Softface schrieb am 13.02.2026:Diese Bilder wurden offenbar größtenteils in der Vergangenheit gemacht und das Recht auf das eigene Bild und das Urheberrecht sind bereits verjährt. Trotzdem sollte man diesen Toten den letzten Respekt erweisen und diese Bilder hier nicht veröffentlichen, denn man kann diese ja nicht mehr fragen ob sie damit einverstanden sind.
Bei den neueren Fotos sehe ich das auch so.
Historische kann ich mir dagegen gut ansehen.
cute_lenore schrieb am 05.02.2026:"abstoßend und geschmacklos" ist immer eine persönliche Empfindung.
Die Leute die so denken, haben gar keine Vorstellung, was solche Bilder -im positiven Sinne- für die Hinterbliebenen bedeuten.
Wie schon geschrieben - ich habe häufiger auf Trauerfeier von Verwandten fotografiert und bisher habe ich noch keine Rückmeldung bekommen, dass ich das unterlassen solle oder dass sich jemand daran gestoert hat.
Aber meine Familie mag auch Bilder.
Und in engen Familienkreis fotografiere ich auch die Verstorbenen. Das sind auch Bilder, die mir sehr am Herzen liegen.
Aber diese verbleiben auch im engen Kreis.
Teegarden schrieb am 04.02.2026:In den Fotos sieht man oft viel Liebe, viel Mühe um eine schöne Erinnerung zu schaffen.
Ich meine damit die Fotos, wo ein Toter zwischen den lebenden Menschen sitzt oder steht. Eine Möglichkeit für die Menschen damals ein Erinnerungsstück zu haben. Das war sehr wertvoll und ich finde diese Bilder immer sehr respektvoll gestaltet.
Ja, in der Tat.
Von meiner Familie gibt es keine Bilder der Toten, weder väterlicherseits noch mütterlicherseits.
Aber Bilder vom Sarg, in der Kapelle bevor die Beerdigung meines Opas stattfand - da hat mein Vater Bilder gemacht und mich als Kind mitgenommen.
WIr waren ganz frueh, noch bevor jemand anderes da war. Nur mein Vater, ich und der Sarg. Und mein Vater hat mich auch vor der Beerdigung wieder nach Hause gebracht. Ich war damals noch wirklich klein.
Ich bin also derjenige, der damit angefangen hat, auch die Toten zu fotografieren - fällt mir gerade auf.
Playtecci schrieb:Warum in einen Leichensack? Meine Oma kam in einen normalen Sarg.
Manche Beerdigungsinsitute haben keinen Sarg auf Vorrat, sondern holen diesen erst, nachdem man ihn ausgesucht hat.
Und andere haben in ihrer Wohnung zu wenig Platz, als dass man dort die Einsargung machen könnte.
Deshalb haben die Beerdigungsinsitute heutzutage solchen Tragen, die auch oben zugemacht werden (mit einem Reißverschluss, quasi wie ein Schlafsack).
musikengel schrieb:als mein Vater dann also aus dem Bett in den Leichensack verbracht wurde,
Nein, das wollte ich mir auch nicht anschauen.
Dennoch ist es tröstlich - finde ich - wenn jemand zuhause versterben konnte.