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Loslassen

176 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Trauer, Schmerz, Loslassen

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09.12.2008 um 21:15
@sumerer
sumerer schrieb:Wie sagt man doch:"Nicht's wird jemals wieder so sein, wie es einmal war!".
Ja, das Leben besteht eigentlich aus immer wieder neuen Abschiednehmen müssen -

nichts ist, wie es einmal war, aber es kommt immer wieder Schönes und Neues dazu - deshalb sollten wir offen bleiben, und dem Neuen einen Platz schaffen, damit wir es beherbergen können :)


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die_strafe
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09.12.2008 um 21:21
@elfenpfad

Aber dennoch , grad um diese Jahreszeit, schmerzen die Löcher im Leben, welche geliebte Menschen hinterlassen haben, besonders.

Vor allem die Feststellung, dass gewisse Lücken im Leben sich nie schliessen.


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09.12.2008 um 21:39
@die_strafe
die_strafe schrieb:Deine Worte treiben mir die Tränen in die Augen.
du musstest wohl schon sehr oft loslassen,
wenn du so emotional reagierst.

Eigentlich lassen wir Menschen sehr oft los.
Von der eigenen Identität, vom eigenen Charakter, von der eigenen Ethik.

Von einem geliebten Menschen loszulassen,
verlangt uns einiges an Kräften ab.

Das geht bei dem einen schneller,
bei dem einen langsamer.

Wünsche euch (uns) allen,
mit Verlusten fertig zu werden.
Und wieder nach vorne zu sehen.


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die_strafe
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09.12.2008 um 21:49
@Merlina

Ja, ..und eben das verwundert mich, dass trotz intensiven Training der Schmerz nicht weniger wird.


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09.12.2008 um 21:52
@die_strafe

ich habe nicht alles durchgelesen.
Wie lange ist dein letzter Verlusst jetzt her?


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die_strafe
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09.12.2008 um 21:53
Bei mir steht der nächste an.


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die_strafe
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09.12.2008 um 21:54
@Merlina
sry


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09.12.2008 um 21:57
@die_strafe

Oh mann.
Aber du kannst dich zumindest darauf vorbereiten
und es kommt nicht überraschend?

Aber trotzdem:
Verlust ist Verlust

Wünsche dir viel Kraft


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09.12.2008 um 21:59
das hat mir heute eine freundin zum lesen gegeben und ich kann diesen spruch nur zustimmen.

Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann; und man soll das auch gar nicht versuchen, man muß es aushalten und durchhalten. Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist zugleich ein großer Trost, denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.

(Dietrich Bonhoeffer)



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09.12.2008 um 22:00
@die_strafe

Ja, die Lücken können wir nicht mehr schließen, aber eben dies wollen wir doch auch nicht, denn dies würde doch bedeuten zu vergessen.
Die Entgültigkeit des Verlustes wird uns gerade in dieser "dunklen Jahreszeit" immer wieder bewußt, aber es doch wichtig, diese Gefühle und Gedanken auf uns wirken zu lassen ..... genau das ist doch dieses unsichtbare Band, was uns über den Tod hinaus miteinander verbindet.
Merlina sagt aber richtig, wir müssen nach vorn sehen, müssen mit den Verlusten fertig werden und unser eigenes Leben leben....sinnvoll, verantwortungsbewusst und voller Hoffnung....voller Hoffnung, die "Schönheit" des Sein's wieder zu erleben.

Wir haben alle die Kraft dafür in uns selbst und manchmal ist es auch gut, darüber zu reden.


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09.12.2008 um 22:05
@Kayleigh
Also dies hättest du auch 2 Minuten vorher schreiben können, dann hätte ich mir ja all die Worte sparen können, aber ich sehe auch, dass wir wohl doch auf einer Wellenlänge sind. LG


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09.12.2008 um 22:09
@sumerer
eine minute hätte gereicht. ;)
der spruch hat mir gesagt das ich ruhig traurig sein kann und auch weinen darf, der platz soll leer bleiben, denn er war der meines vaters den ich sehr lieb hatte und immer lieb haben werde, ebenso wie meine mom.
so kann ich solange an sie denken wie ich lebe. :)


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doktore_
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09.12.2008 um 22:51
Chiby schrieb:Ich mach mir schon wegen kleinigkeiten einen riesen Kopf.
ich bin auch ein "sichzuvielegedankenmacher"

aber wofür? machen sich anderer leute auch gedanken über mich? was bringt mir das soviel energie zu verschwenden in dinge, die ich nicht ändern kann?

klar..ab und zu hilft es mir auch drüber nach zu denken... meiner meinung nach eine art bewältigungsstrategie.. `to sort things out`

ne nacht drüber schlafen ist aber in vielen fällen auch manchmal gut.
kommt halt drauf an, was sache ist.


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die_strafe
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09.12.2008 um 22:58
@lateral
Meine Mutter hat mir in jungen Jahren oft zum Trost vorgesungen abends am Bett.

zB "Liebeskummerkummer lohnt sich nicht" oder ".immmer,immer wieder geht die Sonne auf" mit ihrer ehrlichen, glockenhellen Stimme, gefüllt ...

So.


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09.12.2008 um 23:17
@die_strafe
die_strafe schrieb:Aber dennoch , grad um diese Jahreszeit, schmerzen die Löcher im Leben, welche geliebte Menschen hinterlassen haben, besonders.

Vor allem die Feststellung, dass gewisse Lücken im Leben sich nie schliessen.
Ja, wenn die Abende länger werden, und die Dunkelheit früher einbricht, dann überfallen uns Menschen gern die eher traurigen Gedanken und Gefühle ......

Eine Kerze neben dem PC bringt dann ein wenig Licht und Wärme

Nein, Lücken schliessen sich nicht, denn sie lassen ja so Platz für die Erinnerungen :)


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09.12.2008 um 23:33
elfenpfad schrieb:Ja, das Leben besteht eigentlich aus immer wieder neuen Abschiednehmen müssen -

nichts ist, wie es einmal war, aber es kommt immer wieder Schönes und Neues dazu - deshalb sollten wir offen bleiben, und dem Neuen einen Platz schaffen, damit wir es beherbergen können
das leben und die dinge muss man sich vorstellen, wie ein gebilde, wie eine lebende masse in der zeitlosigkeit, im immer-jetzt. und in diesem einen augenblick verändert sich dieses gebilde immer und immer wieder. es steht nie still, es pulsiert und ändert seine beschaffenheit. und alles neue entsteht aus sich selbst im alten. das alte ist immer zugleich das neue, das lediglich seine form verändert hat. die welt ist in keiner sekunde so wie zuvor, nichts, alles ist flüchtig und doch immer das selbe, immer da, weil es nichts anderes gibt. ein formwandler aus sich. diese substanz pulsiert und verändert sich unaufhörlich im immer-jetzt.


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09.12.2008 um 23:38
Warum gehen hier eigentlich immer alle nur immer von dem "Verlassenwerden" aus...
meine Eltern sind alle beide schon sehr lange nicht mehr am Leben. Sicher, sie sind nicht mehr von Angesicht zu Angesicht bei mir - aber ich weiß, für alle beide war der Tod eine Erlösung von allen irdischen Qualen. Aber dennoch sind sie irgendwie allgegenwärtig für mich, und das, obwohl ichseit Jahren nicht mehr an ihrem Grab war. Ich weiß, daß es allen beiden jetzt besser geht als am Ende ihres Lebens und ich gönne ihnen ihre Ruhe - sie wachen dennoch über mich und sind für mich da, wann immer ich sie brauche. Meine Mutter hat ihren Todestag am 18.12.


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09.12.2008 um 23:39
Ein kurzes Gedicht von meiner Profilseite,
SAgt aber viel aus....

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and`re neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf` um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch jede Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:

des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Jeder Abschied tut weh, aber irgendwann ist es auch schön sich an schöne Stunden zu erinnern. Manchmal ist das dann schöner als krampfhaft an was festzuhalten was eh vorbei ist und nur weh tut....besonders wenn man selbst gar nichts, aber uch gar nichts daran ändern kann.


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09.12.2008 um 23:53
dazu gibt es auch eine fantastische lehrgeschichte, in einem buch "sri tripura".

ein prinz macht eine pferdejagd. das pferd landet allerdings bei einem weisen und heiligen der gegend. der prinz kommt zu diesem heiligen und fordert das pferd, doch durch sein respektloses benehmen erhält er eine lektion und wird abgewiesen. doch er kommt wieder mit einer neuen einstellung und spricht dem weisen vor. er überschüttet ihn mit lob und respekt, wie es einem heiligen gebührt. der alte jedoch sitzt versunken in mediation da. der sohn des heiligen kommt zu diesem geschehen und erklärt dem prinzen, dass sein vater ihn nicht hören kann, da er in anderen reichen weilt und er jahre warten müsse, bis er wieder aus dieser versenkung auftaucht. der sohn des heiligen entschließt sich dem prinzen sein selbsterschaffes reich zu zeigen. dafür muss der prinz ihm in einen berg folgen, denn dort hat der sohn des heiligen dieses reich geschaffen. er geht vorraus in den berg doch lässt er seinen körper davor zurück. der prinz versteht nicht wie er es anstellen soll, und da hilft der sohn des heilige ihm den körper zu verlassen und ihm in sein reich im berg zu folgen. im berg findet der prinz ein ganzes universum vor und der sohn des heiligen erklärt ihm, wie es möglich ist solch ein universum zu schaffen. [...] als sie beide wieder den berg und das reich im berg verlassen, da gewahrt der prinz, dass die welt vollkommen anders aussieht, als die die er kennt. da wo früher berge waren, waren nun seen, da wo wälder nun wüste und da wo die flüsse sprudelten waren nun dichte dschungel. er fragte wie das sein kann und der sohn des heiligen erklärte ihm, dass während sie in dem reich dieses berges waren, in seinem selbsterschaffenen universum, auf der welt hunderte von jahren vergangen sind und was er da sehe, sei der lauf der dinge. alles verändert sich unaufhörlich.
dem prinzen überkam unsägliche trauer und schmerz. der sohn des heiligen fragte was er hätte. der prinz fragte wie das sein kann. ihm wurde bewusst das alles was er kannte nicht mehr da war. sein land war nicht mehr da, seine geliebten menschen, alle die er kannte waren tot. der sohn des heiligen fragte, warum ihn das bekümmere. wenn er aus dem alptraum erwache, in dem gerade ein ihm nahestehender mensch gestorben war. so würde er sich sagen, dass dies nur ein traum war und es würde keinen grund für ihn geben wegen dieses traumes zu trauern, nachdem er aufgewacht war.


so verhält es sich mit der welt der erscheinungen. :)


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09.12.2008 um 23:57
@lesslow
lesslow schrieb:das leben und die dinge muss man sich vorstellen, wie ein gebilde, wie eine lebende masse in der zeitlosigkeit, im immer-jetzt. und in diesem einen augenblick verändert sich dieses gebilde immer und immer wieder. es steht nie still, es pulsiert und ändert seine beschaffenheit. und alles neue entsteht aus sich selbst im alten. das alte ist immer zugleich das neue, das lediglich seine form verändert hat. die welt ist in keiner sekunde so wie zuvor, nichts, alles ist flüchtig und doch immer das selbe, immer da, weil es nichts anderes gibt. ein formwandler aus sich. diese substanz pulsiert und verändert sich unaufhörlich im immer-jetzt.
ja, das ist sehr gut beschrieben, lesslow. :)
Es ist im Grunde ein Platz machen im Sinne von diese Formveränderung zuzulassen, das meinte ich auch so mit dem beherbergen von dem Neuen, was kommt, dazukommt.

@starmouse

ohja, dieses Gedicht von Hesse ist eines meiner Lieblingsgedichte - und beschreibt das Abschiednehmen schön, was wir heiter vornehmen sollten - :)
Halt oft leichter gesagt, als getan für uns Menschen ....


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