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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

1.458 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Ethik, Vegan ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

04.09.2026 um 13:37
Meerschweinchen werden in der Tat in manchen Ländern Südamerikas gegessen, wennauch es nicht sehr verbreitet ist - sehr vergleichbar zu in Deutschland Kaninchen: kriegt man schon, aber nun auch nichts, das ein alltägliches Essen ist.
Pferd habe ich als Kind gegessen; in meiner Herkunftsregion (Niederbayern) ist das üblich, "Rosswürschtl" zur "Kirta" (Kirmes), galt als etwas besonderes. Kaninchen auch; wie typisch auf dem Land, meine Eltern hatten "Stallhasen" (in Anführungszeichen, da es nunmal Kaninchen, keine Hasen sind).

Kommt/käme für mich alles schon lange nicht mehr in Frage.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

04.09.2026 um 13:54
Also in der Andenregion wohl deutlich beliebter als der hiesige Hase.


!!Zubereitungsempfehlung!!

Spoiler
meerschweinchen-gekocht-auf-grill-ecuado



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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

04.09.2026 um 14:09
@Transistor
Wieso "wohl"? Die Anden sind übrigens ziemlich lang... Ich lebe in Chile, hier ist es nicht üblich, ist mir noch nie begegnet, obwohl ich sehr wohl in Restaurants, auf Straßenfeste gehe, bei etlichen Grillfesten war. Hier findet man es auch eher merkwürdig, wenn z.B. Touristen danach fragen.
Cuy wird in Peru gegessen.
(Mich schockt man damit auch nicht mehr als mit z.B. einem Grillhuhn wie es in Deutschland sehr üblich ist... Beides ist ein Tier. Beides hatte in den meisten Fällen kein recht gutes Leben. Zu beidem gibt's so viele Alternativen die kein Tier sind.)


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

04.09.2026 um 15:20
@Transistor

zu deinem spoiler:

"das auge isst mit!" - könnte mir nicht vorstellen, das in den mund zu nehmen!

hat nix mit Vegan oder "Tierschutz" zu tun.
sieht für mich einfach nicht verlockend aus.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

04.09.2026 um 19:54
Ragebait... langweilig.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.09.2026 um 04:10
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Chile
Meine Tochter hatte früher einen Mathelehrer, der mit einer Südamerikanerin verheiratet war. Ich erinnere gerade nicht genau aus welchem Land. Auf jeden Fall unternahm er auch Reisen in einige südamerikanische Länder und einmal machte er einen Dia-Abend. Da gab es auch Fotos von gegrillten Meerschweinchen. Ich hatte nicht gewusst, dass die dort gegessen werden. Ich fand es auch ziemlich daneben, diese Bilder zu zeigen, denn einige Kinder hatten doch diese Tierchen als Haustiere.
Aber natürlich, wie man es halt in der Kindheit erlernt. Wir essen ja in Deutschland auch keine Hunde (mehr). In Asien ist das in einigen Ländern ganz normal.
Auch in Deutschland hat man früher ganz selbstverständlich Hundefleisch verzehrt.
Für das 1. Viertel des 19. Jahrhunderts sind in etlichen Dörfern Sachsens Hundeschlächter bezeugt und der Genuss des Fleisches scheint vielerorts üblich gewesen zu sein. Nur wenige Jahre danach schätzte man in Deutschland Hundefleisch zu festlichen Gelegenheiten. Zu dieser Zeit galt das Fleisch in manchen Bevölkerungsschichten als besondere Delikatesse. Während der Belagerung von Paris 1870/71boten Speisekarten eine Auswahl mehrerer Hundefleischgerichte: Es gab beispielsweise geschnetzelte Hundeleber, Schulterfilet vom Hund in Tomatensauce und Hundekeule garniert mit jungen Ratten. Im 20. Jahrhundert wurden beispielsweise in den Jahren 1904 bis 1924 in den Städten Chemnitz, Breslau und München zusammen etwa 42.400 Hunde zum Verzehr geschlachtet. Im Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg wurden im Deutschen Reich jährlich ca. 84 t Hund geschlachtet, zwischen 1920 und 1924 lagen die amtlichen Werte bei ca. 115 t. Die Dunkelziffer lag beträchtlich höher. In dieser Zeit unterlag die Schlachtung von Hunden in Deutschland der gesetzlichen Fleischbeschau. Eine Änderung, die mit dem Verbot von Hundeschlachtung zur Fleischgewinnung einherging, erfuhr das Gesetz erst 1986.
Quelle:
Hundefleisch – Wikipedia https://share.google/w8WN5eQfFto8gJFrH



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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.09.2026 um 04:45
Zitat von nairobinairobi schrieb:Auch in Deutschland hat man früher ganz selbstverständlich Hundefleisch verzehrt.
Wenn jemand meiner kleinen etwas zu leide tun würde, würde ich der Person das gleiche in hunderfacher Weise antun. Ich kann nicht verstehen, wie mn ein geliebtes Haustier essen kann. Ob Katze, Hund, Pferd, Vogel, Maus, Hasen, usw. Das ist ein Familienmitglied und Seelenverwandter. Ich esse ja auch keine Menschen, nur weil ich es könnte also von der Verdauung her. Manche Menschen sind einfach krank, bei Domian hat mal ein Mann angerufen, der seine Katzen schlachtete und eine Art "falschen Hasen" aus ihnen machte, Domian hat sofort die Polizei gerufen und der Mann wurde verurteilt. Völlig richtig.
Auf FLeisch verzichten kann ich leider nicht, ich mag den Geschmack und die Konsistenz. Ich habe einmal eine Woche ohne geschafft aber dann bei einem Familienbraten am Sonntag wieder schwach geworden. Mein Hausarzt Herr K. sagte mir und riet mir besonders von veganen Fertigprodukten aus dem Supermarkt ab, da sie mit etlichen Zusatz-, GEschmacksstoffen und Verstärkern Chemie versetzt sind.
Ich koche sehr gern und viel aber mir haben die Veganen gerichte nie geschmeckt, egal welche teuren Gewürze und REzepte ich verwendete .
Ein schönes Sonntags-Frühstücksei kann man nicht ersetzen,geschweige denn eine schöne Portion frisch gebratenen Bacon mit Spiegel - oder Rührei.
Am meisten liebe Ich Fisch wie garnelen oder Lachs oder zu Ostern Muttis Karpfen Blau und auch sehr gern Geflügel wie Hühnerbrust oder Keule.
Wir gehen ab und zu zu McDonalds und die vegetarischen Alternativen schmecken so eklig, naja die Soße geht aber über einen McChicken Classic oder McRib oder Big Tasty Bacon Pepper geht nichts, sowas von geil und lecker. Chicken Nuggets sind auch gut aber ich esse lieber Burger.
Z.b. Tintenfischringe sind auch sehr lecker mit Panade und Knoblauch oder Kräutersoße. Da gibts KEINE veganen Alternativen die man "bauen" könnte, die ansatzweiße so schmecken oder von der Konsistenz daran kommen.
Das einzige was mir als vegane Alternative geschmeckt hat war die gute "Landjäger" Dublikat , die hatte schönes Raucharoma aber ich zahl doch nicht immer 5€ für knapp 100g.

Die einen können ohne Fleisch und Fisch oder Ei Milch etc leben, die anderen nicht. Aber niemand sollte dem anderen Vorschriften machen, was geht und was nicht. Jeder soll frei nach seiner Facon entscheiden.


Ich wünsch euch was.

Mani wastete yo


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

05.09.2026 um 13:50
Zitat von nairobinairobi schrieb:Auch in Deutschland hat man früher ganz selbstverständlich Hundefleisch verzehrt.
Für Deutschland weiß ich es nicht (außer im Krieg), aber in der Schweiz - alte Schilder bzgl. "Hundemetzgerei" sind kein Gag. (Meines Wissens - wenn falsch, bitte korrigieren, und es ist nicht als Hetze gegen Schweizer gemeint - ist es dort noch für den Eigenbedarf erlaubt, wennauch es nicht mehr praktiziert wird.)
Kaninchen essen kenne ich aus meiner Kindheit; als Haustier waren die eher selten.
Zitat von rainloverainlove schrieb:Wenn jemand meiner kleinen etwas zu leide tun würde, würde ich der Person das gleiche in hunderfacher Weise antun. Ich kann nicht verstehen, wie mn ein geliebtes Haustier essen kann. Ob Katze, Hund, Pferd, Vogel, Maus, Hasen, usw. Das ist ein Familienmitglied und Seelenverwandter.
Auch wenn es einem als Haustier persönlich (natürlich) wichtiger ist, unterscheide ich da trotzdem nicht sondern esse gar keine. Das Tier leidet, egal ob es Schnuffi oder Alma heißt oder die Ohrmarke 17-A-92293z hat. Wie mit Menschen: Klar ist mir ein geliebter Familienangehöriger auch wichtiger als ein Fremder, dennoch tue ich dem Fremden auch nichts.
Zitat von rainloverainlove schrieb:Die einen können ohne Fleisch und Fisch oder Ei Milch etc leben, die anderen nicht. Aber niemand sollte dem anderen Vorschriften machen, was geht und was nicht. Jeder soll frei nach seiner Facon entscheiden.
Vorschriften mache ich niemandem - wie sollte das auch gehen? Die Produkte sind ja verfügbar.
Ich saß auch gestern ganz normal beim Grillen in der Arbeit dabei, wir haben wie man das kennt nett geplaudert und gelacht, und Belehrungen kamen weder aus meinem Mund noch aus dem anderer (btw.: bei uns ist knapp die Hälfte der Kollegen Veganer oder Vegetarier, was sich hier schonmal aus der internationalen Zusammensetzung ergibt, wir haben sehr viele Kollegen aus Indien).
Zitat von rainloverainlove schrieb:Mein Hausarzt Herr K. sagte mir und riet mir besonders von veganen Fertigprodukten aus dem Supermarkt ab, da sie mit etlichen Zusatz-, GEschmacksstoffen und Verstärkern Chemie versetzt sind.
Die muss man überhaupt nicht essen. Auch ich esse die nicht. Ebenso im Restaurant: keine Fleischimitate.
(Gestern beim Grillen: Gemüse, Fladenbrot.)
Ab und zu wird mir Fleischersatz bei Anlässen mit vorbestelltem Essen, bei dem es nur Tagesgerichte gibt (und keine Speisekarte oder ein Buffet) serviert: kriege ich runter, mag ich aber nicht. Und hoffe dann, dass am nächsten Tag wieder eine Gemüsemahlzeit kommt. (Wo das vorkommt: Wenn ich auf Geschäftsreisen zwingend in einer Kantine essen muss, und es gibt dort nur "Tagesgericht vegetarisch, Tagesgericht Fleisch".)
Mit hoher Wahrscheinlichkeit essen wir viel weniger Fertigprodukte als das die meisten Menschen tun - das ist möglich, wenn man das möchte. Sowas wie Nuggets, Patties, Fertigsaucen, Fertigdesserts, Mikrowellenmahlzeite, Fertigpizza, Fertigbackwaren, auch Limos und Getränkepulver und vieles was ich öfter in den Einkaufswägen vor mir, in den Küchen anderer bei Besuch sehe, gibt es bei uns nicht.
Zitat von rainloverainlove schrieb:Da gibts KEINE veganen Alternativen die man "bauen" könnte, die ansatzweiße so schmecken oder von der Konsistenz daran kommen.
Für mich persönlich muss es auch nicht exakt den z.B. Tintenfisch, ein Entenbein oder das Steak imitieren, sondern schlichtweg: Schmecken (und mir bekommen und nix drin sein dass ich nicht essen will).
Ich lege mir fürs Sonntagsfrühstück auch kein nachgemachtes Ei oder eine pflanzliche Wurst hin, sondern andere leckere Dinge. Heute (okay, Samstagsfrühstück) war da z.B. selbstgebackenes Bauernbrot, Oliventapenade, Hummus, Tomate als eine von vielen Möglichkeiten.
(Btw.: Auch die Supermarktwurst hat x Zusatzstoffe. Die Wurst aus Fleisch wie auch die vegane Alternative kann man, sogar selbst, aus einfachen Grundzutaten anfertigen, wenn man das möchte.)

Kurz und gut: Manche Leute essen viele, manche wenige Fertigprodukte. Mit vegan oder nicht hat das aber nur (ganz) am Rande etwas zu tun.
Das einem das (potenzielle) Leid eines Haustiers oder eines anderen Tieres das man gut kennt mehr zu Herzen geht als das eines komplett anonymen Tieres: Verständlich. Unter Menschen ist das auch nicht anders und daran ist meiner Meinung auch nichts schlimmes. Das Leid das ein Tier empfindet dürfte sich aber nicht dadurch verringern, dass man es nicht persönlich kennt. Das ist für mich persönlich der Grund, solche Produkte wegzulassen - bei z.B. so einem Hühnerbein würde ich auch andauernd dran denken, wie es denn mal gelebt hat, das Huhn.
Und es jemandem verbieten, Vorschriften machen? Wie soll denn das wirklich gehen? Jeder kann sich bestellen, kaufen, mitnehmen was er mag, und etwas Unveganes ist viel leichter zu bekommen als etwas Veganes bzw. sogar die Standardmahlzeit die einem vorgesetzt wird.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 14:07
@Raspelbeere
"Wohl" weil es eben einfach "nur" eine Info aus Wikipedia ist. Ohne das ich eine Quelle gecheckt hätte oder je selbst dort war. Mir war auch bekannt, daß du in Chile lebst und ich bereits geahnt habe, daß du dem widersprechen würdest. Ich Stelle deine Erfahrungen auch gar nicht in Frage. Gleichzeitig erinnere ich mich aber ebenso an diverse Berichte, in denen Streetfood Stände gezeigt wurden, wo man genau das Motiv aus dem Spoiler sehen konnte. Ich denke aber, daß das auch weiter nördlich war.

Und zur Menge, in Deutschland ißt ja kaum noch jemand Kaninchen. Deshalb liegt es in meinen Augen nahe, daß der Konsum eines kleinen, leicht zu haltenden und einfach zu vermehrenden Tieres in einer weniger wohlhabenden Region als unserer, höher ist.

Und zur veganen Alternative stimme ich dir vollkommen zu. Und es gibt einige schon immer vegane Gerichte, die für mich deutlich besser schmecken, als jedes fleischhaltige Gericht. Die veganen Alternativen sehe ich auch eher als Übergangslösung, ich habe selber so mit der Umstellung angefangen. Ich denke, sie können helfen, die Ernährung umzustellen, auch weil man das zubereiten nicht neu lernen muss, sind aber eigentlich eher weniger schmackhaft, als das Original. Ein veganes Curry ist aber, bspw, so dermaßen lecker, hätte ich das gewusst, hätte ich den Umweg über die alternativen nicht gebraucht.
Und ich denke, viele eingefleischte Fleischesser würden mir zustimmen, wenn sie es denn mal versuchen würden. Es ist halt auch eine Sache der Prägung und Gewohnheit. Teilweise verbindet man ja auch gewisse Gerichte mit Erinnerungen. Ich würde auch heute noch gerne eine von meinem Vater zubereitete Gans oder das Hühnerfrikassee meiner Mutter essen.

Darüber hinaus leben wir in einer Zeit, in der viele Menschen einfach genug um die Ohren haben und sich nicht noch mit etwas, was ja schon immer so gemacht wurde, zusätzlich auseinandersetzen wollen. Ich denke es spielt auch eine Rolle sich einzugestehen, Lebewesen aus Tradition Leid zuzufügen. Wer will schon ein schlechter Mensch sein? Darin sehe ich auch die Ursache, warum so viele so heftig von Veganern getriggert werden und quasi aus trotz nichts ändern wollen.

Was mir aber geschmacklich wirklich fehlt sind Schwarzwälder Schinken und Parmesan 😢


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 14:30
Zitat von TransistorTransistor schrieb:"Wohl" weil es eben einfach "nur" eine Info aus Wikipedia ist. Ohne das ich eine Quelle gecheckt hätte oder je selbst dort war. Mir war auch bekannt, daß du in Chile lebst und ich bereits geahnt habe, daß du dem widersprechen würdest. Ich Stelle deine Erfahrungen auch gar nicht in Frage. Gleichzeitig erinnere ich mich aber ebenso an diverse Berichte, in denen Streetfood Stände gezeigt wurden, wo man genau das Motiv aus dem Spoiler sehen konnte. Ich denke aber, daß das auch weiter nördlich war.
Ich widerspreche dir nicht um jemanden in Schutz zu nehmen oder so (schonmal deshalb nicht, weil ich ein Grillhähnchen genauso traurig finde wie Grill-Cuy), sondern weil es tatsächlich hier in der Gegend nicht üblich ist.
Streetfood sehe ich hier ganz häufig da wir primär auf Märkten einkaufen, für mich ist das Alltag für Einkäufe
https://regionalista.cl/wp-content/uploads/2019/06/feria-de-la-spulgas.jpg
https://img.soy-chile.cl/Fotos/2020/05/09/file_20200509111401.jpg
(kann bedenkenlos angeklickt werden, zeigt nur Marktszenen, keine toten Tiere)
, da sind Stände an denen Fleisch gegrillt wird üblicherweise als schaschlikähnliche Portionsspieße oder Grillhähnchen, Fleisch sicherlich auch der ein oder anderen dubiosen Herkunft
Spoiler
laut Zeitung wurden auch mal Leute erwischt die am Stand Hundefleisch angeboten haben; wie oft ist es doch (Straßen-)Hund und es fällt nicht auf?

, bloß Cuy habe ich hier in drei Jahren nie angeboten gesehen. Nicht als Streetfood, nicht in Restaurants, und da ich zwecks Verbesserung meiner Sprachkenntnisse alle möglichen Schilder lese: gegenüber einer Bushaltestelle hier ist eine Metzgerei, Schilder im Schaufenster, und auch dort habe ich es nie angeschrieben gesehen - und deren Logo, handgemalt, zeigt Rind, Schwein, Truthahn und einen Hahn.
Wir waren auch öfter in anderen Städten in Urlaub, bin auch innerhalb des Landes auf Geschäftsreisen: kein Cuy. Sondern: Fleischsorten wie in Deutschland verbreitet, und auffällig viel Oktopus - das ist auch das, womit hier Lokale werben.

Und zur Menge, in Deutschland ißt ja kaum noch jemand Kaninchen. Deshalb liegt es in meinen Augen nahe, daß der Konsum eines kleinen, leicht zu haltenden und einfach zu vermehrenden Tieres in einer weniger wohlhabenden Region als unserer, höher ist.[/spoil]
Letzterem stimme ich zu (und auch in Deutschland: das Kaninchen als "die Sau des kleinen Mannes").
Warum es in Deutschland weniger verbreitet ist: Es dürfte auch daran liegen, dass viele Menschen mittlerweile in Städten leben, oder auch irgendwo zur Miete generell, und die Haltung dann gar nicht möglich ist.
Zum Vergleich: Im Teil meiner Familie und der meines Mannes, die auf dem Land leben (in Niederbayern) halten und schlachten etliche "Stallhasen" (Kaninchen), und das Fleisch wird auch von anderen gegessen die sagen "ich könnt's nicht tun" (das Schlachten) oder das jetzt aus Altersgründen nicht mehr machen.
Die veganen Alternativen sehe ich auch eher als Übergangslösung, ich habe selber so mit der Umstellung angefangen. Ich denke, sie können helfen, die Ernährung umzustellen, auch weil man das zubereiten nicht neu lernen muss, sind aber eigentlich eher weniger schmackhaft, als das Original. Ein veganes Curry ist aber, bspw, so dermaßen lecker, hätte ich das gewusst, hätte ich den Umweg über die alternativen nicht gebraucht.
Auch wenn sie nicht mein Fall sind (die Ersatzproduke): Wenn sie jemand mag, z.B. als Übergang, oder auch für ein spezielles Gericht, warum auch nicht. Wenn es da um die Inhaltsstoffe geht (ich persönlich verstehe schon Kritik an hochverarbeiteten Produkten, meide die selbst): Viele Fleischprodukte sind heutzutage hochverarbeitet mit diversen Inhaltsstoffen die man ggf. nicht erwartet, und zweitens, man kann durchaus vegane Würste aus ganz normalen haushaltsüblichen Grundzutaten herstellen.
Und ich denke, viele eingefleischte Fleischesser würden mir zustimmen, wenn sie es denn mal versuchen würden. Es ist halt auch eine Sache der Prägung und Gewohnheit. Teilweise verbindet man ja auch gewisse Gerichte mit Erinnerungen. Ich würde auch heute noch gerne eine von meinem Vater zubereitete Gans oder das Hühnerfrikassee meiner Mutter essen.
Das mit den Erinnerungen streite ich auch nicht ab. Selbst fällt es mir ggf. leichter da in meiner Kindheit sehr viel Gemüse gegessen wurde (Eltern haben einen großen Garten), zwar definitiv auch tierische Produkte inkl. oben erwähnter Stallhasen, aber für mich gehen Kindheitserinnerungen schon mehr in Richtung Waldpilze (ja, die wurden mit Sahne, Speck, Ei gemacht), diverse Gartengemüse, Gartenobst, Kräuter...
Wer will schon ein schlechter Mensch sein? Darin sehe ich auch die Ursache, warum so viele so heftig von Veganern getriggert werden und quasi aus trotz nichts ändern wollen.
Ich vermute es.
Was mir aber geschmacklich wirklich fehlt sind Schwarzwälder Schinken und Parmesan 😢
Selbstverständlich nicht der selbe Geschmack, aber ggf. etwas das dir zusagen könnte:
Räuchertofu, sowie geröstete fein geriebene Nüsse gemischt mit Nährhefe (Nährhefe, keine Bäckerhefe!).
Letzteres, finde ich, schmeckt natürlich nicht exakt wie Parmesan, aber es passt gut in Gerichte, die man ansonsten mit Parmesan macht.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 14:33
Zitat von Alienpn_Alienpn_ schrieb am 04.09.2026:eht für mich einfach nicht verlockend aus.
Dem stimme ich zu. Persönlich waren mir Fischstäbchen auch immer lieber als ganze Fische.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 14:37
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Dem stimme ich zu. Persönlich waren mir Fischstäbchen auch immer lieber als ganze Fische.
Muss dazu sagen: als ich das noch gegessen habe, waren mir die ganzen Fische, und noch vorher beim Teichwirt gesehen, lieber - Forellen, Renken, Karpfen holen gehen, "Wollen Sie den?", und der Schlag mit dem Knüppel. Nicht aus Schaulustigkeit o.ä., sondern wenigstens gesehen haben dass der Fisch schnell getötet wurde und nicht noch z.B. ewig in einem Netz ums Leben kämpfte oder auf einem Schiff japste.
(Kommt eh nicht mehr in Frage.)
Gerade die "anonymen Fleische" waren mir als erste suspekt, z.B. Hühnerkeule in der Jugendherberge, Fischstäbchen, Bockwurst auf der Kirmes.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 14:40
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Räuchertofu, sowie geröstete fein geriebene Nüsse gemischt mit Nährhefe
Räuchertofu ist okay, kommt aber an den intensiven und salzigen Geschmack von Schwarzwälder Schinken nicht heran. Das mit den Nüssen hat mir tatsächlich schon einmal jemand empfohlen, ich habe es aber noch nicht ausprobiert. Ist hier nicht erhältlich und es im Internet zu bestellen ist für mich grundsätzlich eine gewisse Hürde. Und es einfach selber zu machen ist mir für den ersten Eindruck zu heikel 😅.

Ansonsten sind wir ja nicht so weit voneinander entfernt


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 14:44
Ich denke, mir persönlich war das damals schon zu "nah", da hat sich vermutlich unbewusst schon ein schlechtes Gewissen gemeldet. Hab das aber nie wirklich reflektiert, weil Fleischkonsum halt etwas selbstverständliches war.

@Raspelbeere


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 14:52
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Das mit den Nüssen hat mir tatsächlich schon einmal jemand empfohlen, ich habe es aber noch nicht ausprobiert. Ist hier nicht erhältlich und es im Internet zu bestellen ist für mich grundsätzlich eine gewisse Hürde. Und es einfach selber zu machen ist mir für den ersten Eindruck zu heikel 😅.
Was genau ist für dich nicht erhältlich, geriebene Nüsse? Die findet man in gängigen Supermärkten (selbst Aldi, Norma) in der Backabteilung. Falls du nicht in Deutschland bist: Ich habe sie bislang in jedem Land in dem ich war in der Backabteilung finden können.
Oder meinst du die Nährhefe? Das könnte schwieriger sein, eher Bio-Laden, ggf. noch Rewe. Evl. mal ausprobieren wenn du sowieso in einer größeren Stadt bist; aus "ist hier nicht erhältlich" obwohl es Nährhefe (auch unter dem Namen "Hefeflocken") in Bio-Läden oder Supermärkten mit Bio-Abteilung gibt tippe ich darauf dass du ländlich wohnst.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Ich denke, mir persönlich war das damals schon zu "nah", da hat sich vermutlich unbewusst schon ein schlechtes Gewissen gemeldet. Hab das aber nie wirklich reflektiert, weil Fleischkonsum halt etwas selbstverständliches war
Mir ging's da im Prinzip wohl genauso, nur mit Auswirkung dann umgekehrt:
Mir taten z.B. die Käfighühner, oder ewig im Netz zappelnde Fische schon arg leid. Darum wollte ich erstmal sowas wie die Fleischmahlzeit in der Jugendherberge, die Fischstäbchen aus der Tiefkühlpackung, Ravioli mit Fleischfüllung, Metzgerwurst... nicht.
Ein Fisch bei dem ich gesehen habe, er wird aus einem Teich geholt und ist innerhalb von Sekunden tot, oder Fleisch von (wie auf dem Land typisch) draußen gehaltenen Hühnern (und man konnte auch sehen, das ist so ein Huhn und kein Supermarkthuhn, weil die Füße mit Krallen noch dran waren) fand ich da noch eher vertretbar, aber wild war ich darauf auch nicht. Der Verdrängungsmechanismus "in der Ravioli, im Fischstäbchen sehe ich das Tier nicht mehr" funktioniert(e) bei mir nicht, eher gegenteilig.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

18.09.2026 um 16:45
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Persönlich waren mir Fischstäbchen auch immer lieber als ganze Fische.
wenn dann am fisch noch der kopf 'drann ist, wie es bei manchen gelagen brauch ist,
oder eine schale mit schafsaugen auf der tafel steht (in manchen regionen wird das so gemacht)
welche man essen könnte, reicht's mir dann doch auch.
zu meinen kindheitszeiten wurde auch noch magen (Flecke) gegessen - darf garnicht 'drann denken...

da fällt das essen aus und es gibt nur hopfenkaltschale.


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18.09.2026 um 17:17
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Was genau ist für dich nicht erhältlich
Es gibt so einen fertigen Parmesanersatz, müsste jetzt nachgucken wie der heißt. Die Grundzutaten sind identisch mit den von dir erwähnten.

Wie gesagt, wenn ich das selber zusammen mixe habe ich etwas bedenken, daß ich das korrekt mache und mir das vielleicht vom ersten Eindruck her als Alternative versaue


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19.09.2026 um 19:09
@Transistor
Ich hab hier so'n Zeug von Bissfest (?), Basis sind Cashews
Kann man ganz gut essen


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

19.09.2026 um 19:27
Zitat von KFBKFB schrieb:Cashews
Danke, das könnte es sein. Wenn ich etwas Ruhe habe, werde ich da nochmal nachgucken.


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20.09.2026 um 13:48
Aus Cashewkernen und anderen Nüssen kann man eine fermentierte Käsealternative herstellen. Dieser scheint, laut einem Kollegen, in Indien ein völlig normales Produkt zu sein. Hat nix zu tun mit Analogkäse (der übrigens nicht vegan ist), und auch nichts mit schlechten gummigen veganen Käsealternativen (die finde ich, salopp gesagt, grässlich: geschmacksarm und ziehen sich so komisch), sondern ist ein handwerklich gemachtes, fermentiertes Produkt aus simplen Grundzutaten.


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