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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene

Die letzten Rätsel der Menschheit

08.10.2010 um 21:33
@FaIrIeFlOwEr
@wheelman
@CosmicQueen
@Bellaphönix

Könnte mir aber auch vorstellen, dass gerade im Bereich der Bauernregeln viel auf Erfahrungswerte basiert, die im Laufe der Jahrhunderte gesammelt wurden.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

11.10.2010 um 20:07
@FaIrIeFlOwEr
@CosmicQueen
@wheelman

Ach Tiere können abergläubisch sein: Das hatte der Verhaltensforscher Burrhus Skinner schon 1948 bei einem Experiment mit Tauben entdeckt, wie das Wissenschaftsmagazin "Bild der Wissenschaft" berichtet. Eingesperrt in eine Kiste, in die alle 15 Sekunden automatisch ein Leckerbissen fiel, entwickelten die Vögel merkwürdige, bizarr erscheinende Verhaltensweisen: Einige von ihnen drehten sich immer wieder im Kreis herum, andere streckten den Schnabel in regelmäßigen Abständen in eine bestimmte Ecke des Kastens und wieder andere machten schleudernde Bewegungen mit dem Kopf.

Skinners Erklärung war ebenso einfach wie verblüffend: Die Vögel hätten eben genau zu dem Zeitpunkt, an dem das Futter in die Kiste fiel, eine bestimmte Bewegung gemacht und diesen Zufall unbewusst so interpretiert, als habe die Bewegung das Erscheinen der Leckerei ausgelöst. Folgerichtig versuchten die Tauben daraufhin, weiteres Futter durch die gleiche Bewegung herbeizuzaubern - und wurden in ihrem neu entstandenen Aberglauben durch erneutes zufälliges Zusammentreffen von Bewegung und Futtergabe bestärkt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

11.10.2010 um 20:20
So unsinnig ein solches Verhalten auch erscheinen mag, hat es in einer natürlichen Umgebung doch seinen Sinn. In freier Wildbahn bestimmt das Verhalten der Tiere ja tatsächlich, ob sie bei der Nahrungssuche erfolgreich sind oder nicht. Eine positive Verstärkung durch die Konditionierung fördert also eine gewinnbringende Futtersuche.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

11.10.2010 um 21:13
@FaIrIeFlOwEr
Oft stellt sich Erfolg im täglichen Leben ein, ohne dass man genau sagen könnte, welche Kleinigkeit im Verhalten nun ausschlaggebend war. Zur Sicherheit macht man es also beim nächsten Mal genauso, um den Erfolg nicht zu gefährden. Spielen zusätzlich noch Emotionen eine Rolle, verstärkt sich der Konditionierungseffekt, nicht zuletzt dadurch, dass ein festes Ritual das Gefühl vermittelt, alles unter Kontrolle zu haben.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:00
@CosmicQueen
@FaIrIeFlOwEr
@wheelman

Karni-Mata-Tempel




Der Karni-Mata-Tempel befindet sich in der kleinen indischen Stadt Deshnok in Rajasthan, etwa 30 Kilometer südlich von Bikaner, nahe an der pakistanischen Grenze. Gewidmet ist dieser hinduistische Tempel Karni Mata, der Reininkarnation der Göttin Durga. Über die Grenzen von Indien hinaus ist er vor allem als heiliger Rattentempel bekannt. Im Tempel leben Tausende Ratten, die von den Besuchern mit mitgebrachten Speisen und Getränken umsorgt werden.

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Nach groben Schätzungen leben etwa 20.000 Ratten in dem Tempel. Wie in hinduistischen Tempeln üblich, müssen die Besucher vor dem Betreten ihre Schuhe ausziehen. Da der Tempel durch die Ratten auch viele Touristen anlockt, die oftmals eine gehemmte bzw. ängstliche Einstellung zu Ratten haben, dürfen diese jedoch ihre Strümpfe anbehalten. Die Besucher werden von den Priestern gebeten, sich vorsichtig im Tempel zu bewegen. Die Ratten sind nicht scheu und nähern sich den Besuchern sehr nahe. Läuft eine Ratte über die Füße, bedeutet das Glück. Für Anhänger von Karni Mata ist es eine besondere Ehre, Kontakt zu den seltenen weißen Ratten aufzunehmen. Mit Leckereien verweilen sie stundenlang an den Mauerritzen und versuchen eines dieser seltenen Exemplare anzulocken. Wird eine Ratte aus Versehen tödlich verletzt, so ist der Besucher angewiesen, das tote Tier außerhalb des Tempels zu begraben und dem Tempel eine Spende, in Form einer silbernen oder goldenen Ratte, darzubringen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:04
@KlausBärbel

Das Heiligtum wurde für die Gottheit Karni Mata errichtet, eine Inkarnation von Durga, die im 14. Jh. gelebt haben soll und zur Schutzgottheit der Rajputen aufstieg.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:06
@KlausBärbel
@CosmicQueen


Über die Verehrung der Ratten gibt es folgende Geschichte zu berichten: Zu der bereits zu Lebzeiten als Heilige geltenden Karni soll ein Fürst einmal den verstorbenen Sohn mit der Bitte gebracht haben, ihn wieder zum Leben zu erwecken, da die Dynastie sonst aussterben würde. In Trance habe Karni den Totengott Yama aufgesucht und ihn um die Seele gebeten. Die Gottheit aber verweigert die Herausgabe mit der Begründung, der Junge sei bereits wiedergeboren und die Seele daher nicht mehr zurückzugewinnen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:10
@CosmicQueen
@KlausBärbel

und die Geschichte geht noch weiter, denn die Seelen der Verstorbenen würden in Ratten wiedergeboren werden ...

Die enttäuschte Karni schwor daraufhin, dass kein Mitglied ihres Stammes mehr das Reicht des Totengottes Yama betreten werde, sondern die Seelen der Verstorbenen statt dessen in Ratten wiedergeboren würden. Nach dem Tod der Tiere würden die Seelen dann die Körper von Barden annehmen und somit das Fortbestehen dieser in Rajasthan bis heute gleichermaßen beliebten wie verehrten fahrenden Sänger garantieren. Für die Rajputen, die auf eine Überlieferung ihrer Genealogie und der Heldentaten ihrer Vorfahren so großen Wert legten, war der Fortbestand der Barden von höchster Bedeutung, finden sie doch in deren Heldenliedern (Dingal) immer wieder die begehrte Selbstbestätigung.

Das genaue Alter des Tempels ist unbekannt, aber bereits sehr früh wurde Karni Devi zur Schutzheiligen des Herrscherhauses, das denn auch beträchtliche Mittel für die Gestaltung des Baus zur Verfügung stellte. So ist der aus weisem Marmor gefertigte Zugang zum Tempel komplex mit fein gearbeiteten Figuren hinduistischer Gottheiten versehen, und die silberbeschlagenen Türen, die Maharaja Ganga Singh (1887-1943) stiftete, zeigen vollendete Handwerkskunst. Im Allerheiligsten steht eine aus Jaisalmersandstein geformte Figur von Karni Devi unter einem goldenem Baldachin.


http://www.rajasthan-reise.org/Die%20Umgebung%20von%20Bikaner.htm


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CosmicQueen
Diskussionsleiter
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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:11
@KlausBärbel
@FaIrIeFlOwEr
Das genaue Alter des Tempels ist unbekannt, aber bereits sehr früh wurde Karni Devi zur Schutzheiligen des Herrscherhauses, das denn auch beträchtliche Mittel für die Gestaltung des Baus zur Verfügung stellte. So ist der aus weisem Marmor gefertigte Zugang zum Tempel komplex mit fein gearbeiteten Figuren hinduistischer Gottheiten versehen, und die silberbeschlagenen Türen, die Maharaja Ganga Singh (1887-1943) stiftete, zeigen vollendete Handwerkskunst. Im Allerheiligsten steht eine aus Jaisalmersandstein geformte Figur von Karni Devi unter einem goldenem Baldachin.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:12
@FaIrIeFlOwEr
@KlausBärbel
So hausen die da..


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:12
@CosmicQueen
@KlausBärbel


da habe ich doch gleich wieder ein schönes Video zu ...

THE RAT TEMPLE Karni Mata Mandir Rajesthan


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:14
@FaIrIeFlOwEr
@CosmicQueen
Karni Mata soll im 14. und 15. Jahrhundert gelebt haben und noch zu Lebzeiten als Heilige verehrt worden sein. Sie wurde die Schutzgöttin der Rajputen, besonders der Fürstenfamilie von Bikaner. Nach einer Legende sei ihr der tote Sohn einer Fürstenfamilie gebracht worden, um ihn wieder zum Leben zu erwecken. Daraufhin habe sie in Trance den Totengott Yama um die Herausgabe des verstorbenen Kindes gebeten. Yama habe jedoch geantwortet, er könne ihr die Seele nicht übereignen, da das Kind schon wiedergeboren sei. Daraufhin habe Karni Mata geschworen, dass niemand ihres Volkes je wieder das Totenreich des Gottes Yama betreten würde, und die verstorbenen Seelen nach ihrem Tod als Ratte wiedergeboren würden. Wenn die verstorbenen Seelen das Leben als Ratte hinter sich hätten, sollten sie als Charans (Barden) wiederauferstehen. In der Kulturgeschichte der Rajputen waren fahrende Sänger schon immer hochangesehene Personen und wurden verehrt.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:19
@KlausBärbel
@FaIrIeFlOwEr
Der Legende nach sind das Kinder, die früh verstorben sind. Die Heilerin und Göttin Karni Mata hat den Mütter dieser Kinder gewährt, dass ihre Kinder in der Reinkarnation als Ratte in diesem Tempel wiedersehen dürfen, um so ihre Trauer zu vermindern... Seltsame Geschichte. Tatschlich werden die Ratten dort aber mit Sahne,Milch und allerlei Süßigkeiten gefüttert... Und: all das wird in einer extra Küche im Tempel speziell für die Ratten zubereitet. Natürlich bringen auch viele Pilger was leckeres für die Ratten mit - es ist nämlich glückverheißend, wenn einem eine Ratte über den Fuss läuft oder man eine der wenigen weißen Ratten sieht.
Ich hatte leider wenig Glück - keine weißen Ratten - überhaupt nur sehr, sehr wenig. Waren aber auch früh am morgen da und es war noch ganz schön kalt...Da würde ich mich als Ratte auch nicht aus meiner Höhle trauen... Angeblich werden die Tempelratten auch immer weniger - wegen Inzest. Die können sich wohl nicht mehr fortpflanzen, habe ich gehört.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:20
@CosmicQueen
@KlausBärbel

Die einen wenden sich mit Grauen ab und wollen den Tempel auf gar keinen Fall besuchen, die anderen sind fasziniert. Ein Besuch soll aber empfehlenswert sein, auch wenn man sich schon ein wenig überwinden muss.

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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:21
@FaIrIeFlOwEr
@CosmicQueen
Die sind aber putzig :D

Die Hindus unterscheiden die Ratten im Tempel und außerhalb des Gebäudes. Während die Ratten im Tempel als heilig angesehen werden, werden die Ratten außerhalb als Schädlinge gesehen. Die Ratten werden gejagt und weit entfernt wieder ausgesetzt. Getötet werden sie nicht. Zum Schutz der heiligen Ratten vor Fressfeinden aus der Luft ist nach oben hin der offene Tempelbereich durch ein Netz abgesichert. Die Gläubigen essen von den Speisen und trinken Wasser oder Milch aus den Schalen, von denen zuvor die Ratten gegessen oder getrunken haben. Trotz dieses für Touristen befremdlichen Vorgehens, ist es bis heute noch zu keiner Epidemie gekommen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:26
@KlausBärbel
KlausBärbel schrieb:Die Ratten werden gejagt und weit entfernt wieder ausgesetzt. Getötet werden sie nicht. Zum Schutz der heiligen Ratten vor Fressfeinden aus der Luft ist nach oben hin der offene Tempelbereich durch ein Netz abgesichert.
also nicht nur heilige Kühe ... nein, auch heilige Ratten ... also auch wenn sie ja eigentlich ganz niedlich aussehen ... nee, dass würde mich doch wirklich sehr viel Überwindung kosten, in der Nähe dieser Ratten zu sein ...


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:29
@FaIrIeFlOwEr
Hahaha, ja..................und dann noch barfuß. Kitzelt bestimmt :D

Seit mehr als 500 Jahren fressen sie rund um die Uhr Mais, Kuchen, Joghurt und Bananen von silbernen Tellern, schlürfen aus fla­chen Bronzeschalen heiße Milch und Suppen, die auf Feuerstellen in der offenen Halle eigens für sie zubereitet werden.

Das Dasein als Tempelratte ist demnach ein Garant für ein sicheres, behütetes und sorgenfreies Leben.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:32
@KlausBärbel
@FaIrIeFlOwEr
Hier hat mal einer von seinen eigenen Erfahrungen im Rattentempel geschrieben, fand ich ganz lustig.
Schuhe mussten im Rattentempel wie in jedem Tempel Indiens ausgezogen werden. Das Problem waren nicht die Ratten, sondern die großzügig auf den Fließen des Tempelgeländes verteilte Taubenkacke. Logisch: Die abertausenden Ratten im Tempel werden täglich mehrmals mit rohen Mengen leckeren Futters versorgt, was auch von den Flugratten/Tauben als Einladung verstanden wird. Viele Tauben sind inzwischen fetter als die posierlichen Ratten. Zum Schutz gegen die Ratten der Lüfte hat man Netze gespannt, damit das Federvieh nicht im Tempelhof landen und sich am Futtertrog der heiligen Nagetiere bedienen kann, doch dies hindert sie - die Tauben - nicht am Frustkacken ob der verpassten Chance. Das Resultat dieser Rivalenschaft war nun ein grün-weißer Teppich aus Verdauungsendprodukten.
Als das Morgengebet vorbei war (u.a. ein lautes, monotones Glockenläuten und gemurmeltes Gebet), rückten die Reinigungskräfte an und schrubbten den Boden. Hinterher wars sauber und die Besucher, die zu dieser Zeit eintrafen (ein paar hysterische Touristen und vereinzelte Schulmädchen), konnten beruhigt auf Rattenstreifzug gehen. Das heißt, sie mussten sich nicht um die Taubenkacke sorgen, da der Boden blitzeblank waren. Doch da die Ratten sich bereits wieder in ihren Löchern verzogen hatten, gab es auch relativ wenig zu sehen. Vermutlich ist ein Besuch am Nachmittag zur nächsten Fütterung aber wieder ein Erfolg.


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16.10.2010 um 23:33
@KlausBärbel
KlausBärbel schrieb:Das Dasein als Tempelratte ist demnach ein Garant für ein sicheres, behütetes und sorgenfreies Leben
zum einen natürlich für die Tiere selbst, aber auch für die Menschen, dort arbeiten und die wiederum von dem Tourismus gut leben können ...


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Die letzten Rätsel der Menschheit

16.10.2010 um 23:37
FaIrIeFlOwEr schrieb:zum einen natürlich für die Tiere selbst, aber auch für die Menschen, dort arbeiten und die wiederum von dem Tourismus gut leben können ...
Das denke ich eher nicht. Der Eintritt zum Tempel ist z.B. frei. Für Kameras muss lediglich eine kleine Gebühr entrichtet werden.
Ansonsten ist dort sehr tote Hose, dass ist nur dieser Tempel in der Gegend, der die Leute anlockt.


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