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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

7.844 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Drogen, Sucht, Stadt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

gestern um 12:23
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Warum in diesem Zusammenhang Kaffee? Welcher "Scheiß" ist damit verbunden?
Ich kann da natürlich nur über mich sprechen, wie Kaffee auf andere wirkt, weiß ich nicht.

Als Jugendlicher habe ich nie Kaffee getrunken, war mir einfach zu ekelig. Dann kam ich zur Army, und dort war es mit Kaffee einfach leichter, die 24h Wachdienste durchzuhalten. Geschmeckt hat mir die DDR-Plörre damals auch nicht.

Nach der Army war erst einmal wieder Schluss damit, bis wir nach der Wende plötzlich freien Zugang zu leckerem Westkaffee hatten. Anfangs waren es nur 1 bis 2 Tassen pro Woche, später auf Arbeit wurden dann 3 bis 4 am Tag draus.

Der Grund warum ich mir das antat war zum einen der scheinbare Mangel an Alternativen (heute weiß ich es besser :D), zum anderen die ständige Verfügbarkeit, da ich für gute Kunden immer eine fertige Kanne zu stehen hatte.

Naja, die guten Kunden starben im Laufe der Jahre einer nach dem anderen weg, und ich hatte längst den Tee für mich entdeckt, also schlief die Sache mit dem Kaffee so nach und nach ein.

Seit einigen Jahren trinke ich fast ausschließlich Leitungswasser mit einem winzigen Schuß Limettensaft und einem Tröpfchen flüssigen Süssstoff.

Und seit dem ich das mache, fühle ich mich körperlich bedeutend besser. Als ich noch Kaffee trank, war ich tagsüber oft müde, appetitlos und erschöpft. Nachts hingegen konnte ich nur schlecht einschlafen.

Das ist jetzt alles vorbei, ich schlafe besser, ich habe morgens einen gesunden Appetit, fühle mich kaum noch erschöpft, und wenn ich mal irgendwo zu Besuch bin, schmeckt mir auch der Kaffee nicht mehr.

Mich davon loszusagen, war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe, jetzt fühle ich mich rundum wohl damit, und billiger ist es zudem auch noch. :D


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

gestern um 12:27
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Und seit dem ich das mache, fühle ich mich körperlich bedeutend besser. Als ich noch Kaffee trank, war ich tagsüber oft müde, appetitlos und erschöpft. Nachts hingegen konnte ich nur schlecht einschlafen.
Wobei ich sagen muss, dass ich mich auch körperlich gut fühle (tagsüber bin ich weder müde noch erschöpft noch appetitlos). Auch nachts kann ich gut schlafen. Und das, obwohl ich ca. zwei Tassen Kaffee pro Tag trinke.

Daran allein kanns also nicht liegen, wie man sich fühlt.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

gestern um 12:37
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Erstaunlicherweise spiegelt sich dieses Verhältnis bei Befragungen kaum wieder. Es werden unverhältnismäßig viele medizinische Argumente gebracht, um den Konsum zu rechtfertigen. Kaum jemand gibt zu, sich einfach nur die hohle Rübe wegknallen zu wollen. "Ich brauche das zum Schlafen" oder "Das hilft gegen mein ADHS" klingt ja auch viel verantwortungsvoller... :D
Wenn du selber diese Situation nicht kennst und weißt wie sehr die Personen unter ihren Symptomen leiden.
Wäre dir eine Chemiebombe lieber?

Ich wähle dann lieber das was mir an wenigstens schadet. Und ich habe schon ein paar Sachen ausprobiert.
Ich bin ein Mensch der auf viele Dinge paradox reagiert, es gibt mehrere Medikamente die ja angeblich so toll helfen sollen, kaum Nebenwirkungen haben und doch bei mir visuelle Halluzinationen auslösen.
Da bleib ich lieber bei meinem 8/9 und 20%igen Weed was mir meine Ambulanz verschreibt.
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Ganz ehrlich, ich habe die Schnauze gestrichen voll von solchen Leuten, von mir aus könnt ihr euch alle zugrunderichten, ich werde nie wieder so etwas wie Verständnis für eure Lage aufbringen, die Zeiten sind endgültig vorbei.
Du klingst sehr verbittert.
Verständnis verlangt niemand von dir. Wenn's dir nicht passt was der andere macht dann ist das ganz alleine dein Problem.
Jeder ist doch für sich selbst verantwortlich.


Ps. Ich muss mich korrigieren denn ich nehme ja keine Drogen, es ist verschrieben und Teil legalisiert.
Oder ist das was ich aus dem CSC hole nun Droge und das aus der Apotheke Medizin ? Wie definiert man das nun?

Mein Amphetamin wird mir ja auch vom Psychiater verschrieben, für mich Medizin für euch ne Droge?


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

gestern um 12:41
Zitat von 3.143.14 schrieb:Ich muss mich korrigieren denn ich nehme ja keine Drogen, es ist verschrieben und Teil legalisiert.
Droge bleibt Droge.
Man muss das Wort an sich ja nicht bewerten.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

gestern um 13:27
Zitat von martenotmartenot schrieb:Wobei ich sagen muss, dass ich mich auch körperlich gut fühle (tagsüber bin ich weder müde noch erschöpft noch appetitlos). Auch nachts kann ich gut schlafen. Und das, obwohl ich ca. zwei Tassen Kaffee pro Tag trinke.
Als ich noch Kaffee trank, war das für mich ja auch noch der Normalfall, ich ging davon aus, dass es nicht besser sein kann.

Erst als ich damit aufhörte, merkte ich was ich meinem Körper jahrelang angetan habe. Die Besserung spürte ich auch nicht von einem Tag auf den anderen, das war ein Prozess, der sich über Monate hinzog.

Ich und mein Körper sind jedenfalls super Zufrieden mit meiner Entscheidung, andere müssen halt ihre eigenen Erfahrungen machen und damit leben.
Zitat von 3.143.14 schrieb:Du klingst sehr verbittert.
Dieser Eindruck ist zutreffend.

Ich hatte früher viele Kontakte zu jungen Menschen, die in meiner Firma ihr Schulpraktikum absolvierten, unter ihnen waren leider auch sehr viele Raucher. Ich habe das damals wie heute nicht verstanden, warum sich ein junger und gesunder Mensch wider besseres Wissen einer solchen Gefahr aussetzt.

Anders als heute sah ich damals von jeglichen Vorwürfen ab, ich frug nur nach dem Grund, und ob sie wüssten was das im Körper und Seele so anrichtet. Erstaunlicherweise waren einige der Ansicht, dass ihnen das Rauchen nichts anhaben könne, sie könnten jederzeit damit aufhören, etc. pp.

Einige waren sich auch über die Gefahr im Klaren, ... aber Rauch schmecke ja soooooo tolllllll :D

Andere wiederum fühlten sich sofort angegriffen, und wäre ich nicht 1,94m groß, hätte ich wohl auch Prügel bezogen.

Der krasseste Fall war mal ein Jugendlicher (ich glaube so ca. 16 Jahre alt), komplett abgemagert, zerlumpt, und zitterte am ganzen stinkenden Körper. Der war letztlich auch keine 10 Minuten hier, er verschwand einfach unter dem Vorwand, er müsse noch was in der Schule abgeben.

Auch wenn ich es nie verstanden habe, interessierten mich auch irgendwann die Gründe nicht mehr. Nicht zuletzt aus Eigenschutz zog ich irgendwann meine Brandmauern hoch und fing an, alles zu verteufeln was mich physisch und psychisch krank macht, und rückblickend war das genau die richtige Entscheidung.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

gestern um 13:31
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:und fing an, alles zu verteufeln was mich physisch und psychisch krank macht
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:
Zitat von 3.143.14 schrieb:Du klingst sehr verbittert.
Dieser Eindruck ist zutreffend.
Könnte es da eine Kausalität geben?


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

gestern um 18:18
Zitat von 3.143.14 schrieb:Medizin für euch ne Droge
Ja - im Englischen ist es 'drug', wenn es um 'Medizin' geht.

Manche Substanzen haben eine pharmakolog Wirkung auf den Körper - man muss sich halt überlegen, was (und wieviel) davon man nehmen möchte oder auch nicht.
Ob zum Blutdruck-senken oder was zum Schlafen oder zum was-auch-immer.


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