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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

13.538 Beiträge, Schlüsselwörter: Prozess, Steenkamp, Pistorius, Trial

Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 15:51
Da ich sozusagen quer eingestiegen bin, und erst hier zum Schreiben begonnen habe, als ich mich komplett eingelesen hatte, war mir diese Lagerbildung hier gar nicht bewusst...

Wie auch immer, fühle mich derzeit in beiden Gruppen sehr wohl...


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 16:30
In dem alten gemeinsamen thread kam es einem so vor als würde man über 2 verschiedene Prozesse reden. Zudem wurden immer und immer wieder die selben Sachen diskutiert, Fakten verdreht und teilweise wurd es auch sehr persönlich... von daher: besser so! Konnte man sich manchmal echt nicht reinziehen ;)


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 16:32
So, ich habe einige Tage nachzuarbeiten – bisher habe ich auch hier die letzten Seiten nur überflogen. Ich versuche mich aber an einem Zwischenfazit bzgl. der letzten Ereignisse.

Zunächst zu dem zuletzt aufgetauchten Video: Ich halte es durchaus für möglich, dass es von Seiten OPs bzw. der Verteidigung lanciert wurde. Dass dadurch ernsthaft das Verfahren gegen OP in Gefahr sein könnte, wird zwar (soweit ich es gesehen habe) nur exklusiv von einem Juristen als Auffassung vertreten.
http://www.20min.ch/panorama/news/story/29573980

Dass es dennoch eine denkbare Option ist, wird aber wohlmöglich für die Verteidigung ausgereicht haben, auch dieses Mittel nicht auszulassen. Sie haben ja ohnehin nicht mehr viel zu verlieren. Da hat man wohlmöglich etwaige Widersprüche insbesondere zu den zuletzt aufgetretenen Experten und deren Aussagen zur stark eingeschränkten Mobilität OPs auf Stümpfen in Kauf genommen. Zumal es ja auch schon vor deren Auftritt diesbezüglich Widersprüche gab. Dazu hatte @Evidence1 ja vor ein paar Wochen diesen Link eingestellt:
http://phil51089.wordpress.com/2014/05/28/oscar-pistorius-mobility-without-prosthetics/

Es ist aus meiner Sicht absolut unwahrscheinlich, dass durch das aufgetauchte Video tatsächlich ein Verfahrensfehler begründet wurde, der zu einer erfolgreichen Revision führen könnte. Es wurde nicht als Beweismittel eingebracht und ist damit für die rechtliche Bewertung durch die Richterin bedeutungslos. Wenn es im Verfahren nicht berücksichtigt wurde, kann sich daraus auch kein Verfahrensfehler begründen.

Zudem ist derzeit offenbar nicht klar, ob die Veröffentlichung überhaupt illegal geschah und ob die Verteidigung tatsächlich bei der Produktion beteiligt war oder der Auftrag von OPs Onkel erfolgte.
Ohne Beteiligung der Verteidigung gäbe es keinen besonderen rechtlichen Schutz. Selbst wenn die Verteidigung involviert war, käme es darauf an, ob möglicherweise Rechte an dem Filmmaterial abgetreten wurden, sodass diese auch legal veräußert werden konnten. Hier käme es zudem darauf an, welche Schutzvorkehrungen getroffen wurden, um eine Veröffentlichung zu verhindern. Durch die Involvierung des amerikanischen Unternehmens und deren Verfügung über sensible Daten, ergibt sich zwangsläufig ein erhötes Risiko, dass Informationen öffentlich werden. Hier muss die Verteidigung, damit ihr keine Mitverantwortung anzulasten ist, entsprechende Vorkehrungen treffen.
Demgegenüber hat der Staat hinsichtlich des ganzen Vorgang überhaupt keine Einflussmöglichkeit. Bei der Diskussion unter den übrigen Rechtsexperten ging es auch eher um die Frage, ob das Video als zulässiges Beweismittel durch die Staatsanwaltschaft eingebracht werden kann. Dies hat sich ja letztlich erübrigt, weil man darauf verzichtet hat.

Ein zweiter Ansatzpunkt für eine Revision könnte die Andeutung Rouxs sein, wonach viele, viele Zeugen nicht aussagen wollten, weil ihre Stimme nicht öffentlich zu hören sein sollte.
Allerdings hat man hier nicht mal versucht durch Beantragung eine nicht öffentliche Aussage zu erwirken. Das ist insofern ganz offenbar eine bloße Schutzbehauptung. Ich denke, eine Berufung darauf würde schon daran scheitern, dass man sich nicht um eine Ausnahme bemüht hat. Etwas anders könnte es nur dann aussehen, wenn es einen Antrag gegeben hätte und dieser wäre abgelehnt worden. Dies ist aber nicht der Fall.

Auch die Lancierung des psychologischen Gutachtens bestätigt meinen Eindruck, dass man von Seiten der Verteidigung zuletzt in erster Linie gezielt öffentliche Stimmungsmache betreiben wollte, um zumindest auf diese Weise Druck auf die Richterin aufzubauen. Es wurde ja ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt, um den Eindruck zu erzeugen, der arme Oscar wäre schon gestraft genug.
Es war in der vergangenen Woche auffallend, wie oft die Verteidigung OPs zuletzt Bezug auf das nun veröffentlichte Gutachten des Psychologen genommen hat (Donnerstag wurde es ja in Teilen auch gemeinsam mit Derman diskutiert). Aus dem gemeinsamen Bericht der 3 Psychiater wurde hingegen (soweit ich es mitbekommen habe) seitens der Verteidigung nichts zitiert. Offenbar ließ sich da für ihre Angelegenheit wenig Erbauliches finden. Dieses zweite Gutachten wurde ja auch (bisher) nicht veröffentlicht. Auch verzichtete man auf die Ladung des für die Verteidigung eingesetzten Psychiaters. Wohlmöglich bot die psychologische Begutachtung den besseren Ansatzpunkt, um durch entsprechende gründliche Vorbereitung OPs die gewünschten Informationen und darauf aufbauende Schlussfolgerungen zu Gunsten OPs in den Bericht einfließen zu lassen - wenn schon die GAD wieder einkassiert wurde und er insgesamt schuldfähig ist.
In diesem Zusammenhang vielen Dank an die schlüssige Analyse des Gutachtens durch @psychiatrist, bei der u.a. deutlich wurde, dass man auch hier (dort sogar erfolgreich) versucht hat, durch Falschinformationen das Bild einer ganz besonderen, liebevollen Beziehung zwischen Oscar und Reeva zu zeichnen. Dieses Bild wurde zwar durch das Kreuzverhörs des Managers wieder relativiert. Der Psychologe hat aber offenbar keine ausreichenden Möglichkeiten gehabt, die von OP und ihm nahestehenden Personen gemachten Angaben zu verifizieren. Letztlich fußen aber natürlich alle seine Schlussfolgerungen nur auf den Informationen, die ihm OP und Entourage zur Verfügung stellen. Wenn diese bereits falsch sind, kann auch die Schlussfolgerung nicht mehr passen. Dass hier im Unterschied zu der psychiatrischen Begutachtung nur eine Einzelperson tätig war und Ergebnisse nicht noch von weiteren Experten hinterfragt wurden, eröffnete evtl. auch leichter die Möglichkeit, gezielt positive Aspekte in das Gutachten einzubringen.

@Rabenfeder
Werden selbstmordgefährdete Täter von der Haft verschont?
Grundsätzlich ist es so, dass die Vollstreckung einer Haftstrafe zu verschieben (oder zu unterbrechen) ist, wenn von der Vollstreckung eine nahe Lebensgefahr für den Verurteilten zu besorgen ist.
Selbstmordgefahr - auch ernsthafte-, kommt dabei aber als Haftaufschub – oder unterbrechungsgrund nicht in Betracht. Die Vollzugstauglichkeit wird dadurch also nicht beeinträchtigt. Es soll nicht in das Belieben des Verurteilten gestellt werden, sich durch Suiziddrohungen dem Strafantritt zu entziehen. Die Lebensgefahr geht dann letztlich nicht von der Vollstreckung, sondern von der suizidgefährdeten Person selbst aus. Haftaufschub oder –unterbrechung kommt nur bei lebensbedrohenden Erkrankungen in Betracht, die während der Haft nicht adäquat behandelt werden können. Dass ist bei Depressionen nicht der Fall. Im Strafvollzug kann der Suizidgefahr durch besondere Sicherungsmaßnahmen begegnet werden, womit zugleich dem grundgesetzlich geschützten Interesse eines rechtskräftig Verurteilten an der Wahrung seiner Gesundheit ausreichend Rechnung getragen ist.
Gegen einen Gefangenen können danach besondere Sicherungsmaßnahmen angeordnet werden, wenn nach seinem Verhalten die Gefahr des Selbstmordes oder der Selbstverletzung besteht.

Ich denke, die Betonung der Selbstmordgefahr ist auch Teil der Stimmungsmache. Es soll Mitleid erzeugt werden. Zudem gibt es ja doch bei einigen die falsche Verknüpfung, wonach sich Reue nach der Tat und eine absichtliche Tötungshandlung bzgl. des Partners ausschließen. Es geht daher wohl in erster Linie um eine emotionale Beeinflussung. Da es in diesem Verfahren keine Jury gibt, bin ich ganz guter Hoffnung, dass dieser Versuch erfolglos bleibt.

Nach dem Abschluss der Beweisaufnahme kann ich insgesamt nicht erkennen, dass der Mordvorwurf durch das Vorliegen eines rechtlich anerkannten Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund für die Tat (wie z.B. Putativnotwehr oder Automatismus) entkräftet werden konnte (das kann natürlich die Richterin anders bewerten). Wenn dies aber der Fall ist, wäre es letztlich (für die juristische Bewertung) auch egal, ob OPs Version nun stimmt und ein Irrtum vorlag oder eben nicht (wobei ich persönlich aufgrund der eingebrachten Indizien und Beweise überzeugt bin, dass seine Version nur eine Lüge ist).

Ich gehe davon aus, dass Nel in seiner Argumentation nicht nur die Beweise und Indizien aufzeigt, die seine Version stützen, sondern auch für den Fall, dass die Richterin OPs Version zugrundelegt, darlegt, warum keine Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründe vorliegen und es daher letztlich für die rechtliche Bewertung unerheblich ist, ob ein Irrtum bestand oder nicht. Auf diese Weise kann er den Mordvorwurf zusätzlich absichern. Noch bin ich auch optimistisch, dass es ein gerechtes Urteil geben wird.


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 16:48
Habt Ihr das gesehen?!

Die Zeitung City Press hat Ausschnitte aus dem Report veröffentlicht, nachdem sich Pistorius Anwälte mit der Zeitung darauf "geeinigt" hatten. Diese Einigung fand statt, nachdem Mylady das eigentlich untersagt hatte. Am nächsten Tag hat Masipa aber diesesn "Ban" daraufhin wieder zurückgezogen.

Wer nicht geschützt werden will, den muß man ja auch nicht schützen. Also haben OPs Anwälte dies absichtlich veröffentlichen lassen. Da würde mich auch nicht wundern, wenn sie das Video "lanciert" hätten!

http://www.citypress.co.za/news/inside-oscars-mind/

Unglaublich!


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KlaraFall
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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 16:55
@bobotiger

Ja: http://guardianlv.com/2014/07/oscar-pistorius-psychologist-report-published-in-spite-of-court-ban/

Zeigt alles nur auf, wie die Verteidigung nach jedem Strohhalmen greift und öffentlliche Stimmungsmache betreibt um Sympathiepunkte zu sammeln.
War von Anfang an Mitleidserheischen für einen Mörder.


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 17:14
@BaroninVonPorz immer wieder Danke für deine gut strukturierten Beiträge.


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 17:55
Wollte Roux nicht unbedingt mit Dr. Kotze reden, weil sie angeblich nur eine Seite des psychologischen Gutachtens erhalten haben? Und jetzt haben sie plötzlich alles und veröffentlichen es auch noch?


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KlaraFall
ehemaliges Mitglied

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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:02
@MGLimace
MGLimace schrieb:Wollte Roux nicht unbedingt mit Dr. Kotze reden, weil sie angeblich nur eine Seite des psychologischen Gutachtens erhalten haben? Und jetzt haben sie plötzlich alles und veröffentlichen es auch noch?
Nein, sie haben nur Dr. Scholtz Report veröffentlicht, der Psychologe ist und es medial als psychiatrisches Gutachten verkauft.
So wie ich das verstanden habe, hatten sie von Anfang an alles. Der Report von Dr.Kotze betrug aber nur eine Seite. Es dürfte überhaupt nicht im Interesse der Verteidigung sein ALLES zu veröffentlichen, denn wie herauszuhören war, gab es Diskrepanzen.
Nicht umsonst sind die Namen auf der Liste geschwärzt, die Dr. Scholtz befragt hat.
Das dürften ausser Oscar wieder nur Familienangehörige und Freunde gewesen sein, die in seinem Sinne aussagten.


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:02
Ich glaube, das was öffentlich ist, ist der Teil des Psychologen. Das, wovon nur die eine Seite existiert, ist der Bericht der Psychiaterin/der Psychiater. Korrigiert mich, wenn falsch


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:03
Ok Klara war schneller


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KlaraFall
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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:03
@MrSmith

Das ist nicht immer so. ;-)


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:09
Meines Erachtens ein sehr guter und lesenswerter Artikel. Auf dem Image eines Athleten der vulnerable ist, wollte er vor diesem Prozess nie aufbauen und hat sich hartnäckig dagegen gewehrt als disabled betrachtet zu werden. Nun scheint das für ihn und sein Defence Team die Hauptstrategie zur Verteidigung:

http://www.theguardian.com/world/2014/jul/08/oscar-pistorius-murder-trial-disability


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KlaraFall
ehemaliges Mitglied

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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:10
GUILTY
1) Five neighbours told the trial they heard a woman screaming before what they believed were shots fired, suggesting Pistorius knew who he was shooting.

2) Another neighbour heard a man and woman arguing for an hour before there was the sound of four loud bangs.

3) Steenkamp still had food in her stomach meaning, the state pathologist said, she ate within two hours of her death at 3am. Pistorius said they went to bed at 10pm, five hours before she died.

4) Steenkamp described in WhatsApp messages how she was "scared" of Pistorius and his temper; his ex-girlfriend Samantha Taylor testified that he had a bad temper and had fired his gun in anger once before.

5) During a shaky performance in the witness box, Pistorius changed his story and his defence from previous statements read at his bail hearing and the start of his trial; adding the last words he exchanged with Steenkamp and that he heard the lavatory door slam, and first saying he fired at an intruder, then that he fired by mistake.

6) On his account of challenging an intruder, Pistorius admitted he didn't check the sound he heard with his girlfriend lying awake next to him. Five couples living nearby told the court how their first reaction on hearing bangs, screams or cries was to verify what they heard with the person next to them.

7) The trigger of the gun Pistorius fired had to be pulled four separate times to fire the four shots, suggesting a conscious action.

8) He could not explain how he never heard or saw Steenkamp leave the bed to go to the lavatory moments before he started shooting into the door, despite her being just feet away from him.

9) Pistorius said Steenkamp never responded to his instructions to call the police, or made a sound as she hid in the lavatory. Prosecutor Gerrie Nel said this was "impossible" to believe.

10) Witness Dr Johan Stipp told the court he saw a light on in Pistorius' bathroom when he heard shots fired; the athlete said he was "too scared" to switch the lights on until after the shooting.



INNOCENT
1) Pistorius had a heightened fear of intruders because his family had been victims of crime many times before, and this made him react more dramatically to a perceived threat.

2) The athlete felt especially vulnerable because he did not have his prosthetic legs on when he fired the shots. A psychologist said his reaction might seem “extraordinary” for an able-bodied person, but could be explained by his disability. The Paralympians’ team doctor said disabled people often exhibited more dramatic “fight-flight” responses, and Pistorius would have chosen to fight since he was unable to flee.

3) Pistorius suffered from a Generalised Anxiety Disorder, a psychiatrist who evaluated him found, which along with his disability may have made him react more extremely to a perceived threat.

4) Pistorius fought to save Steenkamp's life and was, witnesses said, distraught by what had happened.

5) The state presented scant evidence of the row they say prompted the shooting, through witness testimony or communication between the couple. The majority of Steenkamp's WhatsApp messages reflect that she was happy with the athlete. She also wrote him a Valentine's card in which she revealed she was in love with him.

6) Sound tests conducted by the defence showed Pistorius screamed like a woman when he was anxious, his lawyer Barry Roux said, explaining the "woman's screams" neighbours heard.

7) Both prosecution and defence accept there were two sets of bangs: the gunshots and Pistorius later breaking down the door with a cricket bat when he realised Steenkamp was in the lavatory. Sound tests suggested the two sounded very similar. The gunshots neighbours thought they heard might have been Pistorius breaking down the lavatory door.

8) Neighbours who heard a woman screaming only heard one set of bangs; the timings of phone calls to estate security made by those witnesses, and Pistorius' phone calls to the estate manager and friends after he broke down the door, suggest they didn't hear the gunshots, only Pistorius screaming for help and the second set of bangs from the cricket bat.

9) Police contaminated the crime scene by failing to wear protective clothing, moving key exhibits and walking over the lavatory door.

10) Prosecutors decided to charge Pistorius with premeditated murder when they believed he took time to put on his prosthetic legs before firing the fatal shots. State forensic experts later agreed with the defence assertion that Pistorius did not have his legs on when he fired the shots.


http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/oscar-pistorius/10943659/Oscar-Pistorius-10-reasons-why-he-is-guilty-or-innoce...


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:43
Man hat ja schon das Gefühl, dass einige eine völlig andere Verhandlung angschaut, gelesen oder sonst was haben :D

Den Pessimismus hier, kann ich nicht teilen. Es gab einen fairen Prozess für Ozzy, die einzige Partei, die mit komischen Mitteln arbeitet, war die Verteidigung. Sämtliche Tests erst nach Ozzys Aussage und den Zeugenaussagen der Anklage in Auftrag gegeben, Experten berufen, die keine auf den Gebieten waren, für die sie aussagten, andere Zeugen - waren Gefälligkeitszeugen (Standers und Co.) andere hatten sie nicht.

Jetzt die müde Erklärung von Roux bezüglich seiner Zeugen - wahrscheinlich hätte er auf Nachfrage nicht einen Zeugen benennen können und langsam aber sicher reicht es auch mal mit der Mitleidsschiene.

Es handelt sich um einen Mordprozess und das Opfer ist immer noch Reeva Steenkamp und nicht etwa Ozzy - auch wenn es scheinbar einige Menschen gibt, die das bisher noch nicht begriffen haben.

Angelagt ist er wegen 4 Delikten. Mord, Munition, Schuss im Tashas, Schuss durchs Autodach

Wieso bitte und wie kommt ihr hier darauf, dass Freispruch erfolgen könnte oder Ozzy nicht ins Gefängnis muss?


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:54
@Interested
Hättest du anstatt angelagt, auch noch angenagt geschrieben, hätte ich mich in den Dreck geworfen vor lachen :D

Vielleicht sind viele so pessimistisch weil die Gerechtigkeit oft auf der Strecke bleibt.
Schau dir die Schläger vom Alexander Platz an. Kleine Strafen, obwohl ein junger Mensch zu Tode getreten wurde. Sitzt einer von denen schon ein??
Man bekommt oftmals das Gefühl vermittelt, das ein Menschenleben weniger wert ist, als materielle Dinge.
Warum kommt es bei Steuerhinterziehung, Sachbeschädigung usw. regelmäßig zu hohen Verurteilungen. Bei Missbrauch, Körperverletzung und schlimmeren kommt man dann mit Bewährung, Geldstrafen, oder gemeinnütziger Arbeit davon.
Ich versuche optimistisch zu bleiben, auch wenn es manchmal schwer fällt.


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 18:55
@Interested
Interested schrieb:Wieso bitte und wie kommt ihr hier darauf, dass Freispruch erfolgen könnte oder Ozzy nicht ins Gefängnis muss?
Ich bin ja kein Jurist und mit Verfahrensangelegenheiten kenne ich mich auch nicht aus, aber ich habe bisher noch keine Antwort oder Meinung auf meine Frage erhalten, wie es mit dem Ausland aussieht.
Ich verfolgte bisher auch keine anderen Prozesse (hab die Zeit nicht) aber gelegentlich hörte ich davon, dass auch andere Angeklagte es vorgezogen haben, sich in ein nicht auslieferndes Ausland zu begeben, in dem es sich mit sehr viel Geld sicher nicht schlechter lebt als in SA.
Von Freispruch habe ich nie geredet und auch nicht davon, dass er nicht müßte, aber schon dass er nicht gehen wird... und dabei bleibe ich bis zum Beweis des Gegenteils, until proven otherwise..

@Infinitas
ja daher kommt der Pessimismus..deswegen kann ich das auch nicht mit Hoeneß vergleichen


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 19:03
@Rabenfeder

Ich glaube nicht, dass Ozzy - der nicht irgendwer ist, sondern jetzt auf jeden Fall weltbekannt - einfach abhaut, um irgendwo ein neues Leben zu beginnen. Vor dem Schuldspruch käme das einem Schuldeingeständnis gleich. Und so stelle ich mir ein Leben sonst wo, ziemlich schwer vor.

Auch wenn natürlich alles möglich ist.

Und in dem Fall, wäre seine Sicherheit tatsächlich gefährdet. Denn ein anderer könnte auch ganz leicht vorgeben, in Notwehr gehandelt zu haben - und in seinem Fall, würde es Sinn machen, da wir hier einen Menschen haben, der auch auf banale Geräusche aus Klos ballert. Bevorzugt mit absolut tödlicher Munition.

Auch das wird ja gerne verniedlicht. Die Munition sei legal, jede Munition könne töten - ja, hier war aber jeder Schuss tödlich - glaubt man den Aussagen der Ballistiker und des Pathologen. Und diese Munition nicht frei verkäuflich. Also soviel Anstand sollte man schon besitzen und dieses Detail nicht so unsäglich runterspielen.

@Infinitas

Ich finde es auch pervers, dass Steuerhinterziehung ein scheinbar größeres Verbrechen ist, als ein Menschenleben auszulöschen.

Dennoch ist Masipa dafür bekannt, nicht gerade zimperlich in den Schuldsprüchen zu sein. Also abwarten und die Plädoyers werden mit Sicherheit interessant - zumindest das von Nel - Roux wird sich wieder in der Mitleidsmasche und den Nebelkerzen verirren.


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 19:10
@Rabenfeder
Hoeneß hat mehr Jahre bekommen, als die Alex Schläger.
Wegen Anlagebetruges ist es mal zu einer mehrjährigen Haftstrafe gekommen, ich glaube zwischen 5-7 Jahre waren das. Im Gegenzug dazu, ist es in einem Fall von Kindesmissbrauch, zu einer Bewährungssttrafe gekommen. Der Vater hatte sich jahrelang, hundertemale an seinem Sohn vergangen.
Was soll einem denn da vermittelt werden?
Ich finde das furchtbar!

@Interested
Und nur wegen Masipa bin ich optimistisch. Und das ist bei mir eh schon selten der Fall.
Obwohl ich in jedem Fall von einer Revision ausgehe, und wenn es er nur erstmal beim Versuch bleibt.
Niemals gibt OP einfach so, quasi kampflos, sein privilegiertes Leben auf.


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Der Prozess Oscar Pistorius und der Tod von Reeva Steenkamp

08.07.2014 um 19:13
Ach so - und ich wollte nochmal diesen Irrtum aufklären mit den Twitterberichten über Hougaard
(hat wieder jemand gut aufgepasst im Pro-Forum..vielen Dank! ;))
die sind tatsächlich wohl erst kurz nach der Tat erfolgt und nicht vorher wie ich schrieb, mein Irrtum ist auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen, hier:
http://www.mirror.co.uk/news/world-news/reeva-steenkamp-close-friendship-pistorius-1714096
Investigators are looking into whether Reeva’s friendship with Hougaard may have sparked the rows which were heard in the hours leading up to the shooting on Valentine’s Day.
Allerdings ändert sich für mich persönlich nichts an den genannten Verstrickungen und auch wenig an der Tatsache, dass es durchaus möglich wäre, dass solch eine Nachricht schon früher an Ozzy erfolgt ist und das ganze losgetreten hat... und es zeigt nach wie vor, wie "man" auf Reeva und ihr Verhalten aufpasste....

@Infinitas
Infinitas schrieb:Was soll einem denn da vermittelt werden?
Das ist eigentlich eindeutig oder?


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08.07.2014 um 19:16
Also Hoeneß hat wenigstens soviel Anstand und ist in den Knast - mir würde bei solchen Delikten auch ne Rückzahlung plus zusätzliche Strafe in Geldform reichen - da das scheinbar richtig weh tut und überhaupt Sinn des Deliktes war. In den Knast müssten die nicht für meine Begriffe.

Alles andere, wo Leib und Leben in Gefahr ist, sollte natürlich viel strenger geahndet werden.

Ich bin sicher, Masipa rules right!

Mitleid zieht bei ihr nicht, ist sie selbt in ärmlichen Verhältnissen groß geworden und hat sich von der Pike auf, raufgearbeitet - da hat sie bestimmt keine Grund, den privilegierten Ozzy zu pampern.

Mitleid zieht bei ihr nicht und Ozzys disability schon gar nicht, leidet sie selbst an Kinderlähmung.

Also warum sollte sie den Mord runterspielen, der es bleibt - auch wenn es ein intruder gewesen wäre und Derman hat es gestern so herrlich im Schlusssatz unterstrichen :D


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