Griechenland 2015 - Heldenepos oder Tragödie?
30.04.2015 um 21:04Bild: Als klar war, dass der Euro kommt, konvergierten die Zinsen (Griechenland kam später dazu als andere Länder) das war die Zeit in der die Verschuldung massiv zunahm.



vergiß es , die verstehst du eh nicht^^.dunkelbunt schrieb:Zeig her die Studien, und hör auf mich zu langweilen.
... udn diejenigen welche die dicken gewinnen einstrichen wollen nun das Risiko nicht tragen, also hat man die Schulden sozialisiert.ja leider und - man muß das steinbrück zugestehen - mangels besserer alternativen. so genug für heute ;-)!
... udn diejenigen welche die dicken gewinnen einstrichen wollen nun das Risiko nicht tragen, also hat man die Schulden sozialisiert.- ? -
ja leider und - man muß das steinbrück zugestehen - mangels besserer alternativen. so genug für heute ;-)!
Und wer steckt hinter denen? Ausnahmslos nur Konservative !mayday schrieb:Französische und deutsche Investoren/Banken kauften diese auch..und wie es so immer kommt platzte diese Blase und diejenigen welche die dicken Gewinne einstrichen wollen nun das Risiko nicht tragen, also hat man die Schulden sozialisiert.
Eine Quelle, gibt sicherlich noch mehrlibertarian schrieb:Was sind eigentlich die Quellen, die beweisen, dass es diese Sozialisierung der Schulden gibt?
Ganz genau, der Private Sektor ist hier überwiegend Banken und (Gross)Investoren, nur zu einem sehr kleinen Teil Otto Normalverdiener. Bald folgt, dass der öffentliche Sektor auf den Forderungen sitzen bleibt die er geerbt hat, also das Geld abschreiben muss, deswegen sehen das Banken sehr gelassen.libertarian schrieb:Dann würde natürlich Sinn machen, das Ganze solange hinauszuzögern, bis der private Sektor aus dem Schneider ist und am wenigsten Einbußen durch die Krise erlitten hat.
Ja bisher nicht, weil es ja noch als Aktive verbucht wird, da uns erzählt wurde, das Geld komme zurück..was aber wohl nicht der Fall sein wird. Also wenn z.B. 80 Milliarden ausfallen, wird DE das Geld irgendwo abbuchen müssen.libertarian schrieb:Das heißt, die Steuerzahler werden je Paket mehr geschröpft und auch der gesamtwirtschaftliche Schaden nimmt immer weiter zu.
Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 12/2014) kommt ein Neugeborenes mit 27000 € Schulden auf die Welt und muß später über hohe Steuern und überhöhte Preise für Produkte/Dienste die Zinslasten dafür tragen. Wohlgemerkt für Schulden, die der betreffende Mensch nie gemacht hat.Die Musik spielt solange, bis dem Mittelstand der angezapft wird, der letzte Saft ausgeht bzw. bis auch sie diese Last nicht mehr stemmen können. Das doofe an dieser niedrig/Null/Minuszinspolitik ist auch dies: Es lohnt sich Schulden zu machen und deswegen werden die roten Zahlen beschleunigt tief rot werden. Diese Abwärtsspirale ist womöglich nicht mehr auzuhalten.
Hehe, war klar. Ist immer das beste Zeichen, dass der Dampfplauderer selbst keinen Schimmer hat. Nichts neues, und in der erwähnten Populistenschreibe gerne benutzt, um dem Bürger zwar mangelnde Kompetenz zu bescheinigen aber trotzdem eine klare politische Linie zu wahren.armleuchter schrieb:vergiß es , die verstehst du eh nicht^^.


Internationale Wettbewerbsfähigkeit
Griechenland hat seinen immensen Wohlstandszuwachs seit 1999 auf einem riesigen Schuldenberg aufgebaut. Bis zur Wirtschaftskrise hat sich das Pro-Kopf-Einkommen des Landes fast verdreifacht. Die Lohnstückkosten waren in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Griechen haben sich einen Lebensstandard geleistet, der über ihrer Produktivität liegt. Um bei den Lohnstückkosten auf das deutsche Niveau zu kommen, müssten die Griechen die Löhne um 25 Prozent reduzieren. Griechenland hatte dadurch seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verloren. Durch eine sehr großzügige Ausgabenpolitik hatte Griechenland das lange überdeckt. Über Lohnerhöhungen im Staatssektor wurde zum Beispiel der private Konsum stimuliert. Dank der Vetternwirtschaft früherer Regierungen arbeiten über ein Viertel der griechischen Beschäftigten im öffentlichen Dienst. ......
Steuerhinterziehung
Die Steuermoral ist eine der großen Krankheiten des Landes, die Steuerhinterziehung ist ein Volkssport der Griechen. Milliardenbeträge wurden ins Ausland transferiert. Die Steuerquote, also der Anteil der Steuern am Bruttoinlandsprodukt lag in Griechenland 2007 bei 32 Prozent. Vor allem Selbständige wie Ärzte oder Anwälte rechneten sich bei ihren Steuererklärungen arm, Taxifahrer, Handwerker oder Gärtner gaben ungern Quittungen. Im EU-Durchschnitt liegt die Steuerquote hingegen bei 40 Prozent. 2011 sind in Griechenland etwa geschätzte 30 Milliarden Euro hinterzogen worden. Die rechtskräftigen Steuerschulden sind in Griechenland Anfang 2015 auf den historischen Rekordstand von 70 Milliarden Euro gestiegen. 6.000 juristischen Personen wie Aktiengesellschaften und GmbHs stehen beim Fiskus mit weiteren 30 Milliarden Euro in der Kreide. So haben alleine die Griechischen Staatsbahnen (OSE) rund 1,6 Milliarden Euro Steuerschulden.
Keine Regierung hat es bisher geschafft, die Steuerhinterziehung effektiv zu bekämpfen.
Finanzen
Jahrelang gab es nur mangelhafte Statistiken, die von Athen auch noch systematisch frisiert wurden. Das hängt auch mit den innergriechischen Strukturen zusammen. Ein großes Problem ist, dass die Regierung ihre Finanzen nicht im Griff hat. Es gelingt ihr nicht, Einnahmen und Ausgaben richtig zu planen, zu überwachen und vorherzusagen. Bis heute gibt es keine funktionierenden Finanzbehörden.
Über Nacht zeigte sich, dass das griechische Haushaltsdefizit nicht ein-, sondern zweistellig ist und bei über 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt. Das hat damit zu tun, dass der Vollzug des Haushalts bislang nicht wirklich überwacht wurde - weder von griechischen noch von externen Institutionen wie Eurostat oder der EU- Kommission. Noch immer weiß kein Außenstehender, wie prekär die Lage wirklich ist.
Korruption
Dazu kommt die Korruption: Sie ist in Griechenland allgegenwärtig. Beim Arzt, im Krankenhaus, auf dem Bauamt, in der Fahrprüfung: Oft kommt man nur mit "Fakelaki", ein "Umschläglein" voller Geldscheine weiter. 13,5 Prozent der Griechen haben in einer Umfrage offen eingeräumt, Fakelaki zu zahlen, rund 1.450 Euro im Jahr. Oft erleichtert die Korruption den Bürgern das Leben im Kleinen - doch gleichzeitig hat sie mit dazu beigetragen, das Land als Ganzes in den Ruin zu treiben.
Problematisch ist die Korruption für die Gesellschaft als ganze: Wie soll sich eine Volkswirtschaft stabil entwickeln, wenn jeder einzelne Akteur immer wieder auf das Wohlwollen anderer Menschen angewiesen und ihrer Willkür ausgeliefert ist? Wie soll sich der marode Staat sanieren, wenn er sich auf seine Finanzbeamten nicht verlassen kann und die Steuern nicht eintreibt?
Die schlechte Bezahlung - der griechische Durchschnittslohn beträgt zwischen 700 und 900 Euro - mag ein Grund sein, warum sich so viele bestechen lassen. Ein anderer ist der Mangel an positiven Vorbildern: Warum sollte dem kleinen Mann verwehrt sein, was in der großen Politik und Wirtschaft Griechenlands gang und gäbe ist?
In ihrem jüngsten Bericht von 2012 stellt "Transparency International" fest, dass Griechenland beim Korruptionsindex (Corruption Perception Index, CPI) von Platz 78 auf Platz 94 von insgesamt 174 Ländern abgerutscht ist und damit innerhalb der EU-Länder den letzten Platz einnimmt, d.h. Griechenland hat die höchste Korruptionsrate in der EU. .......