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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

11.015 Beiträge, Schlüsselwörter: Vorfall, Dyatlov Pass, Dyatlov, Jekaterinenburg

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

02.12.2019 um 21:48
Mazehare schrieb:Es gibt keine belegbare Timeline, nur Schätzungen.
Etwas anderes behauptet auch niemand- höchstens, dass man mit diesen Schätzungen mit hoher Qualität richtig liegt.

Wenn ich Deinen süffisanten Kommentar richtig interpretiere, bist Du offenbar nicht einverstanden mit dem, was ich schreibe.
Daher möchte ich nochmal betonen, dass diese Timeline nicht von mir ist, sondern das Ergebnis der Überlegungen von vielen vielen schlauen Leuten. Unabhängig von den vielen Theorien über die Ereignisse, die dann folgen. Hier nochmal ein Zitat aus dem Buch von
Lobatchev/Lobatcheva „Dyatlov pass keeps its secret“. Sehr lesenswert. In dem Buch geht es nicht um eine bestimmte Theorie, sondern einfach um grundsätzliche Überlegungen, wie eben diese Timeline. Das Kapitel darüber ist lohnenswert. Ich hab das Buch gerade erst runtergeladen, aber es steht praktisch das drin, was ich oben auch schon geschrieben habe zum Thema zeitlicher Ablauf.

>>We believe the tourists were changing clothes and readying for supper when the incident began.<<

Sie führen noch eine ganze Reihe weiterer Indizien an, warum das eben wahrscheinlich ist.


Von Euch möchte ich gerne wissen, wer zweifelt an diesem ungefähren Ablauf und warum?


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02.12.2019 um 21:56
WAB schrieb:Es ist leicht zu erklären: Sie gingen bergab und bergab IN Windrichtung. Das heißt, mit geringstem Aufwand und so schnell wie möglich.
WAB schrieb:Im Januar 2015 haben wir dort dieses Phänomen entdeckt:Vor der Kurve des Hanges, der 50...60 m höher ist als der Ort, an dem der Wind unserer Zina Kolmogorova die Geschwindigkeit beim Abstieg sehr gering reduziert, und danach nimmt sie dramatisch ab. Dies steht im Einklang mit den Gesetzen der Aerodynamik, die auf das Gelände an diesem Hang angewendet werden.Hier ist eine Reihe von Videos, wie Sie von dem Ort, an dem es ein Zelt gab, herunterkommen:https://drive.google.com/drive/folders/1_MqTUSaR_LJcwlQXys4Fru0iJE73TRSe?usp=sharing Es ist alles auf Russisch, aber man kann alles verstehen, wenn man will.
Ich denke, die unterschiedlichen Wetterverhältnisse auf dem Berg und im Tal sind ein entscheidendes Puzzlestück, um das Unglück der Dyatlov-Gruppe nachvollziehen zu können. Gegeben der Annahme, dass - weshalb auch immer - keine Zeit für die Bergung weiterer Ausrüstung vorhanden war, bleibt die Flucht ins Tal als die einzige Option, für die sich in dieser Situation wohl jeder instinktiv entschieden hätte. Die Videos sagen hier mehr als tausend Worte.

Schön, dass du hier bist, @WAB! :)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

02.12.2019 um 22:13
@chelsi

Ich tippe auch darauf, dass "es" während des Abendessens passiert ist. Wegen des nicht installierten Ofens und der aufgeschnittene Speck war im Zelt verteilt zu finden.
YpersephoneY schrieb:Ich denke, die unterschiedlichen Wetterverhältnisse auf dem Berg und im Tal sind ein entscheidendes Puzzlestück, um das Unglück der Dyatlov-Gruppe nachvollziehen zu können. Gegeben der Annahme, dass - weshalb auch immer - keine Zeit für die Bergung weiterer Ausrüstung vorhanden war, bleibt die Flucht ins Tal als die einzige Option, für die sich in dieser Situation wohl jeder instinktiv entschieden hätte. Die Videos sagen hier mehr als tausend Worte.
Ich glaube aber auch, dass sich jeder instinktiv so viel Ausrüstung wie möglich greifen würde. Es wären Sekunden gewesen, sich Axt, Jacken oder Schuhe zu schnappen, auch wenn sie später am Feuer getrocknet oder aufgetaut werden müssen. In den Rucksäcken befand sich ja auch Kleidung, die vermutlich trocken war. Es lag ja alles vor ihren Füssen auf dem Boden. Und als erfahrene Tourengänger und Russen werden sie genau gewusst haben, dass die Überlebenschancen im Wald gen Null laufen ohne ausreichende Ausrüstung.


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02.12.2019 um 22:17
Le_Ciel schrieb:Ich glaube aber auch, dass sich jeder instinktiv so viel Ausrüstung wie möglich greifen würde. Es wären Sekunden gewesen, sich Axt, Jacken oder Schuhe zu schnappen, auch wenn sie später am Feuer getrocknet oder aufgetaut werden müssen. In den Rucksäcken befand sich ja auch Kleidung, die vermutlich trocken war. Es lag ja alles vor ihren Füssen auf dem Boden. Und als erfahrene Tourengänger und Russen werden sie genau gewusst haben, dass die Überlebenschancen im Wald gen Null laufen ohne ausreichende Ausrüstung.
Das denke ich auch, da bin ich ganz bei Dir. !


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

02.12.2019 um 22:29
@WAB
Darf ich dir einige Fragen zu deiner Version der Abläufe stellen?
Das bezieht sich auf die Grafik und Informationen von hier:

https://dyatlovpass.com/ravine-borzenkov

Dyatlov-pass-ravine-map-Borzenkov 1


Von hier ab:
How did the events unfold
Lyuda, Semyon and Aleksander Kolevatov found wounded Tibo on the 3rd stone ridge...
... - Dein Ablauf impliziert, dass sich die Gruppe von 9 schon früh auf dem Weg vom Zelt abwärts getrennt hat - sodass Tibo allein war, als er auf dem steinigen Grat verunglückt ist. Aber die anderen 3 folgten auf demselben Weg. Und dies, während die 2 Yuris auf einer anderen Route auf dem Weg zur Zeder waren?

- Warum haben sie die Zeder aufgesucht? Der Baum war eine Landmarke. Aber es gab keinen direkten, sicheren Weg dorthin. Und auf dem Weg gab es andere Optionen für Feuer- und Lagerplätze, die sinnvoller scheinen -> so wie "the den"

- Hatten die 2 Yuris eine Sonder-Mission? War es eine Strategie, zwei Lösungen zu versuchen, um die Überlebenschancen zu erhöhen?

- Zu 16.: "Kolevatov is carrying the bodies of Lyuda, Nikolay and Semyon (in this order!) from the place of fall to the den." Er hat es nicht geschafft, sie die Steigung bzw. den Felsen hoch zu tragen. Das hat er beim ersten Versuch gemerkt. Warum hat er sie dann zusammen da hingelegt? Damit sie zusammen sterben? (Und war der Flusslauf im der Ravine vereist?)

- Was mit den restlichen 3? Welchen Weg haben sie genommen? Haben sie "the den" gegraben? Warum zurück zum Zelt und im Sturm sterben wenn es im Wald windstill war?

Sorry, falls ich etwas durcheinander gebracht habe. Aber es ist sehr schwierig, den Überblick über das Gelände mit seinen Schauplätzen und der Timeline zu bekommen.
Herzlichen Dank, falls du die Fragen beantworten kannst. Ich weiß, du warst damals nicht dabei. Aber du hast schlüssige Hypothesen :)


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02.12.2019 um 22:41
Le_Ciel schrieb:und der aufgeschnittene Speck war im Zelt verteilt zu finden.
Nur mal am Rande: Welche Quelle sagt das so?
Bedenke: Zelt-Dokumentation in weiten Teilen nicht gesichert.


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02.12.2019 um 22:50
Lieber WAB, ich möchte respektvoll ganz energisch widersprechen.
WAB schrieb:

>>[/b]
WAB schrieb:Ich möchte meinen Standpunkt erklären, der aggressiv erscheinen mag. Leider gibt es heutzutage (in allen Ländern, obwohl ich mich irren kann) eine solche Situation. Medizinisches Fachpersonal sammelt Wissen nur durch statistische Methoden. Die Biomechanik des Traumas, an der ich beteiligt war (es gab ein viel breiteres Forschungsspektrum, aber das steht in direktem Zusammenhang mit dem, was wir hier di
<<

Wie bitte??? „nur“ durch statistische Methoden? Das stimmt ganz und gar nicht. Medizin ist vor allem eine empirische Wissenschaft und stützt sich auf Beobachtungen und Erfahrungswerte, aber auch auf Anatomie und Physiologie. Die Statistik spielt dabei nur eine kleine Rolle.

Sie haben weiter oben schon geschrieben, dass man die Gerichtsmedizin zur Erklärung nicht braucht.
Ihre Interpretation in Bezug auf den Zustand der Leichen und die Möglichkeiten der Obduktion lassen mir ein wenig die Haare zu Berge stehen.

Lieber WAB, sie haben offensichtlich sehr viel Ahnung von Biomechanik, und auch vom Bergwandern usw. Meinen Respekt dafür.
Aber wir haben im Deutschen ein Sprichwort: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten“. Von Medizin haben sie nicht viel Ahnung und auch falsche Vorstellungen, das merkt man. Das ist ja auch nicht schlimm. Aber die Gerichtsmedizin hat nun mal einen bestimmten hohen Stellenwert, zu Recht. Bitte respektieren sie das auch, dass es dort Leute gibt, die sich auskennen, und gute Arbeit machen. Beispielsweise Vozroshdenny.

Ihr Problem ist, dass Sie vorschnell interpretieren und Leute in Schubladen stecken. (ich z.B. bin ganz offensichtlich in der „Verschwörungs“- Schublade bei Ihnen, obwohl ich keinerlei Theorie vertrete bis jetzt)
Auch andere Personen, Autoren, Journalisten, Quellen werden von Ihnen pauschal abgelehnt, selbst wenn man leicht nachprüfen kann, dass diese recht haben.

Das ist z.B., als ob man sich bei der Prawda den Wetterbericht anschaut. Und dann sagt: „Ach, der kann nicht stimmen, die Prawda ist unseriös.“ Und dabei übersieht, daß das Wetter tatsächlich zum Bericht paßt.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

02.12.2019 um 23:10
Nemon schrieb:Nur mal am Rande: Welche Quelle sagt das so?
Bedenke: Zelt-Dokumentation in weiten Teilen nicht gesichert.
Soweit ich mich erinnern kann, steht es in den Aktenberichten. Definitiv wurde im Zelt aufgeschnittener Speck gefunden, das weiss ich ziemlich sicher. Bei Gelgenheit kann ich nochmal schauen, ob ich die Textstelle finde oder kannst Du sie ev. aus dem Stehgreif benennen @chelsi ?
Nemon schrieb:- Zu 16.: "Kolevatov is carrying the bodies of Lyuda, Nikolay and Semyon (in this order!) from the place of fall to the den." Er hat es nicht geschafft, sie die Steigung bzw. den Felsen hoch zu tragen. Das hat er beim ersten Versuch gemerkt. Warum hat er sie dann zusammen da hingelegt? Damit sie zusammen sterben? (Und war der Flusslauf im der Ravine vereist?)
Der Ablauf bereitet mir Probleme, weil die drei aufgrund ihrer schweren Verletzungen kaum noch bewegungsfähig waren und es bedeutet, dass Kolevatov eine unglaubliche Leistung vollbracht haben muss. Die Wetterverhältnisse werden ihm ja ebenfalls zugesetzt haben. Kleidungsstücke der beiden Yurins wurden bei Dubinina und bei dem Flusslager entdeckt, was nahelegt, dass sich anfangs alle bei der Zeder aufgehalten haben oder zumindestens Kolevatov. Wenn es eine Splittung der Gruppe gab, kann ich mir vorstellen, dass sie sich zwischen Dyatlov und Zolotaryov aufgeteilt hat. Aufgrund des Alters und der Erfahrung dürfte Z. ebenfalls eine gewisse Autorität genossen haben.


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02.12.2019 um 23:16
Le_Ciel schrieb:was nahelegt, dass sich anfangs alle bei der Zeder aufgehalten haben oder zumindestens Kolevatov.
Unter 15. geht WAB davon aus, dass Kolevatov bei der Zeder war.


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02.12.2019 um 23:23
Nemon schrieb:Unter 15. geht WAB davon aus, dass Kolevatov bei der Zeder war.
Ja, es müssten zwangsläufig Kolevatov, Dyatlov, Slobodin oder Zinaida Kleidungsstücke von Zeder zum Fluss getragen haben, wenn die drei Verletzten nicht an der Zeder waren. Wenn man davon ausgeht, dass Yurin D. und Yurin K. nicht zu Lebzeiten ihre Kleidung für die Verletzten geopfert haben. Was theoretisch auch möglich ist.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

02.12.2019 um 23:41
Zum Thema Speck.
@Nemon
@Le_Ciel

>>Der Rettungsmannschaft, die das Zelt untersuchte, fielen ein großes (etwa drei Kilogramm schweres) Stück Speck auf, das unverpackt war, sowie ein davon abgerissener Streifen Schwarte auf der Decke. <<

Aus Rakitin Alexei, Die Toten vom Dyatlov pass. Originalquellen: Dyatlovpass.com


>>The tourists didn't light a bonfire, the only meal that was available to them under such circumstances was dry biscuits, smoked brisket, sugar, and maybe precooked sausage (condensed milk and canned meat were frozen, noodle and dry porridge required hot water). Thus, the smoked brisket and dry biscuits were their main meal. From the files we know that the brisket had been sliced but not eaten (except maybe for a couple of pieces). The tourists still had a cocoa drink in the flask, prepared over a fire in the Auspiya Valley. They had not finished the flask; prosecutor Tempalov found it filled with the frozen liquid. Thus, the smoked brisket (by the way, it was in very short supply at the time) had been sliced but not eaten; the flask with the cocoa drink had not been emptied. No doubt, something happened right at the supper time when they just started eating.<<

Аus: Lobtchev, Dyatlov pass keeps it secrets. Originalquellen in den Aussagen der Suchmannschaft dyatlovpass.com; Slobtzev Boris et al.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

02.12.2019 um 23:49
Danke @Chelsi. Die halb gefüllten Kakaoflaschen hatte ich nicht mehr im Kopf, unterstützen aber, dass "es" relativ früh passiert ist.


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02.12.2019 um 23:51
WAB schrieb:Ich habe mich gefragt, warum du dich plötzlich so sehr auf Verschwörungen konzentrierst?
Das hatte ich gar nicht vor. Ich habe nur versucht, eine geschichtliche Einordnung vorzunehmen, weil mir das in einigen Beiträgen fehlte. Ich denke, die 10 beziehungsweise 9 Teilnehmer konnten mit der damaligen Situation umgehen. Das System war ihnen ja vertraut. Gerade weil es nicht ungewöhnlich gewesen wäre, wenn der Staat Informanten in der Gruppe gehabt hätte, sollte man daraus KEINE Verschwörungstheorie machen. Es war eine andere Zeit. Wie Sie selbst schreiben, gab es die offizielle Seite mit bestimmten Regeln und Formularen, aber es gab auch den Alltag der Leute. Ich finde, das kann man sehr gut aus den Tagebüchern herauslesen. Schade, dass man nie weiß, wie gut oder korrekt die Übersetzungen sind. Da ich selbst Texte übersetze, weiß ich, wie schwierig es ist, das auszudrücken, was im Originaltext steht. Das muss man lernen. Leider spreche ich kein Russisch.

Ich denke nicht, dass das politische System das Unglück beeinflusst hat, höchstens indirekt, weil man eine neue Route testen wollte oder die jungen Leute als Vorbilder darstellen wollte, aber an dem, was in der Nacht Anfang Februar 1959 passiert ist, hat das nichts geändert. Das sehe ich natürlich auch so.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 18:45
Während die Instrumente vorbereitet werden, werde ich versuchen zu beantworten, was am Ende herauskam.
chelsi schrieb: WAB schrieb:
Diese Art von Rippenverletzung kann man nirgendwo bekommen, außer an diesem Hang. Es gibt keine solchen Bedingungen.
================================
Wie bitte??
Es gibt viele viele verschiedene Möglichkeiten, sich solche Verletzungen zuzuziehen. Auch in diesem Gelände!
Ich hoffe mal, dass ich Sie da wegen der Übersetzung falsch verstehe.
Ich habe bereits darum gebeten, nicht alles auf einen Haufen zu legen: Thibauds Verletzungen und Rippenverletzungen von Semyon Zolotarev und Lyudmila Dubinina sind unterschiedliche Bedingungen an verschiedenen Orten und unter verschiedenen Umständen.
Neben der Verletzung von Slobodin gibt es auch unterschiedliche Bedingungen und einen ganz anderen Ort. Verwirre dich nicht selbst und verwirre andere.
Wenn du alles vermischt, wirst du es nie herausfinden können.
chelsi schrieb:Sie machen wieder den Fehler, das Pferd von hinten aufzuzäumen: sie ziehen hier offensichtlich nur Verletzungsursachen in Betracht, welche Ihre Theorie unterstützen.
Was bedeutet "Unterstützung ihrer Theorie" (c)? Warum sollte die biomechanische Trauma-Analyse das “Pferd”(с) betreffen?
chelsi schrieb:Die Rechtsmedizin funktioniert aber anders, eine forensische Untersuchung auch:

Zunächst guckt man sich die Todesursachen und die Todesumstände an, sowie die weiteren Spuren, und dann versucht man, daraus einen Hergang abzuleiten.
Nun, man schaut nicht auf die "Todesursache und die Umstände des Todes" (c), man zieht sofort Schlüsse, auch wenn man keine Ahnung vom Ort selbst hat, oder von den Bedingungen, die da waren. Und wenn man versucht, etwas darüber zu sagen, ist es nur eine Erfindung. Es ist viel einfacher für mich, darüber zu urteilen, ich war viele Male dort und unter genau diesen Bedingungen (manchmal sogar noch schlimmer) als während der Ereignisse.
chelsi schrieb:@WAB, ich schätze sie sehr, weil sie sich viel Mühe geben und viel Zeit in Ihre Überlegungen hineinstecken.
Aber bitte versuchen sie, bei dem zu bleiben, womit sie sich gut auskennen, das ist sicherlich genug.
Noch einmal möchte ich Sie zu meiner Antwort off-peak schrieb 2013-11-28: Mazehare schrieb: 02.12.2019 um 18:06 Uhr. Da ist alles sehr klar gesagt. Bitte lernen Sie, die Konzepte der Medizin und Physik mit der Mathematik zu teilen. Und versuchen Sie, den Unterschied in den historischen Ansätzen dieser Wissenschaften zu verstehen.
chelsi schrieb:Ihre Aussage mit den Rippenverletzungen ist hoffentlich nur ein Missverständnis durch die Übersetzung, denn sie ist absoluter Quatsch, sorry.
Was meinst du damit, was meinst du damit? Das ist Unsinn, denn Sie verstehen nicht, dass Sie das umgekehrte Problem lösen können: zu sehen, dass die Bruchlinien das Ergebnis der Zerstörung durch das schwächste Glied in der Konstruktion sind. Daher ergibt sich hieraus die Natur der Ladung, so dass die andere einfach physikalisch ausgeschlossen ist. (Oder wirst du denken, dass die Natur hier falsch liegt, aber du bist es nicht?) Aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit (müssen Sie die Bedeutung dieses Begriffs erklären?) ist es unmöglich, ihn mit mehreren Einflüssen zu erhalten. Deshalb stellt sich heraus, dass, wenn man die Gesetze der Physik ignoriert (es liegt in der Natur - auf Lateinisch!), dann Unsinn schreibt.
chelsi schrieb:Rippenserienfrakturen mit Hämatothorax, wie sie bei den beiden Schlucht- Opfern dokumentiert sind, sehe ich häufig, auch die sehr schweren und lebensbedrohlichen Varianten.
Und du hast den Prozess selbst gesehen, wie er abläuft? Oder spekulierst du nur wegen deines eigenen Glaubens darüber?
Und wie viele dieser Frakturen haben Sie persönlich unter den extremen Bedingungen des Reisens gesehen? Nun, zumindest bei den Kletterern? Beziehe dich nur nicht auf andere hier. Ich frage nach Ihren persönlichen praktischen Kenntnissen und Beobachtungen. Oder wirst du die Bedingungen der Stadt und die Bedingungen an anderen Orten wieder ändern?
chelsi schrieb:Und neben Verkehrsunfall gibt es reichlich andere Möglichkeiten, wie man sich sowas zuziehen kann.
Was zum Beispiel?
chelsi schrieb:Hier nur mal ein paar, die ich schon gesehen habe: Tritt vom Pferd oder von einem Menschen auf jemanden, der am Boden liegt.
Gab es ein Pferd auf dem Djatlowpass? :O
chelsi schrieb:Erschlagen vom umgestürzten Baum, der auf den Brustkorb fällt.
Kennst du die Details der Frakturen selbst oder willst du alles wieder auf einen Haufen legen? Lassen Sie uns ein Röntgenbild machen und ich zeige Ihnen den Unterschied zwischen dem Schlagen von einem Baum und dem Schlagen mit einer verteilten Oberfläche von "unendlicher Fläche" (das ist der Begriff!). Der Baum hat eine andere Lokalisation von Frakturen. Aber es gibt auch Frakturen! :)
chelsi schrieb:Blitzschlag oder Explosion mit Druckwelle und durch-die-Luft-geschleudert werden.
Was hat das mit irgendetwas zu tun? Hast du Beweise (oder zumindest echte Beweise?), dass es sie gab? Oder hast du wieder keine Ahnung, was da ist und was nicht?
chelsi schrieb:Sogar in der Taiga und am Otorten gibt’s da reichlich Verletzungsmöglichkeiten.
Ich habe mich gefragt, was genau meinst du damit? Und inwieweit entspricht dies dem, was wir an einem bestimmten Ort und unter bestimmten Bedingungen diskutieren?
Es besteht keine Notwendigkeit, über allgemeine Konzepte oder, wie wir sagen, "ein kugelförmiges Pferd im Vakuum" zu sprechen (c).

c6c047d573df

Wir sprechen über ein bestimmtes Ereignis und lassen uns nicht durch die Gespräche anderer Leute ablenken. Wenn wir das Ergebnis erzielen wollen, dann reden wir natürlich nicht nur über irgendetwas. Ich bin nicht an leeren Gesprächen interessiert, und ich habe keine Zeit für sie.
chelsi schrieb:Dass die dann möglicherweise nicht zur jeweiligen Theorie passen, ist halt so.
(Deswegen habe ich auch noch keine)
Ich habe dir gerade die Meinung von E. Fermi mitgeteilt. Es ist sehr korrekt und entspricht der Wahrheit. Völlig.


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03.12.2019 um 18:49
Nemon schrieb:WAB schrieb:
Ich habe eine vollständige Analyse ihrer Handlungen auf Russisch. Es dauert sehr lange, bis man hier schreibt. Wenn du willst, gebe ich dir einen Link. Du musst es selbst übersetzen.
Danke für deine ausführlichen Antworten.
Und dieser Link wäre sehr interessant :)
1.https://drive.google.com/file/d/1EnPmtjBVVUUNzhHetZ02PO5AdAY-G5RY/view?usp=sharing
2.https://drive.google.com/file/d/0B6J-XIhYsx39S3Y2djdKeTJpXzQ/view?usp=sharing .


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03.12.2019 um 18:51
YpersephoneY schrieb: WAB schrieb:
Es ist leicht zu erklären: Sie gingen bergab und bergab IN Windrichtung. Das heißt, mit geringstem Aufwand und so schnell wie möglich.
……………………………………………….
WAB schrieb:
Im Januar 2015 haben wir dort dieses Phänomen entdeckt:Vor der Kurve des Hanges, der 50...60 m höher ist als der Ort, an dem der Wind unserer Zina Kolmogorova die Geschwindigkeit beim Abstieg sehr gering reduziert, und danach nimmt sie dramatisch ab. Dies steht im Einklang mit den Gesetzen der Aerodynamik, die auf das Gelände an diesem Hang angewendet werden.Hier ist eine Reihe von Videos, wie Sie von dem Ort, an dem es ein Zelt gab, herunterkommen:https://drive.google.com/drive/folders/1_MqTUSaR_LJcwlQXys4Fru0iJE73TRSe?usp=sharing Es ist alles auf Russisch, aber man kann alles verstehen, wenn man will.
======================================
Ich denke, die unterschiedlichen Wetterverhältnisse auf dem Berg und im Tal sind ein entscheidendes Puzzlestück, um das Unglück der Dyatlov-Gruppe nachvollziehen zu können.
Es ist ein natürliches und logisches Konzept. Es sollte hinzugefügt werden, dass eine solche Vielfalt von Wetter auf ein und demselben Hang zur gleichen Zeit, sehr verwirrende Gedanken, wie diejenigen, die auf diesem Hang gehen (im Winter, Sommer ist es nicht offensichtlich, weil es keinen solchen Gegensatz von Temperatur und Gefühlen gibt), und diejenigen, die versuchen, Hypothesen und "Theorie" zu bauen.
YpersephoneY schrieb:Gegeben der Annahme, dass - weshalb auch immer - keine Zeit für die Bergung weiterer Ausrüstung vorhanden war, bleibt die Flucht ins Tal als die einzige Option, für die sich in dieser Situation wohl jeder instinktiv entschieden hätte. Die Videos sagen hier mehr als tausend Worte.
Es gibt noch viele solcher Videos, aber sie müssen in den Prozess eingefügt werden, sonst führt das nur zu Verwirrung. Wahrscheinlich, wenn es viele wertvolle Dinge in einem Haufen Müll gibt, sind sie schwerer zu finden, wenn es viel Müll gibt.....


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 18:58
Nemon schrieb: @WAB
Darf ich dir einige Fragen zu deiner Version der Abläufe stellen?
Du kannst das so lange machen, wie du willst. Bitte beachten Sie, dass ich möglicherweise nicht genügend Zeit habe, um schnell und effizient zu reagieren.
Nemon schrieb:Das bezieht sich auf die Grafik und Informationen von hier:

https://dyatlovpass.com/ravine-borzenkov
Nemon schrieb:Von hier ab:
How did the events unfold
Lyuda, Semyon and Aleksander Kolevatov found wounded Tibo on the 3rd stone ridge...
... - Dein Ablauf impliziert, dass sich die Gruppe von 9 schon früh auf dem Weg vom Zelt abwärts getrennt hat - sodass Tibo allein war, als er auf dem steinigen Grat verunglückt ist. Aber die anderen 3 folgten auf demselben Weg. Und dies, während die 2 Yuris auf einer anderen Route auf dem Weg zur Zeder waren?
Nicht ganz, aber nahe dran. Ich werde allgemeine Grundsätze nennen:
1.Die Gruppe verließ das Zelt verstreut und in sehr kurzer Zeit. Vielleicht ist jemand durch den Eingang herausgekommen und alle sind niedergeschlagen. Obwohl sie von fast jedem, oder einfach von jedem benutzt werden sollten.
2.Zuerst waren sie nicht alle zusammen, und selbst wenn sie es waren, haben sie nicht interagiert. So ist es nicht verwunderlich, dass sie an verschiedenen Orten waren.
3.Der gemeinsame Mythos, dass sie "Händchen halten", ist wirklich ein Mythos. Die Fußspuren, die in der Nähe und zusammen sind, bleiben die gleichen, wenn Menschen verschiedene Zeiten durchlaufen haben. Selbst wenn es 1...2 Minuten sind, aber sie konnten nicht miteinander kommunizieren, bedeutet das, dass sie "zu verschiedenen Zeiten" gingen.
4.Auf dem Hang konnten sie erst dann interagieren, wenn das Bewusstsein entspannt war. Es braucht Zeit. Extreme Witterungsbedingungen helfen, diese Zeit zu verkürzen, aber es dauert immer noch etwa eine halbe Stunde. Während dieser Zeit hätten sie weit den Hang hinunterlaufen können.
5.Ihre weitere Interaktion fand in zufälliger Reihenfolge und an verschiedenen zufälligen Orten statt, so dass es notwendig ist, von den Gruppen auszugehen, in denen sie gefunden wurden. Das ist eine absolute Tatsache.
6.Wahrscheinlich kam der 2. Jura-Jura zuerst und lange vor allen anderen zur Zeder. Dies ist der erste Ort, an dem man zumindest etwas Brennholz finden kann, also für dringende Heizungen. Sie konnten nicht weiter in den Wald gehen, denn es lag tiefer Schnee, als es unmöglich war, auf Skier zu verzichten. Ihre Bewegung erfolgte höchstwahrscheinlich entlang der "Hindernislinie", nämlich parallel zum ersten und zweiten Strom. An diesem Ort kamen sie ausschließlich durch Zufall an.
7.Vielleicht in etwas näherem Abstand den Weg hinunter, aber in größerer Entfernung vom Hauptbachbett gab es einen anderen ähnlichen Baum, aber er wurde noch nicht gefunden. Von diesem Bach konnten sie nicht weit wegkommen - tieferen Schnee gab es wieder auf der Piste, und es war schwierig, den Berg hinaufzugehen.
8.Thibaud ging offenbar links (nördlich) des allgemeinen Weges der ganzen Gruppe und kam an die Stelle des dritten Grates, wo später eine zweite Taschenlampe gefunden wurde. Die Laternen werden nicht umsonst in die Dunkelheit geworfen, und wenn sie versehentlich heruntergefallen sind, werden sie sofort angehoben. Natürlich, wenn sie es schaffen. Wenn sie es nicht können, ist das ein Grund zu der Annahme, dass etwas Besonderes passiert ist. Zum Beispiel fiel er hin und bekam eine Verletzung, die zu Bewusstlosigkeit führte.
9.Es ist möglich, dass Semyon Zolotarev nicht weit weg war (übrigens hatten sie eine bessere Freundschaft als andere), der ihn fand. Dann (und vielleicht auf einmal, ist es unmöglich, es herauszufinden) wurden sie von Kolevatov und Lyudmila Dubinina begleitet.
10.Sie begannen, ihn nach unten zu bringen (es war unmöglich, das zu tun, und es war nicht klar, wohin er gehen sollte), was viel Zeit und Mühe erfordert. Die Mindestzeit (nach Shuras Schätzungen und groß angelegten Experimenten) sollte mehr als eine Stunde betragen, wenn Sie lesen, dass sie an den Ort kamen, an dem dieses Bild aufgenommen wurde:
https://dyatlovpass.com/resources/340/thumbs/Dyatlov-pass-1959-search-310.jpg
wo man die Flammen des Zedernfeuers deutlich sehen kann. Shura und ich haben es im März dieses Jahres überprüft.
11.Nachdem sie diese Reflexion gesehen hatten, gingen sie geradeaus, ohne (nachts und nach harter Arbeit) den Rand des Hanges zu bemerken, wenn Weiß in der weißen Nacht nicht zu unterscheiden ist, und flogen von diesem Hang mit dem ganzen Kopfsteinhaufen. Der Hang ist dort hoch, von 6 bis 8 m, und der Hang ist steil, wenn auch nicht steil. Der Winkel beträgt etwa 35....40 Grad. Infolgedessen erlitten Dubinina und Zolotarev schwere Verletzungen.
12.Dann begann Kolevatov, der keine Verletzungen erhalten hatte, sie auf das Feuer zu übertragen, wie er dachte, wo er sich aufwärmen und den anderen drei helfen konnte. Dann ging er zum Feuer, fand Doroshenko und Krivonishchenko, die keine Lebenszeichen zeigten, brachte sie vom Feuer zum Baum (die Entfernung betrug etwa 1 oder 1,5 Meter), zog einige Kleider aus und kehrte zu dem Ort zurück, an den er die drei gebracht hatte. Dann machte er einen Bodenbelag, legte die Sachen auf, die er mitbrachte (auf dem Weg dorthin verlor er etwas von diesen Sachen, nicht weit von der Zeder - dort im Allgemeinen an die Stelle des gefundenen Lappens von Metern 15...20) und wollte diejenigen, die er zum Feuer tragen wollte, aber wiederum dorthin legen. Da er müde, erstarrt und fast alle seine Kräfte erschöpft war, konnte er nicht einmal den allerersten - Semyon Zolotarev - auf den Boden bringen, aber er fiel ohne Kraft nieder und verlor vielleicht das Bewusstsein. Aber danach konnte ich nicht mehr aufstehen, weil meine Muskeln nicht mehr funktionierten, sie verloren bei Kälte und anstrengender Arbeit ihren Ton.
13.Alle anderen drei gingen getrennt entlang der Piste, ohne Kontakt mit anderen. Die Gründe für ihren Abbruch waren unterschiedlich.
14.Es ist durchaus möglich, dass Dyatlov die Zeder und das Lagerfeuer nicht erreichen konnte, aber wenn die beiden bewusstlos waren und deshalb versuchten, zur Suche nach anderen zurückzukehren. Oder vielleicht war es nicht da, es gibt nicht genug Informationen, um eine korrekte Schlussfolgerung zu ziehen.
15.Rustem Slobodin wurde dort gefunden, wo er verletzt wurde. Nach den Blutungen unter seinem Schädelknochen zu urteilen, hatte er eine sehr schwere Gehirnerschütterung, so dass er nicht weit von der Stelle kommen konnte, an der er verletzt worden war. Darüber hinaus wird dies durch die Tatsache bestätigt, dass dies der Ort ist, an dem der Schnee mit einer Höhe von ca. 2..2,5 m aufgeblasen wird und es sehr wenig Schnee gibt, aber nahe am gefrorenen Boden. Wenn man den Kopf gegen diesen Boden stößt (im Sommer gibt es viele Felsen), kann das leicht zu einer solchen Verletzung führen. Erst 6 Tage später wurde es unter diesem Visier gefunden, denn während dieser Zeit war es mit Schnee bedeckt, als es von der Spitze des Hanges getragen wurde. Deshalb wurde er am 27. Februar nicht sofort gefunden. Er konnte das Lagerfeuer prinzipiell nicht erreichen, was auch dadurch bestätigt wird, dass er viele Dinge in seinen Taschen hatte, die dort sehr notwendig waren.
16.Zina Kolmogorova ging auch getrennt von allen anderen den Hang entlang. Die im Detektionsbericht beschriebene Blutung erinnert sehr stark daran, dass sie sich zum Beispiel die Nase gebrochen hat, als sie auf den Steinen aller drei Steinkämme ging. Außerdem könnte ihre große Abrasion am unteren Rücken das Ergebnis eines Sturzes gewesen sein (ein weiterer, aber nicht unmöglicher, denn auf einmal) auf den gleichen Graten gibt es viele hoch vorstehende Steine, auch solche, die nahe beieinander liegen. Nach der Lokalisation dieser Lendenverletzung zu urteilen, konnte sie sich nur schwer bewegen, so dass sie viel Zeit damit verbrachte. Was nicht zu einem guten Kampf gegen die Kälte beitrug. So konnte ich mich schneller abkühlen und dann so weit weg von Feuer und Zeder gefrieren.
Im Diagramm gibt es nur den letzten Teil ihrer Bewegung am Hang. Ich habe die Absicht, ein allgemeines detailliertes Diagramm oder eine Karte zu erstellen, aber es erfordert so viel Zeit und Mühe (viele Zwischenkopien zu drucken, und Farblaserdruckerkassetten sind für mich sehr teuer). Außerdem kann ich mit diesem Download von Experimenten an der Universität keine lange Zeit für den Dauerbetrieb finden.
Nemon schrieb:- Warum haben sie die Zeder aufgesucht? Der Baum war eine Landmarke. Aber es gab keinen direkten, sicheren Weg dorthin. Und auf dem Weg gab es andere Optionen für Feuer- und Lagerplätze, die sinnvoller scheinen -> so wie "the den"
In Punkt #6 habe ich diese Frage beantwortet. Nur bitte ich dich, zu beachten, dass sie kein solches physisches Konzept wie "lair" hatten. Du kannst an diesem Ort nichts ausgraben, um dich vor.... was zu schützen?
Die Kälte ist überall gleich, es gab praktisch keinen Wind da unten, der Schnee ist nicht warm und benötigt eine externe Wärmequelle. Vor allem, wenn die Kleidung sehr schwach ist.
Nemon schrieb:- Hatten die 2 Yuris eine Sonder-Mission? War es eine Strategie, zwei Lösungen zu versuchen, um die Überlebenschancen zu erhöhen?
Zuerst einmal hatten sie einen Selbsterhaltungstrieb. Aber nachdem sie sich selbst ein Feuer gemacht hatten, konnten sie dasselbe ihren Kameraden anbieten. Als sie an diesen Ort hätten kommen können. Aber das ist nicht passiert.
Nemon schrieb:- Zu 16.: "Kolevatov is carrying the bodies of Lyuda, Nikolay and Semyon (in this order!) from the place of fall to the den." Er hat es nicht geschafft, sie die Steigung bzw. den Felsen hoch zu tragen. Das hat er beim ersten Versuch gemerkt. Warum hat er sie dann zusammen da hingelegt? Damit sie zusammen sterben? (Und war der Flusslauf im der Ravine vereist?)
Er hatte einfach nicht die Zeit und Energie, es zu tun. Der Prozess blieb unvollständig.
Übrigens gibt es wirklich einen Aufstieg, der nur schwer auf einmal zu überwinden ist. Deshalb musste er die Traverse der Steuerbordorographischen Tafel des ersten Stroms durchlaufen, so dass es beim Tragen überhaupt möglich war.
Er hatte die Leute noch früher mitgebracht. Warum er mit dem zweiten Transfer von Sperma begann, kann ich nur vermuten, dass er damals näher bei ihm war. Er stand in einem bestimmten Moment näher bei ihm.
Nemon schrieb:- Was mit den restlichen 3? Welchen Weg haben sie genommen? Haben sie "the den" gegraben? Warum zurück zum Zelt und im Sturm sterben wenn es im Wald windstill war?
Ich habe bereits ausführlich geantwortet:
1.Niemand kehrte ins Zelt zurück. Unter ihren Bedingungen war es unmöglich. Das ist ein alter und stabiler Mythos.
2. Drei auf der Piste sind verschiedene Wege und unterschiedliche Bedingungen für ihren Halt dort.
Nemon schrieb:Sorry, falls ich etwas durcheinander gebracht habe.
Nein, nein. Alle Fragen sind sehr kompetent und notwendig.
Nemon schrieb:Aber es ist sehr schwierig, den Überblick über das Gelände mit seinen Schauplätzen und der Timeline zu bekommen.
Natürlich ist es das. Ich nutze die Tatsache, dass es für mich viel einfacher ist als für diejenigen, die nicht da waren und das Gesamtbild nur in ihrer Vorstellung sehen. Deshalb versuche ich, das Offensichtliche zu sagen oder zu klären, das die Menschen nicht verstehen. Alles hat eine andere Einstellung dazu. Viele Leute denken, sie wissen es besser als ich oder Shura. :)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 19:15
chelsi schrieb:Lieber WAB, ich möchte respektvoll ganz energisch widersprechen.
WAB schrieb:

>>[/b]
WAB schrieb:
Ich möchte meinen Standpunkt erklären, der aggressiv erscheinen mag. Leider gibt es heutzutage (in allen Ländern, obwohl ich mich irren kann) eine solche Situation. Medizinisches Fachpersonal sammelt Wissen nur durch statistische Methoden. Die Biomechanik des Traumas, an der ich beteiligt war (es gab ein viel breiteres Forschungsspektrum, aber das steht in direktem Zusammenhang mit dem, was wir hier di
<<

Wie bitte??? „nur“ durch statistische Methoden? Das stimmt ganz und gar nicht. Medizin ist vor allem eine empirische Wissenschaft und stützt sich auf Beobachtungen und Erfahrungswerte, aber auch auf Anatomie und Physiologie. Die Statistik spielt dabei nur eine kleine Rolle.
Nach meinem Verständnis handelt es sich um Statistiken, Beobachtungen, Beschreibungen und bis zu einem gewissen Grad um Systematisierung. Es gibt keine Regelmäßigkeiten und Konstanten, wie sie in Mathematik und Physik vorkommen. Das ist der Unterschied. In Zukunft werden diese Wissenschaften zu einem synthetischen verschmelzen, wobei jeder Fall durch Berechnung möglich ist, um zu einem optimalen oder maximalen Ergebnis zu führen. Kannst du das jetzt machen? Ich denke, das tun Sie nicht, denn Sie sind mit allgemeinen Sätzen fertig, wenn Sie konkrete Zahlen und Berechnungen für einen ganz konkreten Fall erhalten. Und auf der Grundlage des gleichen Gerichtsmediziners. Und ich kann sogar aus einer unvollständigen (in deinen eigenen Worten!) Beschreibung der wichtigsten Punkte wählen, die die wichtigsten sind, und in, sorry, "float" sogar in allgemeiner Hinsicht. Warum habe ich dich zweimal (oder dreimal?) nach Thibaud's doppeltem Trauma gefragt: einem Bruch des Gewölbes und einer Fraktur der Schädelbasis. Du hast nicht geantwortet. Was ist denn los? Du weißt es entweder nicht oder willst nicht reden, um deine Inkompetenz zu zeigen. Und das ist nicht einmal eine Frage der Mathematik, sondern der Kenntnis der grundlegenden Gesetze solcher Verletzungen.
chelsi schrieb:Sie haben weiter oben schon geschrieben, dass man die Gerichtsmedizin zur Erklärung nicht braucht.
Nochmals, ich bitte Sie, das, was ich gesagt habe, nicht zu verzerren. Andernfalls muss ich um ein konkretes und wörtliches Angebot bitten, wenn es solche Wörter gibt.
chelsi schrieb:Ihre Interpretation in Bezug auf den Zustand der Leichen und die Möglichkeiten der Obduktion lassen mir ein wenig die Haare zu Berge stehen.
Nun, sehen Sie, ich sage Ihnen, was ausreicht, um herauszufinden, was los ist, ist nicht genug für Sie, und das ist nicht genug für Sie.....
chelsi schrieb:Lieber WAB, sie haben offensichtlich sehr viel Ahnung von Biomechanik, und auch vom Bergwandern usw. Meinen Respekt dafür.
Vielen Dank, aber das ändert nichts an der Vorgehensweise bei der Analyse spezifischer Verletzungen für diesen (spezifischen) Fall.
chelsi schrieb:Aber wir haben im Deutschen ein Sprichwort: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten“.
Es klingt für uns anders: "Schuster - (keine) Stiefel." (с) Aber es ist hier nicht angebracht........
Ich spreche von der Kreatur des Falles.
chelsi schrieb:Von Medizin haben sie nicht viel Ahnung und auch falsche Vorstellungen, das merkt man. Das ist ja auch nicht schlimm. Aber die Gerichtsmedizin hat nun mal einen bestimmten hohen Stellenwert, zu Recht. Bitte respektieren sie das auch, dass es dort Leute gibt, die sich auskennen, und gute Arbeit machen. Beispielsweise Vozroshdenny.
Ich respektiere bestimmte Menschen wie dich nicht, geschweige denn Boris den Wiedergeborenen. Du übertreibst meine Absichten.
chelsi schrieb:Ihr Problem ist, dass Sie vorschnell interpretieren und Leute in Schubladen stecken. (ich z.B. bin ganz offensichtlich in der „Verschwörungs“- Schublade bei Ihnen, obwohl ich keinerlei Theorie vertrete bis jetzt)
Auch andere Personen, Autoren, Journalisten, Quellen werden von Ihnen pauschal abgelehnt, selbst wenn man leicht nachprüfen kann, dass diese recht haben.
Oh, mein Gott! Bist du dir immer noch sicher, dass Journalisten und Schriftsteller, die "nicht von der Couch aufstehen" (und sogar diejenigen, die im Vorbeigehen ein paar Mal an Ort und Stelle gewandert sind - ich meine Journalisten von "Komsomolskaja Prawda" - es gab keine anderen von 500 km von diesem Ort entfernt...), besser wissen als ich (oder Shura Alekseyenkov), welche Bedingungen und Besonderheiten der Ort selbst hat und welche Art von Aktivität jeder so klar diskutiert? Verschwinde aus dem Schatten der Unwissenheit. Es gibt nur 2 Personen, die all diese Feinheiten in der Praxis kennen und die mehr oder weniger korrekte Analysen haben. Ich habe sie bereits aufgelistet, es sind ich und Shura. So unbescheiden es auch erscheinen mag, es ist eine Tatsache.
Vielleicht weil es etwas gibt, mit dem man die Fantasien anderer vergleichen kann, kritisieren wir sie?
chelsi schrieb:Das ist z.B., als ob man sich bei der Prawda den Wetterbericht anschaut. Und dann sagt: „Ach, der kann nicht stimmen, die Prawda ist unseriös.“ Und dabei übersieht, daß das Wetter tatsächlich zum Bericht paßt.
Siehst du, selbst hier kannst du es nicht richtig machen. Zeitungen veröffentlichen keine Wetterberichte, sondern Prognosen. Was meistens nicht der Fall ist. Deshalb schimpften Zeitungen als Witz. Die Berichte werden in wissenschaftlichen Zeitschriften verfasst, und es bestehen keine Ansprüche auf das, was erfasst wurde. Es gibt nur Verallgemeinerungen und die gleichen Theorien, mit denen du so unzufrieden bist.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 19:28
Mazehare schrieb: WAB schrieb:
Ich habe mich gefragt, warum du dich plötzlich so sehr auf Verschwörungen konzentrierst?
====================================
Das hatte ich gar nicht vor.
Das ist seltsam. Wenn ich mich nicht irre, aber es wurde für ein anderes Mitglied des Forums geschrieben? Wenn es dir irgendwie wehgetan hat, bitte ich dich, mich zu entschuldigen.
Mazehare schrieb:Ich habe nur versucht, eine geschichtliche Einordnung vorzunehmen, weil mir das in einigen Beiträgen fehlte. Ich denke, die 10 beziehungsweise 9 Teilnehmer konnten mit der damaligen Situation umgehen.
Wenn sie keine anfängliche höhere Gewalt hätten, hätten sie es tun können. Um dies zu tun, mussten sie das Zelt mit vollem Bewusstsein für das, was sie taten, verlassen. Aber diese Situation ist absurd. Sie wollten das Zelt überhaupt nicht verlassen, weil es keinen wirklichen Grund dazu gibt. Deshalb haben sie unangemessene Maßnahmen ergriffen, so dass es keinen Sinn macht, zu beurteilen, was in diesem Fall richtig und was falsch ist.
Wir werden den Grund für diese Erkrankung noch nicht diskutieren. Das ist ein eigenes und großes Thema. Es sollte ohne Ablenkung zu anderen Themen und mit guten physikalischen Kenntnissen diskutiert werden.
Mazehare schrieb:Das System war ihnen ja vertraut. Gerade weil es nicht ungewöhnlich gewesen wäre, wenn der Staat Informanten in der Gruppe gehabt hätte, sollte man daraus KEINE Verschwörungstheorie machen. Es war eine andere Zeit. Wie Sie selbst schreiben, gab es die offizielle Seite mit bestimmten Regeln und Formularen, aber es gab auch den Alltag der Leute.
Ich weiß alles, was damals geschah, weil ich mein ganzes Leben lang unter diesen Bedingungen lebte und alles vor meinen Augen geschah. Solche Reisen waren schon immer sehr zahlreich im studentischen Alltag. Es hätte dort einfach nicht genug "Informanten" gegeben. Außerdem ist es notwendig, einen sehr wichtigen Grund zu haben, um einen so komplizierten und teuren Prozess zu schaffen. Ich sehe überhaupt keinen Grund. Keiner der Reisenden, die ich gesehen oder mit denen ich gesprochen habe. Und das sind mehrere tausend verschiedene Gruppen seit 1968. Und das schließt nicht die Gruppen ein, in denen ich seit 1959 bin.
Wenn ich etwas nicht verstehe, erklären Sie mir bitte, wozu solche Informanten in Reisegruppen gut sind?
Wenn dies das Echo von Rakitins Buch ist, aber nicht darauf achten - es war sein kommerzielles Projekt mit dem Buch und sonst nichts. Sein Wissen ist etwas geringer als das vieler anderer. Und das trotz der Tatsache, dass sie (sein "Wissen") zum größten Teil von anderen erhalten haben.
Mazehare schrieb:Ich finde, das kann man sehr gut aus den Tagebüchern herauslesen. Schade, dass man nie weiß, wie gut oder korrekt die Übersetzungen sind. Da ich selbst Texte übersetze, weiß ich, wie schwierig es ist, das auszudrücken, was im Originaltext steht. Das muss man lernen. Leider spreche ich kein Russisch.
Warum sollte ich meine Tagebücher aus dem Russischen ins Russische übersetzen? :)
Mazehare schrieb:Ich denke nicht, dass das politische System das Unglück beeinflusst hat, höchstens indirekt, weil man eine neue Route testen wollte oder die jungen Leute als Vorbilder darstellen wollte, aber an dem, was in der Nacht Anfang Februar 1959 passiert ist, hat das nichts geändert. Das sehe ich natürlich auch so.
Nein. Ich denke, das ist es, was du denkst. Die ganze Zeit war das System solcher Reisen sehr weit von jeglicher Politik entfernt. Jemand hat vielleicht in Papieren geschrieben, in denen er einen Urlaub auf den richtigen Zeitpunkt verschieben musste (wie in Papier für Rustem Slobodin) oder sich etwas anderes besorgen musste (z.B. um knappe Produkte oder Materialien zu bekommen). Aber das sind alles Formalitäten, die das Wesen der Sache in keiner Weise widerspiegeln. Wenn in der Firma jemand dem Chef gefallen will, um einen Bonus zu bekommen (ich meine, nur anständigen Inhalt davon :) ), ist es ungefähr die gleichen Umstände. Wir waren die Einzigen, die entschieden haben, ob sie einer solchen Entscheidung zustimmen oder nicht, also haben wir alles in einer Reihe geschrieben, so weit wie möglich.hile Ich möchte einige kleine Bemerkungen machen, die bei der Analyse dieser Schäden helfen können:


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

03.12.2019 um 19:47
WAB schrieb:Nicht ganz, aber nahe dran. Ich werde allgemeine Grundsätze nennen:
WAB, ich kann nicht genug danken für deine Version, und ich denke, einige andere hier werden zustimmen :Y:
Die Ansätze sind teilweise revolutionär als Erklärung für das gesamte Szenario und einzelne Details.
Einiges macht auf den ersten Blick mehr Sinn als viele bisherige Annahmen, anderes müssen wir sicher noch genauer prüfen.
Jetzt haben wir einige neue Aspekte, die erst mal studiert werden müssen - und das dauert eine Weile ;)

Danke.


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