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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

448 Beiträge, Schlüsselwörter: Psyche, Krankheiten, Ängste

Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

12.07.2020 um 18:10
Lustig CIVADA3301, wenn man so einen Stuss von sich gibt, das man sich nicht gerne mit psychisch Kranken abgibt, nur weil du Leute kennst, die rumschreien und sich asozial verhalten? Glaubst du das lassen hier alle auf sich sitzen? Bei manchen merkst du es nicht mal, welche Krankheit sie haben. Urteile nie über Leute die du nicht kennst, du weißt nicht, was sie durchgemacht haben.

Und du nimmst dir als Beispiel einen geistig Vewirrten? Naja was soll man dazu noch sagen? Und mich gleich blockieren sehr erwachsen 👍


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 15:53
"mir geht es auch mal nicht gut aber.... " ist für mich der gleiche sinnlose Vergleich zu Depressionen wie "ich bin auch mal traurig aber.... ".
Und nur weil man mal depressive Stimmung hat ist man nicht gleich an Depression erkrankt.
Zitat von coolwatercoolwater schrieb:Naja was soll man dazu noch sagen? Und mich gleich blockieren sehr erwachsen
Lass das nicht zu nahe an dich heran.
Dieses Verhalten zieht sich durch etliche Threads und hat nichts mit dir persönlich zu tun.

Man muss lernen zu akzeptieren, das Teile der Gesellschaft nicht in der Lage sind Rücksicht zu nehmen oder aber psychische Erkrankungen als vollwertige Erkrankung anzusehen und anzuerkennen.
Gerade Erkrankte werden regelmäßig "Opfer" dieser Ausschlüsse und sind nicht in der Lage sich zu wehren oder dagegen anzukämpfen weil es einfach zu kräftezehrend ist.
Bleibt nur das akzeptieren, dass man mit uns nichts zu tun haben möchte.
Wir sollten uns die Kraft aufsparen für wahre Problembewältigung und sie nicht damit verschleudern, andere davon zu überzeugen das es uns schlecht geht.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 16:25
Zitat von StonechenStonechen schrieb:Gerade Erkrankte werden regelmäßig "Opfer" dieser Ausschlüsse und sind nicht in der Lage sich zu wehren oder dagegen anzukämpfen weil es einfach zu kräftezehrend ist.
Ich finde dies sehr schade, ds man dann schweigt u. andere die Krankheiten noch weniger tolerieren.
Ich denk wir müssen hier noch sehr an der Tolleranz der NichtKranken arbeiten.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 17:08
@renasia

Es geht nicht darum zu schweigen, jeder soll das sagen und aussprechen was ihm hilft.
Aber wenn andere nichterkrankte eben kein Verständnis haben, dann sollte man das nicht zu sehr an sich heran lassen. Es bringt nichts sich da selbst fertig zu machen.
Sie verstehen es dadurch trotzdem nicht.
Vielmehr sollte man sich als Erkrankter die Frage stellen, ob man zu denen, die einen ausschließen, selbst überhaupt gehören will oder obs vllt gesünder ist, sich Menschen zu suchen die einem helfen könnten.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 18:05
Zitat von renasiarenasia schrieb:Ich denk wir müssen hier noch sehr an der Tolleranz der NichtKranken arbeiten.
Eigentlich ist es nicht die Aufgabe von Erkrankten Anderen Tolleranz beizubringen, mir musste auch niemand Tolleranz von zum Beispiel Menschen aus anderen Ländern beibringen die habe ich ganz selbstverständlich einfach gehabt.

Lt. einer Studie sind 38% psychisch krank, also wenn Jemand 10 Menschen kennen lernt könnten 3-4 dabei sein.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/studie-fast-40-prozent-der-europaeer-sind-psychisch-krank-a-784400.html wenn es schon so eine Volkskrankheit ist, und man immer noch keine Tolleranz hat dann hilft da nicht mehr viel.

Deswegen muss man es so nehmen wie es ist.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 18:27
Zitat von StonechenStonechen schrieb:Vielmehr sollte man sich als Erkrankter die Frage stellen, ob man zu denen, die einen ausschließen, selbst überhaupt gehören will oder obs vllt gesünder ist, sich Menschen zu suchen die einem helfen könnten.
Das sollte man sowieso tun. Egal ob psychisch erkrankt oder nicht.

Ich für meinen Teil trenne mich von Menschen die mir persönlich nicht gut tun und mache da weder vor Arbeitsstellen oder gar vor der eigenen Familie halt. Vlt. ist das meine eigene Psychose.. keine Ahnung.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 18:38
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Das sollte man sowieso tun. Egal ob psychisch erkrankt oder nicht.

Ich für meinen Teil trenne mich von Menschen die mir persönlich nicht gut tun und mache da weder vor Arbeitsstellen oder gar vor der eigenen Familie halt. Vlt. ist das meine eigene Psychose.. keine Ahnung.
Eben. Deswegen kann man im Grunde auch niemanden dafür verurteilen, wenn jemand für sich sagt, dass er/sie im Umgang mit psychischen Erkrankungen (schon gar, wenn es nicht die eigene Familie ist) überfordert ist und deshalb (soweit möglich) Abstand nimmt.
Auch das ist im Grunde eine Art Selbstschutz. Nicht jeder hat Nerven wie Drahtseile im Umgang mit Menschen, die plötzlich durch Stimmen im Kopf durchdrehen oder irgendwo aggressiv werden. Da müssen dann Experten ran.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 18:43
man kann denken was man will .... man kann mögen wen man will ... und nicht mögen

nur gesetze darf man nicht brechen

sonst mach und denk und sag was du willst

ich mag auch nicht alle arten von menschen - also ist mir auch egal wenn mich menschen nicht mögen als psychisch kranken - was jucken mich die ? :D

sein eigener herr sein - sowas respektier ich


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 19:09
@Dr.Manhattan
Ja, im Grunde stimme ich dir zu.
Nur sollte man sollte in Betracht ziehen, dass sich andere Personen eventuell zurückziehen, weil sie selber mit der psychischen Erkrankung, die jemand hat, überfordert sind. Ist, wie bei vielen Sachen, bei denen man überfordert ist, eine Fluchtreaktion, die menschlich ist und eine Art Selbstschutz. Je nach Schwere der psychischen Erkrankung kann es auch für Personen im Umfeld der Umgang ein Kraftakt sein.

Heißt weder, dass der psychisch Kranke als Mensch nicht gemocht wird, noch dass derjenige, der sich zurückzieht, per se ein schlechter Mensch ist.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 19:30
@Rasenmayer

jo ist allein dein ding

dieses schlechte gewissen einreden ist doch voll der vampirismus und manipulation.

manchmal ist es einem einfach zu viel oder man mag jemanden einfach nicht - dann isses halt so.

ich finde JEDER mensch sollte in der früh das mantra beten:
Ich mag mich - ich bin absolut in ordnung - und höre nur auf meine meinung. ich seh mich nicht mal als krank - ich seh mich als das, als das ich mich sehen will

so werde ich immer gegen abend bisschen "verrückter" - aber ich sag mir einfach: nö ich bin nur müde - jeder mensch wird müde - das gehirn wird müde - ist doch nicht gleich ne krankheit :D

unnd in dieser art kann sich absolut jeder selber gut zureden - und mantren ausdenken , die ihn nach und nach mit sich im reinen sein lassen (um nicht zu sagen heilen)

der eine hat schulden - ein anderer ist fies - oder ein narzisst - der andere ist kleptomane - manche sind hässlich - und manche eben psychisch krank

aber die simplen worte: ICH BIN OK
die sollte sich echt jeder einprägen und vorsagen


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 20:10
Zitat von RasenmayerRasenmayer schrieb:Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?
Bin sehr tolerant gegenüber psychisch Kranken.

Man darf sich auf sie einstellen und akzeptieren, da bekommt man keinen Schaden von. Außer man hat selbst einen, dann kann es zu viel werden
Die meisten sind eh harmlos, ansonsten wären sie in einer geschlossenen Anstalt.
Habe eine Nachbarin um die Ecke, die sporadisch laut mit sich selbst spricht und dazu singt.

Na und? Stört mich nicht, als nur ein Hauch von Mitleid mit ihr. Sollte ich mir aber auch verkneifen, woher will ich wissen, ob es ihr nicht besser geht als mir?


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 20:17
Zitat von lisa1990lisa1990 schrieb am 07.03.2013:Hallo Leute,
mich würde mal interessieren wie Ihr mit dem Thema psychische Erkrankungen umgeht.

-Habt Ihr Verwandte oder Bekannte mit psychischen Problemen ?
-Wie geht Ihr mit "Diesen Menschen" um?
-Seid ihr tolerant oder ist das alles "spinnerei"?
-Habt ihr selbst psychiche Erkrankungen und wollt mehr toleranz von "GESUNDEN" Menschen?

Lasst euerer Meinung freien Lauf und diskutiert mit Niveau über das Thema ,das immer akuter und präsenter in der Gesellschaft wird.
Hallo lisa1990,

ich bin "grundtolerant", aber verfolge klare Linien und bin auch als Betreuer konsequent.
"Zuckerbrot und Peitsche" lautet meine Devise. Denn "Krankheit" darf nie als Pauschalausrede gelten. Es kann schwierig sein, aber sich dahinter verstecken, ist grundlegend falsch!

Durch berufliche Aktivitäten bin ich mehr oder weniger auch mit solchen Personenkreisen verbunden. Familiär gibt es leider auch die eine oder andere Person, die "krank" ist.

Wie gesagt/geschrieben: Ich bin sehr tolerant, habe aber klare Grenzen und lasse nicht alles pauschal entschuldigen oder "Krankheit x" als Pauschalausrede gelten. Durch meine Betreuertätigkeit kenne ich viele Menschen, die bei jeder Kleinigkeit die "Krankheit" als Ausrede benutzen. Bei jeder noch so kleinen Problematik, Arbeit oder Weisung kommt die Krankheit zur Ansprache, um sofort eine Ausrede/Entschuldigung parat zu haben.

Es mag schon sein, dass diverse psychische und physische Erkrankungen Probleme mit sich bringen und diverse Dinge nicht mehr perfekt umgesetzt werden können. Nur, man muss eben unterscheiden, ob generell eine Ausrede benutzt wird oder sich Menschen erst einmal bemühen, nicht jammern, alles versuchen und dann offen zu der Krankheit stehen.

Ich kenne schon die Pappenheimer.

Nur wer klug ist und bewusst "agiert", wird zielgerichtet die "Krankheit" als Ausrede benutzen.
Wer richtig krank ist, denk anders und an andere Dinge. Insofern kann man diverse Leute ganz einfach überführen. Auch dadurch, wenn andere DInge, die Spaß machen, einwandfrei funktionieren.

Kurzum:
Ich bin tolerant, lasse aber keine faulen Ausreden und Pauschalentschuldigungen gelten!

Diverse Menschen könnten ja auch sagen/denken, dass sie zwar Krankheit xyz haben, aber dazu stehen und das Beste daraus machen.

Jammern und Ausreden gibt es bei mir nicht!

Es geht mir pädagogisch auch nie darum, dass diverse Menschen etwas schaffen, sondern vorab sich bemühen und Engagement zeigen.

Man muss auch "starke" Kranke motivieren, auffordern und antreiben.
Es ist immer falsch, wenn man zu sanft an die Sache herangeht und "nichts" passiert.

Es sollte sich auch nicht immer ein Beispiel an "schlechten" genommen werden.

Ich kenne viele "Behinderte/Kranke" und ziehe vor sehr vielen Schwerbehinderten meinen Hut. Da gibt es viele Leute, die im Rollstuhl sitzen, schwerkrank sind usw., aber hart sind bzw. kämpfen. Jammern ist der falsche Weg. Akzeptanz ist wichtig und dann parallel dazu, dass man das Beste daraus macht.

Und auch bei psychischen Erkrankungen wird viel Show getrieben.
Damals gab es nicht so viele Bezeichnungen und die Leute waren wohl gesünder.
Heute gibt es für fast alles eine Bezeichnung und plötzlich hat fast jeder etwas.
Zumindest habe ich den Trend mitbekommen. Mal zwickt es hier, dann dort usw.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

14.07.2020 um 21:02
Zitat von WissbegierWissbegier schrieb:Ich bin tolerant, lasse aber keine faulen Ausreden und Pauschalentschuldigungen gelten!
Sicher gibt es Menschen, die eine psychische Krankheit als Mittel benutzen, dadurch Vorteile zu bekommen. Stichwort Rente.
Bist du richtig körperlich kaputt, dann greifst du in die Kiste der Psyche. Was ja nicht verwunderlich ist. Körper macht eben auch Psyche kaputt.
Es betrifft ja nicht nur Rentner. Eine psychische Krankheit, die sich sicher keiner wünscht, aber vorhanden ist, kann durch einen Betreuer wie du nicht wirklich behandelt werden, als nur deine persönlichen Aspekte dazu.

Verstehe kann ich dich aber. Differenzieren ist wirklich manchmal schwer zwischen Gesunden und Kranken. Aber glaube mir, keiner wünscht sich psychisch krank zu sein. Solche Menschen sind ja nicht völlig ab vom Patt, sondern haben genauso wie Gesunde Wünsche, Hoffnungen und eigene Meinungen. Das wird oft gerne übersehen und nicht wirklich akzeptabel für angeblich Gesunde, die sich dafür halten.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

15.07.2020 um 07:37
In Bezug zu Menschlichkeit (hier: Toleranz) unterscheide ich nicht zwischen einem psychisch erkrankten Menschen und einem nicht solcher Art diagnostizierten Menschen. Ich begegne dem Nächsten zunächst menschlich, wenn ich gerade nicht zu ängstlich bin, geschwisterlich.


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Das Leben mit psychischen Erkrankungen..seid Ihr tolerant?

15.07.2020 um 13:02
Erstmal sollte man wissen, dass mein Vater ein sehr guter Familienvater ist den wir alle sehr lieben. Er ist erfolgreicher Betriebswirt mit fast 30 Jahren Berufserfahrung. Doch als er plötzlich psychisch Krank wurde, war die Zeit eine extreme Belastung für mich, meine Mutter und meinen Bruder.


Er saß nur noch auf dem Sofa vor dem Fernseher. Er hat alle Kontakte mit Freunden abgebrochen. Er hat keine E-Mails mehr beantwortet. Einladungen wurden ignoriert. Er ist nicht mehr raus an die frische Luft, er meine immer er „verbrennt“ in der Sonne.

Wenn er doch mal raus ging, dann um im Supermarkt Ravioli zu kaufen, seine fast einzige Mahlzeit, dazu gab es Leitungswasser. Die Liebe zum Bier und Wein war weg.

Er hat sich Monate lang nicht mehr die Haare schneiden lassen, sogar einem Friseur der ihm direkt am Sofa die Haare schneiden wollte, hat er abgelehnt und beschimpft.

Am Anfang ging er noch zur Therapeutin. Danach hat er die Termine einfach vorgetäuscht. Die Einnahme von Medikamenten wurde auch vorgetäuscht. Er hat auch an seine Firma keine Krankmeldungen geschickt, was zu Schwierigkeiten führte. Er hat Mahnungen, Rechnungen und Zahlungsaufforderungen immer wieder vom Briefkasten heimlich abgefischt und dann ignoriert (obwohl wir ihm 1000 mal gesagt haben, er soll uns doch bitte einfach seine Briefe geben). Dieses Verhalten hatte teilweise extreme Konsequenzen für meine Familie.

Die Termine am Amt und beim Amtsarzt um in Frührente zu gehen, hat er immer wieder verschoben, immer wieder hat er geweint diesen Termin machen zu müssen. Auch wenn man ihn angeboten hat ihn zu fahren, er lehnte immer ab.

Das ist nur ein Teil der Geschichte. Zum Glück haben wir ihn dann doch in die Klinik bekommen und alles ist wieder besser geworden, als er zurück kam.

Manchmal ist man schon sauer auf diesen Menschen, aber man weiß, er kann nichts dafür, es ist eine Krankheit.


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15.07.2020 um 15:20
@michael_my
Ihr müsst starke Nerven gehabt haben, ich kann dir sagen, da ich selbst psychisch krank bin, dass man in solchen Phasen nicht zurechnungsfähig ist, also eine Wut oder Zorn auf einen solchen Menschen zu entwickeln ist mehr als kontraproduktiv und nicht gerecht, man hört aus deinen Schilderungen schon eine Verzweiflung hinaus, die ihr damals gehabt haben müsst.
Habt ihr denn Angst dass er wieder so schwer erkranken kann? Das sich eine solche "Phase" wiederholen könnte? Oder ist er mit Medikamenten und Terapieangeboten gut eingestellt und geschützt?


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15.07.2020 um 16:47
@Wissbegier
lisa1990 ist seit dem 15.06.2014 abwesend.
Was versprichst du dir eigentlich davon ständig abwesende oder ehemalige User mit einem Hallo anzusprechen? Vor allem wenn aktive User im Thread mitschreiben, auf die man ja auch eingehen könnte. Im Hier und Jetzt. Eine Diskussion lebt ja nicht nur von einem Eingangspost, sondern von Usern, welche sich aktiv beteiligen. Das nur mal so nebenbei.
Zitat von StonechenStonechen schrieb:"mir geht es auch mal nicht gut aber.... " ist für mich der gleiche sinnlose Vergleich zu Depressionen wie "ich bin auch mal traurig aber.... ".
Und nur weil man mal depressive Stimmung hat ist man nicht gleich an Depression erkrankt
Kann ich ein Lied davon singen. Wenn man eine schwere Depression durchmacht, dazu gehören u.a. auch Suizidgedanken, dann braucht man solche Vergleiche nicht.
Zitat von StonechenStonechen schrieb:Man muss lernen zu akzeptieren, das Teile der Gesellschaft nicht in der Lage sind Rücksicht zu nehmen oder aber psychische Erkrankungen als vollwertige Erkrankung anzusehen und anzuerkennen.
Gerade Erkrankte werden regelmäßig "Opfer" dieser Ausschlüsse und sind nicht in der Lage sich zu wehren oder dagegen anzukämpfen weil es einfach zu kräftezehrend ist.
Bleibt nur das akzeptieren, dass man mit uns nichts zu tun haben möchte.
Ich hatte das große Glück, zwei sehr gute Freundinnen zu haben, die mich durch meine schwere Depression begleitet haben. Der Witz dabei ist, dass wir uns, natürlich vor meiner Depri, über das Internet kennengelernt haben. Das schöne war, wir lebten gar nicht so weit auseinander. Internetgrund ein Sänger, Josh Groban. Ist aber nebensächlich, denn diese zwei Frauen, sind mir in meinen schwersten Zeiten zur Seite gestanden. Und sie tun es heute noch. Obwohl ich mich schon wieder gut berappelt habe. Da ich aber ein kleiner Monk bin, bin auch ein wenig außer der "Norm".
Zitat von RasenmayerRasenmayer schrieb:Eben. Deswegen kann man im Grunde auch niemanden dafür verurteilen, wenn jemand für sich sagt, dass er/sie im Umgang mit psychischen Erkrankungen (schon gar, wenn es nicht die eigene Familie ist) überfordert ist und deshalb (soweit möglich) Abstand nimmt.
Das kann ich nachvollziehen, wenn es um die eigene Familie geht, aber nicht was @Niederbayern88 schrieb.

Mein Sohn hatte eine jahrelange Beziehung zu einer Borderline Erkrankten. Es hat ihn im Laufe der Jahre fertig gemacht. Das Mädel hat einige Jahre bei uns gewohnt. Da ich keine Gluckenmutter bin, hab ich das meinem Sohn überlassen. Irgendwann haben sie sich getrennt. Mein Sohn sagte, er kommt selber psychisch nicht damit klar. Irgendwann kamen sie wieder zusammen, aber es hielt nicht lange.

Ich mag das Mädel, damals war sie noch 17, aber mittlerweile ist sie ja schon längst eine Frau und wenn wir uns mal sehen, dann wird sich auch umarmt (vor Corona ;) Mein Sohn hat sich auch immer um sie gekümmert, auch nach der Trennung. Mitten in der Nacht, so um 3:00 rum, wach ich auf und frag ihn, was ist los? Tja, die **** hat sich wieder geschnitten (Oberschenkel, viel Blut) und keiner hilft ihr. Also ist er mitten in der Nacht los um ihr zu helfen und sie in die Klinik zu bringen. Dafür liebe ich meinen Sohn. Er hat ein gutes Herz. :)


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15.07.2020 um 16:49
@Wanagi

Nerven brauchten wir... man lernt aber auch viel über die Gesellschaft. Denn auch wenn die Person nur noch auf dem Sofa sitzt, die Welt dreht sich weiter.

Anwälte, Chefs und Assistenten... wollen nur ihr Geldddddddd haben. Ob das den Kranken und seiner Familie das Leben zerstört ist denen egal. (Wir leben im Kapitalismus aber es ist schon bitter, weil man ja als Kranker nichts dafür kann)

Das die Frau bei der Krankenkasse mit „wir sind doch hier in Deutschland und nicht in Afrika“ werde ich auch nicht vergessen. Hat es einfach nicht verstanden, was hier ab geht

Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht, so gut sie auch den Patienten schützen wollen, sind ein Problem, wenn man als Familie versucht, Dinge zu klären und Infos zu erhalten. Lieber ins Verderben als Daten/Infos preis zu geben.

Der Nachbar und seine Briefe an meinen Vater das Äste auf sein Grundstück wachsen und mein Vater sich dringend darum kümmern soll, hat die Thematik trotz meiner Erklärungen auch nicht kapiert. Er hat sich meinen Vater 3 mal an die Haustüre holen lassen, der hat dann Emotionslos sich das Geschrei angehört.

Freunde meinten ein bisschen Bier und Besuche von Konzerten und Festivals könnten die Sache lösen. „Er hat ja keinen Tumor oder Krebs“

Es ist einfach eine Katastrophe, jeder Mensch hat einen anderen Umgang damit.

Er nimmt Medikamente und ja etwas Angst haben wir alle, das es wieder zurück kommt.


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15.07.2020 um 18:25
@michael_my
das wichtigste habt ihr ja bereits verstanden und zwar das ihr alle zusammenhaltet und auch für ihn da seid, wenn ein Kranker ganz allein ist und dazu noch solche psychischen Probleme hat ist er verloren.
Die Leute die selbst nicht krank sind, wie dein Nachbar können es nicht verstehen, solche Probleme sind bizarr und abstrakt sowas kann sich keiner ausdenken geschweige denn hineinversetzen, das habe ich im Krankenhaus in der Psychoedukation gelernt, wie man mit der eigenen Krankheit zurrecht kommt und das heißt auch dass man seine Krankheit nicht versteckt aber auch nicht hausieren geht, man kann fremde, anders ständige Personen damit überfordern und regelrecht einschüchtern dann machen sie auf jeden Fall dicht, das ist bei deinem Nachbarn nicht zu raten. Versteckt nicht, dass euer Vater krank ist, gerade vor guten Freunden und Verwandten sie müssen verstehen, dass euer Papa nicht egoistisch oder egozentrisch ist oder misanthropisch sondern dass er für ihn reale Probleme hat vor die Tür und unter Menschen zu gehen, ich habe bei meiner Erkrankung leider auch den Fehler gemacht und dicht gemacht und mich für Jahre isoliert, das hat mich all meine Freunde gekostet, keiner ist übrig geblieben, passt auf dass das euerm Papa nicht passsiert.


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15.07.2020 um 18:43
ich muss schon sagen in wien wird man echt toll behandelt als psychisch kranker (und kranker generell)

wobei ich auch hier merke , dass man eher zum psychiater geschickt wird - also symptombehandlung - aber man kann ja viel auch alleine machen - und zu nem therapeuten kann man auch gehen

das angebot ist zumindest umfangreich an psychotherapeuten ... nur die finanzierung ist da noch bisschen schwierig


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