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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

1.402 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Ethik, Vegan ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

25.10.2023 um 09:14
Zitat von Do-XDo-X schrieb am 09.07.2023:Vielleicht muss man erstmal fragen, ob die Nahrungsmittelindustrie den veganen Verbrauchern gegenüber ehrlich ist, dass auch wirklich drin ist, was drauf steht?
Ich denke schon dass dies der Fall ist, kein Unternehmen will verklagt werden, was ziemlich einfach möglich wäre, wenn die den Verbraucher anlügen. Ich vertraue der Nahrungsmittelindustrie so semi. Aber so lange es als vegan deklariert ist, esse ich es.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 17:48
Ich hole das Thema mal wieder hoch, weil ich nicht nachvollziehen kann, wie jemand diese Frage begründet mit Nein beantworten kann.

Tierfreund zu sein bedeutet doch mehr, als bestimmte Tiere zu mögen oder Haustiere gut zu behandeln. Wer Tiere tatsächlich respektiert, kann nicht gleichzeitig dafür bezahlen, dass andere Tiere für Essen, Kleidung oder Unterhaltung ausgebeutet und getötet werden, obwohl das vermeidbar ist.

Wir würden schließlich auch niemanden als Hundefreund bezeichnen, der manche Hunde liebt, gleichzeitig aber freiwillig ihre Ausbeutung und Tötung finanziert. Warum sollte bei Schweinen, Kühen oder Hühnern ein anderer Maßstab gelten? Auf Menschen übertragen würden wir schließlich auch niemanden als Menschenfreund bezeichnen, der bestimmte Menschen liebevoll behandelt, die Ausbeutung und Tötung anderer aber bewusst unterstützt.

Diese Empörung, wenn in China Katzen oder Hunde ausgebeutet und getötet werden, ist natürlich auch an Heuchelei nicht zu überbieten.

Deshalb finde ich die Bezeichnung „Tierfreund“ für jemanden, der bewusst weiterhin Tierausbeutung unterstützt, absolut heuchlerisch. Tierliebe, die davon abhängt, welcher Spezies ein Tier angehört, ist für mich keine konsequente Tierliebe. Für diese unterschiedliche moralische Berücksichtigung aufgrund der Spezies gibt es inzwischen auch den etablierten Begriff des Speziesismus.

Mich würde interessieren, wie diejenigen, die das anders sehen, diesen Widerspruch auflösen.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 17:54

Ich bin Speziesist und wie du das für dich labelst, geht mir am Pöppes vorbei.
:merle:




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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 17:57
Zitat von emanonemanon schrieb:Ich bin Speziesist und wie du das für dich labelst, geht mir am Pöppes vorbei.
:merle:
Also ist der Widerspruch nicht auflösbar. ;) Oder sagst du für dich einfach generell, dass Tiere nicht respektiert werden sollten?


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 18:00
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Mich würde interessieren, wie diejenigen, die das anders sehen, diesen Widerspruch auflösen.
Mhm. Vegetarier können keine Pflanzenfreunde sein. Gut zu wissen.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 18:09
@AnimaLiberate

Ich denke Mal, den Speziesist kann man die zurückgeben.
Wo ziehst du die Grenze - beim Parasiten, als Wurm in deinem Darm/ Muskelfleisch, bei der Zecke am Bein, die dir eine lustige Hirnhautentzündung bringt.... Oder bei der Made im Apfel, die du schon Tötest weil du reingebissen hast?
Man sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. ;)


:mlp:


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 18:13
Das Pervertierte ist ja nicht das es Tierprodukte gibt, sondern wie wir diese Tiere halten. Was spricht dagegen ein Tier zu verwerten, wenn es ein gutes Leben bis zum Ende hin hatte? Gibt doch auch Urvölker die den Tieren Respekt darbringen, sich auch anfreunden, und letzten Endes, wenn das Tier zu alt ist, einen Gnadenstoß geben und soviel wie möglich daraus verwerten.
Klar, das ist eine romantische Vorstellung, und wir alle wissen dass die Produkte in den Regalen nicht durch glückliche Tiere entstanden, aber es soll nur verdeutlichen, dass die heutige Produktion das Problem ist und nicht der Konsum an sich. Auch wenn er dazu beiträgt.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 19:46
Zitat von SyndromSyndrom schrieb:Ich denke Mal, den Speziesist kann man die zurückgeben.
Wo ziehst du die Grenze - beim Parasiten, als Wurm in deinem Darm/ Muskelfleisch, bei der Zecke am Bein, die dir eine lustige Hirnhautentzündung bringt.... Oder bei der Made im Apfel, die du schon Tötest weil du reingebissen hast?
Man sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. ;)

:mlp:
Die Grenze muss man dafür gar nicht willkürlich bei einer bestimmten Spezies ziehen. Es geht um Empfindungsfähigkeit und darum, anderen nicht ohne Not Leid zuzufügen bzw. sie auszubeuten.

Eine Zecke zu entfernen, die meinen Körper angreift und meine Gesundheit gefährdet, ist moralisch eine völlig andere Situation, als ein empfindungsfähiges Tier gezielt zu züchten, einzusperren und zu töten, weil ich sein Fleisch essen möchte, obwohl ich darauf nicht angewiesen bin.

Und wenn ich beim Essen eines Apfels versehentlich eine Made töte, ist auch das etwas anderes als eine bewusste und vermeidbare Ausbeutung. Veganismus bedeutet nicht, dass man niemals irgendeinem Lebewesen schadet. Es geht darum, die Ausbeutung von Tieren soweit praktisch möglich zu vermeiden. Ansonsten müsste sich jeder am Ende umbringen, wenn man deinen Gedanken konsequent zu Ende bringt. Von daher versuch nicht abzulenken, sondern nenn dich nicht Tierfreund, wenn du beispielsweise dafür bezahlst, Schweine zu vergasen.

Wirklich albern diese Ablenkungsversuche. ;)
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Das Pervertierte ist ja nicht das es Tierprodukte gibt, sondern wie wir diese Tiere halten. Was spricht dagegen ein Tier zu verwerten, wenn es ein gutes Leben bis zum Ende hin hatte? Gibt doch auch Urvölker die den Tieren Respekt darbringen, sich auch anfreunden, und letzten Endes, wenn das Tier zu alt ist, einen Gnadenstoß geben und soviel wie möglich daraus verwerten.
Klar, das ist eine romantische Vorstellung, und wir alle wissen dass die Produkte in den Regalen nicht durch glückliche Tiere entstanden, aber es soll nur verdeutlichen, dass die heutige Produktion das Problem ist und nicht der Konsum an sich. Auch wenn er dazu beiträgt.
Was ist denn respektvoll daran, ein Tier auszubeuten und zu töten, obwohl man es nicht muss? Gerade wenn das Tier ein gutes Leben hat, gibt es doch keinen Grund, ihm dieses Leben für unsere eigenen Zwecke zu nehmen. Respekt würde für mich bedeuten, das Tier als Individuum mit eigenen Interessen anzuerkennen und es nicht als Ressource zu betrachten.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 21:26
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Es geht darum, die Ausbeutung von Tieren soweit praktisch möglich zu vermeiden.
Jaja. Einfach mal die Grenzen nach Gutdünken setzen. Schau auf die Felder. Demnächst werden Millionen von Maispflanzen, dahingemeuchelt. Aber das ist ja ok.
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Wirklich albern
Jup.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 21:53
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Was ist denn respektvoll daran, ein Tier auszubeuten und zu töten, obwohl man es nicht muss? Gerade wenn das Tier ein gutes Leben hat, gibt es doch keinen Grund, ihm dieses Leben für unsere eigenen Zwecke zu nehmen. Respekt würde für mich bedeuten, das Tier als Individuum mit eigenen Interessen anzuerkennen und es nicht als Ressource zu betrachten.
Wie gesagt, so wie es heute ist, ist es klare, oft perverse grauenhafte Ausbeutung.
Aber wenn sie gut leben könnten, bis zu einem Alter bei dem es mehr Schmerz als Leben wäre, ihnen dann einen Gnadenstoß zu geben, anstelle sie dahinsiechen zu lassen, sie dann zu verwerten, was spräche dagegen?


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

31.08.2026 um 22:57
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Demnächst werden Millionen von Maispflanzen, dahingemeuchelt. Aber das ist ja ok.
Du bist jetzt also Maisrechtsaktivist?
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Wie gesagt, so wie es heute ist, ist es klare, oft perverse grauenhafte Ausbeutung.
Aber wenn sie gut leben könnten, bis zu einem Alter bei dem es mehr Schmerz als Leben wäre, ihnen dann einen Gnadenstoß zu geben, anstelle sie dahinsiechen zu lassen, sie dann zu verwerten, was spräche dagegen?
Wenn ein Tier wirklich nur noch leidet, spricht natürlich nichts dagegen, es einzuschläfern. Aber warum folgt daraus, dass man es „verwerten“ sollte?

Das Einschläfern wäre in dem Fall im Interesse des Tieres. Die Verwertung ist im Interesse des Menschen. Für mich sind das zwei völlig unterschiedliche Dinge. Warum sollten wir überhaupt einen Anspruch auf den Körper dieses Tieres haben?


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 02:02
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Aber warum folgt daraus, dass man es „verwerten“ sollte?
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Warum sollten wir überhaupt einen Anspruch auf den Körper dieses Tieres haben?
Ob jetzt Insekten und andere Tiere sich den toten Körper bei diesem Szenario holen, oder der Mensch, wo siehst du da einen Unterschied?


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 02:23
Am Besten wäre doch, wir Menschen essen gar nichts mehr.
Dann kann man auch nichts falsch machen.

undwechneu


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 02:56
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Jaja. Einfach mal die Grenzen nach Gutdünken setzen. Schau auf die Felder. Demnächst werden Millionen von Maispflanzen, dahingemeuchelt. Aber das ist ja ok.
Da wäre es doch nur konsequent, aufgrund von Maismitleid Maisprodukte konsequent zu meiden.
Dass viele dieser Maispflanzen zu Tierfutter werden, ist dir bewusst? (Das ist der sachliche Punkt, der mir da oft im Übereifer fehlt.)

Btw.: Die Grenzen nach Gutdünken zu ziehen kenne ich jedenfalls (auch) von vielen Omnivoren, also Menschen, die tierische Produkte inkl. Fleisch zu sich nehmen. "Oh, die zuckersüßen Kälbchen, könnte nie Tierkind essen", "Kaninchen könnte ich nie essen, da muss ich immer an unser Hoppelchen denken, von früher", "Fisch schon, aber der darf mich nicht angucken". Scheint mir doch ein wenig mehr nach Gutdünken, als "keine tierischen Produkte auf meinem Teller, in meinem Warenkorb".
(Betrifft gar nicht ob vegan moralisch besser sei oder nicht, sondern rein die argumentative Seite: Grenze nach Gutdünken ziehen. Da ist "keine" doch konsequenter anstatt sich darauf zu beziehen, ob das Tier schön, niedlich wirkt.)

Btw. 2: Ich finde es durchaus interessant, dass - egal wo - nur wenige Menschen selbstbewusst und nüchtern zugeben "Ich finde einfach tierische Produkte so enorm lecker, die Tiere tun mir schon leid, aber es schmeckt mir und ich kann es nicht lassen", jedoch viele polemisch werden, wie z.B. die Maisschützer. Woanders war es mal ein Mausschützer, dem genau die Mäuse im Getreidefeld dessen Getreide ein Nicht-Omnivore isst so bitterlich leid taten. Auch gerne sind es Menschen die sich als "Oberveganer" aufspielen und einem jegliches versehentlich ungesehen zertretene Insekt beim Spazierengehen, gar jeden geknickten Grashalm unter die Nase reiben wollen, während sich selbst überhaupt nicht an den Moralvorstellungen, die man anderen aufzwingen will, orientiert wird und natürlich selbst schon spazieren gegangen nebst ganz klar Tierprodukte gekauft wird, und ggf auch ganz schnell das Insektenspray aus dem Baumarkt geholt wird falls die teure Topfpflanze "Befall" hat.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 04:04
@AnimaLiberate
Bist du die irre militante veganerin??


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 11:49
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Du bist jetzt also Maisrechtsaktivist?
Ich habe mich nur auf dein Niveau begeben.

@Raspelbeere
Das mein Post eine überspitze Antwort war ist wohl entgangen. Habe mich auf das gleiche qualitative Niveau herabbewegt wie der Kollege dem ich geantwortet habe.

Sachlich nun. Wir sind Omnivoren. Von der Entwicklung her mit einem Großteil an Grünfutter in Ergänzung mit Fleisch.
Und das ist weder gut noch schlecht. Es ist unsere Natur. So wie bei allen anderen Omnivoren auch.

Was zu hinterfragen und zu kritisieren ist sind die gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Quantität an Fleisch das pro Kopf gegessen wird. Die heute nur noch anteilige Verwertung des Tieres. Daraus folgernd die Massentierhaltung.
Nicht das wir prinzipiell Fleisch essen.

Auf der Basis kann man sachlich diskutieren. Auf die Polemik die @AnimaLiberate loslässt nur mit adäquaten Inhaltslosen Posts wie dem meinigen auf den du eingegangen bist.

Und ja. Wir können uns heute Vegan ernähren. Keine Frage. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 14:42
@Cachalot
Nein, das ist mir nicht entgangen. Es war doch offensichtlich. Und genau darauf bezog ich mich: Warum muss man immer die Polemik herausfahren, anstatt sachlich zu argumentieren und ggf. auch einfach zuzugeben, dass man schon weiß dass die Tiere leiden, man aber einfach Bock auf die Produkte hat und es deshalb verdrängt?
 
Falls einen Monokulturen stören, wie mit dem Mais (was ich sogar gut verstehe): Typische Nutztiere brauchen Futter, und je nach Art kommt das teilweise oder vollständig aus Monokultur. Genau der Punkt - Flächennutzung zum Anbau von Tierfutter - habe ich immer wieder als einen vernommen, an dem sich Veganer stören. In Deutschland wird rund 85 % des Mais für Silage angebaut: Tierfutter. Andere Anteile: für Biogas, sowie ein sehr kleiner Anteil direkt für den menschlichen Verzehr (z.B. Zuckermaiskolben, Popcorn).
Wenn einen das wirklich stört, wäre es eine Option, den indirekten Konsum von Mais zu reduzieren - oder man gibt einfach zu, dass einen in Wirklichkeit der Mais gar nicht so sehr interessiert und die Tiere ggf. auch nicht.
Die (m.E. unzulässige) geistige Trennung des Nutztiers vom Futter ist etwas, das ich überwiegend von Menschen kenne, die ihre Argumente gegen Veganer nicht besondes gut durchdenken. Denn hier auf Mitleid mit Mais, oder Mitleid mit Mäusen im Getreide zu verweisen (ein "Mausschützer" aus einem anderen Forum), aber sich nicht dafür zu interessieren was denn diesen Anbau reduzieren würde, scheint mir m.E. etwas kurz gedacht.
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Sachlich nun. Wir sind Omnivoren. Von der Entwicklung her mit einem Großteil an Grünfutter in Ergänzung mit Fleisch.
Und das ist weder gut noch schlecht. Es ist unsere Natur. So wie bei allen anderen Omnivoren auch.
Weiß ich. Ich interessiere mich z.B. sehr für Biologie, "von der Pieke auf", nicht bloß "süße Tierchen" und hätte das Fach auch fast studiert. (Stattdessen wurde es die Physik.) Zum "Fleisch" ist zu sagen: Je nach Region dürfte das, neben Muskelfleisch und Säugetieren, auch ein guter Anteil von Tieren gewesen sein die der typische Europäer heutzutage nicht so gerne auf dem Teller hätte. Da ist eben auch eine kulturelle Komponente dabei, hat man die Wahl.
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Und ja. Wir können uns heute Vegan ernähren. Keine Frage. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Genau das. Die Möglichkeit existiert, wenn man das möchte. Das ist Realität. Genauso wie sich Menschen, durch Landwirtschaft, durch Intensivlandwirtschaft (ohne die wäre der hohe Konsum an tierischen Produkten sowieso nicht möglich) und durch vieles andere einfach Optionen geschaffen hat.
Falls jemand anwortet, Tierleid bewusst zu ignorieren, sehe ich das sogar viel mehr ein (auch wenn ich es persönlich schade finde) als bloße Polemik a la Maisleid, die dabei auch noch Fakten ignoriert, z.B. Futtermittelanbau. Wirkt halt nach "getroffene Hunde bellen", i.e.: als ob derjenige sich insgesamt doch ob seines Konsums schämt.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 16:30
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Warum muss man immer die Polemik herausfahren, anstatt sachlich zu argumentieren und ggf. auch einfach zuzugeben, dass man schon weiß dass die Tiere leiden, man aber einfach Bock auf die Produkte hat und es deshalb verdrängt?
Fleischessern ist es egal wie Tiere gehalten werden.
Das ist ne vereinfachte Denke. Passt allerdings zu deinem Schreibstil.
Das gilt sicher heute (noch?) für einen Großteil der Bevölkerung. Wenn ich es verfolge wächst der Anteil derer die das differenzierter sehen und dementsprechend handeln. Sei es durch einen verringerten Fleischkonsum und dem was sie an Fleisch kaufen. Der Fleischkonsum war über Jahre rückläufig, aktuell steigt er wohl wieder.
Was die Quantität betrifft, so ich die Zahl noch richtig im Kopf habe, liegt der Fleischkonsum pro Kopf etwa 3x so hoch wie empfohlen wird.
In der Kopfzahl stecken natürlich auch Vegetarier und Veganer und Leuts mit drin die wenig Fleisch essen. Es zeigt aber das zu viele Menschen zu viel Fleisch essen.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Falls einen Monokulturen stören,
Tun sie. Hat nen ganzen Haufen Gründe. Es ist möglich das zu reduzieren, hat allerdings auch Konsequenzen. Ist ein komplexes Thema. Weit komplexer als Tierhaltung.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:an dem sich Veganer stören
Nur Veganer? Merkst du wie du 2 Klassen aufbaust?
Dir fällt es vielleicht nicht auf aber liest man deine Beiträge kommt raus
Veganer gut
Fleischesser böse
So nach dem Motto „Keep it simple (for the) stupid“


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 16:47
Sorry, hatte ich noch vergessen
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Warum muss man immer die Polemik herausfahren
Tja. Und dann kommt das
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:dass man schon weiß dass die Tiere leiden, man aber einfach Bock auf die Produkte hat und es deshalb verdrängt?
So viel zum Thema Polemik. Wer im Glashaus sitzt etc.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

01.09.2026 um 17:07
Hier geht es doch darum, ob sich nach Ansicht einiger Veganer nur ein Veganer Tierfreund nennen darf.
Damit habe ich kein Problem.
Ist etwa so bedeutend, als ob mich ein Rechtsextremer aus seiner Sicht für links hält.
Soll er machen, jederzeit.
Natürlich mache ich Unterschiede bei Tieren. Meinen Hund würde ich nicht essen, es sei denn, es ließe sich nicht umgehen.
Man kann Kunstliebhaber sein und trotzdem Bildern etc. verschiedene Wertigkeiten zuordnen. Nicht jedes würde man mit nach Hause nehmen.
Ein Opernfreund wird seltenst jegliche Oper lieben.
Kann man beliebig lange fortsetzen: Autos, Pflanzen, Kristalle, Fossilien … etc.
Was ich damit sagen will: Es ist nur natürlich, auch innerhalb eines Genres, eines Spektrums Dingen/Lebewesen unterschiedliche Wertigkeiten beizumessen und unterschiedlich damit zu verfahren.

Wenn also hier ein Veganer für sich eine Deutungshoheit herbeifantasieren möchte, gerne.
Fühlt euch frei.
Soll jeder für sich so labeln können, wie sie/er/div. das möchte.


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