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Postmortem Fotografie

7.558 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Trauer, Memento Mori, Bilder Von Toten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Postmortem Fotografie

04.02.2026 um 15:06
@nataS
Grad jetzt aktuell sucht jemand bei nebenan.de (Hannover) einen Fotografen für ein "Sternenkind". Das stell ich mir psychisch total schrecklich vor, weil es ja quasi bewusst und per Termin eingeleitet wird / werden muss 😔
Der Bedarf ist aber doch schon da


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Postmortem Fotografie

04.02.2026 um 15:06
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Allerdings war zu dem Zeitpunkt eine offene Aufbahrung schon außergewöhnlich; gerade im städtischen Bereich ist das mittlerweile ein absolutes Tabu geworden.
Nach meiner Kindheitserinnerung war ein großes Gebäude mit Schaufenstern mit zugezogenen Vorhängen auf dem Friedhof.
Vor der Beerdigung war der Vorhang eines Schaufenster offen, dort war dann der Sarg mit unserer Verwandten aufgestellt (also hochkannt). Und die Trauergemeinde stand dann vor dem Schaufenster - und dann schwang der Vorhang zu, ein ganz dramatischer Moment in meiner Erinnerung.
Und dann folgte die Beerdigung - der verschlossene Sarg wurde herausgebracht und im Grab versenkt.
An eine Andacht erinnere ich mich nicht.

Ansonsten kenne ich es so, dass die Verstorben noch etwas (rund einen Tag) zu Hause sind, also einfach in ihrem Bett, bis sie vom Bestatter abgeholt werden.

Und ich hatte es mal, dass man nochmal am offenen Sarg schauen kann. Das war einige Tage vor der die Beerdigung, in einem sehr schoenen Ambiente und mit ganz viel Zeit - sehr angenehm.
Zitat von cute_lenorecute_lenore schrieb:Selbst Bilder oder Videos von Trauerfeiern werden oft als "abstoßend" und "geschmacklos" empfunden.
Nicht die, die ich gemacht habe ;-)
Ich finde halt nur, dass diese im Freundeskreis und der Familie verbleiben sollten Und auch dafür wähle ich nur einige gut gelungene Bilder aus.

Es sei denn, es sind historische Aufnahmen.
Da schaue ich auch fremde Aufnahmen.


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Postmortem Fotografie

05.02.2026 um 11:42
Inzwischen gibt es auch Fotografen/innen, die sich auf Sternenkinder spezialisiert haben. Das finde ich, ist eine gute Sache, denn diese Eltern haben ja sonst nix, was sie an ihr Kind, dass nicht leben konnte, erinnert.

Meine Mutti starb, als ich 15 Jahre war.Sie war geschieden und so war niemand da, der sich um Fotos von ihr gekümmert hätte. Das finde ich so unglaublich schade, denn es ist so lange her und so ein Foto wäre eine Erinnerung an sie.


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05.02.2026 um 11:46
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Sie war geschieden und so war niemand da, der sich um Fotos von ihr gekümmert hätte.
Deshalb habe ich alles an Fototerminen, was es in KiTa und Schule bei meinen beiden gab mitgenommen, ungeachtet des Preises. Ebenso beim Passbilder fotografieren, da wurde immer eines weggepackt von jedem . :) Erinnerungen halt. Nun sind die Dokumente ja auch alles digitalisiert, aber so haben sie später auch mal was von früher, dass sie dann ihren Kindern erzählen und zeigen können.

Und im schlimmsten Fall wäre immer ein relativ aktuelles Foto da gewesen.


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05.02.2026 um 11:48
@Justsaying
"abstoßend und geschmacklos" ist immer eine persönliche Empfindung.

Die Leute die so denken, haben gar keine Vorstellung, was solche Bilder -im positiven Sinne- für die Hinterbliebenen bedeuten.
Ich selber finde diese Bilder, vor allem historische Aufnahmen selber sehr ansprechend und vor allem wichtig.


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05.02.2026 um 11:58
ich habe hier einfach mal ein bild verlinkt -so kann jeder selber entscheiden, ob er es sehen möchte- aus einem älteren Beitrag von mir (s.S. 319).
Eine Seite aus einem Erinnerungsalbum von 1941. Ich denke es ist ein sehr anschauliches Dokument der Erinnerungsfotografie aus früheren Zeiten.
Um das Andenken an die verstorbene Person für die Folgegenerationen zu erhalten.

https://www.allmystery.de/i/49054480ade2_5c5ff1704ef694f5328cfd7374092dd0.jpg


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05.02.2026 um 12:03
Zitat von cute_lenorecute_lenore schrieb:Ich denke es ist ein sehr anschauliches Dokument der Erinnerungsfotografie aus früheren Zeiten.
Es ist auch ein Zeichen der Zeit denke ich.

In heutigen Tagen haben die meisten Menschen ein Smartphone mit Kamera. Selfies und Familienbilder sind für viele schon ein täglicher Standard, so das damit genug Bilder zur Verfügung stehen dürften.

Abgesehen von regionalen oder religiösen Besonderheiten, die vielleicht auch entsprechende Postmortem Bilder beinhalten. Wobei diese unter Umständen teils auch gar nicht mehr möglich sein könnten, denken wir nur an eine schwere, auszehrende Krankheit oder einen tragischen Unfalltod, der den Leichnam auch entsprechend zerstören kann.


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05.02.2026 um 12:04
@cute_lenore

Ich hab das Bild angeklickt und es finde es berührend, vor allem, weil auch ein Foto dabei war, wo sie lebendig war. Es ist schön, wie die Seite gestaltet wurde, so was hätte ich gerne von meiner Mutti gehabt.


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09.02.2026 um 19:25
Ich finde die Kollage auch sehr schön, vor allem auch dass man sieht dass sie friedlich im Sarg gelegen ist, ohne Anzeichen von Schmerzen oder so.


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12.02.2026 um 20:15
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb am 02.02.2026:Bayern wurden die Toten vor einigen Jahren (ok, ich war Kind, also Jahrzehnten) auch noch oeffentlich ausgestellt. Keine Ahnung, wann (ob) sich dies geaendert hat.
Kenne ich auch noch so aus meiner Kindheit, und die Toten wurden drei Tage lang im Haus aufgebahrt.
Damit sich nicht jemand vom Nachbar oder co, ins Haus verirrt, der nicht einen Toten sehen möchte oder kann/will wurde vorm Hauseingang der Sargdäckel platziert, damit alle wissen, dass drinnen ein Verstorbener liegt.


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13.02.2026 um 11:04
Diese Bilder wurden offenbar größtenteils in der Vergangenheit gemacht und das Recht auf das eigene Bild und das Urheberrecht sind bereits verjährt. Trotzdem sollte man diesen Toten den letzten Respekt erweisen und diese Bilder hier nicht veröffentlichen, denn man kann diese ja nicht mehr fragen ob sie damit einverstanden sind. Man kann davon ausgehen, dass diese Bilder für Familienangehörige gemacht wurden und nicht für die Öffentlichkeit.


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13.02.2026 um 14:01
Zitat von LadyWhiteRoseLadyWhiteRose schrieb:Damit sich nicht jemand vom Nachbar oder co, ins Haus verirrt, der nicht einen Toten sehen möchte oder kann/will wurde vorm Hauseingang der Sargdäckel platziert, damit alle wissen, dass drinnen ein Verstorbener liegt
ich bin als Kind davon völlig überrascht worden , wollte zum Spielen zu einem befreundeten Mädchen - wir waren 7 Jahre alt -
ich kam ins Haus und da stand völlig unerwartet für mich ein offener Sarg mit einem Toten drin - ich war schon etwas "Überrascht" - wurde dann auch schnell davon weg gebracht - ich weis nur der Mann sah sehr friedlich aus -(es war der Opa des Mädchens) das Spielen mit dem Puppenhaus des befreundeten Mädchens war aber interessanter - und so habe ich das nicht so schlimm in Erinnerung.
Meiner Mutter habe ich das dann natürlich erzählt, , sie ist aus "allen Wolken" gefallen - davon hatte sie nix gewusst sonst hätte sie mich nie zum Spielen dort hingeschickt.


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13.02.2026 um 17:59
@musikengel

Ich hatte bis zur Beerdigung meines Opas vor paar Monaten totale Angst einen Toten zu sehen, doch mein Opa sah sehr friedlich aus, sehr gut zurecht gemacht, nicht mehr so ausgezerrt wie am Ende seines Lebens. Die gute Arbeit von den Bestatter hat mir die Angst einen Verstorbenen im Sarg zu sehen etwas genommen, trotzdem habe ich nochgroße Ehrfurcht davor. Wovon die Angst herrührte, war wahrscheinlich, dass damals im Dorf die Toten 3 Tage lagen und am 3 ten Tag nicht mehr so frisch aussahen wie wenn die gekühlt liegen. Als Kind wurde ich von einer Bekannten mal so kurz zu einer Aufbahrung von einer Nachbarin , die ich kaum kannte mitgenommen und das hat mich erschreckt.


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Postmortem Fotografie

14.02.2026 um 11:50
Ich habe auch von meinen Verstorbenen Fotos gemacht, aber ich würde sie nicht veröffentlichen.

So schön sehen Verstorbene nicht aus. Innerhalb von wenigen Stunden werden sie meist wächsern Gelb, keine Gelbsucht! Die Zersetzung des Körpers fängt unmittelbar nach dem Tod an.

Was mich anfangs irritiert hat, dass sie so schnell steif werden. Viel schneller als man sich das vorstellt.


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14.02.2026 um 11:56
Zitat von PlaytecciPlaytecci schrieb:Was mich anfangs irritiert hat, dass sie so schnell steif werden. Viel schneller als man sich das vorstellt.
Die Totenstarre kommt sehr schnell, beginnt meist im Unterkiefer. Sie löst sich aber nach 2-3 Tagen wieder vollkommen auf. Wenn Mensch eines der Gelenke in der Totenstarre gelockert hat, zum Beispiel beim Einsargen, so bleibt dieses locker.


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16.02.2026 um 13:17
Das ist richtig, aber ich spreche davon, als der Bestatter ca. 6 Stunden später kam. Einer nahm sie an den Händen, der zweite an den Füßen, um sie in den Sarg zu legen, sich der Thorax nicht mehr durchgebogen hat dabei.


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16.02.2026 um 17:16
Zitat von LadyWhiteRoseLadyWhiteRose schrieb:Ich hatte bis zur Beerdigung meines Opas vor paar Monaten totale Angst einen Toten zu sehen, doch mein Opa sah sehr friedlich aus, sehr gut zurecht gemacht, nicht mehr so ausgezerrt wie am Ende seines Lebens. Die gute Arbeit von den Bestatter hat mir die Angst einen Verstorbenen im Sarg zu sehen etwas genommen, trotzdem habe ich nochgroße Ehrfurcht davor. Wovon die Angst herrührte, war wahrscheinlich, dass damals im Dorf die Toten 3 Tage lagen und am 3 ten Tag nicht mehr so frisch aussahen wie wenn die gekühlt liegen. Als Kind wurde ich von einer Bekannten mal so kurz zu einer Aufbahrung von einer Nachbarin , die ich kaum kannte mitgenommen und das hat mich erschreckt.
Ich habe als Kind - als die Eltern mal nicht zu Hause waren - im Wohnzimmerschrank "rumgeschnüffelt", da fand ich dann Dias - also rein damitn in den kleinen Gucki - wo man die Dias dann sofort ansehen konnte. ich weis nicht wie man das heute nennt - da konnte man praktisch die Dias vergrößern..und fand völlig überraschend ein Foto von einem offenen Sarg - im Hof - (meiner Großeltern) mit einem verstorbenen Mann drin -
es sah sehr würdevoll aus - ich wusste davon gar nix - dann habe ich erfahren - das war mein verstorbener Opa - (1964) - und mein Vater hatte das Foto zur ewigen Erinnerung gemacht -

mein tiefes Mitgefühl für Deinen Verlust - , die Erinnerungen an die Großeltern werden auch immer bleiben. Ich selbst habe oft die lustigen Dinge, Erlebnisse in Erinnerung.
Zitat von PlaytecciPlaytecci schrieb:Das ist richtig, aber ich spreche davon, als der Bestatter ca. 6 Stunden später kam. Einer nahm sie an den Händen, der zweite an den Füßen, um sie in den Sarg zu legen, sich der Thorax nicht mehr durchgebogen hat dabei.
als mein Vater zu Hause verstarb, kamen dann ja auch die Bestatter, sie hatten aber wenigstens so viel "Einfühlungsvermögen" , dass ein Vorhang zugezogen wurde, als mein Vater dann also aus dem Bett in den Leichensack verbracht wurde, haben wir als Angehörige das nicht sehen müssen.

es war trotzdem schlimm, als sie dann die Trage mit dem Leichensack - und meinem verstorbenen Vater - nach draußen brachten und in den Leichen wagen legten - das war irgendwie so unwürdig - - und dann tat es so unendlich weh - das war dann der endgültige Abschied von seiner Familie und seinem Zuhause.


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16.02.2026 um 19:21
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:mein tiefes Mitgefühl für Deinen Verlust - , die Erinnerungen an die Großeltern werden auch immer bleiben. Ich selbst habe oft die lustigen Dinge, Erlebnisse in Erinnerung.
Vielen Dank für deine lieben Worte.
Ja ich denke oft an die schöne Kindheit und Zeit die mir mein Opa gegeben hat.


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18.02.2026 um 19:54
Warum in einen Leichensack? Meine Oma kam in einen normalen Sarg.


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18.02.2026 um 20:32
Zitat von SoftfaceSoftface schrieb am 13.02.2026:Diese Bilder wurden offenbar größtenteils in der Vergangenheit gemacht und das Recht auf das eigene Bild und das Urheberrecht sind bereits verjährt. Trotzdem sollte man diesen Toten den letzten Respekt erweisen und diese Bilder hier nicht veröffentlichen, denn man kann diese ja nicht mehr fragen ob sie damit einverstanden sind.
Bei den neueren Fotos sehe ich das auch so.

Historische kann ich mir dagegen gut ansehen.
Zitat von cute_lenorecute_lenore schrieb am 05.02.2026:"abstoßend und geschmacklos" ist immer eine persönliche Empfindung.

Die Leute die so denken, haben gar keine Vorstellung, was solche Bilder -im positiven Sinne- für die Hinterbliebenen bedeuten.
Wie schon geschrieben - ich habe häufiger auf Trauerfeier von Verwandten fotografiert und bisher habe ich noch keine Rückmeldung bekommen, dass ich das unterlassen solle oder dass sich jemand daran gestoert hat.
Aber meine Familie mag auch Bilder.

Und in engen Familienkreis fotografiere ich auch die Verstorbenen. Das sind auch Bilder, die mir sehr am Herzen liegen.
Aber diese verbleiben auch im engen Kreis.
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb am 04.02.2026:In den Fotos sieht man oft viel Liebe, viel Mühe um eine schöne Erinnerung zu schaffen.
Ich meine damit die Fotos, wo ein Toter zwischen den lebenden Menschen sitzt oder steht. Eine Möglichkeit für die Menschen damals ein Erinnerungsstück zu haben. Das war sehr wertvoll und ich finde diese Bilder immer sehr respektvoll gestaltet.
Ja, in der Tat.
Von meiner Familie gibt es keine Bilder der Toten, weder väterlicherseits noch mütterlicherseits.

Aber Bilder vom Sarg, in der Kapelle bevor die Beerdigung meines Opas stattfand - da hat mein Vater Bilder gemacht und mich als Kind mitgenommen.
WIr waren ganz frueh, noch bevor jemand anderes da war. Nur mein Vater, ich und der Sarg. Und mein Vater hat mich auch vor der Beerdigung wieder nach Hause gebracht. Ich war damals noch wirklich klein.

Ich bin also derjenige, der damit angefangen hat, auch die Toten zu fotografieren - fällt mir gerade auf.
Zitat von PlaytecciPlaytecci schrieb:Warum in einen Leichensack? Meine Oma kam in einen normalen Sarg.
Manche Beerdigungsinsitute haben keinen Sarg auf Vorrat, sondern holen diesen erst, nachdem man ihn ausgesucht hat.
Und andere haben in ihrer Wohnung zu wenig Platz, als dass man dort die Einsargung machen könnte.

Deshalb haben die Beerdigungsinsitute heutzutage solchen Tragen, die auch oben zugemacht werden (mit einem Reißverschluss, quasi wie ein Schlafsack).
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:als mein Vater dann also aus dem Bett in den Leichensack verbracht wurde,
Nein, das wollte ich mir auch nicht anschauen.
Dennoch ist es tröstlich - finde ich - wenn jemand zuhause versterben konnte.


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