Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

7.818 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Drogen, Sucht, Stadt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

13.03.2026 um 17:53
Zitat von nairobinairobi schrieb:Diese Jugendliche werden auch mal erwachsen. Aber die sind dann schon versaut.
Haben Psychosen und viele Probleme.
Nicht alle, aber immer mehr.
Kriegen ihr Leben nicht in den Griff.
Bekomme ich oft mit.
Hat schon mal wer in Betracht gezogen dass diese Menschen Selbstsubstitution betreiben? War und ist bei mir der Fall. Symptome mildern.

Es sind nicht nur die Drogen die die Menschen kaputt machen sondern auch die Gesellschaft und der unfassbare Druck der damit einhergeht.


2x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

14.03.2026 um 09:29
Selbstmedikation - diesen Aspekt des Ganzen haben die "Experten" oft gar nicht auf dem sprichwörtlichen Zettel, obwohl es so einen wesentlichen Aspekt darstellt... Und das sogenannte Abstinenzparadigma gilt mittlerweile auch, zu recht, als überholt...

Und wie William S. Burroughs schon, sinngemäß, schrieb - Es ist nicht der Stoff, der einen fertig macht, sondern die ewige Rennerei danach... Was heissen soll, dass die Illegalität, und die Umstände, die diese mit sich bringt, mehr Schaden und Elend verursacht, als das Suchtmittel selbst...


2x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

14.03.2026 um 10:13
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Was heissen soll, dass die Illegalität, und die Umstände, die diese mit sich bringt, mehr Schaden und Elend verursacht, als das Suchtmittel selbst...
Ich weiß gar nicht, ob man das so isoliert betrachten kann. Ich würde in Bezug auf den "Schaden" zumindest zwischen sozialen und gesundheitlichen Schäden auf der einen Seite, und den wirtschaftlichen Schäden durch Beschaffungskriminalität unterscheiden.

Die erstgenannten Schäden betreffen wohl in erster Linie die Konsumenten selbst, während der wirtschaftliche Schaden die gesamte Gesellschaft betrifft.

Das gegeneinander aufzuwiegen ist sicher eine ... Herausforderung :D


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

14.03.2026 um 12:17
Zitat von langweiliglangweilig schrieb:Es sind nicht nur die Drogen die die Menschen kaputt machen sondern auch die Gesellschaft und der unfassbare Druck der damit einhergeht.
Richtig. Dazu braucht es keine Drogen. Wiederum helfen Drogen so manchem, das überhaupt auszuhalten. Oder halbwegs zu funktionieren.


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

14.03.2026 um 14:33
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Ich wende mich daher auch ausschließlich an die Unentschlossenen, die einen Drogeneinstieg in Erwägung ziehen. Denen kann ich nur eindringlich raten: Lasst es sein!
Deine Null-Toleranz bei Drogen imponiert mir. Aber gerade bei der Jugend ist es so, dass sie in ihrer Entwicklung noch gar nicht abgeschlossen sind, und viel experimentieren. Das gehört zur Jugend dazu. Und alle Appelle gegen Drogen führen meistens nur zum Gegenteil.
Das ist der Preis des erwachsen werdens.

Ich finde, wer mit Drogen nicht umgehen kann sollte sie lassen. Wir leben aber nicht auf einem Ponyhof, wo jeder Mensch die gleiche Chance hat. Da kann ich Drogenkonsumenten schon verstehen.
"Sei nüchtern und akzeptiere dein beschissenes Leben!" Hauptsache du bist nüchtern und störst nicht!

Und Drogen haben zur Menschheitsgeschichte immer dazu gehört. Ich habe mal einen interessanten Beitrag von Harald Lesch im TV gesehen. Da wird wohl auch behauptet, ohne Bier wären die Menschen nie sesshaft geworden. Nun ja. Das menschliche Gehirn versucht immer ein Optimum an Glück zu erreichen. Sind andere Wege verschlossen, werden halt Drogen konsumiert. Kurzfristig helfen sie, aber langfristig schaden sie mehr, stimmt. Aber lieber eine Illusion von Glück als ewiges Dilemma.

Interessant finde ich die Forschung mit LSD in der Psychologe, würde das aber wahrscheinlich nie ausprobieren, weil diese Zustände mir zu chaotisch wären. Zu unberechenbar.

Wenn aber Chemikalien (Drogen) das Gehirn so beeinflussen, dass der Mensch überlebensfähiger ist, wie z.B Methylphenidat bei ADHS, ist das keine Droge im Sinne von Sucht, sondern im therapeutischen Kontext durchaus sinnvoll. Weil, lieber Low-Dose MPH und gut in der Gesellschaft integriert, als von vorneherein zum scheitern verurteilt.

Man sagt. 50% der Suchtkranken in Entzugseinrichtungen haben unbehandeltes ADHS. Genauso im Knast. Wird leider nicht erkannt.
Aber MPH ist ja Kinderkoks. Saufen bis ins Delir ist OK? Nur weil betroffene immer auf der Suche nach fehlendem Dopamin sind, sich selbst maladaptiv mit Alk und Kippen therapieren?

Das Thema polarisiert gerne aber es ist halt nicht einfach mit Pro und Kontra abzutun.

Leichtsinnige Freizeitkonsumenten, ja - da gehe ich mit dir d'accord.


2x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

14.03.2026 um 14:49
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Kurzfristig helfen sie
Es gibt nicht ein einziges Problem, bei dem Drogen helfen. Sie helfen nicht bei Beziehungsproblemen, sie helfen nicht bei Geldsorgen, sie helfen nicht bei schlechten Noten oder wenn das Smartphone kaputt ist. Drogen beseitigen nicht das Chaos im Leben, sie erzeugen nur Chaos.

Nur, und ich sage hier ausdrücklich nur, wer es als eine Art Hilfe empfindet, wenn man sich die Birne zudröhnt, so dass man von den nach wie vor realen Problemen nichts mehr mitbekommt, dann, und nur dann mag das für ein paar Minuten oder auch Stunden "helfen".

Und am Ende kommt dann u.a. noch das Problem hinzu, dass man sich selbst betrügt. Ausnahme sind natürlich Drogen, die zur Schmerztherapie eingesetzt werden, von denen rede ich in der Regel aber nicht. Ich meine immer Drogen, die wegen des Rausches konsumiert werden.


3x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

15.03.2026 um 07:38
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Nur, und ich sage hier ausdrücklich nur, wer es als eine Art Hilfe empfindet, wenn man sich die Birne zudröhnt, so dass man von den nach wie vor realen Problemen nichts mehr mitbekommt, dann, und nur dann mag das für ein paar Minuten oder auch Stunden "helfen".
Nö, für Psychedelika gilt das z.B. nicht.

Ganz im Gegenteil - mit denen wird gerade intensiv geforscht, besonders im Bereich Angststörungen und Depressionen scheinen die ziemlich viel Positives bewirken zu können.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/psychotherapie-drogen-depressionen-mdma-lsd-pilze-100.html

https://www.uni-luebeck.de/forschung/aktuelles-zur-forschung/aktuelles-zur-forschung/artikel/studie-zur-wirkweise-von-psychedelika-im-gehirn.html

https://www.aerzteblatt.de/archiv/psychedelika-und-entaktogene-psychoaktive-substanzen-als-chance-3003706f-08fb-4c51-8bc8-f983d55a72ec


1x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

15.03.2026 um 11:41
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Drogen beseitigen nicht das Chaos im Leben, sie erzeugen nur Chaos.
Puh sag dass mal den Millionen von ADHS-Betroffenen die Amphetamin konsumieren um dieses Chaos endlich mal verlassen zu können.
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Nur, und ich sage hier ausdrücklich nur, wer es als eine Art Hilfe empfindet, wenn man sich die Birne zudröhnt, so dass man von den nach wie vor realen Problemen nichts mehr mitbekommt, dann, und nur dann mag das für ein paar Minuten oder auch Stunden "helfen".
Ebenso hier können die "Drogen" den Nebel lichten wenn man nur noch in der Chaosschraube festsitzt.
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Und am Ende kommt dann u.a. noch das Problem hinzu, dass man sich selbst betrügt. Ausnahme sind natürlich Drogen, die zur Schmerztherapie eingesetzt werden
Und Psychotherapie bitte sehr.
Ich mag mein Cannabis und meine Amphetamin Deriverate nicht mehr als Drogen bezeichnen.
Mir hilft es ein anderes Leben zu führen welches mir die Natur nicht gewährt.
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Leichtsinnige Freizeitkonsumenten, ja - da gehe ich mit dir d'accord.
Deshalb fände ich eine Aufklärungspolitik gut die wirklich aufklärt. Hier sollte man Substanzen behandeln und deren Wirkmechanismus und wie sie abhängig machen.
Mir hat's geholfen um aufzuhören mit den Kippen.
Es hat mich davon abgehalten zu koksen.
Ich habe mich darüber informiert.


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

15.03.2026 um 12:07
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Nur, und ich sage hier ausdrücklich nur, wer es als eine Art Hilfe empfindet, wenn man sich die Birne zudröhnt, so dass man von den nach wie vor realen Problemen nichts mehr mitbekommt, dann, und nur dann mag das für ein paar Minuten oder auch Stunden "helfen".

Und am Ende kommt dann u.a. noch das Problem hinzu, dass man sich selbst betrügt. Ausnahme sind natürlich Drogen, die zur Schmerztherapie eingesetzt werden, von denen rede ich in der Regel aber nicht. Ich meine immer Drogen, die wegen des Rausches konsumiert werden.
Zitat von PusemuckelPusemuckel schrieb:Nö, für Psychedelika gilt das z.B. nicht.

Ganz im Gegenteil - mit denen wird gerade intensiv geforscht, besonders im Bereich Angststörungen und Depressionen scheinen die ziemlich viel Positives bewirken zu können.
Ich finde es geht gar nicht nur drum, ob man nun Chaos erzeugt oder bekämpft. Ich würde sagen, gerade wenn man es für Probleme nimmt, ist es wahrscheinlich nicht ideal. Von eben ganz abgestimmten und therapeutischen Bedingungen abgesehen.

Aber selbst wenn man es nur für den Rausch nimmt, heißt das ja nicht, dass man Chaos damit bekämpfen will oder sich Chaos erschafft.

Psychedelische Sachen sind da eigentlich ein gutes Beispiel. Du kannst der zufriedenste Mensch sein und interessante Hobbys haben, aber du kannst nicht einfach so einen Rausch simulieren. Und viele erlangen dadurch auch ja Erkenntnisse oder sagen es hat sie weitergebracht, auch wenn sie davor nicht psychisch Krank im Sinne einer Diagnose waren.

Dagegen ziehe ich es eher in Zweifel, ob man jetzt aus Spaß Dutzende Tabletten frisst oder sich Speedballs spritzt, wenn man ganz ausgeglichen ist.Aber man kann nicht sagen, dass jeder Konsument und mit jeder Substanz sich Probleme erschafft, wenn er es nimmt.


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

15.03.2026 um 12:33
Hier nochmal einAuszug aus meinem Link vom Ärzteblatt:
Es umfasst unter anderem einsichtsfördernde Effekte, einen besseren Zugang zu Emotionen, Veränderungen der Empathiefähigkeit und der sozialen Interaktionen und eine Zunahme der Lebensqualität. Die höchsten Evidenzen finden sich bisher für die Behandlung depressiver Störungen mit Psychedelika, vor allem Psilocybin (7), und für die Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen mit MDMA (8); auch Studien in weiteren Indikationen wurden bereits durchgeführt. Besonderheiten der Substanzen sind, dass sie – im Gegensatz zu herkömmlichen Psychopharmaka – nicht täglich, sondern nur einige wenige Male eingesetzt werden, und dabei langanhaltende Effekte von Wochen bis Monaten zeigen können (9).
Ich finde das sehr beeindruckend und hoffe, dass die Politik in Deutschland solche Forschungsergebnisse irgendwann nicht mehr ignorieren kann und bedrimmte Substanzen als Medikamente zugelassen werden.


1x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

15.03.2026 um 12:45
Zitat von PusemuckelPusemuckel schrieb:Ich finde das sehr beeindruckend und hoffe, dass die Politik in Deutschland solche Forschungsergebnisse irgendwann nicht mehr ignorieren kann und bedrimmte Substanzen als Medikamente zugelassen werden.
Weißt du wo man sich als Probant bewerben kann?
Ich bin seit Jahren der Meinung dass diese Stoffe mir persönlich besser helfen würden als die konventionellen.

Es lässt hoffen, wobei Deutschland da meist in den Steinzeitkinderschuhen fest hängt.


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

15.03.2026 um 13:32
@langweilig

Das ist, was ich auf die Schnelle dazu gefunden habe.
Ich würde an deiner Stelle bei folgenden Institutionen mal nachfragen, ob da gerade was Entsprechendes läuft:

- ZI Mannheim (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit): Führt Studien zur Psilocybin-unterstützten Therapie bei Depressionen durch und hat ein "Compassionate Use"-Programm (Härtefallprogramm) für therapieresistente Depressionen erhalten.

- OVID Clinics Berlin: Die erste spezialisierte Praxis in Deutschland für Psilocybin-augmentierte Psychotherapie, die klinische Studien durchführt.

- Charité – Universitätsmedizin Berlin: Erforscht verschiedene Aspekte von Psychedelika.

- LMU Klinikum München & Universitätsklinikum
Münster: Führen Studien zur Erforschung neuer Therapieoptionen durch.

- MIND Foundation: Engagiert sich in der psychedelischen Forschung.

- Deutsche Depressionsliga: Listet häufig aktuelle Studien auf.

Am interessantesten finde ich, dass das ZI Mannheim offenbar schon Therapien für Leute anbieten darf, bei denen "herkömmliche" Antidepressiva nicht oder nur unzureichend helfen. War mir gar nicht bewusst.


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

15.03.2026 um 14:36
Moin!

Ich habe unter Einfluss von Cannabis etwas fest gestellt, was ich vorher nicht bemerkte: leichte(!) Synästhesie, in meinem Fall Zuordnung Klang <=> Farbe.
Unter Einfluss von Cannabis Musik zu hören hat nachhaltig positiv verändert, wie ich Musik mache und empfinde.

Grüße
Omega Minus


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.03.2026 um 08:36
Zitat von VenomVenom schrieb am 13.03.2026:Koffein und L-Theanin und insbesondere als Kombi finde ich schon vorteilhaft ohne grosse Nachteile ausser man konsumiert spät abends. Da gibt es noch einige Substanzen die ich leider vergessen habe wie sie hiessen. Alles natürlich kein Muss aber für mich machen solche Substanzen Sinn als jemand der selber kreativ arbeitet, noch dazu hochdosiertes Omega-3 Algenöl (oft 4-fach potenter bzgl DHA) und los gehts. Das Problem ist natürlich wie viele Leute mit Koffein umgehen, ist aber auch eine Droge.
Koffein gerade mit Energiedrinks sind ja bisher überall und das sehe ich auch als Problem.

Du denkst du bist dabei kreativer? Das gefühlt hatte ich auch. Da dort mehr die Gedanken kreisen.

Ja da gibts natürlich auch Stoffe die sehr gesund sind die man oftmals dazu nimmt wie Omega-3 usw.

Viele nehmen Koffein um wach zu bleiben, da sie sonst ausgelaugt sind, das ist auch so eine Selbstmedikation.
Zitat von langweiliglangweilig schrieb am 13.03.2026:Hat schon mal wer in Betracht gezogen dass diese Menschen Selbstsubstitution betreiben? War und ist bei mir der Fall. Symptome mildern.

Es sind nicht nur die Drogen die die Menschen kaputt machen sondern auch die Gesellschaft und der unfassbare Druck der damit einhergeht.
Ich denke dass viele die Drogen nehmen in gewissen Maße selbstsubstituiert. Das sehe ich eher als die Norm an.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb am 14.03.2026:Selbstmedikation - diesen Aspekt des Ganzen haben die "Experten" oft gar nicht auf dem sprichwörtlichen Zettel, obwohl es so einen wesentlichen Aspekt darstellt... Und das sogenannte Abstinenzparadigma gilt mittlerweile auch, zu recht, als überholt...
Es hilft auch vorrübergehend. Sonst würden es nicht so viele Leute Drogen nehmen. Nur bedenken die Leute nicht, dass es das langfristig schlimmer macht, durch die Entzugsymptome. Bei Koffein fühlt man sich z.b. schlapp usw.

Und diese Symptome dann verursachen ein Gefühl, die Droge wieder zu nehmen.

Koffein macht langfristig müde, wenn der Dffekt nachlässt, also nimmt man noch mehr Koffein.

Alkohol wird getrunken, da man den Stress entgegenwirken will (Spiegeltrinken), wird aber mit dem Nacheffekt noch gestresster und dann trinkt man wieder um den Nacheffekt zu kompensieren usw.


4x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.03.2026 um 11:20
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Koffein macht langfristig müde, wenn der Dffekt nachlässt, also nimmt man noch mehr Koffein.
Koffein unterdrückt Müdigkeit. Deswegen trinke ich den ersten Kaffee morgens, wenn ich 100% wach bin. Faustformel: nach ca. 90' sind die Hormone dann alle abgebaut. Trinkt man vorher Kaffe, unjmittelbar nach dem Aufestehen, dann fühlt man sich wacher (Müdigkeit wird unterdrückt), aber der Abbau der müdigkeitserzeugenden Hormone wird auch ausgesetzt. Lässt die Wirkung des Kaffees dann nach, ist man wieder müde ... und kann durch einen Kaffee gegensteuern.

Das Drama spart man sich, wenn man Kaffee trinkt, wenn man schon wach ist. Oder am WE spät abends noch etwas länger wach bleiben will, aber dann ins Bett gehen kann, wenn die Wirkung nachlässt.

Das gilt halt für Kaffee, Alkohol, Süßigkeiten, Hasch und Co.: Man sollte seine Drogen kennen.

Grüße
Omega Minus


1x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.03.2026 um 13:39
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Koffein gerade mit Energiedrinks sind ja bisher überall und das sehe ich auch als Problem.
Energy Drinks sind auch so eine Sache. Red Bull würde ich niemals mit Kaffee, grünem Tee inkl. Matcha (wenn wir schon bei L-Theanin dabei sind), Guarana, Kakao (natürlicher, nicht vollgezuckerte Fertigprodukte) und noch paar andere natürliche "Produkte" vergleichen gesundheitsmässig.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Du denkst du bist dabei kreativer? Das gefühlt hatte ich auch. Da dort mehr die Gedanken kreisen.
Ja, aber vor allem generell fokussierter und habe generell weniger das Gefühl gleich Burnout zu haben oder Ähnliches.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Ja da gibts natürlich auch Stoffe die sehr gesund sind die man oftmals dazu nimmt wie Omega-3 usw.
Ja, wobei Omega-3 ja pharmakologisch nicht zu Drogen gezählt wird.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Viele nehmen Koffein um wach zu bleiben, da sie sonst ausgelaugt sind, das ist auch so eine Selbstmedikation.
Das stimmt, ist halt auch problematisch mittel- und langfristig.


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.03.2026 um 19:09
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Koffein unterdrückt Müdigkeit. Deswegen trinke ich den ersten Kaffee morgens, wenn ich 100% wach bin. Faustformel: nach ca. 90' sind die Hormone dann alle abgebaut. Trinkt man vorher Kaffe, unjmittelbar nach dem Aufestehen, dann fühlt man sich wacher (Müdigkeit wird unterdrückt), aber der Abbau der müdigkeitserzeugenden Hormone wird auch ausgesetzt. Lässt die Wirkung des Kaffees dann nach, ist man wieder müde ... und kann durch einen Kaffee gegensteuern.
Hast Du dazu eine Quelle?
Von welchen Hormonen sprichst Du, wenn Du von 'allen, die nach 90' abgebaut sind' schreibst?
Und von welchem Hormon soll der Abbau unterdrückt werden?

Das entspricht jetzt nicht der Lehrbuchmeinung....

Diese sieht eher so aus:
Das Koffein, das im Inneren der Kaffeebohnen steckt, zählt zu den sogenannten Stimulanzien: Es regt das zentrale Nervensystem unseres Körpers an, erhöht die Wachsamkeit und verringert die Müdigkeit. Hierzu tragen auf molekularer Ebene eine Vielzahl von Mechanismen bei. Zum Beispiel werden durch Koffein Adenosinrezeptoren im Gehirn blockiert, die normalerweise unter anderem dafür verantwortlich sind, dass wir im Laufe des Tages müde und schläfrig werden. Zudem wird die Freisetzung von Adrenalin und dem sogenannten Wachmacherhormon Cortisol stimuliert. Cortisol wirkt auf umgekehrte Weise wie das Schlafhormon Melatonin – es hält uns wach und aktiv. Steigt der Cortisolspiegel, wird im Gegenzug auch die Ausschüttung von Melatonin gedrosselt. Weitere Symptome eines Cortisolüberschusses sind: Anstieg des Blutdrucks, der Herzfrequenz und des Blutzuckerspiegels. Nach dem Genuss einer aromatischen Tasse Kaffee dauert es etwa 30-45 Minuten bis das Koffein seine Wirkung entfaltet – die dann bis zu sechs Stunden anhalten kann.
Quelle:https://neurexan.de/magazin/schlaf/kaffee-cortisol-auswirkungen-von-koffein

und
Koffein – Der “Schlaf-Killer”

Ein weiterer Grund für Schlafstörungen ist der hohe Koffein- und Kaffeekonsum vieler Menschen, dies deckt sich auch mit den Ergebnissen der Studie des Bundesministeriums für Gesundheit. Denn während Melatonin dafür verantwortlich ist, dass wir müde werden, bewirkt Koffein das genaue Gegenteil: Es blockiert ein Hormon namens N-Acetyltransferase, das für die Produktion von Melatonin verantwortlich ist. Das Gefühl der Müdigkeit, das aus der Ausschüttung von Melatonin resultiert, stellt sich daher nicht ein, die Folge sind Schlafstörungen.

Besonders der nachmittägliche oder abendliche Konsum von Koffein wirkt sich dramatisch auf die Produktion von Melatonin aus: Bereits eine einzige Tasse Kaffee kann die Ausschüttung von Melatonin und somit den Zeitpunkt des Einschlafens um bis zu eine Stunde verzögern. Dadurch wird der zirkadiane Rhythmus durcheinandergebracht, was sich zu einem Teufelskreis entwickeln kann: Personen, die nicht gut schlafen, verwenden zum Ausgleich Koffein, was ihre Schlafzyklen in Folge weiter stört und nach noch mehr Koffein verlangt.

Schlafstörungen – was kann man tun?

Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden macht es daher Sinn, auf koffeinhaltige Getränke möglichst zu verzichten oder den Konsum auf den Vormittag zu beschränken. Auf diese Weise können der Melatoninspiegel und somit die Schlafqualität erhöht werden.
Quelle: https://www.schlafkampagne.de/melatonin-vs-koffein-so-konkurrieren-die-stoffe-um-ihre-schlaffaehigkeit/

Demnach wirk Koffein stimulierend, da es die Cortisolausschütttung fördert und die (müde machenden) Adenosinrezeptoren blockiert.
Und dazu die Produktion von schlaffördendem Melatonin unterdrückt - gerade, wenn man sich nachmittags noch ein Käffchen gönnt.


1x zitiertmelden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.03.2026 um 13:29
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Hast Du dazu eine Quelle?
Dr. Andrew Huberman
https://www.hubermanlab.com/newsletter/use-caffeine-for-mental-physical-performance

Wird diskutiert, bei mir hat sich das ingesamt sehr positiv ausgewirkt.

Grüße
Omega Minus


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.03.2026 um 19:54
Zitat von blueavianblueavian schrieb:da man den Stress entgegenwirken will (Spiegeltrinken),
Stress und Spiegeltrinken sind aber zwei völlig verschiedene Sachen.


melden

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.03.2026 um 23:09
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Nur bedenken die Leute nicht, dass es das langfristig schlimmer macht, durch die Entzugsymptome.
Da wären wir aber wieder bei der Illegalität, denn zB im Falle einer geregelten ärztlichen Versorgung, müsste man es ja gar nicht erst zu den Entzugserscheinungen kommen lassen...


melden