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LWOP -- die andere Todesstrafe

107 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Todesstrafe, Lebenslänglich, Haftsstrafe ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 14:56
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Der Teenager ist nun 16 und hat nach derzeitiger Gesetzeslage, kaum eine Chance, die Haftanstalt jemals zu verlassen.
Berühmt zumindest ist er nun.
Sarkastisch könnte man jetzt sagen:
"Toll, da kann er ja seine Unterbringung quasi selber finanzieren." :D

Aber Spaß beisteite.
Aber die Frage der Finanzierung des Ganzen muss man natürlich auch bedenken.
Gebäude zu bauen, instandzuhalten zu beheizen, etc. ist auch kein Pappenstiehl.
Wärter kosten Geld, deren Ausbildungen und Schulungen auch, Ärzte und Betreuer sind auch nicht umsonst.
Wenn ich nicht ganz falsch liege, kostet hierzulande ein Häftling etwa 150€ pro Tag (Plus, Minus) laut Google.
365 Tage * 150€ macht 54,750€ Pro Jahr. Bei einem 16 Jährigen, der schätzungsweise 75 Jahre alt (also 59 Jahre in Haft) wird sind das stolze 3.230.250€. Wenn er 60 wird, natürlich weniger, aber genauso gut auch mehr, wenn er 100 wird.
Wenn man jetzt noch überfliegt, wieviele Gefangen wir alleine in DE haben?......
Wir hatten am 31. März 2024 genau 1.769 Lebenslängliche (Genauer habe ich jetzt nicht recherchiert, es geht mir aber auch jetzt hier nur um grobe, angenäherte Werte).

Also ich koste wohl Euch keine 150€ am Tag. Auch nicht, wenn ich alle Ärtze, Lehrer, Ausbilder, etc. und meine Autos, Urlaube Hobbys, Verpflegung und "Leben" etc. mitrechne.

Falcon.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 15:00
Find ich blöd, dann kosten die den Steuerzahler ja noch länger viel Geld


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 15:11
LWOP - US like - lehne ich ab. Bin dann doch eher ein Befürworter der Menschenrechte.
Lebenslange Haftstrafe - mit anschließender Sicherheitsverwahrung - halte ich für eine brauchbare Alternative.

Warum?
Menschen können sich ändern, es ist aber nicht zwingend dass sie sich ändern.
LWOP schließt prinziepiell aus dass sich Menschen ändern können bzw ignoriert oder sagt, egal was in 30-40-50 Jahren ist, du bleibst wo du bist.
Das halte ich persönlich für Menschenunwürdig.

Lebenslang mit anschließender Sicherheitsverwahrung bietet die Option genau das zu berücksichtigen. Das sich Menschen ändern können.
Klar, der Ermordete wird nicht wieder lebendig. Der Mörder kommt evtl wieder frei. Die Angehörigen werden da nicht erfreut drüber sein. Selbst wenn es erst nach Dekaden ist. Und doch sehe ich es als menschenwürdig an Tätern die Option zur Änderung zu geben und damit einhergehend eine Option, nach Absitzen der (Mindest-)Strafe wieder freizukommen.

Aber auch, wenn nicht festgestellt werden kann das der Täter sich geändert hat, das er dann eben auch nicht freikommt. In Haft verbleibt. Im extremen Falle bis zu seinem Tode.

Aber auch hier gilt. Es gibt Fehleinschätzungen. D.h. im schlimmsten falle kommt ein Mörder frei und mordet wieder. Kein System ist Fehlerfrei.
Da ist es eine persönliche Einschätzung ob man eher sagt - bleibt im Knast bis zum bitteren Ende - oder wir geben Chance auf Resozialisierung.

Hab mal eine Statistik gesucht für Wiederholungstätern nachFreilassung bei Mord. Fand eine, finde sie nicht mehr. Sorry dafür. Quintessenz, bei Mördern gibt es eine Rückfallquote im Sinne von - wurde nochmal bestraft von ~20%. Wobei dort alle Strafen gelistet wurden, also auh Ladendiebstahl, Falsch Parken etc. Für den Anteil körperliche Verbrechen gab es keine Zahlen nur den Hinweis - sehr gering.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 15:18
@Gucky87
Dann bitte, schau dir den Fall, des unlängst verurteilten Mörders ( zum Zeitpunkt der Tat war er 18 beim Urteil mE 21?) Sean Gathright an.
Verurteilt zu LWOP. Dem haben sie im Gerichtssaal bildhaft erklärt, ( ein Ex Mitarbeiter einer Haftanstalt) was ihn erwartet und wie er zukünftig sozusagen seinen Platz dort mitfanziert. 60 h Woche erwartet ihn. Er muss arbeiten. Diverse Einsatzmöglichkeiten warten auf ihn. Von Klempner, bis Küche… und krank werden, wird als Arbeitsverweigerung ausgelegt. Dann geht es ab, zur Besserung an einen speziellen Ort.
Und wenn er dann mal zu alt wird, dann gibt es immer noch viele andere Möglichkeiten, so der Zeuge im Gerichtssaal. Er könnte sich um Neuankömmlinge kümmern usw.
Also Du siehst, die müssen sich selbst finanzieren, zumindest Bruchstücke der Kosten müssen wieder reinkommen.
Für ihre Arbeit werden sicher nicht nach Tarif entlohnt. Aber dafür Kost und Logis frei.
Man kann nur hoffen, dass zukünftige „ Möchtegern Gangster“, die einen Rapper ermorden wollen, besser mal vorher hingucken, was sie in ihrem Bundesstaat erwarten könnte.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 18:54
Zitat von CachalotCachalot schrieb:LWOP - US like - lehne ich ab. Bin dann doch eher ein Befürworter der Menschenrechte.
Lebenslange Haftstrafe - mit anschließender Sicherheitsverwahrung - halte ich für eine brauchbare Alternative.

Warum?
Menschen können sich ändern, es ist aber nicht zwingend dass sie sich ändern.
LWOP schließt prinziepiell aus dass sich Menschen ändern können bzw ignoriert oder sagt, egal was in 30-40-50 Jahren ist, du bleibst wo du bist.
Das halte ich persönlich für Menschenunwürdig.
Genau diese Meinung teile ich auch. Zudem sollte aus meiner perspektive besser erforscht werden, warum Menschen überhaupt Straftaten begehen und in welchem Maße damit in der Gesellschaft umgegangen wird.

In diesem Zuge möchte ich zudem einbringen, dass die Androhung von Strafen, Straftaten nicht verhindert. Selbst wenn die Strafe die Todesstrafe ist. Daraus lässt sich entnehmen, dass Menschen nicht nicht Straffällig werden, weil sie Angst vor einer Strafe haben, sondern dass eben Straffälligkeit unabhängig mit den rechtlichen Konsequenzen zusammenhängt.

Daher halte ich dieses Strafkonzept von LWOP sowie auch die Todesstrafe für höchst Menschenrechtsunwürdig. Ich halte es dennoch wichtig, dass man straffällig gewordenen Menschen erstmal aus der Gesellschaft entnimmt, weil diese Personen ein gewisses Gefahrenpotential aufweisen. Aber nicht aus Strafe, sondern aus Schutz für sich selbst und andere.

Das Problem ist aber, dass die Gesellschaft ein Bedürfnis nach Strafe und Vergeltung hat und es daher dieses Strafsystem z.B. in den USA aus meiner Sicht gibt.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 22:47
Zitat von KFBKFB schrieb:Find ich blöd, dann kosten die den Steuerzahler ja noch länger viel Geld
Todesstrafe ist viel teurer. Ich zitiere mich selbst, gerade vor ein paar Tagen im Thread 'Todesstrafe'.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Die Todesstrafe ist deutlich teurer. Ich habe die Google-KI mit folgendem Prompt befragt:

Im US-Justizsystem. Zu den Kosten im Vergleich. Ein 20-Jähriger wird wegen Mordes verurteilt. Zwei Szenarien: (A) Er wird zum Tode verurteilt. Nachdem alle legalen Mittel ausgeschöpft sind, wird er nach 25 oder 30 Jahren hingerichtet. (B) Er bekommt LWOP. Ein erster Appeal. Stirbt dann mit 70 im Gefängnis, nachdem er die letzten zwei Jahre ein voller Pflegefall war. Was sind die Kosten in beiden Fällen?

Die Antwort hier nur als Endergebnis in Zahlen:

Szenario A: Todesurteil mit Hinrichtung nach 25–30 Jahren. Geschätzte Gesamtkosten: ca. 3,5 bis 5 Millionen US-Dollar.
Szenario B: LWOP (Lebenslänglich) mit Tod durch Krankheit mit 70 Jahren. Geschätzte Gesamtkosten: ca. 2,2 bis 3,0 Millionen US-Dollar.
Szenario B aber mit Plea Deal statt Jury-Prozess: ca. 1,8 bis 2,3 Millionen US-Dollar.

Quelle: Google-KI

Die Kostenpunkte werden natürlich genau aufgelistet. Man könnte auch noch ergänzen, dass eine Großteil der Menschen mit LWOP keine 70 Jahre erreicht.



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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 22:59
Das Problem ist doch, das die Insassen oft Jahrzehnte warten müssen
Wäre der Prozess schneller würde das auch eine Menge Geld sparen
@redsherlock


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 23:08
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Aber auch hier gilt. Es gibt Fehleinschätzungen. D.h. im schlimmsten falle kommt ein Mörder frei und mordet wieder. Kein System ist Fehlerfrei.
Da ist es eine persönliche Einschätzung ob man eher sagt - bleibt im Knast bis zum bitteren Ende - oder wir geben Chance auf Resozialisierung.

Hab mal eine Statistik gesucht für Wiederholungstätern nachFreilassung bei Mord. Fand eine, finde sie nicht mehr. Sorry dafür. Quintessenz, bei Mördern gibt es eine Rückfallquote im Sinne von - wurde nochmal bestraft von ~20%. Wobei dort alle Strafen gelistet wurden, also auh Ladendiebstahl, Falsch Parken etc. Für den Anteil körperliche Verbrechen gab es keine Zahlen nur den Hinweis - sehr gering.
Wer wegen Mordes im Gefängnis saß und nach Freilassung innerhalb von 9 Jahren wieder mordet, ist eine absolute Seltenheit. Im niedrigen, einstelligen Bereich. Ich zitiere mich aus dem Thread 'Todesstrafe' selbst.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb am 30.07.2026:Statistisch gesehen begehen ca. nur unter 2% der Mörder innerhalb von 9 Jahren einen weiteren Mord. Das sind diese Psychopathen, Narzissten, Triebtäter natürlich mit dabei, und vielleicht machen diese auch den Großteil aus.

Siehe Table 9 im verlinkten Artikel. Man muss die Tabelle richtig lesen. Zunächst sieht es nach 4.5% aus. Man muss es aber so lesen: Von denen, die wegen Mord (Homicide) neu inhaftiert werden (innerhalb von 9 Jahren einer vorherigen Haft), saßen 4.5% davon schon vorher wegen Mordes in Haft. Das heisst. Umgekehrt gesehen, der Anteil derjenigen, die vorher wegen Mordes inhaftiert waren und jetzt erneut wegen Mordes verhaftet werden, liegt weit unter 4.5%, eher unter 2%. (Das könnte man jetzt auch durch die weiteren Zahlen in der Tabelle genauer begründen.)

Quelle: https://bjs.ojp.gov/content/pub/pdf/rsorsp9yfu0514.pdf
Hinzufügen möchte ich noch, dass die 2% wahrscheinlich deutlich untertroffen werden, besonders bei Tätern, die lange Zeit in Haft waren und dann auch älter als 40 Jahre sind. Es gibt im Thread 'Todesstrafe' auch eine Grafik, die hier 0,1% angibt.

Wichtig ist natürlich, dass man Psychopathen, sexuelle Triebtäter etc. vorher rausfiltert, bevor man sie freilässt. Es gibt dafür auch gute Tests. Aber 100pro ist natürlich nichts.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 23:11
Zitat von KFBKFB schrieb:Das Problem ist doch, das die Insassen oft Jahrzehnte warten müssen
Wäre der Prozess schneller würde das auch eine Menge Geld sparen
Klar. Dann würden noch mehr Unschuldige hingerichtet. Aber Hauptsache Geld gespart.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 23:19
@redsherlock
Wenn du's dir einfach machen willst, klar, dann geht das


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 23:24
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Dann wird Dir das Urteil, gegen Colt Gray sicher auch nicht gefallen. Der mit 14 an einer high Scool im Bundestaat Georgia 2 Schüler und zwei Lehrer erschossen hat ( plus 9 verletzte), weil? Er berühmt werden wollte. Jetzt mit 16 wurde er zu LWOP verurteilt.
Ps sein Vater wurde übrigens auch verurteilt, sehr hart sogar. Weil er dem Sohn Zugang zu Waffen gewährt hat.

Der Teenager ist nun 16 und hat nach derzeitiger Gesetzeslage, kaum eine Chance, die Haftanstalt jemals zu verlassen.
Berühmt zumindest ist er nun.
Es macht mich sogar wütend.

1. Egal welche Tat, man kann einen 14-Jährigen nicht nach Erwachsenenstrafrecht verurteilen, und erst recht nicht mit der Höchststrafe. Immerhin hat der Supreme Court inzwischen die Todesstrafe für Kinder verboten. Einige ganz wenige Bundesstaaten gehen inzwischen dazu über, das Jugendalter auf junge Erwachsene bis 20 oder so auszudehnen.

2. Eigentlich hätte, wenn überhaupt, der Vater LWOP bekommen müssen. Er ist der Erzieher des Jungen. Und er schenkt ihm eine Waffe zu Weihnachten????

3. Solche Schulmassaker wird es immer wieder geben. Weil die USA nicht imstande bzw. willens sind, ihren Waffenwahn aufzugeben. Stattdessen vergibt man halt Höchsstrafen, nachdem das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. BTW: zu dieser Thematik hat der Filmemacher Michael Moore eine gute Doku gemacht, Bowling for Columbine von 2002. Wikipedia: Bowling for Columbine

Diese Schizophrenie dieses Landes ist mir unverständlich. Übrigens: Rauchen oder Alkohol konsumieren, darf man erst ab 21. Autofahren auch erst ab 17 oder 18 (eingeschränkt). Aber strafmündig sind Kinder dann doch schon.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

04.08.2026 um 23:27
Zitat von KFBKFB schrieb:Wenn du's dir einfach machen willst, klar, dann geht das
Was meinst du jetzt? Und mit deinem Post zuvor? Ich mache es mir nicht einfach. Meine Bemerkung dazu war offenbar ironisch gemeint.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

05.08.2026 um 06:40
Zitat von CherymoyaCherymoya schrieb:Das Problem ist aber, dass die Gesellschaft ein Bedürfnis nach Strafe und Vergeltung hat
Ja.
Immerhin ist zumindest ein anderer Mensch schwer geschaedigt oder gar getötet worden.
Und kann sein Leben nicht mehr weiterführen.

Auch ueberlebende Opfer haben zT lebenslänglich an der Tat zu knabbern.

Da finde ich die Strafmasse, die in Dt. vergeben werden, oft zu gering.
Zitat von rainloverainlove schrieb:. Jeder hat iwann eine neue Chance verdient. Auch mörder und kinderschänder, jeder kann sich bessern und hat ein Recht auf resozialysieren . Sicherheitsverwahrung oder sowat ist sehr dumm.
Noe.
Nicht wenn ich an zB den Maschsee-Moerder denke.
Da, denke ich, ist Hopfen und Malz verloren.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

05.08.2026 um 07:15
Eine starke Gesellschaft braucht die LWOP Strafe.
Wenn der Staat / die Gesellschaft sich daran stößt Straftäter hinzurichten dann sollen sie halt mit LWOP bestrafen.

Ist zwar auch eine "Todesstrafe" aber wenn die Gesellschaft besser schlafen kann: Bitte ..

Hauptsache Straftäter, welche grausame Verbrechen begangen haben, kommen von der Straße runter.

Bin für konsequente und kompromisslose Bestrafung von solchen Tätern.
Im Gegenzug sollte der Staat NGOs wie Project Innocent subventionieren, damit höhere Chancen bestehen unschuldige Menschen schneller oder überhaupt aus dem Gefängnis zu bekommen.

Wobei die Liberalen selbst das wohl ablehnen, weil sie selbst Kindermörder nicht lebenslang wegsperren wollen da manche Menschen ja im Knast zu Jesus finden. Dann können das ja keine schlechten Menschen sein.
(Überspitzt dargestellt)


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05.08.2026 um 07:44
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Was meinst du jetzt? Und mit deinem Post zuvor? Ich mache es mir nicht einfach. Meine Bemerkung dazu war offenbar ironisch gemeint.
Es sollen nicht links und rechts Menschen nach Gutdünken hingerichtet werden aber schauen wir uns einen Fall wie Jeffrey Dahmer an
- Schuld zweifelsfrei bewiesen
- kann unmöglich wieder in die Gesellschaft entlassen werden

Nach der rechtskräftigen Verurteilung (auch wenn das vielleicht durch Gutachten und alle Instanzen ein paar Jahre dauert) sollte die Hinrichtung nach zwei Wochen erfolgen
Das Problem Dahmer hat sich im Knast erledigt

Ed Kemper ist jetzt seit über 50 Jahren im Knast, offenbar zu gefährlich ihn wieder rauszulassen aber warum tut man nicht allen Beteiligten (auch Kemper) einen Gefallen und beendet fas einfach?


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LWOP -- die andere Todesstrafe

05.08.2026 um 09:27
Zitat von PStanisLovePStanisLove schrieb:Ich bin ja auch für Therapie, es gibt aber ein Level an Boshaftigkeit vor dem die Gesellschaft geschützt werden muss, Grade wenn so eine Person schon wirklich schlimmes angestellt hat.
Das Problem ist, wir reden hier von über 200.000 Menschen die alleine in den USA lebenslänglich sitzen.
Wie viele davon sind wirklich so bösartig dass man sie lebenslänglich einem Großteil ihrer universellen Grundrechte beraubt und nicht glaubt sie resozialisieren zu können? Ein Prozent davon? Das wären dann 2.000 Personen.

Diesen 2.000 Straftäter*innen stehen gegenüber:
- 15.000 Personen die völlig unschuldig den Rest ihres Lebens in einer engen Zelle vor sich hinrotten
- 15.000 Personen die wegen minimaler Vergehen jegliche Hoffnung auf Freiheit verloren haben (3 Strikes Law heißt, dass du quasi ohne Begnadigung den Rest deines Lebens hinter Gittern verbringst weil du in deiner Jugend so dumm warst eine Tafel Schokolade zu stehlen)
- 150.000 Personen die man nach ihrer Zeit im Gefängnis hätte resozialisieren können wenn man das als Staat wollte. Das hat halt einfach alles überhaupt keine Verhältnismäßigkeit in meinen Augen.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

05.08.2026 um 09:44
Zitat von bettmanbettman schrieb:- 150.000 Personen die man nach ihrer Zeit im Gefängnis hätte resozialisieren können wenn man das als Staat wollte. Das hat halt einfach alles überhaupt keine Verhältnismäßigkeit in meinen Augen.
Aus meiner Sicht ist das dortige Justizsystem auch völlig unverhältnismäßig streng, und ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Zumal man anscheinend ziemlich schnell in Haft geraten kann, selbst wenn man objektiv gesehen gar nichts angestellt hat.

Eine lebenslange Haft ohne Aussicht auf Begnadigung oder Resozialisation sollte meiner Meinung nach wirklich nur die Ultima Ratio sein, bei einer erwiesenen besonderen Schwere der Schuld. Es ist ja wirklich ein absoluter Albtraum, wenn man schon in jungen Jahren in so ein Verlies gesperrt wird, ohne jemals wieder freizukommen.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

05.08.2026 um 14:11
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ja.
Immerhin ist zumindest ein anderer Mensch schwer geschaedigt oder gar getötet worden.
Und kann sein Leben nicht mehr weiterführen.

Auch ueberlebende Opfer haben zT lebenslänglich an der Tat zu knabbern.

Da finde ich die Strafmasse, die in Dt. vergeben werden, oft zu gering.
So verständlich das Bedürfnis nach "Gerechtigkeit" und Strafe in diesem Kontext auch ist.

Die Strafe holt den z.B. ermordeten Menschen auch nicht zurück.

Ich bin der Meinung man sollte viel Mehr in die echte Straftatenverhinderung investieren und noch viel mir in die Hilfe von Opfern von Straftaten bzw. Angehörigen.

Jemanden einfach für den Rest des Lebens einzuknasten auf der einen Seite und die Opfer mit allem alleine zu lassen auf der anderen Seite bringt niemanden was.


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LWOP -- die andere Todesstrafe

05.08.2026 um 14:15
Zitat von rainloverainlove schrieb:. Jeder hat iwann eine neue Chance verdient. Auch mörder und kinderschänder, jeder kann sich bessern und hat ein Recht auf resozialysieren . Sicherheitsverwahrung oder sowat ist sehr dumm.
Ich würde es eher anders formulieren. Jeder hat eine Chance auf ein gutes Leben verdient. Auch ein Straftäter/ eine Straftäterin. Wenn aber diese Person nicht resozialisierbar ist, z.B. durch schwerwiegende psychische Erkrankungen oder extreme Persönlichkeitsstörungen, dann findet vielleicht auch eine Lebenslange Unterbringung angemessen, aber nur unter dem Aspekt das die Person trotzdem eine Menschenwürdiges Leben hat.

Aber ich habe oft den Eindruck, dass das in den USA nicht geben ist bei LWOP.


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