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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

9.222 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mysteriös, Geschichten, Kurios ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

18.09.2026 um 19:37
@Transistor
Sorry, ich übe noch😬
Satanistenverein - keine Ahnung ob es bei uns sowas gab?


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

19.09.2026 um 19:25
@klabund
War ja kein Vorwurf, nur ein Hinweis.

Ne kleine Gruppe gibt's bestimmt in jedem Kaff, war zumindest vor zwei Jahrzehnten so 🤷


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

20.09.2026 um 10:49
@klabund
Dieser sehr große Zeitabstand zu deinem Erlebnis ist vielleicht ein wichtiger Hinweis.

Könnte es sich evtl. "nur" um eine Erinnerung und nicht um ein reales Ereignis handeln? Ich meine das absolut ernst und es geht sich dabei weder um etwas pathologisches noch um eine Seltenheit.

Wikipedia: Erinnerungsverfälschung

Man muss sich vergegenwärtigen, dass man sich quasi nur an die letzte Erinnerung an ein Ereignis erinnern kann. Sobald man etwas (unbewusst oder nicht) einer Erinnerung zufügt, um z.B. eine Lücke zu schließen, ist das Hinzugefügte nun integraler Bestandteil aller zukünftigen Erinnerungen.

Das muss hier nicht der Fall sein, aber falls du noch Kontakt zu der damaligen Freundin hast, könnte man unabhängig voneinander die Geschichte beschreiben und abgleichen.
Selbst wenn sie auch von dem Kreuz berichtet vermute ich, dass ihre Version ähnlich wie deine ausfällt, aber nicht genau gleich ist.

Könnte dieser Ansatz vielleicht helfen, eine mögliche Erklärung deines Erlebnisses zu finden?


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

20.09.2026 um 20:15
Zitat von klabundklabund schrieb:Das habe ich tatsächlich auch schon gecheckt. Das einzige, was auf dem Friedhof stattfindet, sind Bestattungen und Beerdigung, aber eben nur im vorderen Teil des Friedhofs Sonderveranstaltung kulturelle Veranstaltung etc. PP finden auf dem Friedhof aktuell nicht statt. Jetzt müsste ich natürlich irgendwie noch herausfinden, wie das vor 30 Jahren war. Ich glaube am meisten hilft es mir, wenn ich an dem Wochenende, an dem ich vorhabe, hinzufahren den Friedhof noch mal einmal genaustens unter die Lupe nehmen, da mir auch damals schon weder meine Mutter noch andere Bekannte oder Verwandte mit unserer Sichtung weiterhelfen konnten.
Du kannst bei Google Earth auch ältere Satellitenaufnahmen (und historische Luftbildaufnahmen) von einem Gebiet betrachten. Damit könntest du die Lichtung finden.
https://support.google.com/earth/answer/148094?hl=de


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

29.09.2026 um 22:39
Als meine Uroma verstarb, mütterlicherseits, wurde sie im gleichen Familiengrab beigesetzt, indem auch ihre Schwiegermutter begraben wurde. Sie waren sich, schon immer spinnefeind.
Meine Oma kümmerte sich um das Grab & pflanzte immer erneut an, doch die Blumen wollten einfach nicht gedeihen.
Sie versuchte es immer wieder, pflanzte an und nach einer Woche, als sie wieder am Grab stand, ließen sie die Köpfchen hängen.
An der Art der Blumen konnte es nicht liegen, da wusste sie auch genau, welche sie nehmen musste.
Durch Gespräche bekam ich dann mit, wie sie über die Uroma und ihre Schwiegermutter zu Lebzeiten redeten.
Schön war das Verhältnis nicht.
Keiner konnte sich dieses Blumenphänomen erklären.


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 02:45
Weißt du zufälligerweise: Ging das Eingehen der Pflanzen erst los, als beide im Familiengrab beigesetzt waren, oder schon nach der ersten Beisetzung?
Ganz weltliche Erklärungen würden mir da schon einfallen (und dafür hätte ich, wäre ich da persönlich gewesen, mal eine Pflanze mit der Wurzel rausgeholt)
SpoilerInsektenlarven wie "Drahtwürmer" wären eine plausible Möglichkeit, und ich hatte da auch schon manches Beet, manchen Blumentopf gefunden in dem nichts wuchs, und dann diese gefunden, alle "schön" im Bereich der Wurzeln
aber auch so, immerhin interessant, wie dann solche (leider) Unstimmigkeiten von früher noch zur Sprache kommen. Kenne durchaus solche "spinnefeind"-Situationen, schlecht übereinander reden, aus dem weiteren familiären Umfeld.


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 10:01
Soweit ich weiß, erst nachdem meine Uroma beigesetzt wurde. Auch nicht sofort, es fiel erst so richtig nach einigen Monaten auf.
Zwischendurch wurde das Grab, auch mit Erde erneuert und neu bepflanzt. Diese Unstimmigkeit soll aber dennoch geblieben sein.

Es soll die Strauchmargerite gewesen sein, die zwar schon Pflege braucht , aber doch eher robust ist.

https://i.postimg.cc/0j0cP1kJ/Argyranthemum-frutescens-zoom.jpg

Nach Hörensagen, hingen die Blütenblätter nach paar Tagen kraftlos nach unten.
Da müsste ich mal nachfragen, ob da eventuell nach "Drahtwürmern" untersucht wurde.
Momentan ist das Grab unbepflanzt und nur mit Gestecken versehen.


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 10:08
Ich hatte vor kurzem mal wieder ein sehr seltsames Erlebnis. Ich war auf dem Weg zur Arbeit, fuhr an einer Bushaltestelle vorbei und da stand ein Kind mit Schulranzen. Soweit so gut. Es hatte so eine Regenjacke an, erst schaute ich nicht genau hin, kam mir aber irgendwie seltsam vor. Als ich direkt auf der Höhe des Kindes war fiel mir dann auf, dass es die Jacke verkehrt rum anhatte - also hinten vorne - und die Kapuze der Regenjacke über das Gesicht gezogen. Völlig schräg. Ich schau nochmal in den Rückspiegel, weil mir das so skurril vorkam, Kind ist weg.
Zwischen ich guck Kind an und ich guck in Rückspiegel sind nur wenige Sekunden vergangen und es gab an der Stelle auch nix wo sich das Kind hätte in Sekunden hinspringen können. Morgendliche Halluzinationen? Keine Ahnung.


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 13:00
@MetaLunaria
Da nach einer neuen Beisetzung meist Pflanzen hinzukommen, ist es leicht möglich, mit diesen Insektenlarven einzuschleppen.
(Hatte selbst den "Spaß" schon mit neu gekauften Pflanzen, trotz solider Hobbygärtnererfahrung und auch bei robusten Pflanzen. Seitdem kommt bei sowas bei mir der Blick in den Wurzelballen.)

@paxito
Ist schräg - würde ich aber für 'nen normalen Kinderspaß halten. Statt Jacke verkehrt herum könnte es evl. auch das häufigere Aufsetzen des Schulranzens vorne statt am Rücken sein, was auch den Eindruck ergeben könnte, es sei die Jacke die verkehrt herum angezogen ist. (Sofern einem die Richtung in die die Füße zeigen nicht gleich auffällt.)

Leicht kurios von gestern:
Ein Schwarm Flamingos am Himmel. (Die ziehen hier grundsätzlich durch, aber selten.)


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 14:16
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Statt Jacke verkehrt herum könnte es evl. auch das häufigere Aufsetzen des Schulranzens vorne statt am Rücken sein, was auch den Eindruck ergeben könnte, es sei die Jacke die verkehrt herum angezogen ist.
Durchaus möglich. Mich irritiert auch viel mehr, dass ich es im Rückspiegel nicht sehen konnte. Das machte die ganze Situation erst creepy. Sonst hätte ich mir nur gedacht, was für ein schräges Kind - könnte eins von meinen sein. ;)
Diese Dorfbushaltestelle ist halt einfach ein paar Steine am Boden und ein Schild. Da ist kein Häusschen oder so. Und auch sonst steht da nix wo es sich hätte verstecken können - fahr da ja jeden Tag vorbei. Ich schwanke wirklich zwischen Einbildung oder merkwürdigen optischen Effekten, richtig erklären kann ich es aber nicht.


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 14:25
War das morgens oder eher zu Zeiten rund um den Schulschluss?
(Du schriebst "zur Arbeit", das habe ich nicht überlesen. Arbeitsbeginn muss nicht automatisch morgens sein, deshalb die Nachfrage; normale Nachfrage, keine um dich in irgendwelche Widersprüche zu verwickeln.)
Weggehen (Weg, Häuser), hinter einer Kuppe verschwinden ist nicht möglich?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Diese Dorfbushaltestelle ist halt einfach ein paar Steine am Boden und ein Schild.
Innerorts oder an der Landstraße? (Kenne da beide Varianten, und "Dorfbushaltestellen" sogar eher an der Landstraße gelegen: Man geht vom Dorf oder Weiler dorthin an die Landstraße raus, weil der Schulbus nicht in alle kleinen Dörfer reinfährt.)


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 14:41
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Innerorts oder an der Landstraße? (Kenne da beide Varianten, und "Dorfbushaltestellen" sogar eher an der Landstraße gelegen: Man geht vom Dorf oder Weiler dorthin an die Landstraße raus, weil der Schulbus nicht in alle kleinen Dörfer reinfährt.)
Innerorts - wobei das ein bisschen hochgegriffen ist bei dem Dorf. Sind glaube ich 4 Häuser.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:War das morgens oder eher zu Zeiten rund um den Schulschluss?
Morgens, ungefähr auch zur Zeit wo da die Schulbusse fahren, etwa gegen 7. Wobei ich auf der Strecke noch nie nen Schulbus gesehen habe, die fahren eigentlich zu etwas versetzten Zeiten.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Weggehen (Weg, Häuser), hinter einer Kuppe verschwinden ist nicht möglich?
Da ist nur ein recht hoher Zaun, so 1,80 - 2,00 Meter hoch. Wenn das Kind nicht plötzlich nen Stabhochsprung hingelegt hat - nein da ist nix. Und auch der Zaun ist ein gutes Stück weg. Man hat da an der Stelle eigentlich nen sehr guten Einblick, macht bei der ansonsten kurvigen Strecke durchaus Sinn das da die Schülerbushaltstelle ist.


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30.09.2026 um 14:58
Zitat von paxitopaxito schrieb:Innerorts - wobei das ein bisschen hochgegriffen ist bei dem Dorf. Sind glaube ich 4 Häuser.
Das bezog sich auch eher auf die Möglichkeit, zu einem Haus zu gehen, sowie auf die ungefähr erwartbare Fahrgeschwindigkeit.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Da ist nur ein recht hoher Zaun, so 1,80 - 2,00 Meter hoch. Wenn das Kind nicht plötzlich nen Stabhochsprung hingelegt hat - nein da ist nix. Und auch der Zaun ist ein gutes Stück weg. Man hat da an der Stelle eigentlich nen sehr guten Einblick, macht bei der ansonsten kurvigen Strecke durchaus Sinn das da die Schülerbushaltstelle ist.
Die Schulbushaltestelle muss aber irgendwie erreicht werden. Den entsprechenden Weg könnte das Kind, die Person wieder zurückgegangen sein, was sich aber ggf. zeitlich nicht ausgeht während der paar Sekunden (?) zwischen direkt sehen und Blick in den Rückspiegel.


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30.09.2026 um 16:39
@Raspelbeere

Das kann gut auch möglich sein, mit den Larven. Ich habe mich damals mit dieser Marterie nicht sonderlich beschäftigt. Es kam nur immer mal dieses Gespräch auf, bei Familienzusammenkünften und mir blieb das im Gedächtnis hängen.
Ich möchte mich auch nicht so daran "festfahren", dass es jetzt unbedingt etwas Paranormales sein muss, interessant finde ich es dennoch.

@paxito

Hat es an diesem Morgen überhaupt geregnet?


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

30.09.2026 um 20:01
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Die Schulbushaltestelle muss aber irgendwie erreicht werden. Den entsprechenden Weg könnte das Kind, die Person wieder zurückgegangen sein, was sich aber ggf. zeitlich nicht ausgeht während der paar Sekunden (?) zwischen direkt sehen und Blick in den Rückspiegel.
Da führt nur ein Feldweg die Straße entlang. Da das Grünzeug da nicht sonderlich gepflegt ist, vielleicht hätte es sich flach dahinlegen können, so mit Ranzen vor sich. So richtig Sinn ergibt das aber auch nicht.
Zitat von MetaLunariaMetaLunaria schrieb:Hat es an diesem Morgen überhaupt geregnet?
Öhm, du fragst Sachen. Ich weiß es nicht.


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30.09.2026 um 21:29
Toter Winkel im Rückspiegel vielleicht


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30.09.2026 um 23:33
@paxito
Ich frage deshalb, weil durch Regen oft auch durch die Reflexionen gewisse Schatten oder Trugwahrnehmungen entstehen können. Aber ich möchte da nichts absprechen, du hast dieses Kind deutlich gesehen oder eher durch peripheres Sehen aus dem Augenwinkel?


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01.10.2026 um 00:09
Zitat von SommerwieseSommerwiese schrieb:Toter Winkel im Rückspiegel vielleicht
Möglich, wenn die Person zur Seite gegangen ist. (Hatte obiges erst so aufgefasst, dass der Bereich der Haltestelle gesehen werden konnte, nur an der Haltestelle niemand mehr war.)


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

26.10.2026 um 22:55
Ich möchte euch hier mal eine - meiner Meinung nach - wirklich merkwüdige "Geschichte" erzählen, die mir genau so passiert ist. Jedenfalls erinnere ich sie noch genauso. Vosicht, das wird eine lange Geschichte.
Es war Ende der 1980er Jahre, ich besuchte die Oberstufe, stand ziemlich genau ein Jahr vor dem Abi. Damals lebte ich im Haus meiner Eltern, mit ihnen und meinen Geschwistern. Zwei von uns Kindern bewohnten das Obergeschoss, der Rest der Familie lebte im Erdgeschoss. Wir "oben" waren privilegiert: Seit wir dort unter dem Dach wohnten (also seit ich so 13 oder 14 war), hatten wir einen eigenen Telefonanschluss (meine Eltern waren genervt, wenn ihr Telefon dauernd von den Teenies besetzt wurde;-)) und eigene Badezimmer, wir lebten relativ frei.
Irgendwann bekam ich abends einen Anruf von einer mir unbekannten männlichen Person. Schnell stellte sich heraus, dass ich den Anrufer nicht kannte, er sagte, er habe sich wohl verwählt, wir beendeten das Gespräch. Einige Minuten später rief er erneut an und wir kamen ins Plaudern. Er sagte mir Sachen über mich, die eigentlich nur Menschen aus meinem nahen Umfeld wissen konnten. Angefangen bei Haar- und Augenfarbe, Größe, Gewicht, über wo ich meine Urlaube verbrachte, Persönliches... Ich kannte die Stimme nicht. Dennoch dachte ich: da erlaubt sich sicherlich jemand einen Spaß mit dir, jemand, den du kennst, der sich nicht zu erkennen geben will.
Er erzählte eine eigenartige Story: Er hätte kürzlich einen Motorradunfall gehabt, seitdem könne er entweder hellsehen, oder er habe einen Dachschaden. Er suche nach einem Fachmann, der ihm helfen könne.
Mein Vater war so ein Fachmann und ich sagte ihm das.
Wie auch immer, wir redeten ein paar Minuten, dann legten wir auf.
Ein paar Tage später meldete er sich wieder. Wir redeten. Er sagte mir, wie er heiße und wo er wohnte. Ich kannte ihn nicht, er wohnte im selben Ort, aber am anderen Ende.

Ich erzählte einer guten Freundin davon. "Den kenne ich!" meinte sie. "Der trägt hier die Bild am Sonntag aus. Komischer Typ, neulich klingelte es bei uns an der Tür" (sie wohnte in einem Mehrfamilienhaus), "als ich öffnete, kam er mit einem Riesensatz die Treppe aus dem 1.Stock runter gesprungen, schmiss mir eine BaS in die Arme, sagte "schenk ich dir" und war weg."

Zwei- oder dreimal rief er mich an und wir sprachen eine Weile.
Irgendwann fing es an, dass mein Telefon klingelte - und immer, wenn ich abnahm, war niemand dran oder es wurde sofort aufgelegt. Das war meist, wenn ich das Telefon mit nach unten nahm (damals noch schnurgebunden). Dann stand es unten in der großen Diele, theoretisch wäre es vom Nachbargarten aus sichtbar gewesen.

Einmal war ich bei der Freundin, bei der der Anrufer die Zeitung austrug. Sie wohnte in einem Mehrfamilienhaus, mit ihrer Mutter, in einer Wohnung im Hochparterre. Irgendwann klingelte es an der Tür. Sie ging nicht zur Tür, es war spät, sondern öffnete das Fenster (auf Kipp) und fragte, wer da sei. Der Typ stand vor dem haus und fragte nach mir! Sie sagte ihm, ich wäre da gewesen, aber bereits nachhause gefahren, und verwickelte ihn in ein Gespräch. Ich rief unterdessen meinen Bruder an (der zuhause war) und erzählte ihm, dass dieser Typ gerade dort vor er Tür stand (ich hatte meinem Bruder von der beunruhigenden "Bekanntschaft" erzählt, weil er mir einige Tage zuvor erzählt hatte, für mich hätte jemand angerufen und er hätte gesagt: sie ist nicht da, sie ist bei einer Freundin. Bei ...? Fragte der Typ. "Nein, bei Katja", sagte mein Bruder, woraufhin der Typ gleich den vollständigen Namen und die Adresse meiner Freundin Katja nannte, so dass mein Bruder dachte, der Anrufer kenne uns.) Jedenfalls wollte mein Bruder, dass wir den Typen möglichst hinhalten, er wollte vorbeikommen und mit ihm reden. Als Katja dem Typen sagte, ich sei nicht (mehr) dort, sagte der jedenfalls: "Lüg doch nicht, die hockt doch da!". Ich saß tatsächlich auf dem Fussboden, das war aber von der Straße aus keineswegs sichtbar... Als mein Bruder eintraf, war er aber schon wieder weg.

Irgendwann machten meine Eltern Urlaub, ich war zuhause. Bevor sie fuhren, sagten sie noch, ein Nachbar hätte jemanden beobachtet, der durch den Garten schlich. Ich sollte daher aufmerksam sein, besonders, weil unser Hund nicht angeschlagen hatte.
Eines Nachts hörte ich Geräusche, wie Schritte auf dem Steinboden in der Diele im Erdgeschoss. Ich rief einen Kumpel an am nächsten Tag und 2 Nächte blieb der bei uns im Haus, schlief im Zimmer meines Bruders (der auch verreist war). Als ich morgens alles kontrollierte, standen im Keller die Fenster weit offen.

Immer wieder die Anrufe und aufgelegt, wenn ich dran ging.

Mein Kumpel, der nicht dauerhaft bei mir wohnen konnte, gab mir den Tipp, im Erdgeschoss, im Schlafzimmer meiner Eltern zu übernachten, wenn ich mich fürchten würde allein im Haus. Gesagt, getan, ich habe also dort unten geschlafen, die Rolläden runter gelassen, das Telefon (von unten) an mein Bett gestellt, die Nummer von ich weiß nicht mehr wem eingespeichert, um im Notfall per Wahlwiederholung Hilfe rufen zu können, und bin dann schlafen gegangen. Ich bin nachts aufgewacht, weil ich irgendwas gehört hatte, war plötzlich hellwach. Meine Katze saß auf meinem Bett, mit gespitzten Ohren starrte sie in die Dunkelheit des Flurs. Das Haus hat einen Wohntrakt: Wohnzimmer mit Essecke, Küche, Wintergarten, und einen Schlaftrakt mit Bädern und Schlafzimmern, beide Seiten des Hauses durch eine große Diele verbunden.
Ich lag im Bett und lauschte. Es kam ein Geräusch, wie ein rhythmisches Klopfen, aus Richtung Wohnzimmer. Es klang, als wenn man 2 Klanghölzer aufeinander schlägt. Rhythmisch, aber nicht vollkommen gleichmäßig. Die Katze mega gespannt auf meinem Bett. Ich hellwach und fokussiert. Es dauerte vermutlich ein, zwei Minuten - dann griff ich zum Telefon, das ich mir ja extra ans Bett gestellt hatte. Das Telefon war tot!
Ich weiß nicht, wie viele Minuten oder länger ich im Bett lag - panisch, und unfähig, mich zu rühren. Irgendwann schaffte ich es. Ich stand auf, nahm einen großen, schweren Briefbeschwerer vom Schreibtisch meiner Mutter, der neben dem Bett stand, und wagte mich durch den Flur und die Diele - ohne ins Wohnzimmer zu blicken, aus dem das Geräusch gekommen war - zur Haustür. Ich habe morgens gegen 4 Uhr meine Nachbarn aus dem Bett geklingelt und den Rest der Nacht dort verbracht.
Am nächsten Morgen ist der Nachbar mit mir rüber gegangen und hat das Haus gecheckt. Alles normal...

Ein andermal war besagte Freundin abends bei mir, wir schauten im Wohnzimmer fern, als es an der Terrassentür klopfte. Freunde taten das gelegentlich, wenn sie uns besuchen oder abholen wollten und meine Eltern aber nicht stören wollten, so dass sie nicht vorn an der Tür klingelten, sondern hinten an der Terrassentür klopften. Ich war - bis auf meine Freundin und unseren Hund - allein zuhause. Der Hund lag im Körbchen, keine 2 m von der Terrassentür entfernt, ganz entspannt, und reagierte gar nicht auf das Klopfen. Das war mehr als merkwürdig, denn es war ein scharfer, extrem wachsamer Hund!
Wie auch immer, wir überlegten gerade noch, ob wir uns trauen sollten, den Vorhang vor der Terrassentür beiseite zu ziehen, um zu sehen, wer da vor der Tür stand, als es plötzlich oben an der Straße hupte. "Das ist meine Mutter!" sagte meine Freundin, und wir verließen in Windeseile das Haus.

Ich habe nie erfahren, wer an der Terrassentür geklopft hat an jenem Abend. Alle, die infrage kamen, habe ich gefragt. Niemand war es.

Als meine Eltern einige Tage später aus dem Urlaub zurück waren, fragte ich sie nach den Kellerfenstern. Sie sagten, sie hätten die keinesfalls offen stehen lassen.
Sie haben dann dafür gesorgt, dass die Bodengitter an den Kasematten mit Schlössern gesichert wurden, damit man nicht mehr so einfach an die Kellerfenster gelangen kann, und alle Fenster im Haus wurden mit Riegeln gesichert.
Das Telefon hat nie wieder geklingelt, ohne dass jemand am anderen Ende der Leitung war.

Ein oder zwei Jahre später wollte sich mal jemand, der diese Geschichte nicht kannte, einen Scherz mit mir erlauben und hat sich im Garten versteckt und mich erschreckt, als ich nachhause kam, abends im Dunkeln... Hätte ich etwas Passendes zur Hand gehabt, ich hätte ihn vermutlich erschlagen.


Es war wie in einem schlechten Film. Ich erinnere nicht mehr, wie dieser Typ hieß, der mich damals anrief. Ich bin ihm auch nie persönlich begegnet, weiß aber noch in etwa, wo er damals wohnte. Bis heute gehe ich davon aus, dass er hinter dem Ganzen steckte, sicher weiß ich es natürlich nicht. Und das Auflegen des Telefons in genau dem Moment, wenn ich es abnahm, war schon sehr merkwürdig. Am eigenartigsten aber war, dass der Hund nicht reagierte. Der war wirklich extrem wachsam, ich habe sonst nie erlebt, dass er einfach auf seinem Platz liegenblieb, wenn jemand kam.
Ich war damals so 17 Jahre alt. Es ist sehr, sehr lange her, aber ich werde das, was sich damals über einige Wochen hinzog, nie vergessen.


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Die echten, wirklich wahren kuriosen Ereignisse 2

27.10.2026 um 11:59
Also als erstes fällt mir dazu ein: warum erzählst du das jetzt, nach etwa 40 Jahren?

Ohne jetzt konkret etwas aus deinem Erlebnis anzweifeln zu wollen, aber Erinnerungen über einen so langen Zeitraum sind per se erstmal sehr fehleranfällig.

Unterm Strich handelt es sich also um folgende Situation?: jemand unbekanntes, der von sich erzählt, er hätte seit einem Unfall übernatürliche Begabungen, interessiert sich nach einem versehentlichen Anruf für dich/euch und hinterlässt aber quasi keinerlei Spuren, die objektiv bestätigen würden, das es diese Person überhaupt gibt.

Nach einigen seltsamen Auftritten verschwindet dann diese Person ohne dass es irgendwelche anderen Hinweise auf andere Zeugen (außerhalb deiner "bubble") gibt, die ebenfalls von hellseherischen Episoden in der Gegend berichten.

Ist das in etwa korrekt so?


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