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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene

Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:31
@Keysibuna

Na toll, immer die Beschimpfungen :D

Die Herkunft der heute im Allgemeinen als Hunnen bezeichneten Stämme hatte die ältere Forschung noch in Zusammenhang gesetzt mit dem Untergang des Xiongnu-Reiches. Das Xiongnu-Reich hatte sich um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. in einen nördlichen und einen südlichen Teil gespalten. Der südliche Teil wurde zu einem chinesischen Protektorat, während das Nordreich gegen Ende des 1. Jahrhunderts unterging, die Reste der Bevölkerung ging im Volk der Xianbei auf.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:32
@KlausBärbel

Es ist faktisch nicht möglich, gesicherte Aussagen über die ethnische Herkunft der Hunnen, die Mitte des 4. Jahrhunderts zwischen Don und Wolga lebten, zu treffen; auch in der neueren Forschung können höchstens Hypothesen aufgestellt werden.

Dies ist auch dadurch bedingt, dass der Begriff „Hunne“, wie schon erwähnt, in den spätantiken Quellen oft als bloße Bezeichnung für Völker benutzt wurde, die in den pontischen Steppen nördlich des Schwarzen Meeres und Mittelasiens auftraten (ähnlich wie der Begriff „Skythen“).


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:34
@Keysibuna

Ebenso waren diese Gruppen kaum ethnisch homogen zusammengesetzt, zumal sich auch andere Gruppen ihnen anschlossen. Zudem ist auch umstritten, welche in den chinesischen Quellen als „Hunnen“ bezeichnete Völkerschaften wirklich als Hunnen gelten dürfen. Viele dieser Völkerschaften hatten wahrscheinlich keine Gemeinsamkeit, außer ihrer nomadischen Lebensweise.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:37
@KlausBärbel

Im Gebiet der heutigen Ukraine tauchten Angreifer die nach Westen verstießen wurden als „Hunnen“ bezeichneten und ihr Wohnsitz in spätantiken Quellen nahe dem Asowschen Meer lokalisiert.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:38
@KlausBärbel
@Keysibuna
Die Hunnen hatten zunächst keine umfassend anerkannte Führungsspitze. So stellten sie keine besondere Gefahr dar und konnten sogar gruppenweise an diversen Orten in römischen Sold genommen werden.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:38
@Keysibuna

Auch die Region nördlich des Kaukasus wurde auch von späteren Quellen noch als die Heimat der Hunnen bezeichnet. Wer aber die Hunnen genau waren, entzog sich auch ihrer Kenntnis.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:39
@Keysibuna
@KlausBärbel
Bekannt wurden die Anführer Basich und Kursisch, die 395 über den Kaukasus kamen und römisches wie persisches Gebiet zwischen Antiochia und Ktesiphon plünderten, bis sie von den Persern geschlagen wurden. Der Grund für den Raubzug war eine Hungersnot auf ihrem Gebiet - sie trieben unzählige Rinder ab.

Später suchten sie in Rom um ein Bündnis nach. Im gleichen Zeitraum spielte sich Uldin als Anführer der Hunnen gegenüber den Römern in den Vordergrund, bis er aufgrund von Misserfolgen um 408/09 von der Bühne der Geschichte verschwand. Der nächste Anführer scheint Charaton gewesen zu sein. Er ist für 412/13 belegt.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:40
@CosmicQueen
@KlausBärbel
@FaIrIeFlOwEr

Im 4. Jahrhundert begannen Angriffe verschiedener zentralasiatischer Stämme gegen das neupersische Sassanidenreich. In den Quellen werden diese Angreifer teils als „Hunnen“ bezeichnet, doch ist ihre genaue Herkunft unklar.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:40
@CosmicQueen
@Keysibuna
Diese in der Forschung auch als iranische Hunnen bezeichneten Gruppen waren aber nicht mit den „Hunnen“ verwandt, die um 375 aus der südrussischen Steppe nach Westen vorstießen. Im Jahr 350 begannen Angriffe einer als Chioniten bezeichneten Gruppe gegen das Sassanidenreich.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:41
@KlausBärbel
@Keysibuna
Greifbarer werden die nächsten Anführer, die Brüder Mundschuk, Oktar und Rua (der jedoch vielleicht nicht mitregierte). Nach Oktars Tod 430 (angeblich durch Völlerei), regierte Rua über den Großteil der europäischen Hunnen.

Rua war der erste, der eine einheitliche Führung der Hunnen gewährleisten konnte, was sich in einer energischeren Außenpolitik niederschlug. Die Römer einigten sich mit ihm auf einen Waffenstillstand und mussten mäßige Tributzahlungen leisten. Dafür versprach der Hunne, Rom im Bedarfsfalle Truppen zu stellen, was z.B. im Falle des Burgundenkriegs 436 auch geschah (Nibelungensage).


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10.11.2010 um 22:41
@CosmicQueen
@KlausBärbel

Die Chioniten eroberten Baktrien, doch konnte der Sassanidenkönig Schapur II. sie schließlich schlagen. Die Chioniten stellten den Persern Hilfstruppen, die 359 im römisch-persischen Krieg dienten und an der Belagerung der Festung Amida teilnahmen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:43
@CosmicQueen
@Keysibuna
Den Chioniten folgten die Kidariten (deren Reichsbildung wohl um 390 erfolgte und die um 470 den Hephthaliten und Persern unterlagen) und schließlich die Hephthaliten (sogenannte „Weiße Hunnen“, siehe auch das Geschichtswerk des Prokopios von Caesarea; sie waren aber nicht verwandt mit den „europäischen Hunnen“).


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10.11.2010 um 22:43
@KlausBärbel
@Keysibuna
Nach dem plötzlichen Tode Ruas (angeblich Frühjahr 434) wurde das Reich zwischen seinen Neffen bzw. Mundschuks Söhnen Bleda und Attila geteilt. Im Auftrag des weströmischen Feldherren Aëtius zerschlugen hunnische Hilfstruppen 436 das Reich der Burgunden, das sich seit 400 am mittleren Rhein befand.

Dadurch wurde der Hunnen-König Attila, der daran aber nicht beteiligt war, ein wichtiger Bestandteil der deutschen Heldensage des Mittelalters: Er ist der König Etzel des Nibelungenliedes.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:43
@KlausBärbel
@CosmicQueen

Die Hephthaliten hatten wesentlichen Anteil am Niedergang des indischen Großreichs der Gupta und führten auch mehrere Auseinandersetzungen mit Persien (484 Tod des Sassaniden Peroz I., 498/99 Einmischung in die sassanidischen Thronstreitigkeiten). Um 560 wurde ihr Reich jedoch von Persern und Türken vernichtet.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:44
@CosmicQueen
@Keysibuna

In Europa waren die Hunnen auch. Zur Zeitenwende beherrschten indogermanische Stämme aus der Gruppe der mit den Skythen verwandten Sarmaten die Steppe Osteuropas (Iazygen, Roxolanen, Alanen), im 3. Jahrhundert kamen die Goten dazu.


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10.11.2010 um 22:44
@KlausBärbel
@Keysibuna
Zu einem nicht ganz geklärten Zeitpunkt Ende 444/Anfang 445 wurde Bleda von Attila ermordet. Unter dem Alleinherrscher Attila erreichte die Macht der Hunnen ihren Höhepunkt, wenngleich Attila nie über alle Hunnen herrschte und seine Kontrolle wohl eher indirekter Natur war, indem er die wichtigsten Anführer der unterworfenen Völker an seinen Hof band.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:45
@CosmicQueen
@KlausBärbel

Das änderte sich aber, als ein Teil der in den spätantiken Quellen als Hunnen bezeichnete Gruppen in den 70er Jahren des 4. Jahrhunderts die große Völkerwanderung auslöste, wobei die Gründe für den Hunneneinfall unklar sind; vielleicht spielte nur Beutelust eine Rolle, in Frage kommen aber auch andere Gründe (z. B. Nahrungsmittelknappheit).


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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:45
@KlausBärbel
@Keysibuna
Mitte des 5. Jahrhunderts begannen die „europäischen Hunnen“ sesshaft zu werden: Das Hauptsiedlungsgebiet des Volkes lag zwischenzeitlich in der Theißebene, wo Attila seit 444 seinen Heersitz hatte. Attila bekam einen Palast aus Holz, von Pfählen umzäunt, auch wenn die Hunnen immer noch im Zelt lebten. Ein Minister badete sogar in seinem eigenen Bad, die Ausnahme schlechthin.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

10.11.2010 um 22:46
@Keysibuna
@KlausBärbel
Einen eindrucksvollen Bericht über Attilas Herrschaftssitz liegt von dem oströmischen Gesandten Priskos vor. Es gab eine frühfeudale Rangordnung am Hofe. Verdiente Leute wurden dank römischen Goldes mit Pensionen versorgt, hatten Güter oder Vorrechte – so z.B. durfte der einflussreiche Minister Onegesius seine Gefangenen behalten. Aber der römische Dienst war eben doch attraktiver – Attila forderte Hunnen als entlaufene Vasallen vom oströmischen Kaiser zurück.


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10.11.2010 um 22:46
@Keysibuna
@CosmicQueen

Aber du musst zugeben, über die genauen Hintergründe sowie über die genaue Herkunft dieser Hunnen sind jedoch nur Spekulationen möglich. Unter ihrem Führer Balamir (oder Balamber, dessen Historizität aber zweifelhaft ist) überschritten die Hunnen die Wolga.


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