@Tussinelda Ich bin auch nicht dafür, dass gesellschaftlicher Druck ausgeübt wird oder Menschen zu Entscheidungen gezwungen werden, die sie nicht treffen wollen oder ohne den Zwang nicht getroffen hätten.
Ich finde es lediglich wünschenswert zu erwägen, welche Lebensqualität das potenzielle Kind haben wird und ob man, gemessen daran, dazu in der Lage sein wird, auch auf die besonderen Bedürfnisse dieses Kindes einzugehen bzw. ob man sich das zutraut. Und ich finde es eben auch wichtig zu erwägen, ob man einem Kind sein späteres Schicksal überhaupt aufbürden möchte.
Wer sich wohl überlegend und alle Faktoren überschlagend für ein behindertes Kind entscheidet, hat meinen vollen Respekt, wenn er sich dann auch entsprechend kümmert und das Kind nicht unter seinen Einschränkungen leidet.
Aber ich begrüße eben auch jeden Menschen sehr, der sich bewusst dagegen entscheidet, sei es aus Gründes des Kindeswohls oder einfach nur, weil er sich selbst der Verantwortung nicht gewachsen sieht.