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Würden wir ohne Eltern leben?

267 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Eltern, Existenz

Würden wir ohne Eltern leben?

23.12.2014 um 11:27
silberhauch schrieb:wäre ich etwas völlig anderes geworden
Nein. Du wärst einfach gar nicht geworden. Unter anderen Bedingungen wäre ein anderer Mensch mit einem anderen Bewusstsein entstanden, der mit Dir rein gar nichts zu tun hat.

Du bist nur das Ergebnis einer Kausalkette. Bei einer anderen Kette gibt es ein anderes Ergebnis.

Du bist nur deswegen Du, weil alles genau so passiert ist, wie es eben passiert ist. Da ist kein Raum für hypothetische Kausalverläufe.


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Würden wir ohne Eltern leben?

23.12.2014 um 21:53
@silberhauch

Was hat eine Kuh mit einem Menschen zu tun? Eine Kuh hat Kuh-DNA, ein Mensch menschliche. Desweiteren hängt es damit zusammen, wo und wie man aufwächst. Du bist ein anderer Mensch, wenn du z.b in einem Kriegsgebiet groß wirst und wiederum ein komplett anderer, wenn du bei reichen Eltern aufwächst.


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Würden wir ohne Eltern leben?

03.01.2015 um 09:19
@silberhauch
Aber ich hätte etwas anderes sein können, gäbe es mich nicht. Das behaupte ich.
Wie kannst du gleichzeitig sein und nicht sein? Mir scheint du hast dich hier ein bißchen verrannt. Dein Bewußtsein und dein Körper gehören zusammen. Das eine kann ohne das andere nicht existieren. Zumindest nicht ohne weiteres.


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Würden wir ohne Eltern leben?

03.01.2015 um 12:38
Das geht nicht.
Wir wachsen nie ohne Eltern aus. Selbst im fiktiven Szenario, dass wir im Labor geboren und aufwachsen, irgendwer versorgt uns. Irgendwer zieht uns groß, gibt uns Nahrung und sorgt dafür, dass wir groß und stark werden. Selbst wenn es irgendwelche Wissenschaftler sind, die ihr Hauptaugenmerk auf unsere Fähigkeiten setzen, statt uns Zuneigung zu geben, sie sind unsere Eltern!

Eltern sind die Menschen, die uns groß gezogen haben. Alles andere ist Zusatz, der auch selbstverständlich sein sollte.


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Würden wir ohne Eltern leben?

03.01.2015 um 14:04
Warum sollte das Bewusstsein getrennt vom Körper sein, jedes Lebewesen hat natürlich eine Art von Bewusstsein, mit der Zeugung und der Entstehung des neuronalen Netzes entsteht auch eine Form von Bewusstsein das ist ein zwingend notwendiger Prozess. Wobei wir nicht wissen wie eine Fliege ihre Umgebung wahrnimmt. Ich könnte ja mal Fragen wo war dein Bewusstsein als Baby oder vor der Geburt? Die Antwort nicht wirklich vorhanden, dennoch nimmt schon ein Baby die Umgebung wahr. Nein ohne die Eltern würde man nicht existieren, weder als Fliege noch als Kuh, du wärst schlichtweg nie dagewesen.


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Würden wir ohne Eltern leben?

06.01.2015 um 13:25
@silberhauch
Ich habe irgendwie das Gefühl, du denkst, dass genau dein Bewusstsein, genau dein Ich irgendwo herumschwebt und darauf wartet, einen Körper zu finden, in den es hinein kann. Bzw. wirkt es manchmal so, als würdest du meinen, dass etwas oder jemand irgendwo herumsitzt und Bewusstsein zusammensetzt und verteilt. Stimmt das? Ist jetzt natürlich vereinfacht formuliert.


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Würden wir ohne Eltern leben?

15.01.2015 um 20:52
@Luminita

Genau so stelle ich mir das vor.

Aber da sitzt natürlich niemand rum, um irgendetwas zu verteilen. Vielmehr erlangt jedes Lebewesen automatisch ein Bewußtsein.

Und dieser automatische Prozess gibt mir zu denken. Ist er doch, wie hier oft erwähnt, m.M.n. überhaupt nicht von den eigenen Eltern abhängig, denn die haben ja auch meinen Bruder oder meine Schwester gezeugt, dessen Bewußtsein mir genauso fremd ist, wie das von einer Kuh, oder Katze.

Ich sehe da überhaupt keinen Zusammenhang.

Es geht mir ja auch nicht um die Tatsache, das ich ein Kind meiner Eltern bin, was sich auch genetisch leicht nachweisen ließe, mit all seinen Eigenschaften die daraus erwachsen, sondern nur darum, warum gerade mein jetziges Bewußtsein für meinen jetzigen Körper verantwortlich ist. Ich schreibe bewußt "verantwortlich", denn dabei denke ich an den Spruch: Ich möchte nicht in meiner Haut stecken.

Wie ließe sich das denn wissenschaftlich erklären, das z.B. ich, in die Rolle eines Menschenkindes schlüpfen mußte, nur weil irgendwelche Leute ein Kind gezeugt haben? Tagtäglich werden viele Lebewesen geboren.

Theoretisch könnte ich sogar zeitgleich zweimal existieren. Einmal als Mensch und einmal als Kuh. Da sich die persönliche Wahrnehmung aber nicht mit anderen Individuen vermischen lässt, liegt es fern, diese Empfindungen vom Mensch und Kuh doppelt wahrzunehmen. Aber vielleicht nur deswegen.
Tatsache ist aber, das ich momentan die Welt als Mensch wahrnehme, und irgendwo auf der Wiese eine Kuh, die die Welt auf ihre Art wahrnimmt.

Was trennt uns voneinander? Zwei verschiedene Körper!

Nimmt man nun einen dritten Körper hinzu, der beide beobachtet, dann sind alle drei Körper im gleichen Maße isoliert voneinander.

Und zwar im gleichen Maße isoliert, das (wenn der dritte Körper meine Mutter wäre) es unerheblich wäre, wessen Bewußtsein meines wäre (ihres Sohnes), oder das von der Kuh, denn sie stünde genauso isoliert da wie wir.
Es spielt überhaupt keine Rolle wer ich bin, denn ich bin individuell betrachtet meiner Mutter genauso fern, wie die Kuh es ist.
Die Kuh hätte aber nur das Nachsehen (in jeglicher Hinsicht), weil sie nicht von meiner Mutter gezeugt wurde.

Also letztendlich drei völlig verschiedene und unabhängige "Bewußtseins-Verkörperungen" die beliebig austauschbar wären, ohne jedwede qualitative Einstufung.


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Würden wir ohne Eltern leben?

15.01.2015 um 22:19
@silberhauch
silberhauch schrieb: Ist er doch, wie hier oft erwähnt, m.M.n. überhaupt nicht von den eigenen Eltern abhängig, denn die haben ja auch meinen Bruder oder meine Schwester gezeugt, dessen Bewußtsein mir genauso fremd ist, wie das von einer Kuh, oder Katze.
Natürlich erlangt jeder automatisch ein Bewusstsein. Aber er hat nicht von Anfang an ein Bewusstsein für den eigenen Körper. Der Mensch muss auch erstmal lernen, dass das, was er da sieht und wo er da ist, er selbst ist. Das kann man bei kleinen Kindern gut beobachten.
silberhauch schrieb:warum gerade mein jetziges Bewußtsein für meinen jetzigen Körper verantwortlich ist.
Ohne Körper kein Bewusstsein und umgekehrt. Meiner Meinung nach ist da nichts füreinander verantwortlich. Du hast von Anfang an einen Körper, aber das Bewusstsein für diesen entwickelt sich, wie oben schon gesagt, nach und nach. Ich bin natürlich nicht darüber informiert, wie dann Neugeborene empfinden. Das ist dann wieder die andere Frage, ich weiß nicht, ob die sich klären lässt.
Theoretisch könnte ich sogar zeitgleich zweimal existieren. Einmal als Mensch und einmal als Kuh.
Nein. Dann müsste die Kuh ja ganz genau gleich denken wie du! Kann sie das überhaupt? Wird nicht auch die Sprache indirekt vom Bewusstsein gesteuert, nicht nur vom Gehirn? Müssen wir uns auf sprechende Kühe einstellen?
Nein, ernsthaft, ich glaube, da verrennst du dich in irgendwas.
Was trennt uns voneinander? Zwei verschiedene Körper!

Tatsache ist aber, das ich momentan die Welt als Mensch wahrnehme, und irgendwo auf der Wiese eine Kuh, die die Welt auf ihre Art wahrnimmt.
Und zwei verschiedene Gehirne. Die auch für das Bewusstsein verantwortlich sind.
Ich bereite derzeit einen Vortrag über Komapatienten und Menschenrechte vor. Dabei bin ich auf die Frage gestoßen, was denn das Bewusstsein überhaupt ausmacht. Ist man bei Bewusstsein, wenn man allles um sich herum wahrnimmt? Wann ist man bei Bewusstsein? Bei Komapatienten sind viele Gehirnfunktionen geschädigt. Und dann sind sie, umgangssprachlich, bewusstlos. Was hat das Bewusstsein also mit dem Gehirn zu tun?
(Vorsicht, hier spricht ein Laie!)

Klar, aber du kannst doch theoretisch nicht wissen, ob die Kuh jetzt denkt "Oh, ein Baum" oder halt ... nicht! :D Ich tippe mal auf Letzteres, was bedeuten würde, dass dein Bewusstsein und das der Kuh nicht gleich sein können.
silberhauch schrieb:Die Kuh hätte aber nur das Nachsehen (in jeglicher Hinsicht), weil sie nicht von meiner Mutter gezeugt wurde.
Das will ich doch hoffen. :D

So viele Fragen.


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Würden wir ohne Eltern leben?

17.01.2015 um 20:48
Luminita schrieb:
Aber er hat nicht von Anfang an ein Bewusstsein für den eigenen Körper. Der Mensch muss auch erstmal lernen, dass das, was er da sieht und wo er da ist, er selbst ist. Das kann man bei kleinen Kindern gut beobachten.
Das dieser "Prozess" eine gewisse Zeit dauert ist klar. Trotzalledem kann "er" aus seinem Körper niemals entfliehen. Er ist sozusagen gefangen in diesem Körper.
Luminita schrieb:Ohne Körper kein Bewusstsein und umgekehrt. Meiner Meinung nach ist da nichts füreinander verantwortlich. Du hast von Anfang an einen Körper,....
Ein Körper braucht ein Bewußtsein, sonst würde er sich selber nicht wahrnehmen. Die Frage ist aber: warum nehme ich gerade diesen meinen Körper wahr und nicht den eines Anderen!?
Silberhauch: Theoretisch könnte ich sogar zeitgleich zweimal existieren. Einmal als Mensch und einmal als Kuh.
Luminita schrieb:Nein. Dann müsste die Kuh ja ganz genau gleich denken wie du! Kann sie das überhaupt? Wird nicht auch die Sprache indirekt vom Bewusstsein gesteuert, nicht nur vom Gehirn? Müssen wir uns auf sprechende Kühe einstellen?
Nein, ernsthaft, ich glaube, da verrennst du dich in irgendwas.
Angenommen jedes Individuum wäre so etwas wie eine Überwachungskamera, gesteuert von einem Großrechner, der alles gleichzeitig erfassen kann, dann wären wir alle Teil eines riesigen Systems. Dann könnte man auch besser verstehen, warum man das ist, was man ist. Ich bin dann halt Kamera Nr. XXX... und wenn ich irgendwann einmal kaputt gehen sollte, dann sterbe ich wenigstens mit dem Bewußtsein, das ich halt an dieser Position befestigt wurde, dem Verschleiß erlegen bin, und Teil eines Ganzen gewesen bin.
Dann wäre es auch unerheblich gewesen, an welcher Position ich die Welt erfasst hätte, denn das wäre letztendlich egal, weil ich eh nur ein Teil von einem "Ganzen" gewesen bin.

Das neugeborene Kalb einer noch lebende Kuh (Kamera Nr. XXX...) übernimmt dann meinen Part, alles geht dann wie gewohnt weiter.

Der "Großrechner" ist aber der entscheidende Part dabei, denn ohne ihn gäbe es keine Kameras.

Ohne ihn gäbe es gar nichts, denn was nütze es, wenn im gesamten Universum nur ein einziges Lebewesen geboren wäre, das das Universum zwar kurz wahrgenommen hätte, aber nach seinem relativ kurzen Leben dann irgendwann dahingeschieden wäre, ohne Sinnhaftigkeit auf sich selber, oder der, des gesamten Universums.

Warum gibt es kurzlebige isolierte Individuen? Denn sobald man stirbt, erlischt alles, das Universum existiert dann (für mich) nicht mehr. Das trifft leider auf alles zu, was kreucht und fleucht.

Die eigene Wahrnehmung ist selbst zu Lebzeiten extrem beschränkt und individuell. Nehme ich alles so wahr, wie es wirklich ist?
Ist die Perspektive einer Fliege die "Wahrheit"?
Was ist die Wahrheit?
Luminita schrieb:So viele Fragen.
Ja, das stimmt!


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Würden wir ohne Eltern leben?

20.01.2015 um 19:27
@silberhauch

ich weiß genau was du meinst und frage mich das auch oft! zu einem schluss kam ich aber noch nicht :(


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Würden wir ohne Eltern leben?

26.01.2015 um 22:31
@silberhauch
silberhauch schrieb:Trotzalledem kann "er" aus seinem Körper niemals entfliehen.
Da bleibt für mich die Frage, wie du "er" definierst. Was ist "der Mensch", "das Individuum"?
silberhauch schrieb:dann wären wir alle Teil eines riesigen Systems.
Und somit keine Individuen mehr. Wenn die Kuh, also die Kamera Nr. XXX einfach deinen Part übernehmen könnte, dann wäre sie genauso wie du. Ihr wärt identisch.
silberhauch schrieb:Dann wäre es auch unerheblich gewesen, an welcher Position ich die Welt erfasst hätte, denn das wäre letztendlich egal, weil ich eh nur ein Teil von einem "Ganzen" gewesen bin.
Die Frage ist, ob es für diesen Großrechner sonderlich wichtig wäre, wie und ob du die Welt erfasst.
silberhauch schrieb:Nehme ich alles so wahr, wie es wirklich ist?
Das ganz bestimmt nicht, das glaube ich schon lang nicht mehr bzw. habe ich noch nie geglaubt.
silberhauch schrieb:Ist die Perspektive einer Fliege die "Wahrheit"?
Möglich. Aber das wird man wohl niemals erfahren, denn wir können die Fliegen weder fragen noch ihre Perspektive betrachten noch wüssten wir mit Sicherheit, ob es die Wahrheit ist.


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Würden wir ohne Eltern leben?

27.01.2015 um 01:15
@silberhauch

In einem fast unendlichen Universum gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, dh. du wärst irgendwann auch geboren.

Und spirituell gesehen, Gott hat für dich diese Eltern vorgesehen.


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Würden wir ohne Eltern leben?

27.01.2015 um 01:19
@divepilot86
divepilot86 schrieb:Was hat eine Kuh mit einem Menschen zu tun? Eine Kuh hat Kuh-DNA, ein Mensch menschliche. Desweiteren hängt es damit zusammen, wo und wie man aufwächst. Du bist ein anderer Mensch, wenn du z.b in einem Kriegsgebiet groß wirst und wiederum ein komplett anderer, wenn du bei reichen Eltern aufwächst.
Das halte ich für ein Märchen, es gibt nicht umsonst Kinder die sehr reif denken und Kinder welche kindisch denken. Der Grund dafür ist, die Seele. Das denken, das Bewusstsein, die Intelligenz formt wie wir uns verhalten, wer wir sind. Und nicht wo wir groß werden.

Anders sieht es aus wenn eine reiche Frau verwöhnt ist, dann ist sie nur verblendet und sieht die Welt falsch. Das macht sie aber nicht aus, sondern ihre Nächstenliebe, Toleranz, etc.


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Würden wir ohne Eltern leben?

28.05.2017 um 23:11
@silberhauch
Das stimmt wohl. Selbst wenn ich ein total anderer Mensch wäre, so wäre ich aber immer noch ich, mit meinem Bewußtsein.
Ich habe dein Zitat mal hier rüber geholt, damit es da drüben nicht so Off-Topic wird. :)

Ich sehe das halt ein wenig anders. Wenn man nun davon ausginge, dass deine Entstehungsgeschichte sich nicht so abgespielt hätte, wie sie es tatsächlich tat und deine Oma oder dein Opa ein Kind mit einer anderen Person zeugten, die möglichweise wiederum, aufgrund ihrer genetisch bedingten, abweichenden Persönlichkeit einen anderen Partner gefunden hätte, mit dem sie wiederum "dich" gezeugt hätte - dann wärst du eben nicht mehr du. Dich, also wirklich GENAU dich, gibt es nur ein einziges Mal. Die DNA eines jeden Menschen ist unterschiedlich und die DNA legt eben auch nicht nur dein Äußeres fest, sondern auch Veranlagungen zu bestimmten Verhaltensweisen, Krankheiten, etc. Mit einer komplett anderen DNA wärst du aus meiner Sicht auch ein komplett anderer Mensch. Wenn du jetzt sagst, dass du dann immer noch irgendwo "Du" wärst, ginge das schon irgendwo in Richtung "Seelenwanderung" und an dieser Stelle gehe zumindest ich nicht mehr mit.


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Würden wir ohne Eltern leben?

28.05.2017 um 23:51
hyphaema schrieb:... Dich, also wirklich GENAU dich, gibt es nur ein einziges Mal. Die DNA eines jeden Menschen ist unterschiedlich und die DNA legt eben auch nicht nur dein Äußeres fest, sondern auch Veranlagungen zu bestimmten Verhaltensweisen, Krankheiten, etc
Ja, das ist alles richtig. Aber es sind alles meßbare und fassbare Dinge.

Im Gegensatz dazu steht das Bewußtsein. (Ich möchte hier auch gar nicht von einer Seele sprechen, denn darunter kann ich mir nichts vorstellen).

Das Bewußtsein ist etwas nicht greifbares. Es ist aber dennoch im Verbund mit meinem Körper.

Und genau da setze ich an.

Man stelle sich einfach zwei Geschwisterteile vor. Beide von den selben Eltern und mit dem gleichen Genkodex, oder der gleichen DNA (wie auch immer). Dennoch ist das Bewußtsein von Kind A im Körper A gefangen und das von Kind B im Körper B.
Sie können niemals ihre Körper tauschen!

In diesem Sinne sind sie maßlos voneinander getrennt.

Und das Bewußtsein über den jeweiligen Körper hat auch keine Gemeinsamkeiten, weder mit dem Geschwisterteil, noch mit der Mutter, noch mit dem Vater.

Alle vier Personen sind individuen.

Nun könnte man sich doch fragen, warum habe ich damals nicht, (als Geschwisterteil B), das Bewußtsein von Geschwisterteil A erlangt? Warum mußte erst ein zweites Kind geboren werden?

Oder was wäre, wenn meine Eltern zehn Kinder bekommen hätten und ich erst das Bewußtsein über das elfte (nicht existierende) Kind erlangt hätte? Also gar niemals existiert hätte!

Die Kernfrage ist doch, wer entscheidet das?

Oder anders ausgedrückt, es scheint sehr willkürlich zu sein.
Sollte es tatsächlich willkürlich sein, dann hätte man anstatt, das elfte imaginäre Kind zu werden, auch an jenem Tag das Bewußtsein eines Katzenkindes erlangen können. Was schließt das aus?
Ich hoffe ich konnte das einigermaßen verständlich formulieren.


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Würden wir ohne Eltern leben?

29.05.2017 um 00:06
silberhauch schrieb:Ich hoffe ich konnte das einigermaßen verständlich formulieren.
Ja, das konntest du tatsächlich! :)

Ich denke wir haben diesbezüglich im anderen Thread ein wenig aneinander vorbei geredet, aber da war es ja ohnehin off-topic. Ich verstehe jetzt, was du meinst und muss zugeben, dass ich ähnliche Gedanken auch schon hatte. So etwas ergibt sich ja auch aus der Fragestellung, ob es theoretisch möglich sein kann, nach dem Tode noch einmal ein anderes Bewusstsein zu erlangen, wohlwissend, dass dies nicht "Wiedergeburt" bedeutet.
Ich finde den Gedanken spannend, denn ich stimme dir insofern zu, als es keine beweisbare Grundlange dafür gibt, wieso wir ausgerechnet in dem Körper stecken, den wir bei der Geburt bekommen haben. Das wird sich wohl auch nie belegen lassen - vielleicht ist das auch ganz gut so.
Bezogen auf die Frage, ob wir mit anderen Eltern bewusstseinstechnisch noch immer dieselben wären, könnte man m.E. nur mit "vielleicht" antworten.


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Würden wir ohne Eltern leben?

29.05.2017 um 06:46
kleinundgrün schrieb:Nein. Du wärst einfach gar nicht geworden. Unter anderen Bedingungen wäre ein anderer Mensch mit einem anderen Bewusstsein entstanden, der mit Dir rein gar nichts zu tun hat.

Du bist nur das Ergebnis einer Kausalkette. Bei einer anderen Kette gibt es ein anderes Ergebnis.

Du bist nur deswegen Du, weil alles genau so passiert ist, wie es eben passiert ist. Da ist kein Raum für hypothetische Kausalverläufe.
Ich zitiere das mal, damit es nicht unbemerkt untergeht. Denn das sollte sich die TE mal durchlesen und in ihr Bewusstsein rufen.

Natürlich gehe ich aber davon aus, dass jeder eine Seele ist. Ja eine Seele ist und nicht hat. Aber selbst wenn man eine Seele ist, dieses Ich- Bewusstsein kann dennoch nur unter bestimmten Voraussetzungen entstehen. Zwar spielt das bei einer Seele keine Rolle, da man dennoch existiert. Aber man hat nicht die selbe Persönlichkeit, das selbe Ich- Bewusstsein. 


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Würden wir ohne Eltern leben?

29.05.2017 um 17:30
Nein. Du wärst einfach gar nicht geworden. Unter anderen Bedingungen wäre ein anderer Mensch mit einem anderen Bewusstsein entstanden, der mit Dir rein gar nichts zu tun hat.
Ständig werden irgendwelche Menschen oder Lebewesen geboren, die aus meiner Perspektive nicht das geringste mit mir zu tun haben.

Das ist ja der Punkt.

Das ich das Bewußtsein über meinen Körper erlangt habe verdanke ich doch nicht meinen Eltern.

Mein Bruder z.B., der etwas älter ist als ich, stammt auch ja von meinen Eltern ab.

Warum durfte ich dann nicht in seinem Körper das Bewußtsein erlangen?

Warum erst als Zweitgeborenes?

Welcher Zusammenhang besteht denn in meinem Bewußtsein zu meinen Eltern?

Das einzige was man dazu Geistreiches sagen könnte wäre, 'gut, jedes Lebewesen braucht ein Bewußtsein, sonst könnte es nicht existieren', das war es dann aber auch schon.
Es scheint völlig willkürlich zu sein, wer man ist.

Ich verstehe nicht warum die Leute sich so schwertun das zu verstehen?
Du bist nur das Ergebnis einer Kausalkette. Bei einer anderen Kette gibt es ein anderes Ergebnis.
Das mag ja sein, biologisch zumindest. Aber wir reden ja hier über das Bewußtsein.

Lebewesen zeugen Nachwuchs, tagtäglich, und überall auf der Welt.

Alle Zöglinge stammen von ihren Eltern ab, biologisch leicht nachweisbar, aber welcher Faktor bestimmt dann das Bewußtsein?

Ich rede auch nicht vom Charakter, oder anderen Eigenschaften, die ich von meinen Eltern geerbt habe, denn die hat mein Bruder ja schliesslich auch.
Das wäre auch keine ausreichende Erklärung dafür, was das Bewußtsein überhaupt ist, oder warum ich diesen Körper steuere und keinen anderen. Wäre das denn so abwegig, zu behaupten, daß ich durchaus auch das Bewußtsein einer Katze hätte erlangen können?

Niemand zweifelt daran, das er genau das ist was er ist, ich finde das sehr seltsam.

Im Grunde wäre es mir doch auch egal gewesen, wenn ich als Hund oder Katze auf die Welt gekommen wäre. Dann würde ich jetzt bellen oder miaunzen, wichtig wäre dabei doch nur mein Bewußtsein.
Du bist nur deswegen Du, weil alles genau so passiert ist, wie es eben passiert ist. Da ist kein Raum für hypothetische Kausalverläufe.
Nö, dafür müsste man sich viel genauer mit der Bewußtseinsthematik befassen.
Da ist noch lange nichts geklärt.
Queen-of-Mad schrieb:...Aber selbst wenn man eine Seele ist, dieses Ich- Bewusstsein kann dennoch nur unter bestimmten Voraussetzungen entstehen. Zwar spielt das bei einer Seele keine Rolle...
Netter Versuch Klarheit darüber zu schaffen, aber wer soll das anerkennen? Zumal mir das viel zu philosophisch erscheint.


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Würden wir ohne Eltern leben?

29.05.2017 um 19:22
@silberhauch

Ein Bewusstsein kommt nicht in einen Körper. Ein Bewusstsein entsteht erst durch einen Körper. Durch die Gene, und durch die Eindrücke, die wir durch unsere Sinne sammeln. Das alles führt zu einem Bewusstsein.
Und jedes Lebewesen, hat andere Umstände, auch wenn man in der selben Familie aufwächst. Es entstehen verschiedene Ich- Bewusstseine, weil die Gegebenheiten nie gleich sind.
Also dein Bewusstsein hat nicht Kontrolle über deinen Körper erlangt. Sondern dein Bewusstsein, ist durch deinen Körper und deine Wahrnehmung entstanden.
Wenn du mir nicht glaubst. Dein Bruder ist von den selben Eltern. Warum ist er dann männlich? Warum sieht er so aus, wie er aussieht und gleicht dir nicht aufs Haar.
Hast du schon mal von der Chaostheorie gehört?


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Würden wir ohne Eltern leben?

29.05.2017 um 20:01
@silberhauch
Ich verstehe, was du meinst, da ich selbst ähnliche Gedanken habe. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ich den Gedanken verständlich formulieren könnte.
Dabei ist es nicht nötig, eine "Seele" in Form von etwas Bewusstem, dass den Körper verlässt und in einen anderen reinfährt, anzunehmen. Sondern die einfache Tatsache, dass ich in Deutschland im Jahre 19XX geboren bin. Warum nicht zu einem anderen Zeitpunkt, an einem anderen Ort? Ich denke, die Frage lässt sich nicht befriedigend beantworten.


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