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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

65 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Tod

Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

07.12.2014 um 20:30
Peisithanatos schrieb:Im Grunde genommen lassen sich die nachtodlichen Vorstellungen auf drei Annahmen reduzieren:
Eine Art Nichtsein.
Ein abstraktes Sein, ein Aufgehn im "Alles", oder wie du es nennst in der "Ganzheitlichkeit des Seins - die mystisch-pantheistische Variante.
Der Jenseitsglaube der verschiedenen Religionen - hier hat man erkannt wie vergänglich und nichtig die ephemeren Daseinsformen sind und Seele+Gott+moralisches Leben sind hier Garanten für die ewige Perpetuierung des personalen Daseins. Lieschen Müller wird ewig Lieschen Müller bleiben. :D
Die Menschen werden dazwischen wählen, je nach Prägung, Wunschdenken, oder weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Ja diese drei Vorstellungen des Jenseits könnte man so benennen. Jedoch war mein Gedanke zur Ganzheitlichkeit schon im Diesseits möglich, diese Erkenntnis ist nicht unbedingt jenseitiger Natur.

Die Rückkehr zur energetischen Urform eben, ein Wesen ohne getrennte Persönlichkeiten und ohne ein Ich-Bewusstsein. Nur noch reines Bewusstsein eben. Man wird über die eigenen Gedanken erhaben, jedoch sind es die Gedanken die einen dann nur noch begleiten werden, innere Konflikte werden gelöst und es macht sich ein harmonisches Gefüge breit, das nur noch selten innere wie auch äußere Konflikte provozieren wird. Es ist einfach. Dieses Thema trifft da den Gedanken sehr gut:

Diskussion: Es ist, was es ist
Peisithanatos schrieb:Das kann man so nur unterschreiben.
:)
Peisithanatos schrieb:Für mich persönlich ist Materie auch nur eine Spielart von Energie, Materie gleichsam verdichtete Energie und die Art wie sich phänomenologisch darstellt ein Resultat der Schwingungen, der Frequenz - ich denke, wir haben hier sehr ähnliche Vorstellungen.
So ist es auch und Tesla war da in gewisser Weise ein Vordenker der zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen ist. Tatsächlich kann man es sogar beobachten und hören, das jedes Element bestimmte Frequenzen absorbieren kann und darin eine Resonanz bewirkt. Die Atome sind nichts festes, sondern Energiewolken, die ein Feld erzeugen das im Verbund mit anderen Atomen eine scheinbare Festigkeit erzeugt. Dabei sind es nur Kräfte und Energien.
Peisithanatos schrieb:Aber eine Frage wurde damit ja noch nicht berührt, was ist Bewusstsein - eine Art Energieform, ein Spezialfall der Materie?
In der Metaphysik ist das Bewusstsein mehr nur eine Form der Information die auf die Energie einwirkt. In der Hinsicht ist es wirklich interessant sich mit der Kymatik zu befassen, denn Information bildet Muster, ähnlich ist es auch bei unserem Bewusstsein. Daher gehen manche davon aus das sich alles Leben und jede Evolution in Form spezifischer Muster gebildet haben die auf die Energie und damit auch Materie einwirkt. Alles hat spezifische Frequenzen und bedenkt man das unser ganzer Planet "schwingt" so auch die Sonne und alle anderen Sterne und Planeten, wird man das Gefühl nicht los das diese ganzen Schwingungen auch in Wechselwirkung stehen und hier und da Resonanzüberlagerungen haben. Man schaue sich nur mal die Formen und Muster in der Natur an, den Blütenstand einer Sonnenblume, den Romanesco usw.

Youtube: von Epos Dei: Kymatik [2011]

Es gibt also prinzipiell nur zwei "Dinge" die das Leben bestimmen, zum einen die Energie, zum anderen die Information (woher auch immer diese ihre Quelle bezieht). In der Metaphysik könnte man das Wort Gottes mit dieser Formgebenden Information beschreiben. Was eine Art von Synthese aus Schöpfung und Evolution erschaffen würde. Der Mensch ist im Hinblick auf die Schöpfung und Evolution vielleicht nur die nötige Hardware die eine bestimmten Zustand des Bewusstseins ermöglicht, nämlich das beobachtende, fühlende und denkende. Sicherlich auch bei Delfinen oder bestimmten Affen möglich (Bonobos), doch der Mensch ist der einzige der Dinge aus seiner Vorstellung erschaffen kann. Vielleicht hat sich die Schöpfung mit dem Menschen eine Eselsbrücke erschaffen, denn der Mensch wird eine neue Form der Evolution erschaffen, eine Evolution der Kunst und Synthetik. Damit ist der Mensch nichts weiter als ein Medium eines großen Bewusstseins das nur eine temporäre Isolation voneinander erlebt. Denn ohne die unbewussten Wechselwirkungen der Menschen wäre auch keine Entwicklung möglich.

Vielleicht spielt Gott eben nur Mensch? :D
Gott- ganzheitliches und schöpferisches Bewusstsein, der Impuls der Kreativität, der Intuition, der Liebe. Der Mensch, ein sterblicher Körper, ein Wirt und eine etwas konfliktsüchtige Biomaschine, geformt durch lange und komplexe evolutionäre Prozesse. Nur aus Sicht des Kosmos, ein kleiner Wimpernschlag. Zeit ist ja bekanntlich relativ.

Du merkst bestimmt gerade, ich versuche eine Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität, zwischen Physik und Metaphysik zu spannen, jap ein innerer Impuls stiftet mich dazu an und ich kann es mir bis heute auch nicht erklären, denn vor ein paar Jahren noch war ich strenger Atheist und alle Spiritualität war für mich nur Esoterik und Hokus Pokus, wie sehr sich Menschen durch Schlüsselerlebnisse doch ändern können. Würde sich mein heutiges Ich mit dem vergangenen Ich unterhalten, wären beide einander fremd. Nur rückblickend habe ich Verständnis für meinen eigenen Irrtum.
Peisithanatos schrieb:Der Dualismus unterscheidet zwischen Geist und Materie/Energie und der Monismus sagt, entweder ist alles Materie oder alles Geist. Da wir kein Bezugswelt/universum haben und unsere Bewusstseinsmatrix, die letzte unüberwindliche Barriere ist, können wir es nie wissen.
In der Hinsicht kann ich eine kleine Animeserie empfehlen:

Die Melancholie der Haruhi Suzumiya

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Der Anime handelt von Haruhi Suzumiya, einem Schulmädchen mit der gottgleichen Fähigkeit, die Welt und Realität frei nach ihren Wünschen zu formen. Sie stellt eine Gefahr für das Universum dar, da sie sich dieser Fähigkeit nicht bewusst ist und schnell in Langeweile und Frustration verfällt. Ihre engen Schulfreunde, die mit Ausnahme des Erzählers Kyon von unterschiedlichen Organisationen abgestellt wurden, sollen sie daher observieren und unter Kontrolle halten.
Wikipedia: Die_Melancholie_der_Haruhi_Suzumiya

Die Bewusstseinsmatrix ist etwas das man durch die Selbsterkenntnis "durchschauen" kann, irgendwo zwischen Verstand und Intuition. Es gibt jedoch keinen reinen Dualismus oder Monismus, sondern ein ganzes Spektrum das einem kosmischen Fraktal gleicht. Das Chaos schafft die Diffusität, das Rauschen und das Gewabber, so auch die Willkür und die Unberechenbarkeit. Die Ordnung schafft Struktur und Stabilität. Beide in Wechselwirkung prägen das ganze Leben. Nur ist es kein Dualismus, denn das eine beschreibt nur eine Anwesenheit von etwas, das andere dessen Abwesenheit. Dualismus ist zu eingrenzend dafür, nennen wir es An- und Ausmodus mit unheimlich vielen Zwischentönen, einer ganzen Bandbreite an Möglichkeiten zwischen ihnen.
Peisithanatos schrieb:Egal wie man es dreht, jeder Prozess setzt Polarität und Unterschiede voraus, ob es nun der Dichteunterschied beim Wasser ist, oder verschiedenartige Ladungsträger.
Nur sind eben die Polaritäten keine voneinander getrennten Pole, sondern verbundene Impulsgeber, mehr nicht. Aktion und Reaktion in einem kausalen Verbund der Wechselwirkungen. Diese sind in ihrer Gesamtheit eben ganzheitlicher Natur. Natürlich bedarf es an Unterschieden, nur sind diese Unterschiede immer nur temporärer Natur. Man muss aus den Details zoomen um das ganze Bild betrachten zu können. Du stehst noch viel zu nahe am Bild und beobachtest die einzelnen Pinselstriche, geh mal ein paar Schritte zurück und betrachte das Bild in seiner Ganzheitlichkeit. Wenn du in diesem Zustand angekommen bist, wirst du dich viel leichter als vorher fühlen, das ist wie ein Selbstläufer.

Man wird ein Freund ruhigerer, harmonischerer Töne. Wo man vorher ein Freund der Dissonanz und Disharmonie im Klang war, doch nur inneren Schmerz fühlte, sich in den Details des Lebens verloren hat und die Existenz mit Fragen gelöchert hat, wird man die Liebe zur Harmonie entdecken. Ich vergleiche das gerne mit der Wahl der Musik. Früher brauchte ich Chaos, Lautstärke und Leidenschaft, Schnelligkeit so auch Zerstreuung, heute brauch ich kaum noch Musik, wenn ich sie brauche, sind es ruhige Töne, Musik die mit meiner inneren Ruhe harmoniert und nicht mehr in Dissonanz steht. Den Dualismus kann man überwinden, man wird zwar physisch noch immer den Wechselwirkungen ausgesetzt sein, nur mental hat man den Gleichklang und die Ganzheitlichkeit gefunden.
Peisithanatos schrieb:Wenn die Entropie im Universum ihr Maximum erreicht hat und es keine Temperaturunterschiede mehr gibt, wird es auch keine Prozesse mehr geben.
Dann gehst du von der Anfänglichkeit und Endlichkeit des Universums aus? Nun da ist noch nichts klar. Ich gehe vom pulsierenden Multiversum aus, ohne Anfang und ohne Ende, nur mit einzelnen Zustandsformen. Der Urknall ist in meinem Bild von der Ganzheitlichkeit nicht mehr nur ein einmaliges Ereignis, sondern ein sich rhythmisch wiederholendes Ereignis. Es folgt Ausdehnung, Ausdünnung und dank des "kosmischen Unterdrucks" und der "äußeren" Energien ein Zusammenziehen dieses einen Universums neben unendlich vielen anderen, zusammen ergibt es einen kosmischen "Schaum".

Diskussion: Eine Welt aus dem Nichts

Energie gab es schon immer, sie kennt weder Anfang noch Ende, nur der Mensch denkt es gäbe Anfänge und Enden, weil sein Ich-Bewusstsein zeitlich begrenzt existiert. Es entsteht aber nicht mit der Geburt, sondern wird im Laufe seines Lebens konditioniert. Das Ich und die Persönlichkeit, so auch die physische Existenz sind endlich und anfänglich, nur beim reinen Bewusstsein scheint eine Zeitlosigkeit gegeben zu sein.
Peisithanatos schrieb:Man kann sich auf die Ganzheitlichkeit konzentrieren, oder auf den Widerspruch in allem Seienden.
Der Widerspruch existiert nur im Denken des Menschen, im Universum spielt das alles absolut keine Rolle, da es keine Widersprüche gibt, denn wie kann man etwas widersprechen wenn nichts da wäre das sprechen könnte? Die Menschen die im mentalen Widerspruch leben, sind noch immer Gefangene und Sklaven ihrer Egos, Menschen die die Ganzheitlichkeit erkannt haben werden erhaben über ihre Egos. Das Ich bin dieses, ich bin jenes, ich will dieses, ich will jenes, ich befinde mich mit diesem und jenem im Konflikt, existiert nur allein im Ich-Bewusstsein des Menschen. Das sind die großen Illusionen aus denen man erwachen sollte. Alle anderen irren mental in Labyrinthen voller Unklarheit umher und klammern sich an bestimmte Philosophien, Ideologien, Denkschulen oder den eigenen Denkstrukturen. All diese Dinge verlieren mehr und mehr an Bedeutung in einem ganzheitlichen Bewusstsein. Im Gegenteil man wird Mitgefühl mit denen empfinden die noch immer nicht ihr Selbst gefunden haben und umherirren in einer scheinbar sinnlosen Existenz voller Widersprüche.

Menschen die ihr Selbst noch nicht erkannt haben, sind auch noch nicht bereit für das Nirwana, sie müssen noch lernen zu ihrem ganzheitlichen Denken und Bewusstsein zu kommen. Es sei denn sie wollen es nicht, denn das Leben in der Achterbahn der Illusionen ist eben abenteuerlicher als in der Ganzheitlichkeit. Man entwickelt eine gewisse Leidenschaftslosigkeit mit dem ganzheitlichen Bewusstsein.
Peisithanatos schrieb:Egal wie man das schöperische Urprinzip nennen will, ob Gott, das Alleine, oder den vernunftlosen blinden "Willen" bei Schopenhauer, das Wesentliche, das "Ding an sich" wie Kant es formuliert, können wir im Aussen nicht erkennen, auch nicht durch die Ratio - nur in der introspektivischen Schau, können wir es intuitiv erfassen.
Wobei auch die Ratio im Laufe der Zeit lernt zu übersetzen, man kann es begrifflich nicht erfassen, muss es aber auch nicht. Man kann es beschreiben, durch Metaphern, durch Allegorien oder durch sinnbildliche Vergleiche. Die Intuition bedarf keiner Worte, wenn man Acht auf sie gibt, wird man jedoch seine Handlungsweisen und Verhaltensweisen ändern.

Ja der reine Wille ist blind, jedoch lernt dieser durch die Intuition das "Sehen", daher ist auch die Empathie das Resultat aus beiden Aspekten, bzw. dessen Synthese. Der Wille des Egoisten, wird sich von dem des Altruisten unterscheiden, ich selbst lebe irgendwo dazwischen, mal so, mal so. An manchen Tagen genieße ich mein Ego, an anderen meine Selbstlose Solidarität mit anderen. Ein Leben ohne Extreme eben aber sich der extremen Impulse bewusst :)
Peisithanatos schrieb:All das sind Strategien und Denkkonzepte, um irgendwie durchs Leben zu kommen... sei es Hedonismus, Askese, Meditation, das Aufgehen im Alltag, Fatalismus, oder das Denken, das alles vergänglich ist. Alles ist notwendig, alles vergeht - es gibt nichts woran man sich hängen müsste, nicht an materielle noch ideelle Sachen, noch an Probleme. Das macht das Leben unendlich leicht.
Das liegt nur daran das sich Menschen das Leben unglaublich viel schwerer machen als es eigentlich ist. Alles eine Frage des Bewusstseins und der Denkweise. Natürlich wird das Leben selbst am Ende immer ein Leidensweg bleiben (besonders wenn es physische/psychische Probleme gibt), nur kann sich die Einstellung zu diesem Leidensweg ändern, wenn man seine Denkkonzepte in ganzheitlicher Natur aufblühen lässt. Rate mal warum manche Mönche die die Erleuchtung erlangt haben, so zufrieden in den Tag hinein lächeln können. Wobei man dafür kein Mönch sein muss, das kann jeder ;)
Peisithanatos schrieb:Und diesen Gedanken möchte ich mit diesem Zitat von Cioran abrunden: ;)
Passt sehr schön :)

Ob man aber einmal oder tausendmal Male lebt, ob man über eine Stunde verfügt oder über alle, das Problem bleibt das gleiche: ein Insekt und ein Gott sollten sich in ihrer Art, die Tatsache des Existierens als solche zu betrachten, nicht unterscheiden; diese Tatsache ist so erschreckend (wie nur ein Wunder es sein kann), daß man, verweilt man dabei, den Willen verspürt, auf immer zu verschwinden, um sie nicht erneut in anderen Existenzen schauen zu müssen. Das ist es, worauf der Buddha bestanden hat, und es ist fraglich, ob es seine Folgerungen beeinflussen konnte, wenn er aufgehört hätte, an den Mechanismus der Seelenwanderung zu glauben.

Ja ein Insekt ist ebenfalls von der göttlichen Ganzheitlichkeit untrennbar wie jedes andere Lebewesen auch. Denn alles ist am Ende Eins und nur die spezifischen Zustände unterscheiden sich, nicht aber ihre Gesamtheit.
Peisithanatos schrieb:Postulierst du da nicht eine Art Dualismus? Wäre diese Vorstellung mit der Ganzheitlichkeit des Seins kompatibel?
Nein, beides ist Teil der Ganzheitlichkeit, das eine ist jedoch sinnlich erfahrbar, das andere nur Teil einer Vorstellung, eines Gefühls oder der Intuition. Das eine ist die Welt des Verstandes, das andere die Welt des Gefühls. Wo einer ein Atom sieht, sieht ein anderer eine schwingende Energie, beide haben Recht und nur die wenigsten sehen beides zugleich. Und noch weniger sehen das Atom im Verbund mit dem ganzen Kosmos. Nichts ist trennbar oder isolierbar.

Da passt dieses kleine Video aus einem anderen Anime:

Youtube: How To Open Your 7 Chakras - As Explained In a Children's Show

Meditation als Zustand reinen Bewusstseins, selbst in einer Kinderserie wurde es treffend auf den Punkt gebracht. Nichts ist von einander getrennt, alles ist Eins, nur unsere Gedanken und unser Ego schaffen Separierung und Isolation. Also man muss einfach mal einen Moment haben indem man sich dessen wieder bewusst wird, besonders wenn der Alltag zermürbend sein kann.
Peisithanatos schrieb:Wie kann man im Buddhismus wiedergeboren werden, wenn es kein Selbst, keine Seele gibt?
Man sollte das mehr metaphorisch betrachten, natürlich gibt es das Selbst im Buddhismus, so auch eine Seele, nur werden sie dort anders beschrieben als wir dies denken. Daher ist auch die Behauptung um Buddhismus gäbe es keinen Gott nicht gänzlich richtig, es spielt nur keine Rolle in der Existenz selbst. Es kann, muss aber nicht so oder so sein, wichtig ist nur die Bewusstheit im Hier und Jetzt zu leben. So aber auch das Bewusstsein zu entwickeln loslassen zu können. Letzteres macht einen für das Nirwana bereit.
Anatta (Pali) oder Anātman (Sanskrit) bedeutet „Nicht-Selbst“, „Nicht-Ich“ oder auch „Unpersönlichkeit“. Damit ist grob gemeint, dass keine Existenz ein festes Selbst hat.

Die buddhistische Lehre von Anatta (Pāli) bezeichnet das Nichtvorhandensein eines permanenten und unveränderlichen Selbsts, eines festen Wesenskernes oder einer Seele (Atta bedeutet „das Angenommene“). Was normalerweise als „Selbst“ betrachtet wird, ist demnach eine Ansammlung von sich konstant verändernden, physischen und psychischen Bestandteilen („Skandhas“). Durch das Anhaften an die Vorstellung, dass der jeweils erlebte, temporäre Zustand eine Art von unveränderlicher und dauerhafter Seele bildet, entsteht Leiden. Die Lehre von „Anatta“ versucht die Buddhisten zu ermutigen, sich vom unangebrachten Anklammern an das zu lösen, was als fester Wesenskern betrachtet wird. Denn erst dadurch − unterstützt von ethischem Verhalten und Meditation – kann der Weg zur völligen Befreiung („Nirwana“) erfolgreich gegangen werden.
Wikipedia: Anatta

So betrachte auch ich das :)
Daher muss man am Ende selbst vom eigenschaftslosen Selbst loslassen können. Die Erlösung ist nur gedanklicher Natur zu verstehen, nur darum geht es im Buddhismus, sich vom durch die Gedanken ausgelösten Leid zu lösen.
Peisithanatos schrieb:Das Sein ist sprachlos, es ist voll und leer, vergänglich und ewig, alles und nichts.
Und für den einen widersprüchlich, für den anderen ganzheitlich :)


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

08.12.2014 um 21:49
Ich bin absolut fest davon überzeugt, dass der Tod das Ende der Existenz ist. Die Vorstellung, es könnte ein Leben nach dem Tod geben, ist für mein Empfinden zu romantisch und irreal.
Der Gedanke nicht mehr zu existieren beschäftigt mich somit nicht, da ich nicht denke, dass ich meine Nicht-Existenz bemerken werde.


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

08.12.2014 um 22:42
Gurkentruppe schrieb:Ich bin absolut fest davon überzeugt, dass der Tod das Ende der Existenz ist. Die Vorstellung, es könnte ein Leben nach dem Tod geben, ist für mein Empfinden zu romantisch und irreal.
Der Gedanke nicht mehr zu existieren beschäftigt mich somit nicht, da ich nicht denke, dass ich meine Nicht-Existenz bemerken werde.
Traumloser Schlaf eben. Physisch, sinnlich und auch aus Sicht des Ich-Bewusstseins ist man sterblich und mit dem physischen Tod auch "nichtig". Die Nicht-Existenz ist jedoch aus buddhistischer Sicht das erwünschte "Ziel", die Erlösung des Lebensleides eben. Es gleicht mehr einer Strafe eine Abfolge mehrerer Existenzen aus verschiedenen Perspektiven und Wesenheiten zu verkörpern um irgendwann auf die Idee als denkendes Wesen zu kommen, vielleicht muss man sein Selbst erkennen um von Ich-Bewusstsein, von seinen illusionären Eigenschaften (Charakter) und den Rollen die wir zu verkörpern gedenken loslassen. Am Ende gar von Selbst loslässt.

Man weiß am Ende nur leider nicht ob es optimistisch oder pessimistisch wäre an das wahrliche Nirwana, der Nicht-Existenz zu denken/glauben. Oder ob es eine jenseitige Natur des Seins gibt (in welcher Form auch immer).

Tatsächlich kann man das Nirwana schon im Leben selbst erreichen, wenn man nach der Selbsterkenntnis von allem loslässt was man als weltlich oder metaphysisch betrachten könnte. Reines Bewusstsein eben (ohne Ich-Bewusstsein). Man nennt dies auch die Bewusstheit des Moments.

Inzwischen denke ich das beides naive Vorstellungen sein könnten, entweder die Wunschvorstellung eines Jenseits in Form einer rein geistigen Existenz so auch das "Nichts". Denn im Falle der Physik wissen wir ja, Energie kann nicht zerstört werden und bleibt erhalten, nur ihre Zustände ändern sich.
Der Energieerhaltungssatz drückt die Erfahrungstatsache aus, dass die Energie eine Erhaltungsgröße ist, dass also die Gesamtenergie eines isolierten Systems sich nicht mit der Zeit ändert. Zwar kann Energie zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärmeenergie. Energie kann auch aus einem System oder in ein System transportiert werden. Es ist jedoch nicht möglich, Energie zu erzeugen oder zu vernichten. Die Energieerhaltung gilt als wichtiges Prinzip aller Naturwissenschaften.

„Die innere Energie ist eine Eigenschaft der stofflichen Bestandteile eines Systems und kann nicht erzeugt oder vernichtet werden. Die innere Energie ist eine Zustandsgröße.“
Wikipedia: Energieerhaltungssatz

Auch quantenphysikalisch wird es interessant, wenn du dir bewusst machst, das jede Materie nur geronnene Energie ist. Ein Atom ist nur eine Energiewolke mit spezifischen Schwingungsprozessen.
cRAwler23 schrieb:Energie kann in Masse umgewandelt werden und umgekehrt. Mit den Begriffen muss man hier ein wenig aufpassen, denn in der Masse ist ja schließlich diese ursprüngliche Energie immer noch vorhanden. Sie ist also nicht weg, sondern hat lediglich eine andere Erscheinungsform angenommen.
http://www.drillingsraum.de/room-emc2/emc2.html

Auch ein interessantes Thema in der Hinsicht:

Diskussion: Eine Welt aus dem Nichts

Nun ist die Frage, was ist Bewusstsein? Biochemische Interaktion zwischen Nervenzellen, also den Neuronen? Energie in einer im Gehirn manifestierten Form die das Gehirn als Hardware nutzt? Dienen die Sinnesorgane allein der sinnlichen Wahrnehmung? Oder sind es vielleicht gleichzeitig Reizfilter für den Verstand? (eines ist Fakt, der Mensch nimmt weit weniger wahr als tatsächlich im Licht-, Schall- und Magnetismusbereich erfahrbar wäre, wenn unsere Sinnesorgane und auch unser Gehirn die Informationen direkt aufnehmen würde, manche munkeln das durch psychedelische Substanzen die Filter einfach auf biochemischer Basis an Stärke verlieren).

Oder ist unser Bewusstsein vielleicht eine Kombination aus Energie und Information? Information braucht nur ein Medium um "gespeichert" zu werden. Bewusstsein, Intuition als Kombination von Information und Energie mit einer alles verbindenden "Schwingung" eben.

Der Sterbeprozess ist neurochemisch sehr interessant, besonders Beobachtungen der Zirbeldrüse sind faszinierend. Die Ausschüttung des Dimethyltryptamin (DMT):

DMT - Harmonie zwischen Wissenschaft und Spiritualität?(Blog von cRAwler23)

Manche betrachten es als das stärkste Halluzinogen der Natur (und auch im Menschen, besonders bei der Geburt und dem Sterbeprozess sehr hochkonzentriert vorkommt), manche sagen jedoch, es ist ein "Entkoppelungsmolekül", welches den "Geist" vom Körper trennt. Einige denken auch daher kommen spezifische Koma- und Nahtoderfahrungen:

DMT - Das Molekül des Bewusstseins: Zur Biologie von Nahtod-Erfahrungen und mystischen Erlebnissen

near-death
Von 1990 bis 1995 führte Dr. Rick Strassman an der Universität New Mexico von der DEA genehmigte klinische Forschungen durch, bei denen er sechzig Freiwilligen DMT injizierte eine der wirkungsvollsten psychedelischen Substanzen, die uns bekannt sind. Sein ausführlicher und detaillierter Bericht über diese Sitzungen ist eine faszinierende Erkundung der Natur des menschlichen Geistes und des therapeutischen Potenzials psychedelischer Substanzen. DMT, eine aus Pflanzen gewonnene Substanz, die auch vom Gehirn des Menschen gebildet wird, führte dabei immer wieder zu Nahtoderfahrungen und mystischen Erlebnissen. Viele der Freiwilligen berichteten von Begegnungen mit intelligenten, nicht-menschlichen Wesenheiten, insbesondere "Außerirdischen".

Fast alle hatten das Gefühl, dass die Sitzungen zu den tiefsten Erfahrungen ihres Lebens gehörten. Strassmans Forschungen bringen DMT mit der Zirbeldrüse in Verbindung, die bei den Hindus als der Sitz des siebten Chakras gilt und von René Descartes als Sitz der Seele bezeichnet wurde. Das Buch führt Argumente für die kühne Behauptung an, dass auf natürliche Weise von der Zirbeldrüse freigesetztes DMT die Bewegung der Seele in den Körper hinein und aus ihm hinaus fördert und Bestandteil der Erfahrungen von Geburt und Tod ist; auch an höchsten Zuständen der Meditation und an transzendenten sexuellen Erlebnissen scheint es beteiligt zu sein. Klug angewendet, könnte DMT eine Periode bemerkenswerter Fortschritte in der wissenschaftlichen Erkundung der geheimnisvollsten mystischen Regionen der menschlichen Psyche und seines Seelenlebens einleiten.
http://www.amazon.de/DMT-Bewusstseins-Nahtod-Erfahrungen-mystischen-Erlebnissen/dp/3855029679

Auch ein interessantes Buch in der Hinsicht, jedoch bezieht sich das mehr auf die Physik und die Vorstellbarkeit von Lichtgeschwindigkeit:

Lucy mit c: Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits. Leben nach dem Tod. Neue wissenschaftliche Indizien
Die Lichtgeschwindigkeit als "Eintrittskarte" für die Ewigkeit und das Jenseits? Starker Tobak? Weit gefehlt, denn der Autor dieses Buches ist selbst Physiker, hat einen Lehrstuhl für Medizintechnik und schreibt dieses Buch im Einklang mit den Erkenntnissen der modernen Physik. In einem Raumschiff werden Sie sich eine abenteuerliche Reise durch Raum und Zeit "erlesen". Dabei werden ganz nebenbei auch die spezielle Relativitätstheorie von Einstein und der Welle-Teilchen Dualismus des Lichts erklärt.

Der Autor zieht äußerst eindrucksvolle Parallelen zu den Nahtoderfahrungen und legitimiert dies mit der inzwischen sehr hohen Zahl an Schilderungen, die aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen stammen. Die Reise führt zu dem bemerkenswerten Schluss, dass sich "religiöse und naturwissenschaftliche Denkweisen derart ergänzen, dass die Existenz eines Lebens nach dem Tod zwingend notwendig erscheint".Lust auf mehr? Dann heißt es jetzt: Gut anschnallen! Und einen guten Flug!
http://www.amazon.de/Lucy-mit-Lichtgeschwindigkeit-Jenseits-wissenschaftliche/dp/3833437391

Unabhängig davon was man "glaubt" oder gedenkt zu wissen, man kann sich mal mit diesen Aspekten beschäftigen, nicht nur in den Religionen gibt es Vorstellungen vom Jenseits, sondern eben auch wissenschaftlich, biologisch und gar physikalisch.

Man stelle sich mal vor, es gibt ein großes Bewusstsein in der Ganzheitlichkeit des Seins und der Mensch spielt dabei in Form seines isolierten "Ich-Bewusstseins" nur eine temporäre Rolle. Die ganze Evolution also die Spielart eines ganzheitlichen Formgebungsprozesses (Siehe Kymatik) eines ganzheitlichen Bewusstseins, was nur die scheinbare temporäre Trennung etabliert hat. Das ist ein ziemlicher Mindfuck wenn man denkt, dass wir vielleicht alle ein einziges, formloses Bewusstsein haben und nur im Zuge der Selbsterkenntnis hinter die Egoperspektive blicken.

Das sind natürlich nur Gedankenspiele, es kann so sein, muss aber nicht (zum Glück kann alles möglich oder unmöglich sein, man sollte sich gedanklich einfach nur die Optionen offen halten) ;)


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12.12.2014 um 20:18
@DeepReisender
DeepReisender schrieb am 17.11.2014:Eine Sache noch: Was hinterlässt der Gedanke, nicht mehr zu existieren bei euch? Bei mir ist es so, dass ich gedanklich einfach nicht weiterkomme, wenn es um das endgültige Ende geht. Unsere Fantasie ist grenzenlos. Wieso kann ich mir das Ende meines Daseins dann nicht vorstellen?
Ich kann diesen Gedanken erfassen. Ich bin überzeugt, dass das nur sehr wenige können - und zwar aus gutem Grund. Es ist definitiv nicht fördern, das große Nichts, die eigene Endlichkeit zu begreifen. Was der Gedanke bei mir hinterlässt? panische Angst vor dem Tod. Der Gedanke daran ist das niederschmetterndste und verheerendste, was ich mir vorstellen kann.


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Kotknacker
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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

13.12.2014 um 14:13
Drastischist schrieb:Ich kann diesen Gedanken erfassen. Ich bin überzeugt, dass das nur sehr wenige können - und zwar aus gutem Grund. Es ist definitiv nicht fördern, das große Nichts, die eigene Endlichkeit zu begreifen. Was der Gedanke bei mir hinterlässt? panische Angst vor dem Tod. Der Gedanke daran ist das niederschmetterndste und verheerendste, was ich mir vorstellen kann.
Und ebenso ist es das befreiendste und euphorischste diesen Gedanken zu zerschlagen bzw. selbst zu erfahren, dass nach dem Tod nichts nichts sein kann. ^^


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18.01.2015 um 15:28
Natürlich leben wir weiter :) in Form von Energie oder anderer Materie...


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18.01.2015 um 16:45
@DeepReisender
deine These ist, dass wir "ewig existieren" ...

Frage:
was hast du vor deiner Geburt in diesem Leben gemacht ?
an was erinnerst du dich ?


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

18.01.2015 um 22:05
@JonnyDepp

Ich denke, dass wir die Erinnerungen an unserem früheren Leben verlieren um uns voll und ganz neu zu entwickeln und die Konzentration auf das "neue Leben" zu lenken (ist nur eine Überlegung).


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20.01.2015 um 22:02
DeepReisender schrieb:Ich denke, dass wir die Erinnerungen an unserem früheren Leben verlieren um uns voll und ganz neu zu entwickeln und die Konzentration auf das "neue Leben" zu lenken (ist nur eine Überlegung).
In der spirituellen Hinsicht ist dies nur die "halbe" Wahrheit. Denn stelle dir einfach mal vor, man ist Teil eines einzigen Selbst, dieses erlebt sich selbst durch unterschiedlichste Perspektiven und Lebensformen. Der Mensch mit seinem "Ich-Bewusstsein" unterliegt einer temporären Trennung und Illusion. Das Ganzheitliche Ganze lernt und spielt mit sich und durch sich selbst und seine unterschiedlichsten Facetten und Entwicklungen in physischen Formen und deren evolutionärer Prozesse.


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20.01.2015 um 23:50
@cRAwler23

Das klingt plausibel. Allerdings muss es doch einen Sinn ergeben oder nicht? Müssten wir dann nicht eine Verbindung spüren zu allem Außenstehenden, trotz des Ich-Bewusstseins?
Die wichtigste Frage zum Schluss :D : Wie kommst du zu diesem interessanten und irgendwie komplexen Gedanken?


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21.01.2015 um 16:55
DeepReisender schrieb:Das klingt plausibel. Allerdings muss es doch einen Sinn ergeben oder nicht? Müssten wir dann nicht eine Verbindung spüren zu allem Außenstehenden, trotz des Ich-Bewusstseins?
Da sag ich nur, Meditation und innere Ruhe. Wenn der Gedankenfluss des Ich-Bewusstseins mal etwas Ruhe erfährt. Doch alles was wir physisch spüren ist nur eine Interaktion zwischen unserem Körper und seiner Umwelt, selbst das ist eine Verbindung die man so schon spüren kann. Selbst wenn man räumlich getrennt sein mag, so ist man verbunden und wenn man nur daran denkt, selbst das ist schon eine Verbindung.
DeepReisender schrieb:Die wichtigste Frage zum Schluss :D : Wie kommst du zu diesem interessanten und irgendwie komplexen Gedanken?
Das ist eine Entwicklung die über die Jahre gereift ist und mit der Selbsterkenntnis wird einem vieles automatisch bewusst, was einem vorher im Verborgenen lag. Ich sage da immer, ein jeder kann zu Buddha werden, denn dies ist am Ende nur ein Zustand des Erwachtseins (was nix mit Erwachsenheit zutun haben muss) :)


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21.01.2015 um 17:13
@cRAwler23

Ich denke ich kann alles sehr gut nachvollziehen. Mich hat es in letzter Zeit selber zur Meditation verschlagen, wodurch ich meine Umgebung und meinen Körper bewusster wahrnehme :)


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

21.01.2015 um 20:13
Also ich erklär das mal:

Erster müssen wir wissen wie Gott eine Seele erschafft. Das hat er wie ein Gesetz verankert welches automatisch funktioniert. Wenn zwei Seelen (Mann und Frau) sich paaren, spaltet sich die Seele der beiden und dieses Teil wird eine Seele. So entsteht dann die Seele des Kindes. (Aus diesem Grund wäre ein geklonter Mensch kein Mensch sondern nur Fleisch)

Das Gehirn ist nur der Radar welcher die Seele einfängt. wird dieses Radar gestört/beschädigt, kann es zu Erinnerungslücken, Demenz, etc führen.

Eine Nichtexistenz ist nicht in Betracht zu ziehen, denn bevor das oben erwähnte Kind entstand, war es etwas anderes. Ein anderer Zustand.

Denn selbst wenn man etwas verbrennt, es verwandelt sich immer nur. Aber die Spuren werden nie verschwinden.

Holdings


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21.01.2015 um 22:24
DeepReisender schrieb:Ich denke ich kann alles sehr gut nachvollziehen. Mich hat es in letzter Zeit selber zur Meditation verschlagen, wodurch ich meine Umgebung und meinen Körper bewusster wahrnehme :)
Das ist schon ein erster wichtiger Schritt :)
Um nichts anderes geht es bei der Meditation, mehr das Innen und Außen in Einklang zu bringen. Man wird die Untrennbarkeit dessen spüren. Man ist Teil eines Ganzheitlichen Ganzen. Man ist nur eben in einem flüchtigen Ich-Bewusstsein und dessen physischer Körperlichkeit die eine scheinbare Trennung erfährt. Daher lebt man auch in einem ziemlich unglücklichen Zustand wenn man sich der Ganzheitlichkeit nicht bewusst ist. Das Ego (Ich Ich Ich) und seine Erwartungen stören diese Verbindung.


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

22.01.2015 um 07:52
Was wäre denn, wenn die anderen Wesen um uns herum gar nicht existieren, sondern nur eine Illusion unserer Imagination (Kopfkino) sind?
In dem Fall müsste gar nichts "real" sein. Dann wäre alles ganz einfach zu erklären.

Wir sind einfach nur ein Sim-Charakter, der sich einbildet, ein eigenes "ich" zu haben.
Im Grunde dreht sich doch sowieso alles um einen selbst und man nimmt nur das wahr, wo man gerade ist.


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TangMi
ehemaliges Mitglied

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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

22.01.2015 um 09:08
@JonnyDepp

Es kann auch sein das alles nur ein „Boltzmann-Gehirn" ist. Jedenfalls soll das wahrscheinlicher sein, als das Universum so wie es ist.

http://www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_content/56/12054/1554616/DAS-WAHNSINNIGE-UNIVERSUM/


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22.01.2015 um 21:16
@cRAwler23

Wie gehst du damit um? Also im Alltag? Wissen deine Verwandten und Freunde, dass du so denkst? @JonnyDepp Darüber habe ich auch schon nachgedacht aber ich denke das ist zu weit her geholt.


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

22.01.2015 um 23:02
JonnyDepp schrieb:Was wäre denn, wenn die anderen Wesen um uns herum gar nicht existieren, sondern nur eine Illusion unserer Imagination (Kopfkino) sind?
Das nennt man Solipsismus:
Metaphysischer Solipsismus: Nur das eigene Ich existiert. Nichts außerhalb des eigenen Bewusstseins existiert, auch kein anderes Bewusstsein.

Methodologischer Solipsismus: Die Bedeutung konzipierter Begriffe hängt einzig von Bewusstseinszuständen des denkenden Subjekts ab.

Ethischer Solipsismus bzw. „Egoismus“: Es ist rational, das eigene Handeln nur danach zu beurteilen und auszurichten, dass die eigenen Präferenzen (etwa eigenes körperliches Wohlergehen usw.) weitestmöglich erfüllt werden (und Präferenzen anderer überhaupt nicht mit in Betracht zu ziehen).

Alle drei Arten von Solipsismus wurden und werden in unterschiedlichsten Ausprägungen entwickelt, verteidigt und von anderen Philosophen angegriffen.
Wikipedia: Solipsismus

Jedoch kann ich dir versichern, hier schreibt ein sich selbst bewusster Mensch mit dir. Der Solipsismus mündet meist in einem Egoismus aus Wahnvorstellungen. Jedoch wenn man das Ich-Bewusstsein isoliert betrachtet, ist man als Ich ganz alleine, es gibt nur dieses Ich in der Wahrnehmung eben die Egoperspektive. Jedoch gibt es so viele Egos wie es Menschen gibt und jeder hat seine ganz eigene Perspektive. Wird man erhaben über das Ego, wird man merken das alles Eins ist und verbunden ist in einer Ganzheitlichkeit allen Seins.
DeepReisender schrieb:Wie gehst du damit um? Also im Alltag? Wissen deine Verwandten und Freunde, dass du so denkst?
Ich schreibe darüber mehr als ich darüber spreche. Ja meine Freunde und auch Verwandte wissen das und haben kein Problem damit, verstehen aber auch nicht alles. Man unterhält sich dann doch wieder mehr um irdisches und alltägliches ;)


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

22.01.2015 um 23:51
@cRAwler23

Coole Sache :D Ich wünschte es gebe mehr Menschen die über den "Tellerrand" hinaus blicken und sich nicht nur mit dem irdischen aufhalten. Spirituelles Wachsen ist bedeutend für eine funktionierende Gemeinschaft. Kriege würden keine Option mehr sein. Naja, andere würden dies als Wunschdenken bezeichnen. :)


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Unsere Existenz ist ein ewiges Dasein

23.01.2015 um 00:03
DeepReisender schrieb:Coole Sache :D Ich wünschte es gebe mehr Menschen die über den "Tellerrand" hinaus blicken und sich nicht nur mit dem irdischen aufhalten. Spirituelles Wachsen ist bedeutend für eine funktionierende Gemeinschaft. Kriege würden keine Option mehr sein. Naja, andere würden dies als Wunschdenken bezeichnen. :)
Es gibt kein Wunschdenken, es gibt nur Erwartungen die vom Ego erschaffen werden, es sind die Erwartungen die in Enttäuschungen münden. Wenn man über seine Egoperspektive erhaben wird, wird man weiter über den Tellerrand blicken als man es je für möglich gehalten hätte. :)

Aber ich habe meine Erwartungen zur Ruhe kommen lassen, es ist was es ist und hat man das geschafft wird man innere Ruhe finden, Gelassenheit und damit auch Friedfertigkeit. Die Menschen müssten also ihr Ego bezwingen oder zumindest besänftigen lernen, so auch den inneren Schweinehund. Leider tu ich mich mit dem auch dann und wann mal etwas schwer ;)

Kriege resultieren nur aus ungelösten Konflikten einzelner und übertragen sich wie ein Virus auf die Massen, teils durch Propaganda oder durch Desinformation. Die meisten Kriege verdanken wir egoistischen Eliten in der Geschichte. Meist wie kleine Kinder und ohne jeden Weitblick aber mit einem verdammt großem Ego.


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