gastric schrieb:ich jammere nicht, ich beklagen mich nicht. Ich hinterfrage den Sinn von starren Arbeitszeiten. Das manche Bereiche 24/7 besetzt sein müssen, ist normal. Lässt sich nicht ändern.
Von denen du natürlich profitierst, im Falle eines Falless.
gastric schrieb:In anderen Bereichen könnte man es.
Von denen du natürlich profitierst.
gastric schrieb:Oft hindert eher Tradition oder "war schon immer so" eine veränderung und nicht die unmöglichkeit etwas zu ändern.
Nein, dem widerspricht HO, mobiles Arbeiten - remote. Alles noch gar nicht so lange her, dass es Einzug hielt aufgrund der weltweiten Covid Pandemie und beibehalten wurde. Was aber auch aufzeigt, welche Posten völlig überflüssig sind.
Für meine Begriffe, wenn ich dich so lese, beklagst und bejammerst du dich schon sehr. Du hinterfragst es nur von der Ich-bezogenen Perspektive.
gastric schrieb:Ich muss spätestens um 9uhr da sein....arbeite aber den Großteil meiner Zeit eh mutterseelenallein. Abstimmungen per Mail oder zettel reichen. Warum muss ich um spätestens 9uhr allein im Labor sitzen? Muss ja eh nen totmann mit schleppen, weil ich gar nicht allein sein darf lol. Hamwa halt schon immer so jemacht. :melden:
Ich empfinde es als völlig überheblich, anzugeben, dass ein Arbeitsbeginn um 9:00 Uhr deinen sozialen Jetlag auslöst und dein Chronotyp nicht darauf ausgelegt ist, du gechilled alleine im Labor sitzt. Deine komplette Ruhe und dein eigenes Tempo an den Tag legst.
Da fallen mir spontan all die vielen Pflegeberufe ein, deren Schichten um 5 - 6:00 beginnen dürften. Die zum Feierabend nicht nur aufgrund der körperlich anstrengenden, sondern auch psychisch zehrenden Arbeit im Dauer_social_ jetlag sind, weil sicherlich viele zuhause noch Familie zu versorgen haben, einfach todmüde ins Bett fallen, es aber machen, weil sie gebraucht werden. Sie ihren Lebensunterhalt davon finanzieren müssen.
Oder nimm Familien mit Kindern, die nach dem Job noch versorgt werden wollen. Kindergarten, Schule, Hobbies, Erkrankung, Krankheit, Pflege iher Bedürftigen im weiten Sinne. Für die vielleicht die Nacht fordernd sein könnte und die Mutti und der Papi trotzdem in ihren Job müssen, egal, wann er beginnt. Das, was du da als social jetlag angibst, den haben alle Menschen in ihrem Leben. Nicht nur du alleine oder Menschen, denen die Zeitumstellung Probleme bereitet und die ursächlich dafür sein soll. Völlig egal, welcher Chronotyp sie sein sollen oder sind.
Wenn du dir meine Beispiele also ansiehst, solltest du die Probleme und Ursachen woanders verorten. An deren Alltag ändert die Zeitumstellung nämlich gar nichts. Die sind in einer permanenten, unvorhersehbaren Zeitumstellung und die kann sich von Tag zu Tag ändern. Entsprechend stilisierst du einen Umstand zu einem Riesenproblem, der Auswirkungen auf deinen gesamten Alltag hätte. Das halte ich angesichts der Beispiele für stark übertrieben und überheblich. Ich nannte es vorhin nicht umsonst Ich-Bezogenheit. Dein Kernthema wäre, ob traditionelle Arbeitszeitmodelle noch zeitgemäß sind? Dazu kannst du ja nen gesonderten thread aufmachen. Das Thema ist auf jeden Fall spannend und betrifft ja doch einige von uns.