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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

12.844 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vorfall, Dyatlov, Dyatlov Pass ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 20:15
Wie kann man nur so ein Brett vor dem Kopf gehabt haben!
Wenn nicht alle gleichzeitig aus dem Zelt geflohen, löst sich das ganze Mysterium auf Knopdruck auf. :palm:
...und der Blick richtet sich auf individuelle Befindlichkeiten. Etc.
Da gibt es jetzt so einiges, das durchgespielt sein will.
...und neue Mysterien werden geschaffen ;)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 20:20
Zitat von NemonNemon schrieb:Wenn nicht alle gleichzeitig aus dem Zelt geflohen, löst sich das ganze Mysterium auf Knopdruck auf
Wie passen dann die Schnitte im Zelt dazu? Sind sie doch nicht von innen geführt worden?
War der Zelteingang denn nicht verschlossen?
Und wenn sie alle nacheinander geordnet raus sind, warum dann ohne ausreichende Bekleidung?
Also irgendwas paßt da immer nicht zusammen...


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 20:27
@Vomü62


Ich will jetzt nicht unüberlegt losplappern, sehe aber erst mal keine Probleme in den von dir genannten Punkten.

Die schlimme Wetterlage bleibt. Nur dass wir nicht mehr den einen schockartigen Stimulus für alle gleichzeitig brauchen.

Im neuen Szenario geht es halt mehr darum, wer welcher Typ ist und wie reagiert, sicher auch Gruppendynamik.
Erst mal sacken lassen ...


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 20:30
Zitat von NemonNemon schrieb:Nur dass wir nicht mehr den einen schockartigen Stimulus für alle gleichzeitig brauchen.
Hab ich was verpaßt? Ohne Schuhe und Wattejacken da raus zu gehen kann nur Wahnsinn oder Panikreaktion gewesen sein.
Es sei denn, es hat sie jemand draußen mit nem warmen Hubschrauber oder Raumschiff abgeholt. : ;)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 20:52
Zitat von wabwab schrieb:Wenn man den Kopf gegen diesen Boden stößt (im Sommer gibt es viele Felsen), kann das leicht zu einer solchen Verletzung führen.
Ich denke auch, dass mehrere kleine Gruppen oder sogar einige Leute alleine unterwegs waren. Und auf die Felsen und Steine hatte ich weiter oben auch hingewiesen. Dazu habe ich mal 2 Fotos von https://dyatlovpass.com/ herausgesucht:

mit Schnee:

Dyatlov-pass-contemporary-009

ohne Schnee ("дятловский ручей", Dyatlov Pass creek Dec 2014 photo by marinner966):

Dyatlov-pass-photos-marinner966-01


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 21:28
@wab

Hallo erstmal. Wo soll ich anfangen? Am besten erstmal bei dem, was mich am meisten stört:
Zitat von wabwab schrieb:Ich respektiere bestimmte Menschen wie dich nicht
Schade. Ich habe Sie eigentlich bis jetzt respektiert. Dann nicht 🤷🏻‍♀️
Zitat von wabwab schrieb:WAB schrieb:
Diese Art von Rippenverletzung kann man nirgendwo bekommen, außer an diesem Hang. Es gibt keine solchen Bedingungen.
Mit diesem Satz von Ihnen fange ich daher an.
Es gibt reichlich Ursachen für solche Verletzungen, wie bereits beschrieben. Wir reden jetzt nicht über Wahrscheinlichkeiten hier. Natürlich ist es extrem unwahrscheinlich, dass die Opfer von einem Pferd getreten oder vom Blitz getroffen wurden.
Aber: Ihren Satz, den ich hier fett markiert habe, kann ich so nicht stehen lassen, das ist einfach falsch. Es gibt reichlich Verletzungsmöglichkeiten!

Isolierte Brustkorbverletzungen in dieser Form durch einen Sturz aus dem Stand ohne Begleitverletzungen sind einfach sehr, sehr selten. Kann mich nicht erinnern, so etwas schonmal gesehen zu haben, obwohl ich seit 20 Jahren in sog. Traumazentren arbeite, also auf schwere Unfälle spezialisierte Kliniken.

Wenn sie mathematisch und biomechanisch so gut sind, erklären Sie mir bitte, warum bei einem solchen Sturz z.B. bei Dubinina, das Schlüsselbein nicht mit gebrochen ist. Wie sie selber sagen, das schwächste Glied einer Kette bricht am schnellsten.
Möchten Sie über Wahrscheinlichkeiten reden? Wenn ich sie richtig verstehe sind sind Sie der Meinung, dass es wohl unwahrscheinlich ist, dass ein Pferd auf dem Pass war, und jemanden gegen den Brustkorb getreten hat. (da sind wir einer Meinung) Oder dass ein Blitz eingeschlagen hat, oder eine Explosion stattfand.
Sehr sehr gerne können wir Wahrscheinlichkeitsrechnungen hier anstellen.
Gute Idee! Dann sage ich nämlich, dass 90% der Thoraxverletzungen wie bei Dubinina und Zolotarev durch andere Mechanismen entstanden sind. (Und diese Zahl ist wahrscheinlich noch sehr niedrig angesetzt)

Wie schon öfter erwähnt- ich habe keine Theorie zum Unglück am Dyatlov- Pass. Weil es für mich keine gibt, die wirklich passt. Ich hätte kein Problem damit, wenn Ihre Fallwind- Theorie zutrifft. Die Verletzungen passen leider absolut nicht dazu, und damit steht und fällt alles.

Ich finde es lustig, wie Leute hier die Wahrscheinlichkeiten und Statistiken immer zu ihren Gunsten auslegen. Wenn ich sage „So eine Verletzung durch einen Sturz ist unwahrscheinlich“, kommt sofort einer, der sagt: „Doch, kann aber passieren.“ Wenn ich dann z.B. sage, dass eine Explosion theoretisch stattgefunden haben könnte, kommt der gleiche Mensch an mit „Dafür gibt es aber keinen Beleg. Also total unwahrscheinlich.“ 😂🙈


@all
Zitat von wabwab schrieb:Warum habe ich dich zweimal (oder dreimal?) nach Thibaud's doppeltem Trauma gefragt: einem Bruch des Gewölbes und einer Fraktur der Schädelbasis. Du hast nicht geantwortet. Was ist denn los? Du weißt es entweder nicht oder willst nicht reden, um deine Inkompetenz zu zeigen. Und das ist nicht einmal eine Frage der Mathematik, sondern der Kenntnis der grundlegenden Gesetze solcher Verletzungen.
Ich habe bereits am 25.11. um 21.55 Uhr auf diese Frage geantwortet!!! Ich habe mir viel Zeit genommen und Mühe gegeben. Sie haben den post übersehen, das kann passieren. Obwohl ich sie markiert habe. Statt dessen beleidigen Sie mich hier, obwohl sie einen Fehler gemacht haben. Das ist nicht nett.

Sie verwirren hier ziemlich oft, ich weiß nicht, ob es an den Übersetzungen liegt. Von mir aus können wir gerne auf Englisch schreiben, dann würden vielleicht ein paar Missverständnisse ausgeschlossen.

Mir gefällt nicht, dass sie hier einiges falsch verstehen, dann jedoch gleich aggressiv zum Gegenangriff übergehen.
Ein Beispiel:

-ich schreibe, dass Svetlana Os viel recherchiert hat, u.a. hat sie mit Yuri Yudin gesprochen
- sie schreiben sinngemäß zurück: das stimmt nicht, sie haben selber mit Svetlana Os gesprochen. Diese hat Yuri Yudin nie getroffen.

Nein, aber sie hat mit ihm telefoniert.

Youtube: Dyatlov Pass Mystery Solved / Svetlana Oss
Dyatlov Pass Mystery Solved / Svetlana Oss


Das ist für mich „miteinander sprechen“ und als Informationsquelle durchaus wichtig.

Sie wollen aber damit offenbar aussagen, dass Svetlana Os quasi nicht ernstzunehmen ist.
So kann man Dinge verzerren...
Zitat von wabwab schrieb:Und wie viele dieser Frakturen haben Sie persönlich unter den extremen Bedingungen des Reisens gesehen? Nun, zumindest bei den Kletterern?
Erstens: was soll das, das hat hiermit wenig zu tun!!
Die Stürze sehen nicht anders aus, nur weil sie anderswo passiert sind! Das sollten Sie mit Ihren biomechanischen Unfall- Überlegungen doch am besten wissen. Es kann auch im Winter ein schlecht bekleideter Penner in der Großstadt vom Dach fallen.
Offensichtlich wollen Sie Ihre Überlegenheit dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie anklingen lassen, wie erfahren Sie in der Wildnis sind.
Ich finde es zum K ...., dass solche provokanten Fragen hier kommen. Wenn ich da nämlich jetzt ehrlich drauf eingehen würde, dann würden die gleichen Leute mich als arrogante Angeberin oder Lügnerin und Hochstaplerin beschimpfen, aber garantiert.
Aber violà- ich bin viel in den Bergen, kann gerne mein Gipfelbuch hier einstellen. Ich war auf einem 6000er, bin jedes Jahr in Indien oder Nepal und habe auch schon eine Expedition als Arzt begleitet. Außerdem war ich lange beim Militär.
Das schreibe ich jetzt hier nicht, weil ich das raushängen lassen möchte. Sie haben damit angefangen.
Bin sowieso dafür, dass sich jetzt alle Allmy- Experten mal hier outen. Damit man mal weiß, was hinter der einen oder anderen großen Klappe steckt 🤣


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 21:41
@Nemon
Zitat von NemonNemon schrieb:Wenn nicht alle gleichzeitig aus dem Zelt geflohen, löst sich das ganze Mysterium auf Knopdruck auf.
Stimmt. Wirft aber auch wieder die Frage nach dem Warum auf.
Zitat von NemonNemon schrieb:Nur dass wir nicht mehr den einen schockartigen Stimulus für alle gleichzeitig brauchen.
Macht es eigentlich noch unerklärlicher.



@wab

Warum sind sie, Deiner Meinung nach, getrennt in Richtung Wald gegangen? Warum bleiben sie nicht beisammen?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 21:49
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Wie passen dann die Schnitte im Zelt dazu? Sind sie doch nicht von innen geführt worden?
War der Zelteingang denn nicht verschlossen?
Und wenn sie alle nacheinander geordnet raus sind, warum dann ohne ausreichende Bekleidung?
Also irgendwas paßt da immer nicht zusammen...
Der Zelteingang war bei der Auffindung zur Hälfte verschlossen, die unteren Knöpfe waren auf.

Genau das, was Du schreibst, ist auch mein Problem. Das einzig passende Szenario dazu ist die „Böse- Buben“- Theorie.
Ich sage nicht, dass ich daran glaube. Ich sage nur, dass das Szenario in sich schlüssig ist. Der Punkt geht leider an Rakitin.
Der sagt, dass 1-3 Leute mit vorgehaltener Waffe die Dyatlovs aus dem Zelt geholt und sie den Hang hinunter gescheucht haben.


38DA6F81-297A-4CAC-B1D0-059D1B1FAA3FOriginal anzeigen (1,2 MB)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 22:50
Zitat von chelsichelsi schrieb:Der Zelteingang war bei der Auffindung zur Hälfte verschlossen, die unteren Knöpfe waren auf.
Aha, das wußte ich nicht. Danke.
Zitat von chelsichelsi schrieb:Das einzig passende Szenario dazu ist die „Böse- Buben“- Theorie.
Von der habe ich noch nichts gelesen. Hätten bei Anwesenheit anderer Leute nicht zumindest Spuren gefunden werden müssen?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 23:49
Welche bösen Buben sollen bei einem Schneesturm und eisiger Kälte auf einem Berg rumgeturnt sein und warum?
Für sie wäre der Weg genauso beschwerlich gewesen. Spuren gibts auch keine.
Sie müssten ja auf Ski unterwegs gewesen sein oder sowas.

Eher ist einer im Zelt ausgerastet und wurde gefährlich.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 08:22
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Warum sind sie, Deiner Meinung nach, getrennt in Richtung Wald gegangen? Warum bleiben sie nicht beisammen?
@wab
Beim getrennten Laufen Richtung Wald hätten die Nachfolgenden doch auch zumindest zeitweise die Spuren der Vorgänger benutzen (... auch zerstören) können.
Sie sind dann quasi zeitlich versetzt nebeneinander durch den Schnee geschlurft? Ist das nicht ungewöhnlich?
Mein Kenntnisstand war bis jetzt, dass die Spuren ein Nebeneinanderlaufen implizieren (über eine längere Strecke) was bei zeitlich versetztem Laufen durch den Schnee nicht typisch wäre.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 10:13
Wladimir hat hier ja zwei umfassende Studien zur Verfügung gestellt:
Zitat von NemonNemon schrieb:Ich habe eine vollständige Analyse ihrer Handlungen auf Russisch.
Zitat von wabwab schrieb:1.https://drive.google.com/file/d/1EnPmtjBVVUUNzhHetZ02PO5AdAY-G5RY/view?usp=sharing
2.https://drive.google.com/file/d/0B6J-XIhYsx39S3Y2djdKeTJpXzQ/view?usp=sharing .
1. Ist ein Word-Dokument auf Russisch. Ich weiß noch nicht, wann ich wie dazu komme ;)
2. Ist irgendwie eingebettet und nicht als .doc herunterzuladen, kann ich nur online sehen.

Dennoch ist das wohl Pflichtlektüre.
Hat jemand die Wetter-Studie von Gueni runtergeladen, bevor er sich wieder zurückgezogen hat?
Ich hatte nur die erste VErsion, die überabeitete dann wohl nicht mehr. Jedenfalls finde ich sie gerade nicht.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 10:39
@Iva
@Vomü62
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:dazu ist die „Böse- Buben“- Theorie.
Von der habe ich noch nichts gelesen. Hätten bei Anwesenheit anderer Leute nicht zumindest Spuren gefunden werden müssen?
Korrekt lautet die Theorie „Kontrollierte Übergabe“ 😅 Aber unsere Trolls hier haben es mit „Böse Buben“- Machenschaften übersetzt, was den Kern eigentlich ganz gut trifft.

Zu den Spuren:
Nicht zwingend, wenn sie sich auf Skiern fortbewegt haben, gab es keine durchgehenden Spuren. Die Wanderer selbst und die Mansi haben auch zu großen Teilen keine Spuren hinterlassen.
Es wurden allerdings auch Spuren gefunden, die man nicht zuordnen kann: z.B. einen bestimmten Schuhabdruck, eine Gamasche, die nicht zur Gruppe gehörte, und einiges mehr.
Alles ist beschrieben in dem Buch von Alexei Rakitin „Die Toten vom Dyatlov Pass. Eines der letzten Geheimnisse des Kalten Krieges.“

Ich kann das hier nicht so komplett wiedergeben, denn die Theorie ist wirklich komplex. Aber das Buch ist wirklich lesenswert in Hinblick auf das Zeitgeschehen. Die Grundannahme von Rakitin ist, dass es sich bei der Tour um eine geheimdienstliche Aktion handelte (im Wesentlichsten eine Desinformationskampagne der sowjetischen Gegenspionage- Abteilung) und der gewisse radioaktiv belastetete Pullover an ausländische Agenten gegeben werden sollte. Bevor man das alles als verrückt abtut sollte man einige Dinge bedenken:

Tscheljabinsk, die „geheime Atomstadt“ (wo u.a. Kriwonischenko gearbeitet hatte- bis zu seiner nebulösen Kündigung direkt vor der Tour!) mußte unbedingt geheim bleiben. Der Westen durfte nicht wissen, was im Bezug auf nukleare Waffen in der Sowjetunion abging, und wo die Forschungsanlagen waren.

Es gab im Raum Swerdlowsk- Tscheljabinsk amerikanische Geheimdienst- Aktivitäten, speziell zwischen November 1958 und Mai 1959.
Die „Operation Kelch“ gehört dazu, der ehemalige amerikanische CIAler James Q. Reber schreibt in seinen Memoiren darüber.

Rakitins Version:
Während der Tour sollte ein Treffen zwischen westlichen Geheimdienstlern und der Gruppe stattfinden. In der Gruppe gab es nur wenige Mitglieder, die eingeweiht waren. (Kolevatov; evtl. Zolotarev und Krivo). Der radioaktiv kontaminierte Pullover sollte übergeben werden- als Desinformations- Operation, denn die radioaktiven Isotope vom verseuchten Pullover waren andere als die, mit welchen in Atomprojekten gearbeitet wurde.
Bei der Übergabe ging etwas entsetzlich schief, so die Theorie. Die westlichen Agenten (welche häufig Überläufer waren- also möglicherweise aus der Gegend im Ural kamen und durchaus gute Ortskenntnisse gehabt haben konnten) merkten, dass sie gelinkt wurden. Oder Mitglieder aus der Gruppe, welche nicht eingeweiht waren (Dyatlov?) wurden argwöhnisch, was hier für ein komisches Spiel stattfand, und es kam zum Streit.

Wie auch immer, nachdem die Übergabe gescheitert war, galt es, alles zu vertuschen: die Zeugen sollten ausgeschaltet werden, ohne zu viele Spuren zu hinterlassen, und alles sollte möglichst nach einem Unglück aussehen. Erschiessen wäre also keine Option gewesen. Also trieb man mit vorgehaltener Waffe die Wanderer hinaus in die Kälte und hinderte sie daran, sich was Warmes anzuziehen.
(solche Aktionen waren auch aus Strafgefangenenlagern bekannt- Munition war knapp, und wenn man Leute ohne großen Aufwand töten wollte, wurden sie einfach leicht bekleidet in die sibirische Kälte getrieben. Wie praktisch 😬)
Die Wanderer dachten, es wäre ein Überfall, die Täter wollten das Zelt durchwühlen, wenn sie gefunden hätten was sie wollen, würden sie Ruhe geben und wieder abziehen. Also dachten sie, sie müssen nur kurz durchhalten, dann könnten sie zum Zelt zurück. Den ganzen Ernst der Lage konnten sie so schnell nicht begreifen.
Die bösen Buben wollten aber gar keine Spuren/Zeugen hinterlassen. Sie stellten irgendwann fest, dass die Wanderer doch sehr viel Widerstandsfähiger waren als gedacht. Also begaben sie sich zur Zeder und zur Schlucht und brachten die Opfer mit Nahkampftechniken um.
(Das war eigentlich der Grund, weshalb ich auf dieses Buch neugierig geworden bin- einer meiner Kumpel aus dem Krav Maga- Verein schleppte es an 😬)

Die Verletzungen passen leider exakt zu der dargebotenen Theorie.
Dieser Punkt geht also leider an Rakitin.

Wie gesagt, das ist jetzt nur die sehr grobe Zusammenfassung. Ich bin kein Verfechter dieser Theorie, muß aber sagen: sie liefert eine ziemlich lückenlose Erklärung aller Merkwürdigkeiten.
Die Hintergründe, auf die Rakitin sich bezieht, sind leicht nachprüfbar.
Wie z.B. das Memorandum vom 8. Januar 1958. Auzug aus Rakitins Buch:

>>Deshalb ist das Memorandum vom 8. Januar 1959 faktisch eine Anweisung für den amerikanischen Geheimdienst, umgehend eine Spionagetätigkeit in den Gebieten aufzunehmen, die zum Eisenbahnnetz des Urals und der ASSR der Komi gehörten. James Reber wies dieser Tätigkeit die höchste Priorität der CIA zu.<<

Eine Sache ist noch erwähnenswert.
Im Juli 1959, also etwa einen Monat nach Ende der Ermittlungen zum Dyatlov- Pass- Unglück, wurden drei der fünf hochrangigsten KGB- ohne Angabe von Gründen von heute auf morgen ihres Amtes enthoben. Sowas hat es davor und danach nie mehr gegeben, laut Rakitin. (Kann man ja leicht überprüfen, wenn man sich mit der Geschichte des KGB befasst)
Was gab es sonst zu der Zeit an Pannen, die zu solchen drastischen personellen Konsequenzen geführt haben könnten?

Wie gesagt, das Buch von Rakitin ist sehr lesenswert.
Weil ich gleich hier öffentlich von einigen gesteinigt werde, betone ich nochmals, dass ich kein Verfechter dieser Theorie bin. Aber sie ist in sich schlüssig.
Und Leute, die Rakitins Version von Vorneherein als irre Verschwörung abtun, die haben in der Regel das Buch nicht gelesen. Die Hintergründe von kaltem Krieg, CIA, KGB, nuklearem Wettrüsten lassen sich nicht so ganz wegwischen.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 11:13
Zitat von NemonNemon schrieb:Nemon schrieb:
Ich habe eine vollständige Analyse ihrer Handlungen auf Russisch.
WAB schrieb:
1.https://drive.google.com/file/d/1EnPmtjBVVUUNzhHetZ02PO5AdAY-G5RY/view?usp=sharing
2.https://drive.google.com/file/d/0B6J-XIhYsx39S3Y2djdKeTJpXzQ/view?usp=sharing .
1. Ist ein Word-Dokument auf Russisch. Ich weiß noch nicht, wann ich wie dazu komme ;)
2. Ist irgendwie eingebettet und nicht als .doc herunterzuladen, kann ich nur online sehen.

Dennoch ist das wohl Pflichtlektüre.
Pflichtlektüre?! 55 Seiten auf Russisch?! 🤣🙈

Ich bin gerade sehr enttäuscht von @wab, mochte ihn unbekannterweise bisher immer ganz gerne. Aber er hat in der letzten Zeit viel Müll hier im Thread geschrieben und mich ziemlich unfair angegangen, hab da gestern mal vereinzelt zu Stellung genommen.
Daher kann ich nur empfehlen, seine posts mal sehr kritisch zu hinterfragen, das habe ich anfangs nicht so getan, weil ich mich von den hübschen Bildchen und dem vielen Hintergrundtext habe beeindrucken lassen.
Schade finde ich auch, wie giftig er sofort wird, wenn man etwas von seinen Thesen anzweifelt.

(U.a.- er hat mir eine Frage gestellt; ich habe mir viel Mühe gegeben und recherchiert, um seine Frage bestmöglich zu beantworten. Er übersieht, dass ich ihm schon vor einer Woche geschrieben habe, und beschimpft und beleidigt mich statt dessen, warum ich nicht auf seine Frage antworte. Kommentar dazu oder gar Entschuldigung: Fehlanzeige. Sowas finde ich echt schwach)

Wenn diese 55 Seiten bahnbrechende Erkenntnisse enthalten, warum kann man dann nicht ein paar Kernpunkte herauskopieren, z.B. per Screenshot, und die wesentlichen Punkte markieren?
Vielleicht, weil sich jemand nicht auf irgendwelche Kernaussagen festlegen möchte?! Oder sich selber verheddert in so viel Text?!

Da ich ja ein neugieriger Mensch bin, werde ich wahrscheinlich schon mal in das Dokument reinschauen. Schon um mein Russisch zu trainieren. Aber wenn jemand eine Zusammenfassung abgibt, wäre das echt nett.
Ich bin ja auch stets bemüht, Material heranzuschleppen und Stellen zu markieren. (Dankt mir später 😉)

Edit:
Habe mal reingeschaut in das Dokument. Hübsche Bilder. Viele kennt man aber schon.
Die Marschroute ist ja auch bekannt.
Was für neue Erkenntnisse soll das hier liefern? Es gibt ja schon x Bücher zum Fall.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 11:55
@chelsie: Danke für Deine ausführliche Zusammenfassung!


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 12:13
@bergfreund
Hier einige Infos zu den Spuren im Schnee um das Zelt von Mihail Sharavin. Der mit Slobtzov zusammen im Suchtrupp war und das Zelt gefunden hat.

AK: And what was the state of snow on the slope and above?
YK: Where did the soft snow begin?
MSh: At the remnant the snow was already with a crust. There wasn't much snow there, we went skiing just as you go along, you push off with poles, there was solid snow, it froze and was swept out there. And in the direction of the tent we walked through snowy meadows. That is, there was no loose snow in this whole place. When we approached the tent, when we saw it and turned, the snow was already dense. And when we discovered the footprints, they were as if on pillars, that is, as if all the loose snow had been blown out, blown away by the wind. The soft snow had hardened underfoot and when the wind blew away the loose snow the footprint remained a little higher. As on platforms. There were impression. It is not what happens on firn snow, let’s say that they were embossed. The snow is blown out so that they remain like pillars, a little higher series of tracks ... The tracks began about 8 (eight) meters from the tent, but no further. Immediately behind the tent, this is how the wind acts... it blows away the snow behind the barrier, then the snow rises a little ... and as soon as it rises a little, then traces began to be visible. Both in front and next to the tent, especially from the side of the entrance - everything was blown out there. On the other hand, from the side opposite the entrance, and from the side of the mountain or the slope - the was no such clearance and the snow went smoothly into the tent - and continues smoothly further down the slope. There is such an interesting place.

Er erklärt also, warum nur bestimmte Spuren erhalten geblieben sind, und warum sie so eine charakteristische Form haben, dass sie „erhöht“ sind.
Dort, wo der Schnee festgetrampelt oder firn ist, bleiben nicht viele Spuren. Ist der Schnee aber weich, Marke „Schneeballschlacht“, sinkt der Fuß ein und macht einen festen Abdruck. Mit der Zeit bläst es dann den nicht zusammengepressten Schnee um den Abdruck herum weg, so dass die Fusstapfen erhaben aussehen.
Die gefundenen Fusspuren sagen damit auch aus, wie das Wetter zu der Zeit war: weicher Schnee, d.h. es kann nicht viel kälter als etwa -5 Grad gewesen sein, sonst wäre der Schnee vereist und diese Art von Fusstapfen nicht möglich.

Auf dem Foto unten sieht man die bekanntesten Fusstapfen von 8-10 Leuten nebeneinander, wie sie sich den Hang langsam hinunter bewegen. Alle zusammen.
Der Hubschrauber- Kapitän beschreibt die Stapfen mit dem Wort „sherenga“, was soviel bedeutet wie „Schulter an Schulter“, z.B. bei einer Parade.
Es ist in mehreren Zeugenaussagen des Suchtrupps beschrieben, wie die Fusspuren aussehen.
Die allgemeine Aussage lautet, dass die Gruppe sich gleichzeitig, gemeinsam und langsam den Hang hinunter fortbewegt hat.

Trotzdem, zum Thema Fusspuren muss man noch bedenken:
- es hat keine wirkliche Spurensicherung stattgefunden!
- die sehr offensichtlichen Spuren fielen natürlich auf. Aber die Spuren verloren sich auch mal und tauchten weiter unten wieder auf, was sich mit der Beschaffenheit des Schnees erklären lässt.
- sichtbare Fusspuren sagen also aus, dass jemand dort war und sie hinterlassen hat. Keine Spuren hingegen bedeuten nicht, dass niemand dort war (denn man kann ja mal stark davon ausgehen, dass die Gruppe sich bodengebunden fortbewegt hat von A nach B, obwohl zwischendurch die Fusspuren fehlen)

Wichtig finde ich auch noch, was sich aus den Berichten der Suchtrupps herausliest:

- man ist nicht direkt vom Allerschlimmsten ausgegangen. Das heißt man hatte die Hoffnung, mindestens einige Gruppenmitglieder lebend zu finden, vielleicht irgendwo verirrt, verletzt, in hilfloser Lage. Man ging nicht davon aus, dass man es mit einer spurentechnischen Ermittlung zu tun hatte.
Demzufolge war auch keiner der Leute des Suchtrupps geschult oder überhaupt darauf bedacht, die Situation korrekt zu dokumentieren. Sie wollten die Gruppe finden, möglichst lebend, möglichst schnell, und haben am Hang und im Zelt nach Hinweisen gesucht, wo sie sein könnten. Deshalb haben die meisten der Helfer sich nicht groß gemerkt, wer welche Gegenstände wohin gelegt hat, was ursprünglich wie aufgefunden wurde, welche Spuren von der Suchmannschaft stammten, etc.
Das finde ich wichtig, man vergisst es schnell- mit dem Wissen von heute hätte die Suchmannschaft bestimmt ganz anders gehandelt und auf viel mehr Sachen geachtet.

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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 12:43
@chelsi
Ich bin hier nur stiller Mitleser, aber trotzdem und gerade deswegen, möchte ich mich
einmal für Deine ausführlichen, neutralen und sehr gut nachzuvollziehenden, ausführlichen Beiträge bedanken!


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 13:15
Leider wurden nur wenige Fotos von der Auffindesituation gemacht, und die entsprechen nicht unbedingt dem "kriminalistischen" Standard, um es mal höflich zu formulieren.
Das gilt auch für die Fußspuren. Das Foto lässt jedenfalls keine genaue Analyse zu.
Bei Zeugenaussagen bin ich vorsichtig, da die Erfahrung und die Wissenschaft sich einig sind, dass Erinnerungen nicht zuverlässig sind.
Dass sie vom Zelt zu Fuß an den jeweiligen Auffindeort gelangt sind, wissen wir. Dass sie nicht alle zur selben Zeit gestorben sind, wissen wir ebenfalls.
Auch steht fest, dass sie versucht haben, ihr Wissen anzuwenden, um in der Kälte zu überleben.

Die These, es habe ein geheimes Treffen gegeben, kann ich nicht nachvollziehen. Falscher Ort, falsches Wetter, viel zu viele "Zeugen" und kein erkennbarer Nutzen. Der Geheimdienst hatte andere Methoden. Wenn man natürlich nach einer Verschwörung sucht, wird man "Beweise" finden, und wenn es die Entlassung einiger Funktionäre einen Monat später ist...
Oder ein unscharfes Foto von einem der Teilnehmer zeigt ganz bestimmt einen Schneemenschen...
Das Prinzip ist dasselbe.

Kriminalistenregel:
Zuerst vom Wahrscheinlichsten ausgehen.

Das Wahrscheinlichste in diesem Fall? Ein Unglück, das mit den Wetterbedingungen vor Ort zusammenhängt.

Das einzige "Rätsel": Was war der Grund, das Zelt zu verlassen?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 13:23
Zitat von MazehareMazehare schrieb:Das einzige "Rätsel": Was war der Grund, das Zelt zu verlassen?
Ist auch nicht mehr sooo ein Rätsel:

Provisorisch an ungeeigneter Stelle aufgebaut, sodass es vom Sturm heimgesucht wurde, größtenteils wahrscheinlich plattgedrückt und nach und nach von eisigem Schnee bedeckt. Kein Raum mehr drin, keine Luft, die wahrscheinlich vereiste Plane schlägt auf die Camper, die sich darin zusammenkauern und die wissen, dass sie hier oben bei -30°C bis -50°C oder sogar -60°C sehr bald erfrieren werden und den Terror des Sturms nicht mehr ertragen. Klamme Kleidung und Schuhe, die sie abgelegt haben, werden sonst morgens mit dem Ofen 30 Minuten auf anziehfähige Temperatur gebracht. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Sie können ahnen, dass es im Wald friedlicher ist und nur dort eine Überlebenschance zu suchen ist. Persönliche Befindlichkeiten sorgen für unterschiedliches Verhalten und Verlassen es Zeltes. Nützliche Gegenstände sind im Chaos innerhalb des Zeltes größtenteils nicht greifbar oder die "User" sind im Tunnel und nehmen es nicht mehr wahr.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

04.12.2019 um 13:34
Zitat von MazehareMazehare schrieb:Das einzige "Rätsel": Was war der Grund, das Zelt zu verlassen?
Vollkommen richtig geschlussfolgert. Und da eine Schneeverschüttung aus etlichen Gründen ausscheidet, bleibt als realistische Möglichkeit nur die Fallwindthese übrig.
Zitat von chelsichelsi schrieb:Korrekt lautet die Theorie „Kontrollierte Übergabe“ 😅 Aber unsere Trolls hier haben es mit „Böse Buben“- Machenschaften übersetzt
Das ist keine Theorie sondern eine völlig wirre, sinnfreie und lächerliche Gangstergeschichte, die so schlecht ausgedacht ist, dass sie - wie hier schon zig mal demonstriert wurde - nicht mal den kleinsten logischen Nachhaken standhält. Troll ist nur der, der hier ständig wieder so einen hanebüchenen und offensichtlich falschen Blödsinn aufs Tablett bringt.
Zitat von chelsichelsi schrieb:- es hat keine wirkliche Spurensicherung stattgefunden!
- sichtbare Fusspuren sagen also aus, dass jemand dort war und sie hinterlassen hat. Keine Spuren hingegen bedeuten nicht, dass niemand dort war (denn man kann ja mal stark davon ausgehen, dass die Gruppe sich bodengebunden fortbewegt hat von A nach B, obwohl zwischendurch die Fusspuren fehlen)
Was du hier im Inbrunst der Überzeugung an Halbwissen verbreitest ist schon bewundernswert. Die Spuren wurden sofort bei der Auffindung von dem Mansischen Scout gelesen und daraus so gut wie eindeutig die Anzahl der Personen bestimmt (er schwankte nur zwischen 8 und 9) die in zwei Reihen im Gänsemarsch marschiert sind und hat auch exakt die Fussbekleidung vorhergesagt, was sich bei Auffindung der Leichen als vollkommen richtig herausgestellt hat. Insofern ist auch jegliches Entfernen in Grüppchen vom Zelt ausgeschlossen, sie sind alle zusammen abmarschiert (ausser den zwei die kurzfristig an die Ränder ausschweiften) und haben sich erst bei der Zeder in Gruppen aufgeteilt, bzw evtl. haben sogar alle an der Schneegrube gearbeitet und andere das Feuer bewacht und die Zeltrückkehrer sind erst ganz zum Schluss losgegangen als alle anderen schon tot waren und es keine andere Hoffnung mehr gab.


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