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Meine Phobie/n

784 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Angst, Nein, Phobie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Meine Phobie/n

26.02.2021 um 15:01
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Also geht es bei Dir doch eigentlich gar nicht um das Erbrechen, bzw. den Ekel davor. Es geht Dir darum, ob das Ganze ansteckend ist, oder nicht.
Und da hast Du Recht, beim Erbrechen durch Suff, wirst Du nicht angesteckt. Ich glaub aber, so eine echte Emetophobie hast Du gar nicht wirklich, das ist eher eine Phobie vor Viruserkrankungen oder/ und Bakterienangst.
Es geht schon um die Angst, sich in völlig klarem Zustand zu übergeben. Wenn man die ganze Prozedur zu 100% mitbekommt. Das Gefühl, der Geruch, u.U. die Reaktion von anderen Menschen, die das mitbekommen.
Vor anderen Viruserkrankungen oder Bakterien, die kein Erbrechen auslösen, habe ich zwar einen gesunden Respekt, aber keine übersteigerte Angst.


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26.02.2021 um 15:04
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Dann wäre da noch das Thema Junkies und Drogenabhängige- auch wegen meiner Emetophobie meide ich solche Leute ( in meiner Großstadt gibts ein Drob Inn etc.) da mache ich einen sehr großen Bogen drumherum.
Mit Leuten die Drogen nehmen, meide ich Kontakte, einerseits wegen Emo und andererseits weil diese Leute auch oft erbrechen.

Ich selbst ernähre mich gesund und versuche mich fit zu halten. Drogen sind für mich ein Nogo. Aus solchen Leuten, die so denken wie ich besteht auch mein Freundeskreis. Mag sich sich spießig anhören, aber ich finds sehr gut so.
Das kann ich gut verstehen und finde auch nicht im Ansatz, dass sich das spießig anhört. Ich habe beruflich täglich mit Drogenabhängigen zu tun und bin bis jetzt noch relativ selten in diese Situation geraten.


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26.02.2021 um 17:46
Höhenangst. Hatte ich dummerweise mal vergessen und bin (unten am Berg) in einen Sessellift gestiegen. Bin dann mehrere Stunden zu Fuß wieder runter.

Trotz der Höhenangst liebe ich es aber zu fliegen. Wenn ich die Kohle hätte würde ich lernen Helikopter zu fliegen.

Ach ja, und Fallschirmspringen wäre auch cool.


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03.03.2021 um 13:41
Zitat von grätchengrätchen schrieb am 26.02.2021:Höhenangst. Hatte ich dummerweise mal vergessen und bin (unten am Berg) in einen Sessellift gestiegen. Bin dann mehrere Stunden zu Fuß wieder runter.
Wie kann man so etwas einprägsames wie eine starke Angst vergessen???
Zitat von grätchengrätchen schrieb am 26.02.2021:Trotz der Höhenangst liebe ich es aber zu fliegen. Wenn ich die Kohle hätte würde ich lernen Helikopter zu fliegen.

Ach ja, und Fallschirmspringen wäre auch cool.
Willst du trollen oder meinst du das jetzt ernst?


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03.03.2021 um 14:18
Zitat von nachthauchnachthauch schrieb:Wie kann man so etwas einprägsames wie eine starke Angst vergessen???
Gute Frage. Ich denke, zum einen weil ich nicht häufig in die Situation komme, mich damit auseinander setzen zu müssen. Zum anderen habe ich in dem Augenblick einfach nicht darüber nachgedacht dass so ein Sessellift, der einen Berg hochgondelt, natürlich nicht in Bodennähe bleibt und auch die ein oder andere Schlucht o.ä. überquert. Doof? Auf jeden Fall!
Zitat von nachthauchnachthauch schrieb:Willst du trollen oder meinst du das jetzt ernst?
Ich trolle nicht. Fliegen ist toll!
Ich habe aber keine Erklärung dafür, warum mir in der einen Situation die Nerven fast durchgehen und in einer anderen, ähnlichen nicht. Irgendwelche Ideen dazu?


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03.03.2021 um 14:21
@grätchen

Danke für die nette Antwort :)

Vielleicht hast du ja gar keine Höhenangst, sondern Angst vor etwas anderen.


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03.03.2021 um 18:04
Kann es sein das man sich manchmal ungewisse unbegründete Angst macht: Selbstfahrende Autos - der Computer übernimmt die Steuerung des Fahrzeug. Man denkt sich ach, es könnte ja das Fahrzeug ausser Kontrolle geraten, oder ein Softwarefehler oder Hacker könnte schlimmstes verursachen.

Meisstens ist so ein Gedanke, weil sowas neu ist, wenn mal in Zukunft die Selbstfahrenden Autos Normalität sind schwindet die Angst. Weil dann sieht man ja das es reibungslos funktioniert.

Angst könnte auch ein Trugschluss sein, wenn man was schlimmes in Nachrichten erfährt, oder ein Action Film gesehen hat. Wobei die Filme nur gespielt sind und nicht der Wirklichkeit entsprechen.


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03.03.2021 um 22:36
@grätchen
Mir geht es wie dir, ich habe massive Höhenangst. Für mein Leben gerne steige ich aber in Flugzeuge. Flugreisen sind kein Problem. Sessellift oder Gondeln sind der Horror, hab mich nur überwunden weil unser Sohn noch klein war und ich ihm keine Angst überhelfen wollte. Alles in allem wird die Höhenangst schlimmer, je älter ich werde.


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04.03.2021 um 12:01
Zitat von nachthauchnachthauch schrieb:Vielleicht hast du ja gar keine Höhenangst, sondern Angst vor etwas anderen.
Auf jeden Fall hat es etwas mit Kontrolle zu tun (nenn mich ruhig Kontrolletti ;) ) und zu einem gewissen Teil ist bestimmt auch angelerntes durch die Eltern dabei (wie die Angst vorm Zahnarzt, die ich aber gsd fast komplett überwunden habe).

Am Beispiel Fliegen: ich hätte mir früher nie vorstellen können freiwillig und mit Freude in ein Flugzeug zu steigen. Weil ich als Kind vermittelt bekam dass es schrecklich und total gefährlich ist.
Nun ist es aber so, dass mein Mann bei der Lufthansa einen Flugtechnischen Beruf gelernt hat. Außerdem ist er Soldat der Luftwaffe.
Irgendwann habe ich mal einen Roman gelesen in dem es um die Aufarbeitung eines Flugzwischenfalls ging. Dort wurde sehr schön beschrieben, was diese fliegenden Blechbüchsen alles können und aushalten. Ich habe mir dann von meinem Mann noch sehr viel technisches erklären lassen. Und war im Laufe der Jahre bei einigen Familientagen und Tiger- Meets des Geschwaders dabei, konnte mir verschiedene Maschinen anschauen und immer mal wieder mit den Piloten und WSO's sprechen.
Das alles hat mir meine Angst vorm Fliegen nachhaltig genommen. Klar, ich weiß dass so eine Maschine abstürzen kann. Mir ist aber auch bewusst wie viel schief gehen muss, damit es fatal ausgeht.
Vor meinem ersten Flug war ich auch noch ziemlich angespannt. Ich war mir einfach nicht sicher, ob mir nicht doch die Nerven durchgehen. Dementsprechend musste ich mich dann auch zusammenreißen als die Maschine anfing zu rollen.
Als sie auf der Startbahn dann aber ordentlich Schub gegeben hat, vorne hoch ging und wir in die Sitze gedrückt wurden war es einfach nur toll. Bei einem anderen Startvorgang musste die Maschine sehr steil hochziehen und sofort in eine enge Kurven drehen- Hammer!
Auf einem anderen Flug gab es Turbulenzen, die Maschine war ordentlich am rütteln und sackte immer wieder ab, so richtig Rock'n Roll. Meine Bekannte saß kreidebleich und zitternd neben mir und krallte ihre Finger in meinen Arm. Ich fand es total geil und habe fasziniert beobachtet, wie weit die Tragflächen schwingen.

Beim Fallschirmspringen ist es wohl ähnlich: ich würde es lernen und mein Material kontrollieren, ich könnte auf die Fallgeschwindigkeit einwirken usw. Bei einem Tandemsprung wäre ich mir sicher, dass der Master auch gerne heil unten ankommen möchte.

Dass ich im Sessellift damals so Panik hatte hat mich total angekotzt und ich habe immer noch den Plan mal einen Tag so lange Sessellift zu fahren, bis es mir egal ist. Angst nutzt sich ja ab wenn man sie lange genug aushält.

Als ich letztes Jahr die Weihnachtsdeko auf
einem Stuhl stehend auf dem Balkon aufgehängt habe musste ich immer wieder abbrechen und rein gehen weil ich Angst hatte das Gleichgewicht zu verlieren und vom Balkon zu stürzen. Ich musste mir immer wieder klar machen dass es keinen Grund gibt, warum das passieren sollte. Ich verliere ja sonst auch nicht das Gleichgewicht, nur weil ich irgendwo stehe und mit erhobenen Armen arbeite.
Wenn ich beispielsweise unter meinem Auto stehe und den Auspuff wechsel bin ich noch nie auf dem Hintern gelandet. Also alles Kopfsache.


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04.03.2021 um 12:05
@Mrs.Rollins
Gott sei Dank bin ich also nicht die einzige, die so widersprüchlich ist :)

Ja komisch (und blöd) dass Ängste mit der Zeit auch wachsen, oder? Mich stört das massiv und ich will unbedingt was dagegen machen. Ich finde es zum Beispiel echt ätzend wenn ich beim Wandern auf einem schmalen Pfad mit nichts als Abgrund auf der einen Seite fast nicht weitergehen kann anstatt die Aussicht zu genießen.


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04.03.2021 um 16:23
@grätchen
Ja, es ist eigenartig. Bei mir wird die Angst, über Brücken zu fahren oder zu laufen, immer doller. Hat natürlich auch was mit der Höhe der Brücke zu tun.
Ich hab dann das Gefühl, meine Beine sind aus Gummi und der Boden gibt nach. Oder ich „friere fest“, dann kann ich mich nicht mehr bewegen ...


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04.03.2021 um 17:29
Es ist seltsam, wie Phobien kommen und gehen. Früher hatte ich nie Flugangst. Dann hat auf einem Flug nach Australien ein Triebwerk Feuer gefangen und wir sind zunächst ewig auf niedriger Höhe über dem Outback herumgekurvt, um Treibstoff zu verbrennen, dann nach Sydney umgeleitet worden und dort auf einem Schaumteppich gelandet. (Das Problem war nicht, dass wir das ausgefallene Triebwerk zum Fliegen brauchten, wohl aber zum Bremsen nach der Landung. Die Bremsen an den Rädern sind nur zum Parken, beim Landen wird mit den Triebwerken gebremst, aber das kann man nicht nur auf einer Seite machen, ansonsten würde das Flugzeug Pirouetten drehen. Deswegen sind wir in Sydney gelandet, wo die Landebahn direkt ins Meer übergeht.) Alles ist glatt gegangen, niemand wurde verletzt, wir sind nicht im Meer gelandet. Die nächsten zwei, drei Flüge gingen noch, aber danach entwickelte ich schlagartig Flugangst. Jahrelang konnte ich nur mit medikamentöser Unterstützung fliegen, bis ich dann eines Morgens schwer verkatert in Helsinki meinen Heimflug antrat. Ich war von der Nacht zuvor immer noch so mitgenommen, dass mich die Tabletten komplett ausgeknockt hätten, darum ließ ich sie weg. Siehe da, es ging auch ohne Tabletten und siehe da, seitdem habe ich keine Flugangst mehr.


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05.03.2021 um 11:45
@Mrs.Rollins
Das klingt ja richtig übel.
Hast Du schon mal versucht eine Brücke die Dir schwer fällt ganz gezielt vorzunehmen? Zum Beispiel nur so weit gehen, wie es noch okay ist, dann kurz aushalten, in Dich reinhören, Dich selbst belohnen (ganz wichtig), Rückzug. Pause, dann von vorne. Oder so ähnlich, wie es Dir am besten entspricht.

Ich hatte auch mal ne Phase in der ich Anflüge von Angst auf Brücken hatte. Kam einfach so. Vor allem auf Fußgängerbrücken, die leicht schwingen oder vibrieren. Das hat mich echt genervt und zum Glück habe ich es schnell wieder überwunden. Die Welt ist einfach voller Brücken und ich habe keine Lust mich mit der Angst vor einer Überquerung zu belasten. Nee danke, keinen Bock.


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05.03.2021 um 11:52
@grätchen
Und wie ich das probiert habe... wohl ohne Erfolg🤓


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05.03.2021 um 11:54
@VanDusen
Die Story ist echt krass. Sicherlich hatten bei dem Zwischenfall die anderen Passagiere auch Angst, oder? In solchen Situationen muss man ja höllisch aufpassen, dass man seine eigenen Emotionen klar kriegt und sich nicht noch gegenseitig hochpusht.
Erinnert mich an einen Brand in einem Fernzug, den wir auf einer Reise mal erlebt haben. Notbremsung im Tunnel, viiiiiiiiiiiiiel Qualm, und immer panischer werdende Mitreisende um uns herum. Gab so ein, zwei Momente in denen ich mich ( und meine Angehörigen) zur Ordnung rufen musste damit wir nicht mit den anderen zusammen durchdrehen.

Und vllt hattest Du damals in Helsinki ja auch noch genug Alk im Körper, dass der seinerseits noch angstlösend wirken konnte ;) was für Dich natürlich perfekt war um die erlernte Angst wieder zu überwinden und auch ohne Medis auszukommen.
Egal wie es war, schön dass Du es überwinden konntest!


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05.03.2021 um 11:56
@Mrs.Rollins
Ah, Mist.
....schon mal angeschickert versucht? :D


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05.03.2021 um 11:59
Zitat von Mrs.RollinsMrs.Rollins schrieb:Ich hab dann das Gefühl, meine Beine sind aus Gummi und der Boden gibt nach. Oder ich „friere fest“, dann kann ich mich nicht mehr bewegen ...
Ja, das kenne ich. Drum hasse ich es auch, über Brücken zu laufen. Bei mir kommt das definitiv von der Höhenangst.


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05.03.2021 um 12:03
@grätchen
Zitat von grätchengrätchen schrieb:schon mal angeschickert versucht?
Angeschickert würde ich das noch weniger tun. Ich würde aber auch nicht angeschickert in ein Flugzeug steigen. Ich glaub, ich hab einfach eine Megameise😄


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06.03.2021 um 13:31
Zitat von grätchengrätchen schrieb:Sicherlich hatten bei dem Zwischenfall die anderen Passagiere auch Angst, oder?
Ja, die Stimmung an Bord war nicht gut: heulende Stewardessen, Ehepaare, die sich gegenseitig unter Tränen ewige Liebe schworen, ein Zirkel von nonstop laut betenden Passagieren – und eine Gruppe von lustig Karten spielenden Chinesen, die offenbar nicht kapiert hatten, was los war. Ich selbst habe versucht, etwas Praktisches zu tun. Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass Yassir Arafat einen Flugzeugabsturz nur deshalb überlebt hat, weil ihn seine Leibwächter in Decken gehüllt hatten. Darum habe ich sämtliche verfügbaren Decken gemopst und mir daraus eine Art Aufprallschutz gebaut.


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06.03.2021 um 22:18
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:Siehe da, es ging auch ohne Tabletten und siehe da, seitdem habe ich keine Flugangst mehr.
Starke Story. Und interessant, wie du die Flugangst wieder los geworden bist.


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