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Feministen

2.109 Beiträge, Schlüsselwörter: Videospiele, Feminismus, Frautv, Regine Pfeiffer

Feministen

24.11.2014 um 12:42
@Hatori
Hatori schrieb:Und wenn Feministinnen, die sich als solche bezeichnen, diskriminieren, dann sind sie schlichtweg keine. :)
...oder du hast eine falsche definition von feminismus und nicht "alle" anderen liegen falsch...:Y:....


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Feministen

24.11.2014 um 13:24
Feminismus ist ja so neu nicht.

Die erste Generation geht bis zurück zur französischen Revolution, in der Frauen die theoretischen Grundlagen legten und erste Forderungen stellten.

Die zweite Generation wären die Suffragetten, die sich, von England ausgehend, hauptsächlich für ein Wahlrecht der Frauen einsetzten.

Die dritte Generation wären die jenigen Frauen, die eine "praktische Gleichberechtigung" lebten, bzw. leben mussten, weil Männer Kriege führten und sie in der Produktion, in Verkehrsbetrieben und auch im Kriegsdienst "ihren Mann stehen mussten", als Trümmerfrauen der Nachkriegszeit ohnehin.

Die vierte Generation war dann die Bewegung, die vollständige Gleichberechtigung forderte und auch Fragen der Sexualität thematisierte.

Nach jeder "Emanzipationswelle" erfolgte ein Roll back, d.h. Männer sicherten ihre angestammten gesellschaftlichen Positionen oder stellten sie wieder her, in dem sie Frauen wieder zurück drängten.

Der ersten Generation wurde zum Teil noch der Kopf abgehackt und sie fielen der Vergessenheit anheim.

Die zweite Generation war erfolgreicher und setzte nach dem Ersten Weltkrieg das Frauenwahlrecht, die Studienmöglichkeiten und neue Berufsfelder weitgehend durch, thematisierte beispielsweise auch Sexualaufklärung, Verhütungsmittel oder den § 218. Diese Ära endete im Deutschen Reich allerdings 1933.

Die dritte Generation musste nach beiden Weltkriegen erleben, wie sie zusehends aus der Rolle der Arbeiterin und Kämpferin wieder in die Rolle der Hausfrau und Mutter zurück gedrängt wurde. Vergleiche dazu das Rollenbild und die Gesetzeslage in der BRD nach 1948. Damals konnte der Mann den Aufenthaltsort der Familie allein bestimmen, den Job seiner Frau kündigen oder ihre Geschäfte rückgängig machen. Erst der Arbeitskräftemangel des späten Wirtschaftswunders hat in der BRD die Frauen als billig entlohnte industrielle Reservearmee reaktiviert.

Die vierte Generation wiederum stellte, teils in sehr revolutionären Forderungen, radikal das überkommene Rollenbild in Frage und ging weiter als die Emanzipationsbewegungen vor ihr. Sie war zweifelsohne auch erfolgreicher. Gesetze, die Frauen diskriminierten oder benachteiligten, landeten auf dem Müll. Themen, die vorher keine Beachtung fanden, fanden ihren Weg in die Medien und die öffentliche Wahrnehmung. Weibliche Hetero- wie Homosexualität wurde zum Thema. Die Selbstbestimmung über die Nachwuchsplanung war möglich, hohe schulische wie berufliche Qualifikation wurde zusehends auch für Mädchen und Frauen selbstverständlich. Frauen wurden im Grossen und Ganzen gesehen unabhängiger, selbstständiger und selbstbewusster als ihre Mütter und Grossmütter zuvor.

Die Frauen, die danach aufwuchsen oder sozialisiert wurden, neig(t)en möglicherweise dazu, die Errungenschaften als selbstverständlich anzusehen, sie nicht mehr für verteidigenswert zu halten, und Männer reagieren genervt mit einem "Was wollt ihr denn nun noch alles?"


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Feministen

24.11.2014 um 14:08
@Doors
Doors schrieb:Die Frauen, die danach aufwuchsen oder sozialisiert wurden, neig(t)en möglicherweise dazu, die Errungenschaften als selbstverständlich anzusehen, sie nicht mehr für verteidigenswert zu halten, und Männer reagieren genervt mit einem "Was wollt ihr denn nun noch alles?"
genauso ist es :D


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Hatori
ehemaliges Mitglied

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Feministen

24.11.2014 um 18:08
@1ostS0ul

Habe ich aber nicht. :)


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Feministen

24.11.2014 um 21:59
@Doors

...was muss frau den wo noch bzw. wieder verteidigen...?...und bzgl. des genervt seins ist das keine wunder wenn man so auftritt (ichwill ichwill ichwill...) und solche forderungen stellt bzw. rumjammert...


@Hatori

...na wenn du das sagst...xD...kannst du mir den etwas nennen wo auf einer etwas öffentlicheren bzw. einflusssreicheren ebene jemand den feminimus nach deiner definition vertreten hat...:ask:..

...auch interessant wenn du von "gleichberechtigung" schreibst ist doch das man in diesem zusammenhang nicht selten bzw. wohl eher von "gleichstellung" ließt und nicht von gleichberechtigung...

...auch wieder ein schönes kleines beispiel aus österreich wie man sich doch für "gleichberechtigung" einsetzt...-.-....
Rektoren, Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) und Frauenministerium kritisieren in ihren Stellungnahmen die geplante Änderung der Frauenquote im Universitätsgesetz (UG). Statt der bisherigen Quote von 40 Prozent ist darin Geschlechterparität in allen Kollegialorganen und Gremien vorgesehen. Das würde auch bedeuten: Wenn der Frauenanteil höher ist als 50 Prozent, würde de facto eine „Männerquote“ schlagend werden.
http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/4573533/UniGesetz_Unis-und-OH-befurchten-Maennerquote


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Feministen

24.11.2014 um 22:03
@1ostS0ul
Selbst bei Wikipedia heben wir daaaa...moment
6.1 Radikalfeminismus
6.2 Gleichheitsfeminismus
6.3 Differenzfeminismus
6.3.1 Gynozentrischer Feminismus
6.4 Spiritueller Feminismus
6.5 Psychoanalytisch orientierter Feminismus
6.6 Sozialistischer Feminismus
6.7 Anarchistischer Feminismus
6.8 Individualfeminismus
6.9 Dekonstruktivistischer Feminismus/Postfeminismus
Was findest du da denn nun genau doof?


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Feministen

24.11.2014 um 22:11
@paranomal

...da ich jetzt bestimmt nicht anfange alle einzeln aufzudrösseln, dir auch bewusst sein dürfte was man kritisiert wenn man allegemin schreibt, sage ich der einfachheithalber einfach mal allesamt...:Y:.. habe dir ja auch bereits geschrieben dass das eine lächerliche, zwar übliche aber dennoch lächerliche, "strohmann-taktik" ist zu schreiben "uhh den feminismus gibt es aber gar nicht, so kannst du gar nichts gegen den feminismus schreiben bzw. diesen kritisieren...etc.pp"...


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Feministen

24.11.2014 um 22:20
@1ostS0ul
Nö, das ist so wie wenn Leute sagen "Buuh Kommunismus ist ne ganz üble Sache" und dann aber eigentlich nur an Stalin oder Pol Pot denken. Eine Kritik, die das Phänomen was sie angeblich betrifft, noch nicht einmal fassen kann, ist keine Kritik an der Sache selbst, sondern an einem verzerrten Abbild davon.

In deinem Fall wohl eher das hier:
Begriff Staatsfeminismus

„Staatsfeminismus“ ist keine feministische Strömung. In der Politikwissenschaft werden mit diesem Terminus zum einen die Versuche von Staaten bezeichnet, formale Gleichberechtigung von Frauen und Männern mit Reformen von oben durchzusetzen, wie zum Beispiel in der Türkei im Zuge des kemalistischen Modernisierungsprojekts 1923,[68][69] in der DDR oder in Tunesien seit den 1950er Jahren.[70]

Als „Staatsfeminismus“ wird zum anderen die Institutionalisierung von Emanzipationsbestrebungen von Frauen im modernen Staat bezeichnet sowie eine spezifische frauenpolitische Strategie, die mit dem Schlagwort Marsch durch die Institutionen beschrieben wird.[71] Protoypisch dafür stehen die skandinavischen Länder und Australien. Der so genannte Staatsfeminismus in Finnland zum Beispiel, wo unter anderem die innerparteiliche Frauenförderung eine lange Tradition hat, erleichterte effektiv die politische Teilhabe von Frauen.[72] Birgit Sauer kommt in ihrer Studie Engendering Democracy. Staatsfeminismus im Zeitalter der Restrukturierung von Staatlichkeit (2006) zu dem Ergebnis: „[…] Frauen [haben] in den vergangenen dreißig Jahren relativ erfolgreich westliche liberale Demokratien unter einer Frauenperspektive demokratisiert.“ Das zeige sich darin, dass nicht nur der Anteil von Frauen in politischen Entscheidungsgremien erheblich zugenommen habe, sondern auch die „inhaltlich-substantielle Repräsentation entscheidend im Sinne eines frauenfreundlichen Outputs beeinflusst werden konnte“. Diese Entwicklung sei maßgeblich der Einrichtung staatlicher Institutionen wie Frauenministerien, Frauenbüros oder Gleichstellungsbeauftragten zu verdanken, die als Vermittler zwischen Frauengruppen und Frauenbewegungen einerseits und Politik und Verwaltung andererseits tätig seien.

„Der Terminus ‚Staatsfeminismus‘ bezeichnet eben dieses Phänomen […], nämlich die Entstehung von staatlichen Institutionen zur Gleichstellung von Frauen bzw. zur Frauenförderung.[73]“

Quelle: Wikipedia: Feminismus#Begriff_Staatsfeminismus


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24.11.2014 um 23:30
@paranomal

...und in wie fern bringt uns das jetzt in größerem maße voran, einmal davon abgesehen das es für mich für dich freut, wenn es sich dabei um ein verzerrtes abbild handelt woran man kritik übt...:ask:...


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Berlin47
ehemaliges Mitglied

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24.11.2014 um 23:36
Ich mag Feministen. Vor allem die mit dicken Titten und geilen Ärschen.


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25.11.2014 um 01:40
@1ostS0ul
Das man durch diese falsche Kritik die Leistungen des Feminismus relativiert bzw. einfach komplett verkennt. Diese liegen unter anderem auch darin, anderen Gruppen Gehör verschafft zu haben. Mit bestimmten Formen des Feminismus (z.b. dem dekonstruktivistischen) kann ich selbst wenig anfangen, da diese das Ziel der Emanzipation verfehlen. Jedoch kann ich das spezifisch begründen und muss keinen antimodernistischen Rundumschlag machen, der zum größten Teil die falschen trifft.


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Feministen

25.11.2014 um 07:45
@1ostS0ul
fordern und jammern sind 2 paar Schuhe, ich kenne niemanden, der jammert, denn wer jammert, verändert/bewegt nichts. Also sind Jammerer nicht aktiv, sie wollen das andere sich ihres Gejammers annehmen und etwas ändern. Das sind dann also wohl eher keine FeministInnen. Aber das hast Du ja schon immer gerne absichtlich gleichgesetzt, nicht wahr?


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Feministen

25.11.2014 um 13:01
das, was nach außen getragen wird, ist aber leider die jammerei... Ein Prof hat in einer Vorlesung bei uns in der Uni Marx behandelt... Im Seminar zwei Tage zuvor hat die Dozentin vorgestellt, das Marx eurozentristisch und chauvinistisch ist. - In der Vorlesung dann, wurde der Prof offen angegangen, es wurde laut getrommelt, damit die Veranstaltung nicht statt finden konnte... schließlich musste die Polizei anrücken. Sorry, aber bei sowas krieg ich`n Hals!


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25.11.2014 um 13:51
@Wunderlinge

Wann und an welcher Uni war denn das?


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Feministen

25.11.2014 um 15:10
@paranomal

...aber das bringt uns nun in der "diskussion" kein stück weiter das man sich über differenzierungen "streitet" anstatt über das eigentliche thema, wobei im grunde ohenhin jeder weiß worum es eigentlich geht....
...bzgl. der möglichen vergangenen leistungen schrieb ich ja bereits des öfteren das ich kein bedürfniss verspüre über die möglichen früheren "erfolge", da wenig sinnvoll, zu diskutieren, sondern mich in erster linie auf die heutigen "auswüchse" beziehe...

@Tussinelda

....nope setze ich i.d.R nicht gleich und bzgl. der zwei paar schuhe gehen diese in dieser sache nicht selten nebeneinanderher --> es wird gefordert --> gejammert --> gejammert --> gejammert --> gefordert --> gejammert --> etc.pp...:Y:...
Tussinelda schrieb:Das sind dann also wohl eher keine FeministInnen.
...war das in der letzten ausgabe der emma...:troll:...


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Feministen

25.11.2014 um 17:25
@Doors

Das ist in der tat mal passiert.
Hatte mit Feministen aber wenig zu tun, sondern mit ner Bande Geisteswissenschaftler die ein Problem mit dem Prof hatten.


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25.11.2014 um 17:34
1ostS0ul schrieb: wobei im grunde ohenhin jeder weiß worum es eigentlich geht....
Ähh hier oder beim Feminismus?


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25.11.2014 um 17:38
Echte Feministinnen jammern nicht, sondern handeln. Die holen sich, was sie brauchen. Aber vor solchen Frauen hätten so manche der hier schreibenden Weicheier-Jungs vermutlich noch mehr Angst.


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25.11.2014 um 17:44
@Doors
überhaupt Missstände anzumerken ist doch "jammern", so sieht es zumindest @1ostS0ul . Man darf also weder etwas anmerken, noch fordern, noch handeln (das ist doch dann gleich wieder übertrieben und so aggressiv, voll "unweiblich", wie man hier immer wieder lesen muss), einfach Fresse halten und so tun, als ob sich doch alles irgendwie irgendwann von allein bewegt oder verändert. Kann gar nicht aufzählen, wie oft mir das hier geraten wurde.


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Feministen

25.11.2014 um 17:48
In den 1970ern, als es noch eine Frauenbewegung gab, forderten Frauen der Gruppe "Schwarze Botin", alle Männer präventiv zu kastrieren, da sie potenzielle Vergewaltiger und Kinderschänder wären. So eine Art "finaler Rettungsschnitt" - oder doch Selbstverteidigung von Frauen?

Ja, das waren noch Zeiten. Feminismus heute ist handzahm. Früher schrieb Valerie Solanas noch ihr "Manifest zur Vernichtung der Männer". Heute ist Mann sein relativ ungefährlich.


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