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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

2.577 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Auto, Wald, Paar, Göhrde, Lüneburg

Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 05:58
@spookytooth

Gab es das Thermalbad auch im Jahre 1989 schon ?

Hat das Bad eher den Charakter eines Heilbades oder eines Spaßbades für Familien ?


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 10:21
@EDGARallanPOE

Das Thermalbad gab es schon vor 1989. Es hat auch ein Außenbecken, das war ebenfalls 1989 bereits lange vorhanden.
Als "Spaßbad" würde ich es nicht bezeichnen. Es gab im Thermalbad keine von diesen neuartigen bunten Riesenrutschen und keinen Sprungturm.
Dafür ein meistens älteres Publikum, ich erinnere noch die Köpfe der älteren Damen, die man vom Kurpark aus im Außenbecken sehen konnte, mit ihren pastellfarbigen Badekappen, an denen so "Blüten" angebracht waren.
Das Thermalbad ist eindeutig ein Heilbad und wird auch bevorzugt von Leuten mit Gesundheitsproblemen ( Arthrose, Rückenbeschwerden etc.) gerne aufgesucht. Für junge Familien, die Spaß haben möchten ist das Thermalbad eindeutig nicht geeignet.
Als Kinder und Jugendliche besuchten wir mit Freunden im Sommer das Freibad " Im Rosengarten". Mit Sprungturm, Rutsche und großer Liegewiese.
Ich fand das Thermalbad als Kind/ Jugendliche langweilig und war nur mit meinen Großeltern gelegentlich dort.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 15:11
Ich komme noch einmal auf den Umstand zurück, dass der Fahrzeugschlüssel der Mercedes S-Klasse von Frau Warmbier am Tatort von der Polizei sichergestellt wurde.

Der Täter hat demnach am Tatort gezielt den Fahrzeugschlüssel von Herrn Köpping mitgenommen und nicht den Mercedes Schlüssel von Frau Warmbier.

Daraus lassen sich verschiedene Aspekte ableiten. Der Täter beobachtete das Liebespaar vom Wald aus, wo er die Parkplätze gut einsehen konnte und dennoch so weit entfernt blieb, um nicht entdeckt zu werden (die Hochsitzdichte bietet hierfür ideale Möglichkeiten). Er sah das Paar aussteigen und kannte somit den Fahrzeugtyp und die Person, die fuhr und wusste dadurch gezielt, welche Fahrzeugschlüssel er bei wem nach der Tatausführung entwenden musste.

Somit ging der Täter nicht willkürlich durch den Wald, verbunden mit der Hoffnung, auf in sein Opferprofil passende Paare zu finden sondern beobachtete sie respektive die Parktplätze gezielt, verfolgte und tötete sie. Möglicherweise beobachtete er sie auch im Wald noch eine gewisse Zeit, bis er sie tötete.

Er ging auch mit Tötungsabsicht in die Göhrde, wofür das Leukoplast-Band ebenso spricht, wie die mitgeführte Schußwaffe (zumindest beim zweiten Tötungsdelikt) und wahrscheinlich ein schweres Schlaginstrument, mit dem er die extremen Schädelverletzungen der weiblichen Opfer herbeiführte.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 15:33
Das macht alles Sinn und ich sehe das genauso. Der Täter kannte den Kellerberg und die üblichen, von Waldbesuchern bevorzugten Parkplätze.
Da hat er sich die freie Zeit vertrieben und wahrscheinlich von den Hochsitzen an und abfahrende PKW´s gezielt beobachtet.
Die beiden Paare fielen durch gewisse äußere Merkmale in sein Raster.
Er war mit Sicherheit öfter dort und hatte die für die Tötung notwendigen Utensilien (Schlaginstrument, Schusswaffe, Leukoplast, ) stets bei sich.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 15:33
ich finde das treffen auch ein sehr gute idee


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28.06.2014 um 16:48
@Vorsichtfalle

Ich denke auch, dass wir auf diese Weise noch etwas anders in Details einsteigen können und am Ende einen guten Sachstand haben werden inklusive der Einschätzung der Tatortgegebenheiten. Es lassen sich danach hier noch besser gemeinsame Überlegungen vertiefen, wenn jeder die örtlichen Gegebenheiten selbst gesehen hat.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 18:45
@LuckyLuciano
Danke für Deine weiteren Erläuterungen. Die Schlussfolgerungen machen zum Einen Sinn, zum anderen passen sie zu meinen Vorstellungen vom Tatablauf. Ich gehe davon aus, dass der Täter den Opfern nachstellte.
Wie ich ja schon schrieb, bin ich Jäger. Mich erinnert das sehr an die Pirschjagd. Ich kopiere hier einmal die Erläuterungen aus Wikipedia rein:

Pirsch: Hierbei begeht der Jäger vorsichtig und leise das zu bejagende Gebiet, er „pirscht“ bzw. schleicht sich gegen den Wind an, um unbemerkt möglichst nahe ans Wild zu kommen. Spuren wird er nicht blindlings folgen, sondern nur dann, wenn sie vielversprechend sind. Dazu ist gute Revierkenntnis erforderlich. Fährten im Neuschnee sind leicht zu erkennen. Deshalb dienen sie als besonders gute Grundlage für die Entscheidung, an bestimmten Stellen zu pirschen.

Warum halte ich das für wichtig? M.E. war diese Phase der Tat ein für den Täter wichtiger Bestandteil der Ausführung. Möglicherweise reizte den Täter der Nervenkitzel, das Überlegenheitsgefühl, die "Vorfreude" auf die Taten. Es machte das ganze spannender und herausfordernder, den richtigen Moment und die Gelegenheit zum Zuschlagen abzuwarten, vielleicht auch zu überprüfen, ob das Opferprofil "passt", die Tat also getriggert wird.

Die Pirsch gilt als Krone der Jagd, weil das Wild hier die größten Chancen hat und die Anforderungen an den Jäger am Größten sind. Die Analogie ziehe ich auch zu den Göhrde-Morden. Es würde mich sehr wundern, wenn der Täter keinen jagdlichen Bezug hätte.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 19:37
@Ideengeber
Das hast Du sehr gut beschrieben, die Analogie zur Pirschjagd passt. Entgegen den zahlreichen Postings, der Täter müsse sich beim Ausspähen passender Opfer in der Nähe der Parkplätze oder auf einem Hochsitz schrecklich gelangweilt haben, glaube ich auch dass die Phasen der Beobachtung der Parkplätze, der Personen und das leise Verfolgen seiner Opfer bereits Vorfreude, innere Erregung und für den Täter ein Überlegenheitsgefühl und Hochgefühl bedeuteten.

Für einen normalen Menschen ist das natürlich nicht so ohne weiteres nachvollziehbar. Dass der Täter einen jagdlichen Bezug hatte, ist ja durchaus auch sehr wahrscheinlich.
Dass er ein 6,35 mm Projektil verwendete, welches keine typische Jagdmunition sein soll, spricht meiner Ansicht nach auch nicht dagegen.
Der Täter könnte dieses Kaliber absichtlich verwendet haben, damit sein jagdlicher Bezug nicht offenkundig wird.

Aber da hier in den Landkreisen Uelzen, Lüchow Dannenberg, Lüneburg fast jeder dritte Mann über eine Waffenbesitzkarte verfügt, wurde da nicht im Einzelnen nachgeprüft.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 20:02
@Strandschwalbe
Über die Idee mit Langeweile im Wald kann man, insbesondere wenn so eine Tat angedacht ist, nur den Kopf schütteln. Als Jäger kann man ohne Langeweile nur die Natur, Bäume und Pflanzen, Insekten, Vögel und Wild beobachtend, stundenlang ausharren. Allein schon den Vogelstimmen im Frühjahr zu lauschen (so 15 - 20 Arten kann ich auseinander halten, und ich bin da sicher kein Experte) ist wie ein Konzertbesuch.

Wer das für langweilig hält, hat die Nähe zur Natur gänzlich verloren m.E. Einfach mal öfter raus in die Natur ;-)


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28.06.2014 um 20:49
@Ideengeber

Das mit der Pirschjagd ist sehr interessant. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Ja, halte ich durchaus für möglich :)

Ich versteh auch nicht, warum manche Menschen denken, dass man sich nicht Stundenlang alleine im Wald aufhalten kann ohne vor Langeweile umzukommen. Ich selbst bin mit ca. 15 oft Stundenlang im Wald umher gelaufen. Dabei kann man super nachdenken. Bis ich mich einmal so vor einem Reh erschreckt habe, danach hab ich mich dann nicht mehr getraut :D

Und nein, es war nicht "unser" Wald in dem ich umher gewandert bin.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 21:12
@Ideengeber

Den Ansatz der "Pirsch" im übertragenen Sinne, halte ich auch für wahrscheinlich.

Da in der Psyche von Serientätern Gewaltphantasien eine Schlüsselrolle spielen, werden die Morde häufig geistig vorweg ausgearbeitet und dann quasi wie ein Drehbuch mit brutaler Gewalt umgesetzt. Die bereits begangenen Taten werden von Serientätern mit dem Ziel der Stimulation geistig immer wieder durchgespielt.

Somit ist der Ablauf des Täters, wie bei einer Pirsch bei Jägern, sehr gut vorstellbar. Ein wirklich guter Vergleich.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 22:56
Mir fallen zwar die Augen zu ,( habe zwei Nächte kaum geschlafen ) aber ich fand noch etwas interessantes, ich weiß nicht, ob es hier schon erwähnt wurde...!

Lt. Zeitung ....Göhrde - Morde : Führt die Spur nach England oder Holland ???
(...)

..... Weil die Polizei ständig eine hollandische Münze erwähnt, die am Fundort des ermordeten Paares
Köpping - Warmbier lag. Ist das der " Schlüssel " , um den Fall zu lösen ..? Zudem liegt der Sonderkommision
in Lüneburg - Beobachtungen der EJZ über einen in der Nähe der Fundorte geparkten - PKW - mit
holländ. Nummer vor ; und gestern Nachmittag überreichte ein Hamburger Journalist , dem Kripo-Chef
H.M. einen Zettel , den er vor Wochen in der Nâhe der Fundorte in der Göhrde aufgelesen hatte - das, was
darauf steht, ist in holländischer Sprache verfasst.
(...)

Einiges was in Richtung Holland weist. Herr Michaelis wollte den Inhalt des Zettels zwar erst studieren, in einer ersten Reaktion meinte er zu den interessanten Hinweis auf Holland lediglich : Das muss man so sehen
" er hofft jetzt mit diesen Erkenntnissen weiterzukommen . Immerhin : Es dürfte sich um die " wärmste "
"Spur" handeln , die die Kripo in Sachen Göhrde - Morde ... Sie liegen fast zwei Jahre zurück - verfolgt ..!


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 23:01
@Boccer

Die "Holland"-Spur wurde relativ früh verworfen. Es gab keine Hinweise, die tatsächlich auf eine Verbindung zu einem Täter aus Holland hätten schließen lassen. Auch die holländischen Garnisonen wurden zu der damaligen Zeit überprüft, aber alles ohne Ergebnis.


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Ideengeber
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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 23:43
@LuckyLuciano
Das mit dem Pirschen schrieb ich etwas ausführlicher bereits am 25. April im Hauptthread. Ich thematisiere da auch die Verlagerung der Opfer vom Tatort weg. @Albertus ist damals anschließend mit interessanten Ausführungen auf mein Post eingegangen. Vielleicht sind die Gedanken ja hilfreich.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

28.06.2014 um 23:46
@LuckyLuciano
Aber die holländische Münze gab es doch , oder - wurde dort keine gefunden ?

@Ideengeber

Ich kann mich auch erinnern , werde mir mal morgen die Beiträge ansehen ..!


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

29.06.2014 um 08:48
@Ideengeber

Danke für den Hinweis. Ich werde es mir noch einmal anschauen. Deine Ausführungen dazu habe ich möglicherweise seinerzeit übersehen.

@Boccer

Die holländische gab es. Nur einen Verbindung zum Täter hat man darüber nicht herstellen können. Es ist ja auch nicht auszuschließen, dass es sich um eine bewusst gelegte Spur handelte.

Du wirst Dich sicher noch an unser WE in der Göhrde erinnern?! Ein Fahrzeug, das zur Jagdgesellschaft des Revierförsters gehörte hatte ebenfalls ein holländisches Kennzeichen.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

29.06.2014 um 15:12
@LuckyLuciano

Ja das stimmt..! In einem Zeitungsbericht wurde ein PKW erwähnt, der über längere Zeit, in der Göhrde
stand, der wurde dann später von der Polizei abgeschleppt ...! ( ich muss endlich mal alle Zeitungsberichte
ordnen, mir fehlt leider die Zeit, aber ich gucke mal, dass ich den Bericht finde..! ) Oder kennst Du den
Bericht ..?


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

29.06.2014 um 17:54
@Boccer

Ich meine, dass es ein Zeitungsbericht aus der EJZ war oder möglicherweise auch aus der LZ. Meine Zeitungsartikel sind zwar geordnet, aber auswendig weiß ich auch nicht alles, wo verschiedene Einzelheiten zu welchem Zeitpunkt standen. ;)


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

29.06.2014 um 18:55
@LuckyLuciano
@ all

Deinen Ordner habe ich ja gesehen, alles schön sortiert , ich habe ihn aber gerade gefunden , lt.
Hamburger Morgenpost - 10.8.1989 >> Nicht ausgeschlossen ist auch ,dass dem Göhrde - Möder in
jüngster Zeit noch mehr Menschen zum Opfer gefallen sind, deren Leichen nur bisher noch nicht entdeckt
wurden. Die Polizei soll vor kurzem einen - PERSONENWAGEN - in der Göhrde abgeschleppt haben, der
tagelang - HERRENLOS - im Wald gestanden hat. Im Bereich der Kriminalinspektion Lüneburg sind
- 48 Personen - vermißt gemeldet . Vermißt - oder tot - gehören die Insassen jenes Wagens dazu ..? Die
Beamten der Sonderkommision überprüft jeden Fall. Werden sie noch eine, noch mehr Spuren finden, die in
die Göhrde führen, zu weiteren Opfern des irren Mörders ..?


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

29.06.2014 um 21:06
@Boccer

Bei der Vielzahl aller Informationen und Artikel, ist eine entsprechend organisierte Ablage unumgänglich. ;)

Die Morgenpost hatte zur damaligen Zeit als einzige Details der Tötungsdelikte veröffentlicht, insbesondere die schweren Verletzungen, die Übertötungen und auch Auszüge des vorläufigen Obduktionsberichtes. Diese Details entsprechen der Richtigkeit, auch wenn sie reißerisch klingen mögen, was dem Umstand geschuldet ist, dass die MOPO für ihre redaktionelle Arbeit dahingehend bekannt ist, Sachverhalte dramatisch darzustellen.

In diesem Fall respektive der Detaildarstellung, hatte sie hingegen leider recht, auch wenn dieser Artikel bereits früher im öffentlichen thread von Usern, die bereits länger in dem Hauptthread aktiv sind, angezweifelt wurde. Für die Infragestellung konnte ich jedenfalls zu keiner Zeit fundierte Argumente erkennen, die diese Einschätzung hinreichend begründen würde.

Im Teil des tagelang herrenlos abgestellten Fahrzeugs, das sodann abgeschleppt wurde irrt die MOPO hingegen. Die Überprüfung des Fahrzeugs respektive der Halter hatte weder mit den Göhrde-Morden noch mit einem möglichen weiteren Vermissten-Fall auch nur das Geringste zu tun.

Im Ergebnis zeigt dies vor allem, dass Zeitungsartikel nur dann hilfreich sind, wenn man deren Inhalte auf Werthaltigkeit hin überprüft. Wer dies hingegen nicht macht, lebt mit der Gefahr Denkfehlern zu unterliegen.


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