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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene
Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:07
@KlausBärbel
@CosmicQueen

Des Weiteren verbot er geschriebene Gesetze. Hiernach verpflichtete er die Bürger durch Eid auf Einhaltung und Unveränderlichkeit der neuen Ordnung und ging ins Exil, wo er starb. Lykurg erhielt in Sparta kultische Ehren sowie ein Heiligtum.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:08
@Keysibuna

Die Große Rhetra stellt das wohl älteste und umstrittenste Dokument zur griechischen Verfassungsgeschichte dar. Sie ist in die von Plutarch verfasste Biografie Lykurgs eingebunden und hier erstmals ausführlich zitiert.

Der um 650 v. Chr. anzusetzende Text wird von Plutarch als delphischer Orakelspruch an Lykurg präsentiert, der im Kontext der Einrichtung der Gerusia (des Ältestenrats) steht. Anzumerken ist, dass die Große Rhetra nicht von Anfang an mit Lykurg in Verbindung gebracht, sondern anfänglich nur mit dem Orakel von Delphi verknüpft wurde.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:10
@KlausBärbel

Die Datierung der Rhetra in die Mitte des siebten Jahrhunderts ist schlüssig, da durch die messenischen Kriege eine große Erweiterung des spartanischen Herrschaftsgebietes erfolgte. Damit ergaben sich neue Aufgaben vor allem in Bezug auf die Kontrolle des neu gewonnen Landes sowie dessen Bevölkerung. Darüber hinaus stellte die Einführung fester politischer Strukturen eine Art Machtnivellierung dar, die der Konzentration von Macht in den Händen Weniger entgegenwirken sollte.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:11
@Keysibuna

Plutarch überlieferte noch drei weitere Rhetren. Diese als Kleine Rhetren bekannten Gesetze ein Verbot von schriftlichen Gesetzen, von Luxus beim Hausbau und von wiederholtem Kampf gegen denselben Feind. Sie stehen sie in einem anderen Kontext als die große Rhetra und wurden wahrscheinlich nicht vor dem vierten Jahrhundert Lykurg zugeschrieben.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:11
@KlausBärbel
@Keysibuna
Im achten Jahrhundert wuchs die Bevölkerung Griechenlands deutlich an. Das Land konnte seine Bewohner nicht mehr ausreichend ernähren. Zahllose Griechen wanderten aus und gründeten im gesamten Mittelmeerraum neue Siedlungen.

Während sich viele griechische Städte an der Kolonisierung beteiligten, hielt Sparta sich dabei zurück.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:12
@KlausBärbel

»So sehr lag Lykurg diese Behörde (d. h. die Gerusia) am Herzen, dass er über sie ein Orakel aus Delphi einholte, welches man Rhetra nennt: ›… er soll ein Heiligtum des Zeus Syllanios und der Athena Syllania errichten; Phylen und Oben einrichten; einen Rat von Dreißig einschließlich der Heerführer (d. h. der Könige) konstituieren; von Zeit zu Zeit (d. h. in regelmäßigen Abständen) die Volksversammlung zwischen Babyka und Knakion einberufen und so (d. h. unter Beachtung der vorangehenden Bestimmung) einbringen und abtreten (d. h. der Versammlung Anträge zur Abstimmung vorlegen und sie durch Abtreten auflösen); … und Kraft.« (Plut. Lyk. 6,2; Übers. Bringmann 1975 [1986])


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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:13
@Keysibuna

Die Große Rhetra regelte nun das politische Leben Spartas. Dies bedeutete auch den Bau zweier Heiligtümer, die den Wert der erstmals fixierten Ordnung betonten bzw. legitimierten, sowie darüber hinaus eine gewisse Gemeinschaftsidentität stiften sollten.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:14
@KlausBärbel
@Keysibuna
Spartas Bewohner gründeten nur eine Stadt ausserhalb des Peloponnes, 707 Taras, das heutige Tarent.
Die Stadt hatte den größten Hafen an der Küste Süditaliens.

Die Spartaner waren aber keine Seefahrernation und so richteten sie ihre Blicke lieber auf die Nachbarschaft.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:15
@KlausBärbel
@CosmicQueen

Mit der Einrichtung von Phylen wird die Einteilung in drei Personenverbände mit gewissen verwandtschaftlichen und lokalen Beziehungen bezeichnet. Sie verdeutlicht die Vorherrschaft einiger weniger vornehmer Familien, die eine gewisse Machtposition innehatten. Den Phylen stand ein Presbytatos vor, der vermutlich einer der vornehmen Familien entstammte. Die Oben hingegen bezeichneten entweder die Unterabteilungen der Phylen oder waren Bezeichnungen für die Dorfbezirke Spartas.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:17
@Keysibuna

Der Rat von Dreißig bezeichnet die Gerusia, also den Ältestenrat, welcher sich aus 28 Bürgern Spartas, die älter als 60 Jahre waren, und den beiden Königen zusammensetzte. Dem Rat kamen vor allem zwei Aufgabenbereiche zu.

So entschied er darüber, welche Anträge in die Volksversammlung eingebracht wurden, und bestimmte somit den politischen Entscheidungsprozess erheblich mit. Ferner übernahm er prozessuale Aufgaben in der Rechtsprechung.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:17
@KlausBärbel
@Keysibuna
Das westlich gelegene Messenien bot sich für eine Kolonisation an. Es war fruchtbar, und die Bewohner waren untereinander zerstritten.
Nach zwanzig Jahren wechselvollen Krieges unterwarfen die Spartaner Messenien ( ca 740-720 v. Chr.).
Waren die Tributzahlungen zunächst moderat, änderten die Spartaner später ihre Besatzungspolitik.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:19
@KlausBärbel

Weiterhin wurde festgelegt, dass in regelmäßigen Abständen eine Volksversammlung einberufen wurde, in der das Volk per Akklamation über die jeweiligen Anträge abstimmte. Mitglieder waren alle Bürger ab dem 30. Lebensjahr. Jedoch konnte das Volk in der Apella nicht politisch initiativ werden, da keine Ad-hoc-Anträge aus der Sitzung heraus gestellt werden durften, sondern nur über die vom Rat eingebrachten Vorschläge abgestimmt wurde.

Das Ephorat, welches in der politischen Verfassung Spartas eine große Bedeutung innehatte, wird von der Rhetra jedoch noch nicht erwähnt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:20
@KlausBärbel
@Keysibuna
Der Wohlstand Spartas und der teure Lebensstil forderten ihren Preis. Messenien musste immer höhere Zahlungen leisten.
Der Widerstand in der messenischen Bevölkerung wuchs und man suchte Verbündete gegen Sparta.
Um 640 v. Chr. kam es zu einem erneuten Aufstand. Die Spartaner waren von Gegnern umgeben. Messenier, Arkader und Argiver bedrohten das Stammland Spartas.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:20
@CosmicQueen
@Keysibuna

»Wenn das Volk sich für einen schiefen Spruch aussprechen sollte, sollen die Ältesten und die Heerführer (d. h. der Rat) abtreten (d. h. auf diese Weise die Versammlung auflösen). « (Plut. Lyk. 6,8; Übers. Bringmann 1975 [1986])

Die Zusatzklausel räumte dem Rat damit ein Vetorecht ein, da sie die Verhinderung eines (dann bindenden) Beschlusses durch die vorzeitige Auflösung der Versammlung ermöglichte.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:22
@Keysibuna
@KlausBärbel
Die Messenier waren zunächst erfolgreich. Die Lage wurde für Sparta bedrohlich. Die Spartaner wandten sich an das Orakel von Delphi um Rat. Delphi forderte die Spartaner auf, einen Athener als Ratgeber zu akzeptieren. Den fand man in der Person des Tyrtaios.


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Keysibuna
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26.11.2010 um 19:22
@KlausBärbel
@CosmicQueen


Dass die Rhetra nicht allein von Lykurg verfasst wurde, sondern einem längeren Entstehungsprozess unterlag, gilt als gesichert.
Dies mindert jedoch nicht ihre Bedeutung, denn mit ihr wurden erstmals die Institutionalisierung politischer Entscheidungsorgane sowie der Prozess der Entscheidungsfindung an sich festgeschrieben. Weiterhin stellte sie Kriterien für die Zugehörigkeit zur Bürgerschaft auf, so zum Beispiel durch die Einrichtung von Phylen und Oben. Denn jeder Bürger, sofern er als solcher gelten wollte, musste hier Mitglied sein.
Durch die Rhetren sollte somit eine gemeinsame Identität der Spartiaten als Angehörige einer Kulturgemeinschaft geschaffen werden. So sind diese auch für den weiteren Verlauf der spartanischen Geschichte von großer Bedeutung, da man sich immer wieder auf sie berief.


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26.11.2010 um 19:23
@CosmicQueen
@Keysibuna

Wie in vielen antiken Themenbereichen ist auch bezüglich des Königtums in Sparta die Quellenlage dünn gestreut und ganz allgemein Wissen über die Könige vor 600 nur spärlich vorhanden. Herodot liefert einige Informationen, die vor allem die Aufgaben und Privilegien der Könige beschreiben.


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26.11.2010 um 19:24
@KlausBärbel
@Keysibuna
Tyrtaios war ein Sänger, der mit seinen Liedern die Spartaner zum Kampf aufrüttelte. Er pries Mut, Tapferkeit und Opferbereitschaft.
Er wurde zum Propagandisten einer neuen Zeit. Militärische Tugenden wurden jetzt in den Vordergrund gestellt, das leichte Leben war bei ihm verpönt.
So bildeten seine Lieder die Grundlage für das Sparta der klassischen Zeit, den Militärstaat.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:24
@KlausBärbel
@CosmicQueen

Jedoch entspricht seine Schilderung - neueren Forschungen nach zu urteilen - in mancher Hinsicht nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Zur geschichtlichen Entwicklung des Königtums kann auf Thukydides verwiesen werden, welcher die zur Entstehungszeit seines Werkes Der Peloponnesische Krieg lebenden Könige und deren Regierungen mit einfließen lässt. Weitere Quellen finden sich bei Xenophon (Lakedaimonion politeia) und Plutarch (vitae parallelae).


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

26.11.2010 um 19:26
@KlausBärbel
@Keysibuna
Die drohende militärische Niederlage führte in Sparta zu Reformen in der Gesellschaft und beim Militär.
Die Entwicklung der Phalanx gab den spartanischen Armeen eine neue Kampfkraft. Das Kriegsglück verließ die Messenier.

Sparta unterwarf Messenien wieder. Die Messenier wurden zu Heloten erniedrigt. Das Land wurde unter den Spartanern aufgeteilt, wie es die Vertreter der Aristokraten versprochen hatten.


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