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Woher kommt euer Religionshass?

Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 20:35
Ich gebe hier zu bedenken,das der Berg ARARAT,der ja schon in der Bibel erwähnt wird,tatsächlich existiert . Außerdem hat sich ein Team von Wissenschaftlern,das die Existenz der Arche bezweifelte,am Ararat auf die Suche gemacht und Bretter gefunden,die sowohl von der Länge als auch vom Alter her durchaus zur Arche gehört haben könnten.


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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 20:36
@Nightshadow81
Wie glaubwürdig ist denn der Fund der Bretter, was meinst Du? Wie alt müssten die sein, ein paar tausend Jahre? Hmmmm...


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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 20:38
@Nightshadow81
Das ist dann ein Argument für die Wirklichkeit der Geschichte mit der Arche, ein paar Bretter? :O


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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 20:39
@LuciaFackel

Den Berechnungen nach zu urteilen schon recht glaubwürdig. Ich meine,weshalb sollte es diese Flut denn nicht gegeben haben ?
Aus welchen Gründen auch immer .


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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 20:39
RaideR. schrieb:Naja, also... wenn jemand an die Existenz eines Gottes glaubst, der in irgendwelchen uralten Geschichten erwähnt wird, nenne ich das blindes Folgen, egal, in welcher Form.
@RaideR.
Wieso setzt Du den Glauben an Gott gleich mit einem Folgen gleich?
Ich glaube auch an die Sonne, aber das heisst nicht, dass ich ihr folge, gehorche, sie anbete oder sonstwas.
Klar, sie gibt mir meinen schlaf-wach-Rhythmus vor, aber das können wir vielleicht mal aussen vor lassen... ;)


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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 20:40
@Nightshadow81
:) Ich bin davon überzeugt, dass es die Flut gegeben hat, aber das Schiff Arche halte ich für ein Gleichnis.
Und inwieweit das ganz mit Gott zu tun hat, ist dann wieder eine andere Frage.


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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 20:42
@LuciaFackel

Ich glaube nicht, dass ich den Glauben an Gott mit der Sonne vergleichen kann :D
Ich meine, die Sonne ist etwas reales, greifbares, Gott ist, mal ganz unabhängig davon, ob es ihn gibt oder nicht, nicht zu beweisen.

Aber ich habe ja schon zwischen blindem Glauben und einem eigenen Glaubensweg unterschieden, den ich durchaus akzeptiere, weil da immerhin die persönlichen Überlegungen und Ideen hinterstecken.


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threadkiller
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 21:12
@RaideR.
Die Regeln finde ich nur traurig, weil sich auch die Kinder, die sich nicht frei entscheiden können, daran halten müssen.
............
Ich hoffe ich darf dir wiedersprechen, und denke das ein Kind ohne orientierung(Taufe)sich mit sicherheit nicht " frei endscheiden kann, er wird vermutlich das glauben was auf der Strasse so geglaubt wird.
Und beachte eines, nicht die Strasse erzieht die Kinder, sondern Eltern tragen die Verantwortung für eziehungs des Kindes.

Gruss Threadkiller


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 21:50
@RaideR.
Also ich muss da sagen, dass es mich mittlerweile generell weniger stört, wenn Eltern ihren Kindern "christliche" Werte vermitteln. Allerdings gehört dann für mich auch dazu, dass man dem Kind auch erklärt, dass die Werte eben auch unabhängig irgendeiner Religion funktionieren und sie diese Werte auch hinterfragen sollen.
Was man durchdenkt und versteht bleibt doch deutlich besser im Gehirn haften als etwas, was einem nur gewissermaßen vorgebetet wird.
Der Punkt, wo ich dann mit Kritik ansetze ist dort, wo Eltern oder das Umfeld eben diese Aufgeklärtheit zu unterbinden versuchen und das Kind aktiv daran hindern im Nachinein noch eine Wahl treffen zu können.

---

Die Vision vom aufgeklärten Christen ist wohl nicht so visionär wie man glauben mag, zumindest sind mir schon genügend solcher untergekommen um zu begreifen, dass das klassische Feindbild des willenlosen Glaubenszombies, was man gern dem Religionskritikern unterstellt zu haben, weder so weitläufig bei den Kritikern festsitzt, noch dass es in der breiten Massen vollständige Bestätigung findet.
Problematisch ist einfach das Überwinden der gedachten und ausgelebten Korruption, die sich aufbauscht und den Blick blendet, denn das rückt ja sowohl Theisten als auch Atheisten in ein schlechtes Licht, was nicht gerechtfertigt ist.

Was sich noch entwickeln muss ist das flächendeckende Begreifen, dass Religion etwas mit der persönlichen Weltanschauung zu tun hat und da starre Ansätze von vor einigen Tausend Jahren nicht mehr in die heutige Zeit passen und da mit dem Menschen zusammen eine Weiterentwicklung stattfinden muss. Wie schon vor einigen Seiten geschrieben lösen sich die klaren Grenzen innerhalb der klassischen Religionsmodelle und zwischen den Religionen zunehmend auf und das zu Recht bzw. sollte das auch nicht blockiert werden.
Eine Religion ist keine Regierungsform und da stört es mich einfach, wenn gewisse Vereinigungen unter dem Deckmantel einer Religion innergesellschaftliche Kleinstkriege anzetteln. Diese Vereinigungen sind es denen meine Ablehnung (ja vielleicht sogar Hass) gilt.


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matraze106
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 21:50
@all
ich hab grad was fürchterlich interessantes dazu gefunden. und witzig ist es obendrein auch noch.
geht nur 6 minuten. also anschauen und nich gleich rummeckern und ne rezension verlangen. ;)


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 22:00
@matraze106
Danke für den Post. Die Folge kannte ich noch gar nicht. Musste aber ähnlich herzlich lachen wie bei der einen Folge, wo Norbert die 6-dimensionalen Emotionsebenen erwähnt. ^^

Inhaltlich trifft es aber sehr meine meine Vorstellung von dem, was ich hier immer wieder als "gelebte Religiösität" bezeichnet habe.


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matraze106
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 22:35
@BlackFlame
ich finde die folge auch sehr gelungen. die stelle, in der spinne das mit der metaphorischen deutung aufs korn nimmt, deckt sich ziemlich mit meiner perspektive. und das argument, dass die heiligen schriften kaum noch zeitgemäß sind, kann ich auch so unterstreichen.
trotzdem gehen einige zu weit, wenn sie sich absolut überzeugt geben, dass es gott gibt oder dass es ihn nicht gibt. das kann niemand wissen, eher vermuten und allerhöchstens glauben. deswegen können mir die atheisten noch so viel rumpalabern wie sie wollen, sie sind genauso ein überzeugungssystem wie die religionen und glauben, etwas zu wissen. was wäre, wenn sich die entstehung des lebens so darstellt wie in dem kommenden kino-film prometheus und irgendwelche urururalten übermächtigen superwesen auf fernen planeten haben das programm des lebens in die elementarteilchen gehackt? oder seiens die lovecraftschen fantasien. das könnte alles so sein. das wichtige an religionen und gottglauben ist ja eigentlich die ehrfurcht vor der existenz und die nehmen einige halt einfach zu sehr als gegeben und andere wieder zu sehr auf die leichte schulter.
ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich kein bisschen hass übrig hätte für die religionen. aber sie richtet sich bei mir wesentlich mehr gegen die religiös überzeugten und ihr fatalitäres potenzial.
kann euch dazu auch speziell die startrek-folge "der gott der mintakaner" empfehlen.


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popcorncandy
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 22:39
Thalassa schrieb:hier sind Religionshasser und alle angesprochen die mit Religion und von mir aus Gott und Kirche nichts am Hut haben - eigentlich nur die!
Natürlich habe ich in aller erster Linie die angesprochen die ich als "Religionshasser" bezeichnet habe. Deren Meinung und die Hintergründe interessieren mich. Aber da das hier ist keine geschlossene Veranstaltung ist darf sich somit gern jeder andere auch äußern. Es wäre nur nett, wenn man hier den Ton wahrt. Videos stören meiner Meinung nach den Diskussionsfluss die müssen nicht unbedingt sein. @matraze106

Viele Meinungen aus den Posts habe ich gelesen. Sie waren sehr interessant.


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matraze106
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 22:40
popcorncandy schrieb:Videos stören meiner Meinung nach den Diskussionsfluss die müssen nicht unbedingt sein.
oh schade, wollt grad ausholen. ^^ nein, okay. ich halt mich zurück. :)


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popcorncandy
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

14.07.2012 um 23:32
@BlackFlame
Also ich muss da sagen, dass es mich mittlerweile generell weniger stört, wenn Eltern ihren Kindern "christliche" Werte vermitteln. Allerdings gehört dann für mich auch dazu, dass man dem Kind auch erklärt, dass die Werte eben auch unabhängig irgendeiner Religion funktionieren und sie diese Werte auch hinterfragen sollen.
Der Punkt, wo ich dann mit Kritik ansetze ist dort, wo Eltern oder das Umfeld eben diese Aufgeklärtheit zu unterbinden versuchen und das Kind aktiv daran hindern im Nachinein noch eine Wahl treffen zu können.

Ich finde es auch nicht richtig wenn Kinder dazu gedrängt werden zB in die Kirche zu gehen obwohl sie nicht wollen. Das schafft eher den gegenteiligen Effekt.
Das ist denke ich ein Teil der später alle Religion hasst. Aber was ist mit den anderen?
Vorurteil ist dass allgemein gedacht wird alle Eltern würden ihre Kinder zum Glauben zwingen den sie leben. Negative Beispiele werden verallgemeinert. Heutzutage ist es doch eher so dass auch die Religion moderner gelebt werden.
BlackFlame schrieb:Die Vision vom aufgeklärten Christen ist wohl nicht so visionär wie man glauben mag, zumindest sind mir schon genügend solcher untergekommen um zu begreifen, dass das klassische Feindbild des willenlosen Glaubenszombies, was man gern dem Religionskritikern unterstellt zu haben, weder so weitläufig bei den Kritikern festsitzt, noch dass es in der breiten Massen vollständige Bestätigung findet.
Problematisch ist einfach das Überwinden der gedachten und ausgelebten Korruption, die sich aufbauscht und den Blick blendet, denn das rückt ja sowohl Theisten als auch Atheisten in ein schlechtes Licht, was nicht gerechtfertigt ist.
Wahrscheinlich gibt es mehr liberale Christen als man glaubt. Das Bild des "folgenden Zombies" ist ein hochgezüchtetes und verallgemeinertes Feindbild. Man kann es auch als dieses bezeichnen weil es genau das ist. Es bleibt von allen Gruppierungen die es in der Gesellschaft gibt nur meist das schlechteste in den Köpfen hängen. Seien es Christen, Moslems, oder Atheisten. Oft versucht man sich nicht zu verstehen. Aufgrund von schlechten Dingen die man sich entweder rauspickt oder erfahren hat lebt man den Rest seines Lebens mit einem Schubladendenken das vielen sehr gut in den Kram passt.
BlackFlame schrieb:Eine Religion ist keine Regierungsform und da stört es mich einfach, wenn gewisse Vereinigungen unter dem Deckmantel einer Religion innergesellschaftliche Kleinstkriege anzetteln. Diese Vereinigungen sind es denen meine Ablehnung (ja vielleicht sogar Hass) gilt.
Da gebe ich dir Recht. Religionen sind Privatsache. Das heisst aber nicht dass man sie verstecken sollte damit Atheisten sich nicht gestört fühlen. Das würde bedeuten dass man die Meinungsfreiheit einschränkt. Das wäre falsch und ein Rückschritt von Freiheitsrechten die die Menschen sich erkämpft haben.
Religionen als Regierungsform finde ich auch nicht gut. Irgendeiner fühlt sich dadurch immer bedroht und damit fängt es an zu brodeln.


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

15.07.2012 um 00:36
popcorncandy schrieb: Heutzutage ist es doch eher so dass auch die Religion moderner gelebt werden.
Durchaus, aber mir geht das momentan noch nicht weit genug bzw. ist es mir noch nicht modern genug, wenn man die gesamtgesellschaftliche Bilder betrachtet.

Glaube fängt nicht mit oder in einem Buch an und hört dort auch nicht auf. In der Weltgeschichte mögen an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Religionsmodelle entstanden sein und ich finde es ist an der Zeit die Grenzen zwischen ihnen abzureißen und Glauben wirklich freiheitlich zu machen.
Die grundlegende Herangehensweise, die auch den Kurzen vermittelt wird, finde ich überarbeitungswürdig. Es gibt ein paar Standartmodelle, die unabhängig von einander nebenher existieren und sich auf verschiedenste Weisen selbst limitieren. Glaube wird mir grundlegend in diesen Modellen einfach zu plastisch beschrieben - es gibt nur diesen oder jenen Gott, er hat bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen, es gibt eine bestimmte Rahmenhandlung und ganz gezielte Vorgaben für Ethik und Moral.
Mir wird dabei einfach zu schnell der philosophische Hintergrund vergessen. Ganz egal an wen oder was man glaubt, so sollte man sich doch erst einmal fragen warum überhaupt oder auf welche menschlichen Grundfragen der Glaube meint eine Antwort geben zu können.

Ich denke dabei immer gern an den Mathematikunterricht in Schulen. Leider viel zu oft steht der Lehrer einfach nur vor der Klasse, bringt ihnen bei welches Unterprogramm im Taschenrechner bei welchem Aufgabentyp angewandt werden muss, anstatt ihr bisheriges Wissen zu nehmen, aufzuzeigen wo dieses Wissen an seine Grenzen stößt und ihnen dann die logischen Zusammenhänge zu erklären und so zu ermöglichen Schritt für Schritt auch zu verstehen, was sie da gerade lernen und wofür diese neuen Zusammenhänge überhaupt nützlich sind.
Auch wenn das viele nicht glauben, aber um die Logik der Mathematik zu begreifen braucht es lediglich Ausdauer und etwas Zeit sowie Interesse für diese Theorie. Was ich mir teilweise schon selbstständig für mathematische Zusammenhänge hergeleitet habe ohne zu merken, dass das Ergebnis die ganze Zeit zum Beispiel in meinem Tafelwerk stand. Allerdings hätte mir am Anfang die fertige Formel nichts gebracht, weil ich sie überhaupt nicht verstanden hätte.

Diese Erfahrungswerte habe ich auch versucht sehr viel in meine Auseinandersetzungen mit dem Thema Glaube und Religion einfließen zu lassen und auch jetzt nach wie vor derart anzuwenden.
Ich kann mit einem fertigen Religionskonstrukt nichts anfangen. So manches mal war ich doch erstaunt, was für Teilaspekte meiner Weltanschauung ich dann in religiösen Schriften wiederfinden konnte, jedoch war ich genauso erstaunt, was in diesen Schriften dann noch für eine Menge an Zeug stand mit dem ich dagegen rein gar nichts anfangen konnte.

Wer glauben möchte, der braucht keine Schrift oder Propheten, die ihm sagt, was er zu glauben hat oder wie der Gott zu sein hat den er anbetet, sofern es überhaupt einen Gott in seinem Glauben gibt.
Glaube ist eben kein Wissen, aber eben weil es kein Wissen ist, so gibt es dabei auch kein richtig oder falsch. Entweder man glaubt an etwas oder eben nicht. Weitere Differenzierungen oder Einschränkungen sind da einfach nicht nötig. Es ist ja an sich nicht einmal wichtig, ob man das, was man da glaubt auch anderen gegenüber explizit als Glauben bezeichnet.
Mir ist doch vollkommen egal, ob das was ich persönlich glaube nun dem christlichen Glauben zuordbar ist oder nur zu 20% und 40% sind dem islamischen Glauben zugeordnet. Diese Haarspalterei ist doch vollkommen überflüssig und macht das, was ich für Glaube halte in keinster Form irgendwie schlechter oder besser.

Die Fehlerquelle Mensch ist dabei aber auch nicht zu vergessen. Wir haben ja scheinbar noch ein sehr großes Verlangen nach einem Gemeinschaftsgefühl, weswegen wir ja in Schubladen unterteilen und uns selbst regelmäßig in diese einsortieren. Das bringt aber für das Praktizieren von Glaube genauso wenig wie für die fast aufgezwungene Wahl einer bestimmten primär gehörten Musikrichtung.
Anstatt einfach Musik zu hören, weil sie uns gefällt, institutionalisieren und kategorisieren wir am laufenden Band und begrenzen uns dadurch selbst an Stellen, wo diese Grenzen vollkommen überflüssig sind und die Grundmotivation, warum Musik gemacht wird und warum wir sie hören, Stück für Stück verloren geht.

Es ist meiner Ansicht nach an der Zeit, dass wir begreifen, dass wir momentan Kämpfe führen, die wider jeder Grundlage des umkämpfen Themas sind und im Zuge dieses Begreifens ist ausnahmslos jeder in der Pflicht, Gläubiger wie nicht Gläubiger, zu überprüfen, was ihn zum oder vom Glauben fernhält und direkt anschließend zu hinterfragen und zu verstehen, warum es vollkommen legitim ist, dass jemand eine andere Ansicht hat.
Die uns selbst auferlegten Denkverbote zu hinterfragen und zu überwinden war schon immer eine sehr große Herausforderung für den Menschen und sich dieser zu stellen ist eine Pflicht, die jeder, der meint bei klarem Verstand zu sein, zu erfüllen hat.

P.s. Und vor allem immer schön locker bleiben und nicht jeden Witz, jeden Zyniker oder jede vermeintliche zu paschalisierte Aussage als Grundlage nehmen um sich provozieren zu lassen und an die Decke zu gehen. :)


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matraze106
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

15.07.2012 um 01:23
@BlackFlame
erstmal: schöner beitrag! sehe ich ganz ähnlich, auch wenn ich mich dem glauben eher zuwende als du. ich tu das aber alles mit einem augenzwinkern.
ausserdem will ich nicht ausschliessen, dass irgendwann erzengel gabriel und kollegen auf die erde kamen und unseren vorfahren antworten über die höheren sphären mitteilten, auch wenn ich mir das kaum vor augen halten kann.
der kernpunkt des problems, dass die welt mit den religionen hat, ist genau das was du angesprochen hast, nämlich die distanz der gläubigen zu den ungläubigen. insbesondere beim islam scheint sich das zu schwerwiegenden problemen hochzuschaukeln, weil der anscheinend mehr als alle anderen auf fundamentalismus pocht. das zweite problem, ist die verleumdung, gar das verbot des skeptischen denkens und des anzweifelns, woraus sich direkt das dritte problem, die unhinterfragte folgeleitung/unterwerfung ableitet, die zu einer zwanghaften und unterdrückenden gesellschaft führt, in der deine freiheit ziemlich am ar*** ist, wenn du hineingeboren wirst. mag sein, dass felsenfeste überzeugungen und stringente befolgung von geboten einst die menschen zusammen hielt und vor übergriffen bewahrte. aber imgrunde geschehen die übergriffe trotzdem: nämlich auf die neugeborenen, die nie die chance erhalten, ausserhalb ihres kulturellen rahmens denken zu lernen.
erst die distanz zu den anderen erschafft das bestätigende phantom der schlechten, die die guten bedrohen. im prinzip ein ammenmärchen, das minutiös umgedeutet werden kann, je nachdem, wie sich die dinge entwickeln.
viele religionen verhalten sich demnach wie käfige für den verstand, der eigentlich frei sein will. die einzige erklärung dafür, dass die menschen, die sich solch unterdrückung aussetzen, meist nicht ausbrechen, sondern noch fanatischer werden, scheint mir der gruppenzwang bzw. die deindividuation zu sein. Wikipedia: Deindividuation
man könnte meinen, dass heute, im zeitalter des globalen dorfes die gedanklichen barrieren, die wir uns einst zum schutze und aus angst vor den fremden schufen, abgebaut werden. so wie du es sagst, wäre das der nächste schritt. und es gibt tatsächlich entsprechende bemühungen unter den religionshäusern. doch auch die fundamentalisten aller parteien haben da einen blick drauf und scheinen untereinander distanzen abzuwiegen wie einst die usa und russland im kalten krieg. sogar der kabarettist georg schramm hatte dieses problem in einem privatem interview angesprochen.
all die peinlichkeiten, all die mühe und gebete, all diese ganzen generationen lang, für die erlösung, die widerkehr des erlösers, den endgültigen sieg über das böse in der welt, was immer die anderen, die ungläubigen waren - so haben es einem die eltern beigebracht und so hat man es an die eigenen kinder weitergegeben - und nun soll das alles passé sein und man sich mit den anderen auf eine stufe stellen? dieses eingeständnis in die menschlichkeit ist für manch selbst- und schein-heilige ein unzumutbarer schritt hinab und heraus aus den lügen. es scheinen ganze landstriche geistig entführt und einem stockholm-syndrom verfallen. und das schlimme ist: sie haben trotzdem internet. das nenne ich mal doppelmoralisch. auf youtube kann man sich ein bild davon machen, was grad alles irres in den köpfen herumgeistert, von esoterischer agenda über theosophische reptiloiden bis zur satanischen NWO. insgesamt ein spannendes, wenn nicht gar nervenzerreissendes kopfkino. der weltweit vernetzte fundamentalismus windet sich wie der drache der apokalypse selbst. und er ist imstande, eine bombe hochgehen zu lassen, wenn ihm sein kartenhaus einstürzt. also was tun? kleine schritte. winzig kleine schritte, damit auch das dümmste schaf gelegenheit hat, es sich genau zu überlegen, ob es den gemeinsamen weg nicht doch mitgehen will.


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Woher kommt euer Religionshass?

15.07.2012 um 01:37
Also: woher kommt eigentlich euer Religionshass? Erzählt mal.
1. Weil ich von Haus aus etwas gegen Dogmen habe, die mir vorschreiben, was ich zu glauben habe

2. Weil Adam und Eva weder Moslems, Christen, Juden oder sonstwas waren und den lieben Herrgott mußten sie auch nicht anbeten. Sie waren einfach da ohne zu denken (bis zum Sündenfall).


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matraze106
ehemaliges Mitglied

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Woher kommt euer Religionshass?

15.07.2012 um 01:43
nachtrag:
http://de.uncyclopedia.org/wiki/Religion
http://de.uncyclopedia.org/wiki/Verletzung_religiöser_Gefühle
uncy wird bei mir langsam pflichtlektüre. ;)


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Dude
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Woher kommt euer Religionshass?

15.07.2012 um 04:23
@LuciaFackel
Ich glaube, es geht dabei gar nicht mal darum, dass solche Konstrukte (generell) abgelehnt werden, sondern viel mehr darum, dass jeder denkende Mensch, egal ob gläubig oder nicht, begreift, dass Religion eigentlich die ganz persönliche Beziehung zwischen einem Menschen und dem Ursprung/ Gott sein sollte, und dass eine solche private, intime Beziehung nicht durch eine Institution geregelt, ihre Beschaffenheit nicht für alle in einem Regelwerk vorgegeben werden kann.
Des weiteren macht die übliche Religion so viele Menschen unglücklich, dass sie sich im Grunde selbst aushebelt.
Sie grenzt aus und verurteilt, sie stellt einen all zu menschlichen Gott dar, wobei dieser personifizierte Gott zum großen Teil die schlechtesten Eigenschaften zeigt, die ein Mensch aufweisen kann.
Das glaube ich auch. :)

Genauso wie folgendes...
matraze106 schrieb:trotzdem gehen einige zu weit, wenn sie sich absolut überzeugt geben, dass es gott gibt oder dass es ihn nicht gibt. das kann niemand wissen, eher vermuten und allerhöchstens glauben. deswegen können mir die atheisten noch so viel rumpalabern wie sie wollen, sie sind genauso ein überzeugungssystem wie die religionen und glauben, etwas zu wissen.
Wobei ich beifügen muss, dass ich für mich es weiss. Das ist aber, eben aufgrund der Individualität und der Vielfalt in Einheit, nur für jeden Selbst erfahrbar und erlebbar.

Aber selbstverständlich muss ich deswegen noch langen keinen missionieren, ja, darum erst recht nicht, zumal der freie Wille des einzelnen Individuums in diesem Bewusstsein ohnehin absolut respektiert wird. :)

Ps. @All
popcorncandy schrieb:Es wäre nur nett, wenn man hier den Ton wahrt.
Hass hin oder her...


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