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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

198 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Revolution, Flüchtling ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 14:24
@babykecks
Zitat von babykecksbabykecks schrieb: Es wurde die Frage aufgeworfen ob es sinnvoll ist wenn in einem Kindergarten dein Kind das einzige mit deutscher Sprache ist.
Wen es so ist, aber so ist es nun mal nicht.

Und wen es tatsächlich so sein sollte, dan muss mein Kind eben damit leben und es wird auch damit zurecht kommen. Deutsch lernt es auch von den Eltern und Erziehern und außerdem sind Kinder ja äußerst lernfähig wie du sagst.
Zitat von babykecksbabykecks schrieb: Das es für das einzig deutsch sprechende Kind eine Barriere ist, es kann zu vielen Entwicklungsstörungen kommen.


Kann, muss aber nicht zwingen. Barrieren können auch Entwicklungen fördern.
Zitat von babykecksbabykecks schrieb:Und wo bitte dürfen Asylkinder nicht den Kindergarten oder Schule mit Deutschen besuchen?
Schrieb ich das?


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 14:25
@Moses77 :)

Ist doch so wie es ist, ihr führt hier "Anklagen" durch, ohne die "Angeklagten" selber zu hören oder zu lesen. Es gilt nichtmal die Unschuldsvermutung, bevor man tatsächliche Beweise hat. Was daran ist denn demokratisch? :D

Und es ist tatsächlich nicht beleidigend zu erwähnen, vor dem anklagen vielleicht mal die Seite anhören oder anlesen, die man konkret anklagen möchte. Die einzige Quelle deiner Anklage an zum Beispiel mich oder @paranomal, die "naiven Gutmenschen", ist anscheinend die FAZ.

Immerhin hast du jetzt mal unsere Sicht gelesen, und kannst damit eher arbeiten. Fehlt dir nur noch die Sicht von deinen konkreten Angeklagten, den Flüchtingen, selbst. Ich würd dir einfach nahe legen, ihre Perspektive auch mal irgendwie zu suchen, versuchen zu verstehen.

Deine Meinung kannst du ja haben, an sich wirst du an der ein oder anderen Stelle sicherlich recht haben. Aber die Würze, die Tiefe, fehlt halt, wie geschrieben. Aber ist in Ordnung, du hast ja mit spielmitmir und babykecks Leutchen, denen es ähnlich oder gleich geht. Aber du wirst halt immer deine Probleme mit Leuten haben, die das Thema nicht oberflächlich abdecken, da kommste auch bei @paranomal wohl nicht weit...^^

So ein Unsinn um ne Diskussion wie "gratis w-lan" wäre nie passiert, wenn einfach gewusst wird, zu was w-lan überhaupt für Flüchtlinge zu gebrauchen ist.

Vielleicht treffen wir uns mal bei einem Allmy-Treffen, setzen uns zusammen und trinken ein Bierchen zusammen. Laden wir noch @Sackniere, @babykecks und okay, @spielmitmir ein, @Doors und @Warhead kommen auch noch dazu als erfahrene Haudegen.

Übrigens tut man ja auch ein Grillfest zum Beispiel für Flüchtlinge veranstalten, damit Menschen einander kennen lernen und jeder weiß, wozu gratis w-lan sinnvoll ist :)


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14.08.2015 um 14:32
@kofi
Keine gute Idee, ich würde deine Schützlinge fragen warum sie die 140 Euro im Monat nicht für regelmässiges Skypen aufwenden und auf gratis W-Lan bestehen.

Was sie mit so viel Geld das nur für das Ausgeben ist anstellen? Manche Menschen haben keine 140 Euro in Europa für fun.

Edit skypen kostet nix, nur Daten werden verbraucht das wenig oder viel sein kann. 30 Giga kosten auf dem Handy keine 50 Euro.


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14.08.2015 um 14:37
Wenn du mir den Flug bezahlst komme ich sehr gerne und rede mal mit @Warhead :) aber ihr müsst mir versprechen keine Steine auf mich zu werfen .... @kofi


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14.08.2015 um 14:43
@kofi
Zitat von kofikofi schrieb:st doch so wie es ist, ihr führt hier "Anklagen" durch, ohne die "Angeklagten" selber zu hören oder zu lesen
Wo klage ich oder jemand anderes hier irgendjemanden an oder hacke auf den Flüchtlingen rum?
Im Nachbarthread schrieb ich noch vor wenigen tagen, dass ich dem Eriträer oder sogar dem Kosovaren, der sich bis nach Deutschand durchkämpft, keinen Strick daraus drehen will und ich vermutlich das selbe tun würde, wenn ich in der Situation wäre.
Noch sind die Schlepperwege offen und man wird hier willkomen geheißen, ist doch verständlich, dass jeder hier nach Deutschland will, nicht weil es hier sicherer ist als in anderen Drittstaaten, sondern wegen den im vergleich zu Massenlagern Topunterkünften und vor allem dem Geld.

Solange Deutschland diese Anreize nicht eindämmt, was de Maiziere durchaus vorschwebt, kann man doch den Menschen keinen Vorwurf machen, die diese Lücken auszunutzen versuchen. Wann und wo bietet sich denn auf unserer überwiegend ungerechten Welt schon einmal so eine Gelegenheit in Zukunft wieder?
Wahrscheinlich gar nicht mehr.
Zitat von kofikofi schrieb: Die einzige Quelle deiner Anklage an zum Beispiel mich oder @paranomal, die "naiven Gutmenschen", ist anscheinend die FAZ.
Ich lese nicht nur die FAZ btw.
Wenn du meine Beiträge nicht verstehst, kann ich doch nichts dafür. Ich versuche doch immer, alles so verständlich und lesbar wie möglich einzutippen.
Zitat von kofikofi schrieb:Deine Meinung kannst du ja haben, an sich wirst du an der ein oder anderen Stelle sicherlich recht haben. Aber die Würze, die Tiefe, fehlt halt, wie geschrieben. Aber ist in Ordnung, du hast ja mit spielmitmir und babykecks Leutchen, denen es ähnlich oder gleich geht. Aber du wirst halt immer deine Probleme mit Leuten haben, die das Thema nicht oberflächlich abdecken, da kommste auch bei @paranomal wohl nicht weit...^^
Wer das Thema hier offensichtlich "oberflächlich abdeckt", bin sicher nicht ich. Man muss Dinge auch immer zu Ende denken, wie ich vorhin schon sagte und nicht kurzfristig Dinge versprechen, die man auf lange Sicht gesehen nicht halten kann.

Bei Gratis WLAN für alle bin ich dabei, aber darum geht es wirklich nicht bei der Thematik.

Was ist denn deine Lösung, um den offensichtlichen Flüchtlingsansturm in Europa zu bewältigen und auf welche Weise würdest du z.B. den Herkunftsländern helfen bzw. diese stabilisieren, sodass dort niemand mehr flüchten muss?
@spielmitmir
Haha^^


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14.08.2015 um 14:46
Ach ja... :D und was machen wir dann bei dem Treffen? Reden und Bier trinken...? :D :folkmetal: @kofi


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14.08.2015 um 14:57
@kofi
Schau dir diesen Post von @Foss im Nachbarthread an. Dort verpackt er lustigerweise all die Dinge in einen lesenswerten Beitrag, die ich dir auch vermitteln wollte.
Asylgesetzgebung: Muss sie angepasst werden? (Seite 11) (Beitrag von Foss)


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14.08.2015 um 16:17
Zitat von babykecksbabykecks schrieb:Wenn W-Lan so unglaublich günstig ist, dann bitte sollen alle Menschen in Deutschland Computer und Internet bekommen. Weil sonst Neid und Zulauf für Pegida und Rechten.
Freies W-Lan könnte jeder haben ... wenn die Telekommunikationsunternehmen sich nicht dagegen sperren würden.

Es geht doch für diese Unternehmen darum, noch an den Flüchtlingen den Reibach zu machen und ihnen das Geld, das sie bekommen, aus der Tasche zu ziehen. Anders ist es nicht zu bewerten, dass das kostengünstige (EIN einziger Festnetzanschluss wäre nötig für ein Flüchtlingsheim) Angebot von Freifunk e.V. einfach so ausgeschlagen wird ...

Gespräche in die Heimat sind nun mal teuer und wer Frau und Kinder an einem anderen Ort hat, der wird verstehen, dass man jeden Tag mit ihnen sprechen will ...

Die Stolperfallen (auf Rücksicht auf Telekommunikationsunternehmen), die Behörden und Politik aufbauen, sind auch schuld daran, dass nicht schon jeder freies W-Lan genießen kann ...


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 17:00
Zitat von Moses77Moses77 schrieb:Wer das Thema hier offensichtlich "oberflächlich abdeckt", bin sicher nicht ich. Man muss Dinge auch immer zu Ende denken
Na dann fangen wir doch gleich mal an, @Moses77 :)

Italien hat wirtschaftliche Schwierigkeiten, Griechenland hat wirtschaftliche Schwierigkeiten, Spanien hat wirtschaftliche Schwierigkeiten, Portugal auch. Das hast du dir sicherlich schon durchdacht.

Das wiederum bedeutet, dass du in den genannten Staaten eher schlecht Arbeit finden wirst. Wenn du es so weiterdenkst (was wir ja tun), was sollen dann Migranten da? Flüchtlinge haben keine oder kaum Perspektive in genannten Ländern, also reisen sie dahin, wo sie eine Perspektive für sich wahrnehmen. Und das ist eigentlich ein netter Gedanke, dass Menschen nach D kommen, weil sie glauben, es gibt (gut bezahlte) Arbeit hier bei uns im Land.

Ob sie aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien oder nem afrikanischen Staat kommen, sie alle oder die meisten wollen und müssen rasch arbeiten, damit sie alsbald Geld nach Hause schicken können (haste dir bestimmt auch schon gedacht). Von Sozialleistungen kannst du spärlich dich und ne Verwandtschaft im Ausland ernähren.

Da siehste auch gleich mal zwei miteinander verwobene Probleme: Afghanistan ist arm und hat gleichzeitig die Taliban usw. am Hals (muss ich dir ja aber nicht erklären). Wirtschafts-und politische Flucht gehören irgendwie zusammen oder sind schwer auseinander zu halten. Wenn in Syrien morgen Waffenstillstand ist, werden die wenigsten syrischen Flüchtlinge nach Hause zurückkehren, sondern in D bleiben (wollen). (so können wir es zumindest mal zu Ende denken). Ich finde immernoch, man sollte dass System so ausrichten, dass jeder, der sich integriert als auch arbeitet und sich an Recht sowie Gesetz hält automatisch oder zumindest eher in D bleiben darf.
Zitat von Moses77Moses77 schrieb:Solange Deutschland diese Anreize nicht eindämmt, was de Maiziere durchaus vorschwebt, kann man doch den Menschen keinen Vorwurf machen, die diese Lücken auszunutzen versuchen.
Das deutsche Asylverfahren ist kompliziert und nervenaufreibend. Und dazu noch stellenweise willkürlich. Aber das wusstest du bestimmt schon. Das deutsche Asylverfahren ist genauso bisher ein Anreiz, Menschen fern zu halten.

Den Flüchtlingsansturm bewältigen? Im Gegensatz zu den Aussagen manch deutscher Konservativer ist ja nicht "ganz Afrika" auf dem Weg. Gerade im Bereich südliches Afrika scheint es kaum Bewegung in den Norden zu geben.

Oder kennst du Asylbewerber aus Südafrika oder Gabun? (Wir hatten uns ja vorgenommen, bis zum Ende zu denken). Südafrika ist auch arm, Gabun auch, warum kommen bloß keine oder kaum "Wirtschaftsflüchtlinge"aus diesen Ländern?

Mali, Gambia, Nigeria das scheint tatsächlich die politisch instabilsten Staaten zu betreffen.

Ich kann es dir nicht sagen, wie man einen Diktator aus dem Amt jagt oder generell die Taliban aus Afghanistan vertreibt oder den Assad ins Exil jagt.

Ich weiß auch nicht, wie man den Konflikt lösen soll, dass Staaten politisch instabil oder zerrütet sind, aber Menschen nicht politisch verfolgt werden oder es im Land kein Krieg gibt. Sie aber um Asyl bitten. Ich bin nicht "tiefrot", im Endeffekt kaufen wir auch keine politischen Gefangenen in Saudi-Arabien frei. Wohl wissend, dass manche schwerst gefoltert werden. Insofern wird man jemanden zurücklassen oder zurückschicken müssen.

Ich plädiere nur dafür, Flüchtlinge, die in D angekommen sind, zu betreuen. Und die Flüchtinge gleichmäßig zu verteilen, das schwierige Klientel alsbald zu disziplinieren und wenn nötig, doch in ner Sofortmaßnahme abschieben. Gerade bei schweren Straftaten (was auch immer darunter fällt), haben einzelne Leutz anscheinend keine Angst, dass es Einfluss auf ihr Asylverfahren haben könnte. Wenn sie Asyl nicht nötig haben bzw. der Charakter einfach nicht stimmt, dann sollten sie auch wieder sofort in ihr Land zurück. Vielleicht ist das mein Beitrag, den "Flüchtlingsansturm zu bewältigen". Indem man einfach die Kooperativen, Willigen und charakterlich ordentlichen von denen trennt, die man nicht in der Bundesrepublik haben möchte oder nicht haben sollte. So sollte sich die Spreu recht schnell vom Weizen trennen und paar Bettchen mehr frei werden.


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14.08.2015 um 17:11
Zitat von kofikofi schrieb:Und dazu noch stellenweise willkürlich.
wäre das:
Zitat von kofikofi schrieb:Wenn sie Asyl nicht nötig haben bzw. der Charakter einfach nicht stimmt, dann sollten sie auch wieder sofort in ihr Land zurück
wäre das mit der Charakter-Bewertung nicht eine Höchstform der Willkür?


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 17:24
@Nahtern

Moses und ich haben uns vorgenommen, bis zum Ende hin zu denken. Und das möglichst tiefgründig. So gut es halt geht. Die Frage ist nicht, ob es Asylbewerber gibt, die charakterlich nicht in Ordnung sind. Sondern wie man damit umgeht. Wir haben es ja mit Menschen zu tun, und nicht mit Maschinen. Charakterlich nicht in Ordnung in Form von (vielleicht) leichteren Gesetzbrüchen begehen wie Drogenhandel bis zu sexueller Belästigung von Frauen mit Würgen etc. bis ins etwas Hardcore Straftaten Gewerbe. Oder eben an sich charakterlich daneben zu sein, unfreundlich usw. Vielleicht auch ein bisschen Assi keine Ahnung.

Wir wollen bedenken, dass auch jemand mit den Flüchtlingen arbeiten muss. Ob haupt-oder ehrenamtlich. Ihre eigene Sicherheit muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein als auch ihr Vertrauen, ne gewisse Sicherheit zu haben. Du hast ne ganze Menge Leute, mit denen kannst du ganz toll arbeiten, ihnen viel beibringen, kannst soziale Lösungen für ihre Problemlagen mit ihnen gemeinsam erarbeiten. Wenn jemand aggro oder depressiv ist, weil er die Familie daheim arg vermisst..da kann man eben wie tausend mal besprochen einen Computer mit Internet organisieren. Also so kann man beruhigend auf Leutchen einwirken. Klappt ja auch ziemlich oft. Ist doch toll, wenn sie mitmachen.

Aber andere Charaktere, die zum Teil unempfänglich sind für das erarbeiten sozialer Lösungen für ihre Probleme...ich weiß nicht, ob du haupt oder ehrenamtlich in der Sozial oder Flüchtlingsarbeit unterwegs bist...aber das ist derzeit DAS Thema, wie man mit solchen Charakteren umgeht. Manchmal kannste halt nix mehr für die einzelnen! Leute tun. Dann bleibt eigentlich nur noch im Prinzip, dass sie die Bundesrepublik schnellstmöglich verlassen. Bei Flüchtlingen schwierig, aber naja, zumindest muss man es wirkungsvoll androhen können, um zu disziplinieren.

Wenn so manche Deutsche ein bisschen "normaler" in ihrem Diskussionsverhalten wären oder zwischen Integration oder Nicht-Integration unterscheiden oder nicht ihre grundsätzlichen Antipathien ihre "Meinung" beherrschen lassen würden, wäre das einfacher öffentlich zu diskutieren. Aber letzten Endes, wozu?


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 17:51
@kofi
Klar, Charakter und so ist wichtig, aber wie will man diesen in der realität konkret feststellen/bestimmen/erkennen.
Es ist schon sehr schwer, nahezu unmöglich den Character von Menschen, die man gut kennt, bestimmen zu können - in der Regel kennen wir immer nur ein Abbild von dem, was wir denken, wie ihr Character ist.
Wie soll also der Character von Flüchtlingen bestimmt werden? Ein kurzes Gespräch mit einem Beamten, oder Psychologen?
Es wäre nichts weiter als ein erster Eindruck, der wenig aussagekräftig wäre. Auch ist es so, das man, dank Sprachbarriere, selten wirklich direkt komunizieren kann, was das alles zusätzlich erschwert. Genau so wie man auch schnell "müde" von zu vielen ersten Eindrücken wird, und man dann in Routine verfällt und dann schnell das Schubladendenken auspackt.
Es ist auch oft so, dass viele, die tatsächlich Anspruch auf Asyl hätten, viel hintersich haben, und dann öfters verschlossen und mürrisch sein können, was der Characterbewertung nicht wirklich zugute kommen würde.
Dann wäre da natürlich noch das Problem, das man festlegen müsste, wie so der "Mustercharacter" aussehen sollte.

Alles im allem ist die idee zwar nicht schlecht, aber in meinen Augen einfach nicht zufriedenstellend umsetzbar.
Zitat von kofikofi schrieb:Ob sie aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien oder nem afrikanischen Staat kommen, sie alle oder die meisten wollen und müssen rasch arbeiten, damit sie alsbald Geld nach Hause schicken können (haste dir bestimmt auch schon gedacht). Von Sozialleistungen kannst du spärlich dich und ne Verwandtschaft im Ausland ernähren.
Mein Vorschlag dafür wäre, dass man ganz klar sagen würde, dass es das Primärziel des Asyls ist, Menschen vor verfolgung zu schützen, nicht dafür zu sorgen, dass sie ihre Familie in der Heimat unterstützen.
Wenn die Asylanten fließendes Wasser haben, nicht hungern, frieren, und einen gewissen Mindeststandard an Lebensqualität haben, während sie sich nicht länger vor Verfolgung fürchten müssen, ist das Asyl-Ziel eigentlich erreicht.


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 18:12
Zitat von NahternNahtern schrieb:Mein Vorschlag dafür wäre, dass man ganz klar sagen würde, dass es das Primärziel des Asyls ist, Menschen vor verfolgung zu schützen, nicht dafür zu sorgen, dass sie ihre Familie in der Heimat unterstützen.
Wenn die Asylanten fließendes Wasser haben, nicht hungern, frieren, und einen gewissen Mindeststandard an Lebensqualität haben, während sie sich nicht länger vor Verfolgung fürchten müssen, ist das Asyl-Ziel eigentlich erreicht.
Theoretisch halt. Aber dieses Thema haste ja bei allen Migrantengruppen. Muss man jetzt nicht nur auf Afrika zum Beispie schauen. Ich hab einen kurdischen Kumpel, dessen Vater vor x Jahren vor den türkischen Behörden nach D geflohen ist. Seine nahe Verwandtschaft ist genauso zurückgeblieben in der Heimat. Er selber darf nicht mehr in die Türkei einreisen, ohne verhaftet zu werden. Seine Mama oder die Mama seiner Frau? ist vor nem halben Jahr gestorben, und naja, gab keine Möglichkeit auf die Beerdigung zu gehen.

In der Praxis haste eben das Phänomen, das zurückgelassene Familienmitglieder ja dennoch (möglicherweise) in der Armut leben. Wenn Menschen aus den kurdischen Gebieten fliehen vor den türkischen Behörden, ändert das ja nix an der Armut in diesen Gebieten. Insofern werden sie immer dann auch versuchen, ein bisschen Geld in die Türkei zu schicken. Zumindest naja, wenn die Mama mal anruft, ist es schlecht zu sagen, Mama ich bin auf der Flucht, besorg dir woanders das Geld für deine Medikamente. Vielleicht eher, na gut Mama, ich werd dir was zukommen lassen.


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 18:58
@Sackniere
@babykecks
@monster_IQ

@kofi
Viele Menschen, die z.B. aus Syrien nach Europa geflohen sind, haben Verwandte entweder als syrische Binnenflüchtlinge oder in vollkommen inhumanen Lagern im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei zurück lassen müssen.

Gestern sprach ich mit einem Jungen aus Eritrea. Er erzählte mir seine Geschichte: Sie waren fünf Brüder. In Eritrea wirst Du schon mit Abschluss der Schule, ca. mit 14, zum Militär eingezogen. Als Junge und als Mädchen. Du unterstehst lebenslänglich diesem Militärdienst und musst dem Militär zur verfügung stehen, wenn Du nicht ohnehin in Militärcamps unter elendigen bedingungen hausen muss. Viele Fabriken gehören hohen Militärs. Da müssen die Dienstverpflichteten arbeiten. Wer fehlt, wird alsDdeserteur bestraft. Krank sein ist keine Ausrede. Lohn gibt es nicht, nur den kargen Sold. Du wirst dahin befohlen, wo Dich Deine Vorgesetzten am profitabelsten einsetzen können. Folgst Du nicht, landest Du im Militäknast incl. Folter - wenn sie Dich nicht gleich als Deserteur an die Wand stellen.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bezeichnet Eritrea als ein einziges „gigantisches Gefängnis“.

Folglich hat die Familie alles zu Geld gmacht, was sie konnte und sich zusätzlich verschuldet, um ihren Kindern die Flucht zu ermöglichen. Die Ausreise ist illegal. Erwischen sie Dich: Knast oder Erschiessen. Zurückkehren kannst Du nie wieder. Dagegen war die DDR ja noch fast "human" zu nennen.

Um es kurz zu machen: Fünf sind geflohen - einer hat überlebt. Die anderen vier: Verschollen - seit rund einem Jahr ohne Lebenszeichen. Gefasst? Getötet? Verschleppt? Im Mittelmeer ertrunken? Er weiss es nicht - wird es nie erfahren.


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 19:10
Noch mal aus der persönlichen Muskiste geholt zum Thema "Angst vor Überfremdung", die hier verschiedentlich geäussert wurde:

Ich bin in den sechziger Jahren in einem damals schon auf eine lange "multiethnische Tradition" zurück blickenden Stadtteil (Hamburg-St.Pauli) gross geworden. Da war es vollkommen normal, dass Nachbarn aus aller Herren Länder stammten. Kaum einer hatte Probleme damit. Man hatte Gemeinsamkeiten. Man war Malocher, man war arbeitslos, man war arm, man wohnte in beschissenen Verhältnissen, man war gelegenheitskriminell, man ging anschaffen. Da war es vollkommen egal, ob jemand schwarz, gelb oder blass war, de Vries, Müller, Smith, Hinterhuber, Li, Kim, Stanislawski, Ulutürk oder Wagadongo mit Nachnamen hiess. Bis 1945 hatte dieser Stadtteil sogar noch eine komplette "Chinatown", ganz, wie es sich für eine Welt- und Hafenstadt gehört.

Natürlich war Deutschland immer auch ein Durchzugs- und Einwanderungsland mit nationalen Minderheiten in bestimmten Regionen, wie Nord- und Ostfriesen an den westlichen Küsten, wendischen Sorben in der Lausitz und im Spreewald, Dänen an der Nordgrenze.

Darüber hinaus hat Deutschland immer wieder grosse Immigrationswellen erlebt.
Stichwort Völkerwanderung.

Jüdische Gemeinden lassen sich seit 321 urkundlich nachweisen. Im Mittelalter zog es Handwerker und Händler aus den Niederlanden, Frankreich, Polen etc. in die Grenzen des heutigen Deutschlands. "Gekommen um zu bleiben" - ebenso zog es natürlich auch Deutsche hinaus in die Welt. Bereits die Hanse sorgte für eine rege Durchmischung der Handel treibenden Völker. Später kamen Kolonisten aus den Niederlanden, um beispielsweise die Überschwemmungsgebiete der Elbe (Vier- und Marschlande) zu besiedeln, im 16. Jahrhundert war jeder 4. Hamburger ein niederländischer Migrant. Friedrichstadt an der Mündung der Treene in die Eider, eine niederländische Gründung, hatte nicht nur 200 Jahre lang ein niederländisches Sprachprivileg, sondern es galt auch ebenso lange niederländisches Recht*.

Im 17. Jahrhundert waren gut 1/4 der Einwohner des Grossraums Berlin französischer Herkunft. In Hamburg waren Portugiesen und Engländer stark vertreten, wie sich heute noch an Namen alter Familien erkennen lässt. Ebenso rege war der Zuzug von Schweden, schliesslich waren Teile der Ostseeküste einst schwedisch, oder von Dänen, die bis an die Elbe herrschten - und blieben.

Im 19. Jahrhundert kam es zu einem starken Zustrom von Arbeitsmigranten, meist aus Polen oder der Ukraine, nach Deutschland. In manchen Städten im Ruhrgebiet gab es um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert mehr Polen als Deutsche. Nationalisten befürchteten eine "Verpolung" der deutsche Rüstungsschmiede im Ruhrpott.

Nach der russischen Revolution 1917 liessen sich viele zarentreue Flüchtlinge aus Russland und dem Baltikum in Deutschland nieder. Zuvor hatten schon Menschen aus den deutschen Kolonien sich in Deutschland niedergelassen.

Der Zweite Weltkrieg mischte die Völker Europas noch einmal nachhaltig durch, zahlreiche "displaced persons" aus allen Teilen Europas blieben freiwillig oder unfreiwillig in Deutschland hängen, ebenso wie ehemalige Besatzungssoldaten.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Arbeitsmigranten aus den Ländern rund ums Mittelmeer dazu, politische Flüchtlinge aus Diktaturen wie Griechenland, dem Iran oder Chile oder Asylbewerber aus allen Staaten der Erde, nicht zu vergessen die Communities ausländischer Geschäftsleute, wie der Japaner in Düsseldorf oder der iranischen Teppichhändler in Hamburg.

Heute gilt Berlin als grösste "polnische", "russische" oder "türkische" Stadt ausserhalb der jeweiligen genannten Länder. Etwa 20.000 junge Israelis leben in Berlin - mehr als irgendwo sonst ausserhalb Israels. Hamburg ist die grösste "afghanische" Stadt und die grösste "ghanaische", so weit ich weiss. Ein "Portugiesenviertel" am Hafen gibt's übrigens auch noch, sowie einige skandinavische Kirchengemeinden.

Wahrscheinlich habe ich noch allerlei Völkerscharen vergessen.

So viel zum Thema "Vielvölkerstaat"!


*Was würde passieren, würden, auf Wunsch der Regierung, muslimische Glaubensverfolgte, meinetwegen Schiiten aus dem Irak oder Sunniten aus dem Iran, in der BRD eine Stadt gründen, in der sie 200 Jahre lang ausschliesslich ihre Heimatsprache und ihr Heimatrecht (Scharia!) ausüben dürften?




Ich arbeitete (und tue es gelegentlich noch) beruflich mit Menschen aller Hautfarben, Geschlechter, Religionen, "Kulturen" weltweit zusammen. Egal, ob hier oder dort, ob von Angesicht zu Angesicht oder virtuell.

Hobbies, Interessen und Freizeitgestaltung verbinden mich mit Menschen aus vielen Ländern. Die Firma, für die ich lange Jahre tätig war, gehörte zeitweilig Schweden, mein Auto kommt auch daher, selbst wenn's inzwischen Chinesen gehört, meine Lebensmittel, meine Kleidung, ja, selbst meine "Kulturgüter" kommen von rund um den Globus.

Wer sind eigentlich "diese Ausländer"?

Meine Frau ist Irin, ihre Freundin Französin, meine Putzfrau ist Russin, meine Nachbarn Dänen, mein Bäcker Friese, mein Gemüsemann Türke, mein Gastwirt Italiener, Grieche oder Chinese. Der Mensch, der unseren Oldtimer wartete kommt aus England, mein Ex-Chef aus den USA, meine frühere Backoffice-Leiterin aus dem Iran, meine erste Frau war Palästinenserin, usw. usw.

Bis jetzt hat sich mir noch nicht erschlossen, wer von denen eine potenzielle Gefahr für mich sein soll.
Kann mich mal jemand aufklären?


Was die freiwillige Ghettobildung angeht: Es ist wohl nicht so ungewöhnlich, dass sich Menschen gern mit "Ihresgleichen" umgeben. Man denke an die deutschen Dörfer und Städte in Ungarn, Rumänien, der ehemaligen UdSSR - oder an deutsche Ansiedlungen in Namibia, in Südamerika oder auf Malle. Selbst die USA hatten, zumindest bis zum Eintritt in den Ersten Weltkrieg, fast rein deutschstämmige Stadtteile, Städte und Gemeinden. Mit deutschen Schulen, deutschen Zeitungen und deutschen Festivitäten. Selbst Kaisers Geburtstag oder der Sedantag wurden dort gefeiert. Ein Wiederaufleben ergab sich (ohne Feiern) durch die Menschen, die vor dem Faschismus aus Deutschland flüchten mussten. Froh konnte von den Flüchtlingen der sein, der ein deutschsprachiges Netzwerk für Bürokratie, Unterkunft, Arbeit vorfinden konnte.

Geschäfte und Restaurants, in denen deutschstämmige Migranten heimische Speisen und Getränke vorfinden, gibt es wohl weltweit - von der Bierbar in Shanghai oder Thailand bis zum Currywurststand in Spanien oder "Feinkost"-Läden in New York.

Warum sollen andere Menschen also nicht die gleichen Ansprüche ans Leben stellen wie unsere (ehemaligen) Landsleute?


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 19:26
@Doors

Solche Geschichten stimmen mich zutiefst traurig und mir wird ganz schlecht, wen ich mir versuche vorzustellen, was mit den anderen Geschwistern wohl passiert sein mag.

Das schlimme daran ist, das so etwas tagtäglich irgendwo auf der Welt passiert und man fast hilflos dabei zusehen muss wie menschen solche grausamen Zuständen ausgesetzt sind.

Es ist erdrückend...


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14.08.2015 um 19:34
@monster_IQ

Deshalb wünsche ich mir, dass sich Menschen, die auf Flüchtlinge mit Angst, Ablehnung und Hass reagieren, mal die Gelegenheit ergreifen würden, mit den Menschen zu reden und sich fragen, was sie selbst in so einer Situation täten.

Oder den Menschen offen ins Gesicht sagen: Mir wäre lieber, wenn Du zu Hause krepieren würdest.


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Wie die Lage in Flüchtlingsherkunftsländern verbessern?

14.08.2015 um 19:44
Zitat von DoorsDoors schrieb: Deshalb wünsche ich mir, dass sich Menschen, die auf Flüchtlinge mit Angst, Ablehnung und Hass reagieren, mal die Gelegenheit ergreifen würden, mit den Menschen zu reden und sich fragen, was sie selbst in so einer Situation täten. 
Sie würden natürlich nicht aus ihrem land fliehen und versuchen, während ihre familienangehörigen abgeschlachtet werden, ihr land wieder aufzubauen.
Zitat von DoorsDoors schrieb:Oder den Menschen offen ins Gesicht sagen: Mir wäre lieber, wenn Du zu Hause krepieren würdest.
Dazu fehlen ihnen die großen eier...aber große Fresse, das haben sie.


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14.08.2015 um 19:50
@Doors

Was heißt, die DDR war dagegen human? Bis auf die strenge Arbeit die die Flüchtlinge verrichten müssen, wurde auch in der DDR ein Flüchtling erschossen oder gefoltert.


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14.08.2015 um 19:52
Wie schätzt ihr die Situation in Eritrea ein?


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