig verstehe, meinst du, ob bzw. dass o. g. Argumentation besser wäre als die der Medienanwälte?
Wer nicht beachtet oder nicht weiß, dass u. g. gerichtliche Prüfung stattfand, lässt sich evtl. von der gewählten Argumentation eher überzeugen, die ich zitiert hatte:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Als hätte die gerichtliche Überprüfung des SPIEGEL-Artikels nie stattgefunden, wird von den RA weiterhin behauptet:
Aus ihrer Sicht wäre diese geeignet gewesen, "ihn zu Wort kommen zu lassen, Dinge klarzustellen und falschen oder verzerrten Darstellungen in der Berichterstattung des 'Spiegel' entgegenzutreten".
Quelle: https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_101283470/collien-fernandes-reagiert-auf-zeit-absage-von-christian-ulmen.html



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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

07.06.2026 um 14:34
Wie war das mit den Telefonsexstreichen, Herr Ulmen?


Herr Ulmen persönlich kommt zu Wort, in einem Podcast mit der Journalistin Bettina Rust, radio eins. Bei min 17:12 - 23:22
Zusätzlich beziehe ich einen älteren Ausschnitt aus „Hörbar Rust“ mit Christian Ulmen ein; die betreffende Podcast-Folge mit Ulmen ist als Wiederveröffentlichung vom Gespräch vom 13.02.2022
Quelle: siehe Video unten

Der Podcast ist eingebettet in ein Video vom 20.03.26, ca 32 min lang, angenehm, engagiert und seriös gemacht.

Youtube: HEFTIGE Konsequenzen für Christian Ulmen! Collien Fernandes bricht ihr Schweigen!
HEFTIGE Konsequenzen für Christian Ulmen! Collien Fernandes bricht ihr Schweigen!
Externer Inhalt
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Das Video hat eine Transkription, nicht fehlerfrei, empfehle daher das Video.

Inhalte:

- 11:23 - 16:20 CF im "Kölner Treff", eine Woche vor dem SPIEGEL-Artikel

- 17:12 - 23:22 Podcast mit CU, seine Sextalk-Streiche als Teenager

- bei 23:47 Solidarität von Sibel Kikelli für CF

- 25:55 - 27:44 Warum Spanien ein Gesetz gegen deepfakes hat

- ab 29: 34 Dr. Nils Winkler, Strafverteidiger und Spezialist für Sexualstrafrecht erklärt die Lücken der deutschen Gesetze

und der Hammer, bei 09:02 - 10:30, der Moderator berichtet von der Erzählung eines anonymen Mannes aus der Branche, dass dieser sagt, es sei ein offenes Geheimnis gewesen, dass CF erotische Mails und Fotos von sich rumgesendet habe.


Mein Gedanke: Im Jahr 2022 erzählt CU als 46jähriger von seinen jugendlichen Telefonsexstreichen. Wie kann er sich sicher sein, dass die Männer ihn Anfang der 90er nicht als männlichen Teenager erkannt haben könnten? Hat er das nicht mal reflektiert, nach den vielen aufgedeckten Vorfällen seit 2010, seitdem man mehr weiß über Pädophile, Hebephilie?


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

07.06.2026 um 14:45
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wenn ich es richtig verstehe, meinst du, ob bzw. dass o. g. Argumentation besser wäre als die der Medienanwälte?
Ja genau. Auf jeden Fall besser als die Variante "wir als Anwälte waren für die Veröffentlichung bei der Zeit und CU hat sich aus höchstpersönlichen Gründen dagegen entschieden". Das soll jetzt nicht als Parteinahme für CU rüberkommen, aber irgendwie nachvollziehen kann ich seine Bedenken schon. Ist ein wie von den Anwälten behauptet Hintergrundgespräch, aus dem dann seine Aussagen in einen Text (und jetzt nicht von der Gala sondern von einem Blatt mit journalistischen Ansprüchen wie der Zeit) einfließen und direkt eingeordnet werden, wirklich der erhoffte Befreiungsschlag? Früher wäre man zu Beckmann oder Kerner in die Talkshow gegangen und hätte exklusiv seine Sicht der Dinge erläutert ohne vielleicht auf den ganz großen Widerstand zu treffen.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

08.06.2026 um 15:05
Zitat von KTGKTG schrieb:Früher wäre man zu Beckmann oder Kerner in die Talkshow gegangen und hätte exklusiv seine Sicht der Dinge erläutert ohne vielleicht auf den ganz großen Widerstand zu treffen.
Eben. Diese Männerkuschelrunden ziehen nicht mehr, gerade wenn die Lebensfreude von Frauen gedeckelt wurde. Siehe das Gespräch mit der ZEIT, ausschließlich Journalistinnen (ohne : ) - war doch ein Gespräch oder ein Zwiegespräch mit dem Tisch? Egal. Heute finden sich in jeder ernst gemeinten Redaktion taffe, junge, gut ausgebildete Frauen, die die richtigen Fragen stellen dürfen; Fragen, die vor metoo von der "taz" formuliert wurden und in den 70ern von "Emma".

Davon ab, kann ich mich nicht erinnern, dass Beckmann "Canossa-talks" gemacht haben soll.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

08.06.2026 um 16:46
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Davon ab, kann ich mich nicht erinnern, dass Beckmann "Canossa-talks" gemacht haben soll.
Ich habe nochmal nachgelesen (Interview mit Jan Ullrich). Ich habe Beckmann falsch in Erinnerung. War kein Canossa-Talk.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

08.06.2026 um 20:05
Zitat von KTGKTG schrieb:wie von den Anwälten behauptet Hintergrundgespräch,
Die ZEIT-Autorinnen nennen es Interview, und aufgrund des bisherigen Spin-Doctoring der Medienanwälte bin ich gegenüber deren nun kolportierten Auffassung skeptisch. Es scheint jedenfalls keine strikte Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) zu existieren. Die ZEIT ist höchstwahrscheinlich auch juristisch beraten (wie der SPIEGEL).
Btw: Ebenso kann ich es mir kaum vorstellen, dass CU ausgerechnet in Spanien Anwälte beauftragt haben soll, die die Basics ihres Berufs nicht zu beherrschen scheinen und über nichtexistente Notar-Pflichten irren. CU beauftragte erfahrene deutsche RA - und er wird erst recht seine spanischen RA sorgfältig ausgewählt haben. Für ihn ging es darum, das Verfahren in Spanien abzuwenden, wo er eine höhere Strafe zu befürchten hatte ( Beitrag von mitH2CO3 (Seite 10) ).

Dass die Journalistinnen Ende März ein 5-stündiges Interview mit CU führten, veröffentlichten sie auch auf Insta. Ebenso erfährt man, dass sie div. Personen kontaktierten, um den Fall von allen Seiten zu recherchieren (S. 2, 3 und 4 anklicken):
Beitrag von watnu (Seite 88)
- -
Zitat von KTGKTG schrieb:nicht von der Gala sondern von einem Blatt mit journalistischen Ansprüchen wie der Zeit)
Dem medienerfahrenen Schauspieler und seinen Medienanwälten ging es wohl darum, zeitnah einen adäquaten Gegenpart zum SPIEGEL-Artikel zu veröffentlichen. Das 5-Stunden-Interview mit CU war schon im März. Der mutmaßliche Versuch, die Journalistinnen einzulullen, ist wohl gescheitert. Sie haben m. E. seriös recherchiert und nicht einfach übernommen, was ihnen von der CU-Seite vorgekaut wurde. Sonst wäre nicht wochenlang um die Zitate gestritten worden.
Zitat von KTGKTG schrieb:Früher wäre man zu Beckmann oder Kerner in die Talkshow gegangen und hätte exklusiv seine Sicht der Dinge erläutert
CF hat keine Scheu, sich Interviews vor der Kamera zu stellen. Die Gründe, warum CU das vermeidet, sind m. E. naheliegend.

Ein Kommentar - wie nun hier erlaubt, der Text vor der Bezahlschranke:
Christian Ulmen hat mit der „Zeit“ gesprochen, doch lesen darf man davon nichts. Wie sich Prominente in der Krise der Öffentlichkeit anbiedern – ohne sich ihr wirklich auszusetzen.

Man kann nicht nicht kommunizieren, wissen Scharen von Publizistikstudenten. Sicher weiß es auch Christian Ulmen. Und wenn nicht dieser, dann der andere Christian: Schertz, sein Anwalt. Ulmen hat die Vorwürfe gegen seine Person, die seine Ex-Frau Collien Fernandes Mitte März im „Spiegel“ erhoben hat, bislang nicht öffentlich kommentiert. Nicht den der „virtuellen Vergewaltigung“, nicht den der häuslichen Gewalt.
Quelle: https://www.diepresse.com/28271523/christian-ulmen-bricht-sein-schweigen-in-einem-zeit-interview-das-sein


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

09.06.2026 um 10:51
Zitat von watnuwatnu schrieb:Die ZEIT-Autorinnen nennen es Interview, und aufgrund des bisherigen Spin-Doctoring der Medienanwälte bin ich gegenüber deren nun kolportierten Auffassung skeptisch. Es scheint jedenfalls keine strikte
Ich auch. Ich habe einmal bewusst das Wording der Anwälte übernommen. Für mich ergibt Interview auch mehr Sinn als Hintergrundgespräch...


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

09.06.2026 um 13:25
Zitat von KTGKTG schrieb:Ich auch. Ich habe einmal bewusst das Wording der Anwälte übernommen
Ja, so hatte ich dich verstanden. Ich musste meine Antwort umformulieren und zitierte Infos löschen, weil anscheinend bei manchen LeserInnen eine Bezahlschranke angezeigt wird. Ich kann u. g. Artikel ohne Abo kpl. abrufen und weiß daher nicht, welcher Text für alle UserInnen sichtbar - und daher zitierbar ist. (Heute nochmals mit 2 Browsern getestet, DS-Einwilligung erforderlich, keine Bezahlschranke, kein Abo).
Bei Interesse am besten mal ausprobieren:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/zeit-und-anwalt-schertz-streiten-ueber-ulmen-gespraech-accg-200902471.html

- - -
Zitat von KTGKTG schrieb:Das [mit dem Notar] Wurde ja auch hier von Usern negativ thematisiert, die dann, nachdem sich das ganze als Fehler erwiesen hat, natürlich nichts mehr dazugeschrieben haben.
Ja, es gab noch andere Beispiele. Der Fall ist auch ein Lehrstück dafür, wie Meinungsmache funktioniert. Da im Gezänke um Nebelkerzen manches unterging, habe ich gestern vorsorglich nochmals für Alle den Instagram-Post der ZEIT als Beleg angegeben (bin aber davon ausgegangen, dass du den Inhalt kennst).


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

09.06.2026 um 13:40
@watnu
das ist ein FAZ+ Artikel.
Bildschirmfoto 2026-06-09 um 13.38.35
Bildschirmfoto 2026-06-09 um 13.38.52


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09.06.2026 um 13:57
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich kann u. g. Artikel ohne Abo kpl. abrufen und weiß daher nicht, welcher Text für alle UserInnen sichtbar - und daher zitierbar ist.
Komisch. Ich kann den Artikel problemlos aufrufen, ohne Bezahlschranke.


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09.06.2026 um 14:00
@all : Falls es nicht klappt, versucht es nicht über den Link auf Allmy sondern über die Google-Suche. Habe folgende Suchbegriffe eingegeben:
faz.net Zeit Ulmen

Eventuell zuvor Cookies, Cache usw. löschen und Ad-Blocker deaktivieren. Ich konnte den Artikel vor diesem Post damit abrufen.

- -
@Tussinelda , ich habe auf das Problem hingewiesen und geschrieben, dass ich deshalb nichts aus dem Artikel zitieren kann.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

09.06.2026 um 14:19
Dan Faz-Artikel konnte ich gestern noch lesen. Jetzt ist er auch bei mir hinter der Paywall.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

09.06.2026 um 14:28
Zitat von KTGKTG schrieb:Dan Faz-Artikel konnte ich gestern noch lesen. Jetzt ist er auch bei mir hinter der Paywall.
Man kann den Artikel einfach in einem Inkognito-Fenster einmalig lesen. Danach einfach das Fenster schließen und einen neuen Inkognito-Tab öffnen und man kann ihn wieder öffnen. So viel Lesenswertes steht allerdings auch nicht drin.


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09.06.2026 um 18:15
@watnu
Ich weiß, ich habe es gelesen. Ich wollte Dir nur zeigen, dass und warum es nicht klappt. Egal was ich eingebe. Ist ja nicht schlimm


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

09.06.2026 um 18:21
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Ich weiß, ich habe es gelesen. Ich wollte Dir nur zeigen, dass und warum es nicht klappt. Egal was ich eingebe. Ist ja nicht schlimm
Du kannst den Artikel in einem Inkognito-Browser lesen.


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09.06.2026 um 21:14
In u. g. Podcast führen die Journalisten Christian Meier (Host, u. g. CM) und Stefan Winterbauer (SW) ein Gespräch über den ZEIT-Artikel und die Reaktion des CU-Medienanwalts - ab ca. Min. 11.30:

Ich nehme ihre Einschätzung vorweg:
SW, ab ca. 31.00:
"Richtig angreifbar ist die Sache ja doch nicht, sonst hätte die Kanzlei Schertz Bergmann mutmaßlich nicht eine leicht beleidigte Presseerklärung in eigener Sache veröffentlicht, sondern wäre irgendwie anders gegen die ZEIT vorgegangen, wenn sie da irgendwas Handfestes gehabt hätten." CW: "So ist es."

Ca. ab Min. 15.40:
Allgemeine Erläuterung der Begriffe Interview, Hintergrundgespräch, Autorisierungsprozess und "Verhandlungs-Geschacher" darum und Bezugnahme auf den Fall (ZEIT-Artikel).

SW, 18.00:
"Und es gab ja auch schon in der Vergangenheit Fälle, wo dann Gesprächspartner das Interview komplett zurückgezogen haben (…) wo das Medium sich dann entschieden hat, diese Stilform des nichtautorisierten Interviews zu veröffentlichen."
18:50:
"[Der Medienanwalt] sagt jetzt, es war kein Interview, es war ein Hintergrundgespräch. Aber ich kann das nicht so richtig glauben. (…)"

Ab ca. 23.36:
Über das Gespräch zwischen ZEIT und Schertz:
SW, 26.00:
Es werde insinuiert, "die Journalistin wollte Schertz eins auswischen und hat ihm deswegen extra kritische Fragen gestellt. Ich weiß nicht, was das soll. Das muss er doch auch vorher gewusst haben, dass diese Journalistin schon mal an einer Geschichte beteiligt war, gegen die er vorgegangen ist. Das weiß er doch!"

CM, 27.15:
"(…) Das klingt ein bisschen wie nachgeschoben. (…) Wobei er dann auch in dieser Erklärung gesagt hat, das sei nicht nur (…) weil eine der Autorinnen möööglicherweise wegen einer früheren juristischen Niederlage -naja, das ist auch wieder ein Framing – befangen gewesen sein könnte, sondern, weil dieser Gesprächsanteil nicht 30 % betragen hat." (Kurzes Auflachen des Journalisten bei letzterem)
SW, ab ca. 28.00:
Der Ton der Medienanwälte in der Erklärung in eigener Sache rieche schon ein bisschen nach beleidigter Leberwurst. Als ein bisschen Nachtreten empfindet der Journalist, dass die ZEIT in der Erklärung als unprofessionell dargestellt wird.

Quelle: https://www.podcast.de/episode/703916063/mw341-fussball-wm-schertz-vs-zeit-tagesschau-vs-fun-facts-mit-stefan-winterbauer
Nur zur Info: Der im Podcast erwähnte Johann König ist Galerist (und nicht der Comedian)
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Es ging mir um Ausgewogenheit bzw., dass nicht nur die Ansicht der einen Partei (Medienanwälte) im Thread steht, @Aniara, @Tussinelda, @KTG . Dass ich die schon verlinkte Erklärung der Medienanwälte ähnlich einordne wie die o. g. Journalisten, hatte ich ja geschrieben. Die RA lagen mehr als einmal falsch mit ihren harten Angriffen auf die Gegenseite. Der u. g. FAZ-Artikel geht kurz auf die Reaktion der anderen Partei (ZEIT) ein. Die erwartungsgemäße Reaktion auf einen Punkt kann ich zitieren (s. meine Hervorhebung).
Der Anwalt von Christian Ulmen sagt, die „Zeit“ habe gegen journalistische Grundregeln verstoßen und ein „Hintergrundgespräch“ als „Interview“ dargestellt. Die „Zeit“ hält dagegen.
Quelle: https://www.facebook.com/faz/posts/der-anwalt-von-christian-ulmen-sagt-die-zeit-habe-gegen-journalistische-grundreg/1437539858408262/


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