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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

448 Beiträge, Schlüsselwörter: Psyche, Krankheiten, Ängste

Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

19.10.2020 um 14:50
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Was für dich eine Art Selbstläufer ist, kommt Erkrankten ner Mount-Everest-Besteigung gleich...
Ja, bei manchen aber nur so lange, bis die Rente wieder erkämpft werden muss. Und die bezahle ich mit. Was machen denn Menschen mit Depressionen in Staaten, in denen es weder eine Krankenversicherung noch eine Rente gibt?

Die, die ich kenne nehmen das was hier geboten wird als völlig selbstverständlich hin und werden nicht müde sich dazu auch noch zu beklagen, obwohl sie angeblich für alles zu müde sind.

Dafür aber nicht.

Das verlangt einiges an Toleranz ab.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

19.10.2020 um 21:37
Zitat von capslockcapslock schrieb:Was machen denn Menschen mit Depressionen in Staaten, in denen es weder eine Krankenversicherung noch eine Rente gibt?
Suizid.
Zitat von capslockcapslock schrieb:Die, die ich kenne nehmen das was hier geboten wird als völlig selbstverständlich hin und werden nicht müde sich dazu auch noch zu beklagen, obwohl sie angeblich für alles zu müde sind.
Und es soll Leute geben, die wegen nem dicken Knie, das sie zwei mal im Jahr haben, auf Rente machen. Aber während der Krankschreibung ihre Gartenlaube renovieren...


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

20.10.2020 um 12:18
@SomertonMan

Wenn Suizid die Alternative ist, sind die Umstände hier finde ich ein Grund damit auch zufrieden zu sein und sich nicht noch drüber zu beschweren. Wer in so einer Lage ist, müsste doch eigentlich froh darüber sein, dass unter die Arme gegriffen wird.
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Und es soll Leute geben, die wegen nem dicken Knie, das sie zwei mal im Jahr haben, auf Rente machen. Aber während der Krankschreibung ihre Gartenlaube renovieren...
Worüber reden wir? Über Depressive oder Leute mit dickem Knie?


Kannst du nicht verstehen, dass empfundender Undank zu Irritationen führt?

Eines habe ich jedenfalls im persönlichen Umgang mit Depressiven gelernt: Egal wie der Einzelne oder die Gesellschaft sich um den Erkrankten bemüht, recht ist es nie und es ist nie genug. Das ist frustrierend für die Umwelt. Aber wer diese Krankheit hat, kann das möglicherweise nicht sehen. Ein Dilemma, das aber nicht auf Kostem der Gesunden gehen darf.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

20.10.2020 um 13:15
Zitat von capslockcapslock schrieb:Ja, bei manchen aber nur so lange, bis die Rente wieder erkämpft werden muss. Und die bezahle ich mit. Was machen denn Menschen mit Depressionen in Staaten, in denen es weder eine Krankenversicherung noch eine Rente gibt?
Die werfen sich hinter den Zug (sofern die Infrastruktur des Landes ein Schienennetz umfasst) und warten auf den nächsten. - Das wäre ja wohl in deinem Sinne.
Zitat von capslockcapslock schrieb:Die, die ich kenne nehmen das was hier geboten wird als völlig selbstverständlich hin und werden nicht müde sich dazu auch noch zu beklagen, obwohl sie angeblich für alles zu müde sind.
Bist du der Auffassung, man könne eine psychische Erkrankung an- und abstellen, so ganz nach Belieben?
Schon mal was von Solidargemeinschaft gehört? Die Gesunden helfen den Kranken, die Starken tragen die Schwachen. So funktioniert das zum Glück und aus guten Gründen im GG verankerte Sozialstaatsprinzip.

Deine Aussagen und die ihr zugrundeliegende Haltung sind asozial und bewegen sich in ekelerregender Nähe zur Betrachtung von Menschen mit seelischen Behinderungen und dem Umgang mit ihnen, wie man es einst in der Tiergartenstraße 4 betrachtete. Einfach widerlich.
Zitat von capslockcapslock schrieb:Eines habe ich jedenfalls im persönlichen Umgang mit Depressiven gelernt: Egal wie der Einzelne oder die Gesellschaft sich um den Erkrankten bemüht, recht ist es nie und es ist nie genug.
Pauschalurteil. Du solltest davon Abstand nehmen, deine vereinzelt gemachten Erfahrungen einer ausgesprochen heterogenen Gruppe stigmatisierend überzuziehen. Denn das ist nämlich nicht nur kleingeistig, sondern auch grottendoof.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

20.10.2020 um 13:43
Ja, psychische Erkrankungen spielen in meinem Leben leider eine große Rolle.

Meine Mutter ist schwer depressiv und schizophren geworden. Ich habe jahrelang versucht mich um sie zu kümmern und ihr zu helfen, alles ohne wirklichen Erfolg. Heute ist sie laut Ärzten austherapiert und ein "Pflegefall".

Und auch ich merke die letzten Monate extrem, dass vieles bei mir Spuren hinterlassen hat. Laut meiner Hausärztin leide ich unter Depressionen/Phobien/Panikattacken - eine wirkliche Diagnose habe ich noch nicht, da ich keinen Therapieplatz bekomme. In guten Phasen denke ich, dass es endlich bergauf geht. In schlechten Phasen fehlt mir professionelle Hilfe oder gar die Kraft, mir diese zu Suchen.

Ansonsten habe ich das letzte Jahr über viele Männer kennengelernt, die mich mit ihren psychischen Problemen zusätzlich belastet haben (nicht unbedingt absichtlich).
Ich versuche bei psychischen Erkrankten in meinem Umfeld immer zu helfen und Verständnis zu zeigen. So wirklich geholfen hat es leider bis jetzt niemanden. Eher im Gegenteil, dadurch habe ich mich auch aktuell wieder in eine emotionale Abhängigkeit zu einem psychisch kranken Mann gebracht, die mir aktuell den Verstand raubt.

Verständnis zeigen schön und gut, aber professionelle Hilfe ist meiner Meinung nach das einzige, was wirklich hilft. Schade, dass das selbst im Jahr 2020 noch so eine Hürde für viele Betroffene darstellt...


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

20.10.2020 um 14:55
Manchmal habe ich den Eindruck, dass man als psychisch halbwegs stabiler Mensch andere anzieht, denen es nicht so geht. Gerade so, als würden sie erwarten, man könne durch Wunder oder irgendeine magische Aura heilen. Diese Erfahrung habe nicht nur ich gemacht, sondern auch Menschen in meinem Umfeld. Das wird dann problematisch, wenn sich der "Stabile" aunutzen lässt oder sich bis zum eigenen Zusammenbruch aufopfert, Stichwort "Helfersyndrom".


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

20.10.2020 um 18:36
Dann ist es kein Wunder, wenn diese Kranken, die sich an Gesunde heften wie Kletten, als Energievampire betrachtet werden. Sie saugen denen, die sie für eine Hilfe halten, die Energie und das eigene Lebensglück aus, bis keiner mehr was davon hat. Hängt natürlich von der Art der Krankheit ab, Depressive etwa ziehen sich eher ins eigene Schneckenhaus zurück und gehen anderen selten auf den Wecker. An denen arbeiten sich Menschen mit Helfersyndrom von sich aus ab. Ausnutzen ist immer eine zweiseitige Sache, einer der ausnutzt und einer der sich ausnutzen läßt. Jemand mit Helfersyndrom sucht in Wahrheit seinen eigenen Profit in der Sache, und merkt oft zu spät wenn dieser Profit nicht zu finden ist.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

20.10.2020 um 20:01
Ich als psychisch kranker kann sagen, dass ich in den letzten 12 Jahren alle Freunde die ich hatte verloren habe, nicht weil ich das wollte sondern weil ich nichtmehr konnte, ich habe viele Diagnosen schwere Depression mit 2 SV schwere Persönlichkeitsstörung und dann noch paranoide Schizophrenie aber das sind nur Begriffe, ich als Betroffener kann mir nur selbst zuschauen wie ich den nächsten Fehler in meinem Leben mache und es nicht verstehe wieso die Menschen so reagieren. Ich hatte die Chance eine Freundschaft weiterzuführen aber in der Zeit war ich so in meiner eigenen Welt gefangen, dass ich garnicht verstand was ich tat und einfach schleifen lies, heute bereue ich dies zutiefst ich habe kein Selbstmitleid aber ich stelle mir eine Zeit und eine Erfahrung vor,die so nie zustande kommt aber vielleicht gekommen wäre,hätte ich damals anders gehandelt. In meinen Träumen habe ich mich anders entscheiden und durchlebe fast jede Nacht diesen Traum zusammen mit ihr, ich glaube sie träumt auch gerade diesen Traumund genießt unser Zusammensein und die Liebeund man hofft das man sich eines Tages wieder trifft.
Ein Stück trost bietet mir meine innere Welt, mein Erleben und mein Denken bestimmen mein Wachbewusstsein früher war es die Hölle heute nach vielen Psychiatrieaufenthalten und vielen verschiedenen Medikamenten habe ich eine fragile Stabilität erhalten, die mich auf weitere Fortschritte hoffen lässt. Seit meinem schweren Unfall und meinem Erlebnissen im Koma und all der Zeit in dieser Welt habe ich auch eine Gewissheit, allein ist man nie es gibt draußen immer Menschen die einem wichtig sind, vielleicht sieht man sie nicht immer aber man spürt sie in den einsamsten Momenten und findet Kraft für neue Tage.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

20.10.2020 um 20:52
Zitat von capslockcapslock schrieb:Eines habe ich jedenfalls im persönlichen Umgang mit Depressiven gelernt: Egal wie der Einzelne oder die Gesellschaft sich um den Erkrankten bemüht, recht ist es nie und es ist nie genug. Das ist frustrierend für die Umwelt. Aber wer diese Krankheit hat, kann das möglicherweise nicht sehen. Ein Dilemma, das aber nicht auf Kostem der Gesunden gehen darf.
In welcher Hinsicht meinst du bemühen?
Ich für mich will kein Mitleid oder Zurückhaltung mir gegenüber, ich möchte nur, dass mein Gegenüber etwas Verständnis hat, dass mich einige Sachen mehr Kraft kosten oder mich überfordern als Andere 🤷‍♂️
Aber so ist nur meine Sicht der Dinge.
Ich selbst arbeite meine 40Std/Woche und bin froh, dass mir Unterstützung in Form weiterer Kollegen zur Seite gestellt wurden.


Ich habe zu einigen Menschen mit psychischen Problemen Kontakt und die Vorurteile, die sich diese anhören müssen, sind erschütternd.
Wenn man sich mit der Materie nicht befasst und absolut keine Ahnung hat, wie es sich für den Betroffenen abspielt und dann ein "Überwinde deinen inneren Schweinehund" als Lösung raus posaunt..
Ich selbst kenne Wochenenden an denen ich lethargisch auf der Couch liege, WEIß, dass ich z.b. Staubsaugen müsste, ich im Kopf die Schritte durchgehe, aber ich nicht in der Lage bin mich nur etwas zu bewegen.


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